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   OVG Nordrhein-Westfalen, 28.05.2015 - 2 A 95/15   

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OVG Nordrhein-Westfalen, 28.05.2015 - 2 A 95/15 (https://dejure.org/2015,24403)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 28.05.2015 - 2 A 95/15 (https://dejure.org/2015,24403)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 28. Mai 2015 - 2 A 95/15 (https://dejure.org/2015,24403)
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Volltextveröffentlichungen (3)

Kurzfassungen/Presse (2)

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)

    Erhebung von Rundfunkbeiträgen für das betriebene Zentrallager/Logistikzentrum einer Lebensmittelkette

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)

    Erhebung von Rundfunkbeiträgen für das betriebene Zentrallager/Logistikzentrum einer Lebensmittelkette

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Wird zitiert von ... (36)

  • VG Köln, 18.08.2016 - 6 K 837/14

    Rechtmäßigkeit der Heranziehung eines Betriebsstätteninhabers zu

    Das Gericht teilt die - soweit ersichtlich - in der Rechtsprechung einhellig vertretene Auffassung, wonach der Rundfunkbeitrag keine Steuer im Sinne des § 3 AO, sondern eine Vorzugslast ist, vgl. z.B. BVerwG, Urteile vom 18.03.2016 - 6 C. 6.15 u.a. - (zum privaten Bereich); im Übrigen zum nicht privaten Bereich: Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz, Urteil vom 13.05.2014 - VGH B 35/12 -, juris Rn 86 ff.; Bayerischer Verfassungsgerichtshof, Urteil vom 15.05.2014 - Vf. 8-VII-12, Vf. 24-VII-12 -, juris Rn 71 ff.; OVG Lüneburg, Beschluss vom 11.03.2015, - 4 LA 130/14 -, juris; OVG NRW, Urteile vom 12.03.2015 - 2 A 2311/14 -, - 2 A 2422/14 -, - 2 A 2223/14 -, und 28.05.2015 - 2 A 95/15 - jeweils juris; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 03.03.2016 - 2 S 639/15 - VG Würzburg, Urteil vom 24.07.2014 - W 3 K 13.926 - juris; VG Hannover, Urteil vom 24.10.2014 - 7 A 6516/13 - VG München, Urteil vom 05.11.2014, - M 6b 13.5564 - und vom 21.11.2014 - M 6a K 14.3069 -, jeweils juris; VG Regensburg, Urteil vom 11.02.2015, - RO 3 K 15.60 -, juris; VG Braunschweig, Urteil vom 12.02.2015 - 4 A 186/14 -, juris; VG Augsburg, Beschluss vom 20.02.2015 - Au 7 K 14.75 -, juris; VG Bayreuth, Urteil vom 16.03.2015 - B 3 K 14.15 -, juris; VG Ansbach, Urteil vom 16.04.2015 - AN 6 K 14.01506 -, juris; Schleswig-Holsteinisches Verwaltungsgericht, Urteil vom 10.06.2015 - 4 A 105/14 -, juris; VG Leipzig, Urteil vom 30.10.2015 - 1 K 1817/14 -, juris.

    Zum anderen wird das Entgelt für die Möglichkeit der individuellen Nutzung verlangt, von der bei typisierender Betrachtung in den gesetzlichen bestimmten Raumeinheiten üblicherweise Gebrauch gemacht wird, eingehend: Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz, Urteil vom 13.05.2014 - VGH B 35/12 -, juris Rn 109 ff; Bayerischer Verfassungsgerichtshof, Urteil vom 15.05.2014 - Vf. 8-VII-12, Vf. 24-VII-12 -, juris Rn 80 ff. sowie OVG NRW, Urteil vom 12.03.2015 - 2 A 2422/14 -, juris Rn 57 und Urteil vom 28.05.2015 - 2 A 95/15 -, juris Rn 74.

    Das OVG NRW hat in seinen Entscheidungen vom 12.03.2015 und 28.05.2015 zudem ausgeführt, dass die Ausgestaltung des Rundfunkbeitrags darüber hinaus nicht gegen die Begrenzungs- und Schutzfunktion der Finanzverfassung nach Art. 104 a ff GG verstoße, vgl. OVG NRW, Urteil vom 12.03.2015 - 2 A 2422/14 -, juris Rn 66 ff. und Urteil vom 28.05.2015 - 2 A 95/15 -, juris Rn 94 ff.

    Eingehend: Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz, Urteil vom 13.05.2014 - VGH B 35/12 - juris Rn 109 ff.; Bayerischer Verfassungsgerichtshof, Urteil vom 15.05.2014 - Vf. 8-VII-12, Vf. 24-VII-12 -, juris Rn 80 ff und OVG NRW, Urteil vom 12.03.2015 - 2 A 2422/14 -, juris Rn 59 f. und Urteil vom 28.05.2015 - 2 A 95/15 -, juris Rn 85 f sowie VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 03.03.2016 - 2 S 639/15 -, juris, Rn 25.

    Nach Maßgabe dieser Grundsätze verstößt die Beteiligung der Betriebsstätten an der Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nicht gegen den allgemeinen Gleichheitsgrundsatz, vgl. Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz, Urteil vom 13.05.2014- VGH B 35/12 -, juris Rn 131 ff. zu Art. 17 Abs. 1 und 2 LV Rheinland-Pfalz; Bayerischer Verfassungsgerichtshof, Urteil vom 15.05.2014 - Vf. 8-VII-12, Vf. 24-VII-12, juris Rn 118 ff. zu Art. 118 Abs. 1 BV, wobei die Ausführungen jeweils auf den allgemeinen Gleichheitsgrundsatz nach Art. 3 Abs. 1 GG übertragbar sind; OVG NRW, Urteil vom 12.03.2015 - 2 A 2422/14 -, juris Rn 94 ff. und Urteil vom 28.05.2015 - 2 A 95/15 -, juris Rn 124 ff.

    vgl. Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz, Urteil vom 13.05.2014- VGH B 35/12 -, juris Rn 137 ff., 145; Bayerischer Verfassungsgerichtshof, Urteil vom 15.05.2014 - Vf. 8-VII-12, Vf. 24-VII-12 -, jurisRn 134 ff.; OVG NRW, Urteil vom 12.03.2015 - 2 A 2422/14 -, juris Rn 94 ff., 119 ff. und Urteil vom 28.05.2015 - 2 A 95/15 -, juris Rn 124 ff.

    Fehlen letztlich auch genaue statistische Daten zum Rundfunkempfang in Betriebsstätten, so durfte der Gesetzgeber wegen der Eigenarten der zu regelnden Lebenssachverhalte sowie der relativ geringfügigen Belastung pro Beschäftigtem (zwischen 5, 99 EUR und weniger als 0, 11 EUR) die sich aufdrängende realitätsnahe Annahme treffen, dass auch in Betriebsstätten Rundfunkangebote wahrgenommen werden, vgl. Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz, Urteil vom 13.05.2014- VGH B 35/12 -, juris Rn 157; OVG NRW, Urteil vom 12.03.2015 - 2 A 2422/14, juris Rn 123 f. und Urteil vom 28.05.2015 - 2 A 95/15 -, juris Rn 137 f.

    vgl. Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz, Urteil vom 13.05.2014- VGH B 35/12 -, juris Rn 132 ff., 152 ff.; Bayerischer Verfassungsgerichtshof, Urteil vom 15.05.2014 - Vf. 8-VII-12, Vf. 24-VII-12 -, jurisRn 125; OVG NRW, Urteil vom 12.03.2015 - 2 A 2422/14 -, juris Rn 119 f. und Urteil vom 28.05.2015 - 2 A 95/15 -, juris Rn 155 f.

    Diese Benachteiligung im Verhältnis zu Unternehmen mit einer einzigen Betriebstätte mit vielen einer vergleichbaren Mitarbeiterzahl ist dem Umstand der Anknüpfung an Raumeinheiten geschuldet und gehört zu den infolge der zulässigen Typisierung hinzunehmenden Friktionen, vgl. Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz, Urteil vom 13.05.2014- VGH B 35/12 -, juris Rn 132 ff., 158 ff.; Bayerischer Verfassungsgerichtshof, Urteil vom 15.05.2014 - Vf. 8-VII-12, Vf. 24-VII-12 -, juris Rn 125; OVG NRW, Urteil vom 12.03.2015 - 2 A 2422/14, juris Rn 128 f. und Urteil vom 28.05.2015 - 2 A 95/15 -, juris Rn 157, zumal dieser strukturelle Nachteil dadurch abgefedert wird, dass je ein Fahrzeug für jede beitragspflichtige Betriebsstätte des Inhabers beitragsfrei ist.

    Auch insoweit folgt die Kammer der Rechtsprechung des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen, vgl. Urteil vom 28.05.2015 - 2 A 95/15 -.

    Die gleichmäßige Heranziehung trotz möglicherweise branchenspezifisch verschiedener Nutzungsintensität ist gerechtfertigt vor dem Hintergrund, dass der Gesetzgeber den Aufwand der Massenverwaltung mit der vorgenommenen Typisierung vereinfachen wollte, vgl. Bayerischer Verfassungsgerichtshof, Urteil vom 15.05.2014- Vf. 8-VII-12, Vf. 24-VII-12 -, juris Rn 127, 0VG NRW, Urteil vom 12.03.2015 - 2 A 2422/14, juris Rn 128 f. und Urteil vom 28.05.2015 - 2 A 95/15 -, juris Rn 157, wobei die Vermeidung von Verwaltungskosten, zu der ein weniger ausdifferenziertes System führt, letztlich auch dem Interesse der Beitragspflichtigen entspricht.

    Diese Beitragsbegrenzung findet ihre sachliche Rechtfertigung darin, dass diese Einrichtungen Gemeinwohlbelangen dienen und diese Betriebsstätten nicht zum Zwecke der Gewinnerzielung betrieben werden, vgl. Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz, Urteil vom 13.05.2014- VGH B 35/12 -, juris Rn 162; Bayerischer Verfassungsgerichtshof, Urteil vom 15.05.2014 - Vf. 8-VII-12, Vf. 24-VII-12 -, juris Rn 128 OVG NRW, Urteil vom 12.03.2015 - 2 A 2422/14, juris Rn 130 ff. und Urteil vom 28.05.2015 - 2 A 95/15 -, juris Rn 157.

  • VG Leipzig, 18.12.2015 - 1 K 1651/14
    Ein solches bedarf aber ebenfalls keiner Form, solange der beigefügte, verfahrensbestimmende Schriftsatz der Form genügt (vgl. OVG NRW, Urt. v. 28.5.2015 - 2 A 95/15 -, , Rn. 42).

    (vgl. dazu im Einzelnen OVG NRW, Urt. v. 28.5.2015, a. a. O., Rn. 43 ff., [...]).

    Denn gleichwohl bleibt es dabei, dass die Zweckgebundenheit des Rundfunkbeitrages durch dessen tatbestandliche Ausgestaltung auch im nicht privaten Bereich noch hinreichend zum Ausdruck kommt (OVG NRW, Urt. v. 28.5.2015, a. a. O., Rn. 74).

    Aus alledem folgt, dass der Gesetzgeber gegen eine Überfinanzierung hinreichend Vorsorge getroffen hat (vgl. OVG NRW, Urt. v. 28.5.2015, a. a. O., Rn. 91; VG Bayreuth, Urt. v. 16.3.2015 - B 3 K 14.15 -, , Rn. 46).

    Nicht entscheidend ist demgegenüber, dass der Beitrag letztlich nur auf monatlich 17, 50 Euro abgesenkt wurde, denn auch soweit es um die Verwendung der Finanzmittel im Detail geht, besteht ein Spielraum des Normgebers, der sich gerichtlicher Kontrolle entzieht (OVG NRW, Urt. v. 28.5.2015, a. a. O., Rn. 93).

    Die Zahl der Mitarbeiter dient insoweit nur als Korrektiv, um zu vermeiden, dass etwa ein Einzelhändler den gleichen Beitrag zu entrichten hat wie die Niederlassung eines Großunternehmens - was seinerseits Bedenken in Bezug auf den Allgemeinen Gleichheitssatz aufwerfen würde (BayVerfGH, Entsch. v. 15.5.2014, a. a. O., Rn. 126; VerfGH Rh.-Pf., Urt. v. 13.5.2014, a. a. O., Rn. 150; OVG NRW, Urt. v. 28.5.2015, a. a. O., Rn. 157).

    Insofern stand es im Ermessen des Gesetzgebers, ob er dem einen oder dem anderen System (wobei beide keine völlige Gleichbehandlung gewährleisten) den Vorzug gibt (OVG NRW, Urt. v. 28.5.2015, a. a. O., Rn. 157; VerfGH Rh.-Pf., Urt. v. 13.5.2014, a. a. O., Rn. 159).

    Diese vereinzelte Doppelberücksichtigung von Fahrzeugen ist daher als Folge der - wie dargestellt zulässigen -Typisierung hinzunehmen (so auch OVG NRW, Urt. v. 28.5.2015, a. a. O., Rn. 159).

    Dies gilt auch für § 8 Abs. 5 Nr. 2 RBStV, der die Angabe des der Abmeldung zugrunde liegenden Lebenssachverhalts erfordert, denn hierdurch wird es ermöglicht, die Abmeldung auf ihre grundsätzliche Plausibilität zu prüfen (BayVerfGH, Entsch. v. 15.5.2014, a. a. O., Rn. 139-141; OVG NRW, Urt. v. 28.5.2015, a. a. O., Rn. 161).

    Vor diesem Hintergrund sind Daten, die - wie im Falle der Klägerin - nur die berufliche Sphäre betreffen, von vorherein weniger schutzwürdig (OVG NRW, Urt. v. 28.5.2015, a. a. O., Rn. 161).

  • VG Köln, 07.04.2016 - 6 K 673/15
    Das Gericht teilt die - soweit ersichtlich - in der Rechtsprechung einhellig vertretene Auffassung, wonach der Rundfunkbeitrag keine Steuer im Sinne des § 3 AO, sondern eine Vorzugslast ist, vgl. Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz, Urteil vom 13.05.2014- VGH B 35/12 -, juris Rn 86 ff.; Bayerischer Verfassungsgerichtshof,Urteil vom 15.05.2014 - Vf. 8-VII-12, Vf. 24-VII-12 -, juris Rn 71 ff.;OVG NRW, Urteile vom 12.03.2015 - 2 A 2311/14 -, - 2 A 2422/14 -,- 2 A 2223/14 -, und 28.05.2015 - 2 A 95/15 - jeweils juris; VG Potsdam, Urteil vom 18.12.2013 - VG 11 K 2724/13 -, juris Rn 30 ff.; VG Bremen, Urteil vom 20.12.2013 - 2 K 605/13 -, juris Rn 19 ff.; VG Gera, Urteil vom 18.03.2014 - 3 K 554/13 -, juris Rn 17 ff.; VG Osnabrück, Urteil vom 01.04.2014 - 1 A 182/13 -, juris Rn 23 ff.; VG Freiburg, Urteil vom 02.04.2014 - 2 K 1446/13 -, juris Rn 26 ff.; VG Hamburg, Urteil vom 17.07.2014 - 3 K 5371/13 -, juris Rn 28, VG Würzburg, Urteil vom 24.07.2014 - W 3 K13.926 -, juris Rn 23 ff.; VG Greifswald, Urteil vom 12.08.2014 - 2 A 621/13 -, juris Rn 18; VG Stuttgart, Urteil vom 01.10.2014 - 3 K 4897/13 -, juris Rn 28 ff; VG Arnsberg, Urteil vom 20.10.2014 - 8 K 3353/13 -, juris Rn 38 ff.; VG Minden, Urteil vom 19.11.2014 - 11 K 3920/13 -, juris Rn 19 ff.; Urteil der Kammer vom 04.12.2014 - 6 K 8023/13 - VG Gelsenkirchen Urteil vom 10.12.2014 - 14 K 6006/13 -, juris Rn 26 ff.; VG Gießen, Urteil vom 10.12.2014 - 5 K 237/14 GI -, juris Rn 19 ff.; VG Münster, Urteil vom 22.01.2015 - 7 K 3474/13 -, VG Düsseldorf, Urteil vom 03.03.2015 - 27 K 9590/13 -, juris Rn 34 ff.

    Zum anderen wird das Entgelt für die Möglichkeit der individuellen Nutzung verlangt, von der bei typisierender Betrachtung in den gesetzlichen bestimmten Raumeinheiten üblicherweise Gebrauch gemacht wird, eingehend: Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz, Urteil vom 13.05.2014 - VGH B 35/12 -, juris Rn 109 ff; Bayerischer Verfassungsgerichtshof, Urteil vom 15.05.2014 - Vf. 8-VII-12, Vf. 24-VII-12 -, juris Rn 80 ff. sowie OVG NRW, Urteil vom 12.03.2015 - 2 A 2422/14 -, juris Rn 57 und Urteil vom 28.05.2015 - 2 A 95/15 -, juris Rn 74.

    Zudem vermittelt der Rundfunk auch im nicht privaten Bereich spezifische Vorteile, die nach der Wertung des Gesetzgebers abgegolten werden sollen, vgl. Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz, Urteil vom 13.05.2014 - VGH B 35/12 - juris Rn 109 ff.; Bayerischer Verfassungsgerichtshof, Urteil vom 15.05.2014 - Vf. 8-VII-12, Vf. 24-VII-12 -, juris Rn 80 ff und OVG NRW, Urteil vom 12.03.2015 - 2 A 2422/14 -, juris Rn 59 f. und Urteil vom 28.05.2015 - 2 A 95/15 -, juris Rn 85 f.

    Nach Maßgabe dieser Grundsätze verstößt die Beteiligung der Betriebsstätten an der Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nicht gegen den allgemeinen Gleichheitsgrundsatz, vgl. Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz, Urteil vom 13.05.2014- VGH B 35/12 -, juris Rn 131 ff. zu Art. 17 Abs. 1 und 2 LV Rheinland-Pfalz; Bayerischer Verfassungsgerichtshof, Urteil vom 15.05.2014 - Vf. 8-VII-12, Vf. 24-VII-12, juris Rn 118 ff. zu Art. 118 Abs. 1 BV, wobei die Ausführungen jeweils auf den allgemeinen Gleichheitsgrundsatz nach Art. 3 Abs. 1 GG übertragbar sind; OVG NRW, Urteil vom 12.03.2015 - 2 A 2422/14 -, juris Rn 94 ff. und Urteil vom 28.05.2015 - 2 A 95/15 -, juris Rn 124 ff.

    vgl. Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz, Urteil vom 13.05.2014- VGH B 35/12 -, juris Rn 137 ff., 145; Bayerischer Verfassungsgerichtshof, Urteil vom 15.05.2014 - Vf. 8-VII-12, Vf. 24-VII-12 -, jurisRn 134 ff.; OVG NRW, Urteil vom 12.03.2015 - 2 A 2422/14 -, juris Rn 94 ff., 119 ff. und Urteil vom 28.05.2015 - 2 A 95/15 -, juris Rn 124 ff.

    Fehlen letztlich auch genaue statistische Daten zum Rundfunkempfang in Betriebsstätten, so durfte der Gesetzgeber wegen der Eigenarten der zu regelnden Lebenssachverhalte sowie der relativ geringfügigen Belastung pro Beschäftigtem (zwischen 5, 99 EUR und weniger als 0, 11 EUR) die sich aufdrängende realitätsnahe Annahme treffen, dass auch in Betriebsstätten Rundfunkangebote wahrgenommen werden, vgl. Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz, Urteil vom 13.05.2014- VGH B 35/12 -, juris Rn 157; OVG NRW, Urteil vom 12.03.2015 - 2 A 2422/14, juris Rn 123 f. und Urteil vom 28.05.2015 - 2 A 95/15 -, juris Rn 137 f.

    vgl. Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz, Urteil vom 13.05.2014- VGH B 35/12 -, juris Rn 132 ff., 152 ff.; Bayerischer Verfassungsgerichtshof, Urteil vom 15.05.2014 - Vf. 8-VII-12, Vf. 24-VII-12 -, jurisRn 125; OVG NRW, Urteil vom 12.03.2015 - 2 A 2422/14 -, juris Rn 119 f. und Urteil vom 28.05.2015 - 2 A 95/15 -, juris Rn 155 f.

    Gleichfalls rechtlich unbedenklich sind die - hier nicht streitgegenständlichen - Regelungen zum KFZ-Beitrag sowie die Regelungen in § 5 Abs. 3 und 6 RBStV, vgl. Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz, Urteil vom 13.05.2014- VGH B 35/12 -, juris Rn 132 ff., 147 ff, 158 ff.; Bayerischer Verfassungsgerichtshof, Urteil vom 15.05.2014 - Vf. 8-VII-12, Vf. 24-VII-12 -, juris Rn 125 ff; OVG NRW, Urteil vom 12.03.2015 - 2 A 2422/14, juris Rn 128 f., und Urteil vom 28.05.2015 - 2 A 95/15 -, juris Rn 150 ff, 157, d) Keinen relevanten Gleichheitsverstoß hat die Klägerin schließlich mit ihrem Hinweis auf die weltweite Empfangbarkeit des Programms dargetan.

    Diese Entscheidung liegt außerhalb des Rechtsschutzauftrags der (Verwaltungs-)Gerichte aus Art. 19 Abs. 4 Satz 1 GG, so dass es nicht diesen obliegt, qualitative Einschätzungen über öffentlich-rechtliche Programminhalte in die Entscheidung rundfunkbeitragsrechtlicher Rechtsfragen einzubringen, vgl. OVG NRW, Urteil vom 12.03.2015, - 2 A 2422/14 -, juris Rn 65 und Urteil vom 28.05.2015 - 2 A 95/15 -, juris Rn 93.

    Dies ist hinsichtlich der Höhe des Rundfunkbeitrages ersichtlich nicht der Fall, vgl. Bayerischer Verfassungsgerichtshof, Urteil vom 15.05.2014, - Vf. 8-VII-12, Vf. 24-VII-12 -, juris Rn 64 zu Art. 112 Abs. 2 BV, wobei die Ausführungen auf Art. 5 Abs. 1 GG übertragbar sind sowie OVG NRW, Urteil vom 12.03.2015 - 2 A 2422/14 -, juris Rn 72 ff. und Urteil vom 28.05.2015 - 2 A 95/15 -, juris Rn 106 ff.

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