Rechtsprechung
   SG Speyer, 23.01.2017 - S 19 KR 521/16   

Volltextveröffentlichungen (3)

  • Justiz Rheinland-Pfalz

    § 69 S 3 SGB 5 vom 22.12.1999, § 69 Abs 1 S 2 SGB 5, § 69 Abs 1 S 3 SGB 5, § 70 SGB 5, § 116b SGB 5
    Krankenversicherung - Abgabe verordneter Arzneimittel durch eine Krankenhausapotheke für ambulante Chemotherapien - Rückerstattung von geleisteten Zahlungen für die Umsatzsteuer - Geltung der regelmäßigen dreijährigen Verjährungsfrist - Beantragung von Ruhen im sozialgerichtlichen Verfahren vor dem Hintergrund einer zu erwartenden obergerichtlichen Entscheidung ist kein Nichtbetreiben - keine Einräumung von Vertrauensschutz auf eigene oder fremde Rechtsprechung durch Gerichte - Recht auf abweichende Entscheidungen

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Wird zitiert von ... (6)  

  • SG Speyer, 16.02.2018 - S 13 KR 286/16

    Verjährungsfrist im Krankenhausabrechnungsstreit

    Gleiches gilt für Erstattungsansprüche von Krankenkassen gegen Krankenhausträger (Anschluss an SG Mainz vom 4.6.2014 - S 3 KR 645/13 = juris RdNr 41 ff; SG Mainz vom 11.1.2016 - S 3 KR 349/15 = juris RdNr 26 ff; SG Speyer vom 23.1.2017 - S 19 KR 521/16 = juris RdNr 24 ff; entgegen ua BSG vom 12.5.2005 - B 3 KR 32/04 R = SozR 4-2500 § 69 Nr. 1; BSG vom 21.4.2015 - B 1 KR 11/15 R = SozR 4-2500 § 69 Nr. 10 RdNr 13; BSG vom 23.6.2015 - B 1 KR 26/14 R = BSGE 119, 150 = SozR 4-5560 § 17c Nr. 3 RdNr 44).

    Gerichte können auf Grund ihrer Funktion im verfassungsmäßig vorgegebenen System der Gewaltenteilung entgegen der bestehenden Rechtslage keinen Vertrauensschutz auf eigene oder fremde (obergerichtliche) Rechtsprechung einräumen (Anschluss an SG Mainz vom 11.1.2016 - S 3 KR 349/15 aaO; SG Speyer vom 23.1.2017 - S 19 KR 521/16 aaO).

    Gleiches gilt für Erstattungsansprüche von Krankenkassen gegen Krankenhausträger (SG Mainz, Urteil vom 04.06.2014 - S 3 KR 645/13 -, Rn. 41 ff. mit Anmerkung von Schütz , jurisPR-SozR 21/2014 Anm. 2; SG Mainz, Urteil vom 24.06.2014 - S 3 KR 518/11 -, Rn. 31 ff. mit Anmerkung von Rehm , jurisPR-SozR 1/2015 Anm. 4; SG Mainz, Urteil vom 11.01.2016 - S 3 KR 349/15 -, Rn. 26 ff.; SG Speyer, Urteil vom 23.01.2017 - S 19 KR 521/16 -, Rn. 24 ff.).

    Die Verjährungsvorschriften des BGB sind sowohl mit § 70 SGB V (Gewährleistung einer bedarfsgerechten, dem allgemein anerkannten Standard der medizinischen Erkenntnisse entsprechender Versorgung und Hinwirkung auf humane Krankenbehandlung) als auch mit den übrigen Aufgaben und Pflichten der Beteiligten nach dem Vierten Kapitel des SGB V vereinbar (SG Speyer, Urteil vom 23.01.2017 - S 19 KR 521/16 -, Rn. 29).

    Dieser Auffassung vermag sich die Kammer nicht anzuschließen (ebenso bereits SG Mainz, Urteil vom 04.06.2014 - S 3 KR 645/13 -, Rn. 48 ff.; SG Mainz, Urteil vom 24.06.2014 - S 3 KR 518/11 -, Rn. 38 ff.; SG Mainz, Urteil vom 11.01.2016 - S 3 KR 349/15 -, Rn. 33 ff.; SG Speyer, Urteil vom 23.01.2017 - S 19 KR 521/16 -, Rn. 30 ff.).

    Soweit das BSG eine am Normtext legitimierbare Rechtsfolge durch eine nicht am Normtext, sondern lediglich auf Grund eines ungeschriebenen Prinzips legitimierte Rechtsfolge ersetzt, überschreitet es die Grenzen zulässiger Konkretisierung und handelt wegen des Verstoßes gegen Art. 20 Abs. 3 GG und Art. 97 Abs. 1 GG verfassungswidrig (SG Mainz, Urteil vom 11.01.2016 - S 3 KR 349/15 -, Rn. 62; vgl. auch SG Speyer, Urteil vom 23.01.2017 - S 19 KR 521/16 -, Rn. 33).

    Zur Begründung hat der Senat lediglich konstatiert, dass die "Überlegungen des SG (...) zu einer abweichenden Sicht keinen Anlass" gäben (BSG, Urteil vom 23.06.2015 - B 1 KR 26/14 R -, Rn. 44vgl. auch Lakkis in: Herberger/Martinek/Rüßmann u.a., jurisPK-BGB, 7. Aufl. 2014, § 195 BGB, Rn. 19.2 und SG Speyer, Urteil vom 23.01.2017 - S 19 KR 521/16 -, Rn. 30).

    60 5.9 Eine Verjährungsfrist von vier Jahren ist auch nicht aus Gründen eines schutzwürdigen Vertrauens in eine ständige Rechtsprechung des BSG einzuräumen (so ausführlich SG Mainz, Urteil vom 11.01.2016 - S 3 KR 349/15 -, Rn. 73 ff.; SG Speyer, Urteil vom 23.01.2017 - S 19 KR 521/16 -, Rn. 43 f.).

  • SG Speyer, 27.10.2017 - S 16 KR 440/16

    Bewilligung von Krankengeld als Dauerverwaltungsakt - Unzulässigkeit einer

    Eine Überschreitung der Wortlautgrenze verstößt sowohl gegen das Gesetzesbindungsgebot als auch gegen das Gewaltenteilungsprinzip (SG Mainz, Vorlagebeschluss vom 18.04.2016 - S 3 AS 149/16 -, Rn. 373; SG Mainz, Urteil vom 25.07.2016 - S 3 KR 428/15 -, Rn. 90; SG Mainz, Urteil vom 24.09.2013 - S 17 KR 247/12 -, Rn. 51; SG Speyer, Urteil vom 23.01.2017 - S 19 KR 521/16 -, Rn. 31; SG Speyer, Beschluss vom 25.01.2017 - S 16 R 917/16 ER -, Rn. 35).
  • SG Speyer, 13.10.2017 - S 13 KR 85/16

    Bewilligung von Krankengeld als Dauerverwaltungsakt - Unzulässigkeit einer

    Eine Überschreitung der Wortlautgrenze verstößt sowohl gegen das Gesetzesbindungsgebot als auch gegen das Gewaltenteilungsprinzip (SG Mainz, Vorlagebeschluss vom 18.04.2016 - S 3 AS 149/16 -, Rn. 373; SG Mainz, Urteil vom 25.07.2016 - S 3 KR 428/15 -, Rn. 90; SG Mainz, Urteil vom 24.09.2013 - S 17 KR 247/12 -, Rn. 51; SG Speyer, Urteil vom 23.01.2017 - S 19 KR 521/16 -, Rn. 31; SG Speyer, Beschluss vom 25.01.2017 - S 16 R 917/16 ER -, Rn. 35).
  • SG Speyer, 08.09.2017 - S 16 KR 683/15

    Aufwandspauschale nach § 275 Abs. 1c Satz 3 SGB V

    Eine Überschreitung der Wortlautgrenze verstößt daher sowohl gegen das Gesetzesbindungsgebot als auch gegen das Gewaltenteilungsprinzip (SG Mainz, Vorlagebeschluss vom 18.04.2016 - S 3 AS 149/16 -, Rn. 373; SG Mainz, Urteil vom 25.07.2016 - S 3 KR 428/15 -, Rn. 90; SG Mainz, Urteil vom 24.09.2013 - S 17 KR 247/12 -, Rn. 51; SG Speyer, Urteil vom 23.01.2017 - S 19 KR 521/16 -, Rn. 31; SG Speyer, Beschluss vom 25.01.2017 - S 16 R 917/16 ER -, Rn. 35).
  • SG Speyer, 08.09.2017 - S 16 AS 1980/15

    Keine Begründungspflicht bei Anträgen auf Rücknahme von Verwaltungsakten nach §

    1.3 Anders als der 3. Senat des LSG Rheinland-Pfalz wohl annimmt, befindet er sich mit der zitierten Entscheidung nicht in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung der für die Grundsicherung für Arbeitsuchende zuständigen Senate des BSG, ungeachtet des Umstandes, dass selbstverständlich weder er noch die erkennende Kammer an diese gebunden ist (vgl. nur SG Speyer, Urteil vom 23.01.2017 - S 19 KR 521/16 -, Rn. 43).
  • SG Speyer, 08.09.2017 - S 16 AS 729/16

    Keine Vertretungsvermutung für die Bekanntgabe von Verwaltungsakten entsprechend

    Eine Überschreitung der Wortlautgrenze verstößt daher sowohl gegen das Gesetzesbindungsgebot als auch gegen das Gewaltenteilungsprinzip (SG Mainz, Vorlagebeschluss vom 18.04.2016 - S 3 AS 149/16 -, Rn. 373; SG Mainz, Urteil vom 25.07.2016 - S 3 KR 428/15 -, Rn. 90; SG Mainz, Urteil vom 24.09.2013 - S 17 KR 247/12 -, Rn. 51; SG Speyer, Urteil vom 23.01.2017 - S 19 KR 521/16 -, Rn. 31; SG Speyer, Beschluss vom 25.01.2017 - S 16 R 917/16 ER -, Rn. 35).
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