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   OVG Mecklenburg-Vorpommern, 20.04.1994 - 4 K 25/93   

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OVG Mecklenburg-Vorpommern, 20.04.1994 - 4 K 25/93 (https://dejure.org/1994,3685)
OVG Mecklenburg-Vorpommern, Entscheidung vom 20.04.1994 - 4 K 25/93 (https://dejure.org/1994,3685)
OVG Mecklenburg-Vorpommern, Entscheidung vom 20. April 1994 - 4 K 25/93 (https://dejure.org/1994,3685)
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Volltextveröffentlichung

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)

    Biosphärenreservat; Naturschutzgebiet; Landschaftsschutzgebiet; Naturschutzverordnung; Bebauungsplan; Naturschutzbehörde

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • DÖV 1995, 165
 
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Wird zitiert von ... (18)

  • OVG Mecklenburg-Vorpommern, 14.10.2008 - 4 K 25/06

    Erforderlichkeit eines Erörterungstermins oder einer Ergebnismitteilung nach NatG

    Dieser Anhörung kommt im Rahmen des Normsetzungsverfahrens erhebliches Gewicht zu, auch wenn sie im Hinblick auf die Möglichkeit der nachträglichen Kontrolle einer Landschaftsschutzgebietsverordnung durch ein eigenständiges gerichtliches (Normenkontroll-) Verfahren nicht verfassungsrechtlich geboten sein mag (vgl. OVG Greifswald, Urt. v. 20.04.1994 -4 K 25/93 -, RdL 1995, 215, 217).

    Sie verstößt nicht gegen höherrangiges Recht, steht mit den inhaltlichen Anforderungen an die Ausweisung eines Landschaftsschutzgebietes nach den §§ 21, 23 LNatG M-V (in der aktuell geltenden Fassung, vgl. zum insoweit maßgeblichen Zeitpunkt Senatsurteil vom 20.04.1994 - 4 K 25/93 -, LKV 1995, 156 ff, 159/160) in Einklang und hält sich mit ihren Gebietsabgrenzungen und ihren Bestimmungen insbesondere innerhalb der Grenzen einer rechtmäßigen Abwägung.

    Im Hinblick auf die weiteren Voraussetzungen des § 30 Abs. 7 Satz 1 Nr. 2, Satz 2 LNatG M-V gilt Folgendes: Eine zeichnerische Abgrenzungskarte ist vorhanden (vgl. auch § 2 Abs. 2 LSG VO Müritzer Wiesen); dass diese grundsätzliche Bedenken im Hinblick auf die Klarheit der Gebietsabgrenzung wecken könnte, ist weder vorgetragen noch sonst ersichtlich (vgl. hierzu im Übrigen OVG Greifswald, Urt. v. 20.04.1994 - 4 K 25/93 -, RdL 1995, 215, 217 f.).

    Diese müssen nicht detailliert - etwa durch Aufzählung der bedrohten Pflanzenarten und Tierarten - dargelegt werden und alle schützenswerten Belange aufzeigen (vgl. OVG Greifswald, Urt. v. 20.04.1994 - 4 K 25/93 -, a.a.O.; OVG Koblenz, Urt. v. 12.11.1986, NuR 1987, S. 271, 272).

    Die Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet bildet ein Instrument der Gefahrenverhütung und nicht lediglich der Schadensbeseitigung oder- Wiedergutmachung (vgl. zum Ganzen OVG Greifswald, Urt. v. 20.04.1994 - 4 K 25/93 -, RdL 1995, 215, 218; Urt. v. 01.07.1999 - 4 K 21/96 -, RdL 2000, 51, 53; vgl. auch BVerwG, Beschl. vom 16.06.1988 - 4 B 102/88 -, NVwZ 1988, 1020 f.; VGH Mannheim, Beschl. vom 11.01.1995 - 5 S 227/94 -, NuR 1996, 152).

    Ebenso hat der Senat bereits klargestellt, dass der Erlass einer LSG VO nicht erst dann "erforderlich" ist, wenn feststeht, dass alle anderen gesetzlichen Regelungen keinen ausreichenden Schutz gewähren (vgl. OVG Greifswald, Urt. v. 20.04.1994 - 4 K 25/93 -, RdL 1995, 215, 218).

    Die gerichtliche Überprüfung beschränkt sich dabei regelmäßig auf das Abwägungsergebnis (vgl. OVG Greifswald, Urt. v. 20.04.1994 - 4 K 25/93 -, RdL 1995, 215, 218; Urt. v. 01.07.1999 - 4 K 21/96 -, RdL 2000, 51, 53).

    Der staatliche Eingriff muss somit verhältnismäßig und frei von Willkür sein (vgl. zum Ganzen BVerfG, Beschl. v. 18.05.2004 - 2 BvR 2374/99 -, BVerfGE 110, 370; Beschl. v. 19.11.2002 - 2 BvR 329/97 -, BVerfGE 107, 1 - jeweils zitiert nach juris; OVG Greifswald, Urt. v. 20.04.1994 - 4 K 25/93 -, RdL 1995, 215, 220).

    Zu den sonstigen Rechtsvorschriften i.S.v. § 6 Abs. 2 BauGB gehören landesrechtliche Bestimmungen, mithin auch die Regelungen einer Landschaftsschutzverordnung (BVerwG v. 28.11.1988 - 4 B 212/88 -, RdL 1990, 5 - zitiert nach juris; OVG Greifswald, Urt. v. 20.04.1994 - 4 K 25/93 -, RdL 1995, 215, 220).

  • OVG Mecklenburg-Vorpommern, 21.10.2002 - 1 M 126/01

    Untersagungsverfügung, Flächennutzungsplan, Befreiung, Bestandsschutz,

    Er führt aus: Das Grundstück sei aufgrund der Biosphärenreservatsverordnung Südost-Rügen, die an frühere Unterschutzstellungen anknüpfe, und unter Berücksichtigung des Urteils des Oberverwaltungsgerichts Mecklenburg-Vorpommern vom 20. April 1994 in dem Verfahren 4 K 25/93 wirksam unter Schutz gestellt worden.

    Denn die Errichtung von 40 Ferienhäusern ist gemäß § 6 Abs. 1 der Verordnung über die Festsetzung von Naturschutzgebieten und einem Landschaftsschutzgebiet von zentraler Bedeutung mit der Gesamtbezeichnung Biosphärenreservat Südost-Rügen vom 12. September 1990 in der Fassung der Ersten Verordnung zur Änderung der Biosphärenreservatsverordnung vom 20. November 1992 (im Folgenden Biosphärenreservatsverordnung), die mit Ausnahme des § 9 seit dem 03. Oktober 1990 im Range einer Rechtsverordnung weitergilt (vgl. OVG Greifswald, Urteil vom 20.04.1994 - 4 K 25/93 -, LKY 1995, 156), verboten.

    Das erkennende Gericht hat in seinem, die Biosphärenreservatsverordnung betreffenden und rechtskräftig gewordenen (Normenkontroll-)Urteil vom 20. April 1994 (- 4 K 25/93 - a.a.O.) ausgeführt, daß die von der Landschaftsschutzverordnung (Schutzzone III) erfaßten Flächen schutzwürdig und schutzbedürftig waren; auch die Miteinbeziehung bebauter Flächen wurde nicht beanstandet.

    Der von der Stadt P. beschlossene Flächennutzungsplan ist nicht geeignet, die von der ehemaligen DDR als Rechtsverordnung erlassene Biosphärenreservatsverordnung, die nach dem 03. Oktober 1990 im Range einer Rechtsverordnung weitergalt (vgl. OVG Greifswald, Urteil vom 20.04.1994, a.a.O.), - und damit höherrangiges Recht -außer Kraft zu setzen.

  • OVG Berlin-Brandenburg, 16.09.2009 - 11 B 17.08

    Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin; Voranbau von 2000 Douglasien/ha unter

    1.2 Der Ministerrat der früheren DDR war für den Erlass der Biosphärenreservatsverordnung gemäß Art. 6 § 6 Nr. 1 Umweltrahmengesetz zuständig (ebenso OVG Mecklenburg-Vorpommern, Urteil vom 20. April 1994 - 4 K 25/93 -, LKV 1990, 156, NuR 1995, 149, bestätigt durch Beschluss des BVerwG vom 5. Dezember 2007 - 7 B 61/07 - OVG Thüringen, Urteil vom 6. Juni 1997 - 1 KO 570/94 -, NVwZ-RR 1998, 983, NuR 1998, 46, bestätigt durch Beschluss des BVerwG vom 24. Mai 1995 - 4 NB 37/94 -).

    1.7.1 Weder das Umweltrahmengesetz noch das in § 3 Abs. 1 Umweltrahmengesetz für unmittelbar anwendbar erklärte Bundesnaturschutzgesetz noch die gem. § 3 Abs. 1 Satz 3 Umweltrahmengesetz unberührt gebliebenen §§ 10 bis 16 Landeskulturgesetz DDR sowie die Naturschutzverordnung DDR haben eine Beteiligung der Öffentlichkeit vorgeschrieben (vgl. OVG Mecklenburg-Vorpommern, Urteil vom 20. April 1994, a.a.O., bei Juris Rn. 60; OVG Thüringen, Urteil vom 6. Juni 1997, a.a.O., bei Juris Rn. 48).

  • OVG Thüringen, 15.08.2007 - 1 KO 1127/05

    Abfallbeseitigungsrecht; Naturschutzrecht; Feststellungsklage; berechtigtes

    Abzustellen ist darauf, ob die Verordnung in verfahrensrechtlicher Hinsicht den Vorschriften genügt, die zum Zeitpunkt ihres Erlasses in der ehemaligen DDR galten (ThürOVG, Urteil vom 6. Juni 1997, 1 KO 570/94, ThürVBl. 1997 S. 258 - 263 = NVwZ 1998 S. 983 - 986; OVG Mecklenburg-Vorpommern, Urteil vom 20. April 1994, 4 K 25/93, LKV 1994 S. 156 ff.).

    Regelungen, welche wie hier die Nutzung von Grundstücken aus Gründen des Natur- und Landschaftsschutzes beschränken, sind grundsätzlich keine Enteignungen im Sinne des Art. 14 Abs. 3 GG, sondern Bestimmungen von Inhalt und Schranken des Eigentums im Sinne des Art. 14 Abs. 1 Satz 2 GG (ThürOVG, Urteil vom 6. Juni 1997, 1 KO 570/94, a. a. O.; OVG Mecklenburg-Vorpommern, Urteil vom 20. April 1994, 4 K 25/93, LKV 1995 S. 156 ff.).

  • OVG Niedersachsen, 24.08.2001 - 8 KN 41/01

    Landschaftsschutzgebietsverordnung: Heilung von Bekanntmachungsfehlern;

    Landschaftsschutzgebietsverordnungen dürfen daher auch generell formulierte, generalklauselartige Verbotstatbestände enthalten, zumal es praktisch unmöglich ist, alle schädigenden Handlungen in einer Verordnung durch konkrete Verbote zu erfassen (vgl. Louis, § 26 Rn. 7; Blum/Agena/Franke, §§ 24 - 34 Rn. 29; OVG Greifswald, Urt. v. 20.4.1994 - 4 K 25/93 - NuR 1995 S. 149, 153, m.w.N.).
  • OVG Thüringen, 06.06.1997 - 1 KO 570/94

    Bauplanungs-, Bauordnungs- und Städtebauförderungsrecht; Windkraftanlage;

    Maßgebend ist hierbei, ob die Verordnung in verfahrensrechtlicher Hinsicht den Vorschriften genügt, die zum Zeitpunkt ihres Erlasses in der ehemaligen DDR galten (so schon für die Verordnung betr. das Biosphärenreservat Südost-Rügen: OVG Mecklenburg-Vorpommern, U. v. 20.4.1994, LKV 1995, 156, 158).

    Davon kann bei einer Einschränkung der baulichen Ausnutzbarkeit von Grundstücken im Außenbereich (und des Rechts der Gemeinde, den Außenbereich zu überplanen, s. hierzu § 9 Nr. 3 der Verordnung) aber nicht gesprochen werden (vgl. hierzu näher OVG Mecklenburg-Vorpommern, U. v. 20.4.1995, LKV 1995, 156, 163).

  • OVG Schleswig-Holstein, 31.01.1997 - 1 K 7/95

    Naturschutzgebiet; Schutzzweck; Schutzwürdikeit; Schutzbedürftigkeit

    Nur besonders gravierende und evidente Verstöße gegen Ermessensgrundsätze wie die Berücksichtigung offensichtlich unsachgemäßer Erwägungen, die Mißachtung des Gleichheitsgrundsatzes oder eine Verletzung des Übermaßverbotes führen zur Nichtigkeit einer Schutzgebietsverordnung (vgl. hierzu Louis, Wirksamkeitsvoraussetzungen und Regelungsinhalte naturschutzrechtlicher Verordnungen, DVBl. 1990, 800; siehe zur eingeschränkten Überprüfbarkeit auch OVG Mecklenburg-Vorpommern, Urt. v. 20.04.1994 - 4 K 25/93 -, BRS 56 Nr. 231).
  • OVG Mecklenburg-Vorpommern, 18.09.2003 - 1 L 279/01

    Umweltrecht - Ist bauuntersagende naturschutzrechtliche Verfügung rechtmäßig?

    Die Biosphärenreservatsverordnung sei nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Greifswald vom 20. April 1994 - 4 K 25/93 - wirksam.

    Bereits im Normenkontrollurteil vom 20. April 1994 (- 4 K 25/93 -, ZUR 1995, 41 = LKV 1995, 156 = NUR 1995, 149 = RdL 195, 215 = SächsVBl. 1995, 232 = BRS 56 Nr. 231) hat der Senat entschieden, dass die Biosphärenreservatsverordnung nach dem 03. Oktober 1990 im Rang einer Rechtsverordnung weitergilt.

  • OVG Niedersachsen, 15.09.2005 - 8 KN 72/02

    Wirksame Verkündung einer Landschaftsschutzgebietsverordnung mit Karte als Anlage

    Im maßgeblichen (vgl. OVG Greifswald, Urt. v. 20.4.1994 - 4 K 25/93 -, NuR 1995, 149 ff.) Zeitpunkt der Veröffentlichung der LSG-VO, d.h. im Mai 2000, galt § 30 Abs. 5 NNatG in der Fassung vom 11. April 1994, zuletzt geändert durch Gesetz vom 11. Februar 1998 (Nds. GVBl. S. 86) - NNatG a.F -.
  • OVG Mecklenburg-Vorpommern, 15.06.2004 - 1 M 121/04

    Erfordernis des Einschreitens der Naturschutzbehörde; Einstufung der

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  • OVG Berlin-Brandenburg, 04.04.2017 - 11 B 3.16

    Notwendigkeit einer Befreiung für die Erstaufforstung mit Standort heimischen

  • OVG Mecklenburg-Vorpommern, 01.07.1999 - 4 K 21/96

    Formeller Fehler; Sachverhaltsangabe; Rüge; Landschaftsschutzgebiet

  • VG Halle, 25.05.2005 - 2 A 5/05
  • VG Dessau, 06.04.2001 - 2 A 424/98
  • OVG Schleswig-Holstein, 10.07.2003 - 1 KN 10/03

    Änderung des Bebauungsplanes durch Schaffung von Flächen für den sozialen

  • VG Frankfurt/Oder, 19.06.2019 - 5 K 494/16

    Naturschutzrecht, Landschaftsschutzrecht einschl. Artenschutzrecht

  • LVerfG Sachsen-Anhalt, 12.12.1997 - LVG 7/97

    Neuentstehung der in seiner Anlage aufgeführten Regelungen der früheren Deutschen

  • VG Lüneburg, 25.10.1995 - 7 B 51/95

    Sofortvollzug einer erteilten naturschutzrechtlichen Befreiung; Antragsbefugnis

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