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   BAG, 28.07.1992 - 3 AZR 173/92   

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https://dejure.org/1992,9
BAG, 28.07.1992 - 3 AZR 173/92 (https://dejure.org/1992,9)
BAG, Entscheidung vom 28.07.1992 - 3 AZR 173/92 (https://dejure.org/1992,9)
BAG, Entscheidung vom 28. Juli 1992 - 3 AZR 173/92 (https://dejure.org/1992,9)
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Volltextveröffentlichungen (5)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Wolters Kluwer

    Gruppenbildung - Differenzierung - Gleichheit - Teilzeitarbeit - Ungleichbehandlung - Tarifvorrang - Zusatzversorgung - Öffentlicher Dienst - Gleichbehandlungsgrundsatz - Anspruch auf Zusatzversicherung - Ausschluß von Zusatzversicherung

  • archive.org
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Zusatzversorgung für Teilzeitbeschäftigte

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • datenbank.nwb.de (Kurzinformation)

    Öffentlicher Dienst; Zusatzversorgung für teilzeitbeschäftigte Arbeitnehmer

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • BAGE 71, 29
  • NJW 1993, 874
  • MDR 1993, 839
  • NZA 1993, 215
  • VersR 1993, 594
  • BB 1992, 2296
  • BB 1993, 224
  • BB 1993, 437
  • DB 1993, 169
 
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Wird zitiert von ... (202)

  • BAG, 07.03.1995 - 3 AZR 282/94

    Zusatzversorgung Teilzeitbeschäftigter

    b) Für den generellen Ausschluß unterhälftig beschäftigter Teilzeitkräfte aus der betrieblichen Altersversorgung gibt es keine sachlich vertretbaren Gründe (Bestätigung der bisherigen Rechtsprechung, vgl. BAGE 71, 29, 38 ff. = AP Nr. 18 zu § 1 BetrAVG Gleichbehandlung, zu B I 3 c der Gründe).

    Nach der bisherigen Rechtsprechung des Senats steht auch den Teilzeitkräften, die durch Tarifvertrag unzulässigerweise aus der betrieblichen Altersversorgung ausgenommen werden, ein auf den arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz gestützter Erfüllungsanspruch zu (vgl. BAGE 62, 334, 336 ff. = AP Nr. 6 zu § 2 BeschFG 1985; BAGE 71, 29, 35 und 42 = AP Nr. 18 zu § 1 BetrAVG Gleichbehandlung, zu B I 2 und II der Gründe; Urteil vom 25. Oktober 1994 - 3 AZR 149/94 -, zur Veröffentlichung in der Fach presse bestimmt, zu II der Gründe; Urteil vom 13. Dezember 1994 - 3 AZR 367/94 - DB 1995, 931 = ZTR 1995, 213, auch zur Veröffentlichung in der Amtlichen Sammlung bestimmt, zu II 1 der Gründe).

    Diese Begründung hat in der Literatur Kritik erfahren (vgl. u.a. Pfarr, Anm. II zum Urteil des BAG vom 28. Juli 1992 - 3 AZR 173/92 - AR-Blattei 1560 Nr. 32; Zöllner/Loritz, Arbeitsrecht, 4. Aufl., § 17 VI).

    Dementsprechend müssen sie sich auch wie der Gesetzgeber an die zentrale Gerechtigkeitsnorm des Art. 3 Abs. 1 GG halten (vgl. u.a. BVerfGE 21, 362, 372 = AP Nr. 9 zu § 1542 RVO; BAGE 42, 217, 220 = AP Nr. 124 zu Art. 3 GG; BAGE 71, 29, 35 = AP Nr. 18 zu § 1 BetrAVG Gleichbehandlung, zu B I 2 a der Gründe; Hanau, NZA 1984, 345, 346; Pfarr, aaO.).

    cc) Die unterschiedliche Behandlung der Teilzeitkräfte läßt sich nicht mit dem Grundgedanken und der Entstehungsgeschichte der Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst rechtfertigen, wie der Senat bereits im Urteil vom 28. Juli 1992 (BAGE 71, 29, 39 f. = AP Nr. 18 zu § 1 BetrAVG Gleichbehandlung, zu B I 3 c (2) der Gründe) entschieden hat.

    Dies hat der Senat bereits im Urteil vom 28. Juli 1992 (BAGE 71, 29, 40 f. = AP Nr. 18 zu § 1 BetrAVG Gleichbehandlung, zu B I 3 c (3) der Gründe) entschieden.

    Bereits im Urteil vom 28. Juli 1992 (BAGE 71, 29, 42 f. = AP Nr. 18 zu § 1 BetrAVG Gleichbehandlung, zu B II 1 der Gründe) hat der Senat ausgeführt, daß die Tarifvertragsparteien die versorgungsrechtlichen Verpflichtungen nicht auf die bloße Durchführungsform verkürzt haben.

    f) Der Senat hatte sich bereits in seinem Urteil vom 28. Juli 1992 (BAGE 71, 29, 48 f. = AP Nr. 18 zu § 1 BetrAVG Gleichbehandlung, zu B III 2 d der Gründe) mit der Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst und der Rückwirkungsproblematik befaßt.

  • LAG Hamm, 12.02.1993 - 10 Sa 1337/92

    Teilzeit; Zusatzversorgung; Gleichbehandlungsgrundsatz

    juristische Personen des öffentlichen Rechts sind kraft Amtspflicht zur Erfüllung der sich aus dem Feststellungsausspruch indirekt ergebenden Leistungsansprüche verpflichtet; durch Staatsaufsicht ist gewährleistet, daß sie Urteile staatlicher Gerichte vollziehen, auch wenn kein vollstreckungsfähiger Titel vorliegt (vgl. BAG, Urteil vom 04.04.1989, AP Nr. 7 zu § 717 ZPO = AR-Blattei "Zwangsvollstreckung" Entscheidung 46 = DB 1989, 2180 ; BAG, Urteil vom 23.01.1990, AP Nr. 7 zu § 1 BetrAVG Gleichberechtigung = Betriebliche Altersversorgung Entscheidung 236 = NZA 1990, 778 ; BAG, Urteil vom 28.07.1992 - 3 AZR 173/92 -, DB 1993, 169 insoweit unveröffentlicht).

    Hieraus läßt sich ein anteiliger Versorgungsanspruch der Klägerin entsprechend den Leistungsbestimmungen der KZVK ermitteln (BAG, Urteil vom 28.07.1992, aaO.; BAG, Urteil vom 14.10.1986, AP Nr. 11 zu Art. 119 EWG -V = AR-Blattei "Betriebliche Altersversorgung" Entscheidung 183 = NZA 1987, 445 ).

    Eine Differenzierung ist dann sachfremd, wenn es für die unterschiedliche Behandlung keine billigenswerten Gründe gibt (vgl. zuletzt BAG, Urteil vom 12.11.1991, AP Nr. 17 zu § 1 BetrAVG Gleichbehandlung = NZA 1992, 837 = DB 1992, 1432 ; BAG, Urteil vom 28.07.1992, aaO.).

    Eine unterschiedliche Behandlung von Arbeitnehmern soll nicht wegen der Teilzeitarbeit zulässig sein (Wlotzke, NZA 1984, 217 ff.; BAG, Urteil vom 28.07.1992, aaO.).

    § 2 Abs. 1 BeschFG konkretisiert lediglich ohnehin geltendes Recht (Hanau, NZA 1984, 345; BAG, Urteil vom 28.07.1992, aaO.).

    Das Verbot einer unsachlich benachteiligenden Regelung von Teilzeitarbeitnehmern beruht schon auf Art. 3 Abs. 1 GG (BAG, Urteil vom 29.08.1989, AP Nr. 6 zu § 2 BeschFG 1985 = AR-Blattei "Teilzeitarbeit" Entscheidung 22 = NZA 1990, 37 = DB 1989, 2338 ; BAG, Urteil vom 28.07.1992, aaO.; LAG Berlin, Urteil vom 09.10.1991, NZA 1992, 423 ; Hanau, NZA 1984, 345, 346).

    Dagegen greift das Gebot der Gleichbehandlung immer dann ein, wenn der Arbeitgeber die Leistungen nach einem erkennbaren Prinzip in Gestalt abstrakter Regelungen gewährt (BAG, Urteil vom 27.07.1988, AP Nr. 83 zu § 242 BGB Gleichbehandlung = AR-Blattei "Gleichbehandlung" Entscheidung 83; BAG, Urteil vom 24.10.1989, AP Nr. 29 zu § 11 BUrlG = AR-Blattei "Teilzeitarbeit" Entscheidung 23; BAG, Urteil vom 12.06.1990, AP Nr. 25 zu § 1 BetrAVG = AR-Blattei "Betriebliche Altersversorgung" Entscheidung 249; BAG, Urteil vom 28.07.1992, aaO.).

    Auch die katholische wie die evangelische Kirche sind in ihren arbeitsrechtlichen Bestimmungen - z.B. AVR oder BAT -KF - an den arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz gebunden und dürfen nicht einen Teil der Arbeitnehmerschaft aus sachlich nicht berechtigten Gründen von bestimmten Leistungen ausschließen (BAG, Urteil vom 28.07.1992, aaO., m.z.w.N.).

    Auch dies hat das mehrfach in Bezug genommene Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 28.07.1992 (- 3 AZR 173/92 -, aaO. unter B I 3 c) [2] der Gründe) eingehend begründet.

    So wie der Zuverdienst den Lebensstandard im aktiven Arbeitsleben beeinflußt, dient auch die geringere Zusatzversorgung zusätzlich der Erhaltung dieses Lebensstandards im Ruhestand (BAG, Urteil vom 23.01.1990, AP Nr. 7 zu § 1 BetrAVG Gleichberechtigung = AR-Blattei "Betriebliche Altersversorgung" Entscheidung 236 = NZA 1990, 778 ; BAG, Urteil vom 28.07.1992, aaO. - unter B I 3 c) [3] der Grunde; LAG Berlin, Urteil vom 09.10.1991, NZA 1992, 423 ) Hieraus folgt auch, daß der unterschiedliche Umfang der Arbeitsleistung allein kein ausreichender sachlicher Grund ist, wie die Beklagte meint, Teilzeitarbeitnehmer von vornherein vollkommen von betrieblichen Versorgungsleistungen auszunehmen, die Vollzeitmitarbeitern zugestanden werden (BAG, Urteil vom 06.04.1982, AP Nr. 1 zu § 1 BetrAVG Gleichberechtigung = AR-Blattei "Betriebliche Altersversorgung" Entscheidung 96).

    Kann der Arbeitnehmer nach den Satzungsbestimmungen der Kasse nicht nachversichert werden, so muß der Arbeitgeber selbst eintreten (BAG, Urteil vom 15.05.1975, AP Nr. 7 zu § 242 BGB Ruhegehalt - VBL = AR-Blattei "Ruhegeld" Entscheidung 143; BAG, Beschluß vom 29.08.1989, AP Nr. 6 zu § 2 BeschFG 1985 = AR-Blattei "Teilzeitarbeit" Entscheidung 22 = NZA 1990, 37 ; BAG, Urteil vom 28.07.1992, aaO. [unter B II I der Gründe]).

    Der gleichheitswidrig benachteiligte Arbeitnehmer hat einen Erfüllungsanspruch im Sinne des § 612 Abs. 2 BGB , aber keinen Schadensersatzanspruch (BAG, Urteil vom 28.07.1992, aaO. - unter B II 2 der Gründe; vgl. auch EuGH, Urteil vom 08.11.1990, NZA 1991, 171 ).

    In der mehrfach in Bezug genommenen Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom 28.07.1992 (- 3 AZR 173/92 -, aaO.) hat das Bundesarbeitsgericht zutreffend darauf hingewiesen, daß die für die Beurteilung maßgebenden Normen bereits seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland Geltung hatten.

    Eine gefestigte Rechtsprechung, wonach eine unterschiedliche Behandlung von Teilzeitbeschäftigten und Vollzeitbeschäftigten sachlich gerechtfertigt ist, hat zu keinem Zeitpunkt bestanden (BAG, Urteil vom 20.11.1990, AP Nr. 8 zu § 1 BetrAVG Gleichberechtigung = AR-Blattei "Betriebliche Altersversorgung" Entscheidung 263 = NZA 1991, 635 = DB 1991, 1330 ; BAG, Urteil vom 23.01.1990, AP Nr. 7 zu § 1 BetrAVG Gleichberechtigung = AR-Blattei "Betriebliche Altersversorgung" Entscheidung 236 = NZA 1990, 778 ; BAG, Urteil vom 28.07.1992, aaO., m.z.w.N.).

    Würde eine Überforderung der Beklagten eintreten, hätte es nahegelegen, hierzu Stellung zu nehmen (BVerfG, Beschluß vom 28.09.1992, DB 1992, 2511 ; BAG, Urteil vom 14.10.1986, AP Nr. 11 zu Art. 119 EWG -V = AR-Blattei "Betriebliche Altersversorgung" Entscheidung 183 = NZA 1987, 445 ; BAG, Urteil vom 28.07.1992, aaO.).

    Auch insoweit ist der vorliegende Streitfall mit dem Fall, den das Bundesarbeitsgericht in der Entscheidung vom 28.07.1992 (aaO.) zu beurteilen hatte, durchaus vergleichbar.

  • BAG, 07.03.1995 - 3 AZR 625/94

    Betriebliche Altersversorgung: Gleichbehandlungsgebot - Teilzeitbeschäftigte

    Nach der bisherigen Rechtsprechung des Senats steht auch den Teilzeitkräften, die durch Tarifvertrag unzulässigerweise aus der betrieblichen Altersversorgung ausgenommen werden, ein auf den arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz gestützter Erfüllungsanspruch zu (vgl. BAGE 62, 334, 336 ff. = AP Nr. 6 zu § 2 BeschFG 1985; BAGE 71, 29, 35 ff. = AP Nr. 18 zu § 1 BetrAVG Gleichbehandlung, zu B I 2 der Gründe; Urteil vom 25. Oktober 1994 - 3 AZR 149/94 -, zur Veröffentlichung in der Fachpresse bestimmt, zu II der Gründe; Urteil vom 13. Dezember 1994 - 3 AZR 367/94 - DB 1995, 931 = ZTR 1995, 213, auch zur Veröffentlichung in der Amtlichen Sammlung bestimmt, zu II 1 der Gründe).

    Diese Begründung hat in der Literatur Kritik erfahren (vgl. u.a. Pfarr, Anm. II zum Urteil des BAG vom 28. Juli 1992 - 3 AZR 173/92 - AR- Blattei 1560 Nr. 32; Zöllner/Loritz, Arbeitsrecht, 4. Aufl., § 17 VI).

    Dementsprechend müssen sie sich auch wie der Gesetzgeber an die zentrale Gerechtigkeitsnorm des Art. 3 Abs. 1 GG halten (vgl. u.a. BVerfGE 21, 362, 372 = AP Nr. 9 zu § 1542 RVO; BAGE 42, 217, 220 = AP Nr. 124 zu Art. 3 GG; BAGE 71, 29, 35 = AP Nr. 18 zu § 1 BetrAVG Gleichbehandlung, zu B I 2 a der Gründe; Hanau, NZA 1984, 345, 346; Pfarr, aaO).

    Die unterschiedliche Behandlung der Teilzeitkräfte läßt sich nicht mit dem Grundgedanken und der Entstehungsgeschichte der Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst rechtfertigen, wie der Senat bereits im Urteil vom 28. Juli 1992 (BAGE 71, 29, 39 f. = AP Nr. 18 zu § 1 BetrAVG Gleichbehandlung, zu B I 3 c (2) der Gründe) entschieden hat.

    Dies hat der Senat bereits im Urteil vom 28. Juli 1992 (BAGE 71, 29, 40 f. = AP Nr. 18 zu § 1 BetrAVG Gleichbehandlung, zu B I 3 c (3) der Gründe) entschieden.

    Bereits im Urteil vom 28. Juli 1992 (BAGE 71, 29, 42 f. = AP Nr. 18 zu § 1 BetrAVG Gleichbehandlung, zu B II 1 der Gründe) hat der Senat ausgeführt, daß die Tarifvertragsparteien die versorgungsrechtlichen Verpflichtungen nicht auf die bloße Durchführungsform verkürzt haben.

    Der Senat hatte sich bereits in seinem Urteil vom 28. Juli 1992 (BAGE 71, 29, 48 f. = AP Nr. 18 zu § 1 BetrAVG Gleichbehandlung, zu B III 2 d der Gründe) mit der Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst und der Rückwirkungsproblematik befaßt.

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