Rechtsprechung
   LG Berlin, 23.07.2015 - 57 S 215/14   

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Zitiervorschläge

https://dejure.org/2015,28729
LG Berlin, 23.07.2015 - 57 S 215/14 (https://dejure.org/2015,28729)
LG Berlin, Entscheidung vom 23.07.2015 - 57 S 215/14 (https://dejure.org/2015,28729)
LG Berlin, Entscheidung vom 23. Juli 2015 - 57 S 215/14 (https://dejure.org/2015,28729)
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Volltextveröffentlichungen (4)

  • Entscheidungsdatenbank Berlin-Brandenburg

    § 823 Abs 1 BGB, § 903 BGB, § 1004 Abs 1 BGB
    Persönlichkeitsrechtsverletzung: Anspruch auf Beseitigung einer auf dem Nachbargrundstück installierten Videokamera

  • grundeigentum-verlag.de(Abodienst, Leitsatz frei)

    Videoüberwachung des eigenen Grundstücks nur bei nachprüfbarer Nichtüberwachung von Nachbargrundstücken zulässig

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Nachbargrundstück wird (mit) überwacht: Eigentümer muss Kamera entfernen!

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (2)

  • anwaltonline.com (Kurzinformation)

    Mietrecht - Kameraüberwachung des Nachbargrundstücks auch bei Verpixelung unzulässig

  • kostenlose-urteile.de (Kurzmitteilung)

    Unzulässige Überwachung des Nachbargrundstücks mittels Kamera trotz Verpixelung - Mögliche Aufhebung der Verpixelung aufgrund Nachbarschaftsstreits begründet Überwachungsdruck

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW-RR 2016, 366
  • NZM 2016, 608
 
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Wird zitiert von ... (3)

  • AG Brandenburg, 22.01.2016 - 31 C 138/14

    Keine Videoüberwachung des Nachbargrundstücks!

    Nach ständiger kommt eine Beeinträchtigung solcher Rechte insbesondere für Grundstücksnachbarn (BGH, Urteil vom 25.04.1995, Az.: VI ZR 272/94, u.a. in: NJW 1995, Seiten 1955 ff.; OLG Köln, Beschluss vom 30.10.2008, Az.: 21 U 22/08, u.a. in: NJW 2009, Seiten 1827 f.; OLG München, Beschluss vom 04.01.2012, Az.: 20 U 4641/11; LG Berlin, Urteil vom 23.07.2015, Az.: 57 S 215/14, u.a. in: Grundeigentum 2015, Seiten 1100 f.; LG Detmold, Urteil vom 08.07.2015, Az.: 10 S 52/15, u.a. in: ZD 2015, Seiten 530 f.; LG Potsdam, Urteil vom 29.05.2015, Az.: 1 S 35/12, u.a. in: BeckRS 2015, Nr.: 17524; LG Potsdam, Urteil vom 22.04.2009, Az.: 13 S 9/09, u.a. in: BeckRS 2010, Nr.: 09078; BeckRS 2010, Nr.: 09078; AG München, Urteil vom 20.03.2015, Az.: 191 C 23903/14, u.a. in: BeckRS 2015, Nr.: 20085; AG Lemgo, Urteil vom 24.02.2015, Az.: 19 C 302/14, u.a. in: BeckRS 2015, Nr.: 12299; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 06.07.2012, Az.: 34 C 97/11) und Mieter in einem privaten Mietshaus (KG Berlin, WuM 2008, Seite 663; Horst, NZM 2000, Seiten 937 ff.) sowie für Betroffene in einer Wohnungseigentumsanlage (KG Berlin, NZM 2002, Seiten 702 f.; OLG Karlsruhe, NZM 2002, Seiten 703 f.; AG Bergisch Gladbach, Urteil vom 03.09.2015, Az.: 70 C 17/15; Huff, NZM 2002, Seiten 89 ff.) in Betracht, die sich der Überwachungsmaßnahme nicht entziehen können, da sie gezwungen sind, dementsprechende Verkehrsflächen zu nutzen (Stöber, NJW 2015, Seiten 3681 ff.; Neuner, JuS 2015, Seiten 961 ff.; Elzer, NJW -, Seiten 3537 ff.; Reinhold, NJW 2009, Seiten 1787 f.).

    Eine solche Befürchtung ist aber insofern grundsätzlich immer dann gerechtfertigt, wenn sie aufgrund konkreter Umstände als nachvollziehbar und verständlich erscheint, etwa im Hinblick auf einen eskalierenden Nachbarstreit - so wie hier (Az. des Amtsgerichts Brandenburg: 32 C 165/11 und Az. des Landgerichts Potsdam: 1 S 6/12) - oder aufgrund objektiv den Verdacht erregender Umstände (BGH, Urteil vom 21.10.2011, Az.: V ZR 265/10, u.a. in: NJW-RR 2012, Seiten 140 f.; BGH, Urteil vom 16.03.2010, Az.: VI ZR 176/09, u.a. in: NJW 2010, Seiten 1533 ff.; LG Berlin, Urteil vom 23.07.2015, Az.: 57 S 215/14, u.a. in: Grundeigentum 2015, Seiten 1100 f.; LG Potsdam, Urteil vom 29.05.2015, Az.: 1 S 35/12, u.a. in: BeckRS 2015, Nr.: 17524; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 06.07.2012, Az.: 34 C 97/11).

    Maßgeblich sind hierbei zwar jeweils die Umstände des Einzelfalls, jedoch erscheint vor dem Hintergrund dieses hier seit Jahren bestehenden Nachbarschaftsstreits der Parteien die Befürchtung des Klägers, die Beklagte werde versuchen, sein (also das klägerische Grundstück) und den von ihm benutzten Weg über das Grundstück der Beklagten zu überwachen, objektiv nicht unbegründet (LG Berlin, Urteil vom 23.07.2015, Az.: 57 S 215/14, u.a. in: Grundeigentum 2015, Seiten 1100 f.; LG Potsdam, Urteil vom 29.05.2015, Az.: 1 S 35/12, u.a. in: BeckRS 2015, Nr.: 17524; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 06.07.2012, Az.: 34 C 97/11).

  • LG Berlin, 14.08.2018 - 67 S 73/18
    Ein Eingriff liegt dabei nicht nur vor, wenn tatsächlich eine Überwachung erfolgt (vgl. BGH, a.a.O), sondern kann im Einklang mit der Rechtsprechung der Kammer (LG Berlin, Beschluss vom 01. Februar 2018 - 67 S 305/17) bereits dann gegeben sein, wenn Dritte - hier die Mieter, Besucher derselben sowie sonstige Dritte - eine Überwachung durch Überwachungskameras aufgrund von Verdachtsmomenten ernsthaft befürchten müssen (sog. "Überwachungsdruck; vgl. etwa BGH, a.a.O.; LG Berlin, Urt. v. 23.07.2015 - 57 S 215/14, NJW-RR 2016, 366).

    In der Entscheidung des BGH heißt es weiterhin, die Befürchtung, durch vorhandene Überwachungsgeräte überwacht zu werden, sei dann gerechtfertigt und mithin mehr als eine bloß hypothetische Überwachungsmöglichkeit, wenn sie aufgrund konkreter Umstände als nachvollziehbar und verständlich erscheine, etwa im Hinblick auf einen eskalierenden Nachbarschaftsstreit oder aufgrund objektiv Verdacht erregender Umstände (vgl. BGH, a.a.O.; dem i.E. folgend: AG Meldorf, a.a.O.; wohl ebenfalls: LG Berlin, Urt. v. 23.07.2015 - 57 S 215/14; Hervorhebung durch das erkennende Gericht).

  • LG Köln, 06.01.2016 - 18 O 69/15

    Entfernung der auf dem Nachbargrundstück angebrachten Videokameras wegen

    Die Kostenentscheidung folgt aus § 92 Abs. 1 ZPO und berücksichtigt, dass der Kläger überwiegend erfolgreich war, da ein Beseitigungsanspruch gemäß § 1004 Abs. 1 BGB (analog) besteht, dieser jedoch nur nicht - wie vom Kläger primär beantragt - auf eine bestimmte Beseitigungsmaßnahme (nämlich Entfernung der Kameras) gerichtet ist (LG Berlin, Urteil vom 23.07.2015 - 57 S 215/14 -, juris).
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