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   BVerwG, 10.12.2018 - 2 VR 4.18   

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BVerwG, 10.12.2018 - 2 VR 4.18 (https://dejure.org/2018,45597)
BVerwG, Entscheidung vom 10.12.2018 - 2 VR 4.18 (https://dejure.org/2018,45597)
BVerwG, Entscheidung vom 10. Dezember 2018 - 2 VR 4.18 (https://dejure.org/2018,45597)
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Volltextveröffentlichungen (9)

  • Bundesverwaltungsgericht

    GG Art. 33 Abs. 2; GKG § 52 Abs. 2
    Abbruch; Abbruchgrund; Anforderungsprofil; Auswahlentscheidung; Auswahlverfahren; Beamter; Behördenstruktur; Dienstposten; Dokumentation; Einschränkung; Fortsetzung des Auswahlverfahrens; Missbrauchskontrolle; Organisationsermessen; Prüfungsmaßstab; Regelstreitwert; ...

  • Wolters Kluwer
  • Wolters Kluwer

    Rechtmäßiger Abbruch eines Auswahlverfahrens für einen förderlichen Dienstposten durch den Dienstherrn; Auswirkungen einer Umorganisation der inneren Behördenstruktur auf die Dienstpostenbesetzung; Beschränkung der gerichtlichen Kontrolle auf Willkür oder ...

  • doev.de PDF

    Abbruch eines Auswahlverfahrens

  • rewis.io

    Abbruch eines Auswahlverfahrens wegen Umorganisation der inneren Behördenstruktur

  • ra.de
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    GG Art. 33 Abs. 2 ; GKG § 52 Abs. 2
    Rechtmäßiger Abbruch eines Auswahlverfahrens für einen förderlichen Dienstposten durch den Dienstherrn; Auswirkungen einer Umorganisation der inneren Behördenstruktur auf die Dienstpostenbesetzung; Beschränkung der gerichtlichen Kontrolle auf Willkür oder ...

  • datenbank.nwb.de
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Besprechungen u.ä.

Papierfundstellen

  • NVwZ 2019, 724
 
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Wird zitiert von ... (51)

  • OVG Schleswig-Holstein, 14.07.2021 - 2 MB 26/20
    Die gerichtliche Kontrolle ist in diesen Fällen regelmäßig darauf beschränkt, ob die Abbruchentscheidung sich als willkürlich oder rechtsmissbräuchlich darstellt (vgl. BVerwG, Beschluss vom 10. Dezember 2018 - 2 VR 4.18 -, juris, Rn. 15 ff.; OVG für das Land Nordrhein-Westfalen, Beschlüsse vom 8. Juni 2021 - 6 B 335/21 -, juris, Rn. 4, vom 2. Dezember 2020 - 6 B 840/20 -, juris, Rn. 9, vom 18. August 2020 - 6 B 319/20 -, juris, Rn. 4 und vom 26. April 2018 - 6 B 355/18 -, juris, Rn. 11 m. w. N.; Hessischer VGH, Beschluss vom 1. Oktober 2020 - 1 B 1552/20 -, juris, Rn. 12).

    Der vom Dienstherrn vorgebrachte Grund muss danach den Vorgaben des Art. 33 Abs. 2 GG genügen (vgl. BVerfG, Nichtannahmebeschluss vom 24. September 2015 - 2 BvR 1686/15 -, juris, Rn. 18; BVerwG, Urteile vom 10. Dezember 2020 - 2 C 12.20 -, juris, Rn. 30, vom 3. Dezember 2014 - 2 A 3.13 -, juris, Rn. 17 und vom 29. November 2012 - 2 C 6.11 -, juris, Rn. 17; Beschlüsse vom 29. Juli 2020 - 2 VR 3.20 -, juris, Rn. 13, vom 10. Dezember 2018 - 2 VR 4.18 -, juris, Rn. 18, und vom 10. Mai 2016 - 2 VR 2.15 -, juris, Rn. 16; OVG für das Land Nordrhein-Westfalen, Beschlüsse vom 8. Juni 2021 - 6 B 335/21 -, juris, Rn. 6 und vom 2. Dezember 2020 - 6 B 840/20 -, juris, Rn. 11; Hessischer VGH, Beschluss vom 1. Oktober 2020 - 1 B 1552/20 -, juris, Rn. 12).

    Zum einen finden sich weiterhin, worauf die Antragsgegnerin zutreffend hinweist, jeweils Verweise auf das Urteil vom 29. November 2012 (vgl. BVerwG, Urteil vom 10. Dezember 2020 - 2 C 12.20 -, juris, Rn. 30; Beschlüsse vom 29. Juli 2020 - 2 VR 3.20 -, juris, Rn. 13 und vom 10. Dezember 2018 - 2 VR 4.18 -, juris, Rn. 18).

    Eine Ausschreibung begründet kein schutzwürdiges Vertrauen der Betroffenen, dass sich der Dienstherr mit der Ausschreibung hinsichtlich seiner Organisationsgewalt unwiderruflich bindet (vgl. BVerwG, Beschluss vom 10. Dezember 2018 - 2 VR 4.18 -, juris, Rn. 16).

    Die Schaffung und Bewirtschaftung von Planstellen und der Zuschnitt von Dienstposten dienen allein dem öffentlichen Interesse an der bestmöglichen Erfüllung der öffentlichen Aufgaben (vgl. BVerwG, Beschluss vom 10. Dezember 2018 - 2 VR 4.18 -, juris, Rn. 15; BVerwG, Urteile vom 22. Juli 1999 - 2 C 14.98 -, juris, Rn. 24 und vom 3. Dezember 2014 - 2 A 3.13 -, juris, Rn. 26).

    Insoweit ist nur eine von einer Plausibilitätskontrolle zu unterscheidende Willkürprüfung vorzunehmen (vgl. BVerwG, Beschluss vom 10. Dezember 2018 - 2 VR 4.18 -, juris, Rn. 17).

    Der Regelstreitwert ist angemessen, weil der Antrag lediglich auf die Fortsetzung des Auswahlverfahrens und nicht bereits auf die Vergabe des Dienstpostens an einen bestimmten Bewerber gerichtet ist (vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 29. Juli 2020 - 2 VR 3.20 -, juris, Rn. 22 und vom 10. Dezember 2018 - 2 VR 4/18 -, juris, Rn. 23).

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 22.09.2021 - 6 B 583/21

    Beigeordneter; Gemeinderat; Wahl; Abbruch des Stellenbesetzungsverfahrens;

    vgl. BVerwG, Beschluss vom 10. Dezember 2018- 2 VR 4.18 -, NVwZ 2019, 724 = juris Rn. 15 ff.,sowie Urteil vom 3. Dezember 2014 - 2 A 3.13 -,a. a. O., Rn. 26, 37; OVG NRW, Beschlüsse vom 2. Dezember 2020 - 6 B 840/20 -, juris Rn. 9, vom 18. August 2020 - 6 B 319/20 -, juris Rn. 4, und vom 26. April 2018 - 6 B 355/18 -, NWVBl. 2018, 415 =juris Rn. 11 m. w. N.; Hess. VGH, Beschluss vom 1. Oktober 2020 - 1 B 1552/20 -, juris Rn. 12.

    vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 10. Dezember 2018- 2 VR 4.18 -, a. a. O., Rn. 18, und vom 10. Mai 2016 - 2 VR 2.15 -, BVerwGE 155, 152 = juris Rn. 16 ff., sowie Urteile vom 3. Dezember 2014 - 2 A 3.13 -,a. a. O., Rn. 17 ff., und vom 29. November 2012- 2 C 6.11 -, BVerwGE 145, 185 = juris Rn. 16 f.; OVG NRW, Beschlüsse vom 2. Dezember 2020- 6 B 840/20 -, a. a. O., Rn. 11, vom 18. August 2020 - 6 B 319/20 -, a. a. O., Rn. 6, und vom 30. Mai 2017 - 6 B 403/17 -, NVwZ-RR 2017, 924 = juris Rn. 21; Hess. VGH, Beschluss vom 1. Oktober 2020 - 1 B 1552/20 -, a. a. O., Rn. 12.

    vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 29. Juli 2020 - 2 VR 3.20 -, a. a. O., Rn. 22, und vom 10. Dezember 2018 - 2 VR 4.18 -, a. a. O., Rn. 23; OVG NRW, Beschluss vom 8. Juni 2021 - 6 B 335/21 -, juris Rn. 21.

  • OVG Rheinland-Pfalz, 25.03.2019 - 2 B 10139/19

    Abbruch; Ausschreibung; Auswahl; Beschäftigter; betriebliches

    Der vom Dienstherrn für den Abbruch vorgebrachte Grund muss in diesem Fall den Vorgaben des Art. 33 Abs. 2 GG genügen." (BVerwG, Beschluss vom 10. Dezember 2018 - 2 VR 4.18 -, juris Rn. 14 - 18).
  • VGH Bayern, 05.02.2019 - 3 CE 18.2608

    Abbruch eines Stellenbesetzungsverfahrens

    Eine an § 88 VwGO orientierte Auslegung des im Beschwerdeverfahren gestellten Antrags auf Erlass einer einstweiligen Anordnung ergibt danach, dass die Antragstellerin eine unmittelbare Fortsetzung des durch die streitgegenständliche Verfügung vom 24. April 2018 abgebrochenen Auswahlverfahrens mit ihr als Bewerberin begehrt, ohne dass dieses Begehren die Erhebung einer Feststellungsklage erfordern würde (vgl. etwa BVerwG, B.v. 10.12.2018 - 2 VR 4.18 - juris Rn. 5, 6; B.v. 10.5.2016 - 2 VR 2.15 - juris Rn. 5, 12; OVG NW, B.v. 12.7.2018 - 1 B 1160/17 - juris).

    2.1 Der erforderliche, auch im angefochtenen Beschluss (BA S. 8, II.1.) bejahte Anordnungsgrund ergibt sich aus der Notwendigkeit, im Interesse der Rechtssicherheit umgehend zu klären, ob die betreffende Stelle in dem vom Dienstherrn abgebrochenen Auswahlverfahren zu vergeben ist oder hierfür ein weiteres Verfahren eingeleitet werden darf (zuletzt: BVerwG, B.v. 10.12.2018 a.a.O. Rn. 11).

    Der Dienstherr kann das Auswahlverfahren aber auch dann abbrechen, wenn er - wie hier - zwar den unverändert beschriebenen Dienstposten weiterhin vergeben will, aber das bisherige Verfahren "nach seiner Einschätzung an nicht behebbaren Mängeln mit der Folge leidet, dass eine den Anforderungen des Art. 33 Abs. 2 GG gerecht werdende Auswahlentscheidung allein in einem weiteren Auswahlverfahren denkbar erscheint" (BVerwG, B.v. 10.12.2018 - 2 VR 4.18 - juris Rn. 18).

    Das Erfordernis einer Plausibilisierung folgt für den Senat - auch vor dem Hintergrund des dem Dienstherrn zukommenden weiten organisations- und verwaltungspolitischen Ermessens - aus der Verpflichtung des Dienstherrn, seine Einschätzung zu begründen, das bisherige Verfahren leide "an nicht behebbaren Mängeln mit der Folge..., dass eine den Anforderungen des Art. 33 Abs. 2 GG gerecht werdende Auswahlentscheidung allein in einem weiteren Auswahlverfahren denkbar erscheint" (BVerwG, B.v. 10.12.2018, a.a.O. Rn. 18).

    Eine Halbierung des Streitwerts scheidet ungeachtet des Umstandes, dass es sich um ein Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes handelt, schon deshalb aus, weil allein der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung für das Begehren auf Fortführung des abgebrochenen Auswahlverfahrens in Betracht kommt (BVerwG, B.v. 10.12.2018 - 2 VR 4.18 - juris Rn. 23; BayVGH, B.v. 15.2.2016 - 3 CE 15.2405 - juris Rn. 86).

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 14.06.2019 - 1 B 346/19

    Erforderlichkeit eines sachlichen Grundes für den Abbruch eines Auswahlverfahrens

    BVerwG, Beschlüsse vom 10. Dezember 2018- 2 VR 4.18 -, juris, Rn. 18, und vom 10. Mai 2016- 2 VR 2.15 -, juris, Rn. 19, Urteile vom 3. Dezember 2014 - 2 A 3.13 -, juris, Rn. 20, und vom 29. November 2012 - 2 C 6.11 -, juris, Rn. 19; ferner OVG NRW, Beschluss vom 12. Juli 2018- 1 B 1160/17 -, juris, Rn. 15.

    Grundlegend BVerfG, Kammerbeschluss vom 28. November 2011 - 2 BvR 1181/11 -, juris, Rn. 23; dem folgend BVerwG, Beschlüsse vom 10. Dezember 2018 - 2 VR 4.18 -, juris, Rn. 18, und vom 10. Mai 2016 - 2 VR 2.15 -, juris, Rn. 19, sowie Urteile vom 3. Dezember 2014 - 2 A 3.13 -, juris, Rn. 20, vom 29. November 2012 - 2 C 6.11 -, juris, Rn. 19, und vom 26. Januar 2012 - 2 A 7.09 -, juris, Rn. 29; ebenso OVG NRW, Beschluss vom 12. Juli 2018 - 1 B 1160/17 -, juris, Rn. 13.

    vgl. BVerwG, Beschluss vom 10. Dezember 2018- 2 VR 4.18 -, juris, Rn. 23, und OVG NRW, Beschlüsse vom 12. Juli 2018 - 1 B 1160/17 -, juris, Rn. 56 bis 61, m. w. N., und vom 5. März 2019- 1 E 22.19 -, juris, Rn. 1 bis 7.

  • VG Berlin, 23.01.2020 - 5 L 138.19
    Nach der höchst- und obergerichtlichen Rechtsprechung kann um Rechtsschutz gegen den Abbruch des Auswahlverfahrens somit ausschließlich auf der Primärebene im Wege eines Verfahrens auf Erlass einer einstweiligen Anordnung nach § 123 VwGO nachgesucht werden (vgl. grundlegend: BVerwG, Urteil vom 3. Dezember 2014 - 2 A 3.13 - juris Rn. 21 ff.; vgl. zuletzt: BVerwG, Beschluss vom 10. Dezember 2018 - 2 VR 4.18 - juris Rn. 18).

    Zwar folgt der erforderliche Anordnungsgrund aus dem Umstand, dass im Interesse der Rechtssicherheit umgehend zu klären ist, ob die betreffende Stelle doch in dem vom Dienstherrn abgebrochenen Auswahlverfahren zu vergeben ist oder ein weiteres Verfahren eingeleitet werden darf (vgl. BVerwG, Beschluss vom 10. Dezember 2018 - 2 VR 4/18 - juris Rn. 11).

    Da die Entscheidung, einen bereits ausgeschriebenen Dienstposten nicht mehr wie ursprünglich geplant besetzen zu wollen, der personalwirtschaftlichen Entscheidung darüber gleichgestellt ist, ob und welche Ämter geschaffen und wie Dienstposten zugeschnitten werden sollen, ist die gerichtliche Kontrolle insoweit auf die Prüfung beschränkt, ob sich die Entscheidung zum Abbruch als willkürlich oder rechtsmissbräuchlich erweist (vgl. BVerwG, Beschluss vom 10. Dezember 2018 a. a. O. Rn. 14 ff. m. w. N.).

    Wirksam ist die Entscheidung in dieser zweiten Konstellation indes nur, wenn der Abbruch des Auswahlverfahrens den Vorgaben aus Art. 33 Abs. 2 GG genügt (vgl. zuletzt: BVerwG, Beschluss vom 10. Dezember 2018 a. a. O. Rn. 14 ff.; grundlegend: BVerwG, Urteil vom 3. Dezember 2014 a. a. O. Rn. 16 ff.; jeweils m. w. N.).

    Genügt die Abbruchentscheidung diesen Vorgaben nicht, ist sie unwirksam und das in Gang gesetzte Auswahlverfahren nach dessen Maßgaben fortzuführen (vgl. BVerwG, Beschluss vom 10. Dezember 2018 a. a. O. Rn. 18 m. w. N.).

  • VG Schleswig, 14.09.2020 - 12 B 38/20

    Recht der Landesbeamten

    Durch eine Auswahlentscheidung in einem neuen Auswahlverfahren werden die Bewerber des ursprünglichen Auswahlverfahrens in ihrem Bewerbungsverfahrensanspruch verletzt (vgl. BVerfG, Kammerbeschluss vom 28. November 2011 - 2 BvR 1181/11 -, Rn. 22 f., juris; BVerwG, Beschluss vom 10. Dezember 2018 - 2 VR 4/18 -, Rn. 13, juris, m.w.N.).

    Da die Entscheidung, einen bereits ausgeschriebenen Dienstposten nicht mehr wie ursprünglich geplant besetzen zu wollen, der personalwirtschaftlichen Entscheidung darüber gleichgestellt ist, ob und welche Ämter geschaffen und wie Dienstposten zugeschnitten werden sollen, ist die gerichtliche Kontrolle insoweit auf die Prüfung beschränkt, ob sich die Entscheidung zum Abbruch als willkürlich oder rechtsmissbräuchlich erweist (BVerwG, Beschluss vom 10. Dezember 2018 - 2 VR 4/18 -, Rn. 15 - 17, juris).

    Der vom Dienstherrn für den Abbruch vorgebrachte Grund muss in diesem Fall den Vorgaben des Art. 33 Abs. 2 GG genügen (BVerwG, Beschluss vom 10. Dezember 2018 - 2 VR 4/18 -, Rn. 18, juris, m.w.N.).

    Die Rechtmäßigkeit des Abbruchs setzt dann ferner voraus, dass die Bewerber hiervon rechtzeitig und in geeigneter Form Kenntnis erlangen und der wesentliche Abbruchgrund schriftlich dokumentiert wird (BVerwG, Beschluss vom 10. Dezember 2018 - 2 VR 4/18 -, Rn. 18, juris, m.w.N.).

    Der Auffangstreitwert ist angemessen, weil der Antrag lediglich auf die Fortsetzung des Auswahlverfahrens und nicht bereits auf die Vergabe des Dienstpostens an einen bestimmten Bewerber gerichtet ist (vgl. BVerwG, Beschluss vom 10. Dezember 2018 - 2 VR 4/18 -, Rn. 23, juris).

  • VG Berlin, 15.12.2020 - 5 L 154.20
    Nach der höchst- und obergerichtlichen Rechtsprechung kann um Rechtsschutz gegen den Abbruch des Auswahlverfahrens somit ausschließlich im Wege eines Verfahrens auf Erlass einer einstweiligen Anordnung nach § 123 VwGO nachgesucht werden (vgl. grundlegend: BVerwG, Urteil vom 3. Dezember 2014 - 2 A 3.13 - Rn. 21 ff.; vgl. zuletzt BVerwG, Beschlüsse vom 10. Dezember 2018 - 2 VR 4.18 - Rn. 18, und vom 29. Juli 2020 - 2 VR 3.20 - Rn. 10, jeweils juris).

    Der erforderliche Anordnungsgrund folgt aus dem Umstand, dass im Interesse der Rechtssicherheit umgehend zu klären ist, ob die Stellen in dem nach Ansicht der Beteiligten von der Antragsgegnerin abgebrochenen Auswahlverfahren zur Kennziffer 7... zu vergeben sind oder die weiteren Stellenbesetzungsverfahren 7...(und nachfolgend 7... ) eingeleitet werden durften (vgl. BVerwG, Beschluss vom 10. Dezember 2018 a. a. O. Rn. 11).

    Für das streitgegenständliche Auswahlverfahren kommt es allein auf die Sach- und Rechtslage zum Zeitpunkt dessen Abbruchs an, nicht mehr jedoch auf das nachfolgende Geschehen (vgl. BVerwG, Beschluss vom 10. Dezember 2018 a.a.O. Rn. 12).

    Da die Entscheidung, einen bereits ausgeschriebenen Dienstposten nicht mehr wie ursprünglich geplant besetzen zu wollen, der personalwirtschaftlichen Entscheidung darüber gleichgestellt ist, ob und welche Ämter geschaffen und wie Dienstposten zugeschnitten werden sollen, ist die gerichtliche Kontrolle insoweit auf die Prüfung beschränkt, ob sich die Entscheidung zum Abbruch als willkürlich oder rechtsmissbräuchlich erweist (vgl. BVerwG, Beschluss vom 10. Dezember 2018 a. a. O. Rn. 14 ff. m. w. N.).

    Genügt die Abbruchentscheidung diesen Vorgaben nicht, ist sie unwirksam und das in Gang gesetzte Auswahlverfahren nach dessen Maßgaben fortzuführen (vgl. zuletzt: BVerwG, Beschlüsse vom 10. Dezember 2018 a. a. O. Rn. 14 ff. und vom 29. Juli 2020 a. a. O. Rn. 13; grundlegend: BVerwG, Urteile vom 26. Januar 2012 - 2 A 7.09 - Rn. 27 ff., und vom 3. Dezember 2014 a. a. O. Rn. 16 ff.; jeweils juris).

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 02.12.2020 - 6 B 840/20

    Beschwerde einer Fachlehrerin gegen die Ablehnung ihres Eilantrags auf

    vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 29. Juli 2020 - 2 VR 3.20 -, juris Rn. 11, und vom 10. Dezember 2018 - 2 VR 4.18 -, NVwZ 2019, 724 = juris Rn. 11, sowie Urteil vom 3. Dezember 2014 - 2 A 3.13 -, a. a. O., Rn. 22 ff.

    vgl. BVerwG, Beschluss vom 10. Dezember 2018 - 2 VR 4.18 -, a. a. O., Rn. 15 ff., sowie Urteile vom 3. Dezember 2014 - 2 A 3.13 -, a. a. O., Rn. 26, 37, und vom 22. Juli 1999 - 2 C 14.98 -, ZBR 2000, 40 = juris Rn. 31; OVG NRW, Beschlüsse vom 18. August 2020 - 6 B 319/20 -, juris Rn. 4, vom 26. April 2018 - 6 B 355/18 -, NWVBl. 2018, 415 = juris Rn. 11 m. w. N.; Hess. VGH, Beschluss vom 1. Oktober 2020 - 1 B 1552/20 -, juris Rn. 12.

    vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 10. Dezember 2018 - 2 VR 4.18 -, a. a. O., Rn. 18, und vom 10. Mai 2016 - 2 VR 2.15 -, BVerwGE 155, 152 = juris Rn. 16 ff., sowie Urteile vom 3. Dezember 2014 - 2 A 3.13 -, a. a. O. Rn. 17 ff., und vom 29. November 2012 - 2 C 6.11 -, BVerwGE 145, 185 = juris Rn. 16 f., sowie Beschluss vom 27. Februar 2014 - 1 WB 7.13 -, BVerwGE 149, 153 = juris Rn. 28; OVG NRW, Beschluss vom 18. August 2020 - 6 B 319/20 -, a. a. O., Rn. 6; Hess. VGH, Beschluss vom 1. Oktober 2020 - 1 B 1552/20 -, a. a. O., Rn. 12.

    vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 29. Juli 2020 - 2 VR 3.20 -, a. a. O., Rn. 13, und vom 10. Dezember 2018 - 2 VR 4.18 -, a. a. O., Rn. 18.

  • OVG Sachsen, 02.09.2020 - 2 B 247/20

    Stellenbesetzung Vizepräsident FG; Abbruch des Besetzungsverfahrens; sachlicher

    Etwas anderes ergebe sich auch nicht aus der vom Verwaltungsgericht zitierten Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts (Beschl. v. 10. Dezember 2018 - 2 VR 4.18 -, juris Rn. 18).

    In einer aktuelleren Entscheidung führt das Bundesverwaltungsgericht zum sachlichen Grund weiter aus (BVerwG, Beschl. v. 10. Dezember 2018 - 2 VR 4.18 -, juris Rn. 18), dass der Dienstherr das Auswahlverfahren auch dann abbrechen kann, wenn er den unverändert bleibenden Dienstposten weiterhin vergeben will, aber den Ausgang des ersten Auswahlverfahrens als unbefriedigend empfindet oder das bisherige Verfahren nach seiner Einschätzung an nicht behebbaren Mängeln mit der Folge leidet, dass eine den Anforderungen des Art. 33 Abs. 2 GG gerecht werdende Auswahlentscheidung allein in einem weiteren Auswahlverfahren denkbar erscheint.

    15 In formeller Hinsicht müssen die Bewerber vom Abbruch rechtzeitig und in geeigneter Form Kenntnis erlangen; erforderlich ist in der Regel die hinreichende schriftliche Dokumentation der Gründe (vgl. BVerwG, Urt. v. 29. November 2012 a. a. O. Rn. 19; Urt. v. 3. Dezember 2014 - 2 A 3.13 -, juris Rn. 20 und Beschl. v. 10. Dezember 2018 a. a. O.).

    Das Bundesverwaltungsgericht spricht insoweit von einem "Beurteilungsspielraum", von der "Einschätzung" des Dienstherrn, dass das Verfahren an nicht behebbaren Mängeln leidet (vgl. Urt. v. 29. November 2012 a. a. O. Rn. 17; Beschl. v. 10. Dezember 2018 a. a. O.; Urt. v. 31. März 2011 - 2 A 2/09 -, juris Rn. 20).

  • VG Düsseldorf, 22.06.2021 - 26 L 507/21

    Abbruch Bewerbungsverfahrensanspruch Sachgrund Willkür Rechtsmissbrauch Zuschnitt

  • LAG Thüringen, 24.06.2021 - 2 SaGa 2/21

    Abbruch eines Stellenbesetzungsverfahrens

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 08.06.2021 - 6 B 335/21
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 30.04.2019 - 6 B 85/19

    Nichtbesetzung eines zunächst ausgeschriebenen Dienstpostens aufgrund einer

  • BVerwG, 01.08.2019 - 2 A 3.18

    Aufgabenbeschreibung; Dienstpostenbewertung; Genfer Schema; Manipulation;

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 02.05.2019 - 6 B 52/19

    Stellenbesetzung; Abbruch des Stellenbesetzungsverfahrens; Abbruchmitteilung;

  • OVG Berlin-Brandenburg, 30.06.2021 - 4 S 10.21

    Beförderung; Bestenauslese; Auswahl; Erprobungszeit; Nachweis der Eignung;

  • OVG Sachsen-Anhalt, 03.03.2020 - 1 M 21/20

    Zum sachgerechten Abbruch eines Stellenbesetzungsverfahrens mangels

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 06.08.2021 - 6 E 932/20

    Streitwert; Stellenbesetzung; Neubescheidung; Fortsetzung; Abbruch

  • VG Schleswig, 20.08.2020 - 12 B 35/20

    Abbruch eines Stellenbesetzungsverfahrens - Antrag auf Erlass einer einstweiligen

  • VGH Bayern, 05.04.2019 - 3 CE 19.314

    Stellenbesetzungsverfahren, Einstweilige Anordnung, Bewerbungsverfahrensanspruch,

  • VG Schleswig, 28.10.2020 - 12 B 76/20

    Stellenbesetzung - Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung

  • OVG Niedersachsen, 16.07.2020 - 5 ME 111/20

    Abbruch eines Stellenbesetzungsverfahrens- vorläufiger Rechtsschutz

  • VG Düsseldorf, 08.10.2019 - 13 L 2229/19

    Abbruch eines Stellenbesetzungsverfahrens

  • VGH Bayern, 13.11.2020 - 3 CE 20.2213

    Verwirkung der prozessualen Antragsbefugnis bei Abbruch eines

  • OVG Sachsen, 11.09.2020 - 2 B 273/20

    Abbruch eines Auswahlverfahrens; Organisationsgewalt des Dienstherrn;

  • VG München, 16.06.2020 - M 21b E 20.1005

    Stellenbesetzung

  • OVG Sachsen, 29.05.2020 - 2 B 97/20

    Stellenbesetzung Kanzler Hochschule; Abbruch des Besetzungsverfahrens; sachlicher

  • VG Göttingen, 22.05.2019 - 3 B 77/19

    Abbruch eines Stellenbesetzungsverfahrens; sachlicher Grund; Streitwert

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 18.08.2020 - 6 B 319/20
  • VG Schleswig, 28.08.2019 - 12 B 45/19

    Abbruch eines Auswahlverfahrens - Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung

  • OVG Berlin-Brandenburg, 30.06.2021 - 4 S 17.21
  • VGH Hessen, 03.05.2019 - 1 B 652/18

    Abbruch eines Auswahlverfahrens

  • OVG Berlin-Brandenburg, 06.06.2019 - 4 S 8.19

    Abbruch eines Auswahlverfahrens zwecks Gewinnung hinreichend leistungsstarker

  • OVG Berlin-Brandenburg, 22.02.2019 - 10 S 59.18

    Beamtenrecht: Konkurrentenstreit anlässlich der Beförderungsrunde 2017/2018 bei

  • OVG Sachsen-Anhalt, 04.03.2020 - 1 O 22/20

    Abbruch eines Auswahlverfahrens - Streitwert

  • VG Berlin, 05.04.2019 - 36 L 348.18
  • VGH Bayern, 31.08.2020 - 6 CE 20.1325

    Abbruch eines Stellenbesetzungsverfahrens

  • LAG Mecklenburg-Vorpommern, 26.08.2020 - 3 Sa 76/20

    Unbegründetheit einer Konkurrentenklage wegen rechtsfehlerfreiem Abbruch des

  • OVG Berlin-Brandenburg, 17.06.2020 - 4 S 24.20

    Beförderung; Vorsitzender Richter am Landgericht; negative Stellungnahme des

  • VG Ansbach, 21.12.2020 - AN 1 E 20.01447

    Auswahlentscheidung, Bewerber, Auswahlverfahren, Besoldungsgruppe, Dienstherr,

  • VG Würzburg, 15.09.2020 - W 1 E 20.1083

    Fortsetzung des abgebrochenen Stellenbesetzungsverfahrens

  • VGH Bayern, 20.09.2019 - 3 CE 19.1166

    Fortführung eines Auswahlverfahrens

  • VG Düsseldorf, 27.08.2019 - 15 L 1062/19

    Stellenbesetzungsverfahren Abbruch Auswahlverfahren Vizepräsident Hochschule

  • VGH Hessen, 23.07.2020 - 1 B 1730/20

    Streitwert bei Abbruch des Auswahlverfahrens

  • VG Ansbach, 18.05.2020 - AN 16 E 20.00368

    Einstweilige Anordnung, Bewerbungsverfahrensanspruch, Stellenbesetzungsverfahren,

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 29.04.2020 - 6 B 265/20

    Stellenbesetzungsverfahren Abbruch

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 04.02.2020 - 1 B 1519/19
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 22.05.2019 - 6 E 342/19

    Festsetzung des Streitwerts eines Stellenbesetzungsverfahrens nach dem

  • VG Berlin, 24.01.2019 - 5 L 235.18

    Fristbeginn für die richterlich entwickelte Monatsfrist für den Antrag auf Erlass

  • OVG Sachsen, 04.06.2020 - 2 B 98/20

    Stellenbesetzung; Abbruch des Auswahlverfahrens; sachlicher Grund;

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