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   KG, 30.04.2013 - (4) 161 Ss 89/13 (86/13)   

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https://dejure.org/2013,17679
KG, 30.04.2013 - (4) 161 Ss 89/13 (86/13) (https://dejure.org/2013,17679)
KG, Entscheidung vom 30.04.2013 - (4) 161 Ss 89/13 (86/13) (https://dejure.org/2013,17679)
KG, Entscheidung vom 30. April 2013 - (4) 161 Ss 89/13 (86/13) (https://dejure.org/2013,17679)
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Volltextveröffentlichungen (8)

  • verkehrslexikon.de

    Zur gerichtlichen Wartepflicht bei angekündigtem Erscheinen des sich verspätenden Angeklagten

  • IWW
  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)

    Verlängerung gerichtlicher Wartepflicht bei angekündigtem Erscheinen des sich verspätenden Angeklagten binnen angemessener Frist als aus dem Grundsatz des fairen Verfahrens abzuleitende Fürsorgepflicht vor Verwerfung der Berufung

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Unzulässigkeit der Verwerfung der Berufung bei angekündigter Verspätung ohne weiteres - 15 Minuten übersteigendes - Zuwarten

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • Burhoff online Blog (Kurzinformation und Auszüge)

    Anruf: "Komme in ein paar Minuten…” - Verspätung interessiert Gericht aber nicht….

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Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ... (4)

  • OLG Koblenz, 21.12.2021 - 1 OLG 32 Ss 133/21
    Da die Möglichkeit der Verwerfung der Berufung ohne Sachverhandlung auf der Vermutung beruht, dass derjenige sein Rechtsmittel nicht weiter verfolgt wissen will, der sich ohne ausreichende Entschuldigung nicht einfindet (vgl. OLG Zweibrücken, a.a.O.; KG Berlin, 3 Ws (B) 382/16 v. 21.07.2016 - juris; (4) 161 Ss 89/13 (86/13) v. 30.04.2013 - juris; Brandenburgisches Oberlandesgericht, (1) 53 Ss 19/11 (5/11) v. 07.03.2021 - juris; OLG Köln, a.a.O.) kann sich eine längere Wartepflicht ergeben, wenn aufgrund einer Mitteilung des Angeklagten (noch vor dem Termin oder innerhalb der normalen Wartezeit, persönlich oder über Dritte wie etwa den Verteidiger) feststeht, dass er sich zwar verspäten, aber noch innerhalb angemessener Zeit erscheinen werde (vgl. OLG Koblenz, a.a.O.; OLG Oldenburg, a.a.O.; OLG Zweibrücken, a.a.O.; KG Berlin, 3 Ws (B) 382/16 v. 21.07.2016 - juris (4); 161 Ss 89/13 (86/13) v. 30.04.2013 - juris; (3) 1 Ss 149/01 (92/01) v. 19.12.2001 - NStZ-RR 2002, 218; Brandenburgisches Oberlandesgericht, a.a.O.; OLG Köln, a.a.O.; OLG München, a.a.O.; BeckOK StPO/Eschelbach, a.a.O., § 329 Rn. 17; MüKoStPO/Quentin, a.a.O., § 329 Rn. 22).

    Dies gilt jedenfalls dann, wenn ihm nicht grobe Fahrlässigkeit oder Mutwillen zur Last fällt (vgl. OLG Oldenburg, a.a.O.; OLG Zweibrücken, a.a.O.; KG Berlin, 3 Ws (B) 382/16 v. 21.07.2016 - juris; (4) 161 Ss 89/13 (86/13) v. 30.04.2013 - juris; Brandenburgisches Oberlandesgericht, a.a.O.; OLG Köln, a.a.O.).

    Im Rahmen der dann gebotenen Gesamtschau sind dem Grad des Verschuldens des Angeklagten an der Verspätung sämtliche in diesem Zusammenhang erhebliche Gesichtspunkte, wie insbesondere die Bedeutung der Sache für den Angeklagten (vgl. OLG Oldenburg, a.a.O.; KG Berlin, (4) 161 Ss 89/13 (86/13) v. 30.04.2013 - juris; OLG München, a.a.O.), der Umfang der voraussichtlichen Verzögerung (vgl. KG Berlin, 3 Ws (B) 382/16 v. 21.07.2016 - juris; (4) 161 Ss 89/13 (86/13) v. 30.04.2013 - juris; OLG Köln, a.a.O.) sowie die Auswirkung auf andere Verfahren (vgl. OLG Oldenburg, a.a.O.; KG, (4) 161 Ss 89/13 (86/13) v. 30.04.2013 - juris) gegenüberzustellen und in ihrem Gewicht gegeneinander abzuwägen (vgl. OLG Zweibrücken, a.a.O.; MüKoStPO/Quentin, a.a.O., § 329 Rn. 22).

    Insbesondere muss zumindest dem Gesamtzusammenhang der Begründung die bestimmte Behauptung zu entnehmen sein, innerhalb welcher Frist der Angeklagte den Verhandlungssaal erreicht hätte (vgl. OLG Zweibrücken, a.a.O.; KG Berlin, (4) 161 Ss 89/13 (86/13) v. 30.04.2013 - juris).

  • OLG Oldenburg, 15.11.2021 - 1 Ws 425/21

    An den Voraussetzungen für eine Verwerfung der Berufung des säumigen Angeklagten

    (vgl. BayObLG, Beschluss vom 15.07.1988 - RReg 1 St 90/88, juris Rn. 5; OLG Hamm, Beschluss vom 16.05.1997 - 2 Ws 165/97, NStZ-RR 1997, 368 f.; OLG Köln, Beschluss vom 07.03.2008 - 2 Ws 106/08, juris Rn. 6; Beschluss vom 05.02.2013 - 1 RVs 12/13, juris Rn. 48; Beschluss vom 08.07.2013 - 2 Ws 354/13, juris Rn. 12; OLG Brandenburg, Beschluss vom 15.05.2012 - 53 Ss 60/12, juris Rn. 13; KG, Beschluss vom 30.04.2013 - 161 Ss 89/13, juris Rn. 4; Beschluss vom 14.02.2019 - 4 Ws 12/19, juris Rn. 30; OLG Jena, Beschluss vom 18.09.2012 - 1 Ss 71/12, juris Rn. 9 f. jew. m.w.N.).

    Denn mit einem solchen Verhalten bringt der Angeklagte zum Ausdruck, die anstehende Sachentscheidung über seine Berufung gerade nicht verzögern zu wollen (vgl. KG, Beschluss vom 05.05.1997 - 1 Ss 94/97, juris Rn. 9 f.; Beschluss vom 30.04.2013 - 161 Ss 89/13, juris Rn. 4; OLG Hamm, Beschluss vom 16.05.1997 - 2 Ws 165/97, NStZ-RR 1997, 368 ; Beschluss vom 07.05.2007 - 3 Ws 225/07, juris Rn. 16; OLG Brandenburg, Beschluss vom 15.05.2012 - 53 Ss 60/12, juris Rn. 11 und Rn. 13; OLG Köln, Beschluss vom 07.03.2008 - 2 Ws 106/08, juris Rn. 6; Beschluss vom 05.02.2013 - 1 RVs 12/13, juris Rn. 46 f.; Beschluss vom 08.07.2013 - 2 Ws 354/13, juris Rn. 13; OLG Jena, Beschluss vom 18.09.2012 - 1 Ss 71/12, juris Rn. 11 jew. m.w.N.; siehe auch OLG Oldenburg, Urteil vom 26. Januar 2009 - Ss 472/08, NJW 2009, 1762 ).

  • OLG Dresden, 30.07.2021 - 3 Ws 27/21
    Allerdings gebieten es die Grundsätze eines fairen Verfahrens und die hieraus abzuleitende Fürsorgepflicht dem Gericht, zunächst eine angemessene Zeit zuzuwarten, da mit stets möglichen kleineren Verspätungen gerechnet werden muss (vgl. KG Berlin, Beschluss vom 30. April 2013 - (4) 161 Ss 89/13 (86/13), Rn. 4, juris; OLG Köln, Beschluss vom 08. Juli 2013 - III-2 Ws 354/13, Rn. 13; OLG Zweibrücken, Beschluss vom 24. Oktober 2016 - 1 OLG 1 Ss 74/16, Rn. 6, juris; Meyer-Goßner/Schmitt, StPO, 63. Aufl., § 329 Rn. 13, jeweils m.w.N.).
  • OLG Dresden, 30.07.2021 - 3 OLG 22 Ss 246/21

    Berufungsverwerfung, Wartezeit, Fortsetzungsverhandlung, Wiedereinsetzung

    Allerdings gebieten es die Grundsätze eines fairen Verfahrens und die hieraus abzuleitende Fürsorgepflicht dem Gericht, zunächst eine angemessene Zeit zuzuwarten, da mit stets möglichen kleineren Verspätungen gerechnet werden muss (vgl. KG Berlin, Beschluss vom 30. April 2013 - (4) 161 Ss 89/13 (86/13), Rn. 4, juris; OLG Köln, Beschluss vom 08. Juli 2013 - III-2 Ws 354/13, Rn. 13; OLG Zweibrücken, Beschluss vom 24. Oktober 2016 - 1 OLG 1 Ss 74/16, Rn. 6, juris; Meyer-Goßner/Schmitt, StPO, 63. Aufl., § 329 Rn. 13, jeweils m.w.N.).
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