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   OVG Rheinland-Pfalz, 28.08.2019 - 8 A 11472/18.OVG   

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https://dejure.org/2019,29241
OVG Rheinland-Pfalz, 28.08.2019 - 8 A 11472/18.OVG (https://dejure.org/2019,29241)
OVG Rheinland-Pfalz, Entscheidung vom 28.08.2019 - 8 A 11472/18.OVG (https://dejure.org/2019,29241)
OVG Rheinland-Pfalz, Entscheidung vom 28. August 2019 - 8 A 11472/18.OVG (https://dejure.org/2019,29241)
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Volltextveröffentlichungen (5)

  • openjur.de
  • Justiz Rheinland-Pfalz

    § 14 Abs 1 BNatSchG, § 14 Abs 2 BNatSchG, § 15 Abs 2 BNatSchG, § 15 Abs 5 BNatSchG, § 17 Abs 8 S 1 BNatSchG
    Naturschutzrecht

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Ackerland; Agrarprivileg; Ausgleichsmaßnahme; Baumbestand; Bechtheim; Beseitigung; Biotop; Biotopkartierung; Bodennutzung; Duldungsverfügung; Eigentümer; Eingriff; Eingriff in die Natur und Landschaft; Eingriffsregelung; Ermessen; Ersatzmaßnahme; Ersatzzahlung; ...

  • rechtsportal.de

    Klage gegen die Anordnung einer naturschutzrechtlichen Ersatzzahlung wegen der ungenehmigten Beseitigung eines Walnussbaumbestandes; Voraussetzungen eines Eingriffs in Natur und Landschaft bei Beseitigung eines Walnussbaumbestandes zum Zwecke der Umwandlung in Ackerland; ...

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NVwZ-RR 2020, 431
 
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Wird zitiert von ... (8)

  • OVG Rheinland-Pfalz, 09.02.2022 - 8 A 11313/21

    Duldung der Wiederherstellung einer Walnussbaumwiese als Hochstamm wegen eines

    Duldungsverfügungen gegen Eigentümer eines Grundstücks, auf dem ein Nutzungsberechtigter wegen eines illegalen Eingriffs in Natur und Landschaft zur Wiederherstellung des früheren Zustands verpflichtet wurde, finden ihre Rechtsgrundlage in der naturschutzrechtlichen Generalklausel des § 3 Abs. 2 BNatSchG (im Anschluss an das Senatsurteil vom 28. August 2019 8 A 11472/18.OVG -, UPR 2020, S. 114 und juris).

    Die hiergegen gerichtete Klage hatte Erfolg: Der erkennende Senat hob den Bescheid im Berufungsverfahren auf, weil in den Fällen des hier vorliegenden nicht zugelassenen und nicht nachträglich legalisierbaren Eingriffs in Natur und Landschaft keine Ersatzgeldzahlung, sondern nur die Anordnung von Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahmen oder die Wiederherstellung des früheren Zustands in Betracht komme, wobei in Fällen eines entgegenstehenden Willens des Eigentümers der Fläche der Erlass einer Duldungsverfügung zu erwägen sei (rechtskräftiges Urteil vom 28. August 2019 - 8 A 11472/18.OVG -, UPR 2020, Seite 114 und juris).

    Auch aus Sicht des Senats können auf die Generalklausel des § 3 Abs. 2 BNatSchG, wonach die Naturschutzbehörden nach pflichtgemäßem Ermessen im Einzelfall die erforderlichen Maßnahmen zur Einhaltung der Vorschriften des Bundesnaturschutzgesetzes und der auf dessen Grundlage erlassenen Vorschriften treffen, neben Unterlassungs-, Beseitigungs- und Wiederherstellungsanordnungen auch Duldungsanordnungen gestützt werden; denn die Generalklausel umfasst aus Effektivitätsgründen auch die Folgenbeseitigung rechtswidriger Verhaltensweisen (so insbesondere Heß/Wulff, in: Landmann/Rohmer, Umweltrecht, Stand 96. Ergänzungslieferung September 2021, § 3 BNatSchG, Rn. 20, unter Hinweis auf BayVGH, Urteil vom 28. August 2018 - 14 B 15.2206 - NuR 2018, S. 718 und juris, Rn. 31; ebenso: Hendrischke, in: Frenz/Müggenborg, BNatSchG, 3. Aufl. 2021, § 3, Rn. 35; siehe auch bereits das Senatsurteil vom 28. August 2019, a.a.O., Rn. 49).

    Zunächst teilt der Senat die - ohnehin auf das Senatsurteil vom 28. August 2019 (a.a.O.) gestützte - Auffassung des Verwaltungsgerichts, dass die tatbestandlichen Voraussetzungen für den Erlass einer auf § 17 Abs. 8 Satz 2 BNatSchG gestützten Wiederherstellungsanordnung gegenüber dem Beigeladenen vorliegen, insbesondere in der Beseitigung der Walnussbäume auf dem Grundstück der Kläger ein zulassungsbedürftiger, aber nicht zugelassener und auch nicht zulassungsfähiger Eingriff in Natur und Landschaft lag.

    Nachdem die Kläger dies in ihrer Antragsbegründung nicht mehr grundsätzlich in Frage stellen, kann auf die entsprechenden Ausführungen im angefochtenen Urteil sowie ergänzend im Senatsurteil vom 28. August 2019 (a.a.O., Rn. 32 ff.) Bezug genommen werden.

    Dabei teilt der Senat die Auffassung des Verwaltungsgerichts, dass die Kläger aufgrund der naturschutzrechtlichen Vorprägung und Situationsgebundenheit ihres Grundstücks, das nicht nur im Landschaftsschutzgebiet "R." gelegen, sondern darüber hinaus Teil einer als Biotop kartierten, unter dem pauschalen Schutz des § 30 BNatSchG stehenden Fläche ist, im Rahmen der Sozialbindung des Eigentums (Art. 14 Abs. 2 GG) von vornherein in stärkerem Maße Einschränkungen der Nutzbarkeit ihres Grundstücks und in der Folge auch der Ertragserzielungsmöglichkeiten aus diesem hinzunehmen haben, als wenn dies nicht der Fall wäre (vgl. dazu z.B. die Senatsurteile vom 20. September 2000 - 8 A 12418/99.OVG -, ASRP-SL 28, 384 und juris, Rn. 36 und vom 28. August 2019, a.a.O., Rn. 41; siehe auch OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 29. Januar 2015 - 11 B 20.14 - NuR 2015, 855 und juris, Rn. 36, sowie BayVGH, Urteil vom 25. April 2012 - 14 B 10.1750 -, NuR 2012, 862 und juris, Rn. 26 f., m.w.N.).

  • VG Hannover, 11.07.2022 - 12 A 2491/18

    Naturschutzrechtliche Wiederherstellungsanordnung; Beseitigung von Lebensstätten

    Werden - wie hier - charakteristische Pflanzenbestände entnommen, bewirkt dies eine Veränderung der Gestalt der Grundfläche (vgl. OVG NRW, Beschluss vom 9.2.2017 - 8 A 2206/15 -, BeckRS 2017, 106442, Rn. 6-7; OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 28.8.2019 - 8 A 11472/18 -, Rn. 33, juris).
  • VG Frankfurt/Oder, 22.04.2022 - 5 K 1786/18
    § 17 Abs. 8 Satz 2 BNatSchG berechtigt die Behörde im Fall eines illegalen und nicht zulassungsfähigen Eingriffs in Natur und Landschaft nicht, eine Ersatzgeldzahlung gemäß § 15 Abs. 6 BNatSchG anzuordnen (Anschluss an OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 28. August 2019 - 8 A 11472/18).

    Unabhängig davon, ob die Eintragung eines Biotops in das Verzeichnis der geschützten Teile von Natur und Landschaft als eine öffentliche Urkunde zu qualifizieren ist, hat sie als eine von sachkundigen Mitarbeitern einer Naturschutzbehörde erstellte Dokumentation der natürlichen Gegebenheiten jedenfalls einen erheblichen Indizienwert für das Vorhandensein eines Biotops (so OVG Lüneburg, Beschluss vom 22. Dezember 2015 - 4 ME 270/15 -, juris), die der Kläger nicht zu widerlegen versucht hat (vgl. insgesamt Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz, Urteil vom 28. August 2019 - 8 A 11472/18 -, Rn. 29 - 34, juris).

    (Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz, Urteil vom 28. August 2019 - 8 A 11472/18 -, Rn. 44 - 46, juris).

    (Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz, Urteil vom 28. August 2019 - 8 A 11472/18 -, Rn. 48 - 49, juris).

  • VG Düsseldorf, 02.11.2020 - 25 K 3993/19
    So wohl auch OVG NRW, Beschluss vom 8. Januar 2020, 21 A 1113/17, n.v., im Nachgang zu VG Düsseldorf, Urteil vom 24. März 2017, 25 K 6452/16, n.v.; a.A. OVG Koblenz, Urteil vom 28. August 2019, 8 A 11472/18, juris.

    - OVG Koblenz, Urteil vom 28. August 2019, 8 A 11472/18, juris (Rn. 42 ff., m.w.N. zur Kommentarliteratur) - vertretenen Auffassung, dass § 17 Abs. 8 Satz 2 BNatSchG nicht zur Anordnung einer Ersatzzahlung ermächtige, nicht an, sondern hält an der bisherigen Rechtsprechung der Kammer, vgl. VG Düsseldorf, Urteil vom 24. März 2017, 25 K 6452/16, n.v., nachgehend OVG NRW, Beschluss vom 8. Januar 2020, 21 A 1113/17, n.v., fest.

    vgl. OVG Koblenz, Urteil vom 28. August 2019, 8 A 11472/18, juris (Rn. 47 f.).

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 13.07.2022 - 8 D 241/21

    Auflage; Eingriff; Ersatzgeld; Kranstellfläche; Natur- und Landschaftsschutz;

    vgl. OVG Rh.-Pf., Urteil vom 28. August 2019 - 8 A 11472/18 -, juris Rn. 32 ff.; OVG NRW, Beschluss vom 9. Februar 2017 - 8 A 2206/15 -, juris Rn. 15 ff.; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 29. Juni 1995 - 5 S 1537/94 -, juris Rn. 44, in denen das Vorliegen eines Eingriffs jeweils in vollem Umfang geprüft wird; wohl auch Schrader, in: Giesberts/Reinhardt, BeckOK Umweltrecht (April 2022), § 15 BNatSchG Rn. 5.

    vgl. OVG Rh.-Pf., Urteil vom 28. August 2019 - 8 A 11472/18 -, juris Rn. 40; OVG NRW, Beschluss vom 17. Februar 1994 - 10 B 350/94 -, NVwZ 1995, 308 (309).

  • VG Neustadt, 26.09.2019 - 5 L 963/19

    Kein Anspruch des BUND auf Verhinderung des Fällens von Winterlinden am Jahnplatz

    Die Beseitigung des Baumbestands dürfte eine Eingriffshandlung darstellen, denn sie bewirkt zumindest eine Veränderung der Gestalt von Grundflächen i.S.v. § 14 Abs. 1 BNatSchG, worunter auch die Beseitigung von Pflanzenbeständen, sowohl von Wald als auch von Einzelbäumen, fällt (vgl. OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 28. August 2019 - 8 A 11472/18.OVG - OVG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 14. Januar 2019 - 2 M 114/18 -, BeckRS 2019, 117).
  • VG Düsseldorf, 09.09.2021 - 28 K 6001/19

    Naturschutz; Landschaftsschutz; Landschaftsplan; Landschaftselement; Hecke;

    vgl. OVG S. -Pfalz, Urteil vom 28. August 2019 - 8 A 11472/18 - juris Rn. 31; VG Lüneburg, Urteil vom 18. August 2017 - 2 A 144/16 -, juris Rn. 24.
  • VG Ansbach, 06.10.2021 - AN 11 K 19.02091

    Rechtliche Wirkung der Registrierung bzw. Kartierung von gesetzlich geschützten

    Die Beschreibung der Teilfläche ... aus der Biotopkartierung Bayern (Stadt) vom 29. Juni 2011, der im Übrigen eine erhebliche Indizwirkung zukommt (vgl. OVG RhPf, U.v. 28.8.2019 - 8 A 11472/18 - juris Rn. 34; VG Augsburg, B.v. 25.1.2019 - Au 9 S 18.2096 - juris Rn. 27) ist somit immer noch zutreffend.
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