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   OVG Niedersachsen, 30.11.2005 - 1 ME 172/05   

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OVG Niedersachsen, 30.11.2005 - 1 ME 172/05 (https://dejure.org/2005,1651)
OVG Niedersachsen, Entscheidung vom 30.11.2005 - 1 ME 172/05 (https://dejure.org/2005,1651)
OVG Niedersachsen, Entscheidung vom 30. November 2005 - 1 ME 172/05 (https://dejure.org/2005,1651)
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Volltextveröffentlichungen (6)

  • openjur.de

    Abwehr eines großflächigen Vorhabens in einem Grundzentrum durch eine Nachbargemeinde mit oberzentraler Bedeutung

  • Entscheidungsdatenbank Niedersachsen

    Abwehr eines großflächigen Vorhabens in einem Grundzentrum durch eine Nachbargemeinde mit oberzentraler Bedeutung

  • Judicialis

    BauGB § 2 II 1; ; BauGB § 2 II 2; ; BauGB § 31 II; ; BauNVO § 11 III 2

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Abwehr eines großflächigen Vorhabens in einem Grundzentrum durch eine Nachbargemeinde (Stadt mit oberzentraler Bedeutung) - Abstimmungsgebot, interkommunales; Abwehrrecht, nachbarliches; Raumordnung, Ziele; Versorgungsbereiche, zentrale; zentralörtliche Gliederung

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Rechtsschutz d. Nachbargemeinde gegen großes Bauvorhaben

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (2)

  • niedersachsen.de (Pressemitteilung)

    Stadt Bremen kann Erweiterung des Ochtum Parks in Stuhr-Brinkum nicht verhindern

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)

    Berufung einer Gemeinde auf § 2 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB) zur Abwehr eines großflächigen Vorhabens in der Nachbargemeinde; Verpflichtung einer bauenden Gemeinde zur Einholung eines Fachgutachtens über die Auswirkungen auf die benachbarte Gemeinde; Zentralörtliche ...

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NVwZ-RR 2007, 7
  • ZfBR 2006, 168
 
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Wird zitiert von ... (33)

  • OVG Niedersachsen, 07.04.2011 - 1 ME 241/10

    Nachbarschutz gegen Stellplätze

    Erst wenn diese Prüfung ergibt, dass Nachbarrechtsverletzungen nicht verlässlich ausgeschlossen werden können, kann ein Nachbarantrag allein schon wegen zu großer Unbestimmtheit der genehmigten Bauvorlagen Erfolg haben (vgl. Senatsbeschl. v. 30.11.2005 - 1 ME 172/05 -, NST-N 2006, 19 = ZfBR 2006, 168 = NVwZ-RR 2007, 7).
  • VG Lüneburg, 09.11.2010 - 2 B 54/10

    Eilantrag einer konkurrierenden Nachbargemeinde gegen eine Baugenehmigung für ein

    In der Rechtsprechung des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts ist geklärt, dass diese Einengung des Prüfungsmaßstabs auch auf die Verletzung von Nachbarrechten auch bei Anfechtungsklagen von Gemeinden zur Abwehr großflächiger Handelsbetriebe in Nachbarkommunen zur Anwendung kommt (Nds. OVG, Beschl. v. 30.11.2005 - 1 ME 172/05 -, BauR 2006, 573 = NVwZ-RR 2007, 7).

    Lässt die Gemeinde bei ihrer Bauleitplanung die gebotene Abstimmung vermissen, so kann sich die Nachbargemeinde auch dagegen zur Wehr setzen, dass auf der Grundlage eines solchen nicht abgestimmten Bebauungsplans Einzelvorhaben genehmigt und verwirklicht werden (BVerwG, Urt. v. 15.12.1989 - 4 C 36.86 -, BVerwG 84, 209; Nds. OVG, Beschl. v. 21.9.2005 - 9 ME 49/04 -, NordÖR 2005, 496; Beschl. v. 30.11.2005 - 1 ME 172/05 -, aaO).

    Was als zentraler Versorgungsbereich einer Gemeinde anzusehen ist, ergibt sich u.a. aus ihren planerischen Festsetzungen, insbesondere aus der Festsetzung von Kerngebieten, daneben aber auch aus informellen Planungen (Nds. OVG, Beschl. v. 30.11.2005 - 1 ME 172/05 -, aaO).

    Das Vorhaben muss konkret geeignet sein, die zentralen Versorgungsbereiche der Antragstellerin durch den Abzug von Kaufkraft zu gefährden (vgl. Nds. OVG, Beschl. v. 30.11.2005 - 1 ME 172/05 -, aaO).

    Mit der ersten Alternative dieser Vorschrift sollte in Abkehr von der bisherigen herrschenden Meinung (siehe dazu die Nachweise in Nds. OVG, Beschl. v. 30.11.2005 - 1 ME 172/05 -, aaO) erreicht werden, dass eine Gemeinde eine Funktion, die ihr durch das Landesraumordnungsrecht zugewiesen worden ist und ihr nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten einträgt, als Teil ihrer interkommunal zu wahrenden Planungshoheit reklamieren und verteidigen darf.

    Erforderlich ist für die Anwendung von § 2 Abs. 2 Satz 2 1. Alt. BauGB aber jedenfalls nicht nur, dass das Ziel der Raumordnung Gemeinden bestimmte Aufgaben und damit zugleich gewisse Lasten auferlegt (Nds. OVG, Beschl. v. 30.11.2005 - 1 ME 172/05 -, aaO), sondern zusätzlich, dass aus dem Ziel hinreichend klar hervorgeht, welche Gemeinden im Einzelnen Adressaten der Funktionsübertragung sein sollen (Söfker, aaO).

    Als städtebauliche Auswirkungen kommen dabei etwa der Entzug von Kaufkraft sowie verkehrliche Auswirkungen oder Immissionen, die sich bis in das Stadtgebiet der Antragstellerin erstrecken, in Betracht (Nds. OVG, Beschl. v. 30.11.2005 - 1 ME 172/05 -, aaO).

    Liegt im Ergebnis kein Verstoß gegen das interkommunale Abstimmungsgebot vor, so ist die Nachbargemeinde erst recht nicht in ihrer verfassungsrechtlich garantierten Planungshoheit verletzt (Nds. OVG, Beschl. v. 30.11.2005 - 1 ME 172/05 -, aaO).

  • VG Hannover, 27.10.2020 - 4 B 3898/20

    Eilantrag einer Nachbargemeinde gegen die Baugenehmigung für einen großflächigen

    Neben diesen grundsätzlichen Erwägungen spricht für das Rechtsschutzbedürfnis der Antragstellerin und gegen eine Verwirkung darüber hinaus auch, dass die Sachverhalte sich rechtlich und tatsächlich signifikant unterscheiden: Im Verhältnis zum Land I. erscheint etwa zweifelhaft, ob die Antragstellerin sich auf § 2 Abs. 2 Satz 2 BauGB hätte berufen können (vgl. für den umgekehrten Fall Nds. OVG, Beschluss vom 30.11.2005 - 1 ME 172/05 -, Rn. 70ff, juris), im Verhältnis zur Stadt AK.

    Es muss sich um Handlungen handeln, bei denen § 2 Abs. 2 BauGB entweder unmittelbar anzuwenden war, oder um Handlungen, durch welche eine von Baurechts wegen an sich gebotene Anwendung des § 2 Abs. 2 BauGB in vorwerfbarer Weise umgangen worden ist (Nds. OVG, Beschluss vom 30.11.2005 - 1 ME 172/05 -, Rn. 31, juris).

    Vertreten wird jedoch auch, dass bereits die Anwendbarkeit des § 2 Abs. 2 BauGB auf die Planung bzw. Genehmigung großflächiger Einzelhandelsbetriebe voraussetze, dass unmittelbare städtebauliche Auswirkungen gewichtiger Art auf die jeweilige Gemeinde zu besorgen seien (Nds. OVG, Beschluss vom 30.11.2005 - 1 ME 172/05 -, Rn. 46, juris; OVG A-Stadt, Beschluss vom 02.12.2016 - 7 B 1344/16 -, Rn. 8, juris).

    Letzteres setze daher nicht nur das Vorliegen eines der Vermutungstatbestände in § 11 Abs. 3 Satz 2 und 3 BauGB voraus, sondern auch ausreichende Anhaltspunkte für die Annahme, das Vorhaben werde möglicherweise durch Kaufkraftabfluss städtebau- und raumordnungsrechtlich relevante Folgen zu Lasten der Nachbargemeinde hervorrufen (Nds. OVG, Beschluss vom 30.11.2005 - 1 ME 172/05 -, Rn. 88, juris).

    Mit anderen Worten muss es zu einer Funktionsstörung kommen, einem Zustand der Unausgewogenheit, der zur Folge hat, dass ein Versorgungsbereich seinen Versorgungsauftrag generell oder hinsichtlich einzelner Branchen nicht mehr in substantieller Weise wahrnehmen kann (OVG A-Stadt, Beschluss vom 28.10.2011 - 2 B 1049/11 -, Rn. 39, 41, juris; Nds. OVG, Beschluss vom 30.11.2005 - 1 ME 172/05 -, Rn. 46, juris).

    Soweit die Antragstellerin unter Verweis auf die Rechtsprechung des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts (Nds. OVG, Beschluss vom 30.11.2005 - 1 ME 172/05 -, Rn. 26, juris) meint, bereits aus der Unwirksamkeit des aufgestellten Bebauungsplans die Verletzung des sie schützenden Planungserfordernisses ableiten zu können, lässt sich dieser Rechtssatz der zitierten Entscheidung nicht entnehmen.

  • VG Stuttgart, 21.10.2020 - 15 K 10385/18
    b) Nach der systematischen Stellung, amtlichen Überschrift und dem Wortlaut gilt § 2 Abs. 2 BauGB nur für die Bauleitplanung (OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 02.12.2016 - 7 B 1344/16 -, juris Rn. 4; OVG Niedersachsen, Beschluss vom 30.11.2005 - 1 ME 172/05 -, juris Rn. 31 = NVwZ-RR 2007, 7 [9]).

    Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts entfaltet das interkommunale Abstimmungsgebot auch in Verfahren, in denen die Nachbargemeinde gegen eine Einzelgenehmigung vorgeht, Rechtswirkung, wenn die Gemeinde dem Bauinteressenten unter Missachtung des § 2 Abs. 2 BauGB einen Zulassungsanspruch verschafft hat, indem sie durch einen nicht abgestimmten Bauleitplan oder im Falle des Fehlens eines solchen auf andere zurechenbare Weise die Weichen in Richtung Zulassungsentscheidung gestellt hat (BVerwG, Urteile vom 15.12.1989 - 4 C 36.86 -, juris Rn. 29 und vom 11.02.1993 - 4 C 15.92 -, juris Rn. 26 = NVwZ 1994, 285 [288]; VGH Baden-Württemberg, Beschlüsse vom 09.12.2010 - 3 S 2190/10 -, juris Rn. 3 und vom 13.04.2016 - 3 S 337/16 -, NVwZ-RR 2016, 673 [673], Urteil vom 07.11.2017 - 5 S 1003/16 -, juris Rn. 49; BayVGH, Beschlüsse vom 25.10.1999 - 26 CS 99.2222 -, juris Rn. 20 = BeckRA 2005, 25960 und vom 25.04.2002 - 2 CS 02.121 -, juris Rn. 9; Thüringer OVG, Beschluss vom 20.12.2004 - 1 EO 1077/04 -, juris Rn. 44; OVG Niedersachsen, Beschluss vom 30.11.2005 - 1 ME 172/05 -, juris Rn. 31 = NVwZ-RR 2007, 7 [9]).

    Insofern muss es sich um Handlungen handeln, bei denen § 2 Abs. 2 BauGB entweder unmittelbar anzuwenden war, oder um Handlungen, durch welche eine von Baurechts wegen an sich gebotene Anwendung des § 2 Abs. 2 BauGB in vorwerfbarer Weise umgangen worden ist (vgl. OVG Niedersachsen, Beschluss vom 30.11.2005 - 1 ME 772/05 -, NVwZ-RR 2007, 7; VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 10.11.2009 - 8 S 1574/09 -).

  • OVG Rheinland-Pfalz, 15.11.2010 - 1 C 10320/09

    Klagen gegen Factory-Outlet-Center in Montabaur bleiben ohne Erfolg

    Sind die raumordnerische Funktionszuweisungen als Mittelzentrum mit oberzentraler Teilfunktion der Antragstellerin daher nicht gefährdet, so dann die Frage offen bleiben, ob sich eine Gemeinde im Sinne des § 2 Abs. 2 BauGB hierauf überhaupt auch im Verhältnis zu einer in einem benachbarten Land gelegenen Gemeinde berufen kann (hiergegen NdsOVG, Beschluss vom 30.11.2005, NVwZ-RR 2007, 7).
  • VG Hannover, 11.03.2008 - 12 B 1039/08
    Ausschlaggebend ist, ob das aufgrund der erteilten Baugenehmigung errichtete Vorhaben sich auf die Bauleitplanung in der Nachbargemeinde auf eine Weise auswirkt, dass von einer Verletzung ihrer Planungshoheit bzw. § 2 Abs. 2 Satz 1 BauGB auszugehen ist (vgl. BVerwG, Urt.v. 11.02.1993, NVwZ 1994, 285 [BVerwG 11.02.1993 - BVerwG 4 C 15/92] ; Nds. OVG, Beschl.v. 30.11.2005 - 1 ME 172/05 -, zitiert nach juris; OVG H., Beschl.v. 09.02.1988, NVwZ-RR 1988, 11).

    Unmittelbare Auswirkungen gewichtiger Art stehen im Rechtssinne daher nicht zu erwarten, wenn es der Gemeinde gelingen kann, die mit einem Vorhaben verbundenen nachteiligen Auswirkungen durch eigene Anstrengungen jedenfalls so weit zu kompensieren, dass die Schwelle zu städtebaulichen Auswirkungen gewichtiger Art nicht (mehr) überschritten wird (vgl. dazu Nds. OVG, Beschl.v. 27.11.2006 - 1 MN 148/06 -, BauR 2007, 342 [OVG Niedersachsen 27.11.2006 - 1 MN 148/06] ; Beschl.v. 30.11.2005 - 1 ME 172/05 -, NVwZ-RR 2007, 7).

    Soweit die T. insoweit keine neue Berechnung vornimmt, ist darauf hinzuweisen, dass eine Gemeinde, auf deren Gebiet ein Vorhaben verwirklicht werden soll, nicht unbedingt ein allen Ansprüchen gerecht werdendes Fachgutachten vorlegen muss (vgl. Nds. OVG, Beschl.v. 30.11.2005 - 1 ME 172/05 -, a.a.O.).

    Ihr soll es mit anderen Worten nunmehr möglich sein, ihre u.a. an den raumordnerischen Zielen ausgerichtete Bauleitplanung gegen eine ihre zentralörtliche Funktion störende raumordnungswidrige Planung einer anderen Gemeinde zu verteidigen (vgl. Nds. OVG, Beschl.v. 30.11.2005 - 1 ME 172/05 - m.w.N., a.a.O.).

    Gemeinden nicht der Fall (vgl. Nds. OVG, Beschl.v. 30.11.2005 - 1 ME 172/05 -, a.a.O.).

  • OVG Bremen, 30.10.2007 - 1 D 147/07

    Ansiedlung eines SB Möbelmarktes in Bremen-Osterholz - Abstimmungsgebot;

    Es stellt darauf ab (S. 8f.), dass die individuellen Gegebenheiten des Vorhabens und der betroffenen Zentren berücksichtigt werden müssen und diese die städtebauliche Verträglichkeit des Vorhabens auch dann in Frage stellen können, wenn der durch Umverteilung bewirkte Kaufkraftabfluss unterhalb einer Schwelle von 10% bleibt, die in Literatur und Rechtsprechung (vgl. z.B. Niedersächsisches OVG, NVwZ-RR 2007, 7 ; OVG Nordrhein-Westfalen, NVwZ 2005, 1201 ; jeweils m. w. Nwn. aus der Rspr anderer OVGe) allgemein als Erheblichkeitsschwelle angesehen wird.

    Daran ändert auch die (materielle) Pflicht, die Raumordnungspläne benachbarter Länder aufeinander abzustimmen (§ 8 Abs. 2 ROG), nichts (ebenso Niedersächsisches OVG, NVwZ-RR 2007, 7 ).

  • OVG Niedersachsen, 15.03.2012 - 1 KN 152/10

    Raumordnungsrecht und Einzelhandel, Bestimmtheit raumordnungsrechtlicher Ziele

    Diese Abwägungsbedeutsamkeit beginnt - das ist allerdings stets vorbehaltlich der Besonderheiten des Einzelfalles zu betrachten und gilt dementsprechend nur als "Faustformel" - sortimentsspezifisch bei 10% Kaufkraftabzug (Senatsbeschluss vom 30.11.2005 - 1 ME 172/05 -, ZfBR 2006, 168 = NVwZ-RR 2007, 7; vgl. zur Schädigungsmöglichkeit bei 10%: BVerwG, B. v. 22.12.2009 - 4 B 25.09 -, BRS 74 Nr. 9; BVerwG, B. v. 3.8.2011 - 4 BN 15.11 -, ZfBR 2011, 777 = BauR 2012, 204, juris-Rn. 8 f) oder Überschreitung der Flächengrenzen des § 11 BauNVO durch das Vorhaben: vgl. Dürr, in: Brügelmann, aaO § 34 Rn. 106a) und reicht bis 30 % (zur Zulässigkeit des Kaufkraftabzugs als Kriterium der Beeinträchtigung: Ernst, Standortsteuerung durch Landesplanung und kommunale Bauleitplanung: hoheitliche Einflussnahme auf die Standortwahl Privater, dargestellt am Beispiel der FOC, S. 123 f; BVerwG, B. v. 3.8.2011 - 4 BN 15.11 -, ZfBR 2011, 777 = BauR 2012, 204, juris-Rn. 7).
  • VGH Baden-Württemberg, 13.04.2016 - 3 S 337/16

    § 2 Abs. 2 Satz 1 BauGB als eigenständige, unabhängig von §§ 29 ff. BauGB zu

    Ein Abwehrrecht einer Nachbargemeinde gegen ein Einzelvorhaben wegen Missachtung des § 2 Abs. 2 BauGB ist nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts allenfalls dann anzuerkennen, wenn die Standortgemeinde durch einen nicht abgestimmten Bauleitplan oder im Falle des Fehlens eines solchen auf andere zurechenbare Weise dem Bauantragsteller einen Zulassungsanspruch verschafft hat (BVerwG, Urt. v. 11.2.1993 - 4 C 15.92 - NVwZ 1994, 285; VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 19.11.2007, a.a.O.; OVG Niedersachsen, Beschl. v. 30.11.2005 -1 ME 172/05 - ZfBR 2006, 168).
  • OVG Niedersachsen, 22.12.2014 - 1 MN 118/14

    Konkretisierung eines Vorhabens und Festsetzung geringerer Grenzabstände im

    Maßgebend ist, dass einzelne Betriebe aus der Sicht der Kunden als aufeinander bezogen, als durch ein gemeinsames Konzept und durch Kooperation miteinander verbunden in Erscheinung treten (vgl. BVerwG, Urt. v. 1.8.2002 - 4 C 5.01 -, juris Rn. 24 = BVerwGE 117, 25 = BRS 65 Nr. 10; Beschl. v. 12.7.2007 - 4 B 29.07 -, juris Rn. 3 = BauR 2007, 2023 = BRS 71 Nr. 64; Senat, Beschl. v. 30.11.2005 - 1 ME 172/05 -, juris Rn. 37 = NVwZ-RR 2007, 7).
  • VG Karlsruhe, 12.04.2007 - 6 K 2949/06

    Verstoß gegen interkommunales Abstimmungsgebot unter Nachbargemeinden.

  • VG Karlsruhe, 27.07.2017 - 9 K 753/17

    Klage einer Gemeinde gegen die immissionsschutzrechtliche Genehmigung zur

  • OVG Niedersachsen, 10.07.2014 - 1 KN 121/11

    Raumordnungsrechtliche Relevanz von Einzelhandelsagglomerationen

  • OVG Niedersachsen, 18.02.2011 - 1 ME 252/10

    Rechtsschutz einer Nachbargemeinde gegen die Genehmigung eines

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 28.10.2011 - 2 B 1037/11

    Städte Rheda-Wiedenbrück und Bielefeld unterliegen mit Eilanträgen gegen

  • OVG Niedersachsen, 18.02.2009 - 1 ME 282/08

    Nachbarrecht: Genehmigung eines Büro- und Parkhauses im Kerngebiet unter

  • OVG Niedersachsen, 27.08.2008 - 1 KN 138/06

    Normenkontrollantrag einer Nachbargemeinde gegen Einkaufszentrum in einem

  • OVG Niedersachsen, 17.01.2008 - 1 LB 154/07

    Ein großflächiger Markt in Innenstadtnähe wirkt sich (nur dann) schädlich aus,

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 28.10.2011 - 2 B 1049/11

    Städte Rheda-Wiedenbrück und Bielefeld unterliegen mit Eilanträgen gegen

  • VGH Bayern, 28.01.2019 - 15 ZB 17.1831

    Baugenehmigung für Sportcampus

  • OVG Niedersachsen, 14.06.2006 - 1 KN 155/05

    Ausschluss des Einzelhandels zum Schutz der Innenstadt

  • OVG Niedersachsen, 26.01.2012 - 1 ME 226/11

    Nachbareilantrag gegen ein Geschäftshaus; Vorbehalt eines besonderen

  • OVG Niedersachsen, 27.11.2006 - 1 MN 148/06

    Anpassungspflicht eines großflächigen Möbelmarktes an Ziele der Raumordnung

  • OVG Niedersachsen, 09.08.2011 - 1 ME 107/11

    Vorläufiger Rechtsschutz eines Nachbarn gegen eine Biogasanlage - Vorlage von

  • OVG Bremen, 05.09.2006 - 1 B 285/06

    Nachbareinwendungen gegen Verbrauchermarkt - Befreiung; Gebietsüberschreitender

  • OVG Niedersachsen, 12.02.2014 - 12 ME 242/13

    Kommunaler Nachbarantrag gegen immissionsschutzrechtliche Genehmigung von

  • OVG Sachsen-Anhalt, 02.02.2007 - 2 M 348/06

    Vorläufiger Rechtsschutz gegen Baugenehmigung zur Errichtung eines Parkhauses

  • VG Frankfurt/Main, 02.11.2007 - 8 G 2552/07

    Baurecht: Abwehrrechte einer Gemeinde gegen geplante Baumaßnahmen für

  • VG Frankfurt/Main, 02.11.2007 - 8 G 2535/07

    Aufschiebende Wirkung einer Klage gegen eine der Nachbargemeinde erteilten

  • VG Saarlouis, 04.12.2013 - 5 K 446/13

    Rechtsschutz einer Nachbargemeinde gegen eine Baugenehmigung für ein

  • VG Saarlouis, 04.12.2013 - 5 K 486/13

    Nachbargemeinde gegen Baugenehmigung für ein Factory-Outlet-Center im unbeplanten

  • VG Stuttgart, 15.09.2011 - 13 K 2157/11

    Baurecht - Einkaufszentrum; interkommunales Abstimmungsgebot; Einzelgenehmigung;

  • VG Wiesbaden, 29.04.2009 - 6 L 255/09

    Nachbarklage gegen Baugenehmigungen für die Errichtung eines Zentrums mit einer

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