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   OVG Nordrhein-Westfalen, 19.04.2005 - 8 A 273/04.A   

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https://dejure.org/2005,120
OVG Nordrhein-Westfalen, 19.04.2005 - 8 A 273/04.A (https://dejure.org/2005,120)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 19.04.2005 - 8 A 273/04.A (https://dejure.org/2005,120)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 19. April 2005 - 8 A 273/04.A (https://dejure.org/2005,120)
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Volltextveröffentlichungen (6)

  • Informationsverbund Asyl und Migration

    GG Art. 16 a Abs. 1; AufenthG § 60 Abs. 1; AufenthG § 60 Abs. 7
    Türkei, Kurden, Gruppenverfolgung, Interne Fluchtalternative, Separatismus, Dorfschützer, Folter, Reformen, Oppositionelle, Wehrpflicht, Desertion, Exilpolitische Betätigung, Sippenhaft, Haftbefehl, Vorstandsmitglieder, Verein, PKK, Aleviten, religiös motivierte Verfolgung, Situation bei Rückkehr, Menschenrechtswidrige Behandlung, Menschenrechtsverletzungen, Allgemeine Gefahr, Versorgungslage, Strafe, Strafverfahren, Strafverfolgung, Medizinische Versorgung

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)

    Anspruch eines türkischen Staatsangehörigen kurdischer Volkszugehörigkeit mit alevitischem Glauben auf Anerkennung als Asylberechtigter; Anspruch auf Feststellung von Abschiebungsverboten nach § 60 Abs. 2 bis 7 Aufenthaltsgesetz (AufenthG); Beurteilung der Glaubhaftigkeit eines Verfolgungsschicksals bei einer Nichterweislichkeit der behaupteten Einreise auf dem Luftweg; Ausschluss der erforderlichen Verfolgungsdichte und somit einer Gruppenverfolgung von Kurden in der Türkei auf Grund einer bestehenden inländischen Fluchtalternative in der Westtürkei; Konkretisierung dieser verfassungsimmanenten Schranke des Asylrechts; Asylerhebliche Verfolgung der Kurden in Ostanatolien; Asylerheblichkeit von Misshandlungen durch die Sicherheitskräfte (Polizei) ohne zugleich ein Indiz für das Vorliegen einer regionalen Gruppenverfolgung zu sein; Dorfschützersystem zum bewaffneten Kampf der Partiya Karkerên Kurdistan (PKK) als Indiz einer gegen die Kurden gerichteten regionalen Gruppenverfolgung; Politische Verfolgung wegen Erfüllung der Wehrpflicht, Wehrdienstentziehung oder Fahnenflucht; Beurteilung des Verfolgungsrisikos für Mitglieder des Vorstandes eines eingetragenen exilpolitischen Vereins im Rahmen der Verfolgungsprognose; Aktive Mitgliedschaft in einer PKK-Nachfolgeorganisation die von türkischer Seite als vergleichbar militant staatsfeindlich eingestuft wird; Beurteilung einer praktizierten Sippenhaft und der Wahrscheinlichkeit einer menschenrechtswidrigen Behandlung im Anschluss an eine Abschiebung in die Türkei; Inländische Fluchtalternative für Kurden in der Westtürkei wegen fehlender Existenzvoraussetzungen

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (2)

  • nrw.de (Pressemitteilung)

    Asylrechtsrelevante Lage in der Türkei

  • kommunen-in-nrw.de (Zusammenfassung)

    Grundsatzurteil zur asylrechtsrelevanten Lage in der Türkei

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Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ... (225)

  • VG Aachen, 08.11.2006 - 6 K 2099/05

    Türkei, Widerruf, Flüchtlingsanerkennung, Sippenhaft, Kinder, beachtlicher

    OVG NRW, Urteil vom 19. April 2005 - 8 A 273/04.A -, S. 99 des amtlichen Umdrucks; Auswärtiges Amt (AA), Bericht über die asyl- und abschiebungsrelevante Lage in der Türkei (im Folgenden: Lagebericht), Stand Juni 2006, S. 28.

    OVG NRW, Urteil vom 19. April 2005 - 8 A 273/04.A -, S. 100 des amtlichen Umdrucks.

    OVG NRW, Urteil vom 19. April 2005 - 8 A 273/04.A -, S. 100 f. des amtlichen Umdrucks.

    OVG NRW, Urteil vom 19. April 2005 - 8 A 273/04.A -, S. 101 des amtlichen Umdrucks.

    OVG NRW, Urteil vom 19. April 2005 - 8 A 273/04.A -, S. 101 des amtlichen Umdrucks.

    OVG NRW, Urteil vom 19. April 2005 - 8 A 273/04.A -, S. 101 f. des amtlichen Umdrucks.

    OVG NRW, Urteil vom 19. April 2005 - 8 A 273/04.A -, S. 102 des amtlichen Umdrucks.

    OVG NRW, Urteil vom 19. April 2005 - 8 A 273/04.A -, S. 102 f. des amtlichen Umdrucks.

    OVG NRW, Urteil vom 19. April 2005 - 8 A 273/04.A -, S. 20 ff. des amtlichen Umdrucks; AA, Lagebericht, S. 17.

    OVG NRW, Urteil vom 19. April 2005 - 8 A 273/04.A -, S. 71 ff. des amtlichen Umdrucks; AA, Lagebericht, S. 23.

    OVG NRW, Urteil vom 19. April 2005 - 8 A 273/04.A -, S. 103 ff. des amtlichen Umdrucks; AA, Lagebericht, S. 43.

  • OVG Berlin-Brandenburg, 30.05.2006 - 10 B 5.05

    Strafnachrichtenaustausch (Asylrecht Türkei)

    (2) Der Umstand, dass die türkischen Stellen Kenntnis von der Verurteilung des Klägers im Wege des Strafnachrichtenaustausches erlangt hat, begründet jedoch für sich genommen, wenn keine weiteren besonderen Umstände zu Tage treten, kein asyl- bzw. abschiebungsschutzrechtlich relevantes Gefährdungsrisiko (OVG Koblenz, Urteil vom 18. Februar 2000 - 10 A 11821.98 -, NVwZ-Beilage 2000, 84, juris-Ausdruck S. 7ff; so wohl auch OVG Koblenz, Urteil vom 19. Februar 1999 - 10 A 10408.98 -, juris-Ausdruck S. 5f; vgl. zum Strafnachrichtenaustausch auch OVG Münster, Urteil vom 12. Juli 2005 - 8 A 780/04.A -, UA S. 36; Urteil vom 19. April 2005 - 8 A 273/04.A -, UA S. 85f; Urteil vom 31. März 1998 - 25 A 5198/96.A -, NVwZ-Beilage 1998, 93; VGH Mannheim, Urteil vom 5. April 2001 - A 12 S 198.00 -, juris-Ausdruck S. 16f; VGH Kassel, Beschluss vom 21. März 2001 - 12 UZ 602.01.A -, juris-Ausdruck S. 2; Urteil vom 13. Dezember 1999 - 12 UE 2984.97.A -, juris-Ausdruck S. 52ff; OVG Lüneburg, Urteil vom 17. März 1998 - 11 L 2203.96 -, juris-Ausdruck S. 3).

    Rückschlüsse über eine "staatsschutzbezogene" Gefährlichkeit der Tathandlung lassen sich auf der Grundlage des Inhalts der Strafnachricht nicht ziehen (OVG Münster, Urteil vom 19. April 2005 - 8 A 273/04.A -, UA S. 86).

    Dabei ist weiterhin davon auszugehen, dass die türkischen Sicherheitskräfte die exilpolitischen Aktivitäten türkischer Staatsangehöriger in Deutschland und im übrigen Europa mit großer Aufmerksamkeit verfolgen (OVG Berlin, Urteil vom 25. September 2003 - OVG 6 B 8.03 -, UA S. 16; OVG Münster, Urteil vom 19. April 2005 - 8 A 273/04.A -, UA S. 81f).

    Von der Differenzierung, dass im Fall von nicht exponierten exilpolitischen Aktivitäten keine asylerhebliche Rückkehrgefährdung besteht, geht auch die gefestigte obergerichtliche Rechtsprechung aus (OVG Berlin, Urteil vom 20. November 2003 - OVG 6 B 11.03 -, UA S. 24f; Urteil vom 14. Oktober 2003 - OVG 6 B 7.03 -, UA S. 30ff; OVG Koblenz, Urteil vom 18. November 2005 - 10 A 10580.05 -, juris-Ausdruck S. 9f; OVG Saarland, Urteil vom 28. September 2005 - 2 R 2.05 -, juris-Ausdruck S. 8; OVG Münster, Urteil vom 19. April 2005 - 8 A 273/04.A -, UA S. 79ff; Urteil vom 12. Juli 2005 - 8 A 780/04.A -, UA S. 19ff; Urteil vom 3. Dezember 2003 - 8 A 451/02.A -, juris-Ausdruck S. 5ff; OVG Greifswald, Urteil vom 29. November 2004 - 3 L 66.00 -, UA S. 7f; VGH Mannheim, Urteil vom 22. März 2001 - A 12 S 280/00 -, UA S. 24f; OVG Bremen, Urteil vom 17. März 1999 - OVG 2 BA 118/94 -, UA S. 94f; OVG Hamburg, Urteil vom 19. März 1997 - Bf V 10/91 -, juris-Ausdruck S. 18ff).

    Ob sich die Praxis des Zugriffs auf nahe Angehörige von landesweit gesuchten Aktivisten einer militanten staatsfeindlichen Organisation zwischenzeitlich geändert hat und auch nicht mehr von der beachtlichen Wahrscheinlichkeit asylerheblicher Übergriffe auf nahe Verwandte ausgegangen werden kann (so OVG Münster, Urteil vom 19. April 2005 - 8 A 273/04.A -, UA S. 99-103 unter ausdrücklicher Aufgabe seiner früheren Rechtsprechung), kann dahin gestellt bleiben.

    Türkischen Staatsangehörigen kurdischer Volkszugehörigkeit droht weder bei der Ableistung des Wehrdienstes noch mit Blick auf eine Festnahme und mögliche Bestrafung wegen Wehrdienstentziehung politische Verfolgung in der Türkei (OVG Berlin, Urteil vom 6. April 2005 - OVG 6 B 3.04 -, UA S. 31-34; OVG Münster, Urteil vom 19. April 2005 - 8 A 273/04.A -, UA S. 74ff; VGH Kassel, Urteil vom 29. November 2002 - 6 UE 2235/98.A -, juris-Ausdruck S. 17ff; VGH Kassel, Beschluss vom 14. Dezember 2001 - 6 UE 3681/98.A -, juris-Ausdruck S. 12f; OVG Münster, Urteil vom 27. Juni 2002 - 8 A 4782/99.A -, UA S. 55ff; VGH Mannheim, Urteil vom 17. Juli 2001 - A 12 S 199.00 -, juris-Ausdruck S. 11f; OVG Bremen, Urteil vom 30. Mai 2001 - 2 A 346/99.A -, UA S. 14ff; OVG Koblenz, Urteil vom 26. Januar 2001 - 10 A 11907/00 -, juris-Ausdruck S. 8f; OVG Saarland, Beschluss vom 22. November 2000 - 9 Q 231.99 -, juris-Ausdruck S. 1f; OVG Greifswald, Urteil vom 22. April 1999 - 3 L 3/95 -, juris-Ausdruck S. 25; OVG Lüneburg; Urteil vom 22. Januar 1998 - 11 L 4300.96 -, juris-Ausdruck S. 4ff; OVG Bautzen, Urteile vom 27. Februar 1997 - A 4 S 434.96 und A 4 S 293.96 -).

    Zwar ist der Dienst in den türkischen Streitkräften hart und schließt auch körperliche Züchtigungen ein, deren konkretes Ausmaß letztlich davon abhängt, in welcher Einheit und unter welchem Vorgesetzten der Dienst zu leisten ist (OVG Münster, Urteil vom 19. April 2005 - 8 A 273/04.A -, UA S. 76).

    Eine Anknüpfung an ein asylerhebliches Merkmal ist ebenso wenig wie bei der Bestrafung wegen Wehrdienstentziehung erkennbar (OVG Münster, Urteil vom 19. April 2005 - 8 A 273/04.A -, UA S. 78; OVG Saarland, Urteil vom 1. Dezember 2004 - 2 R 15/03 -, juris-Ausdruck S. 6, 9f; OVG Lüneburg, Urteil vom 26. November 2002 - 2 L 7632.94 -, juris-Ausdruck S. 7f; vgl. zur Ausbürgerung als Maßnahme politischer Verfolgung: BVerwG, Urteil vom 24. Oktober 1995 - 9 C 3.95 -, AuAS 1996, 44).

    Dabei ist zunächst festzuhalten, dass es einem türkischen Asylbewerber nach unanfechtbarer Ablehnung seines Asylantrags zumutbar ist, sich einen türkischen Nationalpass ausstellen oder verlängern zu lassen und damit freiwillig auszureisen (OVG Berlin, Urteil vom 25. September 2003 - OVG 6 B 8.03 -, UA S. 21; OVG Münster, Urteil vom 19. April 2005 - 8 A 273/04.A -, UA S. 107; vgl. auch BVerwG, Urteil vom 3. November 1992 - 9 C 21.92 -, BVerwGE 91, 150).

  • OVG Niedersachsen, 18.07.2006 - 11 LB 264/05

    Verfolgungssituation kurdischer Asylbewerber aus der Türkei

    b) Als objektiver Nachfluchtgrund kommt die Entwicklung der Verhältnisse in den traditionellen Siedlungsgebieten der Kurden (22 türkische Provinzen, vgl. OVG NRW, Urt. v. 19.4.2005 - 8 A 273/04.A -, S. 24 f.), zu denen auch die Heimatregion Mus der Klägerin gehört, in der Zeit nach November 2001 in Betracht.

    Eine Überprüfung der neueren Entwicklung in der Türkei und der dazu vorliegenden Erkenntnismittel hat jedoch keine konkreten Anhaltspunkte dafür ergeben, dass Kurden gegenwärtig in ihren traditionellen Siedlungsgebieten allein oder vorrangig wegen ihrer Volkszugehörigkeit verfolgt werden (ebenso aus jüngster Zeit OVG Berlin-Brandenburg, Urt. v. 30.5.2006 - 10 B 5.05 - OVG Bremen, Urt. v. 22.3.2006 - 2 A 303/04.A - VGH Bad.-Württ., Urt. v. 9.2.2006 - A 12 S 1505/04 - OVG NRW, Urt. v. 19.4.2005 - 8 A 273/04.A -).

    Zum anderen knüpfen die im Zuge der bewaffneten Auseinandersetzungen vorkommenden Übergriffe der Sicherheitskräfte auf kurdische Zivilisten weder allein bzw. überwiegend an die kurdische Volkszugehörigkeit an noch weisen diese die für die Annahme einer Gruppenverfolgung erforderliche Verfolgungsdichte auf (vgl. dazu im Einzelnen: OVG NRW, Urt. v. 19.4.2005 - 8 A 273/04.A -, S. 22-76; AA, Lagebericht v. 11.11.2005, S. 14-17).

    Im Übrigen - eine regionale Gruppenverfolgung unterstellt - steht kurdischen Volkszugehörigen auch eine inländische Fluchtalternative in den westlichen Landesteilen der Türkei zur Verfügung (ebenso OVG Bremen, Urt. v. 22.3.2006 - 2 A 303/04.A - VGH Bad.-Württ., Urt. v. 9.2.2006 - A 12 S 1505/04 - Hess. VGH, Urt. v. 18.1.2006 - 6 UE 489/04 - OVG des Saarlandes, Urt. v. 28.9.2005 - 2 R 2/05 - OVG NRW, Urt. v. 19.4.2005 - 8 A 273/04.A -).

    Diese Einschätzung steht in Übereinstimmung mit der aktuellen Rechtsprechung anderer Obergerichte (vgl. etwa OVG Berlin-Brandenburg, Urt. v. 30.5.2006 - 10 B 5.05 - OVG Bremen, Urt. v. 22.3.2006 - 2 A 303/04.A - OVG Rh.-Pf., Urt. v. 10.3.2006 - 10 A 10665/05.OVG - VGH Bad.-Württ., Urt. v. 9.2.2006 - A 12 S 1504/05 - OVG des Saarlandes, Urt. v. 28.9.2005 - 2 R 2/05 - OVG NRW, Urt. v. 19.4.2005 - 8 A 273/04.A -).

    Auch das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen vertritt in seinem Urteil vom 19. April 2005 - 8 A 273/04.A - (S. 107) die Einschätzung, es sei davon auszugehen, dass die Grenzbehörde auch Zugriff auf die bei der Polizeidienststelle des Heimatortes gespeicherten Daten habe, aus denen sich ergebe, ob der Betreffende schon einmal politisch auffällig geworden sei.

    Sollte sich dabei herausstellen, dass der Rückkehrer als Mitglied oder Unterstützer der PKK bzw. einer Nachfolgeorganisation nahe steht oder schon vor der Ausreise ein Separatismusverdacht gegen ihn bestanden hat, muss der Betroffene mit einer intensiveren Befragung, unter Umständen auch mit menschenrechtswidriger Behandlung, rechnen (OVG NRW, Urt. v. 19.4.2005, a.a.O., S. 108).

    Nach Einschätzung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen im Urteil vom 19. April 2005 (a.a.O., S. 101 ff.) hat im Zuge des Reformprozesses sogar die Wahrscheinlichkeit, dass nahe Angehörige von landesweit gesuchten Aktivisten einer militanten staatsfeindlichen Organisation Opfer von sippenhaftähnlichen Maßnahmen werden, eben­so abgenommen wie die Wahrscheinlichkeit, dass die Beeinträchtigungen der Angehörigen durch diese Maßnahmen die Schwelle des asylrechtlich Unzumutbaren überschreiten.

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