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   BVerwG, 26.10.2017 - 5 C 19.16   

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BVerwG, 26.10.2017 - 5 C 19.16 (https://dejure.org/2017,40664)
BVerwG, Entscheidung vom 26.10.2017 - 5 C 19.16 (https://dejure.org/2017,40664)
BVerwG, Entscheidung vom 26. Januar 2017 - 5 C 19.16 (https://dejure.org/2017,40664)
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Volltextveröffentlichungen (8)

  • Bundesverwaltungsgericht

    GG Art. 3 Abs. 1, Art. 20 Abs. 2 u... nd 3, Art. 28 Abs. 2 Satz 3; HGrG § 6 Abs. 1; SGB I §§ 40, 41; SGB VIII § 2 Abs. 2 Nr. 3 bis 6, § 3 Abs. 1 und 2, § 4 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2, § 5 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Satz 1, § 22 Abs. 1 Satz 1 und 2, § 22a Abs. 3 Satz 1 und 2, § 23 Abs. 1, 2, 2a, 3 Satz 1 und Abs. 4 Satz 2, § 24 Abs. 1 Satz 3, Abs. 2 Satz 1 und 2, Abs. 3 Satz 1 und 2, Abs. 4, 5 Satz 1 und 2, § 36a Abs. 1, 2, 3 Satz 1 Nr. 1 und 3, § 74a Satz 1, §§ 77, 79 Abs. 1, Abs. 2 Satz 1 Nr. 1, § 80 Abs. 1 Nr. 2 und 3, Abs. 2 Nr. 1 und 2, § 90 Abs. 3 Satz 1, Abs. 4 Satz 1; SGB XII §§ 82, 83, 84, 85, 87, 88, 92a; VwGO § 108 Abs. 1 Satz 1, § 137 Abs. 1 Nr. 1 und Abs. 2, § 139 Abs. 3 Satz 4, § 154 Abs. 2, § 173 Abs. 1, § 188 Satz 2 Halbs. 1; ZPO § 560; AGSG Art. 45a
    Abhilfe; Akteninhalt; Aktenwidrigkeit; Alternativanspruch; Analogie; Analogieschluss; Angebot; Angebotsvielfalt; Anknüpfungspunkt; Anmeldefrist; Anspruch; Arbeitsanschrift; Arbeitsform; Arbeitsstätte; Aufschub; Aufwand; Aufwendung; Aufwendungsersatzanspruch; Ausbau; ...

  • rechtsprechung-im-internet.de

    § 24 Abs 2 S 1 SGB 8, § 36a Abs 3 S 1 SGB 8, § 90 Abs 3 S 1 SGB 8, § 79 SGB 8, Art 28 Abs 2 S 3 GG
    Ersatz von Aufwendungen für einen selbstbeschafften Platz in einer Kindertageseinrichtung

  • Landesanwaltschaft Bayern PDF

    § 24 Abs. 1 Satz 3, Abs. 2 Satz 1 und 2, Abs. 3 Satz 1 und 2, Abs. 4, Abs. 5 Satz 1 und 2, § 36a Abs. 3, § 90 Abs. 3 Satz 1 SGB VIII, Art. 45a AGSG
    Kinder- und Jugendhilferecht: Kein Wahlrecht zwischen Kindertageseinrichtung und Tagespflege im Rahmen des § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII | Betreuungsplatz; Tageseinrichtung; Kindertagespflege; Selbstbeschaffung; Wunsch- und Wahlrecht; Kindertagesbetreuung

  • Landesanwaltschaft Bayern PDF (Entscheidungsbesprechung und Volltext)

    § 24 Abs. 1 Satz 3, Abs. 2 Satz 1 und 2, Abs. 3 Satz 1 und 2, Abs. 4, Abs. 5 Satz 1 und 2, § 36a Abs. 3, § 90 Abs. 3 Satz 1 SGB VIII, Art. 45a AGSG
    Kinder- und Jugendhilferecht: Kein Wahlrecht zwischen Kindertageseinrichtung und Tagespflege im Rahmen des § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII | Betreuungsplatz; Tageseinrichtung; Kindertagespflege; Selbstbeschaffung; Wunsch- und Wahlrecht; Kindertagesbetreuung

  • doev.de PDF

    Ersatz von Aufwendungen für einen selbstbeschafften Kita-Platz

  • rewis.io
  • datenbank.nwb.de

    Ersatz von Aufwendungen für einen selbstbeschafften Platz in einer Kindertageseinrichtung

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (11)

  • Bundesverwaltungsgericht (Pressemitteilung)

    Ersatz von Aufwendungen für einen selbstbeschafften Platz in einer Kindertageseinrichtung

  • zeit.de (Pressemeldung, 27.10.2017)

    München muss nicht für Luxus-Kita zahlen

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Der selbstbeschaffte Kita-Platz - und der Aufwendungsersatz

  • lto.de (Kurzinformation)

    Kostenübernahme für Kinderbetreuung: Stadt muss nicht für Privat-Kita zahlen

  • anwaltonline.com (Kurzinformation)

    Selbstbeschaffter Platz in einer Kindertageseinrichtung - wer zahlt?

  • rechtsanwalts-kanzlei-wolfratshausen.de (Kurzinformation)

    Stadt München muss nicht Kosten für Luxus-Kita Platz übernehmen

  • mueller-schell.de (Kurzinformation)

    Ersatz von Aufwendungen für einen selbstbeschafften Platz in einer Kindertageseinrichtung

  • haerlein.de (Kurzinformation)

    Ob und wann welche Aufwendungen für einen selbstbeschafften KITA-Platz

  • rechtstipp24.de (Kurzinformation)

    Stadt München muss für Luxus-Kita zahlen, wenn die Kosten für die Eltern unzumutbar sind

  • dombert.de (Kurzinformation)

    Aufwendungsersatz für selbstbeschafften Kita-Platz

  • tp-presseagentur.de (Kurzinformation)

    Ersatz von Aufwendungen für einen selbstbeschafften Platz in einer Kindertageseinrichtung

Besprechungen u.ä. (2)

  • Landesanwaltschaft Bayern PDF (Entscheidungsbesprechung und Volltext)

    § 24 Abs. 1 Satz 3, Abs. 2 Satz 1 und 2, Abs. 3 Satz 1 und 2, Abs. 4, Abs. 5 Satz 1 und 2, § 36a Abs. 3, § 90 Abs. 3 Satz 1 SGB VIII, Art. 45a AGSG
    Kinder- und Jugendhilferecht: Kein Wahlrecht zwischen Kindertageseinrichtung und Tagespflege im Rahmen des § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII | Betreuungsplatz; Tageseinrichtung; Kindertagespflege; Selbstbeschaffung; Wunsch- und Wahlrecht; Kindertagesbetreuung

  • juris.de PDF, S. 32 (Entscheidungsbesprechung)

    Ersatz von Aufwendungen für einen selbstbeschafften Platz in einer Kindertageseinrichtung

Sonstiges

  • Bundesverwaltungsgericht PDF, S. 55 (Verfahrensmitteilung)

    Erstattung von Aufwendungen für die Unterbringung in einer privaten Kindertagesstätte

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • BVerwGE 160, 212
  • NJW 2018, 1489
  • NZS 2018, 421
  • DVBl 2018, 385
 
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Wird zitiert von ... (68)

  • BSG, 19.06.2018 - B 2 U 2/17 R

    Kein Unfallschutz bei Oma-Enkel-Betreuung

    Dies ergibt sich aus dem Kontext, in den § 23 Abs. 1 SGB VIII gestellt ist, sowie aus § 36a Abs. 3 S 1 Nr. 1 SGB VIII (idF der Neubekanntmachung des SGB VIII vom 14.12.2006, BGBl I 3134) , der auf die dort nicht ausdrücklich geregelte Selbstbeschaffung eines Angebots zur frühkindlichen Förderung analog anzuwenden ist (zu dieser Analogie ausführlich BVerwG vom 12.9.2013 - 5 C 35/12 - BVerwGE 148, 13 RdNr 23 ff und vom 26.10.2017 - 5 C 19/16 - Juris RdNr 11 ff) .

    Der Sachgrund für die Benennungsobliegenheit, die die erziehungsberechtigten Personen bei der Selbstbeschaffung nach § 23 Abs. 1 SGB VIII gegenüber dem Jugendamt trifft, besteht darin, für den qualitätsorientierten Ausbau der Kindertagespflege die fachliche und wirtschaftliche Steuerungskompetenz der Jugendämter zu stärken und gleichzeitig zu verhindern, dass ihr Wächteramt (Art. 6 Abs. 2 S 2 GG, § 1 Abs. 2 S 2 SGB VIII) bzw ihre Entscheidungskompetenzen unterlaufen werden (BT-Drucks 15/3676 S 2 f, 26; BVerwG vom 26.10.2017, aaO, Juris RdNr 14) .

  • VG Mainz, 18.06.2020 - 1 K 381/19

    Kinder- und Jugendhilferecht; Kindergartenrecht

    Der Sekundäranspruch auf Übernahme von Aufwendungen für einen selbstbeschafften Betreuungsplatz in analoger Anwendung des § 36a Abs. 3 Satz 1 SGB VIII gewährt nicht mehr als der Primäranspruch aus § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII (im Anschluss an BVerwG, Urteil vom 26. Oktober 2017 - 5 C 19/16 -, juris Rn. 74).

    Hierzu werde auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 26. Oktober 2017 - 5 C 19.16 - verwiesen.

    Das Bundesverwaltungsgericht habe in seinem Urteil vom 26. Oktober 2017 - 5 C 19.16 - klargestellt, dass für die Erfüllung des Anspruchs aus § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII die Höhe des Teilnahmebeitrags ohne Bedeutung sei.

    Es besteht jedoch insoweit eine planwidrige Regelungslücke, die nach der Recht- sprechung des Bundesverwaltungsgerichts (Urteile vom 26. Oktober 2017 - 5 C 19/16 -, juris Rn. 8 ff., sowie vom 12. September 2013 - 5 C 35/12 -, juris Rn. 17 ff.), der das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz (Urteil vom 28. Mai 2014 - 7 A 10276/14.OVG -, juris Rn. 27) und auch die erkennende Kammer hier folgen, durch die analoge Anwendung des § 36a Abs. 3 SGB VIII zu schließen ist.

    Dabei ist der Analogieschluss auf sämtliche Tatbestandsmerkmale, an die die Bestimmung die Rechtsfolge des Übernahmeanspruchs knüpft, sinngemäß zu erstrecken (vgl. BVerwG, Urteile vom 26. Oktober 2017, a.a.O., juris Rn. 21, sowie vom 12. September 2013, a.a.O., juris Rn. 39).

    Hierzu zählen insbesondere der Zeitpunkt, zu dem der Bedarf entsteht, ein räumlicher Anknüpfungspunkt für die Suche nach einem Betreuungsplatz und der Umfang der täglichen Betreuungszeiten (BVerwG, Urteil vom 26. Oktober 2017 - 5 C 19/16 -, juris Rn. 50).

    Der Umstand, dass die Beklagte dem Kläger den gewünschten Platz in einer Kinderkrippe im Zeitpunkt der Selbstbeschaffung aufgrund fehlender Kapazitäten nicht nachweisen konnte, ist für die Frage des Bestehens des Anspruchs aus § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII unerheblich, da der Anspruch nicht dem Einwand der Kapazitätserschöpfung unterliegt (BVerwG, Urteil vom 26. Oktober 2017 - 5 C 19/16 -, juris Rn. 35).

    Zwar hat das Bundesverwaltungsgericht in seinem Urteil vom 26. Oktober 2017 - 5 C 19/16 - (juris Rn. 27 ff.) entschieden, dass die mit dem Anspruch aus § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII korrespondierende Pflicht des Trägers der öffentlichen Jugendhilfe in einem auf den Einzelfall bezogenen aktiven Tun bestehe und der Rechtsanspruch damit auf den Nachweis eines bedarfsgerechten Betreuungsplatzes gerichtet sei.

    Unterbleibe nach Eintritt der Fälligkeit der Nachweis eines bedarfsgerechten Förderungsangebots, bewirke daher die nachfolgende Selbstbeschaffung eines Betreuungsplatzes nicht die Erfüllung des Anspruchs aus § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII; die Selbstbeschaffung erweise sich als aliud gegenüber dem geschuldeten Nachweis (vgl. BVerwG, Urteil vom 26. Oktober 2017, a.a.O., juris Rn. 27 ff. und 65; vgl. auch BayVGH, Urteil vom 22. Juli 2016 - 12 BV 15.719 -, juris Rn. 28).

    Dies folgt bereits aus dem Umstand, dass sich die Kinderbetreuung, die - trotz Rechtsanspruchs - nicht für den Zeitraum gewährt wird, für den sie begehrt wird, nicht verschieben lässt, sondern für diesen Zeitraum in irreversibler Weise unerfüllt bleibt (vgl. BVerwG, Urteile vom 12. September 2013 - 5 C 35/12 -, juris Rn. 38, sowie vom 26. Oktober 2017 - 5 C 19/16 -, juris Rn. 67).

    Die Inanspruchnahme von Primärrechtsschutz kann nur verlangt werden, wenn durch diese eine rechtzeitige Abhilfe überhaupt erwartet werden kann (vgl. BVerwG, Urteil vom 26. Oktober 2017 - 5 C 19/16 -, juris Rn. 68 [zum Eilrechtsschutz], sowie vom 12. September 2013 - 5 C 35.12 -, juris Rn. 52 [zum Eilrechtsschutz]; OVG RP, Urteil vom 28. Mai 2014 - 7 A 10276/14 -, juris Rn. 33 f. [zum Rechtsschutz in der Hauptsache sowie zum Eilrechtsschutz]).

    Das Bundesverwaltungsgericht hat in seinem Urteil vom 26. Oktober 2017 - 5 C 19/16 - (juris Rn. 74) klargestellt, dass der Sekundäranspruch auf Übernahme von Aufwendungen in analoger Anwendung des § 36a Abs. 3 Satz 1 SGB VIII nicht mehr gewährt als der Primäranspruch.

    Das Bundesverwaltungsgericht hat in seinem Urteil vom 26. Oktober 2017 - 5 C 19/16 - (juris Rn. 37 ff.) jedoch ausgeführt, dass das Recht zur Wahl der konkreten Betreuungsform (sowie der konkreten Einrichtung) einem Kapazitätsvorbehalt unterworfen sei.

    Das Bundesverwaltungsgericht hat in seinem Urteil vom 26. Oktober 2017- 5 C 19/16 - (juris Rn. 44) entschieden, dass der Anspruch aus § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII grundsätzlich unabhängig davon erfüllt werden kann, ob bzw. in welcher Höhe ein freier Träger einer Kindertageseinrichtung von den Eltern einen Kostenbeitrag fordert.

    Weder der Wortlaut des § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII noch die Entstehungsgeschichte der Vorschrift lieferten einen Anhaltspunkt dafür, dass nur solche Plätze nachgewiesen werden dürften, für die ein in der Höhe begrenzter Teilnahmebeitrag zu leisten sei (vgl. BVerwG, Urteil vom 26. Oktober 2017, a.a.O., juris Rn. 45).

    Auch das Bundesverwaltungsgericht hat in seinem Urteil vom 26. Oktober 2017 - 5 C 19/16 - (juris Rn. 46) festgestellt, dass die Höhe des zu entrichtenden Teilnahmebeitrags für den mit § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII verfolgten Zweck von Bedeutung sei und die Erreichung des Zwecks nicht dadurch gefährdet oder gar vereitelt werden dürfe, dass ein nachgewiesener Betreuungsplatz für den Leistungsberechtigten mit unzumutbar hohen Aufwendungen verbunden ist.

    Es sei dem Verfahren nach § 90 Abs. 3 Satz 1 SGB VIII vorbehalten, den Beitragsschuldner vor unzumutbaren finanziellen Belastungen zu bewahren (vgl. BVerwG, Urteil vom 26. Oktober 2017, a.a.O., juris Rn. 47).

    Das Bundesverwaltungsgericht hat jedoch in seinem Urteil vom 26. Oktober 2017 - 5 C 19/16 - (juris Rn. 47) auch festgestellt, dass dem "Gebot, die von § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII insbesondere angestrebte Gewährung einer bestmöglichen Kinderbetreuung nicht durch unzumutbare finanzielle Hürden zu gefährden oder zu vereiteln, [...] bei der Auslegung und Anwendung des § 90 Abs. 3 SGB VIII, den in § 90 Abs. 4 Satz 1 SGB VIII genannten Bestimmungen des Zwölften Buches Sozialgesetzbuches und anderer einschlägiger landesrechtlicher Regelungen mit besonderem Gewicht Rechnung zu tragen" ist.

    Der Nachweis eines Angebotes zur frühkindlichen Förderung in einer Tageseinrichtung oder in Kindertagespflege genügt den Anforderungen des § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII nur, wenn es dem konkret-individuellen Bedarf des anspruchsberechtigten Kindes und seiner Erziehungsberechtigten insbesondere in zeitlicher und räumlicher Hinsicht entspricht (vgl. BVerwG, Urteil vom 26. Oktober 2017 - 5 C 19/16 -, juris Rn. 41).

    Der zeitliche Umfang der Förderung richtet sich gemäß § 24 Abs. 2 Satz 2 SGB III in entsprechender Anwendung des § 24 Abs. 1 Satz 3 SGB VIII nach dem indivuellen Bedarf, wobei der individuelle Bedarf durch die Verhältnisse des anspruchsberechtigten Kindes und seiner Erziehungsberechtigten gekennzeichnet ist (BVerwG, Urteil vom 26. Oktober 2017, a.a.O., juris Rn. 42).

    In örtlicher Hinsicht ist in Anlehnung an § 24 Abs. 1 Satz 3 SGB VIII ein Betreuungsplatz nachzuweisen, der hinsichtlich seiner örtlichen Lage dem individuellen Bedarf entspricht (vgl. BVerwG, Urteil vom 26. Oktober 2017, a.a.O., juris Rn. 43).

    Dies ist der Fall, wenn er von den Eltern und dem Kind in zumutbarer Weise zu erreichen ist, was sich ebenfalls nach den Umständen des konkreten Einzelfalls richtet (vgl. BVerwG, Urteil vom 26. Oktober 2017, a.a.O., juris Rn. 43; OVG RP, Beschluss vom 10. März 2020 - 7 B 10186/20 -, BA S. 3 n.v.).

  • VG Aachen, 31.07.2018 - 8 L 700/18

    Einjähriges Kind hat Anspruch auf einen Kita-Platz, dessen Umfang sich nach dem

    Ihn trifft die unbedingte Pflicht, eine ausreichende Zahl von Betreuungsplätzen selbst zu schaffen oder durch geeignete Dritte - freie Träger der Jugendhilfe, Kommunen oder Tagespflegepersonen - bereitzustellen, Bundesverwaltungsgericht (BVerwG), Urteil vom 26. Oktober 2017 - 5 C 19/16 -, DVBl 2018, 385, ZKJ 2018, 155, NJW 2018, 1489, JAmt 2018, 279, vgl. auch OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 27. April 2018 - OVG 6 S 15.18 -, juris, VGH München, Urteil vom 22. Juli 2016 - 12 BV 15.719 -, juris, Rn. 27.

    Dies bedeutet, dass alleiniger Maßstab der durch die Verhältnisse des anspruchsberechtigten Kindes und seiner Erziehungsberechtigten gekennzeichnete individuelle Bedarf, begrenzt durch das Wohl des zu betreuenden Kindes, ist, BVerwG, Urteil vom 26. Oktober 2017 - 5 C 19/16 -, a. a. O.

    Der Verweis auf eine Kindertagespflege ist erst dann zulässig, wenn die Kapazität in der gewählten Betreuungsform erschöpft gewesen wäre, BVerwG, Urteil vom 26.10.2017 - 5 C 19/16 -, juris, Rn. 36 ff., OVG NRW, Urteil vom 20. April 2016 - 12 A 1262/16-, juris, Rn. 80; Beschluss vom 22. September 2017 - 12 B 1009/17-, juris, Rn. 5 ff; VG B. , Urteil vom 17. Mai 2017 - 8 K 2654/17 -.

  • VGH Hessen, 19.06.2018 - 10 A 2590/16

    Anspruch auf Übernahme eines zwischen den Eltern und der Tagespflegeperson

    Auch das Bundesverwaltungsgericht sieht in § 24 Abs. 1 SGB VIII derzeitige Fassung nur eine objektiv-rechtliche Verpflichtung, die jedoch - anders als § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII derzeitige Fassung - keinen subjektiven Anspruch verleihe (vgl. BVerwG, Urteil vom 26. Oktober 2017 - 5 C 19/16 -, DVBl 2018, 385, juris, Rn. 26).

    Mittlerweile hat auch das Bundesverwaltungsgericht in einem neueren Urteil klargestellt, dass § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII (derzeitige Fassung) kein Recht verleiht, zwischen dem Nachweis eines Betreuungsplatzes in einer Tageseinrichtung oder in Kindertagespflege zu wählen oder zwischen Einrichtungen eines öffentlich-rechtlichen Trägers oder eines privaten Trägers (BVerwG, Urteil vom 26. Oktober 2017, a.a.O., juris Leitsatz 2 und Rn. 37ff.).

    Das Bundesverwaltungsgericht hat sich in seinem Urteil vom 26. Oktober 2017 (a.a.O.) allerdings der Rechtsauffassung der Vorinstanz (Bay. VGH, Urteil vom 22. Juli 2016, a.a.O.) angeschlossen, dass bei unterbliebenem Nachweis eines bedarfsgerechten Förderangebots durch den zuständigen Träger der Jugendhilfe die nachfolgende Selbstbeschaffung eines Betreuungsplatzes nicht die Erfüllung des Anspruchs aus § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII bewirke.

    Die Selbstbeschaffung erweise sich als aliud gegenüber dem geschuldeten Nachweis (BVerwG, Urteil vom 26. Oktober 2017, a.a.O., juris Rn. 65; so auch BVerwG, Beschluss vom 20. Dezember 2017 - 5 B 9/17 -, juris, Rn. 7).

    Auch wenn danach davon auszugehen sein sollte, dass für den Zeitraum ab dem 1. August 2013 der Rechtsanspruch des Klägers auf Förderung in Kindertagespflege durch den Beklagten nicht erfüllt worden wäre - weder durch den Nachweis der Tagespflegeperson X... noch durch die Selbstbeschaffung der Tagespflegeperson Y... - , ließe sich unter Zugrundelegung der Rechtsauffassung des Bundesverwaltungsgerichts in seinem Urteil vom 26. Oktober 2017 (a.a.O.) ein Anspruch auf Gewährung der streitgegenständlichen Leistung nicht ableiten.

    Das Bundesverwaltungsgericht hat in dem genannten Urteil - insofern in Übereinstimmung mit dem Verwaltungsgericht und der von diesem maßgeblich in Bezug genommenen früheren Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts - zwar angenommen, im Falle der Nichterfüllung des Anspruchs aus § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII komme eine analoge Anwendung des § 36a Abs. 3 Satz 1 SGB VIII in Betracht mit der Folge, dass sich ein Anspruch auf Übernahme der Kosten für eine selbstbeschaffte Hilfe (hier in Form eines Betreuungsplatzes in einer Tageseinrichtung oder in Kindertagespflege) ergeben könne (BVerwG, Urteil vom 26. Oktober 2017, a.a.O., juris Rn. 9ff.).

    Es hat aber gleichzeitig klargestellt, dass der Sekundäranspruch auf Übernahme von Aufwendungen in analoger Anwendung des § 36 Abs. 3 Satz 1 SGB VIII nicht mehr gewährt als der Primäranspruch (BVerwG, Urteil vom 26. Oktober 2017, a.a.O., juris Rn. 74) und der Primäranspruch aus § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII nicht auf den Nachweis eines kostenfreien oder auch nur kostengünstigen Betreuungsplatzes gerichtet ist, da die Höhe des Teilnahmebeitrages für die Erfüllung des Anspruchs auf Nachweis aus § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII ohne Bedeutung ist (BVerwG, Urteil vom 26. Oktober 2017, a.a.O., juris Rn. 44ff.).

    Das Bundesverwaltungsgericht hat mittlerweile klargestellt, dass sich allein aus den Regelungen des § 90 Abs. 3 Satz 1 SGB VIII ein Anspruch auf Übernahme entsprechender Teilnahmebeiträge ergeben könnte, während bei dem Nachweis eines Betreuungsplatzes die Höhe des Teilnahmebeitrages nicht in Rechnung zu stellen sei (BVerwG, Urteil vom 26. Oktober 2017, a.a.O., juris Rn. 47; vgl. auch Kepert, a.a.O.).

    Zwar dürften die wesentlichen Rechtsfragen, die sich im Zusammenhang mit der Anwendung des § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII stellen, durch die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts namentlich in seinem Urteil vom 26. Oktober 2017 (a.a.O.) geklärt sein.

  • OVG Berlin-Brandenburg, 22.03.2018 - 6 S 2.18

    Verpflichtung des Landes Berlin zur Bereitstellung von Kita-Plätzen

    Der Anspruch auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder in Kindertagespflege aus § 24 Abs. 2 SGB VIII besteht nicht nur im Rahmen vorhandener Kapazitäten, sondern verpflichtet den Träger der öffentlichen Jugendhilfe dazu, die erforderlichen Kapazitäten zu schaffen (vgl. BVerwG, Urteil vom 26. Oktober 2017 - 5 C 19/16 -).

    Er hat gegebenenfalls die vorhandenen Kapazitäten so zu erweitern, dass sämtlichen anspruchsberechtigten Kindern ein ihrem Bedarf entsprechender Betreuungsplatz nachgewiesen werden kann (BVerwG, Urteil vom 26. Oktober 2017 - 5 C 19/16 - juris Rn. 34 f.; vgl. auch OVG Bautzen, Beschluss vom 7. Juni 2017 - 4 B 100/17 - juris Rn. 7).

  • VGH Baden-Württemberg, 21.07.2020 - 12 S 1545/20
    Eine Anmeldefrist, innerhalb derer die erforderlichen Tatsachen dem Träger der öffentlichen Jugendhilfe unterbreitet werden müssen, ist bundesrechtlich nicht vorgegeben (vgl. BVerwG, Urteil vom 26.10.2017 - 5 C 19.16 -, juris Rn. 51).

    Den von ihm zitierten Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts vom 23.10.2018 (- 5 C 15.17 -, juris) betreffend eine Kostenerstattungsstreitigkeit und vom 26.10.2017 (- 5 C 19.16 -, juris) betreffend den Anspruch der Kinder, die das erste Lebensjahr vollendet haben, nach § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII auf Förderung in einer Tageseinrichtung oder in der Kindertagespflege, deren Umfang sich gemäß § 24 Abs. 2 Satz 2 i.V.m. Abs. 1 Satz 3 SGB VIII nach dem individuellen Bedarf richtet, lassen sich keine Anhaltspunkte dafür entnehmen, dass entgegen dem klaren Wortlaut des § 24 Abs. 3 SGB VIII ein Kind, das das dritte Lebensjahr vollendet hat, einen Anspruch auf ganztägige Förderung in einer Kindertageseinrichtung haben soll.

    Bei dem mit der Antragsänderung hilfsweise geltend gemachten Anspruch auf Nachweis eines halbtägigen Betreuungsplatzes in einer Kindertageseinrichtung handelt es sich um einen kapazitätsunabhängigen Anspruch, d.h. er ist zu erfüllen, ohne dass für die Antragsgegnerin die Möglichkeit besteht, sich auf fehlende Kapazitäten zu berufen (OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 15.07.2019 - 7 B 10851/19 -, juris Rn. 6; Winkler in: Rolfs u.a., Beck OK SozR SGB VIII, 56. Edition 2020, § 24 Rn. 40; vgl. zu § 24 Abs. 2 SGB VIII BVerwG, Beschluss vom 26.10.2017 - 5 C 19.16 -, juris Rn. 35; Senatsbeschluss vom 18.07.2018 - 12 S 643/18 -, juris Rn. 16).

    Aus dem nicht erfüllten Primäranspruch resultieren Sekundäransprüche wie etwa Aufwendungsersatz für selbst organisierte Betreuung (BVerwG, Urteil vom 26.10.2017 - 5 C 19.16 -, juris, und Beschluss vom 20.12.2017 - 5 B 9.17 -, juris) oder Schadensersatzansprüche (zum Amtshaftungsanspruch der Eltern für entgangenen Verdienst bei Nichtgewährung eines gesetzlich garantierten Kita-Platzes BGH, Urteil vom 20.10.2016 - III ZR 278/15 -, juris; siehe auch Grube in: Hauck/Noftz, SGB VIII, K § 24 Rn. 40 ff.; Schwede, Der Streit um den KiTa-Platz - welcher Rechtsweg ist der beste?, NZFam 2017, 200).

  • BVerwG, 23.10.2018 - 5 C 15.17

    Kein Kostenerstattungsanspruch wegen Unterbringung eines Kindes in einer

    Auch für diesen Rechtsanspruch, der darauf gerichtet ist, dem anspruchsberechtigten Kind einen Betreuungsplatz nachzuweisen, der dem konkret-individuellen Bedarf des Kindes und seiner Erziehungsberechtigten insbesondere in zeitlicher und räumlicher Hinsicht entspricht, ist stets der durch die Erziehungsberechtigten definierte individuelle Bedarf, begrenzt durch das Wohl des zu betreuenden Kindes, maßgeblich (BVerwG, Urteil vom 26. Oktober 2017 - 5 C 19.16 - BVerwGE 160, 212 Rn. 34, 42 m.w.N.).
  • OVG Sachsen, 22.06.2018 - 4 A 1132/17

    Rechtsschutzbedürfnis; Kindertageseinrichtung; Selbstbeschaffung; Bedarf

    Er ist erfüllt, wenn dem anspruchsberechtigten Kind ein kommunaler oder öffentlich geförderter privater Betreuungsplatz nachgewiesen wird, der dem konkret-individuellen Bedarf des anspruchsberechtigten Kindes und seiner Sorgeberechtigten insbesondere in zeitlicher und räumlicher Hinsicht entspricht (BVerwG, Urt. v. 26. Oktober 2017 - 5 C 19.16 -, juris Rn. 25 ff.).

    Insbesondere das zuletzt genannte Ziel lasse sich effektiv dadurch erreichen, dass der Anspruch gemäß § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII auf den Nachweis eines Platzes gerichtet sei (BVerwG, Urt. v. 26. Oktober 2017 - 5 C 19.16 -, juris Rn. 32).

    Er begründet jedoch keinen "echten Alternativanspruch" des Inhalts, dass das Kind von dem Träger der öffentlichen Jugendhilfe nicht auf die Inanspruchnahme eines Betreuungsplatzes in der Kindertagespflege verwiesen werden kann, sofern Plätze in einer Tageseinrichtung nicht oder nicht rechtzeitig zur Verfügung stehen, und umgekehrt (BVerwG, Urt. v. 26. Oktober 2017 - 5 C 19.16 -, juris Rn. 37 ff.; BGH, Urt. v. 20. Oktober 2016 - III ZR 278/15 -, juris Rn. 18; so bereits Senatsbeschl. v. 2. Oktober 2017 - 4 B 241/17 -, juris Rn. 7; jeweils m. w. N.).

    29 Der Nachweis eines Angebotes zur frühkindlichen Förderung in einer Tageseinrichtung oder in Kindertagespflege genügt den Anforderungen des § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII, wenn es dem konkret-individuellen Bedarf des anspruchsberechtigten Kindes und seiner Sorgeberechtigten insbesondere in zeitlicher und räumlicher Hinsicht entspricht (BVerwG, Urt. v. 26. Oktober 2017 - 5 C 19.16 -, juris Rn. 41).

    Von einem fehlerhaften Vergabeverfahren auf eine tatsächlich vorhandene Kapazität zu schließen (so aber im Ergebnis [in Eilrechtsschutzverfahren] VG Münster, Beschl. v. 20. Juli 2017 - 6 L 1177/17 -, juris Rn. 32; gebilligt von OVG NRW, Beschl. v. 18. Dezember 2017 - 12 B 930/17 -, juris Rn. 8; VG Köln, Beschl. v. 19. März 2018 - 19 L 4/18 -, juris Rn. 12), hält der Senat im Ergebnis nicht für sachgerecht, weil das Wunsch- und Wahlrecht von vorneherein nur im Rahmen der vorhandenen Kapazitäten besteht (Senatsbeschl. v. 14. Juni 2017 - 4 B 138/17 -, juris Rn. 10; BVerwG, Urt. v. 26. Oktober 2017 - 5 C 19.16 -, juris Rn. 40; OVG NRW, Urt. v. 20. April 2016 - 12 A 1262/14 -, juris Rn. 44; jeweils m. w. N.), und auch ein fehlerhaftes Vergabeverfahren nicht dazu führen kann, dass der Träger der öffentlichen Jugendhilfe zu einer Erweiterung seiner Kapazitäten gezwungen wird.

    Hierin ist grundsätzlich schon deshalb ein Rechtsverstoß zu sehen, weil der Anspruch aus § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII kapazitätsunabhängig besteht (Senatsbeschl. v. 7. Juni 2017 - 4 B 112/17-, juris Rn. 7 ff.; BVerfG, Urt. v. 21. Juli 2015 - 1 BvF 2/13 -, juris Rn. 43; BVerwG, Urt. v. 26. Oktober 2017 - 5 C 19.16 -, juris Rn. 34; BGH, Urt. v. 20. Oktober 2016 - III ZR 278/15 -, juris Rn. 18) und eine Auswahl insoweit von vorneherein nicht zu erfolgen hat, sondern jedem anspruchsberechtigten Kind ein Betreuungsplatz zuzuweisen ist.

  • VGH Baden-Württemberg, 17.08.2020 - 12 S 1671/20
    Vor dem Hintergrund dieser umfassenden staatlichen Anstrengungen seien auch die Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts (Urteil vom 21.07.2015 - 1 BvF 2/13) und des Bundesverwaltungsgerichts (Urteil vom 26.10.2017 - 5 C 19.16 -, juris Rn. 35) ergangen, wonach der Anspruch aus § 24 SGB VIII nicht unter einen Kapazitätsvorbehalt gestellt sei bzw. die Kapazitäten im Zweifel erweitert werden müssten.

    Die Bedeutung des Anspruchs zeigt sich überdies daran, dass er nicht unter einen Kapazitätsvorbehalt gestellt ist, sondern jedem Kind, dessen Eltern einen öffentlich geförderten Betreuungsplatz wünschen, ein solcher Platz auch zur Verfügung gestellt werden muss (vgl. BVerfG, Urteil vom 21.07.2015 - 1 BvF 2/13 -, juris Rn. 43; BVerwG, Urteil vom 26.10.2017 - 5 C 19.16 -, juris Rn. 34 f.).

  • OVG Niedersachsen, 19.12.2018 - 10 ME 395/18

    Zu den Ansprüchen auf Förderung in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege

    15 Der Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung im Rahmen eines öffentlich-rechtlichen Betreuungsverhältnisses gemäß § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII ist auf den Nachweis eines bedarfsgerechten Betreuungsplatzes gerichtet (BVerwG, Urteil vom 26.10.2017 - 5 C 19.16 -, juris Rn. 25 ff. m.w.N.).

    Sofern Plätze in der gewünschten Tageseinrichtung nicht oder nicht rechtzeitig zur Verfügung stehen, kann das Kind von dem Träger der öffentlichen Jugendhilfe auf die Inanspruchnahme eines Betreuungsplatzes in einer anderen Tageseinrichtung, wenn die Plätze in allen Tageseinrichtungen belegt sind, auch auf Plätze in der Kindertagespflege verwiesen werden, und umgekehrt (BVerwG, Urteil vom 26.10.2017 - 5 C 19.16 -, juris Rn. 37 ff.; Senatsbeschluss vom 11.09.2018 - 10 LA 9/18 -, juris Rn. 31).

    Denn die Pflicht des Jugendhilfeträgers, ein entsprechendes Angebot vorzuhalten (§ 79 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 SGB VIII), beschränkt sich auf den Gesamtbedarf an Betreuungsplätzen (BVerwG, Urteil vom 26.10.2017 - 5 C 19.16 -, juris Rn. 30, 38).

    Dementsprechend ermöglicht das Wunsch- und Wahlrecht gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 Satz 1 SGB VIII dem anspruchsberechtigten Kind und seinen Erziehungsberechtigten auch nur, innerhalb des tatsächlich vorhandenen Angebots einen Betreuungsplatz auszuwählen (BVerwG, Urteil vom 26.10.2017 - 5 C 19.16 -, juris Rn. 38, 40; Niedersächsisches OVG, Beschluss vom 06.10.2014 - 4 ME 216/14 -, juris Rn. 2, und Senatsbeschluss vom 11.09.2018 - 10 LA 9/18 -, juris Rn. 23; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 14.08.2013 - 12 B 793/13 -, juris Rn. 10; Struck in Wiesner, a.a.O., § 24 Rn. 23).

  • OVG Hamburg, 27.08.2020 - 4 Bs 241/19

    Umfang der täglichen Förderung; Verständnis von Leitsätzen

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 05.02.2020 - 12 B 1324/19

    Kein Anspruch auf bestimmte Öffnungszeiten einer Kindertageseinrichtung

  • OVG Berlin-Brandenburg, 22.03.2018 - 6 S 6.18

    Anspruch auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder in

  • VGH Baden-Württemberg, 18.07.2018 - 12 S 643/18

    Anordnungsgrund bei Geltendmachung eines Anspruchs auf Zuweisung eines

  • OVG Niedersachsen, 13.08.2020 - 10 LA 78/20

    Betreuung in einer Tageseinrichtung oder Kindertagespflege

  • OLG Frankfurt, 17.05.2018 - 1 U 171/16

    Kein Schadenersatz wegen unterbliebender Zuweisung eines

  • VG Berlin, 21.02.2018 - 18 L 43.18

    Trotz gesetzlichem Anspruch: Kein Kita-Platz im Eilverfahren

  • VG Hannover, 23.09.2019 - 3 B 3832/19

    Verschaffung eines bedarfsgerechten Tagesbetreuungsplatzes; - Antrag nach § 123

  • VG München, 04.07.2018 - M 18 K 17.324

    Übernahme eines Teilnahmebeitrags für den Besuch einer Kindertagesstätte

  • OVG Hamburg, 28.01.2020 - 4 Bs 193/19

    Verstoß des KiBetrG HA § 6 Abs 1 und Abs 2 gegen Bundesrecht; SGB 8 § 24 Abs 2

  • OVG Niedersachsen, 11.09.2018 - 10 LA 9/18

    Zum Anspruch eines Kindes im Alter zwischen einem und drei Jahren gem. § 24 Abs.

  • OVG Niedersachsen, 24.07.2019 - 10 ME 154/19

    Zumutbarkeit des Weges zur Kindertagesstätte

  • OVG Schleswig-Holstein, 12.03.2019 - 3 MB 7/19

    Kinder- und Jugendhilfe- sowie Jugendförderungsrecht

  • OVG Sachsen-Anhalt, 19.05.2020 - 4 M 48/20

    Zumutbare Erreichbarkeit eines Betreuungsplatzes in einer Kindertageseinrichtung

  • VG Mainz, 21.01.2020 - 1 L 10/20
  • OVG Niedersachsen, 20.06.2019 - 10 ME 134/19

    Zuweisung eines Platzes in einer Kindertageseinrichtung

  • VG Sigmaringen, 23.01.2019 - 2 K 7453/18

    Zuweisung eines Betreuungsplatzes in eine Kindertageseinrichtung

  • OVG Sachsen, 23.05.2018 - 4 B 134/18

    Kindertageseinrichtung; Betreuungszeitraum

  • BVerwG, 06.02.2020 - 5 C 10.18

    Voraussetzungen für BAföG-Leistungen bei Fachrichtungswechsel nach dem 4.

  • OVG Rheinland-Pfalz, 16.04.2020 - 7 B 10222/20
  • OVG Schleswig-Holstein, 09.08.2019 - 3 MB 20/19

    Der örtlich zuständige Träger der öffentlichen Jugendhilfe hat sicherzustellen,

  • OLG Brandenburg, 30.06.2020 - 2 U 61/19
  • VG Mainz, 09.03.2020 - 1 L 76/20
  • OVG Sachsen, 28.03.2018 - 4 B 40/18

    Nachweis eines Betreuungsplatzes; örtliche Zumutbarkeit

  • OVG Sachsen, 30.07.2018 - 4 B 242/18

    Kindertageseinrichtung; Betreuung; Kindertagespflege; Kindeswohl; Öffnungszeit;

  • VG München, 18.07.2018 - M 18 K 17.5264

    Kein Anspruch auf Mehrkosten bei Anspruch auf bedarfsgerechtem Kinderkrippenplatz

  • VG München, 13.06.2018 - M 18 K 17.1292

    Anspruch auf einen Kindergartenplatz

  • OLG Brandenburg, 21.07.2020 - 2 U 13/19
  • VG Halle, 06.03.2020 - 3 B 175/20

    Eilantrag zur Erlangung eines Kindergartenplatzes erfolglos.

  • OVG Sachsen, 11.03.2019 - 4 B 428/18

    Kindertagespflege; Betreuungsplatz; Betreuungsbedarf; Kapazität;

  • OVG Berlin-Brandenburg, 27.04.2018 - 6 S 15.18

    Zuweisung eines Betreuungsplatzes zur frühkindlichen Förderung

  • VG Düsseldorf, 25.06.2019 - 19 K 13976/16

    Leistungen nach § 23 SGB VIII

  • VG Köln, 19.03.2018 - 19 L 4/18
  • VG München, 16.06.2020 - M 18 E 20.1940

    Anspruch auf Nachweis eines Betreuungsplatzes in einer Kindertageseinrichtung

  • OVG Schleswig-Holstein, 16.01.2020 - 3 KN 2/17

    Kinderbetreuungssatzung des Kreises Pinneberg - Normenkontrollantrag

  • VG Frankfurt/Main, 07.12.2018 - 11 K 9855/17

    Aufwendungsersatz für privat organisierte Kinderbetreuung

  • VG München, 13.06.2018 - M 18 K 17.5260

    Erstattung von Mehrkosten für selbstbeschafften Betreuungsplatz in privater Kita

  • VG Hamburg, 17.12.2019 - 13 E 5123/19

    Erfolgloser Eilantrag auf Gewährung von Förderung in einer Kindertagesstätte im

  • BVerfG, 14.05.2019 - 1 BvQ 35/19

    Ablehnung eines Antrags auf Erlass einer eA, gerichtet auf den Nachweis eines

  • OVG Sachsen-Anhalt, 28.03.2018 - 4 M 48/18

    Verschaffung eines Betreuungsplatzes in einer Kindertageseinrichtung

  • VG München, 21.03.2018 - M 18 K 16.2206

    Keine Aufwandsentschädigung für die Beschaffung eines Betreuungsplatzes

  • VG Regensburg, 10.08.2020 - RN 14 E 20.1317

    Rahmen-Hygiene-Plan in Bayern

  • VG Stuttgart, 28.02.2018 - 7 K 1185/18

    Regelungsinhalt des SGB 8 § 24 Abs 5 S 2; in Kenntnis setzen des öffentlichen

  • VG Stade, 23.01.2018 - 4 A 2120/15

    Entgeltübernahme durch den Jugendhilfeträger

  • OVG Schleswig-Holstein, 04.02.2020 - 3 MB 38/19

    Beschwerdeverfahren - Anordnungsanspruch auf vorläufige Zuweisung eines

  • OVG Sachsen, 28.05.2020 - 3 A 182/20

    Kindertagesstätte; Nachweis eines Platzes; Selbstbeschaffung;

  • OVG Schleswig-Holstein, 16.01.2020 - 3 KN 3/17

    Kinderbetreuungssatzung des Kreises Pinneberg - Normenkontrollantrag

  • OVG Schleswig-Holstein, 16.01.2020 - 3 KN 6/17

    Kinderbetreuungssatzung des Kreises Pinneberg - Normenkontrollantrag

  • OVG Sachsen, 25.10.2018 - 4 B 351/18

    Kindertageseinrichtung; Kindertagespflege; Betreuungszeit; Bedarf

  • OVG Sachsen, 06.09.2018 - 4 B 283/18

    Betreuungsbedarf; Betreuungsdauer; Betreuungszeit

  • VG Gera, 16.04.2019 - 6 E 557/19
  • OVG Sachsen, 28.01.2019 - 4 D 68/18

    Kinderbetreuungsplatz; Rechtsschutzbedürfnis; Mutwilligkeit; Prozesskostenhilfe

  • VG Düsseldorf, 25.06.2019 - 19 K 13975/16

    Leistungen nach § 23 SGB VIII

  • VG Schwerin, 26.04.2019 - 6 A 105/19

    Kita-Wahlrecht bei Anspruch auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung

  • VG Bremen, 14.01.2020 - 3 V 2589/19

    KiTa-Platz - Anordnungsgrund; Betreuungsumfang; Ganztagsbetreuung;

  • OVG Sachsen, 03.09.2019 - 3 A 1303/18

    Aufwendungsersatzanspruch; Zusatzleistungen; Kinderbetreuungsplatz;

  • OVG Sachsen, 25.10.2018 - 4 B 287/18

    Kindertageseinrichtung; Betreuungsplatz; Betreuungszeit; Wunschrecht; Wahlrecht

  • VG München, 06.08.2019 - M 18 E 19.3248

    Betreuungsplatz in Kindertageseinrichtung

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