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   VG Karlsruhe, 30.10.2018 - A 13 K 15354/17   

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VG Karlsruhe, 30.10.2018 - A 13 K 15354/17 (https://dejure.org/2018,47284)
VG Karlsruhe, Entscheidung vom 30.10.2018 - A 13 K 15354/17 (https://dejure.org/2018,47284)
VG Karlsruhe, Entscheidung vom 30. Januar 2018 - A 13 K 15354/17 (https://dejure.org/2018,47284)
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Volltextveröffentlichungen (5)

  • openjur.de
  • Justiz Baden-Württemberg

    Bulgarien; systemische Schwachstellen bei Überstellung von Dublin-Rückkehrer; Ausgestaltung des bulgarischen Asylverfahrens

  • Landesrecht Baden-Württemberg

    § 29 Abs 1 Nr 1 Buchst a AsylVfG 1992, § 34a Abs 1 S 1 AsylVfG 1992, Art 3 MRK, Art 3 Abs 2 UAbs 2 EUV 604/2013, Art 3 Abs 2 UAbs 3 EUV 604/2013
    Bulgarien; systemische Schwachstellen bei Überstellung von Dublin-Rückkehrer; Ausgestaltung des bulgarischen Asylverfahrens

  • Informationsverbund Asyl und Migration PDF

    Keine systemischen Mängel, Abschiebungsanordnung, Überstellungsfrist, kein Zuständigkeitsübergang

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
 
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Wird zitiert von ... (7)

  • VGH Baden-Württemberg, 27.05.2019 - A 4 S 1329/19

    Maßstäbe für Rückführungen im Dublinraum, hier speziell nach Bulgarien

    Nach jüngsten Erkenntnissen von UNHCR und AIDA ist es rechtlich und praktisch möglich, als Dublin-Rückkehrer in das Asylverfahren zu gelangen, soweit der Antrag noch nicht in der Sache behandelt wurde (vgl. UNHCR, Auskunft an VG Köln: Asylverfahren nach Dublin-Rückkehr v. 17.12.2018, S. 1 f.; AIDA v. 31.12.2018, S. 29; zur Darstellung und Kritik an der Gegenauffassung vgl. VG Karlsruhe, Urteil vom 30.10.2018 - A 13 K 15354/17 -, juris, Rn. 36 f.).
  • VG Lüneburg, 22.02.2019 - 8 B 29/19

    Dublin-Verfahren - Bulgarien - aufschiebende Wirkung angeordnet

    Sofern das Asylverfahren ohne inhaltliche Prüfung abgeschlossen wurde, wird das Verfahren im Falle eines Dublin-Rückkehrers automatisch wiedereröffnet (Auskunft v. 17.12.2018, S. 2; Länderinformation 2018, S. 5: unabhängig vom Ablauf einer sechsmonatigen Frist; vgl. auch Auskunft des UNHCR an das VG Aachen v. 29.01.2016, S. 1, im Folgenden: Auskunft v. 29.01.2016; Auswärtiges Amt, Auskunft an das VG Aachen v. 27.01.2016, S. 2, im Folgenden: Auskunft v. 27.01.2016; VG Karlsruhe, Urt. v. 30.10.2018 - A 13 K 15354/17 -, juris Rn. 36).

    Grundsätzlich haben Schutzsuchende in Bulgarien während des Asylverfahrens nach dem Gesetz das Recht auf Unterkunft, Verpflegung, soziale Unterstützung, Krankenversicherung, kostenlose medizinische Versorgung und Bildung wie bulgarische Staatsangehörige sowie außerdem auch auf psychologische Unterstützung, Dolmetscher bzw. Dolmetsch-Hilfe; auch haben sie Beschwerdemöglichkeiten (Staatendokumentation S. 13 f.; vgl. auch VG Karlsruhe, Urt. v. 30.10.2018 - A 13 K 15354/17 -, juris; aida 2018, S. 46).

    Die Schwierigkeiten bei der Zurverfügungstellung von Dolmetschern und bei der Qualität der Übersetzungen führen unter Berücksichtigung der dem Gericht vorliegenden Erkenntnismittel und des Rückgangs der Anzahl der Schutzsuchenden aller Voraussicht nach allerdings noch zu keinem Art. 3 EMRK verletzenden systemischen Mangel des bulgarischen Asylsystems bzw. der dortigen Aufnahmebedingungen (so im Ergebnis auch OVG Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 19.05.2017 - 11 A 52/17.A -, juris Rn. 60 ff.; VG Karlsruhe, Urt. v. 30.10.2018 - A 13 K 15354/17 -, juris Rn. 32; VG Berlin, Beschl. v. 26.10.2017 - 3 L 736.17 A -, juris Rn. 9; wohl a.A. VG Sigmaringen, Urt. v. 22.3.2018 - A 3 K 6441/17 -, juris Rn. 31 ff.; VG Hannover, Beschl. v. 27.03.2017 - 10 A 375/16 -, juris Rn. 29 ff.).

    Während der Prüfung der Zulässigkeit eines Folgeantrags im Eilverfahren hat der Betroffene kein Recht auf materielle Versorgung, sondern lediglich ein Recht auf Übersetzerleistungen (Staatendokumentation, S. 14; vgl. auch Auskunft v. 17.12.2018, S. 2, und Länderinformation 2018, S. 5; vgl. auch VG Karlsruhe, Urt. v. 30.10.2018 - A 13 K 15354/17 -, juris Rn. 34).

    Am schwersten wiegt allerdings, dass eine Inanspruchnahme von Rechtsschutz, wie sie auch in Art. 5 Abs. 4 EMRK vorgesehen ist, durch eine unzureichende Information der Inhaftierten über ihre Rechte und nicht vorgesehene bzw. vorhandene staatliche (kostenlose) Rechtshilfe zumindest erschwert wird (vgl. auch VG Düsseldorf, Beschl. v. 29.08.2018 - 29 L 2092/18.A -, juris Rn. 27 f.; a.A. wohl VG Karlsruhe, Urt. v. 30.10.2018 - A 13 K 15354/17 -, juris Rn. 39).

    Dem Antragsteller droht daher bei einer Entlassung aus der Haft mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit Obdachlosigkeit (vgl. auch VG Düsseldorf, Beschl. v. 29.08.2018 - 29 L 2092/18.A -, juris Rn. 35) ohne jegliche staatliche Unterstützungsleistung, so dass die Befriedigung seiner elementaren menschlichen Grundbedürfnisse nicht gewährleistet wäre (vgl. VG Karlsruhe, Urt. v. 30.10.2018 - A 13 K 15354/17 -, juris Rn. 34 zu Folgeantragstellern).

  • VG Lüneburg, 14.02.2019 - 8 B 23/19

    Dublin-Verfahren - Bulgarien - vorläufiger Rechtsschutz

    Sofern das Asylverfahren ohne inhaltliche Prüfung abgeschlossen wurde, wird das Verfahren im Falle eines Dublin-Rückkehrers automatisch wiedereröffnet (Auskunft v. 17.12.2018, S. 2; Länderinformation 2018, S. 5: unabhängig vom Ablauf einer sechsmonatigen Frist; vgl. auch Auskunft des UNHCR an das VG Aachen v. 29.01.2016, S. 1, im Folgenden: Auskunft v. 29.01.2016; Auswärtiges Amt, Auskunft an das VG Aachen v. 27.01.2016, S. 2, im Folgenden: Auskunft v. 27.01.2016; VG Karlsruhe, Urt. v. 30.10.2018 - A 13 K 15354/17 -, juris Rn. 36).

    Grundsätzlich haben Schutzsuchende in Bulgarien während des Asylverfahrens nach dem Gesetz das Recht auf Unterkunft, Verpflegung, soziale Unterstützung, Krankenversicherung, kostenlose medizinische Versorgung und Bildung wie bulgarische Staatsangehörige sowie außerdem auch auf psychologische Unterstützung, Dolmetscher bzw. Dolmetsch-Hilfe; auch haben sie Beschwerdemöglichkeiten (Staatendokumentation S. 13 f.; vgl. auch VG Karlsruhe, Urt. v. 30.10.2018 - A 13 K 15354/17 -, juris; aida 2018, S. 46).

    Während der Prüfung der Zulässigkeit eines Folgeantrags im Eilverfahren hat der Betroffene kein Recht auf materielle Versorgung, sondern lediglich ein Recht auf Übersetzerleistungen (Staatendokumentation, S. 14; vgl. auch Auskunft v. 17.12.2018, S. 2, und Länderinformation 2018, S. 5; vgl. auch VG Karlsruhe, Urt. v. 30.10.2018 - A 13 K 15354/17 -, juris Rn. 34).

    Am schwersten wiegt allerdings, dass eine Inanspruchnahme von Rechtsschutz, wie sie auch in Art. 5 Abs. 4 EMRK vorgesehen ist, durch eine unzureichende Information der Inhaftierten über ihre Rechte und nicht vorgesehene bzw. vorhandene staatliche (kostenlose) Rechtshilfe zumindest erschwert wird (vgl. auch VG Düsseldorf, Beschl. v. 29.08.2018 - 29 L 2092/18.A -, juris Rn. 27 f.; a.A. wohl VG Karlsruhe, Urt. v. 30.10.2018 - A 13 K 15354/17 -, juris Rn. 39).

    Dem Antragsteller droht daher bei einer Entlassung aus der Haft mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit Obdachlosigkeit (vgl. auch VG Düsseldorf, Beschl. v. 29.08.2018 - 29 L 2092/18.A -, juris Rn. 35) ohne jegliche staatliche Unterstützungsleistung, so dass die Befriedigung seiner elementaren menschlichen Grundbedürfnisse nicht gewährleistet wäre (vgl. VG Karlsruhe, Urt. v. 30.10.2018 - A 13 K 15354/17 -, juris Rn. 34 zu Folgeantragstellern).

  • VG Lüneburg, 30.01.2019 - 8 B 228/18

    Dublin-Verfahren - Bulgarien - vorläufiger Rechtsschutz

    Sofern das Asylverfahren ohne inhaltliche Prüfung abgeschlossen wurde, wird das Verfahren im Falle eines Dublin-Rückkehrers automatisch wiedereröffnet (Auskunft v. 17.12.2018, S. 2; Länderinformation 2018, S. 5: unabhängig vom Ablauf einer sechsmonatigen Frist; vgl. auch Auskunft des UNHCR an das VG Aachen v. 29.01.2016, S. 1, im Folgenden: Auskunft v. 29.01.2016; Auswärtiges Amt, Auskunft an das VG Aachen v. 27.01.2016, S. 2, im Folgenden: Auskunft v. 27.01.2016; VG Karlsruhe, Urt. v. 30.10.2018 - A 13 K 15354/17 -, juris Rn. 36).

    Grundsätzlich haben Schutzsuchende in Bulgarien während des Asylverfahrens nach dem Gesetz das Recht auf Unterkunft, Verpflegung, soziale Unterstützung, Krankenversicherung, kostenlose medizinische Versorgung und Bildung wie bulgarische Staatsangehörige sowie außerdem auch auf psychologische Unterstützung, Dolmetscher bzw. Dolmetsch-Hilfe; auch haben sie Beschwerdemöglichkeiten (Staatendokumentation S. 13 f.; vgl. auch VG Karlsruhe, Urt. v. 30.10.2018 - A 13 K 15354/17 -, juris).

    Der Antragstellerin droht daher bei einer Entlassung aus der Haft mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit Obdachlosigkeit (vgl. auch VG Düsseldorf, Beschl. v. 29.08.2018 - 29 L 2092/18.A -, juris Rn. 35) ohne jegliche staatliche Unterstützungsleistung, so dass die Befriedigung ihrer elementaren menschlichen Grundbedürfnisse nicht gewährleistet wäre (vgl. VG Karlsruhe, Urt. v. 30.10.2018 - A 13 K 15354/17 -, juris Rn. 34 zu Folgeantragstellern).

  • VG Magdeburg, 19.02.2019 - 4 A 8/18

    Keine systemischen Mängel des Asylverfahrens und der Aufnahmebedingungen in

    Greifbare Anhaltspunkte dafür, dass die Aufnahmebedingungen oder die Praxis bei der Durchführung der Asylverfahren in Bulgarien systemische Mängel aufweisen, die zu einer erniedrigenden Behandlung der Flüchtlinge führen, liegen nicht vor (ebenso die überwiegende aktuelle Rechtsprechung: VG Karlsruhe, Urteil vom 30.10.2018 - A 13 K 15354/17 -, juris; VG Trier, Urteil vom 29.06.2018 - 9 K 11011/17.TR -, juris; VG Düsseldorf, Beschluss vom 17.05.2018 - 22 L 5756/17.A -, juris; VG Greifswald, Beschluss vom 28.11.2017 - 6 B 2336/17 As HGW -, juris; VG Bayreuth, Beschluss vom 08.11.2017 - B 5 S 17.51125 -, juris; VG Berlin, Beschluss vom 26.10.2017 - 3 L 736.17 A -, juris; a. A. für eine Familie mit vier minderjährigen Kindern: VG Chemnitz, Beschluss vom 22.06.2018 - 3 L 97/18.A -, juris, und für eine Familie mit drei minderjährigen Kindern: VG Düsseldorf, Beschluss vom 02.02.2018 - 22 L 3744/17.A - juris).

    Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass Dublin-Rückkehrer in Fällen wie dem Vorliegenden die Möglichkeit haben, ihr Verfahren wieder aufzunehmen und ihr Asylantrag sachlich geprüft wird (ebenso: VG Karlsruhe, Urteil vom 30.10.2018 - A 13 K 15354/17 -, juris).

  • VG Frankfurt/Oder, 17.04.2019 - 8 L 1075/18

    Rechtmäßigkeit einer Abschiebung nach Bulgarien

    In seiner neueren Rechtsprechung hat der EuGH ausgeführt, dass Art. 4 GR-Charta einer Überstellung gemäß Art. 29 der Dublin III-VO in den nach dieser Verordnung normalerweise für die Prüfung des Antrags auf internationalen Schutz zuständigen Mitgliedstaat entgegensteht, wenn der Betroffene im Fall der Gewährung internationalen Schutzes auf Grund der Lebensumstände, die ihn dort dann erwarten würden, einem ernsthaften Risiko ausgesetzt wäre, eine unmenschliche oder erniedrigende Behandlung im Sinne von Art. 4 GR-Charta zu erfahren (Urteil vom 19.03.2019, C-163/17, Celex-Nr. 62017CJ0163, Rn. 98; kritisch zu diesem Ansatz die bisher ganz herrschende Meinung der deutschen Verwaltungsgerichte, vgl. VG Augsburg, Beschluss vom 06. Oktober 2017 - Au 3 S 17.50239 -, Rn. 12, juris; VG Freiburg, Beschluss vom 24. November 2017 - A 2 K 7807/17 -, Rn. 38, juris; VG Karlsruhe, Urteil vom 22. März 2018 - A 5 K 15921/17 -, Rn. 31 ff., juris; VG Karlsruhe, Urteil vom 30. Oktober 2018 - A 13 K 15354/17 -, Rn. 42 ff., juris; VG München, Beschluss vom 23. Januar 2019 - M 9 S 17.52280 -, Rn. 15, juris; VG Aachen, Beschluss vom 07. Februar 2019 - 9 L 84/19.A -, Rn. 33, juris).
  • VG Trier, 16.12.2019 - 7 K 5883/18

    Dublin-Verfahren (K) (Bulgarien)

    Nach diesen Grundsätzen und im Einklang mit der überwiegenden Rechtsprechung (siehe zuletzt etwa VG Lüneburg, Beschluss vom 12. Dezember 2019 - 8 B 180/19 -, VG Hamburg, Gerichtsbescheid vom 19. September 2019 - 16 A 6012/18 - VG Osnabrück, Urteil vom 2. September 2019 - 5 A 1163/18 - VGH BW, Beschluss vom 27. Mai 2019 - A 4 S 1329/19 - VG Düsseldorf, Beschluss vom 24. Juli 2019 - 22 L 396/19.A - VG Frankfurt (Oder), Beschluss vom 17. April 2019 - 8 L 1075/18.A - VG Schwerin, Urteil vom 2. April 2019 - 3 A 3644/17 As SNne - ; VG Düsseldorf, Beschluss vom 18. Februar 2019 - 22 L 340/19.A - VG Karlsruhe, Urteil vom 30. Oktober 2018 - A 13 K 15354/17 - VG München, Beschluss vom 14. August 2018 - M 9 S 18.50047 - VG Bayreuth, Beschluss vom 8. November 2017 - B 5 S 17.51125 - VG München, Urteil vom 6. Oktober 2017 - M 1 K 16.51259 - und Beschluss vom 24. März 2017 - M 6 S 16.50886 - VG Augsburg, Urteil vom 21. August 2017 - Au 6 K 17.50167 - ; VG Greifswald, Beschluss vom 28. November 2017 - 6 B 2336/17 AS HGW - OVG NRW, Urteil vom 19. Mai 2017 - 11 A 52/17.A - alle veröffentlicht bei juris) besteht kein Anlass zu der Annahme, dass Schutzsuchende in der Situation des Klägers aufgrund systemischer Mängel des Asylverfahrens oder der Aufnahmebedingungen für Asylbewerber in Bulgarien während des Asylverfahren (aa.) oder nach dessen Abschluss im Fall der Zuerkennung internationalen Schutzes (bb.) tatsächlich Gefahr laufen, dort einer unmenschlichen oder erniedrigenden Behandlung ausgesetzt zu sein.
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