Rechtsprechung
   VG Karlsruhe, 30.10.2018 - A 13 K 15354/17   

Sie müssen eingeloggt sein, um diese Funktion zu nutzen.

Sie haben noch kein Nutzerkonto? In weniger als einer Minute ist es eingerichtet und Sie können sofort diese und weitere kostenlose Zusatzfunktionen nutzen.

| | Was ist die Merkfunktion?
Ablegen in
Benachrichtigen, wenn:




 
Alle auswählen
 

Zitiervorschläge

https://dejure.org/2018,47284
VG Karlsruhe, 30.10.2018 - A 13 K 15354/17 (https://dejure.org/2018,47284)
VG Karlsruhe, Entscheidung vom 30.10.2018 - A 13 K 15354/17 (https://dejure.org/2018,47284)
VG Karlsruhe, Entscheidung vom 30. Januar 2018 - A 13 K 15354/17 (https://dejure.org/2018,47284)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2018,47284) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.

Volltextveröffentlichungen (4)

 
Sortierung



Kontextvorschau





Hinweis: Klicken Sie auf das Sprechblasensymbol, um eine Kontextvorschau im Fließtext zu sehen. Um alle zu sehen, genügt ein Doppelklick.

Wird zitiert von ... (6)

  • VG Lüneburg, 22.02.2019 - 8 B 29/19

    Dublin-Verfahren - Bulgarien - aufschiebende Wirkung angeordnet

    Sofern das Asylverfahren ohne inhaltliche Prüfung abgeschlossen wurde, wird das Verfahren im Falle eines Dublin-Rückkehrers automatisch wiedereröffnet (Auskunft v. 17.12.2018, S. 2; Länderinformation 2018, S. 5: unabhängig vom Ablauf einer sechsmonatigen Frist; vgl. auch Auskunft des UNHCR an das VG Aachen v. 29.01.2016, S. 1, im Folgenden: Auskunft v. 29.01.2016; Auswärtiges Amt, Auskunft an das VG Aachen v. 27.01.2016, S. 2, im Folgenden: Auskunft v. 27.01.2016; VG Karlsruhe, Urt. v. 30.10.2018 - A 13 K 15354/17 -, juris Rn. 36).

    Grundsätzlich haben Schutzsuchende in Bulgarien während des Asylverfahrens nach dem Gesetz das Recht auf Unterkunft, Verpflegung, soziale Unterstützung, Krankenversicherung, kostenlose medizinische Versorgung und Bildung wie bulgarische Staatsangehörige sowie außerdem auch auf psychologische Unterstützung, Dolmetscher bzw. Dolmetsch-Hilfe; auch haben sie Beschwerdemöglichkeiten (Staatendokumentation S. 13 f.; vgl. auch VG Karlsruhe, Urt. v. 30.10.2018 - A 13 K 15354/17 -, juris; aida 2018, S. 46).

    Die Schwierigkeiten bei der Zurverfügungstellung von Dolmetschern und bei der Qualität der Übersetzungen führen unter Berücksichtigung der dem Gericht vorliegenden Erkenntnismittel und des Rückgangs der Anzahl der Schutzsuchenden aller Voraussicht nach allerdings noch zu keinem Art. 3 EMRK verletzenden systemischen Mangel des bulgarischen Asylsystems bzw. der dortigen Aufnahmebedingungen (so im Ergebnis auch OVG Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 19.05.2017 - 11 A 52/17.A -, juris Rn. 60 ff.; VG Karlsruhe, Urt. v. 30.10.2018 - A 13 K 15354/17 -, juris Rn. 32; VG Berlin, Beschl. v. 26.10.2017 - 3 L 736.17 A -, juris Rn. 9; wohl a.A. VG Sigmaringen, Urt. v. 22.3.2018 - A 3 K 6441/17 -, juris Rn. 31 ff.; VG Hannover, Beschl. v. 27.03.2017 - 10 A 375/16 -, juris Rn. 29 ff.).

    Während der Prüfung der Zulässigkeit eines Folgeantrags im Eilverfahren hat der Betroffene kein Recht auf materielle Versorgung, sondern lediglich ein Recht auf Übersetzerleistungen (Staatendokumentation, S. 14; vgl. auch Auskunft v. 17.12.2018, S. 2, und Länderinformation 2018, S. 5; vgl. auch VG Karlsruhe, Urt. v. 30.10.2018 - A 13 K 15354/17 -, juris Rn. 34).

    Am schwersten wiegt allerdings, dass eine Inanspruchnahme von Rechtsschutz, wie sie auch in Art. 5 Abs. 4 EMRK vorgesehen ist, durch eine unzureichende Information der Inhaftierten über ihre Rechte und nicht vorgesehene bzw. vorhandene staatliche (kostenlose) Rechtshilfe zumindest erschwert wird (vgl. auch VG Düsseldorf, Beschl. v. 29.08.2018 - 29 L 2092/18.A -, juris Rn. 27 f.; a.A. wohl VG Karlsruhe, Urt. v. 30.10.2018 - A 13 K 15354/17 -, juris Rn. 39).

    Dem Antragsteller droht daher bei einer Entlassung aus der Haft mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit Obdachlosigkeit (vgl. auch VG Düsseldorf, Beschl. v. 29.08.2018 - 29 L 2092/18.A -, juris Rn. 35) ohne jegliche staatliche Unterstützungsleistung, so dass die Befriedigung seiner elementaren menschlichen Grundbedürfnisse nicht gewährleistet wäre (vgl. VG Karlsruhe, Urt. v. 30.10.2018 - A 13 K 15354/17 -, juris Rn. 34 zu Folgeantragstellern).

  • VG Lüneburg, 14.02.2019 - 8 B 23/19

    Dublin-Verfahren - Bulgarien - vorläufiger Rechtsschutz

    Sofern das Asylverfahren ohne inhaltliche Prüfung abgeschlossen wurde, wird das Verfahren im Falle eines Dublin-Rückkehrers automatisch wiedereröffnet (Auskunft v. 17.12.2018, S. 2; Länderinformation 2018, S. 5: unabhängig vom Ablauf einer sechsmonatigen Frist; vgl. auch Auskunft des UNHCR an das VG Aachen v. 29.01.2016, S. 1, im Folgenden: Auskunft v. 29.01.2016; Auswärtiges Amt, Auskunft an das VG Aachen v. 27.01.2016, S. 2, im Folgenden: Auskunft v. 27.01.2016; VG Karlsruhe, Urt. v. 30.10.2018 - A 13 K 15354/17 -, juris Rn. 36).

    Grundsätzlich haben Schutzsuchende in Bulgarien während des Asylverfahrens nach dem Gesetz das Recht auf Unterkunft, Verpflegung, soziale Unterstützung, Krankenversicherung, kostenlose medizinische Versorgung und Bildung wie bulgarische Staatsangehörige sowie außerdem auch auf psychologische Unterstützung, Dolmetscher bzw. Dolmetsch-Hilfe; auch haben sie Beschwerdemöglichkeiten (Staatendokumentation S. 13 f.; vgl. auch VG Karlsruhe, Urt. v. 30.10.2018 - A 13 K 15354/17 -, juris; aida 2018, S. 46).

    Während der Prüfung der Zulässigkeit eines Folgeantrags im Eilverfahren hat der Betroffene kein Recht auf materielle Versorgung, sondern lediglich ein Recht auf Übersetzerleistungen (Staatendokumentation, S. 14; vgl. auch Auskunft v. 17.12.2018, S. 2, und Länderinformation 2018, S. 5; vgl. auch VG Karlsruhe, Urt. v. 30.10.2018 - A 13 K 15354/17 -, juris Rn. 34).

    Am schwersten wiegt allerdings, dass eine Inanspruchnahme von Rechtsschutz, wie sie auch in Art. 5 Abs. 4 EMRK vorgesehen ist, durch eine unzureichende Information der Inhaftierten über ihre Rechte und nicht vorgesehene bzw. vorhandene staatliche (kostenlose) Rechtshilfe zumindest erschwert wird (vgl. auch VG Düsseldorf, Beschl. v. 29.08.2018 - 29 L 2092/18.A -, juris Rn. 27 f.; a.A. wohl VG Karlsruhe, Urt. v. 30.10.2018 - A 13 K 15354/17 -, juris Rn. 39).

    Dem Antragsteller droht daher bei einer Entlassung aus der Haft mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit Obdachlosigkeit (vgl. auch VG Düsseldorf, Beschl. v. 29.08.2018 - 29 L 2092/18.A -, juris Rn. 35) ohne jegliche staatliche Unterstützungsleistung, so dass die Befriedigung seiner elementaren menschlichen Grundbedürfnisse nicht gewährleistet wäre (vgl. VG Karlsruhe, Urt. v. 30.10.2018 - A 13 K 15354/17 -, juris Rn. 34 zu Folgeantragstellern).

  • VGH Baden-Württemberg, 27.05.2019 - A 4 S 1329/19

    Maßstäbe für Rückführungen im Dublinraum, hier speziell nach Bulgarien

    Nach jüngsten Erkenntnissen von UNHCR und AIDA ist es rechtlich und praktisch möglich, als Dublin-Rückkehrer in das Asylverfahren zu gelangen, soweit der Antrag noch nicht in der Sache behandelt wurde (vgl. UNHCR, Auskunft an VG Köln: Asylverfahren nach Dublin-Rückkehr v. 17.12.2018, S. 1 f.; AIDA v. 31.12.2018, S. 29; zur Darstellung und Kritik an der Gegenauffassung vgl. VG Karlsruhe, Urteil vom 30.10.2018 - A 13 K 15354/17 -, juris, Rn. 36 f.).
  • VG Lüneburg, 30.01.2019 - 8 B 228/18

    Dublin-Verfahren - Bulgarien - vorläufiger Rechtsschutz

    Sofern das Asylverfahren ohne inhaltliche Prüfung abgeschlossen wurde, wird das Verfahren im Falle eines Dublin-Rückkehrers automatisch wiedereröffnet (Auskunft v. 17.12.2018, S. 2; Länderinformation 2018, S. 5: unabhängig vom Ablauf einer sechsmonatigen Frist; vgl. auch Auskunft des UNHCR an das VG Aachen v. 29.01.2016, S. 1, im Folgenden: Auskunft v. 29.01.2016; Auswärtiges Amt, Auskunft an das VG Aachen v. 27.01.2016, S. 2, im Folgenden: Auskunft v. 27.01.2016; VG Karlsruhe, Urt. v. 30.10.2018 - A 13 K 15354/17 -, juris Rn. 36).

    Grundsätzlich haben Schutzsuchende in Bulgarien während des Asylverfahrens nach dem Gesetz das Recht auf Unterkunft, Verpflegung, soziale Unterstützung, Krankenversicherung, kostenlose medizinische Versorgung und Bildung wie bulgarische Staatsangehörige sowie außerdem auch auf psychologische Unterstützung, Dolmetscher bzw. Dolmetsch-Hilfe; auch haben sie Beschwerdemöglichkeiten (Staatendokumentation S. 13 f.; vgl. auch VG Karlsruhe, Urt. v. 30.10.2018 - A 13 K 15354/17 -, juris).

    Der Antragstellerin droht daher bei einer Entlassung aus der Haft mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit Obdachlosigkeit (vgl. auch VG Düsseldorf, Beschl. v. 29.08.2018 - 29 L 2092/18.A -, juris Rn. 35) ohne jegliche staatliche Unterstützungsleistung, so dass die Befriedigung ihrer elementaren menschlichen Grundbedürfnisse nicht gewährleistet wäre (vgl. VG Karlsruhe, Urt. v. 30.10.2018 - A 13 K 15354/17 -, juris Rn. 34 zu Folgeantragstellern).

  • VG Frankfurt/Oder, 17.04.2019 - 8 L 1075/18

    Dublin-Verfahren

    In seiner neueren Rechtsprechung hat der EuGH ausgeführt, dass Art. 4 GR-Charta einer Überstellung gemäß Art. 29 der Dublin III-VO in den nach dieser Verordnung normalerweise für die Prüfung des Antrags auf internationalen Schutz zuständigen Mitgliedstaat entgegensteht, wenn der Betroffene im Fall der Gewährung internationalen Schutzes auf Grund der Lebensumstände, die ihn dort dann erwarten würden, einem ernsthaften Risiko ausgesetzt wäre, eine unmenschliche oder erniedrigende Behandlung im Sinne von Art. 4 GR-Charta zu erfahren (Urteil vom 19.03.2019, C-163/17, Celex-Nr. 62017CJ0163, Rn. 98; kritisch zu diesem Ansatz die bisher ganz herrschende Meinung der deutschen Verwaltungsgerichte, vgl. VG Augsburg, Beschluss vom 06. Oktober 2017 - Au 3 S 17.50239 -, Rn. 12, juris; VG Freiburg, Beschluss vom 24. November 2017 - A 2 K 7807/17 -, Rn. 38, juris; VG Karlsruhe, Urteil vom 22. März 2018 - A 5 K 15921/17 -, Rn. 31 ff., juris; VG Karlsruhe, Urteil vom 30. Oktober 2018 - A 13 K 15354/17 -, Rn. 42 ff., juris; VG München, Beschluss vom 23. Januar 2019 - M 9 S 17.52280 -, Rn. 15, juris; VG Aachen, Beschluss vom 07. Februar 2019 - 9 L 84/19.A -, Rn. 33, juris).
  • VG Magdeburg, 19.02.2019 - 4 A 8/18

    Keine systemischen Mängel des Asylverfahrens und der Aufnahmebedingungen in

    Greifbare Anhaltspunkte dafür, dass die Aufnahmebedingungen oder die Praxis bei der Durchführung der Asylverfahren in Bulgarien systemische Mängel aufweisen, die zu einer erniedrigenden Behandlung der Flüchtlinge führen, liegen nicht vor (ebenso die überwiegende aktuelle Rechtsprechung: VG Karlsruhe, Urteil vom 30.10.2018 - A 13 K 15354/17 -, juris; VG Trier, Urteil vom 29.06.2018 - 9 K 11011/17.TR -, juris; VG Düsseldorf, Beschluss vom 17.05.2018 - 22 L 5756/17.A -, juris; VG Greifswald, Beschluss vom 28.11.2017 - 6 B 2336/17 As HGW -, juris; VG Bayreuth, Beschluss vom 08.11.2017 - B 5 S 17.51125 -, juris; VG Berlin, Beschluss vom 26.10.2017 - 3 L 736.17 A -, juris; a. A. für eine Familie mit vier minderjährigen Kindern: VG Chemnitz, Beschluss vom 22.06.2018 - 3 L 97/18.A -, juris, und für eine Familie mit drei minderjährigen Kindern: VG Düsseldorf, Beschluss vom 02.02.2018 - 22 L 3744/17.A - juris).

    Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass Dublin-Rückkehrer in Fällen wie dem Vorliegenden die Möglichkeit haben, ihr Verfahren wieder aufzunehmen und ihr Asylantrag sachlich geprüft wird (ebenso: VG Karlsruhe, Urteil vom 30.10.2018 - A 13 K 15354/17 -, juris).

Haben Sie eine Ergänzung? Oder haben Sie einen Fehler gefunden? Schreiben Sie uns.
Neu: Die Merklistenfunktion erreichen Sie nun über das Lesezeichen oben.
Sie können auswählen (Maus oder Pfeiltasten):
(Liste aufgrund Ihrer bisherigen Eingabe)
Komplette Übersicht