Rechtsprechung
   BVerwG, 27.06.2017 - 4 C 3.16   

Sie müssen eingeloggt sein, um diese Funktion zu nutzen.

Sie haben noch kein Nutzerkonto? In weniger als einer Minute ist es eingerichtet und Sie können sofort diese und weitere kostenlose Zusatzfunktionen nutzen.

| | Was ist die Merkfunktion?
Ablegen in
Benachrichtigen, wenn:




 
Alle auswählen
 

Zitiervorschläge

https://dejure.org/2017,29423
BVerwG, 27.06.2017 - 4 C 3.16 (https://dejure.org/2017,29423)
BVerwG, Entscheidung vom 27.06.2017 - 4 C 3.16 (https://dejure.org/2017,29423)
BVerwG, Entscheidung vom 27. Juni 2017 - 4 C 3.16 (https://dejure.org/2017,29423)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2017,29423) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.

Volltextveröffentlichungen (8)

  • Bundesverwaltungsgericht

    VwGO § 101 Abs. 2, § 125 Abs. 1 Satz 1, § 137 Abs. 1 und 2, § 141 Satz 1, § 144 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2
    Außenbereich; privilegiertes Vorhaben; Baugenehmigung; Nachbarklage; Ferkelaufzuchtstall; schädliche Umwelteinwirkungen; Immissionsschutz; Geruchsbelästigungen; Vorbelastung (erheblich); Jahresstunden; Situationsverbesserung; Gebot der Rücksichtnahme; nicht genehmigungsbedürftige Anlage; Aufklärung; Zurückverweisung.

  • rechtsprechung-im-internet.de

    § 35 Abs 3 S 1 Nr 3 BauGB, § 22 Abs 1 BImSchG, GImRL ND
    Errichtung eines privilegierten Bauvorhabens im durch Geruchsimmissionen erheblich vorbelasteten Außenbereich; Normativität der Geruchsimmissionsrichtlinie (GIRL)

  • Wolters Kluwer

    Errichtung eines Ferkelaufzuchtstalles in einem durch landwirtschaftliche Geruchsimmissionen vorbelasteten Gebiet; Immissionsschutzrechtlich nicht genehmigungsbedürftiges priviligiertes Vorhaben; Nachteilige Wirkungen eines Außenbereichsvorhabens; Beurteilung der Zumutbarkeit der von Schweineställen verursachten Gerüche

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Außenbereich; privilegiertes Vorhaben; Baugenehmigung; Nachbarklage; Ferkelaufzuchtstall; schädliche Umwelteinwirkungen; Immissionsschutz; Geruchsbelästigungen; Vorbelastung (erheblich); Jahresstunden; Situationsverbesserung; Gebot der Rücksichtnahme; nicht genehmigungsbedürftige Anlage; Aufklärung; Zurückverweisung

  • rechtsportal.de

    Errichtung eines Ferkelaufzuchtstalles in einem durch landwirtschaftliche Geruchsimmissionen vorbelasteten Gebiet; Immissionsschutzrechtlich nicht genehmigungsbedürftiges priviligiertes Vorhaben; Nachteilige Wirkungen eines Außenbereichsvorhabens; Beurteilung der Zumutbarkeit der von Schweineställen verursachten Gerüche

  • datenbank.nwb.de

    Errichtung eines privilegierten Bauvorhabens im durch Geruchsimmissionen erheblich vorbelasteten Außenbereich; Normativität der Geruchsimmissionsrichtlinie (GIRL)

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Ferkelaufzuchtstall in Ortsrandlage zulässig?

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • rechtstipp24.de (Kurzinformation)

    Zulässigkeit eines Vorhabens auch bei Überschreitung von Grenzwerten - rechtliche Auswirkungen von Vorbelastungen

Besprechungen u.ä.

  • Ruhr-Universität Bochum (Entscheidungsbesprechung)

    Errichtung eines Ferkelaufzuchtstalles im Außenbereich: Das Gebot der Rücksichtnahme und die richtige Anwendung der Geruchsimmissions-Richtlinie

Sonstiges

  • Bundesverwaltungsgericht PDF, S. 52 (Verfahrensmitteilung)

    Nachbarschutz gegen den Neubau eines Ferkel-Aufzuchtstalles in einem schon über den Werten der GIRL vorbelasteten Gebiet, wenn die mit dem Neubau einhergehenden Maßnahmen insgesamt zu einer Verringerung der Geruchsbelastung führen

Hinweis zu den Links:
Zu grauen Einträgen liegen derzeit keine weiteren Informationen vor. Sie können diese Links aber nutzen, um die Einträge beispielsweise in Ihre Merkliste aufzunehmen.

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • BVerwGE 159, 187
  • NVwZ 2018, 509
  • DÖV 2017, 922
  • BauR 2017, 1978
  • BauR 2017, 2043
  • ZfBR 2017, 791
 
Sortierung



Kontextvorschau





Hinweis: Klicken Sie auf das Sprechblasensymbol, um eine Kontextvorschau im Fließtext zu sehen. Um alle zu sehen, genügt ein Doppelklick.

Wird zitiert von ... (47)

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 21.09.2018 - 2 A 669/17

    Klage eines Nachbarn gegen einen erteilten Bauvorbescheid zur Errichtung eines

    Im Hinblick auf die hier in Rede stehende Frage einer Rücksichtslosigkeit wegen unzumutbarer Geruchsbelastungen im Außenbereich, zur systematischen Verortung vgl. insbesondere BVerwG, Urteil vom 27. Juni 2017 - 4 C 3.16 -, BauR 2017, 1978 = juris Rn. 12 f., gilt Folgendes:.

    vgl. BVerwG, Urteile vom 27. Juni 2017 - 4 C 3.16 -, BauR 2017, 1978 = juris Rn. 12, und vom 21. Dezember 2011 - 4 C 12.10 -, BVerwGE 141, 293 Rn. 22.

    vgl. BVerwG, vom 27. Juni 2017 - 4 C 3.16 -, BauR 2017, 1978 = juris Rn. 12, und Beschluss vom 2. August 2005 - 4 B 41.05 -, BauR 2005, 1900 = juris Rn. 3.

    vgl. BVerwG, Urteile vom 27. Juni 2017 - 4 C 3.16 -, BauR 2017, 1978 = juris Rn. 12, und vom 21. Dezember 2011 - 4 C 12.10 -, BVerwGE 141, 293 Rn. 22, sowie Beschluss vom 7. Mai 2007 - 4 B 5.07 -, BauR 2007, 1454 = juris Rn. 4; OVG NRW, Urteil vom 20. September 2007 - 7 A 1434/06 -, BauR 2008, 71 = juris Rn. 55 ff., sowie Beschlüsse vom 24. Juni 2004 - 21 A 4130/01 -, NVwZ 2004, 1259 = juris Rn. 9 ff., vom 14. März 2008 - 8 B 34/08 -, juris Rn. 12, und vom 21. September 2012 - 8 B 762/11 -, NWVBl. 2013, 177 = juris Rn. 30; Nds. OVG, Urteil vom 12. November 2008 - 12 LB 17/07 -, juris Rn. 42, und Beschluss vom 14. Februar 2011 - 12 LA 8/09 -, NVwZ-RR 2011, 397 = juris Rn. 13.

    BVerwG, Urteil vom 27. Juni 2017 - 4 C 3.16 -, BauR 2017, 1978 = juris Rn. 12, und Beschluss vom 17. Juli 2003 - 4 B 55.03 -, juris Rn. 8.

    vgl. BVerwG, Urteile vom 14. Dezember 1979 - 4 C 10.77 -, BVerwGE 59, 253, vom 22. März 1985 - 4 C 63.80 -, BVerwGE 71, 150, vom 22. Mai 1987 - 4 C 33-35.83 -, BVerwGE 77, 285, vom 23. Mai 1991 - 7 C 19.90 -, BVerwGE 88, 210 = juris Rn. 10, vom 21. Dezember 2010 - 7 A 14.09 -, juris Rn. 28 ff., vom 29. November 2012 - 4 C 8.11 - BVerwGE 145, 145 Rn. 16, und vom 27. Juni 2017 - 4 C 3.16 -, BauR 2017, 1978 = juris Rn. 13.

    vgl. BVerwG, Urteile vom 22. Juni 1990 - 4 C 6.87 -, Buchholz 406.11 § 35 BauGB Nr. 261, vom 29. Januar 1991 - 4 C 51.89 -, BVerwGE 87, 332, und vom 23. Mai 1991 - 7 C 19.90 -, BVerwGE 88, 210, und vom 27. Juni 2017 - 4 C 3.16 -, BauR 2017, 1978 = juris Rn. 13.

  • VGH Baden-Württemberg, 12.10.2017 - 3 S 1457/17

    Zur Anwendbarkeit von Nr. 3.3 Geruchsimmissions-Richtlinie (GIRL) in Fällen hoher

    Drittschützende Wirkung entfaltet lediglich das in § 35 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 BauGB enthaltene Gebot der Rücksichtnahme (vgl. BVerwG, Urt. v. 27.6.2017 - 4 C 3.16 - juris Rn. 11; Beschl. v. 28.7.1999 - 4 B 38.99 - ZfBR 1999, 351 = juris Rn. 6; Urt. v. 21.1.1983 - 4 C 59.79 - BauR 1983, 143 = juris Rn. 13).

    aa) Bei Außenbereichsvorhaben hat das Gebot der Rücksichtnahme in Bezug auf "schädliche Umwelteinwirkungen" in § 35 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 BauGB eine ausdrückliche Regelung erfahren; im Übrigen ist es, soweit es nicht um (schädliche) Immissionen geht, sondern um sonstige nachteilige Wirkungen eines Außenbereichsvorhabens, ein ungeschriebener öffentlicher Belang im Sinne von § 35 Abs. 3 Satz 1 BauGB (vgl. BVerwG, Urt. v. 27.6.2017 - 4 C 3.16 - juris Rn. 11 m.w.N.).

    Die Vorschrift verweist auf die Begriffsbestimmung der schädlichen Umwelteinwirkung in § 3 Abs. 1 BImSchG (vgl. BVerwG, Urt. v. 27.6.2017 - 4 C 3.16 - juris Rn. 12; Beschl. v. 2.8.2005 - 4 B 41.05 - ZfBR 2005, 806 = juris Rn. 3; Urt. v. 25.2.1977 - 4 C 22.75 - BVerwGE 52, 122 = juris Rn. 22), worunter auch Geruchsimmissionen fallen, die nach Art, Ausmaß oder Dauer geeignet sind, erhebliche Belästigungen für die Allgemeinheit oder die Nachbarschaft herbeizuführen (vgl. BVerwG, Urt. v. 27.6.2017 - 4 C 3.16 - juris Rn. 12; Urt. v. 21.12.2011 - 4 C 12.10 - BVerwGE 141, 293 = juris Rn. 22).

    Der Schutz vor Immissionen im Bauplanungsrecht über § 35 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 BauGB ist dabei kein anderer und fällt nicht geringer aus als der Schutz vor Immissionen nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (vgl. BVerwG, Urt. v. 27.6.2017 - 4 C 3.16 - juris Rn. 12 m.w.N.).

    So hat auch das Bundesverwaltungsgericht jüngst festgestellt, dass in einem erheblich vorbelasteten Gebiet ein weiteres emittierendes Vorhaben zugelassen werden kann, sofern - neben weiteren Voraussetzungen - die Vorbelastung die Grenze zur Gesundheitsgefahr noch nicht überschritten hat (vgl. BVerwG, Urt. v. 27.6.2017 - 4 C 3.16 - juris Rn. 13).

  • VGH Bayern, 21.08.2018 - 15 ZB 17.1890

    Zur Zumutbarkeit einer Geruchsbelastung

    Hinsichtlich der von der Klägerin im Berufungszulassungsverfahren nur noch geltend gemachten Geruchsbelastung ist insofern als bauplanungsrechtlicher Maßstab auf das Gebot der Rücksichtnahme abzustellen, das für die Beurteilung von Außenbereichsvorhaben - wie hier das Vorhaben des Beigeladenen - in § 35 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 BauGB verankert ist (vgl. BVerwG, U.v. 27.6.2017 - 4 C 3.16 - BVerwGE 159, 187 = juris Rn. 11; BayVGH, U.v. 10.5.2016 - 2 B 16.231 - juris Rn. 26).

    In der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofs ist geklärt, dass zur Beantwortung der Frage, ob eine Geruchsbelastung zumutbar oder unzumutbar ist, die GIRL zwar nicht rechtssatzartig, insbesondere nicht im Sinne einer Grenzwertregelung (vgl. BVerwG, U.v. 27.6.2017 - 4 C 3.16 - BVerwGE 159, 187 = juris Rn. 15; B.v. 9.4.2018 - 4 BN 10.18 - juris Rn. 7, 14; B.v. 9.4.2018 - 4 BN 11.18 - juris Rn. 7, 14; BayVGH, B.v. 7.10.2015 - 15 ZB 14.2115 - juris Rn. 16; OVG NRW, B.v. 8.2.2017 - 10 B 1176/16.NE - juris Rn. 19), im Einzelfall aber als Orientierungshilfe herangezogen werden kann, auch wenn sie in Bayern nicht als Verwaltungsvorschrift eingeführt wurde (BayVGH, U.v. 19.2.2014 - 8 A 11.40040 u.a. - BayVBl 2016, 155 = juris Rn. 536; B.v. 3.2.2014 - 1 NE 13.2508 - juris Rn. 10; B.v. 27.3.2014 - 22 ZB 13.692 - juris Rn. 9 ff.; B.v. 16.7.2014 - 15 CS 13.1910 - juris Rn. 17 ff.; B.v. 12.10.2015 - 2 CS 15.1601 - juris Rn. 5; B.v. 3.5.2016 - 15 CS 15.1576 - UPR 2017, 32 = juris Rn. 13; U.v. 10.5.2016 - 2 B 16.231 - juris Rn. 27; B.v. 26.7.2016 - 2 B 15.2392 - juris Rn. 45; B.v. 4.5.2018 - 15 NE 18.382 - juris Rn. 47; B.v. 9.8.2018 - 15 CS 18.1285 - noch unveröffentlicht; ebenso für andere Bundesländer: OVG NRW, U.v. 21.3.2017 - 8 A 1105/15 - juris Rn. 80 ff.; OVG Sachsen-Anhalt, U.v. 24.03.2015 - 2 L 184/10 - juris Rn. 95; B.v. 18.4.2016 - 2 M 89/15 - juris Rn. 12; U.v. 21.9.2016 - 2 L 98/13 - BauR 2017, 229 = juris Rn. 99; VGH BW, U.v. 12.10.2017 - 3 S 1457/17 - ZfBR 2018, 171 = juris Rn. 30; OVG Schlesw.-Holst., B.v. 4.8.2016 - 1 MB 21/15 - juris Rn. 20).

    Das gilt hiernach jedenfalls solange, als nicht die Grenze zur Gesundheitsgefahr überschritten wird (VGH BW, U.v. 12.10.2017 a.a.O. Rn. 39, unter Rekurs auf BVerwG, U.v. 27.6.2017 - 4 C 3.16 - BVerwGE 159, 187 = juris Rn. 13).

    Denn soweit in einem vorbelasteten Gebiet ein weiteres emittierendes Vorhaben zugelassen wird, ist das unter dem Gesichtspunkt des Rücksichtnahmegebots jedenfalls dann grundsätzlich möglich, wenn hierdurch die vorhandene Immissionssituation verbessert oder aber zumindest nicht verschlechtert wird (vgl. BVerwG, U.v. 27.6.2017 - 4 C 3.16 - BVerwGE 159, 187 = juris Rn. 13 m.w.N.).

    Es ist, jedenfalls sofern - wie hier (vgl. vgl. BVerwG, U.v. 27.6.2017 - 4 C 3.16 - BVerwGE 159, 187 = juris Rn. 13, s.o.) - Anlass besteht, an der Entscheidungserheblichkeit einer gerügten Unrichtigkeit der erstinstanzlichen Entscheidung zu zweifeln, Sache des Rechtsmittelführers, in der Zulassungsbegründung sich hiermit zu befassen und darzulegen, d.h. unter Durchdringung und Aufarbeitung des Streitstoffs sich substantiiert damit auseinanderzusetzen, warum sich der gerügte Fehler des Erstgerichts im Ergebnis auswirkt.

    Soweit dem Vortrag im Zulassungsverfahren implizit zu entnehmen ist, dass es der Klägerin in der Sache um die Frage geht, ob eine Zusatzbelastung nur nach Würdigung der Gesamtumstände und insbesondere der bereits bestehenden Immissionsbelastung als irrelevant zu qualifizieren ist, sind die diesbezüglichen Fragen durch die bereits oben zitierte Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts im Wesentlichen geklärt (BVerwG, U.v. 19.4.2012 - 4 CN 3.11 - BVerwGE 143, 24 = juris Rn. 16; U.v. 27.6.2017 - 4 C 3.16 - BVerwGE 159, 187 = juris Rn. 13).

    Dies gilt maßgeblich hinsichtlich der Frage, ob die vorhandene Immissionssituation überhaupt verschlechtert wird (vgl. BVerwG, U.v. 27.6.2017 - 4 C 3.16 - BVerwGE 159, 187 = juris Rn. 13 m.w.N.), was nach dem Ergebnis der sachverständigen Begutachtung zur Geruchsgesamtbelastung auf dem klägerischen Grundstück verneint wird (s.o.).

  • BVerwG, 13.03.2019 - 4 B 39.18

    Schutz benachbarter Windenergieanlagen

    Dieser Belang erstreckt sich über die gesetzliche Ausprägung in § 35 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 BauGB hinaus auf Auswirkungen eines Vorhabens, die keine schädlichen Umwelteinwirkungen sind (BVerwG, Beschluss vom 11. Dezember 2006 - 4 B 72.06 - Buchholz 406.11 § 35 BauGB Nr. 374 Rn. 8 und Urteil vom 27. Juni 2017 - 4 C 3.16 - BVerwGE 159, 187 Rn. 11; ebenso für das Zivilrecht Roth, in: Staudinger, BGB, 2016, § 906 BGB Rn. 127 f.).
  • OVG Niedersachsen, 16.11.2017 - 1 KN 54/16

    Zur Geruchsempfindlichkeit eines Krematoriums

    Dem entspricht es, dass die GIRL, die im Übrigen nicht rechtssatzartig, sondern nur als sachverständige Stellungnahme Berücksichtigung finden kann (BVerwG, Urt. v. 21.12.2011 - 4 C 12.10 -, BVerwGE 141, 293 = juris Rn. 22; v. 27.6.2017 - 4 C 3.16 -, juris Rn. 12), für Wohngebiete und andere dauerhaft genutzte Gebiete die Belästigungswirkung nach Maßgabe der über das Jahr betrachteten Häufigkeit von Geruchseinwirkungen bemisst.

    Hierfür hätte die Antragsgegnerin jedoch zum einen den Schutzanspruch der selbst im Außenbereich gelegenen Gaststätte unter Berücksichtigung ihrer Entstehungsgeschichte sowie unter Beantwortung der Frage aufklären müssen, ob nicht die vom Bundesverwaltungsgericht in seinem Urteil vom 27.6.2017 (- 4 C 3.16 -, juris Rn. 13 m.w.N.) dargelegten Grundsätze zur Berücksichtigung einer Vorbelastung bei der Bestimmung der zumutbaren Immissionen hier den Nutzern der Gaststätte die Hinnahme von Immissionen im bis immerhin 2012 bestehenden Umfang auferlegen würden.

    Dem entspricht es, dass die GIRL, die im Übrigen nicht rechtssatzartig, sondern nur als sachverständige Stellungnahme Berücksichtigung finden kann (BVerwG, Urt. v. 21.12.2011 - 4 C 12.10 -, BVerwGE 141, 293 = juris Rn. 22; v. 27.6.2017 - 4 C 3.16 -, juris Rn. 12), für Wohngebiete und andere dauerhaft genutzte Gebiete die Belästigungswirkung nach Maßgabe der über das Jahr betrachteten Häufigkeit von Geruchseinwirkungen bemisst.

    Hierfür hätte die Antragsgegnerin jedoch zum einen den Schutzanspruch der selbst im Außenbereich gelegenen Gaststätte unter Berücksichtigung ihrer Entstehungsgeschichte sowie unter Beantwortung der Frage aufklären müssen, ob nicht die vom Bundesverwaltungsgericht in seinem Urteil vom 27.6.2017 (- 4 C 3.16 -, juris Rn. 13 m.w.N.) dargelegten Grundsätze zur Berücksichtigung einer Vorbelastung bei der Bestimmung der zumutbaren Immissionen hier den Nutzern der Gaststätte die Hinnahme von Immissionen im bis immerhin 2012 bestehenden Umfang auferlegen würden.

  • VGH Baden-Württemberg, 16.10.2018 - 8 S 2368/16

    Normenkontrolle gegen Bebauungsplan, der das Heranrücken von Wohnbebauung an

    Die Geruchsimmissions-Richtlinie (GIRL) hat die Antragsgegnerin zutreffend als nicht strikt bindende Orientierungshilfe eingeordnet (vgl. dazu BVerwG, Urteil vom 27.06.2017 - 4 C 3.16 -, BVerwGE 159, 187; Senatsurteil vom 14.12.2017, a.a.O.; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 12.09.2018, a.a.O., juris Rn. 46; OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 23.11.2017 - 2 A 17.15 -, juris).
  • VG Mainz, 17.01.2018 - 3 K 37/17

    Pferdegeruch im Dorfgebiet ist üblich und hinzunehmen!

    Insoweit kann zur Beurteilung unzumutbarer Immissionen auf den Begriff der schädlichen Umwelteinwirkungen in § 3 Abs. 1 BImSchG zurückgegriffen werden, worunter auch Geruchsimmissionen fallen, die nach Art, Maß oder Dauer geeignet sind, erhebliche Belästigungen für die Allgemeinheit oder die Nachbarschaft herbeizuführen (vgl. BVerwG, Urteil vom 27. Juni 2017 - 4 C 3/16 -, BauR 2017, 1978 = juris Rn. 12).

    Die Zumutbarkeitsgrenze ist auf Grund einer umfassenden Würdigung aller Umstände des Einzelfalls und insbesondere der speziellen Schutzwürdigkeit des jeweiligen Baugebiets zu bestimmen (vgl. BVerwG, Urteile vom 27. Juni 2017, a.a.O. = juris Rn. 12, und vom 21. Dezember 2011 - 4 C 12/10 -, BVerwGE 141, 193 = juris Rn. 22; Beschluss vom 2. August 2005 - 4 B 41/05 -, BauR 2005, 1900 = juris Rn. 3).

    Der Schutz vor Immissionen im Bauplanungsrecht über das in § 34 Abs. 1 BauGB enthaltene Rücksichtnahmegebot ist dabei kein anderer und fällt nicht geringer aus als der Schutz vor Immissionen nach dem Immissionsschutzrecht (vgl. BVerwG, Urteil vom 27. Juni 2017, a.a.O. = juris Rn. 12).

    31 Geht es wie im vorliegenden Fall um von Tieren verursachte Geruchsimmissionen, kann für die Beurteilung von deren Zumutbarkeit als Orientierungshilfe auch auf die Geruchsimmissions-Richtlinie (Feststellung und Beurteilung von Geruchsimmissionen (Geruchsimmissions-Richtlinie - GIRL - ) in der Fassung der Bund/Länderarbeitsgemeinschaft für Immissionsschutz (LAI) vom 29. Februar 2008 und einer Ergänzung vom 10. September 2008) zurückgegriffen werden (vgl. BVerwG, Urteil vom 27. Juni 2017, a a.O = juris Rn. 12 m.w.N.; SächsOVG, Urteil vom 3. September 2015 - 1 A 538/12 -, juris Rn. 21).

    Allerdings verbietet sich dabei jede schematische Anwendung bestimmter Immissionswerte (vgl. BVerwG, Urteil vom 27. Juni 2017, a.a.O. = juris Rn.- 12 m.w.N.; Beschluss vom 17. Juli 2003 - 4 B 55/03 -, BauR 2004, 657 = juris Rn. 8).

  • BVerwG, 05.03.2019 - 7 B 3.18

    Klage des Eigentümers mehrerer polnischer Häfen gegen eine bergrechtliche

    Dies gilt nicht nur für das Baurecht (BVerwG, Urteil vom 27. Juni 2017 - 4 C 3.16 - BVerwGE 159, 187 Rn. 10), sondern in gleicher Weise für das Bergrecht (BVerwG, Urteil vom 16. März 1989 - 4 C 36.85 - BVerwGE 81, 329 ).

    Der Hinweis der Klägerin auf die Rechtslage bei § 35 Abs. 3 Satz 1 BauGB (siehe BVerwG, Urteil vom 27. Juni 2017 - 4 C 3.16 - BVerwGE 159, 187 Rn. 11) geht fehl; denn das Gebot der Rücksichtnahme findet dort seine Grundlage in der Notwendigkeit des Ausgleichs unterschiedlicher Nutzungsinteressen der benachbarten Grundstückseigentümer, die im Bauplanungsrecht zu bewältigen sind.

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 30.01.2018 - 2 D 102/14

    Schutz der Nachbarschaft vor Lärmimmissionen durch die Gewerbebetriebe im

    vgl. zur nur eingeschränkten Anwendbarkeit der GIRL und zu gesteigerten Duldungspflichten bei erheblicher Geruchsvorbelastung: BVerwG, Urteil vom 27. Juni 2017 - 4 C 3.16 -, BauR 2017, 1978 = juris Rn. 15.

    vgl. BVerwG, Urteil vom 27. Juni 2017 - 4 C 3.16 -, juris Rn. 15, und Beschluss vom 5. August 2015 - 4 BN 28.15 -, juris Rn. 5.

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 27.05.2019 - 10 A 1860/17

    Klage eines Grundstücksnachbarn gegen die Erteilung einer Baugenehmigung für die

    vgl. etwa BVerwG, Urteil vom 27. Juni 2017 - 4 C 3.16 -, juris, Rn. 11, Beschluss vom 11. Dezember 2006 - 4 B 72.06 -, juris, Rn. 4, jeweils mit weiteren Nachweisen.
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 23.05.2018 - 4 A 2588/14

    Nachbarklage gegen eine Gaststättenerlaubnis zur Erweiterung der Schank- und

  • BVerwG, 04.12.2018 - 4 B 3.18

    Gefahr erheblicher Geruchsbelästigungen für die Allgemeinheit oder die

  • OVG Berlin-Brandenburg, 03.07.2019 - 11 S 21.19

    Nachträgliche Anordnung gem. § 17 Abs. 1 Satz 2 BImSchG; (keine) Anhörung vor

  • OVG Sachsen, 09.03.2018 - 1 A 552/15

    Baunachbarklage; Gebietserhaltungsanspruch; Rücksichtnahmegebot; Dorfgebiet;

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 24.04.2019 - 2 A 1906/18
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 14.02.2019 - 2 A 2584/14

    Erteilung einer Baugenehmigung für das Vorhaben "Anbau/Erweiterung der

  • VG Hannover, 28.03.2019 - 4 B 5526/18

    Drittwiderspruch gegen immissionsschutzrechtliche Genehmigung eines

  • BVerwG, 09.04.2018 - 4 BN 11.18

    Anwendung der Geruchsimmissions-Richtlinie (GIRL) als Orientierungshilfe

  • BVerwG, 09.04.2018 - 4 BN 10.18

    Anwendung der Geruchsimmissions-Richtlinie (GIRL) als Orientierungshilfe für das

  • VGH Bayern, 09.08.2018 - 15 CS 18.1285

    Nachbarantrag gegen Genehmigung eines Pferdestalles mit Nebenanlagen

  • VG Mainz, 25.04.2018 - 3 K 289/17

    Pferdestall im Außenbereich stört Wohnen am Ortsrand nicht

  • VGH Baden-Württemberg, 12.09.2018 - 3 S 372/18

    Verzicht eines Angrenzers auf Abwehrrecht gegen Bebauungsplan

  • VG Gelsenkirchen, 17.07.2019 - 6 L 952/19

    Außenbereich Außenbereichssatzung Nachbar Nachbarklage Drittschutz Rücksichtnahme

  • VG Düsseldorf, 06.09.2018 - 28 K 9135/16

    Baugenehmigung Nachbar Stallgebäude Rücksichtnahmegebot Pferdezucht Außenbereich

  • VG Hannover, 15.02.2018 - 12 A 7782/17

    Teilaufhebung einer Baugenehmigung

  • VGH Bayern, 03.05.2019 - 9 ZB 16.2615

    Baurechtliche Nachbarklage

  • OVG Sachsen-Anhalt, 08.03.2019 - 2 M 154/18

    Anfechtung einer Bodenabbaugenehmigung

  • BVerwG, 14.09.2017 - 4 B 26.17

    Lärmimmissionen im Außenbereich; Rücksichtnahmegebot und Zumutbarkeit

  • VG Oldenburg, 13.09.2017 - 5 A 654/15

    Immissionsschutzrechtliche Genehmigung (Milchviehstall) - Nachbarklage

  • OVG Mecklenburg-Vorpommern, 10.04.2018 - 3 LB 133/08

    Baugenehmigung von Windenergieanlagen; nachbarliches Klagerecht bei Rüge der

  • OVG Niedersachsen, 26.04.2018 - 12 LA 83/17

    Immissionsschutzrechtliche Genehmigung für zwei Hähnchenmastställe

  • VG Göttingen, 14.09.2017 - 2 A 214/16

    Drittschutz gegen Pferdepaddock im Außenbereich

  • VG Münster, 11.04.2019 - 2 K 4640/17
  • OVG Niedersachsen, 16.08.2018 - 1 LC 180/16

    Zum Abwehranspruch des Landwirts gegen heranrückende Wohnbebauung

  • VG Hannover, 20.07.2018 - 4 A 1590/17

    Aufhebung einer Baugenehmigung

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 29.03.2018 - 2 B 1455/17

    Erfolgsaussichten einer Beschwerde gegen einen ablehnenden Beschluss zur

  • VGH Bayern, 04.02.2019 - 22 ZB 18.1347

    Nachbarklage eines Grundstückseigentümers gegen die immissionsschutzrechtliche

  • VG München, 10.10.2018 - M 9 K 17.3051

    Freizeitlärmrichtlinie, Immissionsrichtwerte, Erteilte Baugenehmigung,

  • VG Würzburg, 18.06.2018 - W 4 S 18.672

    Baurechtliche Nachbarklage

  • VGH Bayern, 10.04.2018 - 9 NE 18.278

    Antragsbefugnis eines Normenkontrollantrages gegen einen Bebauungsplan und

  • VG Ansbach, 04.12.2017 - AN 3 K 16.01498

    Baugenehmigung für Errichtung von zwei Mehrfamilienhäusern

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 20.12.2017 - 8 A 2660/15

    Beurteilung der Erheblichkeit von Geruchsbelastungen einer Biogasanlage;

  • OVG Rheinland-Pfalz, 16.11.2018 - 8 A 10486/18

    Beeinträchtigung von Nachbarrechten durch einen auf dem Außengelände einer

  • VGH Bayern, 08.06.2018 - 9 CS 18.92

    Tekturgenehmigungen zur Errichtung eines weiteren Endlagerbehälters für Gärstoffe

  • VG München, 15.01.2019 - M 9 SN 18.4926

    Verstöße gegen Gebot der Rücksichtnahme

  • VG Würzburg, 19.06.2018 - W 4 S 18.719

    Erteilte Baugenehmigung, Baugenehmigungsbescheid, Baugenehmigungsbehörde,

  • VG München, 10.07.2018 - M 1 K 16.147

    Immissionsschutzrechtliche Genehmigung, Biogasanlage, Beigeladene,

Haben Sie eine Ergänzung? Oder haben Sie einen Fehler gefunden? Schreiben Sie uns.
Neu: Die Merklistenfunktion erreichen Sie nun über das Lesezeichen oben.
Sie können auswählen (Maus oder Pfeiltasten):
(Liste aufgrund Ihrer bisherigen Eingabe)
Komplette Übersicht