Rechtsprechung
   VG Hannover, 22.09.2011 - 4 A 1052/10   

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https://dejure.org/2011,27710
VG Hannover, 22.09.2011 - 4 A 1052/10 (https://dejure.org/2011,27710)
VG Hannover, Entscheidung vom 22.09.2011 - 4 A 1052/10 (https://dejure.org/2011,27710)
VG Hannover, Entscheidung vom 22. September 2011 - 4 A 1052/10 (https://dejure.org/2011,27710)
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Volltextveröffentlichungen (3)

  • openjur.de

    Erteilung eines immissionsschutzrechtlichen Vorbescheides für die Errichtung und den Betrieb von Windenergieanlagen

  • Entscheidungsdatenbank Niedersachsen

    Erteilung eines immissionsschutzrechtlichen Vorbescheides für die Errichtung und den Betrieb von Windenergieanlagen

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (2)


    Vor Ergehen der Entscheidung:


  • niedersachsen.de (Pressemitteilung - vor Ergehen der Entscheidung)

    Streit um die Genehmigung von Windenergieanlagen am Meerberg in der Nähe von Ingeln (Laatzen) erneut vor Gericht

  • niedersachsen.de (Pressemitteilung - vor Ergehen der Entscheidung)

    Streit um die Genehmigung von Windenergieanlagen am Meerberg in der Nähe von Ingeln (Laatzen)

Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ... (12)

  • VG Düsseldorf, 24.07.2014 - 11 K 3648/12

    Erteilung einer immissionsschutzrechtlichen Genehmigung für die Errichtung einer

    Die Entscheidung nach § 18a Abs. 1 Satz 2 LuftVG ist, wie sich insbesondere aus dem Wortlaut von § 18a Abs. 1 Satz 3 LuftVG ergibt, ein unselbstständiger Mitwirkungsakt in einem gestuften Verwaltungsverfahren ohne Außenwirkung, gegen den gemäß § 44a Satz 1 Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) Rechtsbehelfe nur gleichzeitig mit der Sachentscheidung - hier der Versagung der beantragten immissionsschutzrechtlichen Genehmigung - geltend gemacht werden können, vgl. VG Hannover, Urteil vom 22. September 2011 - 4 A 1052/10 - VG Schleswig, Urteil vom 16. Februar 2012 - 6 A 107/11 - Grabherr/Reidt/Wysk, LuftVG, Stand: 17. EGL Juni 2013, § 18a Rn. 14, 35, 50; Federwisch/Dinter, Windenergieanlagen im Störfeuer der Flugsicherung, in: NVwZ 2014, 403 (404 f.); a.A.: Hüttig/Giemulla u.a.: Flugsicherheitsanalyse der Wechselwirkungen von Windenergieanlagen und Funknavigationshilfen DVOR/VOR der Deutschen Flugsicherung GmbH vom 1. Juni 2014, S. 68 ff.; abrufbar unter:http://www.schleswig-holstein.de/MELUR/DE/Service/Presse/PI/PDF/2014/Gutachten_Windenergie__blob=publicationFile.pdf (im Folgenden: Hüttig/Giemulla).

    Somit liegt eine nicht mehr hinnehmbare Beeinflussung und damit eine Störung einer Flugsicherungsanlage i.S.v § 18a Abs. 1 Satz 1 LuftVG vor, wenn mit dem zuvor genannten Wahrscheinlichkeitsmaßstab davon auszugehen ist, dass die in den einschlägigen ICAO-Dokumenten bestimmten oder daraus bestimmbaren Toleranzwerte überschritten werden, vgl. VG Stade, Beschluss vom 27. Januar 2014 - 1 B 3181/13 - ; VG Schleswig, Urteil vom 16. Februar 2012 - 6 A 107/11 - ; VG Hannover, Urteil vom 22. September 2011 - 4 A 1052/10 - ; Grabherr/Reidt/Wysk, LuftVG, § 18a Rn. 9 ff.; Federwisch/Dinter, a.a.O., 403 f.; Hüttig/Giemulla u.a., a.a.O., S. 72 f.; a.A. (konkrete Gefahr eines Schadens erforderlich): VG Oldenburg, Beschluss vom 5. Februar 2014 - 5 B 6430/13 - ; VG Aachen, Urteil vom 24. Juli 2013 - 6 K 248/09 -;.

    Dem Beigeladenen zu 1. steht bei der Entscheidung nach § 18a Abs. 1 Sätze 1 und 2 LuftVG ob nachteilige, nicht hinnehmbare Beeinflussungen einer Flugsicherungseinrichtung zu erwarten sind, ein Beurteilungsspielraum zu, der gerichtlich nur eingeschränkt überprüfbar ist, vgl. VG Schleswig, Urteil vom 16. Februar 2012 - 6 A 107/11 - ; offen gelassen durch OVG Lüneburg, Beschluss vom 13. April 2011 - 12 ME 8/11 - a.A.: VG Oldenburg, Beschluss vom 5. Februar 2014 - 5 B 6430/13 - VG Aachen, Urteil vom 24. Juli 2013 - 6 K 248/09 - VG Hannover, Urteil vom 22. September 2011 - 4 A 1052/10 - und Beschluss vom 21. Dezember 2010 - 12 B 3465/10 - Grabherr/Reidt/Wysk, LuftVG, § 18a Rn. 52; Hüttig/Giemulla u.a., a.a.O., S. 73 f.; Weiss, Windenergieanlagen und Luftverkehrsrecht - kein luftleerer Raum, in: NVwZ 2013, 14 (18); Federwisch/Dinter, a.a.O., 403 (405 f.).

    Die Beigeladenen zu 1. und zu 4. haben nachvollziehbar dargelegt, dass es vertretbar ist, ein maximales Gesamtfehlerbudget der VOR-Anlage in Höhe von ± 3,0° zugrunde zu legen, vgl. auch VG Schleswig, Urteil vom 16. Februar 2012 - 6 A 107/11 - offen gelassen: VG Oldenburg, Beschluss vom 5. Februar 2014 - 5 B 6430/13 - a.A.: VG Hannover, Urteil vom 22. September 2011 - 4 A 1052/10 - Weiss, a.a.O., 14 (18); Federwisch/Dinter, a.a.O., 403 (408).

    Der Anlagenfehler wiederum setzt sich zusammen aus dem Nordausrichtungsfehler und dem internen Anlagenfehler, also der Ungenauigkeit der Anlage selbst, vgl. auch die Erläuterungen bei VG Hannover, Urteil vom 22. September 2011 - 4 A 1052/10 -.

    Diese Unklarheit geht nicht zu Lasten der Beigeladenen zu 4., weil ihr insoweit ein Beurteilungsspielraum zukommt, vgl. a.A.: VG Hannover, Urteil vom 22. September 2011 - 4 A 1052/10 -.

    Keinen durchgreifenden Bedenken begegnet es ferner, dass die Beigeladenen zu 1. und zu 4. einen anlageninternen Fehler von ± 2,0° ansetzen und diesen Wert von dem Gesamtwinkelfehlerbudget linear abziehen, vgl. auch VG Schleswig, Urteil vom 16. Februar 2012 - 6 A 107/11 - Hüttig/Giemulla u.a., a.a.O., S. 82; a.A.: VG Oldenburg, Beschluss vom 5. Februar 2014 - 5 B 6430/13 - VG Hannover, Urteil vom 22. September 2011 - 4 A 1052/10 - Federwisch/Dinter, a.a.O., 403 (407).

  • VG Oldenburg, 05.02.2014 - 5 B 6430/13

    Erfolgloser Antrag einer Flugsicherungsorganisation gegen Windenergieanlage;

    Ein solcher "Anlagenschutzbereich" findet sich weder in § 18 a LuftVG oder nachgeordneten Rechtsvorschriften noch in internationalen Empfehlungen (Europäisches Anleitungsmaterial zum Umgang mit Anlagenschutzbereichen, 2. Ausgabe, 2009 - ICAO EUR DOC 015, vgl. Anlage AST 14, in Beiakte C), die zwar nicht rechtsverbindlich sind, aber der Praxis, den Behörden und den Gerichten als fachliche Orientierungshilfe dienen (vgl. VG Hannover, Urteil vom 22. September 2011 - 4 A 1052/10 -, juris Rndr. 64 oder etwa zu tierökologischen Abstandskriterien: Nds. OVG, Urteil vom 12. November 2008 - 12 LC 72/07 - juris Rdnr. 67 ff.).

    42 Beim ersten Prüfungsschritt hat der Antragsgegner zutreffend beachtet, dass in Anlehnung an die einschlägige Rechtsprechung (VG Hannover, Urteil vom 22. September 2011 - 4 A 1052/10 - nicht rechtskräftig; VG Schleswig, Urteile vom 16. Februar 2012 - 6 A 23/11- nicht rechtskräftig und - 6 A 107/11 - rechtskräftig und in juris) als fachliche Standards für die Beurteilung des Störpotentials die internationalen ICAO-Spezifikationen (Empfehlungen der International Civil Aviation Organisation - ICAO) heranzuziehen sind.

    In der Rechtsprechung ist noch nicht abschließend geklärt, ob für VOR-Signale ein maximaler Winkelfehler von + 3° (VG Schleswig, Urteil vom 16. Februar 2012 - 6 A 23/11 - bzw. - 6 A 107/11 - in juris) oder + 3,5° (so VG Hannover, Urteil vom 22. September 2011 - 4 A 1052/10 - juris) gilt.

    Nimmt man mit dem VG Hannover (Urteil vom 22. September 2011 - 4 A 1052/10 - a.a.O., Rdnr. 77; a.A. VG Schleswig, Urteile vom 16. Februar 2012 - 6 A 23/11 - bzw. - 6 A 107/11 - a.a.O., Rdnr. 41) an, dass beim anlageneigenen Fehler nicht das zulässige Höchstbudget von + 2°, sondern der ggf. tatsächlich niedrigere Fehlerwert der konkret zu betrachtenden Funknavigationsanlage anzusetzen ist - wozu die Kammer neigt - erhöht sich der Prognosespielraum zu Gunsten der Beigeladenen zu 1) nochmals bedeutsam.

  • VG Trier, 18.01.2016 - 6 K 1669/15

    Keine Windkraftanlage in der Nähe einer Flugsicherungseinrichtung

    Im Übrigen seien dem streitgegenständlichen Bescheid der Beschluss des Verwaltungsgerichts Oldenburg vom 05. Februar 2014 - 5 B 6430/13 - sowie das Urteil des Verwaltungsgerichts Hannover vom 22. September 2011 - 4 A 1052/10 - zugrunde gelegt worden.

    Bei der hier zugrundeliegenden Entscheidung des Bundesaufsichtsamtes für Flugsicherung handelt es sich gerade nicht um eine Maßnahme mit unmittelbarer Rechtswirkung nach außen, mithin nicht um einen Verwaltungsakt i.S.d. § 35 S. 1 VwVfG (vgl. OVG Lüneburg a.a.O., juris-Rn. 18 f.; VG Frankfurt, Urteil vom 8. Oktober 2014 - 8 K 3509/13 -, juris-Rn. 37; VG Düsseldorf a.a.O., juris-Rn. 33; VG Schleswig, Urteil vom 16. Februar 2012 - 6 A 107/11 -, juris-Rn. 28; VG Hannover, Urteil vom 22. September 2011 - 4 A 1052/10 -, juris-Rn. 59; Meyer/Wysk, a.a.O., Rn. 35; Giemulla a.a.O., Rn. 4 a.E.; a.A.: Hendler, ZNER 2015, 501, 502), sodass eine die Entscheidung nach § 18a Abs. 1 S. 2 LuftVG konzentrierende Wirkung der Genehmigung des Beklagten nach § 13 BImSchG ausscheidet.

    Er trägt vor, dem streitgegenständlichen Bescheid sei der Beschluss des Verwaltungsgerichts Oldenburg vom 05. Februar 2014 - 5 B 6430/13 - sowie das Urteil des Verwaltungsgerichts Hannover vom 22. September 2011 - 4 A 1052/10 - zugrunde gelegt worden.

    Bei der hier zugrundeliegenden Entscheidung des Bundesaufsichtsamtes für Flugsicherung handelt es sich gerade nicht um eine Maßnahme mit unmittelbarer Rechtswirkung nach außen, mithin nicht um einen Verwaltungsakt i.S.d. § 35 S. 1 VwVfG (vgl. OVG Lüneburg a.a.O., juris-Rn. 18 f.; VG Frankfurt, Urteil vom 8. Oktober 2014 - 8 K 3509/13 -, juris-Rn. 37; VG Düsseldorf a.a.O., juris-Rn. 33; VG Schleswig, Urteil vom 16. Februar 2012 - 6 A 107/11 -, juris-Rn. 28; VG Hannover, Urteil vom 22. September 2011 - 4 A 1052/10 -, juris-Rn. 59; Meyer/Wysk, a.a.O., Rn. 35; Giemulla a.a.O., Rn. 4 a.E.; a.A.: Hendler, ZNER 2015, 501, 502), sodass eine die Entscheidung nach § 18a Abs. 1 S. 2 LuftVG konzentrierende Wirkung der Genehmigung des Beklagten nach § 13 BImSchG ausscheidet.

  • VG Stade, 01.04.2014 - 2 A 408/10

    Immissionsrechtliche Genehmigung für vier Windkraftanlagen; Klagebefugnis des

    Entsprechendes gilt für die Grenzen von Vorranggebieten im Regionalen Raumordnungsprogramm (VG Hannover, Urteil vom 22. September 2011 - 4 A 1052/10).

    Der Klägerin oder dem Beklagten steht insoweit kein Beurteilungsspielraum zu (vgl. Meyer/Wysk a.a.O. Rdnr. 52 zu § 18a; Niedersächsisches Oberverwaltungsgericht, Beschluss vom 13. April 2011 - 12 ME 8/11 - zitiert nach juris, VG Hannover, Urteil vom 22. September 2011 a.a.O.).

    Der Annahme eines Beurteilungsspielraumes stehen auch die von der Beigeladenen zitierten verwaltungs- und oberverwaltungsgerichtlichen Urteile nicht entgegen (VG Aachen, Urteil vom 15. Juli 2008 - 6 K 1367/07 - Thüringisches OVG, Urteil vom 30. September 2009 - 1 KO 89/07 -;VG Minden, Urteil vom 22. September 2010 - 11 K 445/09 - VG Hannover, Beschluss vom 21. Dezember 2010 - 12 B 3465/10 - Beschluss vom 22. September 2011 - 4 A 1052/10 - Niedersächsisches OVG, Beschluss vom 13. April 2011 - 12 ME 8/11 -).

  • VG Aachen, 24.07.2013 - 6 K 248/09

    Windkraftanlagen in der Nähe des Nato-Flughafens Geilenkirchen Teveren stellen

    Wenn auch bislang in Rechtsprechung und Schrifttum, vgl. VG Hannover, Urteil vom 22. September 2011 - 4 A 1052/10 -, ; VG Schleswig, Urteil vom 16. Februar 2012 - 6 A 107/11 - (unveröffentlicht); Meyer/Wysk , Bundesrechtliche Determinanten in bauaufsichtlichen Zulassungsverfahren, NVwZ 2013, 319 ff., 323, allein die technische Störung von Navigationsanlagen (als sog. Winkelfehler) diskutiert worden ist, sind nach Auffassung der Kammer auch die vorliegend in Rede stehenden Effekte einer Überblendung (von den Beteiligten diskutiert als "Verschattung") der von Luftfahrzeugen erzeugten Radarbilder und damit eine Störung eines Flugsicherungsradars ohne weiteres von der Vorschrift erfasst.

    Erforderlich ist vielmehr, dass nicht nur hypothetisch, sondern mit hinreichender Wahrscheinlichkeit in überschaubarer Zukunft mit einem Schadenseintritt (Kollision, gefährliche Annäherung) zu rechnen ist, wobei in die Prognose auch künftige Entwicklungen (wie bereits konkretisierte Ausbaupläne eines Flughafens oder konkretisierte Modernisierungsmaßnahmen, wie hier der Aufbau einer digitalen Radaranlage spätestens im Jahr 2015) einzustellen sind, vgl. - beide zu § 18a LuftVG -: VG Schleswig, Urteil vom 16. Februar 2012 - 6 A 107/11 - (unveröffentlicht); VG Hannover, Urteil vom 22. September 2011 - 4 A 1052/10 -, ; vgl. zur Berücksichtigung künftiger Entwicklungen: BVerwG, Urteil vom 16. Juli 1965 - IV C 30.65 -, .

    Der Einfluss von Windenergieanlagen auf die sichere, geordnete und flüssige Abwicklung des An- und Abflugverkehrs auch eines militärischen Flughafens muss daher gerichtlich voll überprüfbar sein, vgl. zur Verneinung eines Beurteilungsspielraums: VG Hannover, Urteil vom 22. September 2011 - 4 A 1052/10 -, ; Weiss , a.a.O., NVwZ 2013, 18; Wysk , a.a.O., § 18a Rdnr. 3; vgl. zur Bejahung eines Beurteilungsspielraums: (für Grenzfälle der Störung von Navigationsanlagen , in denen mehrere Lösungen wissenschaftlich vertreten werden) VG Schleswig, Urteil vom 16. Februar 2012 - 6 A 107/11 - (unveröffentlicht); (für den militärischen Tiefflugbetrieb): BVerwG, Beschluss vom 5. September 2006 - 4 B 58.06 - und Urteil vom 14. Dezember 1994 - 11 C 18.93 - Bayerischer Verwaltungsgerichtshof (BayVGH), Beschluss vom 16. Dezember 2009 - 22 ZB 09.380 - sowie im Anschluss an diese Entscheidung: Kämper , a.a.O., § 30 Rdnr. 52.

  • VG Frankfurt/Main, 08.10.2014 - 8 K 3509/13

    Störung einer Flugsicherungseinrichtung durch Windkraftanlagen

    Die Entscheidung nach § 18 a Abs. 1 Satz 2 LuftVG ist, wie sich insbesondere aus dem Wortlaut von § 18 Abs. 1 Satz 3 LuftVG ergibt, ein unselbständiger Mitwirkungsakt in einem gestuften Verwaltungsverfahren ohne Außenwirkung, gegen den gemäß § 44 a Satz 1 Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) Rechtsbehelfe nur gleichzeitig mit der Sachentscheidung - hier der Versagung der beantragten immissionsschutzrechtlichen Genehmigung - geltend gemacht werden können (vgl. VG Düsseldorf, Urteil vom 24.07.2014 - 11 K 3648/12 - VG Hannover, Urteil vom 22.09.2011 - 4 A 1052/10 - VG Schleswig, Urteil vom 16.02.2012 - 6 A 107/11 -).

    Somit liegt eine nicht mehr hinnehmbare Beeinflussung und damit eine Störung einer Flugsicherungsanlage im Sinne von § 18 a Abs. 1 Satz 1 LuftVG vor, wenn mit dem zuvor genannten Wahrscheinlichkeitsmaßstab davon auszugehen ist, dass die in den einschlägigen ICAO-Dokumenten bestimmten oder daraus bestimmbaren Toleranzwerte überschritten werden (vgl. VG Düsseldorf, Urteil v. 24.07.2014 - 11 K 3648/12 - VG Stade, Beschluss vom 27.01.2014 - 1 B 3181/13 - VG Schleswig, Urteil vom 16.02.2012 - 6 A 107/11 - VG Hannover, Urteil v. 22.09.2011 - 4 A 1052/10 - Grabherr/Reidt/Wysk, LuftVG § 18 a Rdr. 9 ff.; a. A. VG Oldenburg, Beschluss v. 05.02.2014 - 5 B 6430/13 - VG Aachen, Urteil v. 24.07.2013 - 6 K 248/09 -).

    Der Beigeladenen zu 1) steht hierbei im Rahmen der Entscheidung nach § 18 a Abs. 1 Satz 1 und 2 LuftVG, ob nachteilige, nicht hinnehmbare Beeinflussungen einer Flugsicherungseinrichtung zu erwarten sind, ein Beurteilungsspielraum zu, der gerichtlich nur eingeschränkt überprüfbar ist (vgl. VG Schleswig, Urteil v. 16.02.2012 - 6 A 107/11 - VG Düsseldorf, Urteil v. 24.07.2014 - 11 K 3648/12 - a. A. VG Oldenburg, Beschluss v. 05.02.2014 - 5 B 6430/13 - VG Aachen, Urteil v. 24.07.2013 - 6 K 248/09 - VG Hannover, Urteil v. 22.09.2011 - 4 A 1052/10 und Beschluss v. 21.12.2010 - 12 B 3465/10 -).

  • VG Trier, 18.01.2016 - 6 K 1674/15

    Genehmigung einer Windkraftanlage unter Missachtung einer Entscheidung des

    Er trägt vor, dem streitgegenständlichen Bescheid sei der Beschluss des Verwaltungsgerichts Oldenburg vom 05. Februar 2014 - 5 B 6430/13 - sowie das Urteil des Verwaltungsgerichts Hannover vom 22. September 2011 - 4 A 1052/10 - zugrunde gelegt worden.

    Bei der hier zugrundeliegenden Entscheidung des Bundesaufsichtsamtes für Flugsicherung handelt es sich gerade nicht um eine Maßnahme mit unmittelbarer Rechtswirkung nach außen, mithin nicht um einen Verwaltungsakt i.S.d. § 35 S. 1 VwVfG (vgl. OVG Lüneburg a.a.O., juris-Rn. 18 f.; VG Frankfurt, Urteil vom 8. Oktober 2014 - 8 K 3509/13 -, juris-Rn. 37; VG Düsseldorf a.a.O., juris-Rn. 33; VG Schleswig, Urteil vom 16. Februar 2012 - 6 A 107/11 -, juris-Rn. 28; VG Hannover, Urteil vom 22. September 2011 - 4 A 1052/10 -, juris-Rn. 59; Meyer/Wysk, a.a.O., Rn. 35; Giemulla a.a.O., Rn. 4 a.E.; a.A.: Hendler, ZNER 2015, 501, 502), sodass eine die Entscheidung nach § 18a Abs. 1 S. 2 LuftVG konzentrierende Wirkung der Genehmigung des Beklagten nach § 13 BImSchG ausscheidet.

  • VG Magdeburg, 30.11.2017 - 4 A 297/14

    Windenenergieanlage stört Flugsicherungseinrichtung bei Magdeburg

    Der Alignmentfehler wiederum setzt sich zusammen aus dem Nordausrichtungsfehler und dem Anlagenfehler, also der Ungenauigkeit der Anlage selbst (zum Vorstehenden: VG Hannover, U. v. 22.09.2011 - 4 A 1052/10 -, juris).
  • VG Hannover, 30.08.2012 - 12 A 1642/11

    Immissionsschutzrechtlicher Vorbescheid für die Errichtung einer

    Vielmehr muss auch die vom Rotor überstrichene Fläche die äußeren Grenzen der Vorrangfläche einhalten (vgl. BVerwG, Urt. v. 21.10.2004 - 4 C 3/04 -, juris Rdnr. 40; VG Hannover, Urt. v. 22.09.2011 - 4 A 1052/10 -, juris).
  • VG Halle, 14.04.2015 - 2 A 11/15

    Störwirkung nach § 18 a Abs. 1 S. 1 LuftVG

    Für die Frage der hinreichenden Wahrscheinlichkeit einer Störung im Sinne von § 18 a LuftVG kann auf das Abkommen über die internationale Zivilluftfahrt (ICAO-Abkommen) vom 07. Dezember 1944 zurückgegriffen werden (vgl. Urteil des VG Hannover vom 22.09.2011, Az.: 4 A 1052/10, Blatt 174 ff. der Gerichtsakte).
  • VG Halle, 14.04.2015 - 2 A 8/15

    Störwirkung von Windkraftanlagen

  • VG Schleswig, 16.02.2012 - 6 A 107/11
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