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   BVerwG, 09.05.2019 - 2 C 1.18, 2 C 2.18   

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https://dejure.org/2019,11764
BVerwG, 09.05.2019 - 2 C 1.18, 2 C 2.18 (https://dejure.org/2019,11764)
BVerwG, Entscheidung vom 09.05.2019 - 2 C 1.18, 2 C 2.18 (https://dejure.org/2019,11764)
BVerwG, Entscheidung vom 09. Mai 2019 - 2 C 1.18, 2 C 2.18 (https://dejure.org/2019,11764)
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Volltextveröffentlichungen (10)

  • openjur.de
  • Bundesverwaltungsgericht

    GG Art. 33 Abs. 2 und 5, Art. 83... ff.; BBG § 22 Abs. 1 Satz 2; BeamtStG § 9; BLV § 48 Abs. 1 Alt. 1 und 2; VwGO § 43 Abs. 1; LBG NRW § 19 Abs. 6 Satz 1; LOG NRW § 6 Abs. 2; LGG NRW a.F. § 17 Abs. 1 Nr. 1, § 18 Abs. 2 Satz 1; VwVfG NRW § 46
    Anlassbeurteilung; Ausbilder; Beamter; Begründung; Beurteilungssystem; Beurteilungszeitraum; Erforderlichkeit; Ergebnisirrelevanz; Feststellungsinteresse; Feststellungsklage; Gesamturteil; Gleichstellungsbeauftragte; Kausalität; Kollegialgerichtsregel; Landesamt für ...

  • rechtsprechung-im-internet.de
  • Landesanwaltschaft Bayern PDF (Entscheidungsbesprechung und Volltext)

    Art. 33 Abs. 2 und 5, Art. 83 ff... . GG, § 22 Abs. 1 Satz 2 BBG, § 9 BeamtStG, § 48 Abs. 1 Alt. 1 und 2 BLV, § 43 Abs. 1 VwGO, § 19 Abs. 6 Satz 1 LBG NW, § 6 Abs. 2 LOG NW, § 17 Abs. 1 Nr. 1, § 18 Abs. 2 Satz 1 LGG NW a.F., § 46 VwVfG NW

  • doev.de PDF

    Erfordernis einer Anlassbeurteilung in einem Regelbeurteilungssystem

  • rewis.io

    Erfordernis einer Anlassbeurteilung in einem Regelbeurteilungssystem

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Beamter; Polizeibeamter; Polizeivollzugsbeamter; Wach- und Wechseldienst; Landesamt für Ausbildung, Besoldung und Personalangelegenheiten der Polizei NRW; Ausbilder; Lehrender; polizeipraktische Ausbildung; Feststellungsklage; Feststellungsinteresse; beabsichtigter ...

  • rechtsportal.de

    Regelung des Beurteilungssystems für die Beamten im grundsätzlich weiten Organisationsermessen des Dienstherrn; Beruhen eines Beurteilungssystems auf im Drei-Jahres-Rhythmus zu erstellenden Regelbeurteilungen; Erstellen einer Anlassbeurteilung wegen einer Veränderung im ...

  • datenbank.nwb.de
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (5)

  • Bundesverwaltungsgericht (Pressemitteilung)

    Erforderlichkeit einer Anlassbeurteilung in einem auf Regelbeurteilungen ausgerichteten Beurteilungssystem

  • bund-verlag.de (Kurzinformation)

    Beurteilungen nur in Ausnahmen anlassbezogen

  • weka.de (Kurzinformation)

    Anlassbeurteilung bei geänderten Aufgaben

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Erforderlichkeit einer Anlassbeurteilung

  • bund-verlag.de (Kurzinformation)

    Beurteilungen nur in Ausnahmen anlassbezogen

Besprechungen u.ä.

  • Landesanwaltschaft Bayern PDF (Entscheidungsbesprechung und Volltext)

    Art. 33 Abs. 2 und 5, Art. 83 ff... . GG, § 22 Abs. 1 Satz 2 BBG, § 9 BeamtStG, § 48 Abs. 1 Alt. 1 und 2 BLV, § 43 Abs. 1 VwGO, § 19 Abs. 6 Satz 1 LBG NW, § 6 Abs. 2 LOG NW, § 17 Abs. 1 Nr. 1, § 18 Abs. 2 Satz 1 LGG NW a.F., § 46 VwVfG NW

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • BVerwGE 165, 305
  • NVwZ-RR 2020, 53
 
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Wird zitiert von ... (180)

  • OVG Schleswig-Holstein, 21.10.2019 - 2 MB 3/19

    Verstoß gegen den Bewerbungsverfahrensanspruch, wenn bei der Wahl von

    Der Grundsatz der Bestenauswahl vermittelt jedem Bewerber ein grundrechtsgleiches Recht auf ermessens- und beurteilungsfehlerfreie Einbeziehung in die Bewerberauswahl (sog. Bewerbungsverfahrensanspruch; stRspr., vgl. BVerfG, Beschluss vom 20. September 2016 - 2 BvR 2453/15 - BVerfGE 143, 22 Rn. 18, juris; BVerwG, Urteil vom 9. Mai 2019 - 2 C 1.18 -, Rn. 31, juris; Beschluss vom 21. Dezember 2016 - 2 VR 1.16 - BVerwGE 157, 168 Rn. 21, juris).

    Ein geschlechterdifferenzierendes Beurteilungssystem würde ein leistungsfremdes Element in die Beurteilung tragen und damit in Art. 33 Abs. 2 GG eingreifen: Beurteilungen müssen nach einem einheitlichen Beurteilungsmaßstab erstellt sein, da sie nur dann eine taugliche Grundlage für den Leistungsvergleich im Sinne des Art. 33 Abs. 2 GG sind (vgl. BVerwG, Urteile vom 9. Mai 2019 - 2 C 1.18 -, Rn. 39, juris mwN, vom 26. September 2012 - 2 A 2.10 -, Rn. 9, juris; Urteil vom 17. September 2015 - 2 C 27.14 -, BVerwGE 153, 48-63, Rn. 13, juris; Beschluss vom 21. Dezember 2016 - 2 VR 1.16 -, BVerwGE 157, 168-181, Rn. 25, juris; vgl. auch BVerfG, Nichtannahmebeschluss vom 17. Februar 2017 - 2 BvR 1558/16 -, Rn. 11, juris; Stattgebender Kammerbeschluss vom 20. März 2007 - 2 BvR 2470/06 -, Rn. 16, juris).

    Denn sowohl das verbindliche Gesamturteil als auch die Eignungsprognose sind nach Nr. 4.3 Abs. 1 Satz 2, Nr. 4.4 Satz 2 BURL-Ri aufgrund einer Gewichtung der nach Nr. 4.2 BURL-Ri bewerteten Einzelmerkmale zu bilden, wobei die im Beurteilungszeitraum wahrgenommenen Aufgaben (nur) die "Bühne" für die Erfüllung der Anforderungen, die das entsprechende Statusamt verlangt, darstellen (vgl. zu letzterem: BVerwG, Urteil vom 9. Mai 2019 - 2 C 1.18 -, Rn. 52, juris).

    Die Beurteilung muss (im Zeitpunkt der Auswahlentscheidung noch) hinreichend aktuell sein (BVerwG, Urteil vom 9. Mai 2019 - 2 C 1.18 -, Rn. 33, juris).

    Hierfür ist der zeitliche Abstand zwischen dem Stichtag der Beurteilung und dem Zeitpunkt der Auswahlentscheidung maßgeblich (BVerwG, Urteil vom 9. Mai 2019 - 2 C 1.18 -, Rn. 33, juris).

    Keiner Entscheidung bedarf hier, ob ein Abstand von höchstens drei Jahren grundsätzlich noch hinreichend aktuell ist (so BVerwG, Urteil vom 9. Mai 2019 - 2 C 1.18 -, Rn. 34 mwN, juris: zu Regelbeurteilungen; vgl. auch § 59 Abs. 1 Satz 2 LBG; § 39 Abs. 3 Satz 2 ALVO) oder ob sich aus Nr. 6 Buchst a BURL-Ri ein Abstand von höchstens einem Jahr entnehmen lässt, da hier zwischen Beurteilungsstichtag (31. August 2018) und der Auswahlentscheidung (16./ 22. November 2018) weniger als drei Monate vergangen sind.

    Je kürzer der Zeitraum ist, um so mehr nähert sich die Beurteilung einer Momentaufnahme des Leistungsvermögens; eine stichhaltige Prognose ist jedoch nur auf der Grundlage des dauerhaften, zeitbeständigen Leistungsvermögens möglich (vgl. auch BVerwG, Urteil vom 9. Mai 2019 - 2 C 1.18 -, Rn. 41, juris).

    Ihre wesentliche Aussagekraft erhält eine dienstliche Beurteilung erst aufgrund ihrer Relation zu den Bewertungen in anderen dienstlichen Beurteilungen (BVerwG, Urteil vom 9. Mai 2019 - 2 C 1.18 -, Rn. 39 mwN., juris).

    Es gibt keinen Rechtssatz, dass dienstliche Beurteilungen hinsichtlich Beurteilungszeitraum und Stichtag stets und "absolut" gleich sein müssen (BVerwG, Urteil vom 9. Mai 2019 - 2 C 1.18 -, Rn. 58, juris).

    Die unterschiedliche Länge hebt die Vergleichbarkeit der Beurteilungen solange nicht auf, wie ein Qualifikationsvergleich nach dem Bestenauslesegrundsatz ohne ins Gewicht fallende Benachteiligung eines Bewerbers möglich bleibt (vgl. BVerwG, Urteil vom 9. Mai 2019 - 2 C 1.18 -, LS 5 und Rn. 59, juris; vgl. auch Thüringer Oberverwaltungsgericht, Beschluss vom 28. November 2017 - 2 EO 524/17 -, Rn. 9, juris; Hessischer VGH, Beschluss vom 15. Februar 2013 - 1 B 1191/12 -, Rn. 37, juris; OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 2. Juli 2014 - 10 B 10320/14 -, Rn. 11, juris; OVG für das Land Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 26. Januar 2009 - 6 B 1594/08 -, Rn. 8, juris).

    Insoweit kann auch die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zum Verhältnis von Regelbeurteilungen und deutlich kürzeren Anlassbeurteilungen vergleichend herangezogen werden: Umfasst die Anlassbeurteilung einen deutlich kürzeren Zeitraum als die Regelbeurteilung, führt dies nicht zur mangelnden Vergleichbarkeit (vgl. BVerwG, Beschluss vom 22. November 2012 - 2 VR 5.12 -, BVerwGE 145, 112-122, Rn. 30, juris ; BVerwG, Urteil vom 9. Mai 2019 - 2 C 1.18 -, LS 5 und Rn. 57 ff., juris).

    Ein lediglich zeitpunktbezogenes Leistungsbild kann keine taugliche Prognosegrundlage für die Bewährung im angestrebten Amt bilden, da ein zeitpunktbezogenes Leistungsbild keine Auskunft über das allgemeine, langfristige/ beständige Leistungsvermögen gibt (zur Notwendigkeit dieses als Auswahlgrundlage heranzuziehen: BVerwG, Urteil vom 9. Mai 2019 - 2 C 1.18 -, Rn. 41, 49, juris).

  • BVerwG, 17.09.2020 - 2 C 2.20

    Folgen des Verstoßes gegen die Vorgabe der Gleichgewichtung der Einzelmerkmale

    Zu nennen ist insoweit zunächst die entsprechende Äußerung des Vertreters des beklagten Landes im Revisionsverfahren - 2 C 1.18 - (vgl. BVerwG, Urteil vom 9. Mai 2019 - 2 C 1.18 - BVerwGE 165, 305 Rn. 66), auf die bereits das Oberverwaltungsgericht hingewiesen hat (UA S. 27).

    Die gleiche Gewichtung von Einzelmerkmalen bei der Bildung der Gesamtnote ist möglich und zulässig (BVerwG, Urteil vom 9. Mai 2019 - 2 C 1.18 - BVerwGE 165, 305 Rn. 64 ff.).

    Im Streitfall dagegen ist die Annahme der Gleichgewichtung sämtlicher Einzelmerkmale plausibel, weil die Zahl der Merkmale relativ gering (BVerwG, Urteile vom 1. März 2018 - 2 A 10.17 - BVerwGE 161, 240 Rn. 46 und vom 9. Mai 2019 - 2 C 1.18 - BVerwGE 165, 305 Rn. 66) und die gleiche Gewichtung zudem angesichts des Bedeutungsgehalts der Einzelmerkmale nachvollziehbar ist.

  • OVG Sachsen-Anhalt, 27.04.2020 - 1 M 44/20

    Sind die bisherigen Regelbeurteilungen nach Ablauf des dreijährigen

    Auch deshalb muss eine Anlassbeurteilung desselben Dienstherrn, die einen deutlich kürzeren Zeitraum als die Regelbeurteilung abbildet, aus der Regelbeurteilung entwickelt werden und darf diese lediglich fortentwickeln ( so ausdrücklich: BVerwG, Urteil vom 9. Mai 2019 - 2 C 1.18 -, juris Rn. 41 ).

    Die Aktualität dienstlicher Beurteilungen bemisst sich dabei nach dem verstrichenen Zeitraum zwischen ihrer Erstellung (bei Anlassbeurteilungen) bzw. dem Beurteilungsstichtag (bei Regelbeurteilungen) und dem Zeitpunkt der Auswahlentscheidung ( BVerwG, Urteil vom 9. Mai 2019 - 2 C 1.18 -, juris Rn. 33, m. w. N. ).

    Eine Regelbeurteilung ist grundsätzlich hinreichend aktuell, wenn der Beurteilungsstichtag höchstens drei Jahre vor dem Zeitpunkt der Auswahlentscheidung liegt ( siehe: BVerwG, Urteil vom 9. Mai 2019, a. a. O., Rn. 34 m. w. N. und dem Hinweis, dass dies für den Bereich der Bundesbeamten inzwischen in § 22 Abs. 1 Satz 2 BBG und § 48 Abs. 1 Alt. 1 BLV ausdrücklich normiert ist ).

    Auch bei einem auf turnusgemäßen Regelbeurteilungen beruhenden Beurteilungssystem kann die Notwendigkeit entstehen, die Beurteilungsgrundlage im Hinblick auf eine zu treffende Auswahlentscheidung zu aktualisieren ( BVerwG, Urteil vom 9. Mai 2019, a. a. O., Rn. 37 ).

    Mögliche "Anlässe" und Konstellationen, in denen sich - auch in einem auf Regelbeurteilungen basierenden Beurteilungssystem - der Bedarf nach einer Anlassbeurteilung unabweisbar aufdrängt, weil dem Dienstherrn ohne eine solche ein Bewerbervergleich nicht möglich ist, sind ( siehe: BVerwG, Urteil vom 9. Mai 2019, a. a. O., Rn. 37, 42, 43 ) z. B.,.

    Der in Ziffer 3.2 Satz 1 lit. d) BeurtRL MJ 2007 wie auch in Ziffer 8.2 lit c), bb) und cc) BeurtRL MJ 2019 gewählte Zeitrahmen ist bereits für sich genommen zu kurz, weil er die Erstellung von Anlassbeurteilungen vorgibt, ohne dass dies nach den vorstehenden Ausführungen rechtlich zwingend geboten ist, und entwertet damit das besondere Gewicht von zuvor erstellten Regelbeurteilungen ( vgl.: BVerwG, Urteil vom 9. Mai 2019, a. a. O., Rn. 45 .).

    Es ist insbesondere nicht Aufgabe einer dienstlichen Beurteilung, auch nicht mit Blick auf eine Beförderungsentscheidung, jedwede zwischenzeitlich eingetretene Veränderung in dem einem Beamten zugewiesenen Tätigkeitsbereich kleinteilig zu erfassen und nachzuzeichnen ( so: BVerwG, Urteil vom 9. Mai 2019, a. a. O., Rn. 45 ).

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