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   OVG Nordrhein-Westfalen, 03.09.2015 - 13 B 655/15   

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OVG Nordrhein-Westfalen, 03.09.2015 - 13 B 655/15 (https://dejure.org/2015,24390)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 03.09.2015 - 13 B 655/15 (https://dejure.org/2015,24390)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 03. September 2015 - 13 B 655/15 (https://dejure.org/2015,24390)
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Volltextveröffentlichungen (5)

  • openjur.de
  • NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)

    Stellung eines Antrags auf Verlängerung einer Taxikonzession nach Ablauf der Geltungsdauer der Konzession

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Stellung eines Antrags auf Verlängerung einer Taxikonzession nach Ablauf der Geltungsdauer der Konzession

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ... (9)

  • VGH Baden-Württemberg, 08.10.2018 - 9 S 804/17

    Übertragung und Verlängerung einer Taxikonzession

    Nunmehr habe auch der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (Beschluss vom 18.10.2016 - 12 S 1381/16 -) unter Berufung auf den Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen vom 03.09.2015 (- 13 B 655/15 -) geäußert, dass das Personenbeförderungsgesetz zwar für die Wiedererteilung einer Genehmigung zum Gelegenheitsverkehr mit Taxen keine Frist für die Antragstellung vorsehe, dies aber den Antragsteller nicht von der Obliegenheit entbinde, die Wiedererteilung unter Vorlage der erforderlichen Unterlagen so zeitig zu beantragen, dass eine nahtlose Fortführung des Taxenbetriebes - gegebenenfalls auch unter Rückgriff auf die Genehmigungsfiktion des § 15 Abs. 1 Satz 5 PBefG - sichergestellt sei; komme der Antragsteller dem nicht nach und scheide deshalb eine nahtlose Verlängerung aus, entfalle seine Rechtsposition; die Genehmigung werde "frei" und stehe damit grundsätzlich zur Neuverteilung nach § 13 Abs. 5 PBefG an; der auf der Vormerkliste erstplatzierte Bewerber habe damit vorbehaltlich des Vorliegens der Erteilungsvoraussetzungen im Übrigen seinerseits grundsätzlich einen Anspruch auf Erteilung der nunmehr neu auszugebenden Genehmigung.

    Für die Wiedererteilung einer Taxigenehmigung nach Ablauf der Geltungsdauer ("Verlängerung") gelten die unter 1. dargelegten Grundsätze (vgl. OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 03.09.2015 - 13 B 655/15 -, juris).

    "Zu Gunsten des Altunternehmers ist hier die - auch für den Taxenverkehr geltende (vgl. Bidinger, a.a.O., § 13 Anm. 81; Fielitz/Grätz, a.a.O., § 13 Rn. 54; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 03.09.2015, a.a.O.) - Bestimmung des § 13 Abs. 3 PBefG anwendbar.

    Diese Vorschrift, die sich vornehmlich auf die Fälle bezieht, in denen - wie hier - eine alte Genehmigung ausläuft und aus diesem Grunde eine Neuvergabe nötig wird, vermittelt zu Gunsten des Altunternehmers in Ausgestaltung des Art. 12 Abs. 1 GG einen gewissen Besitzstandsschutz (vgl. OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 03.09.2015, a.a.O.).

    Dies legt nahe, dass im Falle der Notwendigkeit einer Auswahlentscheidung eine einzelfallbezogene Abwägung vorzunehmen (vgl. BVerwG, Urteil vom 12.12.2013 - 3 C 30.12 -, BVerwGE 148, 321, zu Ruf- oder Anrufbusverkehren; zur Bedeutung der Vorschrift bei der Konkurrenz mehrerer Bewerber um die (Wieder-, Neu-) Erteilung einer Linienverkehrsgenehmigung vgl. auch Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg, Beschluss vom 02.01.2007 - 3 S 2675/06 -, juris; Urteil vom 27.11.2003 - 3 S 709/03 -, juris) bzw. die Behörde gehalten ist, bei der Wiedererteilungsentscheidung neben den für den Besitzstandsschutz sprechenden Gründen auch die Interessen anderer Unternehmer zu berücksichtigen (vgl. OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 03.09.2015, a.a.O.).

    Diese eindeutigen gesetzlichen Vorgaben, die einen Wegfall der materiellen Rechtsposition des Konzessionsinhabers bewirken, lassen keinen Raum für die Erwägung, ob eine rückwirkende Verlängerung der Geltungsdauer einer befristeten Genehmigung gemäß § 31 Abs. 7 LVwVfG möglich ist (vgl. OVG Nordrhein-Westfalen, Beschlüsse vom 16.05.2006 - 13 B 533/06 -, und vom 03.09.2015 - 13 B 655/15 -, beide juris).

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 02.04.2020 - 13 B 1616/19
    vgl. etwa OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 29. August 2017 - 7 A 11067/17 -, juris, Rn. 14; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 5. Juli 2017 - 9 S 8/16 -, juris, Rn. 58; OVG NRW, Beschluss vom 3. September 2015 - 13 B 655/15 -, juris, Rn. 20; Bidinger, Personenbeförderungsrecht, Stand: Dezember 2019, § 13 Rn. 81; Fielitz/Grätz, Personenbeförderungsrecht, Stand: September 2019, § 13 Rn. 54.

    vgl. OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 29. August 2017 - 7 A 11067/17 -, juris, Rn. 25; OVG NRW, Beschluss vom 3. September 2015 - 13 B 655/15 -, juris, Rn. 13 ff. zu § 13 Abs. 5 PBefG; Bidinger, Personenbeförderungsrecht, Stand: Dezember 2019, § 13 Rn. 81, Buchst. g); Rn. 90, Buchst. f); Rn. 91 Buchst. a); vgl. im Übrigen auch die Kommentierung zu § 13 Abs. 3 PBefG in den Allgemeinen Grundsätzen des Bund-Länder-Fachausschusses Straßenpersonenverkehr zur Durchführung des Taxen- und Mietwagenverkehrs vom 15. Juli 1987, a.a.O.

    vgl. OVG NRW, Beschluss vom 3. September 2015 - 13 B 655/15 -, juris, Rn. 24 f. unter Bezugnahme auf u.a. BVerwG, Urteile vom 12. Dezember 2013 - 3 C 30.12 -, BVerwGE 148, 321, = juris, Rn. 43, und vom 11. Oktober 1968 - 7 C 16.66 -, juris, Rn. 47 ff.

    vgl. OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 29. August 2017 - 7 A 11067/17 -, juris, Rn. 25; OVG NRW, Beschluss vom 3. September 2015 - 13 B 655/15 -, juris, Rn. 26, für den Fall eines nicht fristgemäß gestellten Wiedererteilungsantrags durch den Altunternehmer.

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 23.04.2020 - 13 B 1432/19
    vgl. in diesem Sinne bereits OVG NRW, Beschluss vom 3. September 2015 - 13 B 655/15 -, juris, Rn. 26 ff.

    vgl. diese Frage offenlassend auch OVG NRW, Beschluss vom 3. September 2015 - 13 B 655/15 -, juris, Rn. 30 f. m.w.N.

  • VGH Baden-Württemberg, 05.07.2017 - 9 S 8/16

    Konkurrentenstreitigkeit hinsichtlich der Vergabe von Taxikonzessionen

    Diese Grundsätze gelten auch für den Fall der Wiedererteilung einer Taxigenehmigung (vgl. OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 03.09.2015 - 13 B 655/15 -, juris).
  • VG Würzburg, 22.07.2020 - W 6 K 19.840

    Klage auf Aushändigung einer Genehmigungsurkunde für den Taxenverkehr

    Ob eine solche "bevorzugte" Wiederteilung einer Taxikonzession an Altunternehmer unter dem Gesichtspunkt des Besitzstandsschutzes zulässig ist oder ob auch insoweit die gemäß § 13 Abs. 5 PBefG geführten Wartelisten einschließlich der dort vermerkten Neubewerber zu berücksichtigen sind, ist in der obergerichtlichen Rechtsprechung umstritten (dafür etwa OVG NW, B.v. 3.9.2015 - 13 B 655/15 - juris Rn. 9 ff.; B.v. 2.4.2020 - 13 B 1616/19 - juris Rn. 13 ff; OVG Koblenz, B.v. 29.08.2017 - 7 A 11067/17.OVG - BeckRS 2017, 130435 Rn. 25; einschränkend VGH BW, U.v. 5.7.2017 - 9 S 8/16; U.v. 8.10.2018 - 9 S 804/17 - BeckRS 2018, 34114 Rn. 24; a.A. BayVGH, U.v. 1.7.1996 - 11 B 95.2169 - juris Rn. 23).

    Kommt der Antragsteller dem nicht nach und scheidet deshalb eine nahtlose Verlängerung aus, entfällt die Rechtsposition des Unternehmers; die Genehmigung wird "frei" und steht damit zur Neuverteilung nach § 13 Abs. 5 PBefG an (OVG NW, B.v. 23.4.2020 - 13 B 1432/19 - juris Rn. 40; B.v. 3.9.2015 - 13 B 655/15 - juris Rn. 26; ähnlich zur Beantragung einer Genehmigungsübertragung nach § 2 Abs. 2 Nr. 2 PBefG VGH BW, U.v. 8.10.2018 - 9 S 804/17 - BeckRS 2018, 34114 Rn. 27 ff.).

  • VG Freiburg, 21.11.2019 - 6 K 1753/17

    Erteilung von Taxikonzessionen

    Die Regelung setzt nämlich voraus, dass ein Verlängerungsantrag vor Ablauf einer von der Behörde hierzu gesetzten Frist gestellt wird, da es sich ansonsten nicht um eine Wieder-, sondern um eine Neuerteilung einer Genehmigung handelt (vgl. VGH Bad.-Württ., Urt. v. 28.09.1994 - 3 S 1443/93 -, Rn. 22, juris; OVG für das Land Nordrhein-Westfalen, Beschl. v. 03.09.2015 - 13 B 655/15 -, Rn. 26, juris).

    Ausweislich des Wortlauts findet eine Wiedereinsetzung dabei nur statt, wenn gerade eine gesetzliche Frist versäumt wurde, die Wiedereinsetzung in eine versäumte behördliche Frist ist dagegen nicht möglich (OVG für das Land Nordrhein-Westfalen, Beschl. v. 03.09.2015 - 13 B 655/15 -, Rn. 28, juris).

  • OVG Rheinland-Pfalz, 29.08.2017 - 7 A 11067/17

    Personenbeförderungsrecht

    In der obergerichtlichen Rechtsprechung gehen beispielsweise sowohl das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen (Beschluss vom 3. September 2015 - 13 B 655/15 -, juris, Rn. 20, unter Verweis auf die einschlägige Kommentarliteratur) als auch der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (Urteile vom 28. September 1994 - 3 S 1443/93 -, juris, Rn. 22 und vom 5. Juli 2017 - 9 S 8/16 -, juris, Rn. 58) von einer Anwendbarkeit der Regelung auf den Taxenverkehr aus.
  • VG Mainz, 05.04.2017 - 3 K 626/16

    Newsmailer

    Für den Betrieb des Taxengewerbes schützt das Altunternehmerprivileg des § 13 Abs. 3 PBefG den Altunternehmer im Bestand seines bisherigen Gewerbes (vgl. BVerwG, Urteil vom 27. November 1981 - 7 C 57/79 -, BVerwGE 64, 238 = juris Rn. 29; OVG NW, Beschluss vom 3. September 2015 - 13 B 655/15 -, juris Rn. 22).
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 01.10.2015 - 13 E 850/15

    Erteilung einer Genehmigung zum Gelegenheitsverkehr mit Taxen;

    vgl. OVG NRW, Beschlüsse vom 3. September 2015 - 13 B 655/15 -, juris, vom 26. August 2015 - 13 B 738/15 - und vom 26. Februar 2007 - 13 B 5/07 - OVG Rhein.-Pfalz, Beschluss vom 31. März 2015 - 7 B 11168/14 -, juris; OVG Hamburg, Beschluss vom 16. Mai 2012 - 3 Bs 5/12 -, juris.
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