Rechtsprechung
   VGH Baden-Württemberg, 18.01.2011 - 8 S 600/09   

Volltextveröffentlichungen (7)

  • openjur.de

    Baurecht/Immissionsschutz: bauplanungsrechtliche Zulässigkeit eines Wohnhauses in einem faktischen Dorfgebiet nahe der Güllegrube eines benachbarten landwirtschaftlichen Betriebs mit Rinderhaltung

  • Justiz Baden-Württemberg

    Baurecht/Immissionsschutz: bauplanungsrechtliche Zulässigkeit eines Wohnhauses in einem faktischen Dorfgebiet nahe der Güllegrube eines benachbarten landwirtschaftlichen Betriebs mit Rinderhaltung

  • Landesrecht Baden-Württemberg

    § 34 Abs 1 BauGB, § 34 Abs 2 BauGB, § 5 Abs 2 Nr 3 BauNVO, § 15 Abs 1 BauNVO, § 3 Abs 1 BImSchG
    Baurecht/Immissionsschutz: bauplanungsrechtliche Zulässigkeit eines Wohnhauses in einem faktischen Dorfgebiet nahe der Güllegrube eines benachbarten landwirtschaftlichen Betriebs mit Rinderhaltung

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Unerheblichkeit der Vermittlung eines homogenen Eindrucks der vorhandenen Bebauung oder des Erkennens einer Regel bzgl. der Anordnung der Gebäude für das Vorliegen eines Ortsteils; Vorliegen eines Ortsteils bei einem Bebauungskomplex aus fünf Wohngebäuden, einem Betriebsgebäude eines Getränkegroßhandels und neun Wirtschaftsgebäuden oder Schuppen landwirtschaftlicher Betriebe; Schädliche Umwelteinwirkungen i.S.d. § 3 Abs. 1 Bundesimmissionsschutzgesetz ( BImSchG ) bei Unterschreiten des nach dem Entwurf der VDI-Richtlinie 3474 "Emissionsminderung Tierhaltung Geruchsstoffe" vom März 2001 ermittelten Normabstands; Bauplanungsrechtliche Zulässigkeit eines Wohnhauses in einem faktischen Dorfgebiet nahe der Güllegrube eines benachbarten landwirtschaftlichen Betriebs mit Rinderhaltung unter Berücksichtigung einer nach der Geruchsimmissions-Richtlinie (GIRL) des Länderausschusses für Immissionsschutz (LAI) erstellten Ausbreitungsrechnung

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Ist eine Ansammlung von fünf Wohngebäuden ein Ortsteil?

  • Jurion(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)

    Unerheblichkeit der Vermittlung eines homogenen Eindrucks der vorhandenen Bebauung oder des Erkennens einer Regel bzgl. der Anordnung der Gebäude für das Vorliegen eines Ortsteils; Vorliegen eines Ortsteils bei einem Bebauungskomplex aus fünf Wohngebäuden, einem Betriebsgebäude eines Getränkegroßhandels und neun Wirtschaftsgebäuden oder Schuppen landwirtschaftlicher Betriebe; Schädliche Umwelteinwirkungen i.S.d. § 3 Abs. 1 Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) bei Unterschreiten des nach dem Entwurf der VDI-Richtlinie 3474 "Emissionsminderung Tierhaltung Geruchsstoffe" vom März 2001 ermittelten Normabstands; Bauplanungsrechtliche Zulässigkeit eines Wohnhauses in einem faktischen Dorfgebiet nahe der Güllegrube eines benachbarten landwirtschaftlichen Betriebs mit Rinderhaltung unter Berücksichtigung einer nach der Geruchsimmissions-Richtlinie (GIRL) des Länderausschusses für Immissionsschutz (LAI) erstellten Ausbreitungsrechnung

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • ESVGH 61, 251
  • NVwZ-RR 2011, 393
  • VBlBW 2011, 308
  • DÖV 2011, 369
  • BauR 2011, 891
  • BauR 2012, 484



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Wird zitiert von ... (28)  

  • VG Karlsruhe, 20.12.2018 - 2 K 12861/17
    Dabei kommt es nur auf äußerlich erkennbare, mit dem Auge wahrnehmbare bereits vorhandene Gegebenheiten an, so dass etwa Darstellungen im Flächennutzungsplan ebenso unerheblich sind wie eine erst künftig geplante Bebauung (BVerwG, Urt. v. 06.11.1968 - 4 C 2.66 -, BVerwGE 31, 20; Urt. v. 12.12.1990 - 4 C 40.87 -, NVwZ 1991, 879; Beschl. v. 08.11.1999 - 4 B 85.99 -, BauR 2000, 1171; Beschl. v. 17.01.2005 - 4 B 3.05 -, juris; VGH Baden-Württemberg, Urt. v 18.01.2011 - 8 S 600/09 -, VBlBW 2011, 308).

    Bauwerke, die - wie eine Scheune oder ein Stall - nur vorübergehend genutzt werden, gehören in der Regel nicht dazu, unabhängig davon, welchen Zwecken sie dienen (BVerwG, Urt. v. 06.11.1968 - IV C 31.66 -, BVerwGE 31, 22; Urt. v. 22.03.1972 - IV C 121.68 -, BauR 1972, 222; Urt. v. 14.09.1992 - 4 C 15.90 -, NVwZ 1993, 985; Beschl. v. 02.03.2000 - 4 B 15.00 -, BauR 2000, 1310; VGH Baden-Württemberg, Urt. v. 14.11.2006 - 5 S 330/06 -, VBlBW 2007, 305; Urt. v 18.01.2011 - 8 S 600/09 -, VBlBW 2011, 308).

    Außer Baulücken sind dem Bebauungszusammenhang noch Flächen zuzurechnen, auf denen sich nicht maßstabsbildende Bautätigkeit in sichtbarer Veränderung der Geländeoberfläche niedergeschlagen hat oder die wegen ihrer natürlichen Beschaffenheit (z.B. Gewässer) oder Zweckbestimmung (z.B. Sportplätze, Erholungsflächen) der Bebauung entzogen sind (BVerwG, Urt. v. 06.11.1968 - 4 C 2.66 -, BVerwGE 31, 20; Urt. v. 06.11.1968 - IV C 31.66 -, BVerwGE 31, 22; Urt. v. 29.05.1981 - 4 C 34.78 -, BVerwGE 62, 250; Urt. v. 19.09.1986 - IV C 15.84 -, BVerwGE 75, 34; Urt. v. 14.11.1991 - 4 C 1.91 -, NVwZ-RR 1992, 227; Beschl. v. 06.03.1992 - 4 B 35.92 -, BauR 1993, 303; VGH Baden-Württemberg, Urt. v. 10.10.2003 - 5 S 747/02 - BWGZ 2004, 88; Urt. v. 14.11.2006 - 5 S 330/06 -, VBlBW 2007, 305; Urt. v 18.01.2011 - 8 S 600/09 -, VBlBW 2011, 308).

    Fehlt es daran, endet der Bebauungszusammenhang aber mit dem letzten Haus, so dass die Grenze zum Außenbereich auch vor- und zurückspringen kann (BVerwG, Urt. v. 06.12.1967 - IV C 94.66 -, BVerwGE 28, 268; Urt. v. 13.02.1976 - IV C 72.74 -, NJW 1976, 1855; Beschl. v. 18.12.1987 - 4 B 249.87 -, juris; VGH Baden-Württemberg, Urt. v 18.01.2011 - 8 S 600/09 -, VBlBW 2011, 308).

    "Ortsteil" im Sinne des § 34 Abs. 1 Satz 1 BauGB ist - in Entgegensetzung zur unerwünschten Splittersiedlung (§ 35 Abs. 3 Satz 1 Nr. 7 BauGB) - ein Bebauungskomplex im Gebiet einer Gemeinde, der nach der Zahl der vorhandenen Bauten ein gewisses Gewicht besitzt und Ausdruck einer organischen Siedlungsstruktur ist (BVerwG, Urt. v. 06.11.1968 - 4 C 2.66 -, BVerwGE 31, 20; BVerwG, Urt. v. 06.11.1968 - IV C 31.66 -, BVerwGE 31, 22; VGH Baden-Württemberg, Urt. v 18.01.2011 - 8 S 600/09 -, VBlBW 2011, 308).

    Das "gewisse Gewicht" für die Bewertung eines Bebauungszusammenhangs als Ortsteil ist nicht für alle Gemeinden und Siedlungsräume einheitlich, sondern nach den siedlungsstrukturellen Gegebenheiten im Gebiet der jeweiligen Gemeinde zu bestimmen (BVerwG, Urt. v. 17.02.1984 - 4 C 56/79 -, NVwZ 1984, 434; Urt. v. 03.12.1998 - 4 C 7/98 -, NVwZ 1999, 527; Beschl. v. 19.09.2000 - 4 B 49/00 - NVwZ-RR 2001, 83; VGH Baden-Württemberg, Urt. v 18.01.2011 - 8 S 600/09 -, VBlBW 2011, 308; Bayerischer VGH, Urt. v. 10.04.2014 - 1 B 14.255 -, juris; OVG Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 13.11.2009 - 7 A 1236/08 -, juris; Urt. v. 10.07.2018 - 2 A 2504/16 -, juris; OVG Sachsen-Anhalt, Beschl. v. 19.06.2012 - 2 L 132/11 -, ZfBR 2012, 789).

    Sechs oder auch nur fünf Gebäude können im Einzelfall aber schon ausreichen (VGH Baden-Württemberg, Urt. v 18.01.2011 - 8 S 600/09 -, VBlBW 2011, 308 m.w.N.).

    Die Anforderung einer organischen Siedlungsstruktur schließt ebenfalls nur das ein, was in Entgegensetzung zur unerwünschten Splittersiedlung dem inneren Grund für die Rechtsfolge des § 34 BauGB entspricht, nämlich die nach der Siedlungsstruktur angemessene Fortentwicklung innerhalb des gegebenen Bereichs (BVerwG, Urt. v. 06.11.1968 - IV C 31.66 -, BVerwGE 31, 22; VGH Baden-Württemberg, Urt. v 18.01.2011 - 8 S 600/09 -, VBlBW 2011, 308; OVG Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 10.07.2018 - 2 A 2504/16 -, juris).

  • VGH Baden-Württemberg, 16.04.2014 - 3 S 1962/13

    Abbruchverfügung für Wochenendhaus; Bebauungszusammenhang; Einschreitenskonzept

    Leitsatz 1. So auch BVerwG, Beschl. v. 2.4.2007 - 4 B 7/07 -, BauR 2007, 1383; VGH Mannheim, Urt. v. 18.1.2011 - 8 S 600/09 -, NVwZ-RR 2011, 393; VGH München, Beschl. v. 18.8.2011 - 1 ZB 10.2244 -, juris.(Rn.37).

    Ein vorhandener Bebauungszusammenhang ist als Ortsteil nach § 34 Abs. 1 Satz 1 BauGB anzusehen, wenn er nach der Zahl der vorhandenen Bauten ein gewisses Gewicht besitzt und Ausdruck einer organischen Siedlungsstruktur ist (BVerwG, st. Rspr seit Urt. v. 6.11.1968 - IV C 31.66 - BVerwGE 31, 22; VGH Bad.-Württ., Urt. v. 18.1.2011 - 8 S 600/09 - VBlBW 2011, 308; Urt. d. Senats v. 17.10.2003 - 3 S 2298/02 - VBlBW 2004, 345).

    Das sind grundsätzlich nur Bauwerke, die dem ständigen Aufenthalt von Menschen dienen (BVerwG, Beschl. v. 2.8.2001 - 4 B 26.01 - BauR 2002, 277; VGH Bad.-Württ., Urt. v. 18.1.2011 - 8 S 600/09 - VBlBW 2011, 308; Urt. des Senats v. 10.3.2010 - 3 S 2627/08 - BWGZ 2010, 761).

    Eine Ausnahme von dem genannten Grundsatz gilt aber dann, wenn sich die zuständige Behörde mit einer von den erteilten Baugenehmigungen abweichenden kontinuierlichen Wohnnutzung auf Dauer abgefunden hat (BVerwG, Beschl. v. 11.2.2000 - 4 B 1.00 - BRS 63 Nr. 102; OVG Mecklenburg-Vorpommern, Urt. v. 18.4.2012, a.a.O.; VGH Bad.-Württ., Urt. v. 18.1.2011, a.a.O.).

    Auf die Entstehungsgeschichte der vorhandenen Bebauung kommt es daher nicht an (BVerwG, Beschl. v. 2.4.2007 - 4 B 7.07 - BauR 2007, 1383; VGH Bad.-Württ., Urt. v. 18.1.2011 - 8 S 600/09 - VBlBW 2011, 308; Bay. VGH, Beschl. v. 18.8.2011 - 1 ZB 10.2244 - juris).

  • VGH Baden-Württemberg, 25.04.2016 - 3 S 1784/15

    Erheblichkeit von Geruchsimmissionen; Schutz von Außenwohnbereichen; Ansatz des

    Insoweit kommen etwa die Geruchs-Immissionsrichtlinie (v. 29.2.2008 mit Ergänzung v. 10.9.2008 - GIRL -), die für - wie hier - nicht immissionsschutzrechtlich genehmigungsbedürftige Anlagen sinngemäß angewandt werden kann (vgl. Nr. 1 der GIRL), oder VDI-Richtlinien, wie die Richtlinie 3894 (Blatt 1 v. September 2011 und Blatt 2 v. November 2012 - Richtlinie 3894 Blatt 1 und 2 -), welche die früheren Richtlinien 3471 bis 3474 ersetzt, in Frage (vgl. VGH Bad-Württ., Urt. v. 18.1.2011 - 8 S 600/09 - VBlBW 2011, 308).

    Denn die im Rahmen diese Projekts zwischen 2002 und 2006 durchgeführten Untersuchungen haben die Annahme bestätigt, dass von den Kriterien Häufigkeit, Intensität, Qualität und Hedonik von Gerüchen vor allem die Geruchshäufigkeit in Prozent der Jahresstunden grundsätzlich ein sachgerechtes und hinreichendes Kriterium zur Beurteilung der Erheblichkeit von Geruchsimmissionen darstellt und eine nach Tierarten (Geflügel, Schwein, Rind) differenzierte Geruchsqualität im Gegensatz zur Hedonik immissionsseitig eindeutig wirkungsrelevant ist, während es auf die Geruchsintensität kaum ankommt (vgl. auch hierzu VGH Bad-Württ., Urt. v. 18.1.2011, a. a. O.).

    Damit übereinstimmend geht auch die Rechtsprechung von einer im Vergleich zur Schweinehaltung größeren Akzeptanz gegenüber Gerüchen aus der Rinderhaltung allgemein aus (vgl. OVG Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 22.3.2011 - 2 A 371/09 -juris; OVG Schleswig-Holstein, Urt. v. 28.10.1993 - 1 L 95/92 - juris) und hat der 8. Senat des beschließenden Verwaltungsgerichtshofs Gerüche aus der Rinderhaltung generell mit einem Gewichtungsfaktor von 0, 5 in Ansatz gebracht (Urt. vom 18.1.2011, a. a. O.).

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