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   OLG Köln, 21.02.2019 - 15 U 132/18   

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OLG Köln, 21.02.2019 - 15 U 132/18 (https://dejure.org/2019,3600)
OLG Köln, Entscheidung vom 21.02.2019 - 15 U 132/18 (https://dejure.org/2019,3600)
OLG Köln, Entscheidung vom 21. Februar 2019 - 15 U 132/18 (https://dejure.org/2019,3600)
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Volltextveröffentlichungen (3)

Verfahrensgang

  • LG Köln - 28 O 314/17
  • OLG Köln, 21.02.2019 - 15 U 132/18

Papierfundstellen

  • ZUM 2020, 491
 
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Wird zitiert von ... (8)

  • OLG Köln, 14.01.2021 - 15 U 60/20
    Dabei kann und soll die vom Landgericht auf S. 13 der angegriffenen Entscheidung angesprochene Frage weiterhin dahinstehen, ob das aus dem strafrechtlichen sog. nemo-tenetur-Grundsatz fließende Schweigerecht des Beschuldigten in Fragen der identifizierenden Verdachtsberichterstattung besondere Auswirkungen auf die zivilprozessualen Darlegungslasten haben kann (offen zu dieser Streitfrage Senat v. 21.02.2019 - 15 U 132/18, BeckRS 2019, 2199 Rn. 22 m.w.N.).

    Hierbei ist dann insbesondere auch zu würdigen, dass jedenfalls der Redakteur ein fast greifbares Eigeninteresse an einer entsprechenden "Story" hatte und dies bei der Würdigung der Beweiskraft entsprechender Bekundungen des Zeugen im Grundsatz schon eher zur Vorsicht mahnen musste (allg. dazu Senat v. 12.11.2020 - 15 U 112/20, zur Veröffentlichung bestimmt; v. 18.10.2018 - 15 U 37/18, BeckRS 2018, 26724 Rn. 38; v. 21.02.2019 - 15 U 132/18, BeckRS 2019, 2199 Rn. 22 m.w.N.).

    Ungeachtet der Einzelheiten des sog. abgestuften Schutzkonzepts der §§ 22, 23 KUG, wegen deren Details auf die auch nach Inkrafttreten der DSGVO wegen der Öffnungsklausel in Art. 85 DSGVO in Verbindung mit den nationalen Regelungen in den Mediengesetzen im journalistischen Bereich weiter geltende ständige Rechtsprechung des VI. Zivilsenats Bezug genommen werden kann (vgl. BGH v. 07.07.2020 - VI ZR 250/19, GRUR-RR 2020, 24014 Rn. 9 - 19; v. 07.07.2020 - VI ZR 246/19, GRUR 2020, 23990 Rn. 10 - 20; v. 17.12.2019 - VI ZR 249/18, GRUR 2020, 664 Rn. 39 - 44; v. 17.12.2019 - VI ZR 504/18, GRUR 2020, 555 Rn. 10 - 15; v. 18.06.2019 - VI ZR 80/18, GRUR 2019, 1084 Rn. 30 - 32), ist speziell bei einer identifizierenden Verdachtsberichterstattung nach der ständigen Rechtsprechung des Senats inzident gerade auch das Vorliegen der für die Wortberichterstattung entwickelten Anforderungen der zulässigen identifizierenden Verdachtsberichterstattung zu prüfen (Senat v. 21.02.2019 - 15 U 132/18, BeckRS 2019, 2199 Rn. 19).

  • OLG Köln, 14.01.2021 - 15 U 61/20
    Dabei kann und soll die vom Landgericht auf S. 11 f. der angegriffenen Entscheidung angesprochene Frage weiterhin dahinstehen, ob das aus dem strafrechtlichen sog. nemo-tenetur-Grundsatz fließende Schweigerecht des Beschuldigten in Fragen der identifizierenden Verdachtsberichterstattung besondere Auswirkungen auf die zivilprozessualen Darlegungslasten haben kann (offen zu dieser Streitfrage Senat v. 21.02.2019 - 15 U 132/18, BeckRS 2019, 2199 Rn. 22 m.w.N.).

    Hierbei ist dann insbesondere auch zu würdigen, dass jedenfalls der Redakteur ein fast greifbares Eigeninteresse an einer entsprechenden "Story" hatte und dies bei der Würdigung der Beweiskraft entsprechender Bekundungen des Zeugen im Grundsatz schon eher zur Vorsicht mahnen musste (allg. dazu Senat v. 12.11.2020 - 15 U 112/20, zur Veröffentlichung bestimmt; v. 18.10.2018 - 15 U 37/18, BeckRS 2018, 26724 Rn. 38; v. 21.02.2019 - 15 U 132/18, BeckRS 2019, 2199 Rn. 22 m.w.N.).

    Ungeachtet der Einzelheiten des sog. abgestuften Schutzkonzepts der §§ 22, 23 KUG, wegen deren Details auf die auch nach Inkrafttreten der DSGVO wegen der Öffnungsklausel in Art. 85 DSGVO in Verbindung mit den nationalen Regelungen in den Mediengesetzen im journalistischen Bereich weiter geltende ständige Rechtsprechung des VI. Zivilsenats Bezug genommen werden kann (vgl. BGH v. 07.07.2020 - VI ZR 250/19, GRUR-RR 2020, 24014 Rn. 9 - 19; v. 07.07.2020 - VI ZR 246/19, GRUR 2020, 23990 Rn. 10 - 20; v. 17.12.2019 - VI ZR 249/18, GRUR 2020, 664 Rn. 39 - 44; v. 17.12.2019 - VI ZR 504/18, GRUR 2020, 555 Rn. 10 - 15; v. 18.06.2019 - VI ZR 80/18, GRUR 2019, 1084 Rn. 30 - 32), ist speziell bei einer identifizierenden Verdachtsberichterstattung nach der ständigen Rechtsprechung des Senats inzident gerade auch das Vorliegen der für die Wortberichterstattung entwickelten Anforderungen der zulässigen identifizierenden Verdachtsberichterstattung zu prüfen (Senat v. 21.02.2019 - 15 U 132/18, BeckRS 2019, 2199 Rn. 19).

  • OLG Köln, 10.09.2020 - 15 U 230/19

    Dieselskandal: Bericht wegen fehlender Anhörung rechtswidrig

    a) Prozessual ist es dabei zulässig, wenn eine Bildveröffentlichung nicht - was alternativ allerdings möglich wäre (Senat v. 21.02.2019 - 15 U 132/18, BeckRS 2019, 2199) - eigenständig angegriffen wird, sondern nur als eines von mehreren Identifizierungsmerkmalen im Rahmen einer identifizierenden Verdachtsberichterstattung (vgl. auch BGH v. 17.12.2019 - VI ZR 249/18, GRUR-RS 2019, 37905 Rn. 38 ff.).

    aa) Denn in Zusammenhang mit einer Verdachtsberichterstattung sind nach der Rechtsprechung des Senats inzident stets auch die Zulässigkeitsvoraussetzungen einer identifizierenden Verdachtsberichterstattung zu prüfen (Senat v. 21.02.2019 - 15 U 132/10, BeckRS 2019, 2199 Rn. 17 ff.); ferner muss bei einer Verdachtsberichterstattung unter Verwendung (auch) eines Lichtbildes als Identifizierungsmerkmal zusätzlich ein sog. qualifiziertes öffentliches Interesse an der Person vorliegen.

    Denn mit den Ausführungen des Senats v. 21.02.2019 - 15 U 132/10, BeckRS 2019, 2199 Rn. 25 m.w.N. gilt.

  • OLG Köln, 12.11.2020 - 15 U 112/20

    Identifizierende Berichterstattung über sog. "Miethaie" zulässig?

    Es bestehen schließlich auch keine Bedenken am Rechtsschutzbedürfnis, mag sich der Antrag nur gegen die Namensnennung und nicht (auch) gegen die öffentliche Zur-Schau-Stellung der Bilder der Verfügungsklägerinnen zu 4) und 5) als weiteres (gleichwertiges) Identifizierungskriterium ihrer Person richten (mit der Folge, dass ein allein auf die Namensnennung beschränkter Verbotstenor faktisch schnell unterlaufen werden könnte, vgl. zum Problem bereits Senat v. 21.02.2019 - 15 U 132/10, BeckRS 2019, 2199 Rn. 11).

    Richtig ist zwar, dass die Presse im Rahmen einer Verdachtsberichterstattung etwaige zweifelhafte Beweismittel vorsichtiger zu würdigen hat, wozu insbesondere Zeugen mit erheblichen Belastungstendenzen zählen (vgl. etwa Senat v. 18.10.2018 - 15 U 37/18, BeckRS 2018, 26724 Rn. 38; v. 21.02.2019 - 15 U 132/18, BeckRS 2019, 2199 Rn. 22; siehe auch BGH v. 18.11.2014 - VI ZR 76/14, NJW 2015, 778: Prüfung eines Motivs für Falschbezichtigung; BGH v. 17.12.2013 - VI ZR 211/12, juris Rn. 29: Prüfung eines übermäßigen Belastungseifers; in diesem Sinne auch EGMR v. 04.05.2010 - 38059/07, juris Rn. 42 und 44: zu prüfen sind Autorität, Neutralität und Objektivität der Quelle; BVerfG v. 21.03.2007 - 1 BvR 2231/03, NJW 2007, 2686: privater Gewährsmann; OLG Hamburg v. 21.02.2006 - 7 U 64/05, NJW-RR 2006, 1707; Burkhardt/Peifer , in: Wenzel, Das Recht der Wort- und Bildberichterstattung, 6. Aufl. 2018, Kap. 10 Rn. 156).

  • OLG Köln, 13.10.2020 - 15 W 46/20
    Mit Blick auf die identifizierende Bildberichterstattung waren diese Grundsätze im Rahmen der Prüfung der §§ 22, 23 KUG inzident zu prüfen; zudem ist dabei noch ein sog. qualifiziertes öffentliches Interesse an der Person des Betroffenen zu verlangen (grundlegend Senat v. 21.02.2019 - 15 U 132/18, BeckRS 2019, 2199 Rn. 25).

    Dies ergibt sich aus der Rechtsprechung des VI. Zivilsenats zu den Fällen der Berücksichtigung zwischenzeitlich erfolgender strafrechtlicher Verurteilungen (BGH v. 17.12.2019 - VI ZR 249/18, GRUR 2020, 664 Rn. 21; v. 18.06.2019 - VI ZR 80/18, GRUR 2019, 1084 Rn. 23, 35) und entspricht schon immer der Linie des Senats (etwa Senat v. 21.02.2019 - 15 U 132/18, BeckRS 2019, 2199 Rn. 19).

    Offen bleiben kann auch, ob letzteres jedenfalls deswegen anzunehmen sein mag, weil vom Antragsteller keinerlei weiterführenden Angaben zum Inhalt der Verteidigererklärungen gemacht worden sind, ohne dass dabei grundsätzlich zu klären wäre, wie sich der strafrechtliche nemo-tenetur-Grundsatz auf die zivilprozessualen Darlegungslasten und auch auf die Anwendung des § 138 Abs. 3 ZPO auswirkt (vgl. offen bereits Senat v. 21.02.2019 - 15 U 132/18, BeckRS 2019, 2199 Rn. 22).

  • LG Köln, 13.05.2020 - 28 O 333/19
    Ferner ist zu berücksichtigen, dass gerade von einer mit dem Bildnis des Betroffenen versehenen Verdachtsberichterstattung eine verstärkte Beeinträchtigung der Rechte desselben ausgehen kann (vgl. OLG Köln, Urt. v. 21.2.2019, 15 U 132/18).
  • LG Köln, 04.11.2020 - 28 O 238/20
    Im Rahmen einer identifizierenden Bildberichterstattung über einen strafrechtlichen Verdacht gilt zudem (OLG Köln, Urt. v. 21.2.2019 - 15 U 132/18), dass bei der Abwägung der widerstreitenden Belange besonders zu berücksichtigen ist, dass die Veröffentlichung eines Lichtbildes schon wegen der stärkeren Intensität des optischen Eindrucks (dazu grundlegend BVerfG v. 5.6.1973 - 1 BvR 536/72, BVerfGE 35, 202, 227 = juris Rn. 56) deutlich weitgehender als eine reine Namensnennung geeignet ist, besondere öffentliche Aufmerksamkeit an der Person zu erregen und damit auch eine Prangerwirkung zu erzeugen.
  • OLG Köln, 14.05.2020 - 15 W 10/20
    aa) Der Senat hat schon im Urteil vom 21.2.2019 - 15 U 132/18, BeckRS 2019, 2199 Rn. 25 ausgeführt, dass bei einer identifizierenden Bildberichterstattung über einen strafrechtlichen Verdacht - und damit auch hier wegen der Wiederholung der Vorwürfe in der Berichterstattung - zusätzlich zu den in der Rechtsprechung anerkannten Grundvoraussetzungen einer identifizierenden Verdachtsberichterstattung im Rahmen des § 23 Abs. 1 Nr. 1 KUG ein sog. "qualifiziertes öffentliches Interesse" vorliegen muss.
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