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   VGH Baden-Württemberg, 14.02.2017 - 4 S 2079/16   

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VGH Baden-Württemberg, 14.02.2017 - 4 S 2079/16 (https://dejure.org/2017,4127)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 14.02.2017 - 4 S 2079/16 (https://dejure.org/2017,4127)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 14. Februar 2017 - 4 S 2079/16 (https://dejure.org/2017,4127)
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Volltextveröffentlichungen (6)

  • openjur.de
  • Justiz Baden-Württemberg

    Soldatenversorgung; Altersgeld für Auslandsverwendung, die vor dem 30. November 2002 erfolgt ist

  • Landesrecht Baden-Württemberg

    § 2 Abs 2 AltGG, Art 2 Nr 10 EinsatzVG, Art 11 Abs 1 EinsatzVG, § 76e SGB 6, § 25 Abs 2 SVG, § 63c Abs 1 SVG
    Soldatenversorgung; Altersgeld für Auslandsverwendung, die vor dem 30. November 2002 erfolgt ist

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Besondere Auslandsverwendung; Inkrafttretensregelung; Intertemporales Recht; Wortlautgrenze

  • rechtsportal.de

    Berücksichtigung von Zeiten einer besonderen Auslandsverwendung als ruhegehaltsfähige Dienstzeit; Struktureller Unterschied des Altersgeldes einerseits sowie der Leistungen bei Einsatz- bzw. Dienstunfällen andererseits

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)

    Berücksichtigung von Zeiten einer besonderen Auslandsverwendung als ruhegehaltsfähige Dienstzeit; Struktureller Unterschied des Altersgeldes einerseits sowie der Leistungen bei Einsatz- bzw. Dienstunfällen andererseits

Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ... (17)

  • VG Augsburg, 12.04.2018 - Au 2 K 17.1265

    Neufestsetzung seiner Versorgungsbezüge als Soldat

    Zur Begründung verwies er u.a. auf eine Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim (VGH BW, B.v. 14.2.2017 - 4 S 2079/16), die das vorangehende Urteil des VG Karlsruhe bestätigt habe.

    Bereits ausweislich des Wortlauts der Norm sei kein Raum für eine solche Stichtagsregelung (vgl. VGH BW, B.v. 14.2.2017 - 4 S 2079/16; VG Karlsruhe, U.v. 13.9.2016 - 6 K 4811/15).

    bb) Hiervon ausgehend findet § 25 Abs. 2 Satz 3 SVG i.V.m. § 63c Abs. 1 Satz 1 SVG jedenfalls nicht auf Fälle Anwendung, in denen - wie hier - der Versorgungsbezug zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Regelung (12.12.2011) bereits bestandskräftig geregelt worden ist (vgl. VGH BW, B.v. 14.2.2017 - 4 S 2079/16 - juris Rn. 10 f.; a.A. VG Kassel, U.v. 29.1.2018 - 1 K 6770/17.KS - juris).

    Hiervon ausgehend ist zwar im Ausgangspunkt festzustellen, dass der Wortlaut von § 25 Abs. 2 Satz 3 SVG und § 63c Abs. 1 Satz 1 SVG keine ausdrückliche zeitliche Einschränkung dahingehend enthält, dass eine besondere Auslandsverwendung im Sinne der genannten Normen nur eine Einsatzverwendung im Ausland nach dem 30. November 2002 sein kann; auch eine zeitlich einschränkende Übergangsregelung fehlt insoweit (vgl. hierzu VGH BW, B.v. 14.2.2017 - 4 S 2079/16 - juris Rn. 8; VG Kassel, U.v. 29.1.2018 - 1 K 6770/17.KS - juris Rn. 30; VG Karlsruhe, U.v. 13.9.2016 - 6 K 4811/15 - BeckRS 2016, 116105 - Rn. 18).

    Hiervon ausgehend kann aus dem bloßen formalen Umstand, dass die Legaldefinition der besonderen Auslandsverwendung in § 63c Abs. 1 Satz 1 SVG, auf die § 25 Abs. 2 Satz 3 SVG Bezug nimmt, - wie ausgeführt - erst rückwirkend zum 1. Dezember 2002 in Kraft getreten ist, für sich genommen nicht zwingend geschlossen werden, dass der Gesetzgeber bei Einfügung von § 25 Abs. 2 Satz 3 SVG im Dezember 2011 eine zeitliche Einschränkung des Anwendungsbereichs der Norm für Sachverhalte nach dem 1. Dezember 2002 bezweckt hat (vgl. VGH BW, B.v. 14.2.2017 - 4 S 2079/16 - juris Rn. 9; VG Karlsruhe, U.v. 13.9.2016 - 6 K 4811/15 - BeckRS 2016, 116105 - Rn. 18; a.A. VG Sigmaringen, U.v. 13.9.2016 - 3 K 417/14 - UA S. 8 - zu § 63c Abs. 1 SVG; vgl. in diesem Sinne auch VG Osnabrück, B.v. 7.7.2010 - 3 A 61/08 - zu § 63c Abs. 2 SVG; bestätigt durch NdsOVG, B.v. 8.10.2010 - 5 PA 217/10; VG Schleswig, U.v. 26.2.2009 - 12 A 140/08 - UA S. 5 und 7 f. - zu § 63c Abs. 2 SVG; bestätigt durch OVG SH, B.v. 15.4.2010 - 3 LB 12/09).

    Von einer derart weitreichenden Folge ist jedoch ohne ausdrückliche Anordnung des Gesetzgebers bzw. einer entsprechenden Erläuterung in der amtlichen Begründung nicht auszugehen (vgl. zum Ganzen: BVerwG, U.v. 13.5.2004 - 5 C 47.02 - juris Rn. 18; a.A. VGH BW, B.v. 14.2.2017 - 4 S 2079/16 - juris Rn. 12-14).

    Hiervon ausgehend könnte argumentiert werden, dass für § 63c Abs. 2 SVG aufgrund der besonderen Rechtslage im Bereich der Unfallfürsorge eine ausdrückliche Anordnung der Rückwirkung erforderlich gewesen sei, während bei § 63c Abs. 1 SVG hiervon abgesehen werden konnte (vgl. zum Ganzen: VGH BW, B.v. 14.2.2017 - 4 S 2079/16 - juris Rn. 16).

    Im Interesse eines trotz systematischer Unterschiede grundsätzlich gebotenen Gleichlaufs von gesetzlicher Rentenversicherung und soldatenrechtlicher Versorgung (siehe amtl. Gesetzesbegründung: "wie in der Soldaten- und Beamtenversorgung") spricht daher vieles dafür, auch § 25 Abs. 2 Satz 3 SVG entsprechend auszulegen (a.A. VGH BW, B.v. 14.2.2017 - 4 S 2079/16 - juris Rn. 8 und VG Karlsruhe, U.v. 13.9.2016 - 6 K 4811/15 - BeckRS 2016, 116105 - Rn. 19, wo jeweils im Wege eines Umkehrschlusses argumentiert wird, dass § 25 Abs. 2 Satz 3 SVG im Unterschied zu § 76e Abs. 1 SGB VI gerade keine zeitliche Beschränkung enthalte).

    Nach den Grundsätzen des intertemporalen Verwaltungsrechts erfassen Rechtsänderungen zwar im Zweifel grundsätzlich alle bei ihrem Inkrafttreten anhängigen Fälle, sofern das Gesetz nicht mit hinreichender Deutlichkeit etwas Abweichendes bestimmt (vgl. BVerfG, B.v. 7.7.1992 - 2 BvR 1631/90 u.a. - juris Rn. 39-45; BVerwG, U.v. 25.10.2017 - 1 C 21.16 - juris Rn. 18; U.v. 14.4.2011 - 3 C 20.10 - juris Rn. 17; U.v. 26.3.1985 - 9 C 47.84 - juris Rn. 13; VGH BW, B.v. 14.2.2017 - 4 S 2079/16 - juris Rn. 10; Kopp, Grundsätze des intertemporalen Verwaltungsrechts, SGb 1993, 593 ff.).

    Ein Rechtssatz ist grundsätzlich nicht auf solche Sachverhalte anwendbar, die bereits vor seinem Inkrafttreten verwirklicht waren, da im Zweifel anzunehmen ist, dass er nur die Zukunft, nicht aber die Vergangenheit regeln will (siehe zum Ganzen: BSG, U.v. 22.6.2010 - B 1 KR 29/09 R - juris Rn. 13 f.; U.v. 24.3.2009 - B 8 SO 34/07 R - juris Rn. 9; U.v. 27.8.2008 - B 11 AL 11/07 R - juris Rn. 13; BVerwG, U.v. 18.2.1992 - 9 C 59.91 - juris Rn. 10; LSG Berlin-Bbg, U.v. 18.10.2017 - L 7 KA 18/14 - juris Rn. 64; LSG NW, U.v. 20.11.2013 - L 11 KA 49/13 - juris Rn. 45; ThürOVG, U.v. 4.3.2004 - 3 KO 1149/03 - juris Rn. 59/61; VGH BW, B.v. 14.2.2017 - 4 S 2079/16 - juris Rn. 10 f.; U.v. 18.10.2006 - 13 S 192/06 - juris Rn. 55-57; Kopp, Grundsätze des intertemporalen Verwaltungsrechts, SGb 1993, 593/598 f.).

    Hiervon ausgehend gilt, dass § 25 Abs. 2 Satz 3 SVG i.V.m. § 63c Abs. 1 Satz 1 SVG in zeitlicher Hinsicht jedenfalls nicht auf Fälle anwendbar ist, in denen - wie hier - der Versorgungsbezug zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Regelung (12.12.2011) bereits bestandskräftig geregelt worden ist (vgl. hierzu VGH BW, B.v. 14.2.2017 - 4 S 2079/16 - juris Rn. 11, wo jedoch hinsichtlich des maßgeblichen Stichtags auf das rückwirkende Inkrafttreten von § 63c SVG am 1.12.2002 abgestellt wird).

  • VG Augsburg, 07.06.2018 - Au 2 K 17.1202

    Kein doppelter Ansatz besonderer Auslandsverwendung bei Festsetzung der

    Hiervon ausgehend findet § 25 Abs. 2 Satz 3 SVG i.V.m. § 63c Abs. 1 Satz 1 SVG jedenfalls nicht auf Fälle Anwendung, in denen - wie hier - der Versorgungsbezug zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Regelung (12.12.2011) bereits bestandskräftig geregelt worden ist (vgl. VGH BW, B.v. 14.2.2017 - 4 S 2079/16 - juris Rn. 10 f.; a.A. VG Kassel, U.v. 29.1.2018 - 1 K 6770/17.KS - juris).

    Hier ist zwar im Ausgangspunkt festzustellen, dass der Wortlaut von § 25 Abs. 2 Satz 3 SVG und § 63c Abs. 1 Satz 1 SVG keine ausdrückliche zeitliche Einschränkung dahingehend enthält, dass eine besondere Auslandsverwendung im Sinne der genannten Normen nur eine Einsatzverwendung im Ausland nach dem 30. November 2002 sein kann; auch eine zeitlich einschränkende Übergangsregelung fehlt insoweit (vgl. hierzu VGH BW, B.v. 14.2.2017 - 4 S 2079/16 - juris Rn. 8; VG Kassel, U.v. 29.1.2018 - 1 K 6770/17.KS - juris Rn. 30; VG Karlsruhe, U.v. 13.9.2016 - 6 K 4811/15 - BeckRS 2016, 116105 - Rn. 18).

    Hiervon ausgehend kann aus dem bloßen formalen Umstand, dass die Legaldefinition der besonderen Auslandsverwendung in § 63c Abs. 1 Satz 1 SVG, auf die § 25 Abs. 2 Satz 3 SVG Bezug nimmt, - wie ausgeführt - erst rückwirkend zum 1. Dezember 2002 in Kraft getreten ist, für sich genommen nicht zwingend geschlossen werden, dass der Gesetzgeber bei Einfügung von § 25 Abs. 2 Satz 3 SVG im Dezember 2011 eine zeitliche Einschränkung des Anwendungsbereichs der Norm für Sachverhalte nach dem 1. Dezember 2002 beabsichtigt hat (vgl. VGH BW, B.v. 14.2.2017 - 4 S 2079/16 - juris Rn. 9; VG Karlsruhe, U.v. 13.9.2016 - 6 K 4811/15 - BeckRS 2016, 116105 - Rn. 18; a.A. VG Sigmaringen, U.v. 13.9.2016 - 3 K 417/14 - UA S. 8 - zu § 63c Abs. 1 SVG; vgl. in diesem Sinne auch VG Osnabrück, B.v. 7.7.2010 - 3 A 61/08 - zu § 63c Abs. 2 SVG; bestätigt durch NdsOVG, B.v. 8.10.2010 - 5 PA 217/10; VG Schleswig, U.v. 26.2.2009 - 12 A 140/08 - UA S. 5 und 7 f. - zu § 63c Abs. 2 SVG; bestätigt durch OVG SH, B.v. 15.4.2010 - 3 LB 12/09).

    Von einer derart weitreichenden Folge ist jedoch ohne ausdrückliche Anordnung des Gesetzgebers bzw. einer entsprechenden Erläuterung in der amtlichen Begründung nicht auszugehen (vgl. BVerwG, U.v. 13.5.2004 - 5 C 47.02 - juris Rn. 18; a.A. VGH BW, B.v. 14.2.2017 - 4 S 2079/16 - juris Rn. 12-14).

    Hiervon ausgehend könnte argumentiert werden, dass für § 63c Abs. 2 SVG aufgrund der besonderen Rechtslage im Bereich der Unfallfürsorge eine ausdrückliche Anordnung der Rückwirkung erforderlich gewesen sei, während bei § 63c Abs. 1 SVG hiervon abgesehen werden konnte (vgl. VGH BW, B.v. 14.2.2017 - 4 S 2079/16 - juris Rn. 16).

    Im Interesse eines trotz systematischer Unterschiede grundsätzlich gebotenen Gleichlaufs von gesetzlicher Rentenversicherung und soldatenrechtlicher Versorgung (siehe amtl. Gesetzesbegründung: "wie in der Soldaten- und Beamtenversorgung") spricht daher vieles dafür, auch § 25 Abs. 2 Satz 3 SVG entsprechend auszulegen (a.A. VGH BW, B.v. 14.2.2017 - 4 S 2079/16 - juris Rn. 8 und VG Karlsruhe, U.v. 13.9.2016 - 6 K 4811/15 - BeckRS 2016, 116105 - Rn. 19, wo jeweils im Wege eines Umkehrschlusses argumentiert wird, dass § 25 Abs. 2 Satz 3 SVG im Unterschied zu § 76e Abs. 1 SGB VI gerade keine zeitliche Beschränkung enthalte).

    Nach den Grundsätzen des intertemporalen Verwaltungsrechts erfassen Rechtsänderungen zwar im Zweifel grundsätzlich alle bei ihrem Inkrafttreten anhängigen Fälle, sofern das Gesetz nicht mit hinreichender Deutlichkeit etwas Abweichendes bestimmt (vgl. BVerfG, B.v. 7.7.1992 - 2 BvR 1631/90 u.a. - juris Rn. 39-45; BVerwG, U.v. 25.10.2017 - 1 C 21.16 - juris Rn. 18; U.v. 14.4.2011 - 3 C 20.10 - juris Rn. 17; U.v. 26.3.1985 - 9 C 47.84 - juris Rn. 13; VGH BW, B.v. 14.2.2017 - 4 S 2079/16 - juris Rn. 10; Kopp, Grundsätze des intertemporalen Verwaltungsrechts, SGb 1993, 593 ff.).

    Ein Rechtssatz ist grundsätzlich nicht auf solche Sachverhalte anwendbar, die bereits vor seinem Inkrafttreten verwirklicht waren, da im Zweifel anzunehmen ist, dass er nur die Zukunft, nicht aber die Vergangenheit regeln will (s. hierzu BSG, U.v. 22.6.2010 - B 1 KR 29/09 R - juris Rn. 13 f.; U.v. 24.3.2009 - B 8 SO 34/07 R - juris Rn. 9; U.v. 27.8.2008 - B 11 AL 11/07 R - juris Rn. 13; BVerwG, U.v. 18.2.1992 - 9 C 59.91 - juris Rn. 10; LSG Berlin-Bbg, U.v. 18.10.2017 - L 7 KA 18/14 - juris Rn. 64; LSG NW, U.v. 20.11.2013 - L 11 KA 49/13 - juris Rn. 45; ThürOVG, U.v. 4.3.2004 - 3 KO 1149/03 - juris Rn. 59/61; VGH BW, B.v. 14.2.2017 - 4 S 2079/16 - juris Rn. 10 f.; U.v. 18.10.2006 - 13 S 192/06 - juris Rn. 55-57; Kopp, Grundsätze des intertemporalen Verwaltungsrechts, SGb 1993, 593/598 f.).

    Hiervon ausgehend gilt, dass § 25 Abs. 2 Satz 3 SVG i.V.m. § 63c Abs. 1 Satz 1 SVG in zeitlicher Hinsicht jedenfalls nicht auf Fälle anwendbar ist, in denen - wie hier - der Versorgungsbezug zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Regelung (12.12.2011) bereits bestandskräftig geregelt wurde (vgl. VGH BW, B.v. 14.2.2017 - 4 S 2079/16 - juris Rn. 11, wo jedoch hinsichtlich des maßgeblichen Stichtags auf das rückwirkende Inkrafttreten von § 63c SVG am 1.12.2002 abgestellt wird).

  • VGH Baden-Württemberg, 10.12.2019 - 4 S 473/19

    Besondere Auslandsverwendung eines Soldaten vor dem 01.12.2002

    Denn die Beklagte werde für die Zukunft die Entscheidung Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg (4 S 2079/16) zu berücksichtigen haben, wonach eine besondere Auslandsverwendung im Sinne von § 25 Abs. 2 Satz 3, § 63c Abs. 1 Satz 1 SVG auch Einsatzzeiten vor dem 30.11.2002 erfasse, zumal gegenteilige obergerichtliche Entscheidungen zu dieser Frage nicht bestünden.

    Die Verpflichtung zur Neubescheidung bestehe aus Gründen der Verwaltungspraktikabilität ab dem Beginn des Monats, der auf die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs im Verfahren 4 S 2079/16 folge, somit ab dem 01.03.2017.

    Abweichendes gilt, wenn nach früheren Recht diese Rechtsverhältnisse bereits endgültig abgeschlossen sind (Senatsbeschluss vom 14.02.2017 - 4 S 2079/16 -, Juris Rn. 10).

    Bei noch aktuellen und - wie vorliegend - noch nicht bewerteten Sachverhalten aber fehlt es vorliegend noch an einem verbindlichen Einzelrechtsakt, der die Auslandszeiten des Klägers bestands- bzw. rechtskräftig feststellte und das Rechtsverhältnis damit abschlösse (Senatsbeschluss vom 14.02.2017 - 4 S 2079/16 -, Juris Rn. 11).

    Für die sofortige Anwendung des neuen Rechts auch auf in der Vergangenheit liegende Auslandsverwendungen spricht schließlich die Dringlichkeit des mit dem Erlass des Einsatzversorgungsgesetzes verbundenen gesetzgeberischen Anliegens, das Recht der Einsatzversorgung weiterzuentwickeln und zu verbessern und so der besonderen Fürsorgeverpflichtung des Dienstherrn gegenüber dem in besonderen Auslandsverwendungen eingesetzten Personal besser Rechnung zu tragen (BT-Drs. 17/7143, S. 1; dazu Senatsbeschluss vom 14.02.2017 - 4 S 2079/16 -, Juris Rn. 12 ff.).

  • VG Sigmaringen, 17.10.2018 - 10 K 6420/17

    Wiederaufgreifen des Verfahrens; Ermessensreduzierung auf null; Gleichmäßigkeit

    Derzeit seien gegen diese gerichtliche Entscheidung noch Rechtsmittel anhängig (gemeint ist das Verfahren VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 14.02.2017 - 4 S 2079/16 -).

    Der Wortlaut der Norm sähe eine Stichtagsregelung nicht vor (VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 14.02.2017 - 4 S 2079/16 -).

    Die Kammer schließt sich der zu dieser Frage bislang ergangenen Rechtsprechung, insbesondere des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg an (vgl. VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 14.02.2017 - 4 S 2079/16 -, juris Rn. 9; VG Magdeburg, Urteil vom 25.07.2018 - 8 A 352/17 -, juris Rn. 17; VG Kassel, Urteil vom 29.01.2018 - 1 K 6770/17.KS -, juris Rn. 30; VG Karlsruhe, Urteil vom 13.09.2016 - 6 K 4811/15 - BeckRS 2016, 116105 Rn. 19 ff.; a.A. VG Augsburg, Urteil vom 07.06.2018 - Au 2 K 17.1202 -, juris Rn. 29; VG Augsburg, Urteil vom 12.04.2018 - Au 2 K 17.1265 -, juris Rn. 31; VG Sigmaringen, Urteil vom 13.09.2016 - 3 K 417/14 UA S. 8).

    Etwas anderes gilt mit Blick auf das Datum des Inkrafttretens von § 25 Abs. 2 Satz 3 SVG nur bei Fällen, in denen - nicht wie hier - der Versorgungsbezug zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Regelung (d.h. 13.12.2011) bereits bestandskräftig geregelt worden ist (vgl. VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 14.02.2017 - 4 S 2079/16 -, juris Rn. 10; VG Augsburg, Urteil vom 07.06.2018 - Au 2 K 17.1202 -, juris Rn. 24).

    Unbillig erscheint vor diesem Hintergrund die unterschiedliche Behandlung tatsächlich und rechtlich (v)erdienter Versorgungsbezüge bei Soldaten, deren Festsetzungsbescheide vor (d.h. ab dem 13.12.2011) bzw. nach der obergerichtlichen Rechtsprechung des VGH Baden-Württemberg (Beschluss vom 14.02.2017 - 4 S 2079/16 -) ergangen sind.

    Dass eine solche Ungleichbehandlung auch dem Willen der Beklagten widerspricht, hat diese im Schreiben vom 16.01.2017 gegenüber dem Kläger dadurch erkennen lassen, dass sie für die Entscheidung über die Neufestsetzung seiner Versorgungsbezüge zunächst die auf das Urteil des Verwaltungsgerichts Karlsruhe vom 13.09.2016 ergehende Entscheidung des Rechtsmittelgerichts (VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 14.02.2017 - 4 S 2079/16 -) abwarten und sich an dieser - eben auch - orientieren wollte.

  • OVG Niedersachsen, 28.09.2020 - 5 LA 110/19

    Zum Anwendungsbereich des § 25 II 3 SVG auf zeitlich vor dem 1. Dezember 2002

    Zwar habe das Verwaltungsgericht Karlsruhe in seinem Urteil vom 13. September 2016, welches nach Ergehen des Beschlusses des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg vom 14. Februar 2017 (- 4 S 2079/16 -, juris) rechtskräftig geworden sei, in einem ähnlich gelagerten Fall entschieden, dass auch zeitlich vor dem 1. Dezember 2002 zurückgelegte Zeiten von dem Begriff der "besonderen Auslandsverwendung" erfasst sein könnten; hierbei handle es sich jedoch um eine nicht verbindliche Einzelfallentscheidung.

    Zur Begründung hat er auf das stattgebende Urteil des Verwaltungsgerichts Karlsruhe vom 13. September 2016 (a. a. O.) und den - den Antrag der Beklagten auf Zulassung der Berufung gegen dieses Urteil ablehnenden - Beschluss des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg vom 14. Februar 2017 (a. a. O.) verwiesen.

    Insoweit werde auf die Ausführungen des Verwaltungsgerichts Leipzig in dessen Urteil vom 16. August 2018 (- 3 K 2358/17 -, juris Rn. 24ff.) Bezug genommen, welches seinerseits auf den Beschluss des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg vom 14. Februar 2017 (a. a. O.) verwiesen habe.

  • OVG Schleswig-Holstein, 10.09.2020 - 2 LB 11/20

    Soldatenrecht - Versorgung - Ruhegehaltsfaehige Vordienstzeiten

    Insoweit hat er sich die Rechtsauffassung des Verwaltungsgerichtshofes Baden-Württemberg (Beschluss vom 14. Februar 2017 - 4 S 2079/16 -, juris, Rn. 9) zu eigen gemacht.
  • OVG Sachsen, 18.12.2019 - 2 A 1193/18

    Soldatenversorgung; besondere Auslandsverwendung; Doppelanrechnung

    Der Widerspruch des Klägers, in dem er auf den Beschluss des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg vom 14. Februar 2017 - 4 S 2079/16 - verwies, wurde mit Widerspruchsbescheid vom 18. Juli 2017 zurückgewiesen.

    16 Es spricht viel dafür, dass insoweit auch Auslandseinsatzzeiten, die vor Inkrafttreten des § 63c SVG am 1. Dezember 2002 absolviert wurden, zu berücksichtigen sind und damit die in der Vorschrift bezeichneten Einsatzvoraussetzungen - in der Zusammenschau der vier vom Kläger absolvierten Auslandseinsätze vor und nach diesem Datum auch hinsichtlich der erforderlichen Gesamtdauer - vorliegend erfüllt wären, wie das Verwaltungsgericht angenommen hat (vgl. zur gebotenen Berücksichtigung von Einsatzzeiten vor dem 1. Dezember 2002 im Rahmen von § 25 Abs. 2 Satz 3 SVG: VG Karlsruhe, Urt. v. 13. September 2016 - 6 K 4811/15 -, juris; VGH BW, Beschl. v. 14. Februar 2017 - 4 S 2079/16 -, juris; VG Kassel, Urt. v. 29. Januar 2018 - 1 K 6770/17.KS -, juris; VG Würzburg, Urt. v. 14. Mai 2019 - W 1 K 19.455 -, juris; OVG Rh.-Pf., Beschl. v. 17. August 2018 - 10 A 10402/18.OVG -, n. v.; a. A. NdsOVG, Beschl. v. 23. Juli 2019 - 5 LA 108/18 -, juris).

  • VG Köln, 16.10.2019 - 23 K 10152/17
    vgl. etwa OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 17. August 2018 - 10 A 10179/18.OVG - VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 14. Februar 2017 - 4 S 2079/16 -, juris; VG Würzburg, Urteil vom 14. Mai 2019 - W 1 K 19.455 -, juris; VG Leipzig, Urteil vom 16. August 2018 - 3 K 2358/18 -, juris; vgl. a. A. insoweit etwa: VG Augsburg, Urteil vom 12. April 2018 - Au 2 K 17.1265 -, juris.

    vgl. zum Ganzen: VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 14. Februar 2017 - 4 S 2079/16 -, juris Rn. 10 ff. m. w. N.

  • OVG Niedersachsen, 23.07.2019 - 5 LA 108/18

    Berücksichtigung von Zeiten einer besonderen Auslandsverwendung als

    Dieser bedeutsame Gesichtspunkt ist in dem Beschluss des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg vom 14. Februar 2017 (- 4 S 2079/16 -, juris), auf den der Kläger die Zulassungsbegründung maßgeblich stützt, nicht berücksichtigt worden.

    Die Annahme, dass eine besondere Auslandsverwendung im Sinne des § 25 Abs. 2 Satz 3 SVG in Verbindung mit § 63c Abs. 1 SVG auch Auslandseinsätze vor dem 1. Dezember 2002 erfasst, lässt sich abgesehen davon, dass der Gesetzgeber es unterlassen hat, in Art. 9 EinsatzVVerbG eine dahingehende Übergangsregelung zu schaffen, entgegen der Ansicht des Klägers, der sich auch insoweit auf den Beschluss des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg vom 14. Februar 2017 (a. a. O.) beruft, auch nicht aus den Gesetzgebungsmaterialien zu § 25 Abs. 2 Satz 3 SVG herleiten.

  • VG Würzburg, 14.05.2019 - W 1 K 19.455

    Besondere Auslandsverwendung auch bei Einsätzen vor dem 30.11.2002

    Da die Verwaltungsgerichte sich hinsichtlich der hier zu entscheidenden Rechtsfrage nicht einig sind (vgl. VG Augsburg, U.v. 12.04.2018 - Au 2 K 17.1265; VG Karlsruhe, U. v. 13.09.2016 - 6 K 4811/15; VG Kassel, U.v. 29.01.2018 - 1 K 6770/17.KS; VG Gera, U.v. 26.03.2019 - 1 K 598/17 Ge; VG Sigmaringen, U.v. 17.10.2018 - 10 K 6420/17 - alle bei juris) und bislang nur vereinzelt obergerichtliche Rechtsprechung vorliegt (VGH Baden-Württemberg, B.v. 14.02.2017 - 4 S 2079/16 - juris), kann von einer Änderung der allgemeinen Rechtsauffassung nicht die Rede sein.

    Systematischteleologische Erwägungen und die Grundätze des intertemporalen Verwaltungsrechts zwingen ebenfalls nicht zu einer anderweitigen Auslegung (vgl. VGH Baden-Württemberg, B.v. 14.02.2017 - 4 S 2079/16 -, juris-Rn. 9; VG Magdeburg, U.v. 25.07.2018 - 8 A 352/17 -, juris-Rn. 17; VG Kassel, U.v. 29.01.2018 - 1 K 6770/17.KS -, juris-Rn. 30; VG Karlsruhe, U.v. 13.09.2016 - 6 K 4811/15 - BeckRS 2016, 116105 Rn. 19 ff.).

  • VG Kassel, 29.01.2018 - 1 K 6770/17

    Anrechnung besondere Auslandsverwendung auf Versorgung gemäß § 25 Abs. 2 S. 3 SVG

  • VGH Baden-Württemberg, 27.09.2019 - 4 S 1459/19

    Rückwirkende Anwendung der soldatenversorgungsrechtlichen Bestimmung, wonach

  • VG Magdeburg, 25.07.2018 - 8 A 352/17

    Versorgung; Anrechnung von Zeiten einer Auslandsverwendung

  • VG Potsdam, 05.06.2019 - 2 K 4720/17

    Neufestsetzung soldatischer Versorgungsbezüge - Wiederaufgreifen des Verfahrens

  • VG Gera, 26.03.2019 - 1 K 598/17

    Soldatenrechts (Besoldung und Versorgung)

  • VG Augsburg, 11.10.2018 - Au 2 K 17.1276

    Berücksichtigung zweier Auslandsverwendungszeiten bei der Bemessung des

  • VG Potsdam, 05.06.2019 - 2 K 4835/17

    Neufestsetzung der Versorgungsbezüge

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