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   OVG Sachsen, 25.02.2003 - 4 D 699/99   

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https://dejure.org/2003,19055
OVG Sachsen, 25.02.2003 - 4 D 699/99 (https://dejure.org/2003,19055)
OVG Sachsen, Entscheidung vom 25.02.2003 - 4 D 699/99 (https://dejure.org/2003,19055)
OVG Sachsen, Entscheidung vom 25. Februar 2003 - 4 D 699/99 (https://dejure.org/2003,19055)
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Volltextveröffentlichungen (4)

  • Justiz Sachsen

    SächsGemO § 2 Abs. 1, § 10, § 14

  • Judicialis

    Öffentliche Einrichtung, Anschluss- und Benutzungszwang, Fernwärmeversorgung

  • Jurion(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)

    Nichtigkeit der Anordnung eines Anschluss- und Benutzungszwangs durch eine Gemeinde an die Fernwärmeversorgung wegen Überschreitung der Grenzen des satzungsgeberischen Ermessens ; Erfordernis der Vorsorge gegen einen Ausfall des privaten Betreibers; Vorliegen einer öffentlichen Einrichtung bei Betrieb durch ein privates Unternehmen

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)



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Wird zitiert von ... (8)  

  • OVG Sachsen, 03.06.2003 - 4 D 373/99

    Anschluss- und Benutzungszwang, Fernwärmeversorgung, Öffentliche Einrichtung

    Dies ist der Fall, wenn die Gemeinde rechtlich in der Lage und tatsächlich bereit ist, die maßgeblichen betrieblichen Entscheidungen eigenverantwortlich zu treffen (Fortführung von SächsOVG, NK-Urteil v. 25.2.2003 - 4 D 699/99 -, SächsVBl. 2003, 143, 146).

    Als Folge des angeordneten Anschluss- und Benutzungszwangs muss die tatsächliche Erfüllung dieses Anspruchs dauerhaft sichergestellt sein (vgl. Normenkontroll-Urteil des Senats v. 25.2.2003, SächsVBl. 2003, 143, 146; Hessischer VGH, Normenkontrollbeschluss vom 25.6.1974, DVB1 1975, 913, 914; VGH Baden-Württemberg, Urt. vom 23.7.1981, VBlBW 1982, 54, 55; Quecke, aaO, G § 14 RdNr. 5).

    Nur unter diesen Voraussetzungen kann davon gesprochen werden, dass die Gemeinde weiterhin die Verantwortung für den Einrichtungsbetrieb trägt, dessen Ausrichtung am öffentlichen Wohl sichergestellt ist und der Betrieb demnach der Gemeinde als öffentliche Einrichtung i.S.v. § 2 Abs. 1, § 10 Abs. 2 SächsGemO zugerechnet werden kann (vgl. NK-Urt. des Senats v. 25.2.2003, aaO; Hessischer VGH, aaO; VGH Baden-Württemberg, Urt. vom 23.9.1980, DVBl. 1981, 220, 222; Urt. vom 11.11.1981 VBlBW 1982, 234, 235; Quecke, aaO, G § 10, RdNr. 33; Schmidt-Jortzig, aaO, RdNr. 740, 741; Tiemann, BayVBl. 1976, 261, 265; Börner, Anschluss- und Benutzungszwang an die Fernwärmeversorgung, S. 17, 18).

    Die geplanten Maßnahmen müssen so beschaffen -sein, dass eine nennenswerte Beeinträchtigung von existenziellen Belangen der Benutzer durch einen Versorgungsausfall nicht ernsthaft zu befürchten ist (vgl. NK-Urt. des Senats v. 25.2.2003, aaO; Börner, aaO, S. 17, 18; Brehm, Benutzungsregelungen gemeindlicher öffentlicher Einrichtungen, S. 266, 272).

    Die Ungültigkeit der Regelungen über den Anschluss- und Benutzungszwang gemäß § 3 und 5 der Fernwärmesatzung vom 19.6.1997 i.d.F.v. 21.5.2001 hat die Ungültigkeit dieser Satzung in ihrer Gesamtheit zur Folge, weil deren übrige Vorschriften ohne wirksamen Anschluss- und Benutzungszwang keinen Sinn ergeben (vgl. NK-Urt. des Senats v. 25.2.2003, aaO; VGH Baden-Württemberg, Urt. v. 11.11.1981, aaO, S. 236).

  • OVG Sachsen, 06.09.2011 - 5 B 205/10

    Abwassergebühren, Privatisierung, wirtschaftliches Eigentum, Kosten

    Die Wahrnehmung von Leistungsfunktionen durch einen privaten Dritten im Bereich von Selbstverwaltungsaufgaben schließt die Existenz einer öffentlichen Einrichtung der Gemeinde somit nicht grundsätzlich aus (vgl. SächsOVG, Beschl. v. 22.11.2002, JbSächsOVG 10, 222 [223 f.]; NK-Urt. v. 25.2.2003, SächsVBl. 2003, 143 [146 f.]; NK-Urt. v. 3.6.2003 - 4 D 373/99 - HessVGH, Beschl. v. 24.6.1974, ESVGH 25, 59 [70]; OVG RP, Urt. v. 9.5.1984, DVBl. 1985, 176 [177]; OVG Schl.-H., Urt. v. 22.10.2003, NordÖR 2004, 152 [153]; Ossenbühl, DVBl. 1973, 289 und 293).

    Doch auch, wenn sie Einrichtungsträgerin bleibt und den Dritten nur in den Betrieb der Einrichtung einschaltet, muss sie insoweit die Verantwortung behalten, damit noch von einer öffentlichen Einrichtung der Gemeinde gesprochen werden kann (vgl. SächsOVG, Beschl. v. 22.11.2002, aaO, S. 223; NK-Urt. v. 25.2.2003, SächsVBl. 2003, 143 [146 f.]; NK-Urt. v. 3.6.2003 - 4 D 373/99 - HessVGH, ebda.; OVG Schl.-H., aaO, S. 153; Quecke, aaO, § 10 RdNr. 33 f.).

    Ohne eigene Verantwortung für den Einrichtungsbetrieb könnte die Gemeinde ferner die gesetzlichen Zulassungsansprüche der nach § 10 Abs. 2, 3 und 5 SächsGemO zur Benutzung der Einrichtung Berechtigten nicht realisieren (vgl. SächsOVG, NK-Urt. v. 25.2.2003, aaO, S. 147; NK-Urt. v. 3.6.2003 - 4 D 373/99 - Stober, Kommunalrecht in der Bundesrepublik Deutschland, 3. Aufl. 1996, S. 236).

    Außerdem ist die Anordnung eines Anschluss- und Benutzungszwangs in Bezug auf eine dem öffentlichen Wohl dienende Einrichtung durch die Gemeinde nach § 14 Abs. 1 SächsGemO im Hinblick auf den darin liegenden Grundrechtseingriff nur gerechtfertigt, wenn sie in der Lage ist, ein dem Anschluss- und Benutzungszwang korrespondierendes Recht der Grundstückseigentümer auf Anschluss und Benutzung der Einrichtung sicherzustellen und deren Betrieb dementsprechend zu steuern (vgl. SächsOVG, NK-Urt. v. 25.2.2003, aaO, S. 146 f.; NK-Urt. v. 3.6.2003 - 4 D 373/99 -).

  • OVG Schleswig-Holstein, 22.10.2003 - 2 KN 5/02

    Feststellung der Nichtigkeit der Vorschriften einer kommunalen Satzung über die

    Entscheidend ist vielmehr, dass die Gemeinde vertraglich oder auf andere Weise so viel Einfluss auf die im Rahmen der Einrichtung zu erbringende Leistung durch den Dritten hat, dass ein allgemeines, fortdauerndes Benutzungsrecht der zu versorgenden Gemeindeeinwohner gesichert ist (Urt. d. Senats v. 20.12.1995, a.a.O.; vgl. auch Sächs. OVG, Urt. v. 25.02.2003 - 4 D 699/99 -, JURIS, m.w.N.).

    Wird aber durch den Anschluss- und Benutzungszwang eine Abhängigkeit der Pflichtigen von der Einrichtung hergestellt, die - wie bei der Wärmeversorgung - existentiell wichtige Lebensbedürfnisse betrifft, verlangt der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz eine dauerhafte Sicherung des Benutzungsrechts (Sächs. OVG, Urt. v. 25.02.2003, a.a.O.).

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 13.03.2018 - 15 A 971/17

    Voraussetzungen für die Rechtmäßigkeit einer Anordnung über einen Anschluss- u.

    vgl. allgemein dazu OVG NRW, Beschluss vom 16. Oktober 2002 - 15 B 1355/02 -, juris Rn. 8; speziell zur Fernwärmeversorgung siehe OVG S.-H., Urteil vom 5. Januar 2005 - 2 LB 62/04 -, juris Rn. 73; Sächs. OVG, Urteile vom 3. Juni 2003 - 4 D 373/99 -, juris Rn. 116 und 119, und vom 25. Februar 2003- 4 D 699/99 -, juris Rn. 73.

    vgl. insoweit zuletzt etwa OVG NRW, Beschluss vom 22. März 2017 - 15 B 286/17- , juris Rn. 13 ff., mit weiteren Nachweisen; außerdem Sächs. OVG, Urteile vom 3. Juni 2003 - 4 D 373/99 -, juris Rn. 121, und vom 25. Februar 2003 - 4 D 699/99 -, juris Rn. 74; Wansleben, in: Held/Winkel/Wansleben, Kommunalverfassungsrecht NRW, Band I, Loseblatt, Stand September 2013, § 8 GO Erl.

    vgl. OVG LSA, Urteil vom 21. Februar 2017 - 4 K 168/14 -, juris Rn. 54 f.; Sächs. OVG, Urteile vom 3. Juni 2003 - 4 D 373/99 -, juris Rn. 123, und vom 25. Februar 2003 - 4 D 699/99 -, juris Rn. 75; Wellmann, in: Rehn/Cronauge/von Lennep/Knirsch, GO NRW, Band I, Loseblatt, Stand März 2015, § 9 Erl.

  • OVG Niedersachsen, 11.12.2012 - 10 ME 130/12

    Voraussetzungen für das Vorliegen einer öffentlichen Einrichtung im Sinne des §

    Vielmehr ist maßgebend, ob die Kommune trotz Übertragung an einen privaten Betreiber weiterhin in der Lage ist, die Zweckbindung der Einrichtung gegenüber der privatrechtlichen Betreibergesellschaft durch Ausübung von Mitwirkungs- und Weisungsrechten durchzusetzen (BVerwG, Beschluss vom 21. Juli 1989 - BVerwG 7 B 184.88 -, DVBl. 1990, 154; Senatsbeschluss vom 10. März 2007 - 10 ME 87/07 -, NVwZ-RR 2007, 363; OVG Sachsen, Urteil vom 25. Februar 2003 - 4 D 699/99 -, juris; Wefelmeier, a.a.O., § 30 Rdnr. 5 unter dem Gesichtspunkt der Öffentlichkeit der Einrichtung).
  • OVG Niedersachsen, 10.03.2007 - 10 ME 87/07

    Überlassung eines Saals für Landesparteitag der NPD

    Voraussetzung eines Anspruchs einer politischen Partei gegen eine Gemeinde auf Überlassung einer kommunalen Einrichtung, die durch eine juristische Person des Privatrechts betrieben wird, ist es, dass die Gemeinde in der Lage ist, die Zweckbindung der Einrichtung gegenüber der privatrechtlichen Gesellschaft durch Ausübung von Mitwirkungs- und Weisungsrechten durchzusetzen (vgl. BVerwG, Beschl. v. 21. Juli 1989 - BVerwG 7 B 184.88 - DVBl. 1990, 154 und juris; Sächsisches OVG, Urt. v. 25. Februar 2003 - 4 D 699/99 -, juris; Wefelmeier in: KVR-NGO, Losebl., § 22 Rdnr. 5).
  • VG Stuttgart, 13.10.2008 - 7 K 3583/08

    Zugang einer Partei zu privatrechtlich betriebener öffentlicher Einrichtung

    Es erscheint bereits fraglich, ob der Betrieb einer der kommunalen Daseinsvorsorge gewidmeten Einrichtung zulässigerweise an eine juristische Person des Privatrechts übertragen werden kann, ohne dass die Gemeinde in der Lage ist, die Zweckbindung der Einrichtung gegenüber der privatrechtlichen Gesellschaft durch Ausübung von Mitwirkungs- und Weisungsrechten durchzusetzen (vgl. dazu etwa Nieders. OVG, Beschluss vom 10.03.2007 - 10 ME 87/07 -, NVwZ-RR 2007, 363 ff.; Sächs. OVG, Urteil vom 25.02.2003 - 4 D 699/99-, juris).
  • VG Weimar, 25.06.2009 - 3 E 753/09

    Kein Anspruch einer Partei auf Zugang zu verpachtetem Gemeindegebäude

    Voraussetzung ist dafür allerdings, dass die Gemeinde in der Lage wäre, die Zweckbindung der Einrichtung gegenüber der privaten Gesellschaft durch Ausübung von Mitwirkungs- und Weisungsrechten durchzusetzen (Nieder sächsisches OVG, Beschluss vom 10.03.2007 - 10 ME 87/07; VG Oldenburg, Beschluss von 24.09.2007 - 1 B 2488/07; auch der BayVGH stellt in einem Beschluss vom 14.01.2008 - 4 CE 08.60 und einem Urteil vom 23.03.1988 - 4 B 86.02336 - BayVBl. 1989, 148 ff. auf die Frage der rechtlichen und tatsächlichen Einwirkungsmöglichkeit ab; vgl. auch Sächsisches OVG, Urteil vom 25.02.2003 - 4 D 699/99 zum Anschluss- und Benutzungszwang).
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