Rechtsprechung
   SG Reutlingen, 20.01.2016 - S 1 KR 2979/12   

Volltextveröffentlichungen (5)

  • Sozialgerichtsbarkeit.de

    Krankenversicherung

  • openjur.de

    Krankenversicherung - Auskunftsanspruch des GKV-Spitzenverbands gegenüber einer Apotheke bei zwischengeschaltetem Lohnhersteller

  • Justiz Baden-Württemberg

    Zum Auskunftsanspruch des GKV-Spitzenverbands nach § 129 Abs 5c Satz 4 SGB 5 gegenüber einer Apotheke bei zwischengeschaltetem Lohnhersteller.

  • Jurion(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)

    Berechtigung des GKV-Spitzenverbandes zur Geltendmachung seinen Auskunftsanspruchs gegenüber einer Apotheke im Wege des Erlasses eines Verwaltungsaktes

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)



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Wird zitiert von ... (3)  

  • SG Berlin, 08.01.2018 - S 81 KR 1905/12  

    (Krankenversicherung - Auskunftsanspruch des GKV-Spitzenverbandes nach § 129 Abs

    Der GKV-Spitzenverband kann den Auskunftsanspruch nach § 129 Abs. 5c Satz 4 SGB 5 a.F. (i.d.F. des AMNOG vom 22.12.2010, BGBl. I, S. 2262) gegen den Inhaber einer Apotheke durch Verwaltungsakt geltend machen (Anschluss an Bayerisches LSG, Urteil vom 24. Mai 2016 - L 5 KR 442/13 -, juris Rn. 73 ff.; SG Reutlingen, Urteil vom 20. Januar 2016 - S 1 KR 2979/12 -, juris Rn. 35 ff; SG Duisburg, Urteil vom 11. April 2017 - S 39 KR 670/12 -, juris Rn. 56 ff.; SG Leipzig vom 26. Januar 2016 - S 8 KR 174/13 - entgegen SG München, Urteil vom 26. September 2013 - S 2 KR 904/13 -, n.v.).

    Die Auskunftspflicht der Apotheke nach § 129 Abs. 5c Satz 4 SGB 5 a.F. (i.d.F. des AMNOG vom 22.12.2010, BGBl. I, S. 2262) erstreckt sich nicht auf die Einkaufspreise der für sie tätigen Lohnhersteller (Anschluss an Bayerisches LSG, Urteil vom 24. Mai 2016 - L 5 KR 442/13 -, juris Rn. 98; SG Reutlingen, Urteil vom 20. Januar 2016 - S 1 KR 2979/12 -, juris Rn. 47 ff.; SG Duisburg, Urteil vom 11. April 2017 - S 39 KR 670/12 -, juris Rn. 63 ff.; entgegen SG Leipzig, Urteil vom 26. Januar 2016 - S 8 KR 174/13 -, n.v.).

    Die geforderte Auskunft über die Einkaufspreise der von dem vormaligen Kläger beauftragten Lohnhersteller sei von § 129 Abs. 5c Satz 4 SGB V (a.F.) nicht gedeckt (Verweis auf SG Reutlingen, Urteil vom 20. Januar 2016 - S 1 KR 2979/12 -, und Bayerisches LSG, Urteil vom 24. Mai 2016 - L 5 KR 442/13 -).

    aa) Der Beklagte war befugt, das Auskunftsverlangen durch Verwaltungsakt geltend zu machen (für eine Verwaltungsaktbefugnis auch Bayerisches LSG, Urteil vom 24. Mai 2016 - L 5 KR 442/13 -, juris Rn. 73 ff.; SG Reutlingen, Urteil vom 20. Januar 2016 - S 1 KR 2979/12 -, juris Rn. 35 ff; SG Duisburg, Urteil vom 11. April 2017 - S 39 KR 670/12 -, juris Rn. 56 ff.; SG Leipzig vom 26. Januar 2016 - S 8 KR 174/13 - Luthe in: Hauck/Noftz, SGB, 12/16, § 129 SGB V, Rn. 63; von Dewitz in: BeckOK-SGB V, Stand 1.9.2017, § 129 Rn. 28; a. A. SG München, Urteil vom 26. September 2013 - S 2 KR 904/13 -, n.v.; nicht eindeutig Schneider, in: Schlegel/Voelzke, jurisPK-SGB V, 3. Aufl. 2016, § 129 SGB V, Rn. 39.1 einerseits und Rn. 44.1 andererseits).

    Denn jedenfalls ist das von dem Beklagten in der mündlichen Verhandlung vom 8. Januar 2018 nochmals bekräftigte Verlangen auf Erteilung der geforderten Auskünfte auch in Bezug auf Arzneimittel, die der vormalige Kläger von Lohnherstellern bezogen hat, von der Ermächtigungsgrundlage in § 129 Abs. 5c Satz 4 SGB V a.F. nicht gedeckt und der Bescheid insofern aus materiell-rechtlichen Gründen (zumindest klarstellend) aufzuheben (gegen eine Einbeziehung der Einkaufspreise der Lohnhersteller in die Auskunftspflicht der Apotheken auch Bayerisches LSG, Urteil vom 24. Mai 2016 - L 5 KR 442/13 -, juris Rn. 98; SG Reutlingen, Urteil vom 20. Januar 2016 - S 1 KR 2979/12 -, juris Rn. 47 ff.; SG Duisburg, Urteil vom 11. April 2017 - S 39 KR 670/12 -, juris Rn. 63 ff.; Luthe in: Hauck/Noftz, SGB, 12/16, § 129 SGB V, Rn. 63; von Dewitz in: BeckOK-SGB V, Stand 1.9.2017, § 129 Rn. 28; Dieners, PharmR 2012, 436, 439 ff.; a.A. SG Leipzig, Urteil vom 26. Januar 2016 - S 8 KR 174/13 -, n.v.).

  • SG Duisburg, 11.04.2017 - S 39 KR 670/12  
    Die Kammer ist in Übereinstimmung mit den bisher zum Auskunftsanspruch des § 129 Abs. 5c SGB V ergangenen Urteilen (Landessozialgericht (LSG) München vom 24.05.2016 - L 5 KR 442/13; Sozialgericht (SG) Leipzig vom 26.01.2016 - S 8 KR 174/13; SG Reutlingen vom 20.01.2016 - S 1 KR 2979/12; a.A. noch SG München vom 26.09.2013 - S 2 KR 904/13) zu dem Ergebnis gelangt, dass die notwendige Ermächtigung zum Erlass eines Verwaltungsaktes in der Normierung des Auskunftsanspruchs enthalten ist.

    Das streitgegenständliche Auskunftsbegehren beruht auf einem dem Beklagten von Gesetzes wegen eingeräumten Anspruch und die Beteiligten stehen insoweit in einem Über- und Unterordnungsverhältnis (vgl. LSG München vom 24.05.2016 - L 5 KR 442/13 -, Rn. 77 ff.; SG Leipzig vom 26.01.2016 - S 8 KR 174/13; SG Reutlingen vom 20.01.2016 - S 1 KR 2979/12 -, Rn. 35 ff.).

    Vielmehr nimmt der Beklagte bei der Vereinbarung der Hilfstaxe und auch bei der dafür notwendigen Durchsetzung von Auskunftsansprüchen seine ihm als Körperschaft des öffentlichen Rechts gemäß § 217a Abs. 2 SGB V zugewiesenen Aufgaben wahr (vgl. LSG München vom 24.05.2016 - L 5 KR 442/13 -, Rn. 77 ff.; SG Leipzig vom 26.01.2016 - S 8 KR 174/13; SG Reutlingen vom 20.01.2016 - S 1 KR 2979/12 -, Rn. 35 ff.).

    Aus einem Vergleich mit Satz 2 wird deutlich, dass die Norm hinsichtlich der tatsächlich vereinbarten Einkaufspreise ihre Einkaufspreise - also die der Apotheke - meint (vgl. SG Reutlingen vom 20.01.2016 - S 1 KR 2979/12 -, Rn. 48; a.A. SG Leipzig, Urteil vom 26.01.2016 - S 8 KR 174/13 -).

    Da die Rolle der Lohnhersteller dem Gesetzgeber im Gesetzgebungsverfahren bekannt war, muss davon ausgegangen werden, dass die Begrenzung des Auskunftsanspruchs dem Willen des Gesetzgebers entspricht (vgl. dazu ausführlich SG Reutlingen vom 20.01.2016 - S 1 KR 2979/12 -, Rn. 49).

  • LSG Bayern, 24.05.2016 - L 5 KR 442/13  

    Auskunftspflicht von Apotheken und pharmazeutischen Unternehmern

    Die Notwendigkeit, den zweifellos bestehenden Auskunftsanspruch des Beklagten gegenüber einem pharmazeutischen Unternehmer - unabhängig vom konkreten Inhalt - überhaupt durchsetzen zu können, rechtfertigt es, hier dem Beklagten die Befugnis zum Erlass eines entsprechenden Verwaltungsaktes einzuräumen (die VA-Befugnis in der vorliegenden Konstellation ebenfalls bejahend SG Reutlingen Urt. v. 20.01.2016 - S 1 KR 2979/12 - und SG Leipzig Urt. v. 26.01.2016 - S 8 KR 174/13).

    Zutreffend hat daher bereits das SG Reutlingen Urt. v. 20.01.2016 - S 1 KR 2979/12, BeckRS 2016, 66041 entschieden, dass die in § 129 Abs. 5c S. 4 geregelte subjektivöffentliche Pflicht nicht Lohnhersteller oder Pharma-Großhändler betrifft.

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