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   OVG Sachsen-Anhalt, 24.04.2017 - 2 O 31/17   

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OVG Sachsen-Anhalt, 24.04.2017 - 2 O 31/17 (https://dejure.org/2017,13479)
OVG Sachsen-Anhalt, Entscheidung vom 24.04.2017 - 2 O 31/17 (https://dejure.org/2017,13479)
OVG Sachsen-Anhalt, Entscheidung vom 24. April 2017 - 2 O 31/17 (https://dejure.org/2017,13479)
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Volltextveröffentlichungen (4)

  • Rechtsprechungsdatenbank Sachsen-Anhalt

    § 13 Abs 3 AsylVfG 1992, § 32 AsylVfG 1992, § 67 Abs 1 S 1 Nr 3 AsylVfG 1992, § 5 Abs 1 Nr 4 AufenthG, § 5 Abs 2 AufenthG
    Aufenthaltserlaubnis bei Eltern-Kind-Beziehung nach Rücknahme des Asylantrags

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Aufenthaltserlaubnis; Aufenthaltsgestattung; Ausweisungsinteresse; Duldung; illegale Einreise; Familiennachzug; deutsches Kind; familiäre Lebensgemeinschaft; Personensorge; Proxy-Pass; Rücknahme : Asylantrag; Scheinvater; biologischer Vater; Vaterschaftsanerkennung; ...

  • rechtsportal.de

    Begründen der rechtlichen Vaterschaft durch die Vaterschaftsanerkennung unabhängig von der biologischen Erzeugerschaft; Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis bei Bestehen einer tatsächlichen Lebensgemeinschaft zwischen dem Kind und dem Elternteil; Erteilung eines ...

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)

    Begründen der rechtlichen Vaterschaft durch die Vaterschaftsanerkennung unabhängig von der biologischen Erzeugerschaft; Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis bei Bestehen einer tatsächlichen Lebensgemeinschaft zwischen dem Kind und dem Elternteil; Erteilung eines ...

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Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ... (8)

  • VG Magdeburg, 29.08.2018 - 2 A 24/16

    Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis zum Familiennachzug bei Einreise ohne das

    Die hiergegen gerichtete Beschwerde vor dem Oberverwaltungsgericht hatte Erfolg (B. v. 24. April 2017 - 2 O 31/17), da die Erfolgsaussichten der Klage u.a. wegen des noch nicht ausermittelten Sachverhalts zumindest als offen angesehen wurden.

    Eine verfassungsrechtlich geschützte Elternschaft besteht auch dann, wenn die Vaterschaft durch Anerkennung nach § 1592 Nr. 2 BGB begründet wurde und der Anerkennende nicht der biologische Vater des Kindes ist (vgl. OVG LSA, B. v. 01.03.2017 - 2 O 31/17 mit Verweis auf BVerfG, B. v. 17.12.2013 - 1 BvL 6/10, juris, Rn. 95).

    Dies gilt selbst dann, wenn mit der Anerkennung der Vaterschaft ausschließlich aufenthaltsrechtliche Zwecke verfolgt werden (OVG LSA, B. v. 01.03.2017 - 2 O 31/17; VGH BW, B. v. 04.11.2014 - 11 S 1886/14, juris, Rn. 8).

    Ausweislich der Hinweise des Bundesministeriums des Innern vom 2. Oktober 2007 zum Richtliniengesetz (veröffentlicht: https://www.einwanderer.net/fileadmin/downloads/Zuwanderungsgesetz/Hinweise_zum_Richtlinienumsetzungsgesetz.pdf), Seite 46) ist die zweite Alternative dieser Vorschrift ("Verwandtschaftsverhältnis") neben den sogenannten Zweck- oder Scheinadoptionen auch auf missbräuchliche Vaterschaftsanerkennungen - sogenannte Scheinvaterschaften - anwendbar (so im Übrigen auch: OVG LSA, B. v. 01.03.2017 - 2 O 31/17; OVG Rheinl.-Pf., U. v. 06.03.2008 - 7 A 11276/07, juris, Rn. 31; VGH BW, B. v. 04.11.2014 - 11 S 1886/14, juris, Rn. 7; a.A. OVG NW, U. v. 23.08.2012 - 18 A 537/11, juris, Rn. 49ff., BayVGH, B. v. 20.10.2015 - 19 C 15.820, juris, Rn. 3).

    Da auch der "Scheinvater" rechtlich der Vater des Kindes ist, muss die Beziehung zwischen ihm und dem Kind selbst dann schützenswert sein, wenn sie erst nachträglich entstanden ist (vgl. OVG LSA, B. v. 01.03.2017 - 2 O 31/17; VGH BW, B. v. 04.11.2014 - 11 S 1886/14, juris, Rn. 28) und die Missbräuchlichkeit damit nachträglich entfällt (vgl. OVG Rheinl.-Pf., U. v. 06.03.2008 - 7 A 11276/07, juris, Rn. 31).

    Die familiäre (Lebens-)Gemeinschaft zwischen einem Elternteil mit seinem Kind ist getragen von tatsächlicher Anteilnahme am Leben und Aufwachsen des Kindes (vgl. stände Rechtsprechung OVG LSA, B. v. 01.03.2017 - 2 O 31/17, B. v. 10.07.2018 - 2 M 44/18).

    Wer den Asylantrag unverzüglich nach der Einreise stellt, macht sich daher nicht strafbar und begründet hierdurch auch kein Ausweisungsinteresse im Sinne von § 5 Abs. 1 Nr. 2 AufenthG, insbesondere kein Ausweisungsinteresse nach § 54 Abs. 2 Nr. 9 AufenthG (OVG LSA, B. v. 24.04.2017 - 2 O 31/17).

    Demgemäß ist selbst die bewusst unrichtige Anerkennung nicht strafbar (vgl. OVG LSA, B. v. 24.04.2017 - 2 O 31/17 m.w.N.).

  • OVG Sachsen-Anhalt, 14.02.2018 - 2 L 45/16

    Aufenthaltserlaubnis für abgelehnte Asylbewerberin

    Wer ohne das erforderliche Visum einreist, aber unverzüglich nach der Einreise einen Asylantrag stellt, macht sich nicht nach § 95 Abs. 1 Nr. 3 AufenthG strafbar und begründet hierdurch auch kein Ausweisungsinteresse im Sinne von § 5 Abs. 1 Nr. 2 AufenthG, insbesondere kein Ausweisungsinteresse nach § 54 Abs. 2 Nr. 9 AufenthG (vgl. Beschl. d. Senats v. 24.04.2017 - 2 O 31/17 -, juris, RdNr. 14, m.w.N.).

    Wer den Asylantrag unverzüglich nach der Einreise stellt, macht sich daher nicht strafbar und begründet hierdurch auch kein Ausweisungsinteresse im Sinne von § 5 Abs. 1 Nr. 2 AufenthG, insbesondere kein Ausweisungsinteresse nach § 54 Abs. 2 Nr. 9 AufenthG (Beschl. d. Senats v. 24.04.2017 - 2 O 31/17 -, juris, RdNr. 14, m.w.N.).

  • VG Augsburg, 22.08.2017 - Au 1 K 16.1866

    Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis aus familiären Gründen

    In Übereinstimmung mit der überwiegenden obergerichtlichen Rechtsprechung und Literatur (vgl. z.B. BayVGH, B.v. 23.9.2016 - 10 C 16.818 - juris Rn. 10; B.v. 21.7.2015 - 10 CS 15.859 - juris Rn. 44ff.; B.v. 19.3.2013 - 10 C 13.334, 10 C 13.371 - juris Rn. 28; OVG Saarland, B.v. 30.4.2008 - 2 B 207/08 - juris Rn. 11; OVG NW, B.v. 8.12.2011 - 18 B 866/11 - juris Rn. 20; OVG Hamburg, U.v. 20.3.2015 - 1 Bf 231/13 - juris Rn. 36; Dienelt in Bergmann/Dienelt, Ausländerrecht, 11. Auflage 2016, § 10 Rn. 38; a.A. OVG Sachsen-Anhalt, B.v.24.4.2017 - 2 O 31/17 - juris Rn. 20) geht die Kammer davon aus, dass die allgemeine Erteilungsvoraussetzung des § 5 Abs. 2 AufenthG auch im Falle des § 10 Abs. 3 AufenthG zu prüfen ist.
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 20.11.2017 - 18 B 1199/17

    Eintritt der Sperrwirkung hinsichtlich Erfüllung der Hinweispflicht durch das

    vgl. OVG NW, Beschlüsse vom 8. Dezember 2011 - 18 B 866/11 -, juris, Rn. 20, und vom 30. April 2010 - 18 B 180/10 -, juris, Rn. 13 ff.; OVG Hamburg, Beschluss vom 10. Januar 2013 - 3 Bs 38/13 -, juris, Rn. 7; BayVGH, Beschluss vom 23. September 2016 - 10 C 16.818 -, juris, Rn. 10; OVG Saarland, Beschluss vom 30. April 2008 - 2 B 207/08 -, juris Rn. 11; Maor, in: Kluth/Heusch (Hrsg.), AuslR 2016, § 10 Rn. 13; a.A.: OVG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 24. April 2017 - 2 O 31/17 - , juris, Rn. 19f., Müller, in: Hofmann, Ausländerrecht, 2. Aufl. 2016, § 10 AufenthG, Rn. 29.

    Soweit der Antragsgegner und das Verwaltungsgericht angenommen haben, dem Antragsteller stehe der geltend gemachte Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis zum Ehegattennachzug auch deshalb nicht zu, weil wegen einer illegalen Einreise des Antragstellers als Asylbewerber ein Ausweisungsinteresse anzunehmen sei (§§ 27 Abs. 3 Satz 2 AufenthG i.V.m. § 5 Abs. 1 Nr. 2 AufenthG), ist dies zweifelhaft, vgl. zur unerlaubten Einreise im Falle einer Asylantragstellung BVerwG, Urteil vom 15. Mai 1984 - 1 C 59.81 -, NVwZ 1984, 224; vgl. OVG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 24. April 2017 - 2 O 31/17 -, juris, Rn. 14, kann aber letztlich dahinstehen.

  • OVG Sachsen-Anhalt, 19.11.2019 - 2 M 76/19

    Aufenthaltserlaubnis; Identitätstäuschung; Visum; Versagung einer

    Das Visumerfordernis des § 5 Abs. 2 Satz 1 AufenthG gilt auch für erfolglos gebliebene Asylbewerber (vgl. Beschluss des Senats vom 24. April 2017 - 2 O 31/17 - juris Rn. 19).
  • OVG Niedersachsen, 03.05.2019 - 13 PA 97/19

    Visumerfordernis für Ehegattennachzug zu anerkannten Flüchtlingen als

    15/420, S. 73); die Ausreisepflicht soll in diesen Fällen deshalb grundsätzlich die zwingende Rechtsfolge der Ablehnung oder Zurücknahme des Asylantrags sein (vgl. 3. Senat des Hamburgischen OVG, Beschl. v. 10.1.2013 - 3 Bs 38/13, 3 So 3/13 -, juris Rn. 7; Bayerischer VGH, Beschl. v. 7.1.2013 - 10 CE 13.36 -, juris Rn. 14, 16; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschl. v. 20.11.2017 - 18 B 1199/17 -, juris Rn. 6 ff., und v. 30.4.2010 - 18 B 180/10 -, juris Rn. 15 ff., insbes. Rn. 17; a.A. im Ergebnis (§ 5 Abs. 2 Satz 1 AufenthG sei nicht als Voraussetzung eines "Anspruchs" i.S.d. § 10 Abs. 3 Satz 3, 1. HS. AufenthG zu berücksichtigen): OVG Sachsen-Anhalt, Beschl. v. 24.4.2017 - 2 O 31/17 -, juris Rn. 20; 2. Senat des Hamburgischen OVG, Beschl. v. 5.11.2012 - 2 Bs 28/12 -, juris Rn. 12; Discher, a.a.O., § 10 Rn. 176.7 (teleologische Reduktion des § 10 Abs. 3 Satz 3 AufenthG); differenzierend danach, ob der Ausländer von vornherein zum Zwecke der Asylantragstellung in das Bundesgebiet eingereist ist (dann ebenfalls Verzicht auf § 5 Abs. 2 Satz 1 AufenthG): Sächsisches OVG, Beschl. v. 16.10.2008 - 3 A 94/08 -, juris Rn. 22 f.).
  • OVG Sachsen, 19.07.2019 - 3 B 138/19

    Aufenthaltserlaubnis zum Ehegattennachzug; Rückwirkende Erteilung einer

    In Bezug auf das Visumerfordernis bewirkt daher § 10 Abs. 3 AufenthG nach der überwiegenden obergerichtlichen Rechtsprechung keine Vergünstigung für Asylbewerber (SächsOVG, Beschl. v. 14. Mai 2018 a. a. O. Rn. 11; NdsOVG, Beschl. v. 3. Mai 2019 - 13 PA 97/19 -, juris Rn. 14 ff.; OVG Hamburg, Beschl. v. 10. Januar 2013 - 3 Bs 38/13, 3 So 3/13 -, juris Rn. 7; BayVGH, Beschl. v. 7 Januar 2013 - 10 CE 13.36 -, juris Rn. 14 [16]; OVG NRW, Beschl. v. 20. November 2017 - 18 B 1199/17 -, juris Rn. 6 ff.; OVG Berlin-Brandenburg, Beschl. v. 17. Januar 2011 - 11 S 51/10 -, juris Rn. 8; jeweils offen gelassen: BVerwG, Urt. v. 16. Dezember 2008 - 1 C 37.07 -, juris Rn. 20; Beschl. v. 16. Februar 2012 - 1 B 22.11 - juris Rn. 4; a. A. OVG LSA, Beschl. v. 24. April 2017 - 2 O 31/17 -, juris Rn. 20; Discher, in: GK-AufenthG, Stand Juli 2015, § 10 Rn. 27 ff. differenzierend danach, ob der Ausländer in der Absicht eingereist ist, Asyl zu beantragen, oder er diesen Entschluss erst später gefasst hat: SächsOVG, Beschl. v. 16. Oktober 2008 - 3 A 94/08 -, juris Rn. 22 f.).
  • VG Cottbus, 28.09.2018 - 3 K 1823/16

    Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis zum Familiennachzug; Einreise ohne Visum

    Eine Asylantragstellung innerhalb von zwei Wochen ist in der Regel noch als "unverzüglich" anzusehen (vgl. OVG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 24. April 2017 - 2 O 31/17 -, juris Rn. 14; Beschluss vom 14. Februar 2018 - 2 L 45/16 -, juris Rn. 7; Fahlbusch, in: Hofmann, AuslR, AufenthG § 95 Rn. 258).
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