Rechtsprechung
   VGH Baden-Württemberg, 13.07.2011 - 1 S 350/11   

Volltextveröffentlichungen (6)

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    StPO § 81b 2. Alt.; StPO § 170 Abs. 2; StPO § 252
    Rückgriff auf einem Verwertungsverbot unterliegende Zeugenaussagen zur Feststellung eines Resttatverdachts; Anforderungen an die Anordnung einer erkennungsdienstlichen Behandlung nach § 81b 2. Alt. StPO

  • Jurion(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)

    Rückgriff auf einem Verwertungsverbot unterliegende Zeugenaussagen zur Feststellung eines Resttatverdachts; Anforderungen an die Anordnung einer erkennungsdienstlichen Behandlung nach § 81b 2. Alt. StPO

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • conlegi.de (Kurzinformation)

    Zur Anordnung von ED-Maßnahmen gem. § 81b Alt. 2 StPO

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • ESVGH 62, 125
  • DVBl 2011, 1373
  • DÖV 2011, 780



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Wird zitiert von ... (9)  

  • VGH Baden-Württemberg, 05.04.2016 - 1 S 275/16  

    Rechtsgrundlage für Anordnung einer erkennungsdienstlichen Behandlung

    Allerdings setzt die Annahme eines solchen Restverdachts die eingehende Würdigung aller relevanten Umstände des Einzelfalls unter Berücksichtigung der Gründe für die Einstellung des Verfahrens voraus (vgl. Senat, Urt. v. 27.09.1999 - 1 S 1781/98 -, NVwZ-RR 2000, 287 und v. 13.07.2011 - 1 S 350/11 -, juris ).

    Der unbestimmte Rechtsbegriff der "Notwendigkeit" unterliegt hierbei der vollen Überprüfung durch die Verwaltungsgerichte; lediglich das der polizeilichen Prognose über das künftige Verhalten des Betroffenen zugrunde liegende Wahrscheinlichkeitsurteil ist einer Kontrolle nur begrenzt zugänglich; diese erstreckt sich lediglich darauf, ob die Prognose auf zutreffender Tatsachengrundlage beruht und ob sie nach gegebenem Erkenntnisstand unter Einbeziehung des kriminalistischen Erfahrungswissens sachgerecht und vertretbar ist (vgl. Senat, Urt. v. 18.12.2003 - 1 S 2211/02 -, VBlBW 2004, 214, v. 29.05.2008 - 1 S 1503/07 -, NJW 2008, 3082 und v. 13.07.2011, a.a.O.).

    Im Rahmen der verwaltungsgerichtlichen Kontrolle der streitigen noch nicht vollzogenen Anordnung kommt es deshalb für die Beurteilung der Notwendigkeit der angeordneten Maßnahmen auf die Sachlage im Zeitpunkt der gerichtlichen Entscheidung an (vgl. BVerwG, Urt. v. 19.10.1982, a.a.O.; Senat, Urt. v. 13.07.2011, a.a.O.).

  • OVG Niedersachsen, 20.11.2014 - 11 LC 232/13  

    Fehlende Notwendigkeit einer Anordnung zur erkennungsdienstlichen Behandlung

    Dass dieser vor dem Vollzug des Verwaltungsaktes durch Freispruch, Verurteilung oder Einstellung des Verfahrens die Beschuldigteneigenschaft verliert, ändert nichts an der Beschuldigteneigenschaft des Betroffenen zu dem maßgeblichen Zeitpunkt und mithin an der auf dieses Tatbestandsmerkmal bezogenen Rechtmäßigkeit der Anordnung (BVerwG, Urt. v. 23.11.2005 - BVerwG 6 C 2.05 -, a.a.O., Urt. v. 19.10.1982 - BVerwG 1 C 29.79 -, a.a.O.; Senatsurt. v. 28.6.2007 - 11 LC 372/06 -, juris; Senatsbeschl. v. 7.1.2010 - 11 ME 439/09 - Bay. VGH, Urt. v. 12.11.2013 - 10 B 12.2078 -, juris, Rdnr. 19 m.w.N.; Hamb. OVG, Urt. v. 11.4.2013 - 4 Bf 141/11 -, DVBl. 2013, 939, juris, Rdnr. 37; VGH Bad.-Württ., Urt. v. 13.7.2011 - 1 S 350/11 -, juris, Rdnr. 18 m.w.N.).
  • VGH Bayern, 12.11.2013 - 10 B 12.2078  

    Zur maßgeblichen Sach- und Rechtslage, wenn im Zeitpunkt der letzten mündlichen

    Im Rahmen der verwaltungsgerichtlichen Kontrolle einer streitigen, noch nicht vollzogenen Anordnung zur erkennungsdienstlichen Behandlung kommt es deshalb für die Beurteilung der Notwendigkeit der Maßnahme auf die Sachlage im Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung an (BVerwG, U.v. 19.10.1982 - 1 C 29/79 - juris Rn. 31; VGH BW, U.v. 13.7.2011 - 1 S 350/11 - juris Rn. 24; OVG Sachsen, B.v. 7.12.2010 - 3 A 452/10 - juris Rn. 6 m.w.N.), weil die Vollziehung der Anordnung noch bevorsteht.
  • OVG Sachsen-Anhalt, 29.08.2014 - 3 O 322/13  

    Beweisreichweite einer Zustellungsurkunde; erneute erkennungsdienstliche

    Im Rahmen der verwaltungsgerichtlichen Kontrolle einer streitigen, noch nicht vollzogenen Anordnung zur erkennungsdienstlichen Behandlung kommt es deshalb für die Beurteilung der Notwendigkeit der Maßnahme auf die Sachlage im Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung an (BVerwG, Urt. v. 19.10.1982 - 1 C 29.79 - juris Rn. 31; VGH Bad.-Württ., Urt. v. 13.07.2011 - 1 S 350/11 - juris Rn. 24; OVG Sachsen, Beschl. v. 07.12.2010 - 3 A 452/10 - juris Rn. 6 m. w. N.), weil die Vollziehung der Anordnung noch bevorsteht.
  • OVG Niedersachsen, 12.09.2011 - 11 LA 209/11  

    Neu vorgebrachte Beweismittel im Zulassungsverfahren

    Dies gilt erst recht für die hier maßgebliche Verwertung zum Zwecke der Strafverfolgungsvorsorge (vgl. VGH Baden-Württemberg, Urt. v. 13.7.2011 - 1 S 350/11 -, juris, Rn. 28, sowie allgemein zu den Voraussetzungen für gefahrenabwehrrechtliche Beweisverwertungsverbote Nds. OVG, Urt. v. 14.8.2008 - 12 ME 183/08 -, juris, Rn. 6, m. w. N.).
  • VGH Bayern, 29.10.2014 - 10 ZB 14.1355  

    Erkennungsdienstliche Maßnahmen; vorbeugende Bekämpfung von Straftaten; Verdacht

    Die Unschuldsvermutung (s. Art. 6 Abs. 2 EMRK) steht daher der Heranziehung von Verdachtsgründen ("Resttatverdacht"), die auch nach einer Verfahrensbeendigung durch Einstellung fortbestehen können, nicht entgegen (BayVGH, B.v. 27.12.2010 - 10 ZB 10.2847 - juris Rn. 8 f. zu § 81b 2. Alt. StPO unter Verweis auf BVerfG, B.v. 16.5.2002 - 1 BvR 2257/01 - juris Rn. 9 ff., 13; SächsOVG, B.v. 5.5.2014 - 3 A 82/13 - juris Rn. 5 m.w.N.; OVG LSA, B.v. 29.8.2014 - 3 O 322/13 - juris Rn. 12; VGH BW, U.v. 13.7.2011 - 1 S 350/11 - juris Rn. 21).
  • VG Münster, 24.03.2017 - 1 K 3742/16  
    vgl. VGH Bad.-Württ., Urteil vom 13. Juli 2011 - 1 S 350/11 -, juris, Rn. 29.
  • OVG Schleswig-Holstein, 17.01.2013 - 4 LA 59/12  
    Es bedarf der einzelfallbezogenen Würdigung unter Berücksichtigung der Gründe für die Einstellung des Verfahrens, ob als Grundlage der Gefahrenprognose (vgl. dazu die Ausführungen im Senatsbeschluss vom 22.12.2011- 4 O 36/11 - zur Prozesskostenhilfe) noch ein verbleibender Tatverdacht im Sinne eines "Resttatverdachts" besteht, also Verdachtsmomente weiterhin vorhanden sind, die eine Fortdauer der Speicherung zur präventiv-polizeilichen Straftatenbekämpfung rechtfertigen, und hinreichende tatsächliche Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der Betroffene zukünftig eine Straftat begehen wird (vgl. BVerfG, Beschl. v. 01.06.2006 - 1 BvR 2293/03 -, BVerfGK 8, 165; Beschl. 16.05.2002 - 1 BvR 2257/01 -, NJW 2002, 567; BVerwG, Urt. v. 23.11.2005 - 6 C 2/05 -, NVwZ 2006, 713; OVG Saarland, Urt. v. 05.10.2012 - 3 A 72/12 -, Juris; VGH Baden-Württemberg, Urt. v. 13.07.2011 - 1 S 350/11 -, Juris; BayVGH, Beschl. v. 23.03.2011 - 10 CS 10.3068 -, Juris; OVG NRW, Beschl. v. 14.04.2010 - 5 A 479/09 -, DVBl. 2010, 852).
  • VG Münster, 12.11.2013 - 1 K 226/13  

    Aufnahme von Lichtbildern und Fingerabdrücken gegen den Willen des Beschuldigten

    vgl. VGH Bad.-Württ., Urteil vom 13.7.2011 - 1 S 350/11 -, juris, Rdn. 29.
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