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   VGH Baden-Württemberg, 09.10.1987 - 5 S 1361/86   

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VGH Baden-Württemberg, 09.10.1987 - 5 S 1361/86 (https://dejure.org/1987,3999)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 09.10.1987 - 5 S 1361/86 (https://dejure.org/1987,3999)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 09. Januar 1987 - 5 S 1361/86 (https://dejure.org/1987,3999)
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Volltextveröffentlichung

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • Landesrecht Baden-Württemberg (Leitsatz)

    § 9 Abs 2 BJagdG, § 6 Abs 1 JagdG BW, § 6 Abs 6 JagdG BW, § 2 Abs 1 JagdGDV BW, § 3 Abs 2 JagdGDV BW, § 20 VwVfG BW
    Entscheidung eines Gemeinderats über eine Jagdverpachtung

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Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ... (8)

  • VGH Baden-Württemberg, 08.09.1995 - 5 S 2650/94

    Klage eines Jagdgenossen auf Feststellung der Rechtswidrigkeit eines

    Die Zulässigkeit einer solchen Feststellungsklage ist jedoch dahingehend eingeschränkt, daß der Jagdgenosse gegen den Verpachtungsbeschluß nur geltend machen kann, dieser sei unter Verletzung solcher Normen zustande gekommen, die der Wahrung der Mitgliedschaft- und Mitwirkungsrechte der Jagdgenossen dienen (so ausdrücklich BVerwG, Urt. v. 09.02.1967 a.a.O. sowie Sen.Urt. v. 09.10.1987 - 5 S 1361/86 -, RdL 1988, 288).

    Die Subsidiaritätsklausel des § 43 Abs. 2 S. 1 VwGO steht der Zulässigkeit der Feststellungsklage ebenfalls nicht entgegen, da der Beschluß über die Jagdverpachtung kein mit Außenwirkung ergehender Verwaltungsakt im Sinne des § 35 S. 1 LVwVfG und somit nicht mit der Anfechtungsklage angreifbar ist (vgl. Sen.Urt. v. 09.10.87 - 5 S 1361/86 -, a.a.O.).

    Dies setzt voraus, daß er in einer ordnungsgemäß einberufenen (und geleiteten) Versammlung gefaßt worden ist (vgl. Sen. Urt. v. 09.10.1987 - 5 S 1361/86 -, a.a.O.).

    Selbst wenn man - entgegen dem Senatsurteil vom 09.10.1987 - 5 S 1361/86 - a.a.O. - eine Relevanz dieses Verfahrensverstoßes für das konkrete Beschlußergebnis verlangt, ist diese zu bejahen.

  • VG Freiburg, 14.03.2001 - 2 K 1354/99

    Jagdgenossenschaft; Übertragung der Verwaltung; Teilung eines Jagdbezirks;

    Ein Verpachtungsbeschluss stellt gegenüber jedem Jagdgenossen ein Rechtsverhältnis i.S.d. § 43 Abs. 1 VwGO dar, da die Umsetzung eines solchen Beschlusses unmittelbar auf seine rechtliche und wirtschaftliche Stellung einwirkt (VGH Bad.-Württ., Urteil vom 9. Oktober 1987 - 5 S 1361/86 - Urteil vom 9. Oktober 1987 - 5 S 1463/86 - Urteil vom 8. September 1995 - 5 S 2650/94 -, BWGZ 1996, S. 84).

    Dies ist der Fall, wenn er wie der Kläger die Unzuständigkeit des für die Jagdgenossenschaft handelnden Gremiums zur Verpachtungsentscheidung geltend macht (VGH Bad.-Württ., Urteil vom 9. Oktober 1987 - 5 S 1361/86 - Urteil vom 9. Oktober 1987 - 5 S 1463/86 - Urteil vom 8. September 1995 - 5 S 2650/94 -, BWGZ 1996, S. 84).

    Ein Beschluss einer Jagdgenossenversammlung ist nur dann wirksam, wenn er in einer ordnungsgemäß einberufenen Versammlung gefasst wird (vgl. VGH Bad.-Württ., Urteil vom 9. Oktober 1987 - 5 S 1361/86-; VG Freiburg, Urteil vom 13. November 1996 - 2 K 562/95-).

    Erforderlich ist aber in jedem Fall ein Beschluss des Gemeinderats, die neu entstandene Jagdgenossenschaft einberufen zu wollen (vgl. VGH Bad.-Württ., Urteil vom 9. Oktober 1987 - 5 S 1361/86-; Urteil vom 8. September 1995 - 5 S 2650/94-, BWGZ 1996, S. 84; VG Freiburg, Urteil vom 13. November 1996 - 2 K 562/95-).

    Dies stellt einen wesentlichen Verfahrensfehler dar, der zur Rechtswidrigkeit des Beschlusses der Jagdgenossenschaftsversammlung führt (VGH Bad.-Württ., Urteil vom 9. Oktober 1987 - 5 S 1361/86 -).

  • VGH Baden-Württemberg, 20.10.1994 - 5 S 2775/93

    Klage eines Jagdgenossen auf Feststellung der Rechtswidrigkeit eines

    Die Klage eines Jagdgenossen auf Feststellung der Rechtswidrigkeit oder Unwirksamkeit eines Jagdverpachtungsvertrages gegen die Jagdgenossenschaft ist nur zulässig, sofern er die Verletzung von Mitgliedschafts- oder Mitwirkungsrechten geltend machen kann (wie BVerwG, Urt v 09.02.1967 - I C 47.65 -, RdL 1967, 137; VGH Bad-Württ, Urt v 09.10.1987 - 5 S 1361/86 -, RdL 1988, 288).

    Für eine solche Klage ist der Verwaltungsrechtsweg gegeben, denn die Beteiligten streiten hinsichtlich des ersten Antrags nicht über die Gültigkeit der zivilrechtlichen Jagdpachtverträge, sondern über die Rechtmäßigkeit eines Beschlusses der Jagdgenossenschaft, die eine Körperschaft des öffentlichen Rechts ist (Urt. d. Senats vom 09.10.1987 - 5 S 1361/86 - RdL 1988, 288; BVerwG, Urt. v. 09.02.1967 - 1 C 47.67 - RdL 1967, 137).

    Die Zulässigkeit einer solchen Feststellungsklage ist jedoch dahingehend eingeschränkt, daß der Jagdgenosse mit der Klage gegen den Verpachtungsbeschluß lediglich geltend machen kann, der Beschluß sei unter Verletzung solcher Normen zustande gekommen, die der Wahrung der Mitgliedschafts- und Mitwirkungsrechte der Jagdgenossen dienen (so ausdrücklich BVerwG, Urt. v. 09.02.1967, a.a.O., sowie Urt. d. Senats vom 09.10.1987 - 5 S 1361/86 - a.a.O.).

  • VGH Baden-Württemberg, 04.12.2003 - 5 S 1797/02

    Klagebefugnis und Feststellungsinteresse für eine Klage auf Feststellung der

    Allerdings könnte nach Abschluss der Pachtverträge ein berechtigtes Interesse an der Feststellung der Unwirksamkeit oder Rechtswidrigkeit der Verpachtungsentscheidung dann bestehen, wenn die streitigen Fragen auch in Zukunft relevant sein können, zum Beispiel bei einer erneuten Pachtvergabe wegen vorzeitiger Beendigung eines Jagdpachtvertrages oder nach Ablauf der Pachtzeit (vgl. Senatsurt. v. 08.09.1995 - 5 S 2650/94 - u. v. 09.10.1987 - 5 S 1361/86 - jeweils a.a.O.; Bay. VGH, Urt. v. 19.03.1987 - 19 B 86.02486 - RdL 1988, 94; Niedersächs. OVG, Urt. v. 17.02.1983 - 14 OVG 260/80 - RdL 1983, 296; OVG NRW, Urt. v. 06.02.1981 - 9 A 65/80 - ).
  • VGH Baden-Württemberg, 05.11.1991 - 5 S 3149/90

    Mitwirkung bei der Beschlußfassung einer Jagdgenossenschaft - Befangenheit -

    Zwar finden die Grundsätze über den Ausschluß befangener Mitglieder grundsätzlich auch bei der Mitgliederversammlung einer Jagdgenossenschaft Anwendung (BVerwG, Urt.v. 10.12.1989 - 3 C 42.98; Beschl.v. 19.5.1969 - 1 B 10.89 - Buchholz 451.16, Nr. 2 zu § 9 BJagdG; VGH Bad.-Württ., Urt.v. 9.10.1987 - 5 S 1361/86 - RdL 1988, 11).
  • OVG Schleswig-Holstein, 20.06.1991 - 3 L 54/91

    Rechtmäßigkeit des Verpachtungsbeschlusses einer Jagdgenossenschaft; Rechtsschutz

    Überwiegend wird in Rechtsprechung und Literatur die allgemeine Feststellungsklage im Sinne von § 43 Abs. 1 VwGO als richtige Klageart angenommen (vgl. OVG Lüneburg, Urteil vom 17.02.1983 - 14 OVG A 260/80 -RdL 1983, 206; OVG Koblenz, Urteil vom 11.02.1987 - 8 A 15/86 - JE IV Nr. 49; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 09.10.1987 - 5 S 1361/86 - JE IV Nr. 62; VG Schleswig, Urteil vom 17.07.1990 - 7 A 387/89 - JE IV Nr. 67).
  • VG Halle, 27.02.2009 - 3 A 124/06
    Damit sind (auch) Fragen geregelt worden, die unmittelbar auf die rechtliche und wirtschaftliche Stellung der Kläger als Jagdgenossen der Beklagten dergestalt Wirkung entfalten, als sie insbesondere deren Auskehrungsanspruch sowie ihre Pflicht zur Duldung der Jagdausübung durch bestimmte Pächter betreffen (vgl. BVerwG, Urt. v. 09. Februar 1967, a.a.O.; VGH Baden-Württemberg, Urt. v. 09. Oktober 1987 ­ 5 S 1361/86 -, Jagdrechtliche Entscheidungen ab 1989, IV Nr. 62).
  • OVG Saarland, 28.02.1989 - 1 W 12/89

    Kein Anspruch eines Jagdgenossen auf Nichtumsetzung eines rechtswidrigen

    Bei der Rechtswegabgrenzung im Jagdrecht ist davon auszugehen, daß jedenfalls beim Streit über einen Beschluß der Jagdgenossenschaft der Verwaltungsrechtsweg gegeben ist (BVerwG, Urteil vom 09.02.1967, Buchholz 451.16 Nr. 1 zu § 9 Bundesjagdgesetz; BayVGH, Urteil vom 19.03.1987, BayVBl. 1988, 533; VGH Bad. Württ., Urteil vom 09.10.1987, RdL 1988, 288).
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