Rechtsprechung
   BGH, 07.09.1995 - 1 StR 236/95   

Volltextveröffentlichungen (4)

  • HRR Strafrecht

    § 174 Abs. 1 StGB; § 174 Abs. 2 Nr. 2 StGB; § 176 Abs. 1 StGB; § 176 Abs. 2 StGB
    Sexueller Missbrauch von Kindern, von Schutzbefohlenen (Täterschaft; eigenhändige Delikte; Merkmal des "Bestimmens")

  • Jurion

    Sexualdelikte - Eigenhändige Delikte - Tätermerkmal - Bestimmen des Opfers

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    StGB § 174, § 176

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • lexetius.com (Pressemitteilung)

    Urteil im "Flachslandenprozeß"

In Nachschlagewerken

  • Wikipedia (Wikipedia-Eintrag mit Bezug zur Entscheidung)

    Flachslanden-Prozesse

Papierfundstellen

  • BGHSt 41, 242
  • NJW 1995, 3065
  • MDR 1996, 83
  • NStZ 1996, 130
  • StV 1996, 91
  • JR 1996, 210



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Wird zitiert von ... (13)  

  • BGH, 10.10.2013 - 4 StR 258/13  

    Schwerer sexueller Missbrauch von Kindern (gemeinschaftliche täterschaftliche

    Bei § 176 Abs. 1 StGB handelt es sich aber um ein eigenhändiges Delikt (vgl. BGH, Urteil vom 7. September 1995 - 1 StR 236/95, BGHSt 41, 242, 243 ff.), was jede mittäterschaftliche Zurechnung gemäß § 25 Abs. 2 StGB ausschließt (vgl. Hörnle, aaO, § 176 Rn. 24, 26).

    Da § 176 Abs. 2 StGB die Verursachung sexueller Handlungen von oder an einem Dritten durch Einwirken auf das kindliche Opfer strafrechtlich erfasst (vgl. BGH, Urteil vom 7. September 1995 - 1 StR 236/95, aaO, 246), liegt die für eine gemeinschaftliche Tatbegehung nach § 176a Abs. 2 Nr. 2 StGB erforderliche gleiche Zielrichtung des täterschaftlichen Handelns hier darin, dass der Täter nach § 176 Abs. 2 StGB durch seinen Bestimmungsakt gerade diejenige sexuelle Handlung ermöglicht, die der andere im Sinne des § 176 Abs. 1 StGB vornimmt oder an sich vornehmen lässt.

  • BGH, 04.02.2003 - GSSt 1/02  

    Hohe Mindesfreiheitsstrafe von fünf Jahren gilt grundsätzlich auch für

    Die Rechtsprechung stellt bei der Annahme solcher Delikte darauf ab, ob das maßgebliche Unrecht weniger in der Gefährdung des Rechtsguts als in eigenem verwerflichen Tun liegt (BGHSt 6, 226, 227; 41, 242, 243).
  • BGH, 12.03.2014 - 4 StR 562/13  

    Schwerer sexueller Missbrauch von Kindern (Begriff des sexuellen Handlungen:

    Als Täter nach § 176a Abs. 2 Nr. 1 StGB kann daher nur bestraft werden, wer entweder selbst ("eigenhändig") entsprechend § 176 Abs. 1 StGB Körperkontakt zu dem Kind aufnimmt (BGH, Beschluss vom 26. August 1998 - 2 StR 357/98, NStZ-RR 1999, 321, 322, bei Pfister; Urteil vom 7. September 1995 - 1 StR 236/95, BGHSt 41, 242, 243) und dabei mit ihm den Beischlaf vollzieht oder ähnliche sexuelle Handlungen an ihm vornimmt oder an sich von ihm vornehmen lässt, die mit einem Eindringen in den Körper verbunden sind (Hörnle in: LK-StGB, 12. Aufl., § 176a Rn. 45; vgl. BGH, Beschluss vom 8. November 2011 - 4 StR 468/11, NStZ-RR 2012, 45; Urteil vom 22. April 1999 - 4 StR 3/99, BGHR StGB § 177 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 Mittäter 1, jeweils zu § 177 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 StGB) oder wer entsprechend § 176 Abs. 2 StGB das Kind dazu bestimmt, eine der genannten Handlungen an einem Dritten vorzunehmen oder von diesem an sich vornehmen zu lassen (vgl. BGH, Urteil vom 30. September 2004 - 4 StR 134/04, NStZ 2005, 152, 153; Hörnle in: LK-StGB, 12. Aufl., § 176a Rn. 46).
  • BGH, 09.07.2014 - 2 StR 13/14  

    Schwerer sexueller Missbrauch von Kindern: Gegenseitiges Urinieren in den Mund

    § 176 Abs. 1 StGB erfasst zwar - im Gegensatz zu seinem Absatz 2 - nur solche Handlungen, bei denen es zum Körperkontakt zwischen dem Täter und dem Kind kommt (BGH, Urteil vom 24. September 1991 - 5 StR 364/91, BGHSt 38, 68, 70; Urteil vom 7. September 1995 - 1 StR 236/95, 41, 242, 243; Urteil vom 31. Oktober 1995 - 1 StR 527/95, 285, 287; Senat, Urteil vom 20. Mai 1992 - 2 StR 73/92, NStZ 1992, 433; Beschluss vom 26. August 1998 - 2 StR 357/98).
  • BGH, 14.12.2001 - 3 StR 369/01  

    Anfragebeschluss; Vorlagebeschluss; Mitsichführen einer Schusswaffe; bewaffneter

    Dabei kann die Frage, ob das entscheidende Unrecht im Erfolg oder im Handeln selbst liegt, im Einzelfall nur nach dem Gesetz beantwortet werden, so daß die Eigenhändigkeit einer Straftat wesentlich von der Fassung des Tatbestands durch den Gesetzgeber abhängt (BGHSt 6, 226, 227; 41, 242, 243).
  • BGH, 20.01.2000 - 4 StR 400/99  

    Bestimmen einer Person unter achtzehn Jahren zum unerlaubten Handeltreiben mit

    Zwar hat der Bundesgerichtshof zu den §§ 174, 176 StGB ausgeführt, daß dort der Begriff des "Bestimmens" nicht ohne weiteres demselben Begriff in § 26 StGB gleichgestellt werden könne; er hat dabei aber entscheidend darauf abgestellt, daß diese Vorschriften auch Klein- und Kleinstkinder betreffen, bei denen eine der Anstiftung im Sinne des § 26 StGB gleichzusetzende Beeinflussung des Willens offensichtlich nicht in Betracht kommt (BGHSt 41, 242, 245).
  • BGH, 18.04.2007 - 2 StR 19/07  

    Sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen (Schutzaltersgrenze; Missbrauch eines

    Der sexuelle Missbrauch von Schutzbefohlenen ist ein eigenhändiges Delikt, das nur derjenige als Täter verwirklichen kann, der mit dem Tatopfer körperlich in Berührung kommt (BGHSt 41, 242).
  • BGH, 05.07.1996 - 4 StR 289/96  

    Sexueller Mißbrauch - Kindervermittlung - Beihilfe

    Jedoch kann der Schuldspruch wegen tateinheitlich dazu begangener Beihilfe zum sexuellen Mißbrauch eines Kindes (vgl. hierzu BGHSt 41, 242, 246) nicht bestehen bleiben.
  • BGH, 07.09.1995 - 1 StR 136/95  

    Eigenhändige Delikte - Sexueller Mißbrauch

    Die Änderungen des Schuldspruchs ergeben sich daraus, daß § 176 Abs. 1 und § 174 Abs. 1 StGB eigenhändige Delikte sind (vgl. Senatsurteil vom 7. September 1995 - 1 StR 236/95 - zum Abdruck in BGHSt vorgesehen).
  • LG Ansbach, 20.07.1995 - KLs 2 Js 6569/93  

    Flachslanden-Prozesse

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  • BGH, 13.01.1998 - 4 StR 589/97  

    Sexueller Missbrauch eines Kindes

  • BGH, 26.08.1998 - 2 StR 357/98  

    Änderung einer Strafe wegen Fehlens des körperlichen Kontaktes bei sexueller

  • BGH, 07.03.2001 - 1 StR 37/01  

    Verwerfung der Revision als unbegründet

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