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   BVerwG, 26.10.2017 - 5 C 19.16   

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https://dejure.org/2017,40664
BVerwG, 26.10.2017 - 5 C 19.16 (https://dejure.org/2017,40664)
BVerwG, Entscheidung vom 26.10.2017 - 5 C 19.16 (https://dejure.org/2017,40664)
BVerwG, Entscheidung vom 26. Januar 2017 - 5 C 19.16 (https://dejure.org/2017,40664)
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Volltextveröffentlichungen (6)

  • Bundesverwaltungsgericht

    GG Art. 3 Abs. 1, Art. 20 Abs. 2 u... nd 3, Art. 28 Abs. 2 Satz 3; HGrG § 6 Abs. 1; SGB I §§ 40, 41; SGB VIII § 2 Abs. 2 Nr. 3 bis 6, § 3 Abs. 1 und 2, § 4 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2, § 5 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Satz 1, § 22 Abs. 1 Satz 1 und 2, § 22a Abs. 3 Satz 1 und 2, § 23 Abs. 1, 2, 2a, 3 Satz 1 und Abs. 4 Satz 2, § 24 Abs. 1 Satz 3, Abs. 2 Satz 1 und 2, Abs. 3 Satz 1 und 2, Abs. 4, 5 Satz 1 und 2, § 36a Abs. 1, 2, 3 Satz 1 Nr. 1 und 3, § 74a Satz 1, §§ 77, 79 Abs. 1, Abs. 2 Satz 1 Nr. 1, § 80 Abs. 1 Nr. 2 und 3, Abs. 2 Nr. 1 und 2, § 90 Abs. 3 Satz 1, Abs. 4 Satz 1; SGB XII §§ 82, 83, 84, 85, 87, 88, 92a; VwGO § 108 Abs. 1 Satz 1, § 137 Abs. 1 Nr. 1 und Abs. 2, § 139 Abs. 3 Satz 4, § 154 Abs. 2, § 173 Abs. 1, § 188 Satz 2 Halbs. 1; ZPO § 560; AGSG Art. 45a
    Ersatz von Aufwendungen für einen selbstbeschafften Platz in einer Kindertageseinrichtung | Abhilfe; Akteninhalt; Aktenwidrigkeit; Alternativanspruch; Analogie; Analogieschluss; Angebot; Angebotsvielfalt; Anknüpfungspunkt; Anmeldefrist; Anspruch; Arbeitsanschrift; Arbeitsform; Arbeitsstätte; Aufschub; Aufwand; Aufwendung; Aufwendungsersatzanspruch; Ausbau; Ausbau; Bedarf; Begünstigungsausschluss; Beitragskalkulation; Belange; Belastung; Beratung; Betreuungsform; Betreuungsinfrastruktur; Betreuungsplatz; Betreuungsverhältnis; Beweiserhebung; Beweiswürdigung; Bewirtschaftung; Bezugspunkt; Bindung; Bundesrecht; Deckung; Demokratieprinzip; Denkgesetz; Differenz; Doppelstruktur; Dringlichkeit; Eigenverantwortung; Eilrechtsschutz; Einzelfall; Eltern; Entfernung; Entscheidungsprimat; Erforderlichkeit; Erreichbarkeit; Erwerbsleben; Erziehungsberechtigter; Ex-ante-Betrachtung; Familie; Finanzspielraum; Frist; Fristbestimmung; Fälligkeitsregelung; Fördermöglichkeit; Förderung; Förderung; Geeignetheit; Gemeinde; Gemeindeverband; Gesamtangebot; Gesamtverantwortung; Gestaltungsspielraum; Gewährleistungspflicht; Haushaltsrecht; Hemmung; Hilfe; Hilfebedarf; Hilfegewährung; Hürde; Inanspruchnahme; Information; Jugendhilfeplanung; Kapazität; Kapazitätsvorbehalt; Kenntnis; Kind; Kinderbetreuung; Kinderförderungsgesetz; Kindertagesbetreuung; Kindertagespflege; Kodifikation; Kombination; Korrektiv; Kostenbegrenzung; Kostenbeitrag; Kostenfreiheit; Kostenpflichtigkeit; Krippengipfel; Landesrecht; Lauf; Leistung; Leistungsanspruch; Leistungsberechtigter; Leistungsgewährung; Leistungskatalog; Leistungssicherstellungsvereinbarung; Leistungsvereinbarung; Luxus; Mehrkosten; Methode; Mittel; Nachweis; Nachweisanspruch; Notlage; Nähe; Pflicht; Planungsverantwortung; Platzfreigabe; Pluralität; Primäranspruch; Rechtsanspruch; Rechtsstaatsprinzip; Regelungswille; Sachaufklärung; Sachaufklärungspflicht; Sekundäranspruch; Selbstbeschaffung; Sparsamkeit; Steuerungskompetenz; Stundensatz; Subsumtion; Systemversagen; Tagesbetreuung; Tageseinrichtung; Tagespflegeperson; Tatsachenwürdigung; Teilnahmebeitrag; Träger der freien Jugendhilfe; Träger der öffentlichen Jugendhilfe; Trägerschaft; Umfang; Unentgeltlichkeit; Unterbrechung; Verbesserung; Vereinbarkeit; Verfahrensrüge; Vergabe; Vergleichbarkeit; Verlust; Verlässlichkeit; Vermittlungspflicht; Versagen; Verschaffungsanspruch; Versorgtsein; Versorgungsquote; Vertretbarkeitskontrolle; Vielfalt; Vorteilsausgleich; Wahlentscheidung; Wertorientierung; Wertvorstellung; Widerspruch; Wirtschaftlichkeit; Wohl; Wohnanschrift; Wunsch- und Wahlrecht; Zugang; Zumutbarkeit; Zurverfügungstellung; anspruchsberechtigt; aufdrängen; bedarfsdeckend; begrenzt; eindämmen; finanziell; frühkindlich; gefördert; günstig; kapazitätsunabhängig; kommunal; konkret-individuell; objektiv-rechtlich; optimal; partnerschaftlich; plural; räumlich; sparsam; subjektives Recht; täglich; vermeidbar; vermitteln; vorläufiger Rechtsschutz; wirtschaftlich; Übernahme; Übernahmeanspruch; Überzeugungsgrundsatz; öffentlich-rechtlich; örtlich

  • rechtsprechung-im-internet.de

    § 24 Abs 2 S 1 SGB 8, § 36a Abs 3 S 1 SGB 8, § 90 Abs 3 S 1 SGB 8, § 79 SGB 8, Art 28 Abs 2 S 3 GG
    Ersatz von Aufwendungen für einen selbstbeschafften Platz in einer Kindertageseinrichtung

  • Landesanwaltschaft Bayern PDF

    § 24 Abs. 1 Satz 3, Abs. 2 Satz 1 und 2, Abs. 3 Satz 1 und 2, Abs. 4, Abs. 5 Satz 1 und 2, § 36a Abs. 3, § 90 Abs. 3 Satz 1 SGB VIII, Art. 45a AGSG
    Kinder- und Jugendhilferecht: Kein Wahlrecht zwischen Kindertageseinrichtung und Tagespflege im Rahmen des § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII | Betreuungsplatz; Tageseinrichtung; Kindertagespflege; Selbstbeschaffung; Wunsch- und Wahlrecht; Kindertagesbetreuung

  • Landesanwaltschaft Bayern PDF (Entscheidungsbesprechung und Volltext)

    § 24 Abs. 1 Satz 3, Abs. 2 Satz 1 und 2, Abs. 3 Satz 1 und 2, Abs. 4, Abs. 5 Satz 1 und 2, § 36a Abs. 3, § 90 Abs. 3 Satz 1 SGB VIII, Art. 45a AGSG
    Kinder- und Jugendhilferecht: Kein Wahlrecht zwischen Kindertageseinrichtung und Tagespflege im Rahmen des § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII | Betreuungsplatz; Tageseinrichtung; Kindertagespflege; Selbstbeschaffung; Wunsch- und Wahlrecht; Kindertagesbetreuung

  • datenbank.nwb.de

    Ersatz von Aufwendungen für einen selbstbeschafften Platz in einer Kindertageseinrichtung

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (10)

  • Bundesverwaltungsgericht (Pressemitteilung)

    Ersatz von Aufwendungen für einen selbstbeschafften Platz in einer Kindertageseinrichtung

  • zeit.de (Pressemeldung, 27.10.2017)

    München muss nicht für Luxus-Kita zahlen

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Der selbstbeschaffte Kita-Platz - und der Aufwendungsersatz

  • lto.de (Kurzinformation)

    Kostenübernahme für Kinderbetreuung: Stadt muss nicht für Privat-Kita zahlen

  • anwaltonline.com (Kurzinformation)

    Familienrecht - Selbstbeschaffter Platz in einer Kindertageseinrichtung - wer zahlt?

  • rechtsanwalts-kanzlei-wolfratshausen.de (Kurzinformation)

    Stadt München muss nicht Kosten für Luxus-Kita Platz übernehmen

  • mueller-schell.de (Kurzinformation)

    Ersatz von Aufwendungen für einen selbstbeschafften Platz in einer Kindertageseinrichtung

  • haerlein.de (Kurzinformation)

    Ob und wann welche Aufwendungen für einen selbstbeschafften KITA-Platz

  • rechtstipp24.de (Kurzinformation)

    Stadt München muss für Luxus-Kita zahlen, wenn die Kosten für die Eltern unzumutbar sind

  • dombert.de (Kurzinformation)

    Aufwendungsersatz für selbstbeschafften Kita-Platz

Besprechungen u.ä. (2)

  • Landesanwaltschaft Bayern PDF (Entscheidungsbesprechung und Volltext)

    § 24 Abs. 1 Satz 3, Abs. 2 Satz 1 und 2, Abs. 3 Satz 1 und 2, Abs. 4, Abs. 5 Satz 1 und 2, § 36a Abs. 3, § 90 Abs. 3 Satz 1 SGB VIII, Art. 45a AGSG
    Kinder- und Jugendhilferecht: Kein Wahlrecht zwischen Kindertageseinrichtung und Tagespflege im Rahmen des § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII | Betreuungsplatz; Tageseinrichtung; Kindertagespflege; Selbstbeschaffung; Wunsch- und Wahlrecht; Kindertagesbetreuung

  • juris.de PDF, S. 32 (Entscheidungsbesprechung)

    Ersatz von Aufwendungen für einen selbstbeschafften Platz in einer Kindertageseinrichtung

Sonstiges

  • Bundesverwaltungsgericht PDF, S. 55 (Verfahrensmitteilung)

    Erstattung von Aufwendungen für die Unterbringung in einer privaten Kindertagesstätte

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW 2018, 1489
  • NZS 2018, 421
  • DVBl 2018, 385
 
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Wird zitiert von ... (34)

  • BSG, 19.06.2018 - B 2 U 2/17 R

    Kein Unfallschutz bei Oma-Enkel-Betreuung

    Dies ergibt sich aus dem Kontext, in den § 23 Abs. 1 SGB VIII gestellt ist, sowie aus § 36a Abs. 3 S 1 Nr. 1 SGB VIII (idF der Neubekanntmachung des SGB VIII vom 14.12.2006, BGBl I 3134) , der auf die dort nicht ausdrücklich geregelte Selbstbeschaffung eines Angebots zur frühkindlichen Förderung analog anzuwenden ist (zu dieser Analogie ausführlich BVerwG vom 12.9.2013 - 5 C 35/12 - BVerwGE 148, 13 RdNr 23 ff und vom 26.10.2017 - 5 C 19/16 - Juris RdNr 11 ff) .

    Der Sachgrund für die Benennungsobliegenheit, die die erziehungsberechtigten Personen bei der Selbstbeschaffung nach § 23 Abs. 1 SGB VIII gegenüber dem Jugendamt trifft, besteht darin, für den qualitätsorientierten Ausbau der Kindertagespflege die fachliche und wirtschaftliche Steuerungskompetenz der Jugendämter zu stärken und gleichzeitig zu verhindern, dass ihr Wächteramt (Art. 6 Abs. 2 S 2 GG, § 1 Abs. 2 S 2 SGB VIII) bzw ihre Entscheidungskompetenzen unterlaufen werden (BT-Drucks 15/3676 S 2 f, 26; BVerwG vom 26.10.2017, aaO, Juris RdNr 14) .

  • VG Aachen, 31.07.2018 - 8 L 700/18

    Einjähriges Kind hat Anspruch auf einen Kita-Platz, dessen Umfang sich nach dem

    Ihn trifft die unbedingte Pflicht, eine ausreichende Zahl von Betreuungsplätzen selbst zu schaffen oder durch geeignete Dritte - freie Träger der Jugendhilfe, Kommunen oder Tagespflegepersonen - bereitzustellen, Bundesverwaltungsgericht (BVerwG), Urteil vom 26. Oktober 2017 - 5 C 19/16 -, DVBl 2018, 385, ZKJ 2018, 155, NJW 2018, 1489, JAmt 2018, 279, vgl. auch OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 27. April 2018 - OVG 6 S 15.18 -, juris, VGH München, Urteil vom 22. Juli 2016 - 12 BV 15.719 -, juris, Rn. 27.

    Dies bedeutet, dass alleiniger Maßstab der durch die Verhältnisse des anspruchsberechtigten Kindes und seiner Erziehungsberechtigten gekennzeichnete individuelle Bedarf, begrenzt durch das Wohl des zu betreuenden Kindes, ist, BVerwG, Urteil vom 26. Oktober 2017 - 5 C 19/16 -, a. a. O.

    Der Verweis auf eine Kindertagespflege ist erst dann zulässig, wenn die Kapazität in der gewählten Betreuungsform erschöpft gewesen wäre, BVerwG, Urteil vom 26.10.2017 - 5 C 19/16 -, juris, Rn. 36 ff., OVG NRW, Urteil vom 20. April 2016 - 12 A 1262/16-, juris, Rn. 80; Beschluss vom 22. September 2017 - 12 B 1009/17-, juris, Rn. 5 ff; VG B. , Urteil vom 17. Mai 2017 - 8 K 2654/17 -.

  • VGH Hessen, 19.06.2018 - 10 A 2590/16

    Anspruch auf Übernahme eines zwischen den Eltern und der Tagespflegeperson

    Auch das Bundesverwaltungsgericht sieht in § 24 Abs. 1 SGB VIII derzeitige Fassung nur eine objektiv-rechtliche Verpflichtung, die jedoch - anders als § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII derzeitige Fassung - keinen subjektiven Anspruch verleihe (vgl. BVerwG, Urteil vom 26. Oktober 2017 - 5 C 19/16 -, DVBl 2018, 385, juris, Rn. 26).

    Mittlerweile hat auch das Bundesverwaltungsgericht in einem neueren Urteil klargestellt, dass § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII (derzeitige Fassung) kein Recht verleiht, zwischen dem Nachweis eines Betreuungsplatzes in einer Tageseinrichtung oder in Kindertagespflege zu wählen oder zwischen Einrichtungen eines öffentlich-rechtlichen Trägers oder eines privaten Trägers (BVerwG, Urteil vom 26. Oktober 2017, a.a.O., juris Leitsatz 2 und Rn. 37ff.).

    Das Bundesverwaltungsgericht hat sich in seinem Urteil vom 26. Oktober 2017 (a.a.O.) allerdings der Rechtsauffassung der Vorinstanz (Bay. VGH, Urteil vom 22. Juli 2016, a.a.O.) angeschlossen, dass bei unterbliebenem Nachweis eines bedarfsgerechten Förderangebots durch den zuständigen Träger der Jugendhilfe die nachfolgende Selbstbeschaffung eines Betreuungsplatzes nicht die Erfüllung des Anspruchs aus § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII bewirke.

    Die Selbstbeschaffung erweise sich als aliud gegenüber dem geschuldeten Nachweis (BVerwG, Urteil vom 26. Oktober 2017, a.a.O., juris Rn. 65; so auch BVerwG, Beschluss vom 20. Dezember 2017 - 5 B 9/17 -, juris, Rn. 7).

    Auch wenn danach davon auszugehen sein sollte, dass für den Zeitraum ab dem 1. August 2013 der Rechtsanspruch des Klägers auf Förderung in Kindertagespflege durch den Beklagten nicht erfüllt worden wäre - weder durch den Nachweis der Tagespflegeperson X... noch durch die Selbstbeschaffung der Tagespflegeperson Y... - , ließe sich unter Zugrundelegung der Rechtsauffassung des Bundesverwaltungsgerichts in seinem Urteil vom 26. Oktober 2017 (a.a.O.) ein Anspruch auf Gewährung der streitgegenständlichen Leistung nicht ableiten.

    Das Bundesverwaltungsgericht hat in dem genannten Urteil - insofern in Übereinstimmung mit dem Verwaltungsgericht und der von diesem maßgeblich in Bezug genommenen früheren Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts - zwar angenommen, im Falle der Nichterfüllung des Anspruchs aus § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII komme eine analoge Anwendung des § 36a Abs. 3 Satz 1 SGB VIII in Betracht mit der Folge, dass sich ein Anspruch auf Übernahme der Kosten für eine selbstbeschaffte Hilfe (hier in Form eines Betreuungsplatzes in einer Tageseinrichtung oder in Kindertagespflege) ergeben könne (BVerwG, Urteil vom 26. Oktober 2017, a.a.O., juris Rn. 9ff.).

    Es hat aber gleichzeitig klargestellt, dass der Sekundäranspruch auf Übernahme von Aufwendungen in analoger Anwendung des § 36 Abs. 3 Satz 1 SGB VIII nicht mehr gewährt als der Primäranspruch (BVerwG, Urteil vom 26. Oktober 2017, a.a.O., juris Rn. 74) und der Primäranspruch aus § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII nicht auf den Nachweis eines kostenfreien oder auch nur kostengünstigen Betreuungsplatzes gerichtet ist, da die Höhe des Teilnahmebeitrages für die Erfüllung des Anspruchs auf Nachweis aus § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII ohne Bedeutung ist (BVerwG, Urteil vom 26. Oktober 2017, a.a.O., juris Rn. 44ff.).

    Das Bundesverwaltungsgericht hat mittlerweile klargestellt, dass sich allein aus den Regelungen des § 90 Abs. 3 Satz 1 SGB VIII ein Anspruch auf Übernahme entsprechender Teilnahmebeiträge ergeben könnte, während bei dem Nachweis eines Betreuungsplatzes die Höhe des Teilnahmebeitrages nicht in Rechnung zu stellen sei (BVerwG, Urteil vom 26. Oktober 2017, a.a.O., juris Rn. 47; vgl. auch Kepert, a.a.O.).

    Zwar dürften die wesentlichen Rechtsfragen, die sich im Zusammenhang mit der Anwendung des § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII stellen, durch die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts namentlich in seinem Urteil vom 26. Oktober 2017 (a.a.O.) geklärt sein.

  • OVG Berlin-Brandenburg, 22.03.2018 - 6 S 2.18

    Verpflichtung des Landes Berlin zur Bereitstellung von Kita-Plätzen

    Der Anspruch auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder in Kindertagespflege aus § 24 Abs. 2 SGB VIII besteht nicht nur im Rahmen vorhandener Kapazitäten, sondern verpflichtet den Träger der öffentlichen Jugendhilfe dazu, die erforderlichen Kapazitäten zu schaffen (vgl. BVerwG, Urteil vom 26. Oktober 2017 - 5 C 19/16 -).

    Er hat gegebenenfalls die vorhandenen Kapazitäten so zu erweitern, dass sämtlichen anspruchsberechtigten Kindern ein ihrem Bedarf entsprechender Betreuungsplatz nachgewiesen werden kann (BVerwG, Urteil vom 26. Oktober 2017 - 5 C 19/16 - juris Rn. 34 f.; vgl. auch OVG Bautzen, Beschluss vom 7. Juni 2017 - 4 B 100/17 - juris Rn. 7).

  • OVG Sachsen, 22.06.2018 - 4 A 1132/17

    Rechtsschutzbedürfnis; Kindertageseinrichtung; Selbstbeschaffung; Bedarf

    Er ist erfüllt, wenn dem anspruchsberechtigten Kind ein kommunaler oder öffentlich geförderter privater Betreuungsplatz nachgewiesen wird, der dem konkret-individuellen Bedarf des anspruchsberechtigten Kindes und seiner Sorgeberechtigten insbesondere in zeitlicher und räumlicher Hinsicht entspricht (BVerwG, Urt. v. 26. Oktober 2017 - 5 C 19.16 -, juris Rn. 25 ff.).

    Insbesondere das zuletzt genannte Ziel lasse sich effektiv dadurch erreichen, dass der Anspruch gemäß § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII auf den Nachweis eines Platzes gerichtet sei (BVerwG, Urt. v. 26. Oktober 2017 - 5 C 19.16 -, juris Rn. 32).

    Er begründet jedoch keinen "echten Alternativanspruch" des Inhalts, dass das Kind von dem Träger der öffentlichen Jugendhilfe nicht auf die Inanspruchnahme eines Betreuungsplatzes in der Kindertagespflege verwiesen werden kann, sofern Plätze in einer Tageseinrichtung nicht oder nicht rechtzeitig zur Verfügung stehen, und umgekehrt (BVerwG, Urt. v. 26. Oktober 2017 - 5 C 19.16 -, juris Rn. 37 ff.; BGH, Urt. v. 20. Oktober 2016 - III ZR 278/15 -, juris Rn. 18; so bereits Senatsbeschl. v. 2. Oktober 2017 - 4 B 241/17 -, juris Rn. 7; jeweils m. w. N.).

    29 Der Nachweis eines Angebotes zur frühkindlichen Förderung in einer Tageseinrichtung oder in Kindertagespflege genügt den Anforderungen des § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII, wenn es dem konkret-individuellen Bedarf des anspruchsberechtigten Kindes und seiner Sorgeberechtigten insbesondere in zeitlicher und räumlicher Hinsicht entspricht (BVerwG, Urt. v. 26. Oktober 2017 - 5 C 19.16 -, juris Rn. 41).

    Von einem fehlerhaften Vergabeverfahren auf eine tatsächlich vorhandene Kapazität zu schließen (so aber im Ergebnis [in Eilrechtsschutzverfahren] VG Münster, Beschl. v. 20. Juli 2017 - 6 L 1177/17 -, juris Rn. 32; gebilligt von OVG NRW, Beschl. v. 18. Dezember 2017 - 12 B 930/17 -, juris Rn. 8; VG Köln, Beschl. v. 19. März 2018 - 19 L 4/18 -, juris Rn. 12), hält der Senat im Ergebnis nicht für sachgerecht, weil das Wunsch- und Wahlrecht von vorneherein nur im Rahmen der vorhandenen Kapazitäten besteht (Senatsbeschl. v. 14. Juni 2017 - 4 B 138/17 -, juris Rn. 10; BVerwG, Urt. v. 26. Oktober 2017 - 5 C 19.16 -, juris Rn. 40; OVG NRW, Urt. v. 20. April 2016 - 12 A 1262/14 -, juris Rn. 44; jeweils m. w. N.), und auch ein fehlerhaftes Vergabeverfahren nicht dazu führen kann, dass der Träger der öffentlichen Jugendhilfe zu einer Erweiterung seiner Kapazitäten gezwungen wird.

    Hierin ist grundsätzlich schon deshalb ein Rechtsverstoß zu sehen, weil der Anspruch aus § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII kapazitätsunabhängig besteht (Senatsbeschl. v. 7. Juni 2017 - 4 B 112/17-, juris Rn. 7 ff.; BVerfG, Urt. v. 21. Juli 2015 - 1 BvF 2/13 -, juris Rn. 43; BVerwG, Urt. v. 26. Oktober 2017 - 5 C 19.16 -, juris Rn. 34; BGH, Urt. v. 20. Oktober 2016 - III ZR 278/15 -, juris Rn. 18) und eine Auswahl insoweit von vorneherein nicht zu erfolgen hat, sondern jedem anspruchsberechtigten Kind ein Betreuungsplatz zuzuweisen ist.

  • OVG Niedersachsen, 19.12.2018 - 10 ME 395/18

    Zu den Ansprüchen auf Förderung in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege

    15 Der Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung im Rahmen eines öffentlich-rechtlichen Betreuungsverhältnisses gemäß § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII ist auf den Nachweis eines bedarfsgerechten Betreuungsplatzes gerichtet (BVerwG, Urteil vom 26.10.2017 - 5 C 19.16 -, juris Rn. 25 ff. m.w.N.).

    Sofern Plätze in der gewünschten Tageseinrichtung nicht oder nicht rechtzeitig zur Verfügung stehen, kann das Kind von dem Träger der öffentlichen Jugendhilfe auf die Inanspruchnahme eines Betreuungsplatzes in einer anderen Tageseinrichtung, wenn die Plätze in allen Tageseinrichtungen belegt sind, auch auf Plätze in der Kindertagespflege verwiesen werden, und umgekehrt (BVerwG, Urteil vom 26.10.2017 - 5 C 19.16 -, juris Rn. 37 ff.; Senatsbeschluss vom 11.09.2018 - 10 LA 9/18 -, juris Rn. 31).

    Denn die Pflicht des Jugendhilfeträgers, ein entsprechendes Angebot vorzuhalten (§ 79 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 SGB VIII), beschränkt sich auf den Gesamtbedarf an Betreuungsplätzen (BVerwG, Urteil vom 26.10.2017 - 5 C 19.16 -, juris Rn. 30, 38).

    Dementsprechend ermöglicht das Wunsch- und Wahlrecht gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 Satz 1 SGB VIII dem anspruchsberechtigten Kind und seinen Erziehungsberechtigten auch nur, innerhalb des tatsächlich vorhandenen Angebots einen Betreuungsplatz auszuwählen (BVerwG, Urteil vom 26.10.2017 - 5 C 19.16 -, juris Rn. 38, 40; Niedersächsisches OVG, Beschluss vom 06.10.2014 - 4 ME 216/14 -, juris Rn. 2, und Senatsbeschluss vom 11.09.2018 - 10 LA 9/18 -, juris Rn. 23; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 14.08.2013 - 12 B 793/13 -, juris Rn. 10; Struck in Wiesner, a.a.O., § 24 Rn. 23).

  • BVerwG, 23.10.2018 - 5 C 15.17

    Kein Kostenerstattungsanspruch wegen Unterbringung eines Kindes in einer

    Auch für diesen Rechtsanspruch, der darauf gerichtet ist, dem anspruchsberechtigten Kind einen Betreuungsplatz nachzuweisen, der dem konkret-individuellen Bedarf des Kindes und seiner Erziehungsberechtigten insbesondere in zeitlicher und räumlicher Hinsicht entspricht, ist stets der durch die Erziehungsberechtigten definierte individuelle Bedarf, begrenzt durch das Wohl des zu betreuenden Kindes, maßgeblich (BVerwG, Urteil vom 26. Oktober 2017 - 5 C 19.16 - BVerwGE 160, 212 Rn. 34, 42 m.w.N.).
  • OVG Berlin-Brandenburg, 22.03.2018 - 6 S 6.18

    Beschwerde; einstweilige Anordnung; Betreuungsplatz zur frühkindlichen Förderung;

    Der Anspruch auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder in Kindertagespflege aus § 24 Abs. 2 SGB VIII besteht nicht nur im Rahmen vorhandener Kapazitäten, sondern verpflichtet den Träger der öffentlichen Jugendhilfe dazu, die erforderlichen Kapazitäten zu schaffen (vgl. BVerwG, Urteil vom 26. Oktober 2017 - 5 C 19/16 -).

    Er hat gegebenenfalls die vorhandenen Kapazitäten so zu erweitern, dass sämtlichen anspruchsberechtigten Kindern ein ihrem Bedarf entsprechender Betreuungsplatz nachgewiesen werden kann (BVerwG, Urteil vom 26. Oktober 2017 - 5 C 19/16 - juris Rn. 34 f.; vgl. auch OVG Bautzen, Beschluss vom 7. Juni 2017 - 4 B 100/17 - juris Rn. 7).

  • VGH Baden-Württemberg, 18.07.2018 - 12 S 643/18

    Anordnungsgrund bei Geltendmachung eines Anspruchs auf Zuweisung eines

    Der Bundesgesetzgeber hat es den Ländern überlassen, entsprechende Vorschriften einzuführen (vgl. näher BVerwG, Urteil vom 26.10.2017 - 5 C 19.16 - juris; Grube in Hauck/Noftz, SGB VIII, K § 24 Rn. 6).

    Der Ausdruck lässt zudem darauf schließen, dass der Antragsgegnerin die Erklärungen der Elternteile und der jeweiligen Arbeitgeber vorliegen und damit wohl auch der konkrete Bedarf für den Betreuungsplatz insbesondere in zeitlicher und räumlicher Sicht entsprechend den Anforderungen der Rechtsprechung (etwa vgl. BVerwG, Urteil vom 26.10.2017 - 5 C 19.16 - juris) ab dem Zeitpunkt der Anmeldung für sie erkennbar gewesen ist.

    Die Norm vermittelt ein subjektives Recht auf frühkindliche Förderung, die keinem Kapazitätsvorbehalt unterworfen ist (vgl. näher BVerwG, Urteil vom 26.10.2017 - 5 C 19.16 - juris; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 08.12.2016 - 12 S 1782/15 - juris).

    Aus dem nicht erfüllten Primäranspruch resultieren Sekundäransprüche wie etwa Aufwendungsersatz für selbst organisierte Betreuung (BVerwG, Urteil vom 26.10.2017 - 5 C 19.16 - juris; Beschluss vom 20.12.2017 - 5 B 9.17 - juris) oder Schadensersatzansprüche (zum Amtshaftungsanspruch der Eltern für entgangenen Verdienst bei Nichtgewährung eines gesetzlich garantierten Kita-Platzes BGH, Urteil vom 20.10.2016 - III ZR 278/15 - juris; siehe auch Grube in Hauck/Noftz, SGB VIII, K § 24 Rn. 40 ff.; Schwede, Der Streit um den KiTa-Platz - welcher Rechtsweg ist der beste?, NZFam 2017, 200).

  • OVG Schleswig-Holstein, 12.03.2019 - 3 MB 7/19

    Kinder- und Jugendhilfe- sowie Jugendförderungsrecht

    Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung (BVerwG, Urt. v. 26.10.2017 - 5 C 19.16 - juris Rn. 37) ist der Anspruch des § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII auf den Nachweis eines bedarfsdeckenden Betreuungsplatzes in einer Tageseinrichtung oder in Kindertagespflege gerichtet.

    Zu berücksichtigen sind neben dem Wohl des zu betreuenden Kindes auch die Verhältnisse der (erwerbstätigen) Eltern; der Betreuungsplatz muss auch hinsichtlich seiner örtlichen Lage dem individuellen Bedarf entsprechen, was dann der Fall ist, wenn er von den Eltern und dem Kind in zumutbarer Weise zu erreichen ist (vgl. BVerwG, Urt. v. 26.10.2017, a. a. O., juris Rn. 41ff.).

    Stehen nur freie Plätze in Tageseinrichtungen oder bei bestimmten Kindertagespflegepersonen zur Verfügung, beschränkt sich das Wunsch- und Wahlrecht auf diese freien Plätze (vgl. OVG Münster, Beschl. v. 14.08.2013 - 12 B 793/13 -, juris Rn. 10; BVerwG, Urt. v. 26.10.2017, aaO., juris Rn. 38, 40; OVG Lüneburg, Beschl. v. 11.09.2018 - 10 LA 9/18 -, juris Rn. 31).

  • VG München, 04.07.2018 - M 18 K 17.324

    Übernahme eines Teilnahmebeitrags für den Besuch einer Kindertagesstätte

  • BVerfG, 14.05.2019 - 1 BvQ 35/19

    Ablehnung eines Antrags auf Erlass einer eA, gerichtet auf den Nachweis eines

  • VG Berlin, 21.02.2018 - 18 L 43.18

    Trotz gesetzlichem Anspruch: Kein Kita-Platz im Eilverfahren

  • OLG Frankfurt, 17.05.2018 - 1 U 171/16

    Kein Schadenersatz wegen unterbliebender Zuweisung eines

  • OVG Niedersachsen, 11.09.2018 - 10 LA 9/18

    Zum Anspruch eines Kindes im Alter zwischen einem und drei Jahren gem. § 24 Abs.

  • OVG Sachsen, 23.05.2018 - 4 B 134/18

    Kindertageseinrichtung; Betreuungszeitraum

  • VG Sigmaringen, 23.01.2019 - 2 K 7453/18
  • VG München, 18.07.2018 - M 18 K 17.5264

    Kein Anspruch auf Mehrkosten bei Anspruch auf bedarfsgerechtem Kinderkrippenplatz

  • VG München, 13.06.2018 - M 18 K 17.1292

    Anspruch auf einen Kindergartenplatz

  • OVG Sachsen, 28.03.2018 - 4 B 40/18

    Nachweis eines Betreuungsplatzes; örtliche Zumutbarkeit

  • VG Gera, 16.04.2019 - 6 E 557/19
  • OVG Sachsen, 30.07.2018 - 4 B 242/18

    Kindertageseinrichtung; Betreuung; Kindertagespflege; Kindeswohl; Öffnungszeit;

  • VG Köln, 19.03.2018 - 19 L 4/18
  • VG München, 13.06.2018 - M 18 K 17.5260

    Erstattung von Mehrkosten für selbstbeschafften Betreuungsplatz in privater Kita

  • OVG Berlin-Brandenburg, 27.04.2018 - 6 S 15.18

    Beschwerde; einstweilige Anordnung; Betreuungsplatz zur frühkindlichen Förderung;

  • VG München, 21.03.2018 - M 18 K 16.2206

    Keine Aufwandsentschädigung für die Beschaffung eines Betreuungsplatzes

  • VG Frankfurt/Main, 07.12.2018 - 11 K 9855/17

    Aufwendungsersatz für privat organisierte Kinderbetreuung

  • VG Schwerin, 26.04.2019 - 6 A 105/19
  • VG Stade, 23.01.2018 - 4 A 2120/15

    Entgeltübernahme durch den Jugendhilfeträger

  • OVG Sachsen-Anhalt, 28.03.2018 - 4 M 48/18

    Verschaffung eines Betreuungsplatzes in einer Kindertageseinrichtung

  • VG Stuttgart, 28.02.2018 - 7 K 1185/18

    Regelungsinhalt des SGB 8 § 24 Abs 5 S 2; in Kenntnis setzen des öffentlichen

  • OVG Sachsen, 25.10.2018 - 4 B 351/18

    Kindertageseinrichtung; Kindertagespflege; Betreuungszeit; Bedarf

  • OVG Sachsen, 06.09.2018 - 4 B 283/18

    Betreuungsbedarf; Betreuungsdauer; Betreuungszeit

  • OVG Sachsen, 25.10.2018 - 4 B 287/18

    Kindertageseinrichtung; Betreuungsplatz; Betreuungszeit; Wunschrecht; Wahlrecht

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