Rechtsprechung
   VGH Baden-Württemberg, 19.05.1998 - A 2 S 28/98   

Sie müssen eingeloggt sein, um diese Funktion zu nutzen.

Sie haben noch kein Nutzerkonto? In weniger als einer Minute ist es eingerichtet und Sie können sofort diese und weitere kostenlose Zusatzfunktionen nutzen.

| | Was ist die Merkfunktion?
Ablegen in
Benachrichtigen, wenn:




 
Alle auswählen
 

Zitiervorschläge

https://dejure.org/1998,626
VGH Baden-Württemberg, 19.05.1998 - A 2 S 28/98 (https://dejure.org/1998,626)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 19.05.1998 - A 2 S 28/98 (https://dejure.org/1998,626)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 19. Mai 1998 - A 2 S 28/98 (https://dejure.org/1998,626)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1998,626) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.

Volltextveröffentlichungen (4)

  • openjur.de

    Syrien: keine Gruppenverfolgung syrisch-orthodoxer Christen; zur Einschätzung der Sippenhaftgefahr ua

  • Landesrecht Baden-Württemberg

    Art 16a Abs 1 GG, § 51 Abs 1 AuslG 1990
    Syrien: keine Gruppenverfolgung syrisch-orthodoxer Christen; zur Einschätzung der Sippenhaftgefahr ua

  • Informationsverbund Asyl und Migration

    GG Art. 16 a; AuslG § 51 Abs. 1
    Syrien, Christen (syrisch-orthodoxe), Gruppenverfolgung, Religiös motivierte Verfolgung, ADO, Mitglieder, Nachfluchtgründe, Subjektive Nachfluchtgründe, Antragstellung als Asylgrund, Objektive Nachfluchtgründe, Sippenhaft, Situation bei Rückkehr, Einreise, Befragung, Gesamtschau

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Hinweis zu den Links:
Zu grauen Einträgen liegen derzeit keine weiteren Informationen vor. Sie können diese Links aber nutzen, um die Einträge beispielsweise in Ihre Merkliste aufzunehmen.

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • VBlBW 1998, 175 (Ls.)
 
Sortierung



Kontextvorschau





Hinweis: Klicken Sie auf das Sprechblasensymbol, um eine Kontextvorschau im Fließtext zu sehen. Um alle zu sehen, genügt ein Doppelklick.

Wird zitiert von ... (32)

  • VGH Baden-Württemberg, 06.09.2001 - A 2 S 2249/98

    Syrien: keine Rückkehrgefährdung wegen Asylbeantragung; keine Gruppenverfolgung

    Verdachtsmomente in diesem Sinne bilden weder die Stellung eines Asylantrags noch ein mehrjähriger Auslandsaufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland (B.III.1., Fortschreibung der bisherigen Rechtsprechung des Senats, vgl. Urteil vom 19. Mai 1998 - A 2 S 28/98 -).

    Die Überprüfungspraxis am Flughafen selbst - ungeachtet im Einzelfall nicht auszuschließender Schläge und Misshandlungen durch Sicherheitsorgane (vgl. ai vom 3.12.1996 an VG Ansbach, vom 23.9.1994 an Hess. VGH sowie vom Juni 1994) - ist für sich allein genommen nicht mit ausgrenzenden Verfolgungshandlungen verbunden (vgl. VGH Bad.-Württ., Urteil vom 19.5.1998 - A 2 S 28/98 -).

    Es besteht jedoch Einigkeit darüber, dass die sich an die Einreisekontrolle möglicherweise anschließende Inhaftierung und Befragung in den Haft- und Verhörzentren der verschiedenen Geheimdienste die reale Gefahr politischer Verfolgung in Form von Folterungen, Misshandlungen und unmenschlichen Haftbedingungen in sich birgt (vgl. zu dieser Einschätzung bereits VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 19.5.1998, a.a.O., sowie AA vom 19.1.1993 an OVG Schleswig und 13.1.1997 an VG Sigmaringen, sowie dessen Lageberichte; ai vom 9.12.1998 an VG Sigmaringen sowie vom 3.12.1996 an VG Ansbach; Gesellschaft für bedrohte Völker, 29.10.1996 an VG Braunschweig), so dass es entscheidend darauf ankommt, unter welchen Voraussetzungen die Verbringung in ein Haft- und Verhörzentrum droht.

    Eine sich an die Einreisekontrolle möglicherweise anschließende Inhaftierung und Befragung in den Haft- und Verhörzentren der verschiedenen Geheimdienste droht nicht schon allein wegen einer Asylantragstellung oder eines langen Auslandsaufenthalts, sondern nur bei Hinzutreten besonderer, auf eine Regimegegnerschaft hindeutender Umstände (vgl. bereits: Urteil des Senats vom 19.5.1998 - A 2 S 28/98 - ebenso: OVG Bremen, Urteile vom 12.4.2000 - OVG 2 A 467/99.A - und vom 13.4.2000 - OVG 2 A 466/99.A - OVG Lüneburg, Urteil vom 27.3.2001 - 2 L 2505/98 -).

    Wie der Senat bereits entschieden hat, spielt die christliche/syrisch-orthodoxe Religionszugehörigkeit für die Frage der Rückkehrgefährdung abgelehnter Asylbewerber keine Rolle (vgl. bereits Urteil des Senats vom 19.5.1998, - A 2 S 28/98).

    Der Senat hat unter Würdigung insbesondere der Lage der Christen im nordöstlichen Landesteil bereits in der Vergangenheit festgestellt, dass den vereinzelten privaten Übergriffen und Diskriminierungen gegenüber Angehörigen der christlichen Minderheit nicht der Charakter einer dem syrischen Staat zurechenbaren mittelbaren Gruppenverfolgung zukommt (vgl. VGH Bad.-Württ., Urteil vom 19.5.1998 - A 2 S 28/98 -).

    Dass abweichend hiervon den Sanktionen, mit denen der syrische Staat strafrechtlich an den Tatbestand der Wehrdienstentziehung anknüpft, eine politische Verfolgungstendenz innewohnt, lässt sich nicht feststellen (vgl. AA vom 8.5.1996 an VG Ansbach, 28.11.1995 an VG Aachen; vgl. auch bereits VGH Bad.-Württ., Urteil vom 19.5.1998 - A 2 S 28/98 -).

    Nach der Einschätzung des Auswärtigen Amtes und des Deutschen Orient-Instituts kann von einer generellen Praxis der Sippenhaft in Syrien nicht ausgegangen werden (vgl. AA, Lageberichte vom 8.2.2001 und vom 19.7.2000, Auskünfte vom 15.12.2000 und vom 29.8.1997 an VG Bayreuth, 8.5.1996 an VG Ansbach, 8.11.1995 an VG Koblenz, 2.1.1995 an VG Stuttgart, 28.5.1993 an VG Schleswig; DOI vom 14.4.1993 an VG Ansbach, vom 30.1.1995 an VG Ansbach und vom 4.9.2000 an VG Osnabrück; Dr. Perthes, Stiftung Wissenschaft und Politik, vom 7.3.1993 an VG Schleswig; vgl. auch bereits VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 19.5.1998, aaO).

    Sippenhaft oder sippenhaftähnliche Maßnahmen drohen hiernach den Angehörigen als gefährlich eingestufter Regimegegner, die von den Sicherheitskräften mit Nachdruck gesucht werden, also etwa - je nach Schwere des Tatvorwurfs -den Familienmitgliedern politischer Straftäter (AA, Lagebericht vom 8.2.2001) oder den Ehepartnern speziell verfolgter Personenkreise, wie z.B. aktiven Mitgliedern der Moslembruderschaft oder kommunistischer Gruppen (vgl. ai vom 26.6.2000 an VG Aachen, Jahresbericht 1993; vgl. auch bereits VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 19.5.1998, - A 2 S 28/98 -).

  • OVG Niedersachsen, 22.06.1999 - 2 L 666/98

    Syrien: Gruppenverfolgung von Yeziden und Kurden; Abschiebungsschutz; Asyl;

    a) Allein wegen der illegalen Ausreise, der Stellung eines Asylantrags und des mehrjährigen Auslandsaufenthaltes droht dem Kläger bei einer Rückkehr nach Syrien keine politische Verfolgung (st. Rechtspr. d. Sen., vgl. z.B. Beschl. v. 08.04.1999 - 2 L 1427/99 - vgl. ebenso OVG NW, Urt. v. 21.04.1998, aaO, UA S. 83 ff.; VGH Baden-Württemberg, Urt. v. 19.05.1998 - A 2 S 28/98 -, UA S. 26 ff.; OVG Bremen, Urt. v. 04.11.1998, aaO, UA S. 17 ff.).

    Es lässt sich deshalb nicht mit der erforderlichen Gewissheit feststellen, ob neben der Asylantragstellung und dem längeren Auslandsaufenthalt nicht besondere Umstände, insbesondere der Verdacht von oppositionellen Tätigkeiten gegen den syrischen Staat, vorgelegen haben (vgl. ebenso VGH Baden-Württemberg, Urt. v. 19.05.1998, aaO, UA S. 31).

    Nur wenn besondere Umstände hinzutreten, die geeignet sind, bei den syrischen Behörden den Verdacht zu begründen, dass sich die Betreffenden in Syrien oder im Ausland gegen das syrische Regime politisch betätigt haben, besteht für Rückkehrer die Gefahr, politisch verfolgt zu werden (vgl. ebenso VGH Baden-Württemberg, Urt. v. 19.05.1998, aaO, UA S. 32; OVG Bremen, Urt. v. 04.11.1998, aaO, UA S. 21; OVG NW, Urt. v. 21.04.1998, aaO, UA S. 83).

    Dass die Heranziehung zum Wehrdienst und die strafrechtlichen Sanktionen, die der syrische Staat im Falle von Wehrdienstentziehungen ergreift, neben der Erfüllung einer allgemeinen staatsbürgerlichen Pflicht bzw. der Ahndung kriminellen Unrechts auch darauf gerichtet sind, die Betreffenden wegen eines asylerheblichen Persönlichkeitsmerkmals zu treffen, lässt sich nach den dem Senat vorliegenden Erkenntnismitteln nicht feststellen (vgl. Auswärtiges Amt, Auskünfte v. 08.05.1996 an d. VG Ansbach und v. 28.11.1995 an d. VG Aachen; Lagebericht Syrien d. Auswärtigen Amtes v. 13.01.1999; vgl. ebenso VGH Baden-Württemberg, Urt. v. 19.05.1998, aaO, UA S. 35).

    Nach dieser Erkenntnismittellage und angesichts des Umstandes, dass sich der Tatbestand der Wehrdienstentziehung im Regelfall einfach feststellen lässt, ist jedenfalls in den Fällen, in denen - wie auch im vorliegenden Fall - die Betreffenden nicht in dem Verdacht stehen, sich gegen das syrische Regime politisch betätigt zu haben, nicht anzunehmen, dass es während der der Wehrdienstleistung vorausgehenden Inhaftierung zu politischen Verfolgungsmaßnahmen kommt (vgl. ebenso VGH Baden-Württemberg, Urt. v. 19.05.1998, aaO, UA S. 36).

  • VG Braunschweig, 21.03.2002 - 6 A 289/00

    Zur politischen Verfolgung in Syrien bei Mitgliedschaft in der

    Diese Rechtsauffassung vertritt in ständiger Rechtsprechung auch der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (vgl. Urt. vom 19.05.1998 - A 2 S 28/98 -, UA S. 40 m. w. Nachw.).

    Denn diese Auffassung, die in deutlichem Widerspruch zu den anders lautenden und zum Teil aktuelleren Erkenntnissen der oben genannten sachkundigen Stellen (Auswärtiges Amt, Deutsches Orient-Institut) steht, ist nicht durch konkrete Tatsachen, insbesondere Referenzfälle, belegt worden (vgl. ebenso VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 19.05.1998, a.a.O., UA S. 41).

    Dieser wird von den syrischen Behörden ganz regelmäßig nicht zum Anlass für Verfolgungsmaßnahmen genommen (vgl. Nds. OVG, aaO.; OVG Bremen, Urt. vom 13.04.2000, OVG 2 A 466/99.A; VGH Mannheim, Urt. vom 19.05.1998, A 2 S 28/98; OVG Saarlouis, Urt. vom 08.12.1998, 3 R 72/98).

    Sowohl nach der Höhe der strafrechtlichen Sanktionen als auch im Hinblick auf die Anwendungspraxis dieser Regelungen lässt sich nicht feststellen, dass der syrische Staat im Fall von Wehrdienstentziehungen Maßnahmen ergreift, die neben einer strafrechtlichen Ahndung auch darauf gerichtet sind, den Betreffenden wegen eines asylerheblichen Persönlichkeitsmerkmals zu treffen (Auswärtiges Amt, Auskunft vom 24.02.2000 an das VG Münster, vom 08.05.1996 an das VG Ansbach; Lagebericht vom 13.01.1999; vgl. auch: VGH Mannheim, Urt. vom 19.05.1998, A 2 S 28/98; OVG Lüneburg, Urt. vom 22.06.1999, 2 L 666/98 m.w.N.).

    Nach dieser Erkenntnismittellage ist jedenfalls in den Fällen, in denen der Betreffende nicht in dem Verdacht steht, sich in herausgehobener Weise gegen den syrischen Staat politisch betätigt zu haben, nicht anzunehmen, dass es während der Ableistung des Wehrdienstes und einer diesem möglicherweise vorausgehenden Inhaftierung zu politischen Verfolgungsmaßnahmen kommt (OVG Lüneburg, Urt. vom 22.06.1999, 2 L 666/98; VGH Mannheim, Urt. vom 19.05.1998, A 2 S 28/98).

  • OVG Sachsen-Anhalt, 30.01.2008 - 3 L 75/06

    Asyl und Abschiebungsschutz

    Nur wenn besondere Umstände hinzutreten, die geeignet sind, bei den syrischen Behörden den Verdacht zu begründen, dass sich der Betreffende in Syrien oder im Ausland gegen das syrische System politisch betätigt hat, besteht nach Einschätzung des Senats unter Würdigung des einschlägigen Erkenntnismaterials für Rückkehrer die Gefahr, politisch verfolgt zu werden (vgl. OVG NRW, Urt. v. 21.4.1998 - 9 A 6597/95.A - VGH Baden-Württemberg, Urt. v. 19.5.1998 - A 2 S 28/98 - OVG Bremen, Urt. v. 13.4.2000 - 2 A 466/99.A - Nds. OVG, Urt. v. 27.3.2001 - 2 L 5117/97 -).
  • VGH Hessen, 09.02.2001 - 3 UE 1296/94

    Syrien, syrisch-orthodoxe Christen, Shuraya, Wehrdienst, Sippenhaft,

    Die meisten Christen Syriens gehörten danach der syrisch-orthodoxen Kirche an, die eine in jeder Hinsicht anerkannte christliche Kirche sei und keinerlei Verfolgung unterliege (vgl. im Ergebnis mit derselben Begründung auch VGH Kassel, B. v. 02.12.1993 - 13 UZ 1990/93 - VGH Mannheim, st. Rspr., zuletzt U. v. 19.05.1998 - A 2 S 28/98 - OVG NRW, B. v. 07.10.1991 - 16 A 1644/91.A -).

    Es ist zu prüfen, ob die syrischen Behörden den Rückkehrer dem Umfeld der Regimegegner zurechnen oder jedenfalls zur Ausforschung der Verhältnisse seiner verdächtigen Angehörigen gegen ihn vorgehen (vgl. VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 19. Mai 1998 - A 2 S 28/98 - VGHBW RSpD 1998, Beil. 8, B 3 - 4; OVG Saarlouis, Urteil vom 08. Dezember 1998 - 3 R 72/98 -).

    Dass diese Heranziehung zum Wehrdienst und die Verdoppelung der Zeit neben der Ahndung kriminellen Unrechts auch darauf gerichtet sein könnten, den Betreffenden wegen eines asylerheblichen Persönlichkeitsmerkmals zu treffen, lässt sich nach den dem Senat vorliegenden Erkenntnismitteln nicht feststellen (vgl. auch OVG Lüneburg, U. v. 22. Juni 1999 a.a.O.; VGH Mannheim, U. v. 19.05.1998, a.a.O.).

  • VG Braunschweig, 01.02.2001 - 6 A 57/00

    Mitgliedschaft in Kurdischer Volksunion und Auffinden von kurdischen

    Sippenhaft oder sippenhaftähnliche Maßnahmen drohen vielmehr nahen Angehörigen solcher Personen, die als gefährliche Regimegegner eingestuft werden, nur im Einzelfall (vgl. Auswärtiges Amt, Lagebericht Syrien vom 13.01.1999 und vom 24.01.2000; Auskünfte vom 18.10.1999 an das VG Mainz, vom 08.05.1996 an das VG Ansbach, vom 08.11.1995 an das VG Koblenz, vom 02.01.1995 an das VG Stuttgart und vom 28.05.1993 an das VG Schleswig; Deutsches Orient-Institut, Auskünfte vom 26.02.1999 an das VG Freiburg und vom 14.04.1993 an das VG Schleswig; Perthes, Stellungnahme vom 07.03.1993 an das VG Schleswig; in diesem Sinne bereits OVG Münster, Beschl. vom 16.03.2000, 9 A 1220/00.A; OVG Lüneburg, Urt. vom 22.06.1999 - 2 L 670/98 -, Beschl. vom 23.12.1998 - 2 L 5599/98; VGH Mannheim, Urt. vom 19.05.1998 - A 2 S 28/98 - VG Braunschweig, Urt. vom 17.06.1999 - 4 A 4057/96; Urt. vom 06.12.1999 - 4 A 4258/97, jew. m.w.Nw.).

    In ihnen sind auch keine Referenzfälle für eine aktuelle generelle Praxis der Sippenhaft angeführt (vgl. ebenso VGH Mannheim, Urt. vom 19.05.1998, aaO., UA S. 25; OVG Lüneburg, Beschl. vom 23.12.1998, aaO.; Urt. vom 22.06.1999, aaO.).

    Dieser wird von den syrischen Behörden ganz regelmäßig nicht zum Anlass für Verfolgungsmaßnahmen genommen (vgl. Nds. OVG Lüneburg ,aaO.; OVG Bremen, Urt. vom 13.04.2000, OVG 2 A 466/99.A; VGH Mannheim, Urt. vom 19.05.1998, A 2 S 28/98; OVG Saarlouis, Urt. vom 08.12.1998, 3 R 72/98).

  • OVG Niedersachsen, 27.03.2001 - 2 L 2505/98

    Rechtsstellung der staatenlosen Kurden in Syrien

    Nur wenn besondere Umstände hinzutreten, die geeignet sind, bei den syrischen Behörden den Verdacht zu begründen, dass sich die Betreffenden in Syrien oder im Ausland gegen das syrische Regime politisch betätigt haben, besteht nach der Rechtsprechung des Senats (vgl. Urteile v. 22.6.1999, a.a.O.), die auf einer umfassenden Würdigung der einschlägigen Erkenntnismittel beruht, für Rückkehrer die Gefahr, politisch verfolgt zu werden (vgl. ebenso OVG NW, Urt. v. 21.4.1998, a.a.O.; VGH Bad.-Württ., Urt. v. 19.5.1998 - A 2 S 28/98 - OVG Bremen, Urt. v. 12.4.2000, a.a.O.).
  • VG Braunschweig, 08.02.2001 - 6 A 219/00

    Angebliche Beleidigung des syrischen Staatspräsidenten und Verfolgungsgefahr.

    Sowohl nach der Höhe der strafrechtlichen Sanktionen als auch im Hinblick auf die Anwendungspraxis dieser Regelungen lässt sich nicht feststellen, dass der syrische Staat im Fall von Wehrdienstentziehungen Maßnahmen ergreift, die neben einer strafrechtlichen Ahndung auch darauf gerichtet sind, den Betreffenden wegen eines asylerheblichen Persönlichkeitsmerkmals zu treffen (Auswärtiges Amt, Auskunft vom 24.02.2000 an das VG Münster, vom 08.05.1996 an das VG Ansbach; Lagebericht vom 13.01.1999; vgl. auch: VGH Mannheim, Urt. vom 19.05.1998, A 2 S 28/98; OVG Lüneburg, Urt. vom 22.06.1999, 2 L 666/98 m.w.N.).

    Nach dieser Erkenntnismittellage ist jedenfalls in den Fällen, in denen der Betreffende nicht in dem Verdacht steht, sich in herausgehobener Weise gegen den syrischen Staat politisch betätigt zu haben, nicht anzunehmen, dass es während der Ableistung des Wehrdienstes und einer diesem möglicherweise vorausgehenden Inhaftierung zu politischen Verfolgungsmaßnahmen kommt (OVG Lüneburg, Urt. vom 22.06.1999, 2 L 666/98; VGH Mannheim, Urt. vom 19.05.1998, A 2 S 28/98).

    Dieser wird von den syrischen Behörden ganz regelmäßig nicht zum Anlass für Verfolgungsmaßnahmen genommen (vgl. Nds. OVG Lüneburg ,aaO.; OVG Bremen, Urt. vom 13.04.2000, OVG 2 A 466/99.A; VGH Mannheim, Urt. vom 19.05.1998, A 2 S 28/98; OVG Saarlouis, Urt. vom 08.12.1998, 3 R 72/98).

  • OVG Niedersachsen, 27.03.2001 - 2 L 5117/97

    Gruppenverfolgung von Yeziden und Kurden in Syrien

    Nur wenn besondere Umstände hinzutreten, die geeignet sind, bei den syrischen Behörden den Verdacht zu begründen, dass sich die Betreffenden in Syrien oder im Ausland gegen das syrische Regime politisch betätigt haben, besteht nach der Rechtsprechung des Senats (vgl. Urteile v. 22.6.1999, a.a.O.), die auf einer umfassenden Würdigung der einschlägigen Erkenntnismittel beruht, für Rückkehrer die Gefahr, politisch verfolgt zu werden (vgl. ebenso OVG NW, Urt. v. 21.4.1998, a.a.O.; VGH Bad.-Württ., Urt. v. 19.5.1998 - A 2 S 28/98 - OVG Bremen, Urt. v. 12.4.2000, a.a.O.).
  • OVG Niedersachsen, 14.07.1999 - 2 L 4943/97

    Keine Gruppenverfolgung der Yeziden in Nordostsyrien; Asyl; Gruppenverfolgung;

    Nach der Rechtsprechung des Senats (vgl. Beschl. v. 8.4.1999 - 2 L 1427/99 -), die in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen (vgl. Urt. v. 21.4.1998 - 9 A 6597/95.A), des Oberverwaltungsgerichts Baden-Württemberg (vgl. Urt. v. 19.5.1998 - A 2 S 28/98 -) und des Oberverwaltungsgerichts Bremen (vgl. Urt. v. 4.11.1998 - 2 BA 4/97 -) steht, sind die Kläger wegen ihrer illegalen Ausreise, der Stellung ihres Asylantrags und ihres mehrjährigen Aufenthalts in Deutschland nicht im Sinne des § 51 Abs. 1 AuslG bedroht.
  • VG Düsseldorf, 24.09.2010 - 21 K 4217/09

    Yeziden Syrien (mittelbare) Gruppenverfolgung Gruppenverfolgung

  • VG Sigmaringen, 07.03.2017 - A 2 K 5515/16

    Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft für syrische Bürgerkriegsflüchtlinge durch

  • OVG Niedersachsen, 15.01.2001 - 2 L 478/00

    Situation der Mitglieder der Assyrisch-Demokratischen Organisation (ADO)

  • VG Braunschweig, 21.03.2002 - 6 A 111/01

    Beweiserhebung bei unveränderter Tatsachenlage

  • VG Braunschweig, 24.01.2001 - 6 A 531/00

    Zur Sippenhaftgefahr für Ehefrau eines syrischen Sängers bei Heirat im Ausland.

  • VG Braunschweig, 22.02.2001 - 6 A 231/00

    Beschädigung eines Präsidentenbildes und Desertion

  • VG Karlsruhe, 25.08.1998 - A 11 K 13529/96

    Anspruch auf Gewährung von Abschiebungsschutz; Kongruenz zwischen Art. 16a Abs. 1

  • VG Braunschweig, 21.06.2001 - 6 A 19/00

    Beweisantrag und Substantiierungspflicht

  • VG Stade, 16.06.2004 - 6 A 1016/03

    Vorwurf der Zugehörigkeit zur CPPB und zur angeblichen Verurteilung in Syrien in

  • VG Braunschweig, 21.06.2001 - 6 A 16/00

    Wiedereinreiseverbot und Abschiebungsschutz

  • VG Braunschweig, 21.03.2002 - 6 A 355/00

    Syrien: Christen - keine Gruppenverfolgungsgefahr

  • VG Schleswig, 09.10.2001 - 11 A 218/99

    Bundesbeauftragter; Beanstandungs- und Kontrollinteresse

  • VG Braunschweig, 14.06.2001 - 6 A 451/00

    Blutrache und Abschiebungsschutz

  • VG Braunschweig, 08.02.2001 - 6 A 100/00

    Freilassung aus der Haft gegen Bestechung

  • VG Braunschweig, 24.01.2001 - 6 A 491/00

    Ohrfeigen bei Inhaftierung und Asylrelevanz

  • VG Braunschweig, 31.05.2001 - 6 A 59/00

    Landwegnahme bei Yeziden und fehlende Kausalität für spätere Ausreise.

  • VG Braunschweig, 14.03.2001 - 6 A 79/00

    Mitgliedschaft in Kurdischer Volksunion

  • VG Braunschweig, 08.02.2001 - 6 A 239/00

    Regimegegner und Sippenhaft; Syrien; Sippenhaft; Kurde; Schule, Verweisung;

  • VG Braunschweig, 24.01.2001 - 6 A 449/00

    Zeuge im Ausland und Beweiserhebung

  • VG Braunschweig, 10.01.2001 - 6 A 71/00

    Mitgliedschaft in der Partiya Islamiya Kurdistani (PIK) und Verfolgungsgefahr

  • VG Braunschweig, 10.01.2001 - 6 A 70/00

    Dienstverfehlungen während der Militärzeit

  • VG München, 21.05.2002 - M 22 K 00.51472

    Offensichtlich unbegründete Asylklage; Täuschung über Identität bei der Meldung

Haben Sie eine Ergänzung? Oder haben Sie einen Fehler gefunden? Schreiben Sie uns.
Neu: Die Merklistenfunktion erreichen Sie nun über das Lesezeichen oben.
Sie können auswählen (Maus oder Pfeiltasten):
(Liste aufgrund Ihrer bisherigen Eingabe)
Komplette Übersicht