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   VGH Baden-Württemberg, 29.05.1995 - 1 S 442/95   

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https://dejure.org/1995,1819
VGH Baden-Württemberg, 29.05.1995 - 1 S 442/95 (https://dejure.org/1995,1819)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 29.05.1995 - 1 S 442/95 (https://dejure.org/1995,1819)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 29. Mai 1995 - 1 S 442/95 (https://dejure.org/1995,1819)
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Zimmervermietung an ausländische Prostituierten

§ 6 PolG, zu den Voraussetzungen für eine Verantwortlichkeit als "Zweckveranlasser" (hier verneint);

§ 92a AuslG, keine Strafbarkeit desjenigen, der an Ausländerinnen, denen durch Auflage die Aufnahme eines Gewerbes verboten ist (§ 92 Abs. 1 Nr. 3 AuslG), ein Zimmer vermietet (das zur Ausübung der Prostitution verwendet wird)

Volltextveröffentlichungen (4)

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • ESVGH 45, 288
  • NVwZ-RR 1995, 663
  • ZMR 1995, 376
  • VBlBW 1995, 404
  • DVBl 1996, 564
  • DÖV 1996, 83
 
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Wird zitiert von ... (19)

  • VGH Baden-Württemberg, 30.07.2002 - 10 S 2153/01

    Störerauswahl: Mieter oder Eigentümer - Zweckveranlasser; Dereliktion

    Eine Haftung der Klägerin käme hier nur in Betracht, wenn sie als sog. Zweckveranlasserin einzustufen wäre (vgl. zur Haftung eines Vermieters als Zweckveranlasser etwa VGH Baden-Württemberg, Beschl. v. 29. Mai 1995, ESVGH 45, 288 = NVwZ-RR 1995, 663 = DÖV 1996, 83 = DVBl 1996, 564 = VBlBW 1995, 404; NiedersOVG, Beschl. v. 31. Oktober 1996, NVwZ 1997, 622; HessVGH, Beschl. v. 27. Februar 1992, NVwZ 1992, 111 = DÖV 1992, 753; Beschl. v. 23. April 1992, NVwZ-RR 1992, 622; Schlesw.-Holst.

    Eine Haftung nach § 6 Abs. 1 PolG tritt erst dann ein, wenn das Verhalten des Zweckveranlassers und der durch das Verhalten des Dritten eintretende Erfolg eine natürliche Einheit bilden, die es rechtfertigt, dem Zweckveranlasser das Verhalten des Dritten zuzurechnen (vgl. VGH Baden-Württemberg, Beschl. v. 29. Mai 1995, a.a.O.).

    Bei der Beurteilung, ob eine solche natürliche Einheit besteht und ob hierdurch ein ausreichender Zurechnungszusammenhang hergestellt ist, darf nicht unberücksichtigt bleiben, ob der Überlassende von einer rechtlichen Befugnis Gebrauch macht und ob ein hinreichender sachlicher Grund besteht, ihm die Gefahr oder Störung unmittelbar zuzurechnen (vgl. VGH Baden-Württemberg, Beschl. v. 29. Mai 1995, a.a.O.).

    Eine Zweckveranlasserhaftung des Vermieters wegen Abschluss eines Mietvertrags und tatsächlicher Überlassung der Mietsache an den Mieter wird danach nur anzunehmen sein, wenn der Vermieter die sodann durch den Mieter unmittelbar verursachte Gefährdung oder Störung subjektiv bezweckt hat oder wenn sich die Gefährdung oder Störung als zwangsläufige Folge seines Verhaltens einstellt (vgl. Urt. d. Senats v. 18. September 2001, a.a.O.; VGH Baden-Württemberg, Beschl. v. 29. Mai 1995, a.a.O.).

  • VG Hamburg, 02.04.2012 - 15 E 756/12

    Zur Rechtmäßigkeit einer Verfügung, mit der die Polizei einem Fußballverein wegen

    Der auch in diesem Zusammenhang ganz überwiegend verwendete Begriff des "Zweckveranlassers", dessen Verhalten mit der durch den Letztverursacher unmittelbar herbeigeführten Gefahr eine natürliche Einheit bilde (vgl. m. w. N. die Darstellung bei Schoch in: Schmidt-Aßmann, Besonderes Verwaltungsrecht, 12. Aufl. 2003, 2. Kap. Rn. 140; ferner BVerwG, Beschl. v. 12.4.2006, 7 B 30/06, juris Rn. 4; OVG Hamburg, Beschl. v. 30.1.2007, 1 Bs 349/06; VGH Baden-Württemberg, Beschl. v. 29.5.1995, 1 S 442/95, juris Rn. 17; OVG Nordrhein- Westfalen, Urt. v. 9.2.2012, 5 A 2382/10, juris Rn. 45 ff.), ist allerdings missverständlich.
  • VGH Baden-Württemberg, 17.02.2006 - 5 S 1848/05

    Nachbarschutz bei Furcht vor terroristischen Anschlägen auf Nachbargrundstücke,

    Weder bezweckt noch billigt die Beigeladene mit der (Um-)Nutzung des betreffenden Gebäudes als türkisches Konsulat ein - in Form terroristischer Anschläge - polizeiwidriges Verhalten Dritter noch tritt ein solches als Folge der (Um-)Nutzung zwangsläufig ein (vgl. VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 29.05.1995 - 1 S 442/95 - NVwZ-RR 1995, 663).
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 19.02.2018 - 4 A 218/16

    Feiertagsschutz; Karfreitag; stiller Feiertag; Veranstaltungsverbot; Wohnung;

    vgl. BVerwG, Beschluss vom 12.4.2006 - 7 B30.06 -, AbfallR 2006, 143 = juris, Rn. 4; VGH Bad.-Württ., Beschluss vom 29.5.1995 - 1 S 442/95 -, NVwZ-RR 1995, 663 = juris, Rn. 17; OVG NRW, Urteil vom 9.2.2012 - 5 A 2382/10 -, GewArch 2012, 265 = juris, Rn. 45 ff.
  • VGH Baden-Württemberg, 18.09.2001 - 10 S 259/01

    Altlastenverdacht: Kostenerstattung für Gefahrerforschungsmaßnahme

    Jedoch ist nur derjenige als Zweckveranlasser und damit als Handlungsstörer anzusehen, der eine Gefährdung oder Störung der öffentlichen Sicherheit herbeiführt, indem er den Erfolg, d.h. die Störung, subjektiv bezweckt, oder wenn sich diese als Folge seines Verhaltens zwangsläufig einstellt (vgl. VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 29.05.1995 - 1 S 442/95 -, NVwZ-RR 1995, 663 = DÖV 1996, 83; Schenke in: Steiner [Hrsg.], Besonderes Verwaltungsrecht, 6.Aufl. 1999, II, Rd.157).
  • BGH, 25.03.1999 - 1 StR 344/98

    (Teilnahme beim) Einschleusen von Ausländern; Schlepperorganisation;

    Die Auffassung, daß sich aus § 92a AuslG ergebe, Teilnahme an Delikten gemäß § 92 Abs. 1 AuslG sei nur (noch) unter den qualifizierten Voraussetzungen des § 92a AuslG strafbar (so VGH Baden-Württemberg VBlBW 1995, 404), teilt der Senat nicht.
  • VGH Baden-Württemberg, 22.06.2004 - 5 S 1263/04

    Baugenehmigung zur Nutzungsänderung in ein türkisches Konsulat - Nachbarschutz

    Weder bezweckt noch billigt die Beigeladene mit der (Um-)Nutzung des betreffenden Gebäudes als türkisches Konsulat ein - in Form terroristischer Anschläge - polizeiwidriges Verhalten Dritter noch tritt ein solches als Folge der (Um-)Nutzung zwangsläufig ein (vgl. VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 29.05.1995 - 1 S 442/95 - NVwZ-RR 1995, 663).
  • OVG Sachsen-Anhalt, 07.09.2012 - 3 L 35/10

    Störereigenschaft des Eigentümers bzw. Baulastträgers einer öffentlichen

    Die Rechtsfigur des sog. Zweckveranlassers dient zwar zur Begründung einer (polizeirechtlichen) Verantwortlichkeit einer Person, welche nicht die letzte, unmittelbare Ursache für die polizeiliche Gefahr bzw. Störung geschaffen hat (vgl. VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 29.05.1995 - 1 S 442/95 -, NVwZ-RR 1995, 663 f. = Juris).

    Während teilweise auf die Absicht des Veranlassers abgestellt wird, d. h. es darauf ankommt, ob dieser den Erfolg, also die Gefahr bzw. Störung, durch eine andere Person (subjektiv) bezweckt oder zumindest billigend in Kauf genommen hat (sog. subjektive Theorie: vgl. VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 26.10.1989 - 1 S 3448/88 -, DÖV 1990, 346 = Juris; Hess.VGH, Beschl. v. 27.02.1992 - 11 TH 1975/91 -, NVwZ 1992, 1111 (1113) = Juris), ist nach anderer Auffassung entscheidend, ob aus der Sicht eines unbeteiligten Dritten die eingetretene Folge typischerweise durch die Veranlassung herbeigeführt wird, d. h. wenn sich die Gefahr oder Störung infolge des Verhaltens eines dritten Person - nämlich des "Zweckveranlassers" - (gleichsam) zwangsläufig einstellt (sog. objektive Theorie: OVG Niedersachsen, Beschl. v.24.09.1987- 12 A 269/86 -, NVwZ 1988, 638 (639); beide Kriterien verbindend: vgl. OVG LSA, Beschl. v. 24.04.2006 - 2 M 174/06 -, Juris; VGH Bad.-Württ. Urt. v. 22.11.2005 - 10 S 1208/04 -, ESVGH 56, 115 = Juris; Beschl. v. 29.05.1995, a. a. O.; OVG NRW, Beschl. v. 11.11.2002 - 5 A 4177/00 -, Juris; Hess.VGH, Beschl. v. 23.04.1992 - 11 TH 3607/90 -, NVwZ-RR 1992, 622 = Juris).

  • OVG Sachsen, 27.09.2018 - 1 A 187/18
    Eine derartige natürliche Einheit besteht beim sog. "Zweckveranlasser" als demjenigen, der die durch den Verursacher bewirkte Polizeiwidrigkeit gezielt oder als zwangsläufige Folge des eigenen Verhaltens auslöst (vgl. BVerwG, Beschl. v. 12. April 2006 - 7 B 30.06 -, juris Rn. 4; VGH BW, Beschl. v. 29. Mai 1995 - 1 S 442/95 -, juris Rn. 17; OVG NRW, Urt. v. 9. Februar 2012 - 5 A 2382/10 -, juris Rn. 45 ff; OVG NRW, Beschl. v. 19. Februar 2018 - 4 A 218/16 -, juris Rn. 34).
  • VG Saarlouis, 28.08.2009 - 6 K 125/09

    Kosten der Rückbeförderung eines Heimbewohners

    OVG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 24.04.2006 - 2 M 174/06 -, bei juris; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 22.11.2005 - 10 S 1208/04 - a.a.O., und Beschluss vom 29.05.1995 - 1 S 442/95 -, ESVGH 45, 288 = DÖV 1996, 83; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 11.11.2002 - 5 A 4177/00 -, ZfSch 2003, 478; Hess. VGH, Beschluss vom 23.04.1992 - 11 TH 3607/90 -, NVwZ-RR 1992, 622.
  • VG Osnabrück, 05.11.2001 - 3 B 45/01

    Verbotswidriges Bekleben von Ampelmasten und Laternenmasten; Ordnungsrechtliche

  • OVG Sachsen-Anhalt, 24.04.2006 - 2 M 174/06

    Der Auto- und Trödelmarkt in Magdeburg-Rothensee auf einem Grundstück am

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 07.03.1996 - 20 A 657/95

    Überplant die Gemeinde ein Altlastengrundareal, wird sie dadurch - im Regelfall -

  • OLG Karlsruhe, 23.09.1997 - 2 Ss 123/97

    Zuwiderhandeln gegen eine vollziehbare ausländerrechtliche Auflage;

  • VG Oldenburg, 03.03.2006 - 2 A 479/03

    Heranziehung zu Abschleppkosten

  • OVG Niedersachsen, 31.10.1996 - 13 M 4966/96

    Untersagung der Vermietung von Räumlichkeiten zum Zweck der Wohnungsprostitution;

  • VG Stuttgart, 14.03.2007 - 1 K 2512/07

    Untersagung eines Bordellbetriebs in Böblingen (auch) wegen Verdachts des

  • VG Arnsberg, 05.08.2003 - 3 L 1113/03

    Keine Toilettenanlagen auf dem Bahnhof Brilon-Wald

  • VG Gera, 27.09.2006 - 2 K 783/06

    Abgrenzung zwischen der Pflicht einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft zur

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