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   OVG Nordrhein-Westfalen, 13.05.2019 - 11 A 610/19.A   

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OVG Nordrhein-Westfalen, 13.05.2019 - 11 A 610/19.A (https://dejure.org/2019,12896)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 13.05.2019 - 11 A 610/19.A (https://dejure.org/2019,12896)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 13. Mai 2019 - 11 A 610/19.A (https://dejure.org/2019,12896)
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Wird zitiert von ... (13)

  • VG Karlsruhe, 20.08.2019 - A 19 K 5742/17

    Verstoß gegen die in der "Gnandi-Entscheidung" des EuGH festgelegten

    b) Dabei ist die Frage, ob eine tatsächliche Möglichkeit besteht, dass eine Gefährdung der verfahrensrechtlichen Ausprägung des Grundsatzes der Nichtzurückweisung auftreten wird, aus der Sicht ex-ante im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung bei einer abstrakten Betrachtung zu beantworten (aA. OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 13.05.2019 - 11 A 610/19.A -, juris).

    Soweit das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen in seinem Urteil vom 13.05.2019 (11 A 610/19.A -, juris) der Auffassung ist, dass der sich aus Art. 8 Abs. 2 RFRL und § 58 Abs. 1 AufenthG abzuleitende Abschiebungsschutz während des Laufs der Ausreisefrist kein Bleiberecht im Sinne der "Gnandi-Rechtsprechung" sein könne, übersieht es, dass das Verfahren in der Rechtssache "Gnandi" die einfache Ablehnung eines Asylantrags betraf.

    Soweit in der Literatur und Rechtsprechung vertreten wird, dass über eine Anwendung von § 36 Abs. 3 Satz 8 AsylG und einer analogen Anwendung von § 59 Abs. 1 Satz 6 AufenthG eine unionsrechtskonforme Ausreisefrist - entgegen dem Wortlaut der Verfügung des Bundesamtes - dadurch sichergestellt werden könne, dass nach der Stellung eines fristgemäßen Eilrechtsschutzgesuchs eine Abschiebung gesetzlich unzulässig ist (§ 36 Abs. 3 Satz 8 AsylG) und eine gesetzte Ausreisefrist dann in Analogie zu § 59 Abs. 1 Satz 6 AufenthG durch dieses Eilrechtsschutzgesuch unterbrochen wird und nach ablehnender Entscheidung durch das Gericht erneut und von vorne zu laufen beginnt (siehe dazu etwa OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 13.05.2019 - 11 A 610/19.A -, juris; VG Bremen, Beschluss vom 02.04.2019 - 2 V 3028/18 -, juris; VG Stuttgart, Beschluss vom 11.12.2018 - A 2 K 10728/18 -, juris Rn. 5; VG Berlin, Beschluss vom 30.11.2018 - 31 L 682.18 A -, juris Rn. 23; Funke-Kaiser, in: GK-AsylG, Stand: März 2019, § 36 AsylG Rn. 15.2), kann dies in Verfahren, in denen - wie hier - ein Eilrechtsschutzgesuch nicht gestellt worden, nicht zu einer Unionsrechtskonformität der Ausreisefrist führen, weil die Wirkungen des § 36 Abs. 3 Satz 8 AsylG und des § 59 Abs. 1 Satz 6 AufenthG gerade nur durch die Stellung eines solchen Antrags ausgelöst werden könnten.

    Würde man mit dem Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen (Urteil vom 13.05.2019 - 11 A 610/19.A -, juris) darauf abstellen, ob dem konkreten Kläger durch die falsche Belehrung tatsächlich ein Rechtsnachteil im Sinne einer Einschränkung seiner Verteidigungsrechte entstanden wäre, könnte das gerichtliche Rechtsschutzverfahren nicht dazu dienen, die fehlerhafte Anwendung des Unionsrechts durch das Bundesamt zu korrigieren.

  • VG Minden, 06.06.2019 - 2 L 560/19
    vgl. OVG NRW, Urteil vom 13.05.2019 - 11 A 610/19.A -, juris, dort Rn. 51 f., m. w. N.

    vgl. OVG NRW, Urteil vom 13.05.2019 - 11 A 610/19.A -, juris, dort Rn. 53, m. w. N.

  • VGH Bayern, 16.07.2020 - 10 ZB 20.31374

    Nichtzulassung der Berufung

    Vor diesem Hintergrund dürfte die vom Erstgericht zur Begründung seiner Entscheidung herangezogene Entscheidung des OVG Nordrhein-Westfalen (U.v. 13.5.2019 - 11 A 610/19.A - juris Rn. 53, 66 ff.) überholt sein.
  • VG Karlsruhe, 22.08.2019 - A 19 K 1718/17

    Hinsichtlich des befristeten Einreise- und Aufenthaltsverbots ist allein die

    Soweit gegen die dort aufgestellten Informationspflichten (EuGH, Urteil vom 19.06.2018 - C-181/16 - , NVwZ 2018, 1625 Rn. 65) verstoßen worden sein sollte, führt dies nicht zur Rechtswidrigkeit der Abschiebungsandrohung (VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 12.12.2018 - A 11 S 1923/17 -, juris Rn. 154 ff.; OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 13.05.2019 - 11 A 610/19.A - juris).
  • VG Ansbach, 11.03.2020 - AN 16 S 20.30165

    Geänderte Abschiebungsandrohung vor dem Hintergrund der Rechtsprechung des EuGH

    Insoweit werde auf zwei Entscheidungen des OVG Nordrhein-Westfalen verwiesen (Az.: 11 A 610/19.A und 11 B 255/19).

    Erforderlich aber auch ausreichend ist es demnach, dass der Antragsteller ein (vorläufiges) Bleiberecht bis zur gerichtlichen Entscheidung, ob ihm auch bis zur Entscheidung über den Rechtsbehelf gegen die Ablehnung internationalen Schutzes ein weiterer Verbleib im Hoheitsgebiet des Mitgliedstaates gestattet wird, erhält (vgl. OVG NW U.v. 13.5.2019 - 11 A 610/19.A - juris Rn. 64).

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 22.05.2019 - 11 A 330/19

    Information eines Asylantragstellers im Dublin-Verfahren

    vgl. EuGH, Urteile vom 15. Oktober 2015, Europäische Kommission/Bundesrepublik Deutschland, C-137/14, EU:C:2015:683, Rn. 56, 60 = juris, Rn. 56 ff., vom 7. November 2013, Altrip, C-72/12, EU:C:2013:712, Rn. 49, 53 f. = juris, Rn. 49 ff., vom 10. September 2013, PPU, C-383/13, EU:C:2013:533, Rn. 39 ff. = juris, Rn. 39 ff., vom 15. November 2011, Gibraltar, C-106/09, EU:C:2011:732, Rn. 179 = juris, Rn. 179, vom 5. Oktober 2000, JAKO, C-288/96, EU:C:2000:537, Rn. 101 = juris, Rn. 101, und vom 14. Februar 1990, Boussac, C-301/87, EU:C:1990:67, Rn. 31 = juris, Rn. 31; vgl. auch OVG NRW, Urteile vom 13. Mai 2019 - 11 A 610/19.A -, zur Veröffentlichung in juris vorgesehen, und vom 19. Mai 2016 - 13 A 1490/13.A -, juris, Rn. 36, nachfolgend: BVerwG, Vorlagebeschluss vom 27. Juni 2017 - 1 C 26.16 -, Buchholz 451.902 Europ Ausländer- und Asylrecht Nr. 91 = juris, Rn. 38 ff. (auch zu § 46 VwVfG); VGH Bad.-Württ., Beschluss vom 2. Mai 2017 - A 4 S 1001/17 -, juris, Rn. 16, und Urteil vom 12. Dezember 2018 - A 11 S 1923/17 -, juris, Rn. 263 ff.
  • VG Regensburg, 09.07.2020 - RN 14 S 20.31033

    Prüfung Rechtmässigkeit einer Abschiebungsanordnung

    Das Gericht hält daher an seiner bisher vertretenen und dem Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen (U.v. 13.5.2019 - 11 A 610/19.A - juris, Rn. 53, 66 ff) folgenden Rechtsauffassung, wonach Abschiebungsandrohungen der vorliegenden Art europarechtskonform seien, weil im Falle der Einlegung eines Rechtsbehelfs nach § 80 Abs. 5 VwGO die Vorschrift des § 59 Abs. 1 Satz 6 AufenthG analog angewendet werden könne, nicht mehr fest.
  • VG Würzburg, 19.12.2019 - W 4 S 19.32094

    Rechtmäßigkeit der Androhung einer sofortigen Abschiebung

    Aber selbst wenn man die Vorgaben die Rechtsprechung des EuGH in der Rechtssache Gnandi hier für übertragbar erachtet, so kann diesen Vorgaben beispielsweise durch eine entsprechende Anwendung des § 59 Abs. 1 Satz 6 AufenthG Rechnung getragen werden (vgl. in diesem Sinne VGH Mannheim, B.v. 18.12.18 - 11 S 2125/18 - juris Rn. 17; OVG Münster, U.v. 13.5.2019 - 11 A 610/19.A - juris).
  • VG Köln, 22.05.2019 - 12 L 702/19
    vgl. OVG NRW, Urteil vom 13.05.2019 - 11 A 610/19.
  • VG München, 20.03.2020 - M 8 S 19.34200

    Abschiebungsverbot, Offensichtlich unbegründet, Flüchtlingseigenschaft,

    Ob die ursprüngliche Ausreisefrist europarechtlichen Vorgaben entsprochen hat, kann daher offen bleiben (vgl. OVG NRW, U.v. 13.5.2019 - 11 A 610/19.A - juris Rn. 51 ff. m.w.N.; VG Minden, B.v. 6.6.2019 - 2 L 560/19.A - juris Rn. 54 ff.).
  • VG Münster, 16.05.2019 - 8 K 499/19
  • VG München, 03.04.2020 - M 10 S 19.34493

    Offensichtlich unbegründet, Vertretungsanzeige, Bevollmächtigter,

  • VG Berlin, 30.01.2020 - 38 L 549.19
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Wird zitiert von ... (4)

  • VG Minden, 16.04.2019 - 10 K 2632/17

    Abschiebungsandrohung Asylverfahren Ausreisefrist Bleiberecht Informationspflicht

    vgl. VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 12. Dezember 2018- A 11 S 1923/17 -, InfAuslR 2019, 107 (juris Rn. 269); OVG NRW, Beschluss vom 19. März 2019 - 11 A 610/19.A -, juris Rn. 52 f.
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 19.03.2019 - 11 B 255/19
    Die aufschiebende Wirkung der Klage - 10 K 4187/18.A - VG Arnsberg (- 11 A 610/19.A - OVG NRW) gegen die im Bescheid des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge vom 1. Oktober 2018 in Ziffer 4. enthaltene Abschiebungsandrohung wird angeordnet, nachdem der Senat mit Beschluss vom heutigen Tag insoweit die Berufung zugelassen hat.
  • OVG Sachsen, 23.03.2020 - 3 A 389/19

    Asyl; Indien; grundsätzliche Bedeutung; Darlegung; allgemeine Klärung;

    Die mögliche Verletzung der dem Gericht obliegenden Aufklärungspflicht gehört nicht zu den in § 78 Abs. 3 Nr. 3 AsylG i. V. m. § 138 VwGO bezeichneten Verfahrensmängeln, bei deren Vorliegen die Berufung zuzulassen ist (OVG NRW, Beschl. v. 19. März 2019 - 11 A 610/19.A -, juris Rn. 29 m. w. N.; SächsOVG, Beschl. v. 21. März 2019 - 3 A 56/19.A -, juris Rn. 21 m. w. N.).
  • VG Aachen, 13.05.2019 - 5 L 171/19

    Zweitantrag; Ausreisefrist; Bekanntgabe; Rückführungsrichtlinie;

    vgl. Beschlüsse vom 19. März 2019 - 11 A 610/19.A -, juris und 11 B 255/19.A.
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