Rechtsprechung
   OVG Nordrhein-Westfalen, 09.12.2009 - 8 D 12/08.AK   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2009,2666
OVG Nordrhein-Westfalen, 09.12.2009 - 8 D 12/08.AK (https://dejure.org/2009,2666)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 09.12.2009 - 8 D 12/08.AK (https://dejure.org/2009,2666)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 09. Dezember 2009 - 8 D 12/08.AK (https://dejure.org/2009,2666)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2009,2666) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.

Volltextveröffentlichungen (4)

  • openjur.de
  • NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)

    Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb eines weiteren Steinkohleblocks für die Betreiberin eines Heizkraftwerks; Eintritt der Ausschlusswirkung des § 10 Abs. 3 S. 3 Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG a.F.) bei einem Mangel der öffentlichen Bekanntmachung; Pflicht ...

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (2)

  • nrw.de (Pressemitteilung)

    Klagen gegen Steinkohlekraftwerk in Herne abgewiesen

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)

    Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb eines weiteren Steinkohleblocks für die Betreiberin eines Heizkraftwerks; Eintritt der Ausschlusswirkung des § 10 Abs. 3 S. 3 Bundes-Immissionsschutzgesetz ( BImSchG a.F.) bei einem Mangel der öffentlichen Bekanntmachung; Pflicht ...

Papierfundstellen

  • DVBl 2010, 719
  • DÖV 2010, 570
 
Sortierung



Kontextvorschau





Hinweis: Klicken Sie auf das Sprechblasensymbol, um eine Kontextvorschau im Fließtext zu sehen. Um alle zu sehen, genügt ein Doppelklick.

Wird zitiert von ... (51)

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 01.12.2011 - 8 D 58/08

    Kohlekraftwerk Lünen: Klage des BUND gegen Vorbescheid und erste Teilgenehmigung

    vgl. OVG NRW, Urteil vom 9. Dezember 2009 - 8 D 12/08.AK -, DVBl. 2010, 719, juris Rn. 146; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 15. Februar 1990 - 10 S 2893/88 -, juris Rn. 23.

    vgl. BVerwG, Urteil vom 17. Februar 1978 - I C 102.76 -, BVerwGE 55, 250, juris Rn. 56; OVG NRW, Urteil vom 9. Dezember 2009 - 8 D 12/08.AK -, DVBl. 2010, 719, juris Rn. 148.

    vgl. OVG NRW, Urteil vom 9. Dezember 2009 - 8 D 12/08.AK -, DVBl. 2010, 719, juris Rn. 51; Sellner/Reidt/Ohms, Immissionsschutzrecht und Industrieanlagen, 3. Aufl. 2006, S. 163, Rn. 75.

    vgl. OVG NRW, Urteil vom 9. Dezember 2009 - 8 D 12/08.AK -, DVBl. 2010, 719, juris Rn. 178; Hess. VGH, Urteile vom 24. September 2008 - 6 C 1600/07.T -, DVBl. 2009, 186, juris Rn. 74, und vom 7. Mai 2009 - 6 C 1142/07.T -, ZUR 2009, 504, juris Rn. 103.

    vgl. OVG NRW, Urteil vom 9. Dezember 2009 - 8 D 12/08.AK -, DVBl. 2010, 719, juris Rn. 216 ff.

    - 8 D 12/08.AK -, DVBl. 2010, 719, juris Rn. 248 ff., im Anschluss an die im Schrifttum geäußerte Kritik Bedenken geäußert, ob die Irrelevanzschwelle der Nr. 4.2.2 Abs. 1 Buchst. a) TA Luft 2002 von 3, 0 % eine rechtmäßige Konkretisierung des Begriffs der schädlichen Umwelteinwirkungen des § 5 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 BImSchG darstellt.

    - 8 D 12/08.AK -, DVBl. 2010, 719, juris Rn. 248 ff., davon ausgegangen, dass jedenfalls eine Zusatzbelastung von weniger als 1, 0 % des jeweiligen Immissionswertes nicht mehr als nennenswerter, kausaler Beitrag zur Immissionsbelastung angesehen werden kann.

    Sie stimmen mit den vom LANUV bislang angewandten und vom Senat zugrunde gelegten, vgl. OVG NRW, Urteile vom 10. Juni 2008 - 8 D 103/07.AK -, ZUR 2008, 492, juris Rn. 105, und vom 9. Dezember 2009 - 8 D 12/08.AK -, DVBl. 2010, 719, juris Rn. 348, Beurteilungsmaßstäben überein oder liegen - wie bei Ammoniak - darunter.

    vgl. OVG NRW, Urteil vom 9. Dezember 2009 - 8 D 12/08.AK-, DVBl. 2010, 719, juris Rn. 238; Graff/Hansmann, in: Landmann/Rohmer, Umweltrecht, Band IV, Stand: Juli 2011, Nr. 5.5 TA Luft Rn. 6.

    vgl. OVG NRW, Urteil vom 9. Dezember 2009 - 8 D 12/08.AK -, DVBl. 2010, 719, juris Rn. 380 ff.

    Konkrete Anhaltspunkte dafür, dass die Ableitung des Rauchgases über den Kühlturm entgegen den Ausführungen des Senats in dem den Beteiligten bekannten Urteil vom 9. Dezember 2009 - 8 D 12/08.AK - schädliche Umwelteinwirkungen verursacht, sind nicht dargelegt.

    vgl. OVG NRW, Urteil vom 9. Dezember 2009 - 8 D 12/08.AK -, DVBl. 2010, 719, juris Rn. 388.

    vgl. BVerwG, Urteil vom 15. Dezember 1989 - 7 C 35.87 -, BVerwGE 84, 220, juris Rn. 16; OVG NRW, Urteil vom 9. Dezember 2009 - 8 D 12/08.AK -, DVBl. 2010, 719, juris Rn. 223 ff.

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 16.06.2016 - 8 D 99/13

    Klage des BUND gegen Kohlekraftwerk Lünen hat keinen Erfolg

    vgl. OVG NRW, Urteil vom 9. Dezember 2009 - 8 D 12/08.AK -, DVBl. 2010, 719 = juris Rn. 146; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 15. Februar 1990 - 10 S 2893/88 -, juris Rn. 23.

    vgl. BVerwG, Urteil vom 17. Februar 1978 - I C 102.76 -, BVerwGE 55, 250 = juris Rn. 56; OVG NRW, Urteile vom 9. Dezember 2009 - 8 D 12/08.AK -, DVBl. 2010, 719 = juris Rn. 148 und vom 1. Dezember 2011 - 8 D 58/08.AK -, ZUR 2012, 372 = juris Rn. 132 ff. .

    vgl. OVG NRW, Urteile vom 9. Dezember 2009 - 8 D 12/08.AK -, DVBl. 2010, 719 = juris Rn. 178, und vom 1. Dezember 2011 - 8 D 58/08.AK -, ZUR 2012, 372 = juris Rn. 195 ff.; Hess. VGH, Urteile vom 24. September 2008 - 6 C 1600/07.T -, DVBl. 2009, 186 = juris Rn. 74, und vom 7. Mai 2009 - 6 C 1142/07.T -, ZUR 2009, 504 = juris Rn. 103.

    - 8 D 12/08.AK -, DVBl. 2010, 719 = juris Rn. 248 ff., im Anschluss an die im Schrifttum geäußerte Kritik Bedenken geäußert, ob die Irrelevanzschwelle der Nr. 4.2.2 Abs. 1 Buchst. a) TA Luft 2002 von 3, 0 % eine rechtmäßige Konkretisierung des Begriffs der schädlichen Umwelteinwirkungen des § 5 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 BImSchG darstellt.

    Die Bewertungsmaßstäbe stimmen mit den vom LANUV bislang angewandten und vom Senat zugrunde gelegten, vgl. OVG NRW, Urteile vom 10. Juni 2008 - 8 D 103/07.AK -, ZUR 2008, 492, juris Rn. 105, und vom 9. Dezember 2009 - 8 D 12/08.AK -, DVBl. 2010, 719, juris Rn. 348, Beurteilungsmaßstäben weitgehend überein oder liegen - wie bei Ammoniak - darunter.

  • VGH Baden-Württemberg, 20.07.2011 - 10 S 2102/09

    Zur Rügebefugnis eines anerkannten Umweltverbands nach dem

    Auf diesen Prüfungsumfang ist auch die Anfechtungsbefugnis Dritter beschränkt (vgl. etwa Urt. v. 03.12.2008 a.a.O. juris Rn. 114, Rn. 125; Beschluss vom 08.05.2007 - 8 B 2477/06 - juris Rn. 53; Urt. v. 09.12.2009 - 8 D 12/08.AK - a.a.O. Rn. 164ff.).

    Soweit in den zugrundegelegten Immissionsprognosen auch die Emissionen der im dortigen Verfahren bereits vorhandenen Blöcke berücksichtigt werden, handelt es sich lediglich um eine worst-case-Betrachtung zugunsten der Betroffenen (vgl. Urteil vom 09.12.2009 - 8 D 12/08.AK - a.a.O. Rn. 199 und 200).

    Bei einer am Grundsatz der Verhältnismäßigkeit orientierten rechtlichen Bewertung ist es jedoch gerechtfertigt, eine Bagatellgrenze anzuerkennen, bei deren Unterschreiten eine weitere Begrenzung von Emissionen regelmäßig entbehrlich ist, weil der Immissionsbeitrag dem Verursacher rechtlich nicht mehr zuzuordnen sind (vgl. BVerwG, Urteil vom 11.12.2003 a.a.O. Rn. 14; BVerwG, Beschluss vom 16.01.2009 a.a.O.; OVG NRW, Urt. vom 10.06.2008 a.a.O. Rn. 59; OVG NRW, Urt. v. 09.12.2009 - 8 D 12/08.AK - juris Rn. 248 ff.; Hess.VGH, Urt. v. 24.09.2008 a.a.O.; Hess.VGH, Urt. v. 16.09.2009 a.a.O., Hansmann in Landmann/Rohmer a.a.O. Band IV TA Luft Nr. 4.2 Rn. 19 ff., 23 f., 32; Dietlein in Landmann/Rohmer a.a.O. Band III § 5 BImSchG Rn. 94 f.; Jarass a.a.O. § 5 Rn. 17; a.A. wohl Roßnagel in GK-BImSchG, a.a.O. § 5 Rn. 279).

    Die TA Luft darf keine Luftverunreinigungen zulassen, deren Vermeidung nach der 22. BImSchV durch Luftreinhaltepläne sicherzustellen ist, weshalb zwischen den Immissionswerten der TA Luft und den Grenzwerten der EU-Richtlinien und der 22. BImSchV kein Widerspruch auftreten darf (vgl. Hess.VGH, Urt. v. 24.09.2008 a.a.O.; OVG NRW, Urt. v. 09.12.2009 - 8 D 12/08.AK - a.a.O. Rn. 283; Hansmann, NVwZ 2003, 266, 267).

    Aufgrund dieser verschiedenartigen Regelungsansätze trifft das Unionsrecht keine unmittelbare Aussage dazu, welche Zusatzimmissionen an Luftschadstoffen durch ein bestimmtes Genehmigungsvorhaben im Rahmen der Zulassung einer einzelnen Anlage noch als irrelevant toleriert werden können (vgl. zum Ganzen: BVerwG, Urt. v. 26.05.2004 - 9 A 6.03 - BVerwGE 121, 57, 61; vgl. BVerwG, Urt. v. 18.11.2004 - 4 CN 11.03 -, BVerwGE 122, 207, juris Rn. 37; BVerwG, Urt. v. 27.09.2007 - 7 C 36.07 - BVerwGE 129, 296, juris; jeweils zum Planungsrecht; Hess.VGH, Urt. v. 24.09.2008 a.a.O. juris Rn. 95 f.; OVG NRW, Urt. v. 09.12.2009 - 8 D 12/08.AK - juris Rn 181 ff.; Bruckmann/Strecker in Landmann/Rohmer a.a.O. Band IV Vorbem. zur 39 Rn. 63 ff.; Hansmann, NVwZ 2003, 266, 267; Jarass, NVwZ 2003, 257, 259).

    Zumindest die hier vorliegende Zusatzbelastung in der Umweltzone von weniger als 1 % des jeweiligen Immissions-Jahreswertes für NO² und SO² bei gleichbleibender Überschreitungshäufigkeit oder Unterschreitung der Kurzzeitwerte (s. oben B.II.2.1.4.1.3.1) kann aber auch aus der Perspektive des Europäischen Luftreinhalterechts nicht mehr als nennenswerter, kausaler Beitrag zur Immissionsbelastung angesehen werden (vgl. zum Ganzen Hess.VGH, Urt. v. 24.09.2008 a.a.O. Rn. 100; OVG NRW, Urt. v. 09.12.2009 - 8 D 12/08.AK - a.a.O. Rn. 248 ff.; Jarass, NVwZ 2003, 257; Hansmann in Landmann/Rohmer a.a.O., Band IV, TA Luft Nr. 4.2 Rn. 38).

    Eine Aussage zu Irrelevanzklauseln im Bereich der Anlagenzulassung lässt sich dem nicht entnehmen (vgl. OVG NRW, Urt. v. 09.12.2009 - 8 D 12/08.AK a.a.O. Rn. 291 f.).

    Bezweifelt wird lediglich ohne nähere Begründung, ob die Anhebung der Irrelevanzgrenze um mehr als das Doppelte auf 3, 0 % bei den Werten zum Schutz der menschlichen Gesundheit in der Neufassung der TA Luft 2002 (Nr. 4.2.2 Satz 1 Buchst. a) noch als sachgerechte Konkretisierung der Kausalität eingestuft werden kann (vgl. BVerwG, Urteil vom 11.12.2003 a.a.O.; BVerwG, Beschluss vom 16.01.2009 a.a.O.; OVG NRW, Urt. v. 10.06.2008 a.a.O.; OVG NRW, Urt. v. 09.12.2009 - 8 D 12/08.AK - a.a.O. Rn. 271 ff., 286 ff.; Hess.VGH, Urt. v. 24.09.2008 a.a.O.; Hess.VGH, Urteil vom 16.09.2009 a.a.O.; Hansmann in Landmann/Rohmer a.a.O. Band IV TA Luft Nr. 4.2 Rn. 38 ff., ders. in NVwZ 2003, 266; Jarass a.a.O. § 5 Rn. 17; derselbe in NVwZ 2003, 257, 264).

    Anhaltspunkte für eine rele v ante Zusatzbelastung bestehen insbesondere dann, wenn die Zusatzbelastung durch Immissionen der zu prüfenden Anlage von in Nr. 4.2.1 TA Luft genannten Schadstoffen deutlich mehr als 1, 0 % beträgt und vergleichbare Beiträge aus anderen Quellen bestehen oder zu erwarten sind (vgl. OVG NRW, Urt. v. 10.06.2008 - a.a.O. Rn. 80; OVG NRW, Urt. v. 09.12.2009 -8 D 12/08.AK - a.a.O. Rn. 309; Hansmann, in: Landmann/Rohmer, a.a.O. Band IV Luft Nr. 4.2 TA Rn. 38; Jarass a.a.O. § 5 Rn 17).

    Auch sonst ist kein atypischer Sachverhalt gegeben, in dem ausnahmsweise von einem relevanten Immissionsbeitrag durch den geplanten Anlagenbetrieb auszugehen wäre (vgl. zu diesem Ansatz: OVG NRW, Urt. v. 09.12.2009 - 8 D 12/08.AK - a.a.O. Rn. 304; Hansmann in: Landmann/Rohmer, a.a.O. Band IV TA Luft Nr. 4.2 Rn. 39 ff.).

    Als Irrelevanzschwelle ist ebenfalls eine Immissionszusatzbelastung unter 1 % der anerkannten Wirkungsschwellen allgemein akzeptiert (BVerwG, Urt. v. 11.12.2003 a.a.O. Rn. 14; Senatsurteil v. 17.06.1997 - 10 S 607/96 - juris Rn. 39 ff., 43; OVG NRW, Urt. v. 09.12.2009 - 8 D 12/08.AK -a.a.O. Rn. 288).

    Es bedarf nach der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs vom 12.05.2011 - Trianel - (a.a.O.) keiner Vertiefung, inwieweit die Störfall-Verordnung drittschützend ist (hierzu OVG NRW, Urt. v. 09.12.2009 - 8 D 12/08.AK - a.a.O. Rn. 378 m.w.N.).

    Die Störfall-Verordnung dient in erster Linie zwar der Anlagensicherheit, konkretisiert aber auch die Schutz- und Gefahrenabwehrpflicht des § 5 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 BImSchG (BayVGH, Urt. v. 14.07.2006 - 1 BV 03.2179 - juris Rn 52; OVG NRW, Urt. v. 09.12.2009 - 8 D 12/08.AK - a.a.O. Rn. 434 ff.; Hansmann in Landmann/Rohmer a.a.O. Band IV 12. BImSchV, Vorbem. Rn. 4, 7, § 3 Rn. 2).

Haben Sie eine Ergänzung? Oder haben Sie einen Fehler gefunden? Schreiben Sie uns.
Sie können auswählen (Maus oder Pfeiltasten):
(Liste aufgrund Ihrer bisherigen Eingabe)
Komplette Übersicht