Rechtsprechung
   VGH Baden-Württemberg, 11.09.2013 - 1 S 509/13   

Volltextveröffentlichungen (6)

  • openjur.de
  • Justiz Baden-Württemberg

    Zum Informationsinteresse der Presse - auch über an einem Gerichtsverfahren beruflich oder ehrenamtlich Beteiligte

  • Landesrecht Baden-Württemberg

    Zum Informationsinteresse der Presse - auch über an einem Gerichtsverfahren beruflich oder ehrenamtlich Beteiligte - Nennung der Richternamen etc.

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    GG Art. 5 Abs. 1 Satz 2; GG Art. 5 Abs. 1 Satz 1
    Verweigerung einer Presseauskunft bei Befürchtung der Verletzung schutzwürdiger privater Interessen; Abwägung zwischen dem Informationsinteresse der Öffentlichkeit und den entgegenstehenden privaten Interessen

  • Jurion(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)

    Verweigerung einer Presseauskunft bei Befürchtung der Verletzung schutzwürdiger privater Interessen; Abwägung zwischen dem Informationsinteresse der Öffentlichkeit und den entgegenstehenden privaten Interessen

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (4)

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Die Namensmitteilung der Schöffen

  • Jurion (Pressemitteilung)

    Gericht muss gegenüber Presse Namen der Schöffenrichter offenlegen

  • dr-bahr.com (Kurzinformation)

    Gericht muss gegenüber Presse Namen der Schöffenrichter offenlegen

  • kostenlose-urteile.de (Kurzmitteilung)

    Gericht muss Presse Auskunft über Namen der Schöffenrichter bei Strafverfahren erteilen - Schöffen müssen mit Berichterstattung über Gerichtsverhandlungen rechnen

Besprechungen u.ä. (3)

  • Jurion (Entscheidungsbesprechung)

    Keine Namensnennung eines Pflichtverteidigers als Presseauskunft, wenn der Name für das Verständnis des Falls nicht wesentlich ist

  • Jurion (Entscheidungsbesprechung)

    Keine Namensnennung eines Pflichtverteidigers als Presseauskunft, wenn der Name für das Verständnis des Falls nicht wesentlich ist

  • wir-sind-bund.de PDF (Entscheidungsbesprechung)

    Informationsrecht der Presse - Zur Namensnennung von Richtern, Rechts-, Staatsanwälten und Urkundsbeamten sowie Verwaltungsbediensteten

Sonstiges

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • VBlBW 2014, 260
  • DVBl 2014, 101
  • DÖV 2013, 993
  • afp 2015, 89



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Wird zitiert von ... (16)  

  • BGH, 16.03.2017 - I ZR 13/16  

    Zum Auskunftsanspruch der Presse

    Bei der Prüfung dieses Ausschlussgrundes sind das durch Art. 5 Abs. 1 GG geschützte Informationsinteresse der Öffentlichkeit und das Geheimhaltungsinteresse der Behörde und der von der Auskunft betroffenen Dritten im Einzelfall umfassend gegeneinander abzuwägen und in einen angemessenen Ausgleich zu bringen (vgl. VGH Hessen, AfP 2012, 308, 310; OVG NRW, AfP 2012, 590, 592; OVG NRW, AfP 2014, 181, 186; VGH Baden-Württemberg, AfP 2015, 89, 91; VG Düsseldorf, ZD 2012, 188, 190; Soehring in Soehring/Hoene aaO § 4 Rn. 24a).

    Je geringer der Eingriff in das Recht der von der Auskunft betroffenen Dritten ist, desto geringere Anforderungen sind an das Informationsinteresse der Allgemeinheit zu stellen; je intensiver und weitergehend die begehrte Auskunft reicht, desto gewichtiger muss das öffentliche Informationsinteresse sein (vgl. OVG NRW, AfP 2014, 181, 186; VGH Baden-Württemberg, AfP 2015, 89, 93; OVG NRW, AfP 2012, 590, 592).

  • VGH Baden-Württemberg, 04.08.2017 - 1 S 1307/17  

    Strafverfahren gegen Mannheimer Rechtsanwalt: Presseauskünfte unter Namensnennung

    Diese umfassende Abwägung ist gerichtlich voll nachprüfbar (Senat, Urt. v. 11.09.2013 - 1 S 509/13 - VBlBW 2014, 680, mit zahlreichen Nachweisen).
  • VGH Baden-Württemberg, 17.05.2017 - 1 S 893/17  

    Hausverbot im Gerichtsgebäude gegenüber Pressevertreter

    Auch Form sowie Art und Weise der Presseveröffentlichung unterfallen grundsätzlich dem Selbstbestimmungsrecht der Presse, so dass im Einzelfall Schärfen und Überspitzungen des öffentlichen Meinungskampfs hinzunehmen sind (vgl. BVerfG, Beschl. v. 20.04.1982 - 1 BvR 426/80 - NJW 1982, 2655 ; Senat, Urt. v. 11.09.2013 - 1 S 509/13 - VBlBW 2014, 260).

    Es ist daher eine Abwägung vorzunehmen, die im Wege praktischer Konkordanz allen Grundrechten zu jeweils bestmöglicher Wirkung und Geltung verhilft (vgl. nur BVerfG, Urt. v. 15.01.1958 - 1 BvR 400/51 - BVerfGE 7, 198 ; Senat, Urt. v. 11.10.2012, a.a.O.; zu § 4 Abs. 2 Nr. 2 LPresseG auch Senat, Urt. v. 11.09.2013, a.a.O.).

    Bei der Abwägung zwischen der Pressefreiheit und anderen verfassungsrechtlich geschützten Rechtsgütern kann - ungeachtet des oben genannten Selbstbestimmungsrechts der Presse - berücksichtigt werden, ob die Presse im konkreten Einzelfall eine Angelegenheit von öffentlichem Interesse ernsthaft und sachbezogen erörtert und damit den geltend gemachten Informationsanspruch des Publikums erfüllt (vgl. BVerfG, Urt. v. 15.12.1999 - 1 BvR 653/96 - BVerfGE 101, 361; Senat, Urt. v. 11.09.2013, a.a.O., zu § 4 Abs. 2 Nr. 3 LPresseG; jeweils m.w.N.).

  • VGH Baden-Württemberg, 09.05.2017 - 1 S 1530/16  

    Zum Anspruch eines Presseorgans auf Auskünfte zu Vergabeverfahren

    VG Saarland, Urt. v. 12.10.2006 - 1 K 64/05 - AfP 2006, 596 zum dortigen Landesrecht; wohl auch Ricker/Weberling, a.a.O., 19. Kap. Rn. 4: "Die Zuerkennung des [Informations-]Rechts an die Presse als einer Gesamtheit bedeutet nicht notwendig, dass jeder irgendwie Beteiligte als Organ handlungsbefugt ist."; offen gelassen, aber tendenziell wohl ebenso Burkhardt, a.a.O., § 4 Rn. 39 ff. u.a. mit dem Beispiel desjenigen, der einen Leserbrief schreibt oder in Maschinenschrift überträgt; s. dazu, dass selbst der abwehrrechtliche Schutz des Grundrechts nicht jedem Presseorgan in jedem rechtlichen Zusammenhang und für jeden Inhalt seiner Äußerungen in gleicher Weise zuteil werden muss, Senat, Urt. v. 11.09.2013 - 1 S 509/13 - VBlBW 2014, 260).
  • VG Würzburg, 13.02.2015 - W 7 E 15.81  

    "Pegida"- bzw. "Wügida"-Demonstrationen

    Widerstreitende Grundrechtspositionen sind in einen angemessenen Ausgleich zu bringen und im vorliegenden Rechtsstreit ist deshalb im Wege praktischer Konkordanz abzuwägen, ob dem verfassungsrechtlich aufgrund der Pressefreiheit (Art. 5 Abs. 1 Satz 2 GG) gewährleisteten Informationsinteresse des Antragstellers oder dem ebenfalls verfassungsrechtlich geschützten Geheimhaltungsinteresse der Anmelder der "Pegida"- bzw. "Wügida"-Demonstrationen der Vorzug zu geben ist (BayVGH, B.v. 14.5.2012 - 7 CE 12.370 - juris Rn. 13; VG Augsburg, B.v. 29.1.2014 - Au 7 E 13.2018 - juris Rn. 83; vgl. a. BVerwG, U.v. 1.10.2014 - 6 C 35/13 - juris Rn. 20 ff.; VGH BW, U.v. 11.9.2013 - 1 S 509/13 - juris Rn. 26; OVG NW, B.v. 19.2.2004 - 5 A 640/02 - ZUM-RD 2005, 90, 91).

    Diese umfassende Abwägung ist gerichtlich voll nachprüfbar (vgl. nur VGH BW, U.v. 11.9.2013 - 1 S 509/13 - juris Rn. 26 m.w.N.).

    Die Pressefreiheit ist grundrechtlich im Hinblick darauf besonders geschützt, dass eine freie, nicht von der öffentlichen Gewalt gelenkte Presse ein Wesenselement des freiheitlichen Staates und für eine Demokratie unentbehrlich ist (stRspr; vgl. BVerfG, U.v. 5.8.1966 - 1 BvR 586/62 u.a. - BVerfGE 20, 162, 174; B.v. 6.11.1979 - 1 BvR 81/76 - BVerfGE 52, 283, 296; zuletzt BVerwG, U.v. 1.10.2014 - 6 C 35/13 - juris Rn. 26; VGH BW, U.v. 11.9.2013 - 1 S 509/13 - juris Rn. 28 ff.).

    In dieser hat der Einzelne die Einschränkungen hinzunehmen, die im überwiegenden Allgemeininteresse oder im Hinblick auf grundrechtlich geschützte Interessen Dritter unter strikter Wahrung der Verhältnismäßigkeit vorgenommen werden (st. Rspr., vgl. BVerfG, U.v. 5.6.1973, a.a.O., S. 220; B.v. 14.9.1989 - 2 BvR 1062/87 - BVerfGE 80, 367, 373 f.; B.v. 6.5.1997 - 1 BvR 409/90 - BVerfGE 96, 56, 61; B.v. 13.6.2007, a.a.O., S. 29 f.; BGH, U.v. 13.11.1990 - VI ZR 104/90 - NJW 1991, 1532, 1533; U.v. 23.6.2009, a.a.O., Rn. 29 f.; U.v. 19.3.2013, a.a.O., S. 1681 f.; je m.w.N.; VGH BW, U.v. 11.9.2013 - 1 S 509/13 - juris Rn. 31 ff.).

  • VG Augsburg, 29.01.2014 - Au 7 E 13.2018  

    Presserechtlicher Auskunftsanspruch gegen Staatsanwaltschaft während eines

    Entscheidend ist dabei, wie hoch das öffentliche Informationsinteresse an der begehrten Auskunft zu bewerten und wie stark der Eingriff in private Rechte durch die Offenlegung der begehrten Informationen im Einzelfall zu gewichten ist (vgl. BVerfG, B.v. 28.8.2000 - 1 BvR 1307/91 - NJW 2001, 503 f.; BayVGH, U.v. 7.8.2006 - 7 BV 05.2582 - BayVBl 2007, 369 f.; VGH BW, U.v. 11.9.2013 - 1 S 509/13 m.w.N. - juris Rn. 42).

    Nur wenn der zuständige Gesetzgeber untätig bleibt, ergibt sich unmittelbar aus dem Grundrecht aus Art. 5 Abs. 1 Satz 2 GG eine Rechtsgrundlage für pressespezifische Auskunftsrechte (so VGH BW, U.v. 11.9.2013 - 1 S 509/13. - juris, Rn.69, m.w.N).

  • VGH Baden-Württemberg, 07.07.2015 - 1 S 802/15  

    Anspruch auf Nutzung personenbezogen Archivguts unter Sperrzeitverkürzung;

    Aus dieser Verpflichtung folgt ein entsprechender Auskunftsanspruch der Vertreter der Presse (vgl. nur Senat, Urt. v. 11.09.2013 - 1 S 509/13 - VBlBW 2014, 260).
  • VG Meiningen, 25.02.2015 - 8 E 464/14  

    Zum Recht der Presse auf Erhalt der Begründung eines Strafurteils

    Unter Berücksichtigung der in der obergerichtlichen Rechtsprechung anerkannten (BVerwG, Urteil vom 26.02.1997 - 6 C 3/96 - BVerwGE 104, 105-115; Urteil vom 01.10.2014, BVerwGE -6 C 35/13-, VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 11.09.2013 - 1 S 509/13 -, juris) Rechtspflicht der Gerichtsverwaltung zur Publikation veröffentlichungswürdiger Gerichtsentscheidungen, die wiederum aus dem Rechtsstaatsgebot einschließlich der Justizgewährungspflicht, dem Demokratiegebot und dem Grundsatz der Gewaltenteilung hergeleitet wird, ergibt sich auch vorliegend ein Anspruch auf Herausgabe einer anonymisierten Kopie des Strafurteiles.

    Entscheidend ist dabei, wie hoch das öffentliche Informationsinteresse an der begehrten Auskunft zu bewerten und wie stark der Eingriff in private Rechte durch die Offenlegung der begehrten Informationen im Einzelfall zu gewichten ist (BVerfG, Beschluss vom 28.08.2000 - 1 BvR 1307/91 - NJW 2001, 503 f.; BayVGH, Urteil vom 07.08.2006 - 7 BV 05.2582 - BayVBl 2007, 369 f.; VGH BW, Urteil vom 11.9.2013 - 1 S 509/13- ,juris).

  • LG München I, 24.03.2015 - 7 Qs 5/15  

    Übersendung einer nicht anonymisierten Urteilsabschrift an einen Journalisten im

    Im Einzelnen: Für den vom Beschwerdeführer hauptsächlich geltend gemachten presserechtlichen Auskunftsanspruch wäre der Verwaltungsrechtsweg gegeben (vgl. etwa VGH Baden-Württemberg, DVBl 2014, 101; VGH München BeckRS 2014, 49928; BVerwG NStZ 1988, 513).

    das Informationsinteresse der Allgemeinheit zu stellen; je intensiver und weitergehend die begehrte Auskunft reicht, desto gewichtiger muss das öffentliche Informationsinteresse sein (vgl. VGH Baden-Württemberg DVBl. 2014, 101 m. w. N.).

  • VG Mainz, 16.12.2016 - 4 K 701/16  
    Entscheidend ist dabei, wie hoch das öffentliche Informationsinteresse an der begehrten Auskunft zu bewerten und wie stark z.B. der Eingriff in private Rechte durch die Offenlegung der begehrten Informationen im Einzelfall zu gewichten ist (vgl. VGH BW, Urteil vom 11. September 2013 - 1 S 509/13 -, juris, Rn. 26 m.w.N.).

    Dabei ist der Klägerin zwar beizupflichten, dass die Namensnennung von Anwälten nicht von der Einwilligung der betroffenen Anwälte abhängig und das allgemeine Persönlichkeitsrecht von an Gerichtsverfahren beruflich Beteiligten von vorneherein von seiner Schutzintensität herabgesetzt ist, weil diese mit einer Berichterstattung über Gerichtsverfahren, an denen sie teilnehmen, grundsätzlich rechnen müssen (vgl. VGH BW, Urteil vom 11. September 2013 - 1 S 509/13 -, juris, Rn. 51).

  • VG Düsseldorf, 21.02.2014 - 26 K 5622/12  

    Auskunft; Steuergeheimnis; Steuerstrafverfahren; Presse; Informationszugang

  • VG Freiburg, 25.09.2015 - 1 K 1098/15  

    Presserechtlicher Informationsanspruch - Anspruch auf Akteneinsicht

  • VG Mainz, 14.09.2016 - 3 K 1021/15  

    Überlassung von Kopien im Rahmen des medienrechtlichen Auskunftsanspruch

  • VG Stuttgart, 22.11.2016 - 10 K 7029/16  

    Einstweilige Anordnung - Presseinformation der Staatsanwaltschaft über die

  • VG Ansbach, 12.10.2016 - AN 5 S 16.01749  

    Presserechtlicher Auskunftsanspruch - Nennung der im Rahmen eines

  • VG Köln, 26.03.2015 - 6 K 6312/13  
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