Rechtsprechung
   OVG Nordrhein-Westfalen, 12.03.2015 - 2 A 2423/14   

Volltextveröffentlichungen (5)

Kurzfassungen/Presse (8)

  • nrw.de (Pressemitteilung)

    Rundfunkbeitrag verfassungsgemäß

  • wbs-law.de (Kurzinformation)

    Rundfunkbeitrag: Netto scheitert vor Gericht

  • mueller-roessner.net (Kurzinformation)

    Rundfunkbeitrag verfassungsgemäß

  • heise.de (Pressebericht, 13.03.2015)

    Rundfunkbeitrag ist verfassungsgemäß

  • mahnerfolg.de (Kurzmitteilung)

    Rundfunkbeitrag rechtens

  • juraforum.de (Kurzinformation)

    Rundfunkbeitrag verfassungskonform

  • soziale-schuldnerberatung-hamburg.de (Kurzinformation)

    Rundfunkbeitrag verfassungsgemäß

  • Telepolis (Pressebericht, 12.03.2015)

    Klagen gegen Rundfunkbeitrag abgewiesen // Haushaltsabgabe an Beitragsservice ist rechtmäßig

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • DVBl 2015, 705
  • DÖV 2015, 581



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Wird zitiert von ... (48)  

  • VG Karlsruhe, 14.09.2015 - 8 K 2196/14  

    Wirksamkeit des Rundfunkbeitragsstaatsvertrags; Rechtsnatur des

    Der Rundfunkbeitrag ist keine Steuer im Sinne des Art. 105 GG, sodass die Regelung der nichtsteuerlichen Abgabe zur Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks als Annexkompetenz unter das Rundfunkrecht fällt, für das den Ländern gemäß Art. 70 GG die Gesetzgebungsbefugnis zukommt (VerfGHRhPf, Urteil vom 13.05.2014 - VGH B 35/12 BeckRS 2014, 51048; BayVerfGH, Entscheidung vom 15.05.2014 - Vf. 8-VII-12, Vf. 24-VII-12, juris Rn. 70 ff.; OVG NRW, Urteil vom 12.03.2015 - 2 A 2423/14, BeckRS 2015, 43989; VG Freiburg, Urteil vom 02.04.2014 - 2 K 1446/13, BeckRS 2014, 55750; VG Stuttgart, Urteil vom 01.10.2014 - 3 K 1360/14, BeckRS 2014, 57219; Kube, Der Rundfunkbeitrag, 2014, S. 51; implizit Schneider, ZUM 2013, 472, 476 f.; a. A. Degenhart, K&R Beihefter 1/2013, S. 9 ff.; Koblenzer/Günther, Abgabenrechtliche Qualifizierung des neuen Rundfundfunkbeitrags und finanzverfassungsrechtliche Konsequenzen, S. 21 f.; Korioth/Koemm, DStR 2013, 833, 835; Terschüren, CR 2013, 702, 706).

    Entscheidend ist vielmehr der materielle Gehalt der Abgabe (OVG NRW Urteil vom 12.03.2015 - 2 A 2423/14, BeckRS 2015, 43989; VG Freiburg, Urteil vom 02.04.2014 - 2 K 1446/13, BeckRS 2014, 55750; VG Stuttgart, Urteil vom 01.10.2014 - 3 K 1360/14, BeckRS 2014, 57219; Korioth/Koemm, DStR 2013, 833, 835; Terschüren, CR 2013, 702, 704 f.).

    Letzteres ist hier der Fall (ebenso BayVerfGH, Entscheidung vom 15.05.2014 - Vf. 8-VII-12, Vf. 24-VII-12, juris Rn. 72 ff.; VerfGHRhPf, Urteil vom 13.05.2014 - VGH B 35/12 BeckRS 2014, 51048; OVG NRW, Urteil vom 12.03.2015 - 2 A 2423/14, BeckRS 2015, 43989; VG Bremen, Urteil vom 20.12.2013 - 2 K 605/13, juris Rn. 20; VG Freiburg, Urteil vom 02.04.2014 - 2 K 1446/13, BeckRS 2014, 55750; VG Hamburg, Urteil vom 17.07.2014 - 3 K 5371/13, juris Rn. 28 ff.; VG Osnabrück, Urteil vom 01.04.2014 - 1 A 182/13, juris Rn. 23 ff; VG Stuttgart, Urteil vom 01.10.2014 - 3 K 1360/14, juris Rn. 26 ff. sowie 3 K 4897/13, juris Rn. 28; Schneider, ZUM 2013, 472, 476 f.; Kube, Der Rundfunkbeitrag, 2014, S. 49 ff.; Gall/Schneider, in: Hahn/Vesting, Kommentar zum Rundfunkrecht, 3. Aufl. 2012, vor RBStV, Rn. 37; Kirchhof, Rechtsgutachten, 2010, S. 46 ff. und 80 ff.; a. A. Degenhart, K&R Beihefter 1/2013, S. 10 ff.; Geuer, Rechtsschutzmöglichkeiten von Unternehmen gegen den neuen "Rundfunkbeitrag", Gutachten 2013, S. 15 f.; Koblenzer/Günther, Abgabenrechtliche Qualifizierung des neuen Rundfundfunkbeitrags und finanzverfassungsrechtliche Konsequenzen, S. 8 ff.; Terschüren, CR 2013, 702, 704 f.; Bölck, NVwZ 2014, 266, 268 f.).

    Sie stellt somit kein allgemeines Instrument zur Finanzierung des öffentlichen Gemeinwesens dar (ebenso OVG NRW, Urteil vom 12.03.2015 - 2 A 2423/14, BeckRS 2015, 43989; a. A. Degenhart, K&R, Beihefter 1/2013 zu Heft 3, Rechtsgutachten, S. 10 ff.; Korioth/Koemm, DStR 2013, 833, 835).

    Die materielle Beitragseigenschaft entfällt mithin auch nicht dadurch, dass die Grundvoraussetzungen der Rundfunkgebührenpflicht nahezu auf jedermann zutreffen (ebenso OVG NRW, Urteil vom 12.03.2015 - 2 A 2423/14, BeckRS 2015, 43989; VG Freiburg, Urteil vom 02.04.2014 - 2 K 1446/13, BeckRS 2014, 55750; VG Stuttgart, Urteile vom 01.10.2014 - 3 K 1360/14, juris Rn. 28 sowie 3 K 4897/13, juris Rn. 32; a. A. Degenhart K&R, Beihefter 1/2013 zu Heft 3, S. 11).

    Die Sicherung von Programmqualität und Programmvielfalt ist durch den gesetzlichen Auftrag z. B. der §§ 3 ff. Staatsvertrag über den Südwestrundfunk gewährleistet; es ist nicht Aufgabe der Gerichte, qualitative Einschätzungen über öffentlich-rechtliche Programminhalte in die Entscheidung rundfunkbeitragsrechtlicher Rechtsfragen einzubringen (OVG NRW, Urteil vom 12.03.2015 - 2 A 2423/14, BeckRS 2015, 43989).

    2.2.4.1 Zunächst ist die Beitragspflicht mit Art. 3 Abs. 1 GG vereinbar (ebenso VG Stuttgart, Urteile vom 01.10.2014 - 3 K 1360/14, juris Rn. 33 f. sowie 3 K 4897/13, juris Rn. 35; VG Freiburg, Urteil vom 02.04.2014 - 2 K 1446/13, juris Rn. 43 ff.; VerfGH RLP, Urteil vom 13.05.2014 - VGH B 35/12, juris Rn. 130 ff.; OVG NRW, Urteil vom 12.03.2015 - 2 A 2423/14, juris Rn. 99 ff.; a. A. Degenhart, K&R, Beihefter 1/2013 zu Heft 3, S. 19 aufgrund unzulässiger Typisierung; Terschüren, CR 2013, 702, 707, die den Rundfunkbeitrag als Steuer einordnet und in ihm "eine Belastung ohne Zugrundelegung der Leistungsfähigkeit" sieht, die gegen Art. 3 Abs. 1 GG verstoße).

    Sie verhindert damit eine Benachteiligung der Rechtstreuen und dient einer größeren Abgabengerechtigkeit, vgl. VG Freiburg, Urteil vom 02.04.2014 - 2 K 1446/13, juris Rn. 45; VG Stuttgart, Urteil vom 01.10.2014 - 3 K 1360/14, juris Rn. 33; OVG NRW, Urteil vom 12.03.2015 - 2 A 2423/14, juris Rn. 109; BayVerfGH, Entscheidung vom 15.05.2014 - Vf. 8-VII-12, Vf. 24-VII-12, juris Rn. 108; Schneider, ZUM 2013, 472, 476. Eine einheitliche Maßstabbildung zwischen privatem und nicht privatem Bereich war nicht zwingend, da die Bedeutung im privaten Bereich deutlich größer ist (ausf. dazu VerfGH RLP Urteil vom 13.05.2014 - VGH B 35/12, juris Rn. 143 ff.).

    Der Beitrag ist vielmehr verhältnismäßig gering und nicht dazu geeignet, Beitragsschuldner daran zu hindern, sich aus allgemein zugänglichen Quellen zu unterrichten (BayVerfGH, Entscheidung vom 15.05.2014 - Vf. 8-VII-12, Vf. 24-VII-12, juris Rn. 64; OVG NRW, Urteil vom 12.03.2015 - 2 A 2423/14, BeckRS 2015, 43989; VG Stuttgart, Urteil vom 01.10.2014 - 3 K 1360/14, BeckRS 2014, 57219).

    Insbesondere wird durch die aktuelle Ausgestaltung der Beitragspflicht in deutlich geringerem Maße in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung eingegriffen, als dies bei der früheren Rundfunkgebühr der Fall war, bei der auch Art, Anzahl, Nutzungsart und Standort der Geräte ermittelt wurden (BayVerfGH, Entscheidung vom 15.05.2014 - Vf. 8-VII-12, Vf. 24-VII-12, juris Rn. 144; OVG NRW, Urteil vom 12.03.2015 - 2 A 2423/14, BeckRS 2015, 43989).

    Etwas anderes gilt nur dann, wenn die Zahlungspflicht gerade die Finanzierung einer Glaubensgemeinschaft oder eines religiösen Bekenntnisses bezweckt (vgl. BVerfG, Beschluss vom 02.06.2003 - 2 BvR 1775/02, juris Rn. 3; OVG NRW, Urteil vom 12.03.2015 - 2 A 2423/14, BeckRS 2015, 43989; VG Gießen, Urteil vom 10.12.2014 - 5 K 237/14.GI, juris Rn. 31; VG Hamburg, Urteil vom 17.07.2014 - 3 K 5371/13, juris Rn. 58 f.).

    Die Auferlegung einer staatlichen Geldleistungspflicht beeinträchtigt für sich genommen nicht die persönliche Lebenssphäre der Person (vgl. für den Rundfunkbeitrag OVG NRW, Urteil vom 12.03.2015 - 2 A 2423/14, BeckRS 2015, 43989; VG Gießen, Urteil vom 10.12.2014 - 5 K 237/14.GI, juris Rn. 33; VG Hamburg, Urteil vom 17.07.2014 - 3 K 5371/13, juris Rn. 62).

    Auch eine Verletzung der Berufsfreiheit aus Art. 12 Abs. 1 GG scheidet aus, da die Rundfunkbeitragspflicht (im privaten wie im nicht privaten Bereich) eine objektiv berufsregelnde Tendenz nicht erkennen lässt (vgl. BayVerfGH, Entscheidung vom 15.05.2014 -Vf. 8-VII-12, Vf. 24-VII-12, juris Rn. 66; VerfGH Rh.-Pf., Urteil vom 13.05.2014 - VGH B 35/12, juris Rn. 54; OVG NRW, Urteil vom 12.03.2015 - 2 A 2423/14, BeckRS 2015, 43989).

    Der RBStV ist als Teil der verfassungsmäßigen Ordnung auch insofern verfassungsrechtlich unbedenklich (ebenso OVG Rh.-Pf., Beschluss vom 29.10.2014 - 7 A 10820/14, NVwZ-RR 2015, 38; OVG NRW, Urteil vom 12.03.2015 - 2 A 2423/14, BeckRS 2015, 43989; VG Hamburg, Urteil vom 17.07.2014 - 3 K 5371/13, juris Rn. 63 f.; a. A. Degenhart, K&R, Beihefter 1/2013 zu Heft 3, S. 19; Terschüren, CR 2013, 702, 707).

    Eine Beitragsregelung wie diejenige des Rundfunkbeitragsstaatsvertrags ist hiervon ausgehend erst dann als sachlich nicht gerechtfertigt zu beanstanden, wenn sie in einem groben Missverhältnis zu den mit ihr verfolgten legitimen Zwecken steht (vgl. etwa BVerfG, Urteil vom 11.09.2007 - 1 BvR 2270/05 u.a., BVerfGE 119, 181; Beschluss vom 06.11.2012 - 2 BvL 51/06, 2 BvL 52/06, BVerfGE 132, 334; zur Nichtgeltung des Äquivalenzprinzips bei der Überprüfung der gesetzlichen Abgrenzung des Kreises der Rundfunkgebührenpflichtigen: BVerwG, Urteil vom 09.12.1998 - 6 C 13.97, BVerwGE 108, 108; s. auch OVG NRW, Urteil vom 12.03.2015 - 2 A 2423/14, BeckRS 2015, 43989).

  • VGH Baden-Württemberg, 04.11.2016 - 2 S 548/16  

    Hoheitliche Tätigkeit der Landesrundfunkanstalt; Festsetzung von

    Solche auf Einzelfälle beschränkte Härten sind nicht zuletzt durch die vom Gesetzgeber in legitimer Weise verfolgten Ziele gerechtfertigt, Ermittlungen in der Privatsphäre möglichst zu vermeiden und den Verwaltungsvollzug in einem Massenverfahren zu erleichtern sowie gegen Umgehungsmöglichkeiten oder Missbrauch abzusichern (vgl. BayVerfGH, Entscheidung vom 15.05.2014 - Vf. 8-VII-12, Vf. 24-VII-12 -, NJW 2014, 3215; OVG Nordrh.-Westf., Urteil vom 12.03.2015 - 2 A 2423/14 -, DVBl. 2015, 705; NdsOVG, Beschluss vom 23.09.2015 - 4 LA 230/15 - juris Rn. 7).
  • VGH Baden-Württemberg, 06.09.2016 - 2 S 2168/14  

    Heranziehung zu Rundfunkbeiträgen bei Schwerbehinderung mit Merkmal "RF"

    Solche auf Einzelfälle beschränkte Härten sind nicht zuletzt durch die vom Gesetzgeber in legitimer Weise verfolgten Ziele gerechtfertigt, Ermittlungen in der Privatsphäre möglichst zu vermeiden und den Verwaltungsvollzug in einem Massenverfahren zu erleichtern sowie gegen Umgehungsmöglichkeiten oder Missbrauch abzusichern (vgl. BayVerfGH, Entscheidung vom 15.05.2014 - Vf. 8-VII-12, Vf. 24-VII-12 -, NJW 2014, 3215; OVG Nordrh.-Westf., Urteil vom 12.03.2015 - 2 A 2423/14 -, DVBl. 2015, 705; NdsOVG, Beschluss vom 23.09.2015 - 4 LA 230/15 - juris Rdnr. 7).

    Es ist durch § 3 Abs. 2 Satz 3 des Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrags (RFinStV) abgesichert, dass keine Mehreinnahmen erzielt werden, die den extern geprüften und ermittelten Finanzbedarf des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auf Dauer überschreiten (vgl. zum Ganzen: VGH Bad.-Württ., Urteil vom 03.03.2016 - 2 S 639/15 -, juris Rdnr. 37ff; BayVfGH, Entscheidung vom 15.05.2014 - Vf. 8-VII-12, Vf. 24-VII-12 -, DVBl 2014, 848 = juris Rdnr. 89 f.; OVG Nordrh.-Westf., Urteil vom 12.03.2015 - 2 A 2423/14 -, juris Rdnr. 39; VG Stuttgart, Urteil vom 01.10.2014 - 3 K 4897/13 -, juris Rdnr. 25 f.; zur Vereinbarkeit des Rundfunkgebührenrechts mit dem europäischen Beihilferecht schon VGH Bad.-Württ., Urteil vom 08.05.2008 - 2 S 2163/06 -, juris Rdnr. 28 ff.).

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