Weitere Entscheidung unten: EGMR, 05.12.2013

Rechtsprechung
   EGMR, 13.11.2008 - 10597/03   

Volltextveröffentlichungen (5)

Kurzfassungen/Presse

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • StV 2009, 519



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Wird zitiert von ... (12)  

  • EGMR, 13.11.2008 - 26073/03

    Recht auf Verfahrensbeschleunigung (überlange Verfahrensdauer; Kriterien der

    Der Beschwerdeführer hat auch im Zusammenhang mit diesem Verfahren eine Individualbeschwerde beim Gerichtshof eingereicht (Nr. 10597/03).

    Der Beschwerdeführer, für den sich eher in dem Verfahren, das Gegenstand der Individualbeschwerde Nr. 10597/03 sei, als in dem hier in Rede stehenden Verfahren potentielle Belastungen ergeben hätten, habe zwischen April 1988 und Oktober 2001 selbst Verfahrensverzögerungen verursacht.

    Unter Bezugnahme auf seine Ausführungen hinsichtlich seiner Individualbeschwerde Nr. 10597/03 brachte er, ohne Belege vorzulegen, vor, dass er materiellen Schaden erlitten habe, da die Dauer des Verfahrens, durch die er fortwährend Kunden, Personal und Geschäftspartner verloren habe, dazu geführt habe, dass ihm Gewinne in beträchtlicher Höhe entgangen seien und seine Firma, die DETAG AG, 2002 zahlungsunfähig geworden sei.

    Potentielle Belastungen für ihn hätten sich, wenn überhaupt, eher aus dem Verfahren, das Gegenstand der Individualbeschwerde Nr. 10597/03 sei, als aus dem hier in Rede stehenden Verfahren ergeben.

    Der Gerichtshof setzt die Summe nach Billigkeit und unter Berücksichtigung der Tatsache fest, dass das hier in Rede stehende Verfahren und das Verfahren, das Gegenstand der Individualbeschwerde Nr. 10597/03 ist, verschiedene, aber nicht gänzlich unzusammenhängende Vorwürfe betreffen, und spricht dem Beschwerdeführer unter dieser Rubrik 14.000 EUR, zuzüglich gegebenenfalls zu berechnender Steuern, zu.

    Auch in dieser Hinsicht nahm der Beschwerdeführer auf seine Ausführungen bezüglich der Individualbeschwerde Nr. 10597/03 Bezug.

    Er stellt jedoch fest, dass der Beschwerdeführer, der im Ermittlungsverfahren anwaltlich vertreten wurde, es nicht nur unterlassen hat, die genaue Höhe der Kosten und Auslagen, die ihm nur durch die lange Dauer des hier in Rede stehenden Ermittlungsverfahrens entstanden waren, substantiiert darzulegen; aus dem Material, das dem Gerichtshof vorliegt, geht, anders als bei der Individualbeschwerde Nr. 10597/03, nicht hervor, dass ihm infolge der Dauer des hier in Rede stehenden Verfahrens zusätzliche Kosten tatsächlich entstanden sind.

  • LSG Sachsen-Anhalt, 29.11.2012 - L 10 SF 5/12

    Entschädigung wegen überlangen Gerichtsverfahrens - Altverfahren - Angemessenheit

    Nach der Rspr. des EGMR ist aber ein entgangener Gewinn zu entschädigen (vgl. die Entscheidungen vom 2. September 2010, 46344/06; 25. März 2010, 485/09, 13. November 2008; 10597/03, 4. April 2002; 45181/99, 31. Juli 2003; 57249/00; 1. Juli 1997, 17820/91, Rn. 76 ff, jeweils zit. nach Juris; vgl. Meyer-Ladewig, EMRK Kommentar, Art. 41 Rn. 7).

    Im Zusammenhang mit einer ungerechtfertigten Verfahrensverzögerung hat der EGMR selbst häufig den Vortrag als ungenügend eingeschätzt (vgl. die Entscheidungen vom 2. September 2010, 46344/06; 25. März 2010, 485/09, 13. November 2008; 10597/03, 4. April 2002; 45181/99, 31. Juli 2003; 57249/00, jeweils zit. nach Juris; vgl. hierzu auch Meyer-Ladewig, EMRK Kommentar, Art. 41 Rn. 8); die Anforderungen sind hoch (vgl. EGMR, 1. Juli 1997, 17820/91, Juris Rn. 76 ff.).

  • EGMR, 07.07.2009 - 12895/05

    S. gegen Deutschland

    Das einschlägige innerstaatliche Recht Eine Darstellung der Bestimmungen der StPO, die vom Bundesverfassungsgericht in der vorliegenden Rechtssache erörtert wurden, findet sich in der Rechtssache O. ./. Deutschland (Nr. 1) (Individualbeschwerde Nr. 10597/03, Rdnrn. 36 and 38, 13. November 2008).
  • EGMR, 30.04.2013 - 10755/13

    UZUN c. TURQUIE

    Si, en effet, la Cour constitutionnelle fédérale peut admettre un recours constitutionnel lorsque les juridictions pénales n'ont pas suffisamment tenu compte de la durée excessive de la procédure (en accordant l'atténuation de la peine ou le classement de l'affaire), elle ne peut intervenir lorsque l'affaire a été classée pour d'autres motifs ou lorsque l'accusé a été acquitté (voir les arrêts Ommer c. Allemagne (no 1) et Ommer c. Allemagne (no 2), no 10597/03 et no 26073/03, 13 novembre 2008, §§ 71-76 et §§ 56-64, respectivement).
  • Generalanwalt beim EuGH, 14.04.2011 - C-109/10

    Solvay / Kommission - Rechtsmittel - Wettbewerb - Missbrauch einer

    231 - EGMR, Urteile Eckle/Deutschland (zitiert in Fn. 222, § 94) und Ommer/Deutschland (Nr. 1) vom 13. November 2008 (Beschwerde-Nr. 10597/03, § 68); vgl. außerdem EGMR, Beschluss Sprotte/Deutschland vom 17. November 2005 (Beschwerde-Nr. 72438/01).
  • Generalanwalt beim EuGH, 14.04.2011 - C-110/10

    Solvay / Kommission - Rechtsmittel - Wettbewerb - Kartell (Art. 81 EG) -

    98 - EGMR, Urteile Eckle/Deutschland (zitiert in Fn. 89, § 94) und Ommer/Deutschland (Nr. 1) vom 13. November 2008 (Beschwerde-Nr. 10597/03, § 68); vgl. außerdem EGMR, Beschluss Sprotte/Deutschland vom 17. November 2005 (Beschwerde-Nr. 72438/01).
  • EGMR, 10.05.2011 - 48059/06

    DIMITROV AND HAMANOV v. BULGARIA

    Therefore, it cannot be regarded as an avenue whereby persons charged with criminal offences can vindicate, as such, their right to a hearing within a reasonable time (see Ommer v. Germany (no. 1), no. 10597/03, §§ 41-43 and 75, 13 November 2008, and Ommer v. Germany (no. 2), no. 26073/03, §§ 37-40 and 62, 13 November 2008, as well as, mutatis mutandis, Peev v. Bulgaria, no. 64209/01, §§ 72-73, 26 July 2007).
  • EGMR, 21.12.2010 - 974/07

    Aussetzung nach § 396 AO kann Schadenersatz begründen

    Angesichts seiner einschlägigen Rechtsprechung ist der Gerichtshof der Auffassung, dem Beschwerdeführer habe keine Beschwerde zur Verfügung gestanden, um sich wegen der Dauer des Strafverfahrens vor dem Amtsgericht beschweren zu können (O. ./. Deutschland (Nr. 2), Nr. 26073/03, Rdnrn. 49 und 57-61, 13. November 2008, 0. ./. Deutschland (Nr. 1), Nr. 10597/03, Rdnr. 71, 13.
  • EGMR, 29.05.2012 - 19488/09

    GARCIA CANCIO v. GERMANY

    In circumstances where the criminal trial court cannot compensate for the excessive length of proceedings, e.g. in cases of acquittal or discontinuance of proceedings for other reasons than length (see Ommer v. Germany (no. 1), no. 10597/03, § 67 et seq., 13 November 2008), the provisions of section 198 CCA apply (see official motivation of the draft law: record of Bundestag 17/3802 page 24) and redress will be granted by monetary compensation.
  • EGMR, 22.01.2013 - 36733/06

    JELER AND OTHERS v. SLOVENIA

    Acknowledging that the primary responsibility for implementing and enforcing the rights and freedoms guaranteed by the Convention lies with the domestic authorities, the Court has already concluded to the effect that a civil action for compensation is, in principle, an effective remedy with regard to the length of proceedings (see Lukenda v. Slovenia, no. 23032/02, § 59, ECHR 2005-X; Jazbec v. Slovenia, no. 31489/02, § 75, 14 December 2006; Varacha v. Slovenia, no. 9303/02, § 32, 9 November 2006, and Lakota v. Slovenia, no. 33488/02, § 35, 7 December 2006; a contrario, Ommer v. Germany (no. 1), no. 10597/03, § 75, 13 November 2008).
  • EGMR, 25.03.2010 - 30175/07

    Rechtssache W. gegen DEUTSCHLAND

  • EGMR, 23.03.2010 - 29752/04
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Rechtsprechung
   EGMR, 05.12.2013 - 46344/06, 54215/08, 44036/02, 39444/08, 10732/05, 1479/08, 8453/04, 21965/09, 7634/05, 1126/05, 17878/04, 7369/04, 40014/05, 39778/07, 11171/08, 43336/08, 52719/08, 15895/09, 16123/09, 16127/09, 16129/09, 27529/09, 27533/09, 27596/09, 2693/07, 1679/03, 66   

Volltextveröffentlichungen (2)

  • Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte

    RUMPF ET 70 AUTRES AFFAIRES CONTRE L'ALLEMAGNE

    Informations fournies par le gouvernement concernant les mesures prises permettant d'éviter de nouvelles violations. Versement des sommes prévues dans l'arrêt (französisch)

  • Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte

    RUMPF AND 70 OTHER CASES AGAINST GERMANY

    Information given by the government concerning measures taken to prevent new violations. Payment of the sums provided for in the judgment (englisch)

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Wird zitiert von ... (8)  

  • EGMR, 10.09.2010 - 31333/06

    McFARLANE v. IRELAND

    The Court recalls its constant case law to the effect that the reasonableness of the length of proceedings must be assessed in the light of the circumstances of the case and with reference to the following criteria: the complexity of the case, the conduct of the applicant and of the relevant authorities and what was at stake for the applicant (for example, Sürmeli v. Germany [GC], no. 75529/01, § 128, ECHR 2006-VII).

    "Remedies available to a litigant at domestic level for raising a complaint about length of proceedings are "effective"... if they prevent the alleged violation or its continuation, or provide adequate redress for any violation that has already occurred (Scordino v. Italy (no. 1) [GC], no. 36813/97, ECHR 2006-V; Sürmeli v. Germany [GC], no. 75529/01, § 65, ECHR 2006-VII; and Kudla v. Poland, cited above, §§ 157 to 159).

  • EGMR, 30.04.2013 - 10755/13

    UZUN c. TURQUIE

    S'agissant par exemple de l'Allemagne, la Cour a généralement qualifié la voie du recours constitutionnel d'accessible et d'effective (Müller c. Allemagne (déc.), no 36395/07, 11 mars 2008, et Schädlich c. Allemagne (déc.), no 21423/07, 3 février 2009).
  • FG Hessen, 19.03.2013 - 12 K 3431/06

    Abzugsfähigkeit von Prozesskosten

    Dies entspricht der gefestigten Rechtsprechung des EGMR, wonach Kosten und Auslagen nach Artikel 41 MRK nur erstattet werden, wenn nachgewiesen wird, dass sie tatsächlich und notwendigerweise entstanden sind und der Höhe nach angemessen waren (vgl. Urteil EGMR 5. Sektion vom 16.12.2010 39778/07, 11171/08, 43336/08, 52719/08, 15895/09, 16123/09, 16127/09, 16129/09, 27529/09, 27533/09, 27596/09, juris).
  • EGMR, 07.12.2017 - 35637/04

    ARNOLDI c. ITALIE

    La Cour rappelle que le caractère raisonnable de la durée d'une procédure doit s'apprécier suivant les circonstances de la cause et eu égard aux critères tels que la complexité de l'affaire, le comportement du requérant et des autorités compétentes ainsi que l'enjeu du litige pour l'intéressé (voir, par exemple, Sürmeli c. Allemagne [GC], no 75529/01, § 128, CEDH 2006-VII).
  • EGMR, 24.07.2018 - 53183/07

    NEGREA ET AUTRES c. ROUMANIE

    La Cour rappelle que le caractère raisonnable de la durée d'une procédure doit s'apprécier suivant les circonstances de la cause et à l'aide des critères consacrés par la jurisprudence de la Cour, en particulier la complexité de l'affaire, le comportement des requérants et celui des autorités compétentes et l'enjeu du litige pour les intéressées (Sürmeli c. Allemagne [GC], no 75529/01, § 128, CEDH 2006-VII).
  • EGMR, 20.12.2007 - 10395/02

    KOCSIS c. ROUMANIE

    En tout état de cause, selon la jurisprudence de la Cour, même dans les systèmes juridiques consacrant le principe de la conduite du procès par les parties, l'attitude des intéressés ne dispense pas les juges d'assurer la célérité voulue par l'article 6 § 1 (voir, mutatis mutandis, Sürmeli c. Allemagne [GC], no 75529/01, § 129, ECHR 2006-...).
  • EGMR, 12.02.2013 - 36505/10

    ÇELIK c. TURQUIE

    A propos de la durée de la procédure, la Cour rappelle que le caractère raisonnable de la durée d'une procédure s'apprécie suivant les circonstances de la cause et eu égard aux critères consacrés par sa jurisprudence, en particulier la complexité de l'affaire, le comportement du requérant et celui des autorités compétentes ainsi que l'enjeu du litige pour les intéressés (voir, parmi beaucoup d'autres, Sürmeli c. Allemagne [GC], no 75529/01, § 128, CEDH 2006-VII, et Daneshpayeh c. Turquie, no 21086/04, §§ 26-29, 16 juillet 2009).
  • EGMR, 01.07.2008 - 9415/02

    TASCHINA c. ROUMANIE

    En tout état de cause, même dans les systèmes juridiques consacrant le principe de la conduite du procès par les parties, l'attitude des intéressés ne dispense pas les juges d'assurer la célérité voulue par l'article 6 § 1 (voir, mutatis mutandis, Sürmeli c. Allemagne [GC], no 75529/01, § 129, CEDH 2006-...).
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