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   VG Arnsberg, 27.11.2018 - 1 K 9200/17   

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VG Arnsberg, 27.11.2018 - 1 K 9200/17 (https://dejure.org/2018,42292)
VG Arnsberg, Entscheidung vom 27.11.2018 - 1 K 9200/17 (https://dejure.org/2018,42292)
VG Arnsberg, Entscheidung vom 27. November 2018 - 1 K 9200/17 (https://dejure.org/2018,42292)
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Wird zitiert von ... (2)

  • VG München, 21.02.2019 - M 27 K 17.3958

    Vermittlungserlaubnis für Lotterien im Internet

    Die Klägerin nimmt zur weiteren Begründung ihrer Ansicht auf eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Arnsberg (U.v. 27.11.2018 - 1 K 9200/17 - juris) Bezug.

    Sie ergibt sich, worauf das beklagte Ministerium zutreffend hingewiesen hat, aus dem Bundesstaatsprinzip und der Gesetzgebungskompetenz der Länder im Glücksspielrecht (vgl. auch VG Arnsberg, U.v. 27.11.2018 - 1 K 9200/17 - juris Rn. 159 f.; VG Hannover, U.v. 15.3.2017 - 10 A 12223/14 - juris Rn. 88; VG Regensburg, U.v. 28.2.2013 - RO 5 K 12.1196 - juris Rn. 127).

    An der Verfassungsgemäßheit des Regionalitätsprinzips bestehen nach überwiegender verfassungs- und verwaltungsgerichtlicher Rechtsauffassung keine Zweifel (vgl. BVerfG, B.v. 14.10.2008 - 1 BvR 928/08 - juris Rn. 53; VG Arnsberg, U.v. 27.11.2018 - 1 K 9200/17 - juris Rn. 161 f.; VG Hannover, U.v. 15.3.2017 - 10 A 12223/14 - juris Rn. 86 f.; VG Hamburg, U.v. 3.7.2014 - 4 K 2865/12 - juris Rn. 81; VG Schwerin, U.v. 14.3.2013 - 7 A 1430/08 - juris Rn. 59; VG Regensburg, U.v. 28.2.2013 - RO 5 K 12.1196 - juris Rn. 127 f.; VG Leipzig, U.v. 20.9.2012 - 5 K 757/10 - juirs Rn. 72 ff.; VG Saarlouis, U.v. 19.1.2012 - 6 K 521/10 - juris Rn. 136 f.; VG Wiesbaden, U.v. 17.2.2011 - 5 K 1328/09.WI - juris Rn. 110 ff.; anders VG Gelsenkirchen U.v. 17.5.2016 - 19 K 3334/14 - juris Rn. 188 ff. und U.v. 17.5.2016 - 19 K 4119/13 - juris Rn. 187 ff.).

    (2) Entgegen einem Teil der Rechtsprechung (vgl. etwa VG Arnsberg, U.v. 27.11.2018 - 1 K 9200/17 - juris Rn. 53 ff.; VG Hamburg, U.v. 13.9.2016 - 4 K 303/13 - juris Rn. 32; VG Düsseldorf, U.v. 21.6.2016 - 3 K 5661/14 - juris Rn. 107 ff.; VG Berlin, U.v. 19.3.2015 - 23 K 261.13 - juris Rn. 35) ist im Falle einer Erlaubnis zur gewerblichen Vermittlung von Glücksspiel eine isolierte Anfechtungsklage betreffend einzelne Nebenbestimmungen nicht von vornherein ausgeschlossen.

    Entgegen der klägerischen Ansicht und entgegen einem Teil der Rechtsprechung (vgl. VG Arnsberg, U.v. 27.11.2018 - 1 K 9200/17 - juris Rn. 105 ff. m.w.N.) findet sich die Rechtsgrundlage zum Ausschluss sämtlicher gesperrter Spieler ohne Rücksicht auf die Häufigkeit der Ziehungen pro Woche in § 4 Abs. 5 Nr. 1 GlüStV.

    Er begründet einen im Vergleich zum § 20 Abs. 2 Satz 1 GlüStV - der keine abschließende Regelung darstellt - weitergehenden Spielerausschluss betreffend die Lotterievermittlung im Internet (VG Berlin, U.v. 24.2.2015 - 23 K 390.14 - juris Rn. 72; a.A. etwa VG Arnsberg, U.v. 27.11.2018 - 1 K 9200/17 - juris Rn. 102 ff.; VG Hamburg, U.v. 3.7.2014 - 4 K 2865/12 - juris Rn. 80; offen gelassen in VG Gelsenkirchen, U.v. 17.5.2016 - 19 K 3334/14 - juris Rn. 198).

    Diesen zweiten Schritt des § 20 Abs. 2 Satz 1 GlüStV vollzieht § 4 Abs. 5 Nr. 1 GlüStV gerade nicht nach, sondern schließt sämtliche "gesperrte Spieler" von der Vermittlung von Lotterien im Internet aus - unabhängig davon, wie oft die vermittelten Lotterien gezogen werden (vgl. auch BW LT-Drs. 15/1570, S. 65; anders etwa VG Arnsberg, U.v. 27.11.2018 - 1 K 9200/17 - juris Rn. 105 ff. m.w.N.).

    Vor diesem Hintergrund geht auch bei der Vermittlung von Lotterien, die nicht mehr als zweimal pro Woche gezogen werden, eine im Vergleich zu terrestrischen Vertrieb erhöhte Suchtgefahr aus (anders VG Gelsenkirchen U.v. 17.5.2016 - 19 K 3334/14 - juris Rn. 198; VG Arnsberg, U.v. 27.11.2018 - 1 K 9200/17 - juris Rn. 105), der die streitgegenständliche Auflage Nr. 111.10 in verhältnismäßiger Weise begegnet.

  • VG Arnsberg, 10.10.2018 - 1 K 5592/17
    Die Erlaubnis vom 15. September 2017 in der Fassung des dritten Änderungsbescheides ist bis zum 30. Juni 2021 gültig, wobei gegen bestimmte Bestimmungen dieser Erlaubnis (nicht aber gegen Ziffer I.2) Klageverfahren anhängig sind (1 K 8635/17 bzw. 1 K 9200/17).

    "Weitere Vertriebswege bedürfen einer gesonderten Erlaubnis." Unabhängig von den seitens der Klägerin gegen diese Vermittlungserlaubnis geführten Klageverfahren (1 K 8635/17 bzw. 1 K 9200/17) ist diese Regelung, die im Einzelnen bereits nicht angriffen worden ist, nicht nichtig, mithin wirksam.

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