Rechtsprechung
   BVerfG, 19.07.2007 - 1 BvR 650/03   

Volltextveröffentlichungen (10)

  • lexetius.com
  • openjur.de
  • Bundesverfassungsgericht

    Verletzung des Anspruchs auf effektiven Rechtsschutz durch Nichtzulassung der Revision im Zivilprozess trotz grundsätzlicher Bedeutung - Zur Zulässigkeit landesrechtlicher Regelungen bzgl der Duldung eines Überbaus

  • Judicialis
  • Jurion

    Pflicht des Grundstückseigentümers zur Duldung eines aus einer Giebelverschalung und einem Dachabschluss bestehenden Überbaus; Hinnahme von untergeordneten Bauteilen als Überbau; Verfassungswidrigkeit von § 7b Abs. 1 S. 1 Gesetz über das Nachbarrecht des Landes Baden-Württemberg (NRG,BW) wegen fehlender Gesetzgebungskompetenz des Landes; Gestaltungsspielraum des Landesgesetzgebers bei der Bestimmung von Inhalt und Schranken des Eigentums; Auslegung des nachbarrechtlichen Regelungsvorbehalts für den Landesgesetzgeber in Art. 124 S. 1 Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch (EGBGB)

  • zfir-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    NRG BW § 7b Abs. 1 Satz 1; BGB § 912; EGBGB Art. 124 Satz 1
    Verfassungsmäßigkeit des die Duldung von Überbau untergeordneter Bauteile regelnden § 7b Abs. 1 Satz 1 NRG BW

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Verfassungsmäßigkeit landesrechtlicher Regelungen des privaten Nachbarrechts; Umfang des effektiven Rechtsschutzes

  • datenbank.nwb.de(kostenpflichtig)
  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Nachbarrecht - Müssen übergreifende Bauteile geduldet werden?

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Besprechungen u.ä.

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Duldungspflicht für Überbau in Nachbargesetzen verfassungsgemäß! (IMR 2008, 91)

Sonstiges (2)

  • Jurion (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BVerfG vom 19.07.2007, Az.: 1 BvR 650/03 (Verfassungsmäßigkeit des die Duldung von Überbau untergeordneter Bauteile regelnden § 7b Abs.1 Satz 1 NRG BW)" von Notar Prof. Dr. Dr. Herbert Grziwotz, original erschienen in: ZfIR 2008, 112.

  • Jurion (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Besprechung des Beschlusses des BVerfG v. 19.7.2007 - 1 BvR 650/03 (Landesnachbarrecht und Nichtzulassungsbeschwerde)" von RiBGH a. D. Walter Dehner, original erschienen in: NVwZ 2009, 369 - 372.

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • BVerfGK 11, 420
  • NJW-RR 2008, 26
  • NVwZ 2009, 390 (Ls.)



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Wird zitiert von ... (56)  

  • AG Brandenburg, 07.12.2016 - 31 C 160/14

    Überbau unterhalb der 25 cm-Grenze muss der Nachbar hinnehmen!

    Er wird von der Regelung betreffend den Überbau nach §§ 912 ff. BGB (OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 08.06.2006, Az.: 3 U 143/05, u. a. in: OLG-Report 2006, Seiten 860 f.) und durch die §§ 19 und 19a BbgNRG (vgl. analog: BVerfG, Beschluss vom 19.07.2007, Az.: 1 BvR 650/03, u. a. in: NJW-RR 2008, Seiten 26 ff.; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 26.09.2012, Az.: 19 U 110/12, u. a. in: NJW 2012, Seiten 3729 ff.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 19.05.2009, Az.: 34 C 77/08, u. a. in: beckonline, BeckRS 2009, Nr.: 14511) durchbrochen.

    Maßgebend ist somit, ob ein bestimmter Sachverhalt tatsächlich umfassend und lückenlos geregelt ist oder nach dem aus Gesetzgebungsgeschichte und Materialien ablesbaren objektivierten Willen des Gesetzgebers abschließend geregelt werden sollte (BVerfG, Beschluss vom 19.07.2007, Az.: 1 BvR 650/03, u. a. in: NJW-RR 2008, Seiten 26 ff.; BVerfG, BVerfGE 102, Seiten 99 ff.; VerfG Brandenburg, Beschluss vom 11.12.2015, Az.: VfGBbg 42/14, u. a. in: BeckRS 2015, Nr.: 5654; Dehner, NVwZ 2009, Seiten 369 f.).

    Raum bleibt den Ländern im Übrigen selbst bei umfassender Regelung der Materie durch den Bund nach Maßgabe der im Bundesgesetz vorgesehenen Regelungsvorbehalte zugunsten des Landesgesetzgebers (BVerfG, Beschluss vom 19.07.2007, Az.: 1 BvR 650/03, u. a. in: NJW-RR 2008, Seiten 26 ff.; BVerfG, BVerfGE 83, Seiten 24; BVerfG, BVerfGE 35, Seiten 65 ff.), im Bereich des bürgerlichen Rechts also derjenigen des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuch (BVerfG, Beschluss vom 19.07.2007, Az.: 1 BvR 650/03, u. a. in: NJW-RR 2008, Seiten 26 ff.; BVerfG, BVerfGE 78, Seiten 132 ff.).

    Gemessen an diesen Grundsätzen kann hier aber gerade nicht festgestellt werden, dass der Landesgesetzgeber des Landes Brandenburg mit den §§ 19 und 19a BbgNRG - welche den Übergriff in den Luftraum bzw. den Überbau unter den dort genannten Voraussetzungen weitergehend als in § 912 BGB vorgesehen zulassen - außerhalb seiner Gesetzgebungskompetenz gehandelt hat (BVerfG, Beschluss vom 19.07.2007, Az.: 1 BvR 650/03, u. a. in: NJW-RR 2008, Seiten 26 ff.).

    Mit Rücksicht darauf, dass die §§ 19 und 19a BbgNRG nur die privatrechtlichen Folgen des Überbaus auf der Grundlage einer nach öffentlichem Baurecht zulässigen Grenzbebauung regelt, wohingegen § 912 Abs. 1 BGB den Überbau im Allgemeinen betrifft, können diese Normen durchaus verschiedene Regelungsgegenstände gesehen und die §§ 19 und 19a BbgNRG so als "andere Beschränkung" im Sinne des Art. 124 Satz 1 EGBGB verstanden werden (BVerfG, Beschluss vom 19.07.2007, Az.: 1 BvR 650/03, u. a. in: NJW-RR 2008, Seiten 26 ff.).

    Verfassungsrechtliche Bedenken dagegen, dass der Landesgesetzgeber den ihm bei der Bestimmung von Inhalt und Schranken des Eigentums zustehenden Gestaltungsspielraum mit der Regelung in den §§ 19 und 19a BbgNRG überschritten, insbesondere die Interessen des Grundstückseigentümers unverhältnismäßig eingeschränkt haben könnte, sind mit Rücksicht auf die differenzierten Vorgaben zu dessen Duldungspflicht in diesen Vorschriften und vor allem auch zu deren inhaltlicher und zeitlicher Begrenzung (solange die Benutzung seines Grundstücks nicht oder nur unwesentlich beeinträchtigt wird) nicht erkennbar (BVerfG, Beschluss vom 19.07.2007, Az.: 1 BvR 650/03, u. a. in: NJW-RR 2008, Seiten 26 ff.).

    Das erkennende Gericht geht hier im Übrigen aber auch davon aus, dass der Kläger unter Anwendung der Grundsätze des so genannten "nachbarrechtlichen Gemeinschaftsverhältnisses" ebenso gehindert wäre, über eine Tiefe von 0, 25 m hinaus die Teilflächen der Dachüberstände des Beklagten in Besitz zu nehmen (BVerfG, Beschluss vom 10.11.1988, Az.: 1 BvR 1215/88; BVerfG, Beschluss vom 19.07.2007, Az.: 1 BvR 650/03; Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluss vom 11.12.2015, Az.: 42/14; BGH, NJW-RR -, Seite 650; BGH, NJW-RR 2012, Seite 1160; BGH, NJW-RR 2008, Seite 610; BGH, NJW 2003, Seite 1392; BGH, NJW-RR 2002, Seite 1313; BGH, NJW-RR 2001, Seite 1208).

  • BGH, 02.06.2017 - V ZR 196/16

    Keine grenzüberschreitende Wärmedämmung für Neubauten

    Das Bundesverfassungsgericht hat die Frage offengelassen (BVerfGK 11, 420, 431 f. zu § 7b NRG BW).

    In materieller Hinsicht ist zweifelhaft, ob der Berliner Landesgesetzgeber die grundrechtlich geschützten Interessen des von dem Überbau betroffenen Nachbarn ausreichend berücksichtigt hat; Einschränkungen der Duldungspflicht, wie sie etwa § 7c NRG BW, § 23a NachbG NRW oder § 10a NachbG HE enthalten, sind in § 16a NachBG Bln nämlich nicht aufgenommen worden (vgl. MüKoBGB/Brückner, 7. Aufl., § 912 Rn. 49; siehe auch BVerfGK 11, 420, 430 zu § 7 b NRG BW).

  • OLG Frankfurt, 15.04.2016 - 8 U 129/15

    Verjährung von Entgeltansprüchen der Versorgungsunternehmen für Strom- und

    Klärungsbedürftig sind dabei solche Rechtsfragen, deren Beantwortung zweifelhaft ist oder zu denen unterschiedliche Auffassungen vertreten werden und die noch nicht oder nicht hinreichend höchstrichterlich geklärt sind (vgl. BVerfG, Beschluss vom 19.07.2007 - 1 BvR 650/03, NJW-RR 2008, 26, 29; Beschluss vom 27.05.2010 - 1 BvR 2643/07, FamRZ 2010, 1235, 1236; OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 03.09.2013 - 15 U 92/12, ZEV 2013, 674, 677; Heßler, in: Zöller, Zivilprozessordnung, 31. Aufl. 2016, § 543, Rdnr. 11).
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