Rechtsprechung
   VG Köln, 08.10.2013 - 14 K 1601/11.A   

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https://dejure.org/2013,34254
VG Köln, 08.10.2013 - 14 K 1601/11.A (https://dejure.org/2013,34254)
VG Köln, Entscheidung vom 08.10.2013 - 14 K 1601/11.A (https://dejure.org/2013,34254)
VG Köln, Entscheidung vom 08. Januar 2013 - 14 K 1601/11.A (https://dejure.org/2013,34254)
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Volltextveröffentlichungen (4)

 
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Wird zitiert von ... (2)

  • VG Köln, 08.10.2013 - 14 K 6985/11

    Keine Feststellung politischer Verfolgung einer nicht vorverfolgt ausgereisten

    Der diesbezügliche Vortrag des Klägers im Verfahren 14 K 1601/11.A ist gänzlich unsubstantiiert und trägt die pauschale Behauptung der Todesgefahr nicht.

    Diese beruhen auch darauf, dass die Klägerin im Verfahren 14 K 1601/11.A sinngemäß angegeben hat, die erhaltenen Drohbriefe zwar der Schulleiterin aber nicht der Polizei gezeigt zu haben, wohingegen die Klägerin im Verfahren 14 K 1928/11.A in der mündlichen Verhandlung angegeben hat, sie habe auch der Polizei den Brief gezeigt, was im Übrigen im Widerspruch zu ihrer ausdrücklich gegenteiligen Angabe in der Anhörung beim Bundesamt steht.

    Für letztere Einschätzung spricht im Übrigen auch, dass jedenfalls die Bescheinigung für die Klägerin imVerfahren 14 K 1601/11.A schon in sich nicht schlüssig ist: In ihr wird bescheinigt, dass sie 2008 wieder als Lehrerin eingesetzt worden sei und sieben Jahre gearbeitet habe, um im Jahre 2009 das Land zu verlassen; das aber ist offensichtlich schon rechnerisch unmöglich.

    Der Vortrag der Klägerin im Verfahren 14 K 1601/11.A ist in Bezug auf ihre berufliche Tätigkeit auch äußerst oberflächlich.

    Der Bericht der Klägerin im Verfahren 14 K 1601/11.A über die angeblich erlebten bedrohlichen Situationen ist gänzlich pauschal gehalten.

    Der Kläger im Verfahren 14 K 1601/11.A hat im Übrigen von Drohbriefen in Bezug auf seine Frau nichts berichtet, was ebenfalls kaum nachvollziehbar wäre, wenn diese doch für sie für die Ausreise eine ganz entscheidende Rolle gespielt haben.

    Ebensowenig kommt dem Umstand entscheidende Bedeutung zu, dass die angegebenen Berufe jedenfalls den vorgelegten Dokumenten betreffend den Kläger und die Klägerin des Verfahrens 14 K 1601/11.A nicht zu entnehmen waren, wo "Selbständiger" bzw. "Hausfrau" eingetragen war.

    Hinzu kommt, dass jedenfalls nach dem Inhalt der von Klägerseite vorgelegten Drohbriefe der Taliban, einschließlich deren Inhaltswiedergabe durch die Klägerin des Verfahrens 14 K 1601/11.A in der mündlichen Verhandlung, Drohungen gegen die Kläger nur für den Fall ausgesprochen wurden, dass diese das in den Briefen inkriminierte Verhalten fortsetzen.

  • VG Köln, 08.10.2013 - 14 K 1928/11

    Vorliegen eines Abschiebungsverbots hinsichtlich Afghanistans; Nachweisbarkeit

    Am 15.12.2010 stellte die Klägerin - gemeinsam mit Ihren Eltern (Verfahren 14 K 1601/11. A) - einen Asylantrag.

    Der diesbezügliche Vortrag des Klägers im Verfahren 14 K 1601/11.A ist gänzlich unsubstantiiert und trägt die pauschale Behauptung der Todesgefahr nicht.

    Diese beruhen auch darauf, dass die Klägerin im Verfahren 14 K 1601/11.A sinngemäß angegeben hat, die erhaltenen Drohbriefe zwar der Schulleiterin aber nicht der Polizei gezeigt zu haben, wohingegen die Klägerin im hiesigen Verfahren 14 K 1928/11.A in der mündlichen Verhandlung angegeben hat, sie habe auch der Polizei den Brief gezeigt, was im Übrigen im Widerspruch zu ihrer ausdrücklich gegenteiligen Angabe in der Anhörung beim Bundesamt steht.

    Für letztere Einschätzung spricht im Übrigen auch, dass jedenfalls die Bescheinigung für die Klägerin im Verfahren 14 K 1601/11.

    Der Kläger des Verfahrens 14 K 1601/11.A hat im Übrigen von Drohbriefen in Bezug auf seine Frau nichts berichtet, was ebenfalls kaum nachvollziehbar wäre, wenn diese doch für sie für die Ausreise eine ganz entscheidende Rolle gespielt haben.

    Ebensowenig kommt dem Umstand entscheidende Bedeutung zu, dass die angegebenen Berufe jedenfalls den vorgelegten Dokumenten betreffend den Kläger und die Klägerin des Verfahrens 14 K 1601/11.A nicht zu entnehmen waren, wo "Selbständiger" bzw. "Hausfrau" eingetragen war.

    Hinzu kommt, dass jedenfalls nach dem Inhalt der von Klägerseite vorgelegten Drohbriefe der Taliban, einschließlich deren Inhaltswiedergabe durch die Klägerin im Verfahren 14 K 1601/11.A in der mündlichen Verhandlung, Drohungen gegen die Kläger nur für den Fall ausgesprochen wurden, dass diese das in den Briefen inkriminierte Verhalten fortsetzen.

    Angesichts ihres Bildungsstandes und der diesbezüglichen Bedürfnislage auf dem afghanischen Arbeitsmarkt spricht jedoch viel dafür, dass sie - die Kläger im Verfahren 14 K 1601/11.A schon altersbedingt - ihren Lebensunterhalt nicht mit "unverfänglichen" Hilfsarbeiten werden bestreiten können sondern eher im Bereich Verwaltung und Bildung unterkommen könnten, zumal etwa der Lehrerberuf bei entsprechendem Schulabschluss ohne spezifische Berufsausbildung ergriffen werden kann, vgl. Bundesasylamt, Bericht zur Fact Finding Mission Afghanistan, Dezember 2010, S. 60, und qualifiziertes Lehrpersonal fehlt, vgl. Bundesasylamt, Bericht zur Fact Finding Mission Afghanistan, Dezember 2010, S. 36, 59 f. und Schweizerische Flüchtlingshilfe, Update 2013, S. 21, ebenso wie sich für die wenigen hochqualifizierten (auch) Afghaninnen der Zugang zu adäquaten Tätigkeiten bei der Regierung verbessert hat.

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