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   OVG Nordrhein-Westfalen, 22.05.2000 - 10 a D 139/98, 7 B 869/00   

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https://dejure.org/2000,3599
OVG Nordrhein-Westfalen, 22.05.2000 - 10 a D 139/98, 7 B 869/00 (https://dejure.org/2000,3599)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 22.05.2000 - 10 a D 139/98, 7 B 869/00 (https://dejure.org/2000,3599)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 22. Mai 2000 - 10 a D 139/98, 7 B 869/00 (https://dejure.org/2000,3599)
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Volltextveröffentlichungen (5)

  • openjur.de
  • NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)

    Verletzung des drittschützenden Abwägungsgebots ; Gebot nachbarlicher Rücksichtnahme; Anforderungen an die Eigenart der näheren Umgebung ; Errichtung eines Schweinestalls

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Verwaltungsprozessrecht: [Fehlende] Antragsbefugnis im Normenkontrollverfahren; Bauleitplanung: Umfang der zu berücksichtigenden Belange vorhandener Unternehmen

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (2)

  • rechtsportal.de (Leitsatz)
  • rechtsportal.de (Leitsatz)

    BauGB § 1 Abs. 6
    Rücksichtnahme auf Erweiterungs- und Umstellungsabsichten eines Betriebsinhabers)

Papierfundstellen

  • BauR 2001, 84
  • ZfBR 2001, 214 (Ls.)
 
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Wird zitiert von ... (15)

  • VGH Baden-Württemberg, 16.10.2018 - 8 S 2368/16

    Normenkontrolle gegen Bebauungsplan, der das Heranrücken von Wohnbebauung an

    Zu den Belangen der Landwirtschaft, die bei Aufstellung eines Bebauungsplans gemäß § 1 Abs. 6 Nr. 8 lit. b BauGB als abwägungserheblich zu berücksichtigen sind, gehört auch das Interesse eines Landwirts, von dem Heranrücken einer schutzbedürftigen Bebauung verschont zu bleiben, die die derzeitige oder die zukünftige Betriebsführung gefährden könnte (vgl. BVerwG, Beschluss vom 02.12.2013 - 4 BN 44.13 -, ZfBR 2014, 377; Senatsurteil vom 14.12.2017 - 8 S 615/15 - VGH Baden-Württemberg, Urteile vom 27.05.1994 - 5 S 2193/93 -, VBlBW 1995, 26, und vom 12.09.2018 - 3 S 372/18 -, juris Rn. 18; BayVGH, Urteile vom 24.02.2010 - 9 N 07.1416 -, juris, und vom 10.05.2016 - 9 N 14.2674 -, BayVBl 2017, 413 = juris Rn. 17; OVG NW, Urteil vom 22.05.2000 - 10a D 139/98.NE -, BauR 2001, 84).

    Als schutzwürdig in die Abwägung einzustellen ist die bauliche oder sonstige Nutzung eines Grundstücks zum einen in ihrem aktuellen (regelmäßig legalen) Bestand (OVG NW, Urteil vom 22.05.2000, a.a.O. = juris Rn. 9).

    Nur so ist eine Betriebsentwicklung als "normal" und deshalb abwägungserheblich einzugrenzen (OVG NW, Beschluss vom 30.07.1992 - 11a B 885/92.NE -, NVwZ-RR 1993, 126; Urteile vom 21.10.1987 - 11 A 1090/84 -, NVwZ 1988, 377, und vom 22.05.2000, a.a.O. = juris Rn. 20; siehe auch VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 27.05.1994, a.a.O. = juris Rn. 33).

    Die Bauleitplanung könnte dieser Aufgabe nicht gerecht werden, wenn es möglich wäre, sie durch unverbindliche Absichtserklärungen der Bürger zu beeinflussen oder gar zu blockieren (vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 10.11.1998 - 4 BN 44.98 -, NVwZ-RR 1999, 423, und vom 05.09.2000 - 4 B 56.00 -, NVwZ-RR 2001, 82; OVG NW, Urteil vom 22.05.2000, a.a.O. = juris Rn. 22).

    Die Antragsbefugnis lässt sich auch nicht darauf stützen, der schuldrechtliche Anspruch auf Wiedereinräumung des Vorkaufsrechts sei als sonstiger abwägungsrelevanter Belang - vergleichbar etwa einer schuldrechtlich begründeten Grundstücksnutzung (vgl. dazu BVerwG, Urteil vom 05.11.1999 - 4 CN 3.99 -, BVerwGE 110, 36; OVG NRW, Urteil vom 22.05.2000, a.a.O. = juris Rn. 6) - im Rahmen des drittschützenden Abwägungsgebots verkannt worden.

  • VGH Baden-Württemberg, 27.11.2018 - 8 S 286/17

    Bebauungsplan- Lärmkonflikt beim Heranrücken einer Wohnbebauung an einen

    Zu den Belangen der Landwirtschaft, die bei Aufstellung eines Bebauungsplans gemäß § 1 Abs. 6 Nr. 8 lit. b BauGB als abwägungserheblich zu berücksichtigen sind, gehört auch das Interesse eines Landwirts, von dem Heranrücken einer schutzbedürftigen Bebauung verschont zu bleiben, die die derzeitige oder die zukünftige Betriebsführung gefährden könnte (vgl. BVerwG, Beschluss vom 02.12.2013 - 4 BN 44.13 -, ZfBR 2014, 377; Senatsurteile vom 14.12.2017 - 8 S 615/15 -, juris Rn. 31, und vom 16.10.2018 - 8 S 2368/16 -, juris Rn. 38; VGH Baden-Württemberg, Urteile vom 27.05.1994 - 5 S 2193/93 -, VBlBW 1995, 26, und vom 12.09.2018 - 3 S 372/18 -, juris Rn. 18; BayVGH, Urteile vom 24.02.2010 - 9 N 07.1416 -, juris Rn. 17, und vom 10.05.2016 - 9 N 14.2674 -, BayVBl 2017, 413 = juris Rn. 17; OVG NRW, Urteil vom 22.05.2000 - 10a D 139/98.NE -, BauR 2001, 84).
  • OVG Thüringen, 21.09.2011 - 1 N 750/06

    Ausfertigung eines Bebauungsplans

    Zu ihren privaten Belangen gehört grundsätzlich ebenfalls das Interesse, ihren emissionsträchtigen Abbaubetrieb - dessen Errichtung das durch das Bergwerkseigentum begründete Gewinnungsrecht mit umfasst (§§ 9 Abs. 1 S. 1, 8 Abs. 1 Nr. 3 BBergG) - nicht durch die Pflichten zur Rücksichtnahme eingeschränkt oder verhindert zu sehen, die sie den zulässigen Nutzungen in einem heranrückenden Wohngebiet schuldet (vgl. OVG Schleswig-Holstein, Urteil vom 21.09.1994 - 1 K 7/93 - OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 22.05.2000 - 10a D 139/98.NE -; BayVGH, Urteile vom 19.09.2001 - 26 N 98.581 - und vom 12.03.2004 - 2 N 99.1150 - HessVGH, Urteil vom 17.09.2002 - 4 N 2842/98 - OVG des Saarlandes, Urteil vom 22.11.2007 - 2 N 7/06 - "Verschonungsinteresse").

    Dabei kommt es nicht darauf an, ob die geplante Wohnbebauung bereits jetzt Störungen durch einen vorhandenen Abbaubetrieb der Antragstellerin ausgesetzt ist; vielmehr besteht die Notwendigkeit, auch künftige Entwicklungen zu berücksichtigen (vgl. OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 22.05.2000, a. a. O.).

    Zwar stellt nicht jede denkbare, noch unklare Entwicklungs- und Erweiterungsabsicht einen bei der Abwägung zu berücksichtigenden Belang dar und gewährt im Normenkontrollverfahren eine Antragsbefugnis (vgl. OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 22.05.2000, a. a. O.); erforderlich ist vielmehr, dass die durch den Bebauungsplan negativ betroffene Entwicklung entweder bereits konkret ins Auge gefasst ist oder bei realistischer Betrachtung der Entwicklungsmöglichkeiten naheliegt (vgl. NiedersächsOVG, Urteil vom 04.01.1983 - 1 C 2/81 -, BRS 40 Nr. 34; HessVGH, Beschluss vom 24.09.1987 - 3 N 6/86 -).

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