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   OVG Nordrhein-Westfalen, 05.05.1999 - 9 A 4671/98 .A   

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OVG Nordrhein-Westfalen, 05.05.1999 - 9 A 4671/98 .A (https://dejure.org/1999,1211)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 05.05.1999 - 9 A 4671/98 .A (https://dejure.org/1999,1211)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 05. Mai 1999 - 9 A 4671/98 .A (https://dejure.org/1999,1211)
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Volltextveröffentlichungen (6)

  • openjur.de
  • NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
  • Wolters Kluwer

    Anspruch eines irakischen Staatsangehörigen kurdischer Volkszugehörigkeit auf Anerkennung als Asylberechtigter; Begriff der politischen Verfolgung; Anforderungen an das Bestehen einer beachtlichen Wahrscheinlichkeit einer drohenden Verfolgung; Bestehen einer drohenden ...

Kurzfassungen/Presse

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)

    Verfolgungswahrscheinlichkeit; Kurden im Nordirak; Gebietsgewalt; KDP; PUK; Politische Verfolgung; Inländische Fluchtalternative; Gefahr eines Anschlags des irakischen Geheimdienstes

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Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ... (43)

  • VG Köln, 17.05.2002 - 18 K 766/99

    Irak, Kurden, Nordirak, Suleimaniya, Unabhängige Frauenorganisation, Verfolgung

    Zu den Einzelheiten siehe VG Köln, Urteil vom 07.05.2001 - 18 K 40/98.A - OVG NRW, Urteil vom 05.05.1999 - 9 A 4671/98.A - BVerfG, Beschluss vom 10.07.1989 - 2 BvR 502, 1000, 961/86 -, BVerfGE 80, 315; BVerwG, Urteil vom 06.08.1996 - 9 C 172.95 -, BVerwGE 101, 328, Beschluss vom 24.03.1995 - 9 B 747.94 -, NVwZ 1996, 85, Urteil vom 22.03.1994 - 9 C 443.93 -.

    vgl. zur Anwendbarkeit der Grundsätze der inländischen Fluchtalternative auf die autonomen Kurdengebiete im Nordirak BVerwG, Urteil vom 08.12.1998 - 9 C 17.98 -, NVwZ 1999, 544; OVG NRW, Urteile vom 05.05.1999 - 9 A 4671/98.A -, und vom 08.03.2001 - 9 A 2993/98.A -.

    vgl. VG Freiburg, Urteil vom 07.02.2000 - A 7 K 10480/98 - mit weiteren Nachweisen; siehe zum zeitlichen Rahmen der Zukunftsprognose auch BVerwG, Beschluss vom 31.07.1986 - 9 B 165.86 -, NVwZ 1987, 60; OVG NRW, Urteil vom 05.05.1999 - 9 A 4671/98.A -.

    vgl. OVG NRW, Urteil vom 05.05.1999 - 9 A 4671/98.A - OVG Sachsen-Anhalt, Urteil vom 06.12.2001 - 1 L 2/01 -.

    So bereits OVG NRW, Urteil vom 05.05.1999 - 9 A 4671/98.A - siehe auch OVG NRW, Beschlüsse vom 23.04.2002 - 9 A 4670/99.A - und vom 16.042002 - 9 A 4107/99.A - OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 26.05.1998 - 7 A 11433/97 - VG Gelsenkirchen, Urteil vom 11.03.2002 - 18a K 71/02.A - VG Freiburg, Urteil vom 07.02.2000 - A 7 K 10480/98 - VG Magdeburg, Urteil vom 29.01.2002 - 9 A 107/01 MD - OVG Mecklenburg-Vorpommern, Urteil vom 16.07.1998 - 2 L 169/97 - OVG Niedersachsen, Urteil vom 19.10.1999 - 9 L 774/99 - VG Chemnitz, Urteil vom 02.02.2000 - A 4 K 31061/98 - Bay. VGH, Urteile vom 23.03.2000 - 23 B 99.33033 - und vom 28.09.2001 - 15 B 99.32079 - OVG Sachsen-Anhalt, Urteile vom 16.11.2000 - A 1 S 601/98 - und vom 06.12.2001 - 1 L 2/01 - Sächsisches OVG, Urteil vom 28.08.2001 - A 4 B 4388/99 - VG München, Urteil vom 29.04.1997 - M 9 K 96.51869 -.

    vgl. OVG NRW, Beschluss vom 23.04.2002 - 9 A 4670/99.A - Urteil vom 05.05.1999 - 9 A 4671/98.A -.

    Dabei kann offen blieben, ob eine solche bereits deswegen ausgeschlossen ist, weil die KDP ebenso wie die PUK als in ihrem jeweiligen Herrschaftsgebiet tonangebende Organisationen nach wie vor keine hinreichende Gebietsgewalt ausüben, so OVG NRW, Urteil vom 05.05.1999 - 9 A 4671/98.A - , oder ob eine solche grundsätzlich in Betracht kommt, weil die KDP ebenso wie die PUK jedenfalls inzwischen in ihrem jeweiligen Herrschaftsgebiet als quasistaatliche Organisationen anzusehen ist.

    vgl. OVG NRW, Urteil vom 05.05.1999 - 9 A 4671/98.A - .

    vgl. OVG NRW, Beschluss vom 23.04.2002 - 9 A 4670/99.A - Urteil vom 05.05.1999 - 9 A 4671/98.A -.

    Hinsichtlich der Abschiebungsschutztatbestände des § 53 Abs. 1, Abs. 2 und Abs. 4 AuslG fehlt es an dem Erfordernis der Staatlichkeit der dem Asylbewerber jeweils - im Zielstaat Irak - konkret-individuell drohenden Maßnahme, vgl. OVG NRW, Urteil vom 05.05.1999 - 9 A 4671/98.A - VG Freiburg, Urteil vom 07.02.2000 - A 7 K 10480/98 - jeweils mit weiteren Nachweisen, bzw. am Vorliegen der weiteren Voraussetzungen dieser Vorschriften.

    vgl. OVG NRW, Urteil vom 05.05.1999 - 9 A 4671/98.A - .

    vgl. OVG NRW, Beschluss vom 23.04.2002 - 9 A 4670/99.A - Urteil vom 05.05.1999 - 9 A 4671/98.A -.

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 19.07.2002 - 9 A 4596/01

    Abschiebungshindernis; Befürchtung abschiebungsschutzrelevanter Maßnahmen;

    Diese genügen den Anforderungen, die an eine die Asylanerkennung bzw. den Abschiebungsschutz nach § 51 Abs. 1 AuslG ausschließende inländische Fluchtalternative zu stellen sind, vgl. zur grundsätzlichen Anwendbarkeit der Grundsätze der inländischen Fluchtalternative auf die autonomen Kurdengebiete im Nordirak: BVerwG, Urteil vom 8. Dezember 1998 - 9 C 17.98 -, NVwZ 1999, 544; OVG NRW, Urteil vom 5. Mai 1999 - 9 A 4671/98.A -, und zwar auch hinsichtlich aus dem Zentralirak stammender Personen gleich welcher Ethnie oder Religionszugehörigkeit, die - wie der Kläger - nicht über Beziehungen im Autonomiegebiet verfügen.

    vgl. zum Ganzen: OVG NRW, Urteile vom 5. Mai 1999, a.a.O., und vom 8. März 2001 - 9 A 2993/98 -, ferner VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 11. April 2002, a.a.O. und OVG Sachsen-Anhalt, Urteil vom 6. Dezember 2001 - 1 L 2/01 - sowie ergänzend DOI, Stellungnahme vom 30. März 1999 an das VG Oldenburg, wonach nicht abgeschätzt werden könne, wie lange der "status quo" noch andauere, und Voraussagen, wann der irakische Staat in die kurdischen Autonomiegebiete zurückkehren werde, nicht getroffen werden könnten.

    Wie der Senat schon in seinem Urteil vom 5. Mai 1999, a.a.O., in Bezug auf kurdische Volkszugehörige entschieden hat, kann nur solchen Personen, die nach außen erkennbar herausgehobene politischoppositionelle Funktionen oder herausgehobene militärische Führungsfunktionen wahrgenommen haben, sowie Mitarbeitern westlicher Hilfsorganisationen oder der UN in den kurdischen Autonomiegebieten im Einzelfall die Gefahr eines Anschlages des irakischen Geheimdienstes drohen.

    vgl. OVG NRW, Urteile vom 5. Mai 1999, a.a.O., und vom 8. März 2001, a.a.O.; ferner VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 11. April 2002 a.a.O. und Niederländisches Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten, ambtsbericht noordirak, 11. April 2001 - auszugsweise Übersetzung durch das Bundesamt - (i.F.: ambtsbericht noordirak), Nr. 4.2.

    vgl. OVG NRW, Urteil vom 5. Mai 1999, a.a.O..

    vgl. OVG NRW, Urteil vom 5. Mai 1999, a.a.O.; ambtsbericht noord-irak, a.a.O., Nr. 4.1.

    vgl. OVG NRW, Urteil vom 5. Mai 1999, a.a.O..

    vgl. OVG NRW, Urteil vom 5. Mai 1999, a.a.O., und VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 11. April 2002, a.a.O., jeweils m.w.N.

    vgl. OVG NRW, Urteil vom 5. Mai 1999, a.a.O., m.w.N.

    vgl. OVG NRW, Urteil vom 5. Mai 1999, a.a.O., m.w.N.

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 19.07.2002 - 9 A 1346/02

    Wahrscheinlichkeit sog. Sippenhaftmaßnahmen bei der Rückkehr aus dem Irak

    Diese genügen den Anforderungen, die an eine die Asylanerkennung bzw. den Abschiebungsschutz nach § 51 Abs. 1 AuslG ausschließende inländische Fluchtalternative zu stellen sind, vgl. zur grundsätzlichen Anwendbarkeit der Grundsätze der inländischen Fluchtalternative auf die autonomen Kurdengebiete im Nordirak: BVerwG, Urteil vom 8. Dezember 1998 - 9 C 17.98 -, NVwZ 1999, 544; OVG NRW, Urteil vom 5. Mai 1999 - 9 A 4671/98.A -, und zwar auch hinsichtlich aus dem Zentralirak stammender Personen (gleich welcher Ethnie oder Religionszugehörigkeit), die - wie die Klägerin nach ihren Angaben - nicht über Beziehungen im Autonomiegebiet verfügen.

    vgl. zum Ganzen: OVG NRW, Urteile vom 5. Mai 1999, a.a.O., und vom 8. März 2001 - 9 A 2993/98 -, ferner VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 11. April 2002, a.a.O. und OVG Sachsen-Anhalt, Urteil vom 6. Dezember 2001 - 1 L 2/01 - sowie ergänzend DOI, Stellungnahme vom 30. März 1999 an das VG Oldenburg, wonach nicht abgeschätzt werden könne, wie lange der "status quo" noch andauere, und Voraussagen, wann der irakische Staat in die kurdischen Autonomiegebiete zurückkehren werde, nicht getroffen werden könnten.

    Wie der Senat schon in seinem Urteil vom 5. Mai 1999, a.a.O., in Bezug auf kurdische Volkszugehörige entschieden hat, kann nur solchen Personen, die nach außen erkennbar herausgehobene politischoppositionelle Funktionen oder herausgehobene militärische Führungsfunktionen wahrgenommen haben, sowie Mitarbeitern westlicher Hilfsorganisationen oder der UN in den kurdischen Autonomiegebieten im Einzelfall die Gefahr eines Anschlages des irakischen Geheimdienstes drohen.

    vgl. OVG NRW, Urteile vom 5. Mai 1999, a.a.O., und vom 8. März 2001, a.a.O.; ferner VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 11. April 2002 - A 2 S 712/01-; ferner: Niederländisches Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten, ambtsbericht noordirak, 11. April 2001 - auszugsweise Übersetzung durch das Bundesamt - (i.F.: ambtsbericht noordirak) Nr. 4.2.

    vgl. OVG NRW, Urteil vom 5. Mai 1999, a.a.O..

    vgl. OVG NRW, Urteil vom 5. Mai 1999, a.a.O.; ambtsbericht noord-irak, Nr. 4.1.

    vgl. OVG NRW, Urteil vom 5. Mai 1999, a.a.O..

    vgl. OVG NRW, Urteil vom 5. Mai 1999, a.a.O., und VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 11. April 2002, a.a.O., jeweils m.w.N.

    vgl. OVG NRW, Urteil vom 5. Mai 1999, a.a.O., m.w.N.

    vgl. OVG NRW, Urteil vom 5. Mai 1999, a.a.O., m.w.N.

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 20.12.2002 - 9 A 843/02
    Diese genügen den Anforderungen, die an eine die Asylanerkennung bzw. den Abschiebungsschutz nach § 51 Abs. 1 AuslG ausschließende inländische Fluchtalternative zu stellen sind, vgl. zur grundsätzlichen Anwendbarkeit der Grundsätze der inländischen Fluchtalternative auf die autonomen Kurdengebiete im Nordirak: BVerwG, Urteil vom 8. Dezember 1998 - 9 C 17.98 -, NVwZ 1999, 544; OVG NRW, Urteil vom 5. Mai 1999 - 9 A 4671/98.A -, und zwar auch hinsichtlich aus dem Zentralirak stammender Personen gleich welcher Ethnie oder Religionszugehörigkeit, die - wie der Beigeladene von sich behauptet - nicht über Beziehungen im Autonomiegebiet verfügen.

    vgl. zum Ganzen: OVG NRW, Urteile vom 5. Mai 1999, a.a.O., und vom 8. März 2001 - 9 A 2993/98 -, ferner VGH Bad.-Württ., Urteil vom 11. April 2002, a.a.O. und OVG LSA, Urteil vom 8. August 2002 - 1 L 269/01 - sowie ergänzend DOI, Stellungnahmen vom 30. März 1999 an das VG Oldenburg, wonach nicht abgeschätzt werden könne, wie lange der "status quo" noch andauere, und Voraussagen, wann der irakische Staat in die kurdischen Autonomiegebiete zurückkehren werde, nicht getroffen werden könnten, vom 30. Juni 1999 an das VG Bayreuth, wonach nicht prognostiziert werden könne, wann die Iraker sich des autonomen Kurdengebiets wieder bemächtigen würden, und vom 6. Dezember 1999 an das VG Trier, wonach der militärische Zugriff der Iraker ebenso wie die Schutzgewährung durch die Alliierten in der Schwebe seien, das eine ebenso wahrscheinlich wie das andere sei, so dass die Zukunft schlecht zu prognostizieren sei; Auswärtiges Amt, Lagebericht vom 16. Oktober 2002, S. 10, wonach die im Gefolge der Terroranschläge vom 11. September 2001 veränderte politische Lage einen erneuten Vorstoß der irakischen Zentralgewalt in die Kurden-Gebiete - ähnlich dem vom September 1996 - sogar in hohem Maße unwahrscheinlich macht, da jegliche Verletzung des status quo mit großer Wahrscheinlichkeit Vergeltungsaktionen mit dem Ziel des Regimewechsels auslösen würde.

    Wie der Senat schon in seinem Urteil vom 5. Mai 1999, a.a.O., in Bezug auf kurdische Volkszugehörige entschieden hat, kann nur solchen Personen, die nach außen erkennbar herausgehobene politisch-oppositionelle Funktionen oder herausgehobene militärische Führungsfunktionen wahrgenommen haben, sowie Mitarbeitern westlicher Hilfsorganisationen oder der UN in den kurdischen Autonomiegebieten im Einzelfall die Gefahr eines Anschlages des irakischen Geheimdienstes drohen.

    vgl. OVG NRW, Urteile vom 5. Mai 1999, a.a.O., und vom 8. März 2001, a.a.O.; ferner VGH Bad.-Württ., Urteil vom 11. April 2002 a.a.O., und Niederländisches Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten, ambtsbericht noord-irak, 11. April 2001 - auszugsweise Übersetzung durch das Bundesamt - (i.F.: ambtsbericht noord-irak), Nr. 4.2.

    vgl. OVG NRW, Urteil vom 5. Mai 1999, a.a.O..

    vgl. OVG NRW, Urteil vom 5. Mai 1999, a.a.O.; ambtsbericht noord-irak, a.a.O., Nr. 4.1.

    vgl. OVG NRW, Urteil vom 5. Mai 1999, a.a.O..

  • VG Düsseldorf, 02.01.2002 - 16 K 3369/00

    Widerruf einer Anerkennung von irakischen Staatsangehörigen kurdischer

    Die kurdischen Autonomiegebiete des Irak genügen auch bei Zugrundelegung des herabgestuften Wahrscheinlichkeitsmaßstabes den Anforderungen, die an eine die Asylanerkennung bzw. Feststellung nach § 51 Abs. 1 AuslG ausschließende inländische Fluchtalternative zu stellen sind, vgl. OVG NRW, Urteil vom 5. Mai 1999 - 9 A 4671/98.A -.

    In den sog. kurdischen Autonomiegebieten des Nord- und Nordostirak, die die Provinzen Dohuk, Erbil und Sulaimaniya umfassen, besteht seit mindestens Herbst 1991 keine einen jederzeitigen Zugriff auf die dortige Bevölkerung ermöglichende effektive Gebietsgewalt des irakischen Staates mehr; andererseits hat sich auch eine neue, quasistaatliche, stabilisierte Herrschaftsmacht nicht bilden können, vgl. OVG NRW, Urteil vom 5. Mai 1999 - 9 A 4671/98.A - mit ausführlicher Begründung und ständige Rechtsprechung des Gerichts, z.B. Urteile der Kammer vom 26. November 1997 - 16 K 1325/95.A - und - 16 K 10958/95.A -.

    Daran ändert auch die weiterhin bestehende Gefahr eines punktuellen militärischen oder sonstigen Eingreifens der irakischen Zentralregierung nichts, vgl. auch OVG NRW, Urteil vom 5. Mai 1999 - 9 A 4671/98.A - und OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 27. Mai 1997 - 7 A 10719/97.OVG -.

    Auch der kurzfristige Einmarsch irakischer Truppen Ende August 1996 in die kurdischen Autonomiegebiete und die zeitweilige Eroberung der Stadt Erbil haben angesichts des schon Anfang September 1996 wieder eingeleiteten Truppenrückzuges nicht zu einer (Wieder-)Errichtung einer effektiven zentralirakischen Herrschaftsorganisation geführt, vgl. OVG NRW, Urteil vom 5. Mai 1999 - 9 A 4671/98.A -.

    Fehlt es aber seit mindestens etwa Oktober 1991 an einer staatlichen oder quasistaatlichen Gebietshoheit in den kurdischen Autonomiegebieten, so besteht dort grundsätzlich hinreichende Sicherheit vor einer staatlichen oder quasistaatlichen Verfolgung, d.h. es besteht dort eine (asylausschließende) inländische Fluchtalternative, vgl. BVerwG, Urteil vom 8. Dezember 1998 - 9 C 17.98 -, OVG NRW, Urteil vom 5. Mai 1999 aaO..

    Vielmehr ging es in der Vergangenheit um die Ergreifung/Beseitigung politischer Oppositioneller und zwar im Wesentlichen von Angehörigen des von der CIA für einen Putsch gegen Saddam Hussein vorgesehenen, in diesem Sinne ausgebildeten und finanzierten irakischen Nationalkongresses (INC), der Turkmenenpartei und der islamischen Bewegung in Irakisch Kurdistan", vgl. OVG NRW, Urteil vom 5. Mai 1999 - 9 A 4671/98.A -, S. 39 ff m.w.N.

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 18.11.2003 - 9 A 4107/99

    Irak, Kurden, Nordirak, Mittelbare Verfolgung, Verfolgung durch Dritte,

    Hiergegen hat sich der Beteiligte mit seiner zugelassenen Berufung gewandt, zu deren Begründung er sich unter Bezugnahme auf seine Zulassungsschrift auf das Urteil des Senats vom 5. Mai 1999 - 9 A 4671/98.A - bezogen hat.

    vgl. OVG NRW, Urteil vom 5. Mai 1999 - 9 A 4671/98.A -.

    § 51 Abs. 1 AuslG ist sowohl hinsichtlich des Erfordernisses einer staatlichen Verfolgung als auch in Bezug auf die zur Anwendung gelangenden Wahrscheinlichkeitsmaßstäbe mit den sich aus Art. 16 a Abs. 1 GG ergebenden Anforderungen identisch, vgl. OVG NRW, Urteil vom 5. Mai 1999, a.a.O., m.w.N., so dass aus den zu Art. 16 a Abs. 1 GG ausgeführten obigen Gründen, auf die insoweit zur Vermeidung von Wiederholungen Bezug genommen wird, ein Anspruch der Klägerin zu 1. auf die Feststellung der Voraussetzungen des § 51 Abs. 1 AuslG ebenfalls zu verneinen ist.

    vgl. OVG NRW, Urteil vom 5. Mai 1999, a.a.O., m.w.N.

    vgl. OVG NRW, Urteil vom 5. Mai 1999, a.a.O., m.w.N.

  • VG Köln, 07.05.2001 - 18 K 40/98

    Drohen politischer Verfolgung von irakischen Staatsangehörigen wegen kurdischer

    Der eingetretenen Verfolgung steht die unmittelbar, d.h. mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit drohende Gefahr der Verfolgung gleich, vgl. BVerfG, Beschluss vom 10.07.1989, - 2 BvR 502, 1000, 961/86 - BVerfGE 80, 315; BVerwG, Urteil vom 14.12.1993 - 9 C 45.92 -, InfAuslR 1994, 201; OVG NW, Urteil vom 05.05.1999, - 9 A 4671/98.A -.

    Welcher Zeitraum absehbar und daher in die Prognose einzubeziehen ist, lässt sich nicht allgemeingültig für alle in Betracht kommenden Herkunftsländer von Asylsuchenden bestimmen, sondern hängt von den Umständen des jeweiligen Einzelfalles, einschließlich den Besonderheiten des Verfolgerstaates, ab, vgl. BVerwG, Beschluss vom 31.07.1986 - 9 B 165.86 -, NVwZ 1987, 60; OVG NW, Urteil vom 05.05.1999 - 9 A 4671/98.A -.

    Gemessen an diesen Kriterien hält die Kammer an ihrer Auffassung, dass Kurden aus den autonomen Regionen des Nordirak einer Gruppenverfolgung unterliegen, vgl. hierzu grundlegend Urteil der Kammer vom 10.05.96 - 18 K 3235/94.A -, zuletzt Urteile der Kammer v. 05.09.1997 - 18 K 832/96.A -, v. 20.04.1998 - 18 K 2239/95.A - und vom 17.05.1999 - 18 K 1103/97.A -, auch unter Berücksichtigung der überwiegenden - gegenläufigen - obergerichtlichen Rechtsprechung, vgl. BVerwG, Urteil vom 08.12.1998 - 9 C 17.98 - OVG Schleswig- Holstein, Urteile vom 18.02.1998 - 2 L 41/96 - und - 2 L 166/96 - OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 26.05.1998 - 7 A 11433/97.OVG - OVG Mecklenburg-Vorpommern, Urteil vom 16.07.1998 - 2 L 169/97 - Bayr. VGH, Urteile vom 13.08.1998 - 27 B 98.32046 - OVG Lüneburg, Urteil vom 08.09.1998 - 9 L 2142/98 - OVG Sachsen-Anhalt, Urteile vom 11.12.1998 - A 1 S 398/98 - und - A 1 S 394/98 -;OVG NW, Urteile vom 05.05.1999 - 9 A 4671/98.A - und vom 30.01.2001 - 9 A 3080/98.A -, nach Auswertung der neuerlichen Gutachten, Stellungnahmen und Presseberichte fest.

    Vor diesem Hintergrund teilt die Kammer weniger als zuvor die Auffassung, dass die nördliche Flugverbotszone irgendeine relevante Schutzfunktion für die dort lebenden Kurden erfüllen kann, vgl. so aber OVG NW, Urteil vom 05.05.1999 - 9 A 4671/98.A - und vom 30.01.2001 - 9 A 3080/98.A -, und die Kammer hält auch Überlegungen, dass eine eventuelle Aufhebung des Wirtschaftsembargos keinerlei Konsequenzen für die Flugverbotszone hätte, vgl. so BayVGH, Urteil vom 22.05.2000 - 15 B 98.31916 -, für nicht vertretbar.

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 04.04.2006 - 9 A 3590/05

    Widerruf des (kleinen) Asyls für irakische Staatsangehörige grundsätzlich

    OVG NRW, Beschluss vom 27.7.2004 - 9 A 3288/02.A - mit Hinweis auf Urteil vom 5.5.1999 - 9 A 4671/98.A - vgl. auch BVerwG, Urteil vom 17.10.1995 - 9 C 9.95 -, BVerwGE 99, 324.
  • VG Köln, 07.05.2001 - 18 K 10953/97

    Ausgestaltung der Anerkennung irakischer Staatsangehörige kurdischer

    Der eingetretenen Verfolgung steht die unmittelbar, d.h. mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit drohende Gefahr der Verfolgung gleich, vgl. BVerfG, Beschluss vom 10.07.1989, - 2 BvR 502, 1000, 961/86 - BVerfGE 80, 315; BVerwG, Urteil vom 14.12.1993 - 9 C 45.92 -, InfAuslR 1994, 201; OVG NW, Urteil vom 05.05.1999, - 9 A 4671/98.A -.

    Welcher Zeitraum absehbar und daher in die Prognose einzubeziehen ist, lässt sich nicht allgemeingültig für alle in Betracht kommenden Herkunftsländer von Asylsuchenden bestimmen, sondern hängt von den Umständen des jeweiligen Einzelfalles, einschließlich den Besonderheiten des Verfolgerstaates, ab, vgl. BVerwG, Beschluss vom 31.07.1986 - 9 B 165.86 -, NVwZ 1987, 60; OVG NW, Urteil vom 05.05.1999 - 9 A 4671/98.A -.

    Vor diesem Hintergrund teilt die Kammer weniger als zuvor die Auffassung, dass die nördliche Flugverbotszone irgendeine relevante Schutzfunktion für die dort lebenden Kurden erfüllen kann, vgl. so aber OVG NW, Urteil vom 05.05.1999 - 9 A 4671/98.A - und vom 30.01.2001 - 9 A 3080/98.A -, und die Kammer hält auch Überlegungen, dass eine eventuelle Aufhebung des Wirtschaftsembargos keinerlei Konsequenzen für die Flugverbotszone hätte, vgl. so BayVGH, Urteil vom 22.05.2000 - 15 B 98.31916 -, für nicht vertretbar.

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 27.07.2006 - 16 A 4354/05
    vgl. OVG NRW, Beschluss vom 27. Juli 2004 - 9 A 3288/02.A - mit Hinweis auf Urteil vom 5. Mai 1999 - 9 A 4671/98.A - vgl. auch BVerwG, Urteil vom 17. Oktober 1995 - 9 C 9.95 -, BVerwGE 99, 324.
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 08.03.2001 - 9 A 2993/98
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 08.03.2001 - 9 A 4825/98
  • OVG Niedersachsen, 30.03.2004 - 9 LB 5/03

    Politische Verfolgung im Irak nach dem Machtwechsel

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 04.04.2006 - 9 A 3538/05

    Irak, Widerruf, Flüchtlingsanerkennung, Genfer Flüchtlingskonvention,

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 11.06.2002 - 9 A 2259/00
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 15.02.2001 - 9 A 213/00

    Anerkennung als Asylberechtigter und Abschiebungsschutz für einen irakischen

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 09.11.1999 - 9 A 4214/98

    Anspruch auf politisches Asyl; Anspruch auf Anerkennung als Asylberechtigter

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 21.12.2001 - 9 A 3117/99

    Asylanspruch bzw. Abschiebung irakischer Staatsangehöriger kurdischer

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 02.10.2001 - 9 A 2938/98

    Anerkennung eines irakischen Staatsangehörigen kurdischer Volkszugehörigkeit als

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 12.09.2000 - 9 A 3875/98

    Anerkennung eines irakischen Staatsangehörigen kurdischer Volkszugehörigkeit als

  • BVerwG, 16.06.2000 - 9 B 255.00

    Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision - Erreichbarkeit des

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 14.04.2000 - 9 A 5371/97

    Abschiebungshindernisse hinsichtl. des Irak; Versagung einer Asylanerkennung;

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 12.04.2000 - 9 A 2904/98

    Anwendbarkeit der Grundsätze der inländischen Fluchtalternative auf die autonomen

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 04.02.2000 - 9 A 3421/98

    Rechtmäßigkeit der Anerkennung als Asylberechtigter; Anspruch auf Anerkennung als

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 04.10.1999 - 9 A 319/98

    Anerkennung als Asylberechtigter für einen irakischen Staatsangehörigen

  • VG Arnsberg, 15.02.2002 - 13 K 1963/01

    Anforderungen an die Durchsetzbarkeit des ausländergesetzlichen

  • VG Arnsberg, 11.01.2002 - 13 K 3118/00

    Schutz eines ausländischen Flüchtlings vor Abschiebung wegen politischer

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 21.11.2000 - 9 A 4395/98

    Versagung der Asylanerkennung eines irakischen Staatsangehörigen kurdischer

  • OVG Sachsen, 28.08.2001 - A 4 B 4388/99

    Irak, Kurden, Zentralirak, Militärangehörige, Baath, Nordirak, Besuchsreisen,

  • VG Freiburg, 07.02.2000 - A 7 K 10480/98

    Asylanerkennung für einen kurdischen Iraker; Einreise in die BRD aus sicherem

  • OVG Rheinland-Pfalz, 08.06.1999 - 7 A 10092/99
  • VG Köln, 22.08.2005 - 18 K 8648/01

    Irak, Jesiden, Verfolgungsbegriff, nichtstaatliche Verfolgung,

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 06.07.2004 - 9 A 1406/02

    Rechtmäßigkeitsvoraussetzungen der Abschiebung von irakischen Staatsangehörigen

  • VG Köln, 14.11.2005 - 18 K 8609/03

    Irak, Anerkennungsrichtlinie, nichtstaatliche Verfolgung, Verfolgungsbegriff,

  • VG Köln, 01.07.2005 - 18 K 7155/01

    Irak, nichtstaatliche Verfolgung, Verfolgungsbegriff, Anerkennungsrichtlinie,

  • BVerwG, 29.03.2000 - 9 B 119.00

    Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision - Ermittlung und Würdigung der

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 29.06.2004 - 9 A 2393/02

    Anspruch auf Anerkennung als Asylberechtigter; Anforderungen an die

  • VG Düsseldorf, 21.11.2001 - 16 K 939/00

    Rechtmäßigkeitsvoraussetzungen der Abschiebung eines irakischen Staatsangehörigen

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 02.07.2004 - 9 A 1716/03

    Voraussetzungen des Asylanspruchs irakischer Staatsangehöriger arabischer

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 02.06.2000 - 9 A 640/00

    Anspruch auf Anerkennung als Asylberechtigter bei politischer Verfolgung im

  • VG Köln, 10.11.2003 - 18 K 3734/00

    Voraussetzungen des Anspruchs eines irakischen Staatsangehörigen kurdischer

  • VG Münster, 11.08.2003 - 10 K 3130/98

    Geltendmachung einer politischen Verfolgung eines Beigeladenen aus dem Irak mit

  • VG Düsseldorf, 24.04.2002 - 16 K 6142/99

    Irak, Kurden, Zentralirak, Nachfluchtgründe, Subjektive Nachfluchtgründe,

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