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   AG Berlin-Schöneberg, 12.11.2008 - 104a C 367/08   

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AG Berlin-Schöneberg, 12.11.2008 - 104a C 367/08 (https://dejure.org/2008,47856)
AG Berlin-Schöneberg, Entscheidung vom 12.11.2008 - 104a C 367/08 (https://dejure.org/2008,47856)
AG Berlin-Schöneberg, Entscheidung vom 12. November 2008 - 104a C 367/08 (https://dejure.org/2008,47856)
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  • AG Soltau, 18.03.2009 - 4 C 658/08

    Recht eines Insolvenzverwalters zum Widerruf eines Verbraucherdarlehensvertrages;

    Der Widerruf des Kreditvertrages durch das Schreiben vom 18.03.2008 erfasst auch den hier streitgegenständlichen Restschuldversicherungsvertrag und umgekehrt (sog. Widerrufsdurchgriff, § 358 Abs. 1 und 2 BGB - ein Widerruf gegenüber der Fa. CiV hätte hier daher gar nicht erfolgen müssen!), so dass sich der Insolvenzschuldner bzw. der Kläger mit seinem Widerruf jedenfalls von beiden Verträgen gelöst hat, denn im vorliegenden Fall handelt es sich um verbundene Verträge i.S.d. § 358 BGB (str.; ebenso: LG Lüneburg, Urt. v. 02.02.2009 - 1 O 125/08, Bl. 182 ff. d.A.; LG Ulm, Urt. v. 16.01.2009 - 4 O 358/08, Bl. 171 ff. d.A.; AG Schöneberg, Urt. v. 12.11.2008 - 104a C 367/08, Bl. 162 ff. d.A.; OLG Schleswig NJW-RR 2007, 1347 ff; OLG Rostock NJW-RR 2005, 1416 f.; Palandt-Grueneberg, BGB, 68. Aufl., § 358 Rz. 7; Wildemann in [...] PK-BGB, Stand 06.10.2008, § 358 Rz. 7, 9).

    Denn nach dem Wortlaut des Gesetzes ist für die Frage einer wirtschaftlichen Einheit nur der Teil (" teilweise ". § 358 Abs. 3 S. 1 BGB ) des Darlehensvertrages zu betrachten, der ein bestimmtes anderes Geschäft finanzieren soll, also vorliegend ausschließlich die Kreditgewährung, soweit sie zur Finanzierung der Einmal-Versicherungsprämie erfolgte; das Darlehen ist insoweit - in Höhe von 3.140,50 EUR - aber nur gewährt worden, um die Restschuldversicherung zu finanzieren (so auch AG Schöneberg, Urt. v. 12.11.2008 - 104a C 367/08, Bl. 162 ff. d.A.).

    Dass eine fehlende "Eigenständigkeit" einer Restschuldversicherung als "Teil der Gesamtfinanzierung" (so LG Essen a.a.O.; OLG Oldenburg, Urt. v. 15.01.2009 - 8 U 122/08 , Bl. 149 ff. d.A.) oder "bloßes Nebengeschäft" (so LG Köln, Urt. v. 22.04.2008 - 15 O 494/07 , Bl. 40 f. d.A.) oder als Sicherungsgeschäft für den Darlehensvertrag (LG Braunschweig, a.a.O.; LG Kiel, Urt. v. 26.06.2008 - 13 O 8/07, Bl. 49 ff. d.A.; OLG Köln, Urt. v. 14.01.2009 - 13 U 103/08 , Bl. 12 ff. d.A.) es per se rechtfertigen soll, § 358 BGB entgegen seinem Wortlaut nicht zur Anwendung zu bringen und den Verbraucher damit in Fällen der vorliegenden Art schlechter zu stellen, ist nicht überzeugend (so auch AG Schöneberg, Urt. v. 12.11.2008 - 104a C 367/08, Bl. 162 ff. d.A.).

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