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   AG Saarbrücken, 31.08.2006 - 5 C 152/06   

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https://dejure.org/2006,49303
AG Saarbrücken, 31.08.2006 - 5 C 152/06 (https://dejure.org/2006,49303)
AG Saarbrücken, Entscheidung vom 31.08.2006 - 5 C 152/06 (https://dejure.org/2006,49303)
AG Saarbrücken, Entscheidung vom 31. August 2006 - 5 C 152/06 (https://dejure.org/2006,49303)
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Wird zitiert von ... (2)

  • AG Brandenburg, 04.06.2015 - 34 C 60/14

    Haftung bei psychischen Erkrankungen (hier: posttraumatische Belastungsstörung)

    Es ist dementsprechend eine nach § 286 ZPO erforderliche Überzeugung des Gerichts notwendig, aber keine absolute oder unumstößliche Gewissheit und auch keine "an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit", sondern nur ein für das praktische Leben brauchbaren Grad von Gewissheit, der Zweifeln Schweigen gebietet, demnach der geschädigte Zeuge B... vorliegend die von der Klägerin behaupteten posttraumatischen Belastungsstörung durch den hier streitigen Unfall tatsächlich erlitten hat (BGH, VersR 2008, Seiten 1126 ff.; BGH, NJW 2003, Seite 1116; BGH, Beschluss vom 01.04.2003, Az.: VI ZR 156/02, u.a. in: BeckRS 2014, Nr.: 08125; OLG Frankfurt/Main, ZfSch 2008, Seiten 264 ff.; KG Berlin, KG-Report 2006, Seite 126, KG Berlin, Urteil vom 04.06.2007, Az: 12 U 173/02; OLG München, NZV 2003, Seiten 474 ff. = VersR 2004, Seiten 124 ff.; AG Hagen, NZV 2013, Seite 397; AG Saarbrücken, Urteil vom 31.08.2006, Az.: 5 C 152/06).

    Der Nachweis der haftungs-begründenden Kausalität bei Personenschäden, also der Kausalität der rechtswidrigen Handlung oder des Gefährdungshaftungstatbestandes für eine Gesundheitsschädigung, unterliegt somit der strengen Beweisführung nach § 286 ZPO, während für die haftungs-ausfüllende Kausalität Beweiserleichterungen nach § 287 ZPO gelten (OLG Frankfurt/Main, ZfSch 2008, Seiten 264 ff.; AG Saarbrücken, Urteil vom 31.08.2006, Az.: 5 C 152/06; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 27.08.2010, Az.: 34 C 28/08, u.a. in: NZV 2011,Seite 91 = FD-StrVR 2010, Nr.: 308852 = ADAJUR Dok. Nr. 89643 = "juris" = BeckRS 2010, Nr.: 20776).

    Auch die Frage, ob der Unfall über diese Primärverletzung hinaus auch noch für etwaige weiteren Beschwerden des Geschädigten ursächlich ist, ist erst dann der Maßstab des § 287 ZPO anzulegen (OLG Brandenburg, Urteil vom 25.09.2008, Az.: 12 U 17/08; OLG Brandenburg, Urteil vom 08.03.2007, Az.: 12 U 48/06, Schaden-Praxis 2007, Seite 428; OLG Saarbrücken, Urteil vom 20.01.2004, Az.: 3 U 6/03; OLG Frankfurt/Main, ZfSch 2008, Seiten 264 ff.; OLG Saarbrücken, OLG-Report 2005, Seiten 740 ff.; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 10.09.2003, Az.: 4 U 153/00; OLG Hamm, VersR 1994, Seiten 1322 f.; AG Saarbrücken, Urteil vom 31.08.2006, Az.: 5 C 152/06; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 27.08.2010, Az.: 34 C 28/08, u.a. in: NZV 2011,Seite 91 = FD-StrVR 2010, Nr.: 308852 = ADAJUR Dok.

    Nur Folge-Beschwerden körperlicher und/oder psychischer Art betreffen dann nämlich die haftungsausfüllende Kausalität, so dass erst in einem solchen Fall das erleichterte Beweismaß des § 287 ZPO anzuwenden ist (OLG Brandenburg, Urteil vom 25.09.2008, Az.: 12 U 17/08; OLG Saarbrücken, Urteil vom 28.06.2005, Az: 4 U 236/04; OLG Stuttgart, Urteil vom 19.03.1999, Az: 2 U 150/98; OLG Köln, VersR 1998, Seite 1249; OLG Hamm, NZV 1994, Seite 189; OLG Brandenburg, Urteil vom 08.03.2007, Az: 12 U 48/06; AG Saarbrücken, Urteil vom 31.08.2006, Az.: 5 C 152/06; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 27.08.2010, Az.: 34 C 28/08, u.a. in: NZV 2011,Seite 91 = FD-StrVR 2010, Nr.: 308852 = ADAJUR Dok.Nr. 89643 = "juris" = BeckRS 2010, Nr.: 20776).

  • AG Brandenburg, 27.08.2010 - 34 C 28/08
    Es ist dementsprechend eine nach § 286 ZPO erforderliche Überzeugung des Gerichts notwendig, aber keine absolute oder unumstößliche Gewissheit und auch keine "an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit", sondern nur einen für das praktische Leben brauchbaren Grad von Gewissheit, der Zweifeln Schweigen gebietet, demnach die Zeugin S. hier die behaupteten Verletzungen durch den streitigen Unfall auch tatsächlich erlitten hat ( BGH , VersR 2008, Seiten 1126 ff.; BGH , NJW 2003, Seite 1116; OLG Frankfurt/Main , ZfSch 2008, Seiten 264 ff. = VRR 2008, Seite 282; KG Berlin , KG-Report 2006, Seite 126, KG Berlin , Urt vom 04.06.2007, Az: 12 U 173/02; AG Saarbrücken , Urt vom 31.08.2006, Az.: 5 C 152/06 ).

    Der Nachweis der haftungsbegründenden Kausalität bei Personenschäden, also der Kausalität der rechtswidrigen Handlung oder des Gefährdungshaftungstatbestandes für eine Körperverletzung, unterliegt somit der strengen Beweisführung nach § 286 ZPO, während für die haftungsausfüllende Kausalität Beweiserleichterungen nach § 287 ZPO gelten ( OLG Frankfurt/Main , ZfSch 2008, Seiten 264 ff. = VRR 2008, Seite 282; AG Saarbrücken , Urt vom 31.08.2006, Az.: 5 C 152/06 ).

    Auch die Frage, ob der Unfall über diese Primärverletzung hinaus auch noch für die weiteren Beschwerden der vermeintlich geschädigten Zeugin R. S. ursächlich ist, ist erst dann der Maßstab des § 287 ZPO anzulegen ( OLG Brandenburg , Urt vom 25.09.2008, Az.: 12 U 17/08; OLG Brandenburg , Urt vom 08.03.2007, Az.: 12 U 48/06, Schaden-Praxis 2007, Seite 428; Saarländisches OLG , Urt vom 20.01.2004, Az.: 3 U 6/03; OLG Frankfurt/Main , ZfSch 2008, Seiten 264 ff. = VRR 2008, Seite 282; OLG Saarbrücken , OLG-Report 2005, Seiten 740 ff .; OLG Frankfurt/Main , Urt vom 10.09.2003, Az.: 4 U 153/00; OLG Hamm , VersR 1994, Seiten 1322 f.; AG Saarbrücken , Urt vom 31.08.2006, Az.: 5 C 152/06 ).

    Nur Folgebeschwerden körperlicher und psychischer Art würden dann nämlich die haftungsausfüllende Kausalität betreffen; es wäre also nur in einem solchen Fall das erleichterte Beweismaß des § 287 ZPO anzuwenden ( OLG Brandenburg , Urt vom 25.09.2008, Az.: 12 U 17/08; Saarländisches Oberlandesgericht , Urt vom 28.06.2005, Az: 4 U 236/04; OLG Stuttgart , Urt vom 19.03.1999, Az: 2 U 150/98; OLG Köln , VersR 1998, Seite 1249; OLG Hamm , NZV 1994, Seite 189; OLG Brandenburg , Urt vom 08.03.2007, Az: 12 U 48/06; AG Saarbrücken , Urt vom 31.08.2006, Az.: 5 C 152/06 ).

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