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   OVG Nordrhein-Westfalen, 27.02.2019 - 13 E 939/18.A   

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OVG Nordrhein-Westfalen, 27.02.2019 - 13 E 939/18.A (https://dejure.org/2019,4626)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 27.02.2019 - 13 E 939/18.A (https://dejure.org/2019,4626)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 27. Februar 2019 - 13 E 939/18.A (https://dejure.org/2019,4626)
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Wird zitiert von ... (10)

  • VGH Bayern, 28.05.2020 - 13a C 20.30392

    Beschwerde gegen Kostenfestsetzungsbeschluss und Festsetzung des Gegenstandswerts

    Der Beschwerdeausschluss nach § 80 AsylG erfasst nicht nur das Hauptsacheverfahren, sondern auch alle gerichtliche Entscheidungen in selbständigen und unselbständigen Nebenverfahren im Zusammenhang mit dem Asylgerichtsverfahren, wie etwa die Verfahrenseinstellung, Kostenentscheidung, Gegenstandswertfestsetzung, (Teil-)Versagung von Prozesskostenhilfe, Aussetzung und Ruhensanordnung, Richterablehnung, Zeugen- und Sachverständigenentschädigung, Entscheidung über die Erinnerung gegen die Kostenfestsetzung, selbst wenn diese Entscheidungen - in Ergänzung des Asylgesetzes - ihre Rechtsgrundlage in anderen Gesetzen (z.B. VwGO, GKG, RVG, ZPO) haben (ThürOVG, B.v. 24.1.2019 - 3 VO 783/18 - juris Rn. 4; NdsOVG, B.v. 19.6.2018 - 10 OA 176/18 - juris Rn. 8; B.v. 27.2.2018 - 13 OA 40/18 - juris Rn. 3 m.w.N.; HessVGH, B.v. 16.1.2018 - 4 E 805/17.A - juris Rn. 5; VGH BW, B.v. 28.2.2017 - A 2 S 271/17 - juris Rn. 2; B.v. 2.9.2011 - A 12 S 2451/11 - juris Rn. 1; vgl. auch BayVGH, B.v. 30.5.2017 - 21 CS 17.30500 - juris Rn. 2; OVG NW, B.v. 27.2.2019 - 13 E 939/18.A - juris Rn. 2 f.; B.v. 9.5.2016 - 1 E 298/16.A - juris Rn. 4; B.v. 15.9.2014 - 11 E 909/14.A - juris Rn. 3 f.).

    Soweit im Anwendungsbereich des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes und damit auch hinsichtlich der Festsetzung des Gegenstandswerts gemäß § 33 Abs. 1 i.V.m. § 30 Abs. 2 RVG vertreten wird, § 80 AsylG werde durch § 1 Abs. 3 RVG verdrängt (so OVG Berlin-Bbg, B.v. 19.9.2019 - OVG 3 L 112.19 - juris Rn. 5 ff. m.w.N.; B.v. 26.7.2016 - OVG 3 K 40.16 - juris Rn. 5; HessVGH, B.v. 7.8.2019 - 4 E 1311/19.A - juris Rn. 2 m.w.N.), vermag der Senat dem nicht zu folgen (ebenso: OVG NW, B.v. 27.2.2019 - 13 E 939/18.A - juris Rn. 4 ff.; ThürOVG, B.v. 24.1.2019 - 3 VO 783/18 - juris Rn. 5; HessVGH, B.v. 10.9.2018 - 7 E 928/18.A - juris Rn. 5 f.; VGH BW, B.v. 28.2.2017 - A 2 S 271/17 - juris Rn. 3).

    Richtig ist vielmehr, dass bereits der Wortlaut des § 1 Abs. 3 RVG dafür streitet, dass sich der Vorrang des RVG allein auf Beschwerdevorschriften in den Verfahrensvorschriften der einzelnen Gerichtszweige - etwa der VwGO, des SGG oder der FGO - bezieht, nicht aber auf diesen vorgehende, spezielle Regelungen wie § 80 AsylG (OVG NW, B.v. 27.2.2019 - 13 E 939/18.A - juris Rn. 6; VGH BW, B.v. 28.2.2017 - A 2 S 271/17 - juris Rn. 3).

    Hiergegen spricht, dass mit der Einführung der Regelung des § 80 AsylG im Asylprozess spezialgesetzlich ein umfassender Rechtsmittelausschluss bezweckt war und keine Anhaltspunkte dafür ersichtlich sind, dass der Gesetzgeber mit der Einführung des § 1 Abs. 3 RVG hieran etwas ändern wollte (OVG NW, B.v. 27.2.2019 - 13 E 939/18.A - juris Rn. 8 ff.; NdsOVG, B.v. 19.6.2018 - 10 OA 176/18 - juris Rn. 9; VGH BW, B.v. 28.2.2017 - A 2 S 271/17 - juris Rn. 3).

  • VGH Bayern, 28.05.2020 - 13a C 20.30391

    Unzulässigkeit der Beschwerde wegen Beschwerdeausschlusses

    Der Beschwerdeausschluss nach § 80 AsylG erfasst nicht nur das Hauptsacheverfahren, sondern auch alle gerichtliche Entscheidungen in selbständigen und unselbständigen Nebenverfahren im Zusammenhang mit dem Asylgerichtsverfahren, wie etwa die Verfahrenseinstellung, Kostenentscheidung, Gegenstandswertfestsetzung, (Teil-)Versagung von Prozesskostenhilfe, Aussetzung und Ruhensanordnung, Richterablehnung, Zeugen- und Sachverständigenentschädigung, Entscheidung über die Erinnerung gegen die Kostenfestsetzung, selbst wenn diese Entscheidungen - in Ergänzung des Asylgesetzes - ihre Rechtsgrundlage in anderen Gesetzen (z.B. VwGO, GKG, RVG, ZPO) haben (ThürOVG, B.v. 24.1.2019 - 3 VO 783/18 - juris Rn. 4; NdsOVG, B.v. 19.6.2018 - 10 OA 176/18 - juris Rn. 8; B.v. 27.2.2018 - 13 OA 40/18 - juris Rn. 3 m.w.N.; HessVGH, B.v. 16.1.2018 - 4 E 805/17.A - juris Rn. 5; VGH BW, B.v. 28.2.2017 - A 2 S 271/17 - juris Rn. 2; B.v. 2.9.2011 - A 12 S 2451/11 - juris Rn. 1; vgl. auch BayVGH, B.v. 30.5.2017 - 21 CS 17.30500 - juris Rn. 2; OVG NW, B.v. 27.2.2019 - 13 E 939/18.A - juris Rn. 2 f.; B.v. 9.5.2016 - 1 E 298/16.A - juris Rn. 4; B.v. 15.9.2014 - 11 E 909/14.A - juris Rn. 3 f.).

    Soweit im Anwendungsbereich des RVG und damit auch hinsichtlich der Festsetzung des Gegenstandswerts gemäß § 33 Abs. 1 i.V.m. § 30 Abs. 2 RVG vertreten wird, § 80 AsylG werde durch § 1 Abs. 3 RVG verdrängt (so OVG Berlin-Bbg, B.v. 19.9.2019 - OVG 3 L 112.19 - juris Rn. 5 ff. m.w.N.; B.v. 26.7.2016 - OVG 3 K 40.16 - juris Rn. 5; HessVGH, B.v. 7.8.2019 - 4 E 1311/19.A - juris Rn. 2 m.w.N.), vermag der Senat dem nicht zu folgen (ebenso: OVG NW, B.v. 27.2.2019 - 13 E 939/18.A - juris Rn. 4 ff.; ThürOVG, B.v. 24.1.2019 - 3 VO 783/18 - juris Rn. 5; HessVGH, B.v. 10.9.2018 - 7 E 928/18.A - juris Rn. 5 f.; VGH BW, B.v. 28.2.2017 - A 2 S 271/17 - juris Rn. 3).

    Richtig ist vielmehr, dass bereits der Wortlaut des § 1 Abs. 3 RVG dafür streitet, dass sich der Vorrang des RVG allein auf Beschwerdevorschriften in den Verfahrensvorschriften der einzelnen Gerichtszweige - etwa der VwGO, des SGG oder der FGO - bezieht, nicht aber auf diesen vorgehende, spezielle Regelungen wie § 80 AsylG (OVG NW, B.v. 27.2.2019 - 13 E 939/18.A - juris Rn. 6; VGH BW, B.v. 28.2.2017 - A 2 S 271/17 - juris Rn. 3).

    Hiergegen spricht, dass mit der Einführung der Regelung des § 80 AsylG im Asylprozess spezialgesetzlich ein umfassender Rechtsmittelausschluss bezweckt war und keine Anhaltspunkte dafür ersichtlich sind, dass der Gesetzgeber mit der Einführung des § 1 Abs. 3 RVG hieran etwas ändern wollte (OVG NW, B.v. 27.2.2019 - 13 E 939/18.A - juris Rn. 8 ff.; NdsOVG, B.v. 19.6.2018 - 10 OA 176/18 - juris Rn. 9; VGH BW, B.v. 28.2.2017 - A 2 S 271/17 - juris Rn. 3).

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 09.03.2020 - 19 E 1077/18

    Ein Antrag nach § 172 VwGO , der auf die Vollstreckung einer rechtskräftigen oder

    OVG NRW, Beschluss vom 27. Februar 2019 - 13 E 939/18.A -, juris, Rn. 2 f.; Thür.

    OVG NRW, Beschluss vom 27. Februar 2019, a. a. O., Rn. 6.

  • VGH Hessen, 23.07.2019 - 3 B 1160/19

    Statthaftigkeit der Beschwerde bei asylunabhängigen Sachverhalten

    Unstreitig dürfte sein, dass der Beschwerdeausschluss des § 80 AsylG nicht nur Hauptsacheverfahren, sondern auch alle gerichtlichen Entscheidungen in selbstständigen und unselbstständigen Nebenverfahren im Zusammenhang mit dem gerichtlichen Asylverfahren, wie etwa die Verfahrenseinstellung, Kostenentscheidung, Gegenstandswertfestsetzung, Teilversagung von Prozesskostenhilfe, Aussetzung und Ruhensanordnung, Richterablehnung, Zeugen- und Sachverständigenentschädigung, Zurückweisung der Erinnerung gegen die Kostenfestsetzung etc. erfasst (vgl. Thüringer OVG, Beschluss vom 24.01.2019 - 3 VO 783/18 -, juris; OVG Nordrhein-Westfalen vom 01.07.2019 - 13 E 441/19.A -, juris; OVG Saarland, Beschluss vom 15.03.2019 - 2 E 134/19 -, juris; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 27.02.2019 - 13 E 939/18.A -, juris; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 23.01.2019 - 3 M 41/18 -, juris; Hess. VGH, Beschluss vom 10.09.2018 - 7 E 928/18.A -, juris; OVG Mecklenburg-Vorpommern, Beschluss vom 22.05.2018 - 1 O 422/18OVG -, juris; Nieders.
  • OVG Sachsen-Anhalt, 19.05.2020 - 3 O 42/20

    Beschwerde gegen die Gegenstandswertfestsetzung in einem Asylrechtsstreit

    Der spezialgesetzliche Beschwerdeausschluss nach § 80 AsylG bleibt hiervon unberührt (vgl. SaarlOVG, Beschluss vom 6. Mai 2020 - 2 E 123/20 - juris Rn. 3; OVG NRW, Beschluss vom 27. Februar 2019 - 13 E 939/18.A - juris Rn. 6).

    Dass sich an dem Willen des Gesetzgebers, für Asylverfahren spezielle gerichtliche Vorschriften zu erlassen und insbesondere Rechtsmittel jeglicher Art zu beschränken, durch die (spätere) Einführung des § 1 Abs. 3 RVG etwas geändert haben sollte, findet in den diesbezüglichen Gesetzgebungsmaterialien keine Stütze (vgl. OVG NRW, Beschluss vom 27. Februar 2019 - 13 E 939/18.A - a.a.O. Rn. 12 ff.).

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 13.03.2020 - 11 E 152/20

    Statthaftigkeit einer Beschwerde im Asylgerichtsverfahren (hier: Entscheidung als

    vgl. OVG NRW, Beschluss vom 27. Februar 2019 - 13 E 939/18.A -, juris, Rn. 2 m. w. N.

    vgl. OVG NRW, Beschluss vom 27. Februar 2019 - 13 E 939/18.A -, juris, Rn. 4, OVG Lüneburg, Beschluss vom 19. Juni 2018 - 10 OA 176/18 -, juris, Rn. 9; m. w. N.

  • OVG Niedersachsen, 30.07.2019 - 2 OA 819/18

    PKH-Vergütung; Entstehen einer Terminsgebühr bei Verzicht auf mündliche

    Dabei kann offenbleiben, ob die Beschwerde aufgrund der Regelung des § 80 AsylG unzulässig ist (vgl. OVG NRW, Beschl. v. 27.2.2019 - 13 E 939/18.A -, juris; VGH BW, Beschl. v. 28.2.2017 - A 2 S 271/17 -, juris) oder aber der Sonderregelung des § 1 Abs. 3 RVG unterfällt (vgl. OVG Berl.-Bbg, Beschl. v. 26.7.2016 - OVG 3 K 40.16 -, juris).
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 11.07.2019 - 9 E 558/19

    Zulässigkeit einer Beschwerde in einem Asylverfahren; Nichterreichen des

    vgl. OVG NRW, Beschluss vom 27. Februar 2019 - 13 E 939/18.A -, juris, mit zahlreichen Nachweisen zum Meinungsstand.
  • VG Augsburg, 21.08.2019 - Au 6 M 19.30994

    Erstattung von Kopien trotz Aktenübersendung

    Dieser Beschluss ist unanfechtbar (§ 80 AsylG), denn der umfassende Beschwerdeausschluss gilt für alle Nebenverfahren zu asylrechtlichen Streitigkeiten einschließlich der Prozesskostenhilfe (vgl. BayVGH, B.v. 22.3.2018 - 20 C 18.30620 - juris Rn. 1; ThürOVG, B.v. 24.1.2019 - 3 VO 783/18 - juris Rn. 4 f. m.w.N.; OVG NRW, B.v. 27.2.2019 - 13 E 939/18.A - juris Rn. 2 ff.).
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 01.07.2019 - 13 E 441/19
    vgl. OVG NRW, Beschluss vom 27. Februar 2019 - 13 E 939/18.A -, juris, Rn. 2 m.w.N.; Niedersächsisches OVG, Beschlüsse vom 19. Juni 2018 - 10 OA 176/17 -, juris, Rn. 7, jeweils m.w.N.
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