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   VG Gießen, 28.03.2000 - 6 E 1592/98   

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VG Gießen, 28.03.2000 - 6 E 1592/98 (https://dejure.org/2000,14318)
VG Gießen, Entscheidung vom 28.03.2000 - 6 E 1592/98 (https://dejure.org/2000,14318)
VG Gießen, Entscheidung vom 28. März 2000 - 6 E 1592/98 (https://dejure.org/2000,14318)
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Volltextveröffentlichung

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)

    Erstattungspflicht eines zur Leistung verpflichteten Leistungsträgers gemäß § 102 Abs. 1 Sozialgesetzbuch Zehntes Buch (SGB X); Zuständigkeiten hinsichtlich der Erbringung von Leistungen an einen Asylbewerber

 
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Wird zitiert von ... (9)

  • LSG Niedersachsen-Bremen, 20.02.2014 - L 8 AY 98/13

    Asylbewerberleistung - Verstoß gegen eine räumliche Beschränkung - zuständiger

    Demgegenüber wird jedenfalls in den Fällen des Zuwiderhandelns gegen eine asyl- oder ausländerrechtliche räumliche Beschränkung (§ 11 Abs. 2 AsylbLG) vertreten, dass für die Erbringung der Leistungen nach § 11 Abs. 2 AsylbLG stets die Behörde des tatsächlichen Aufenthalts des Ausländers nach § 11 Abs. 2 AsylbLG i.V.m. § 10a Abs. 1 Satz 2 AsylbLG örtlich zuständig ist (VG Gießen, Urteil vom 28. März 2000 - 6 E 1592/98 - juris Rn. 15; SG Berlin, Urteil vom 21. Januar 2009 - S 88 AY 32/08 - juris Rn. 20; VG Magdeburg, Urteil vom 13. Februar 2002 - 6 A 489/01 MD - juris Rn. 20; so wohl Hohm, a.a.O., § 11 Rn. 38) oder aber eine ggf. nach § 10a Abs. 1 Satz 1 AsylbLG bestehende örtliche Zuständigkeit der Behörde des Zuweisungsbereichs bis zur Rückkehr des Ausländers verdrängt wird bzw. "ruht" und die Behörde des tatsächlichen Aufenthalts des Ausländers nach § 10a Abs. 1 Satz 2 AsylbLG örtlich zuständig ist (LSG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 23. März 2012 - L 20 AY 7/12 B ER - juris Rn. 34; Groth in jurisPK-SGB XII, 1. Auflage, § 11 AsylbLG Rn. 30 f.).

    Da die speziellen Erstattungsansprüche nach § 10b AsylbLG nur auf die örtliche Zuständigkeit nach § 10a Abs. 2 AsylbLG Bezug nehmen, kommt als mögliche Rechtsgrundlage einerseits § 9 Abs. 3 AsylbLG i.V.m. § 105 SGB X in Betracht, nach dem der zuständige oder zuständig gewesene Leistungsträger erstattungspflichtig sein kann, wenn ein unzuständiger Leistungsträger Sozialleistungen erbracht hat (vgl. zu dieser möglichen Rechtsgrundlage im AsylbLG etwa VG Gießen, Urteil vom 28. März 2000 - 6 E 1592/98 - juris Rn. 15 f.; SG Berlin, Urteil vom 21. Januar 2009 - S 88 AY 32/08 - juris Rn. 15 ff.).

  • LSG Niedersachsen-Bremen, 23.10.2019 - L 8 AY 39/19

    Zuständigkeit des Trägers nach § 10a AsylbLG bei einer mit erneuter Bedürftigkeit

    Da die speziellen Erstattungsansprüche nach § 10b AsylbLG nur auf die örtliche Zuständigkeit nach § 10a Abs. 2 AsylbLG Bezug nehmen, kommt als mögliche Rechtsgrundlage einerseits § 9 Abs. 3 AsylbLG i.V.m. § 105 SGB X in Betracht, nach dem der zuständige oder zuständig gewesene Leistungsträger erstattungspflichtig sein kann, wenn ein unzuständiger Leistungsträger Sozialleistungen erbracht hat (vgl. zu dieser möglichen Rechtsgrundlage im AsylbLG etwa VG Gießen, Urteil vom 28.3.2000 - 6 E 1592/98 - juris Rn. 15 f.; SG Berlin, Urteil vom 21.1.2009 - S 88 AY 32/08 - juris Rn. 15 ff.).
  • LSG Hessen, 06.10.2011 - L 9 AY 8/08

    Kostenerstattung zwischen Leistungsträgern des AsylbLG untereinander

    24 Der von dem Kläger geltend gemachte Anspruch ergibt sich weder aus § 10b Abs. 1 AsylbLG noch aus § 9 Abs. 3 AsylbLG i.V.m. § 102 SGB X bzw. § 105 SGB X. Dabei kann offen bleiben, ob §§ 102 bis 105 SGB X nur Anwendung finden, sofern nicht bereits § 10b AsylbLG als lex specialis einen Kostenerstattungsanspruch vorsieht (so Herbst in Mergler/Zink, Handbuch der Grundsicherung und Sozialhilfe, Teil II, Stand Januar 2011, § 9 AsylbLG Rdnr. 37, 39 f., vgl. demgegenüber VG Gießen, Urteil vom 28. März 2000 - 6 E 1592/98 - ZfSH/SGB 2000, 556).
  • SG Berlin, 21.01.2009 - S 88 AY 32/08

    Asylbewerberleistung - Kostenerstattung - örtlich zuständiger Leistungsträger -

    Daher kommt eine Kostenerstattung nicht in Betracht." Abgesehen davon, dass das Gericht im Rahmen der allein nach Wortlaut, Sinn und Zweck sowie Gesetzessystematik vorzunehmenden Auslegung des Gesetzes nicht an den Inhalt des genannten Ergebnisprotokolls gebunden ist, regelt der genannte Auszug lediglich den Fall, dass die Behörde des tatsächlichen Aufenthaltsortes im Falle des fiktiven Folgeantrags im Sinne des § 71 AsylVfG für die unabweisbar gebotene Hilfe nach § 11 Abs. 2 AsylbLG zuständig ist, nicht hingegen für sämtliche Leistungen nach §§ 3 ff. AsylbLG (vgl. hierzu VG Gießen, Urteil vom 28. März 2000 - 6 E 1592/98 - Juris).
  • VG Düsseldorf, 25.03.2004 - 11 K 4791/02

    Ausgestaltung des Kostenerstattungsanspruchs der Betreiberin eines

    vgl. diese Frage bejahend: VG Magdeburg, Urteil vom 13. Februar 2002 - 6 A 489/01 MD -, SAR 2002, 92 (94), VG Giessen, Urteil vom 28. März 2000 - 6 E 1592/98 -, NVwZ-Beilage 2000, 134 (135); ablehnend: VG Karlsruhe, Urteil vom 26. September 2003 - 8 K 143/02 -, zitiert nach Juris.
  • SG Aachen, 03.09.2014 - S 19 AY 8/14

    Rechtliche Ausgestaltung der "unabweisbar gebotenen Hilfe" nach dem AsylbLG

    Hierbei folgt die Kammer der Auffassung, dass in den Fällen des Zuwiderhandelns gegen eine asyl- oder ausländerrechtliche räumliche Beschränkung stets die Behörde des tatsächlichen Aufenthalts des Ausländers nach § 11 Abs. 2 AsylbLG i.V.m. § 10a Abs. 1 Satz 2 AsylbLG örtlich zuständig ist (VG Gießen, Urteil vom 28.03.2000 - 6 E 1592/98 = juris Rdnr. 15; SG Berlin, Urteil vom 21.01.2009 - S 88 AY 32/08 = juris Rdnr. 20; VG Magdeburg, Urteil vom 13.02.2002 - 6 A 489/01 MD = juris Rdnr. 20) bzw. eine nach § 10a Abs. 1 Satz 1 AsylbLG bestehende örtliche Zuständigkeit der Behörde des Zuweisungsbereichs bis zur Rückkehr des Ausländers "ruht" und die Behörde des tatsächlichen Aufenthalts des Ausländers nach § 10a Abs. 1 Satz 2 AsylbLG örtlich zuständig ist (LSG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 23.03.2012 - L 20 AY 7/12 B ER = juris Rdnr. 34; Groth, in: jurisPK-SGB XII, 2. Auflage 2014, § 11 AsylbLG Rdnr. 30 f.).
  • LSG Niedersachsen-Bremen, 25.01.2016 - L 8 AY 59/15
    Demgegenüber wird jedenfalls in den Fällen des Zuwiderhandelns gegen eine asyl- oder ausländerrechtliche räumliche Beschränkung (§ 11 Abs. 2 AsylbLG) vertreten, dass für die Erbringung der Leistungen nach § 11 Abs. 2 AsylbLG stets die Behörde des tatsächlichen Aufenthalts des Ausländers nach § 11 Abs. 2 AsylbLG i.V.m. § 10a Abs. 1 Satz 2 AsylbLG örtlich zuständig ist (VG Gießen, Urteil vom 28. März 2000 - 6 E 1592/98 - juris Rn. 15; SG Berlin, Urteil vom 21. Januar 2009 - S 88 AY 32/08 - juris Rn. 20; VG Magdeburg, Urteil vom 13. Februar 2002 - 6 A 489/01 MD - juris Rn. 20; so wohl Hohm, a.a.O., § 11 Rn. 38) oder aber eine ggf. nach § 10a Abs. 1 Satz 1 AsylbLG bestehende örtliche Zuständigkeit der Behörde des Zuweisungsbereichs bis zur Rückkehr des Ausländers verdrängt wird bzw. "ruht" und die Behörde des tatsächlichen Aufenthalts des Ausländers nach § 10a Abs. 1 Satz 2 AsylbLG örtlich zuständig ist (LSG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 23. März 2012 - L 20 AY 7/12 B ER - juris Rn. 34; Groth in jurisPK-SGB XII, 2. Auflage 2014, § 11 AsylbLG Rn. 30 f.).
  • LSG Niedersachsen-Bremen, 02.06.2015 - L 8 AY 8/15
    Dies entspricht im Ergebnis der ganz herrschenden Meinung in Rechtsprechung und Literatur, nach der - mit unterschiedlichen Begründungen - eine ggf. nach § 10a Abs. 1 Satz 1 AsylbLG bestehende örtliche Zuständigkeit der Behörde des Verteil- oder Zuweisungsbereichs bis zur Rückkehr des Ausländers in deren Zuständigkeitsgebiet verdrängt wird bzw. "ruht" und die Behörde des tatsächlichen Aufenthalts des Ausländers nach § 10a Abs. 1 Satz 2 AsylbLG (so die angefochtene Entscheidung des SG; Groth in jurisPK-SGB XII, 2. Aufl., § 11 AsylbLG Rn. 30 f.; LSG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 23. März 2012 - L 20 AY 7/12 B ER - juris Rn. 34; SG Aachen, Beschluss vom 3. September 2014 - S 19 AY 8/14 ER - juris Rn. 25) bzw. nach § 11 Abs. 2 AsylbLG i.V.m. § 10a Abs. 1 Satz 2 AsylbLG örtlich zuständig sein soll (so VG Gießen, Urteil vom 28. März 2000 - 6 E 1592/98 - juris Rn. 15; SG Berlin, Urteil vom 21. Januar 2009 - S 88 AY 32/08 - juris Rn. 20; VG Magdeburg, Urteil vom 13. Februar 2002 - 6 A 489/01 MD - juris Rn. 20; so wohl Hohm, a.a.O., § 11 Rn. 38).
  • VG Magdeburg, 13.02.2002 - 6 A 489/01
    Hier findet § 10a Abs. 1 Satz 2 AsylbLG Anwendung, denn insbesondere in den Fällen, in denen sich ein Leistungsberechtigter einer asyl- oder ausländerrechtlichen räumlichen Beschränkung zuwider nicht in dem Zuständigkeitsbereich der für ihn nach § 10a Abs. 1 Satz 1 AsylbLG zuständigen Behörde aufhält, kann der Natur der Sache nach allein auf den tatsächlichen Aufenthalt für eine unabweisbar gebotene Hilfe, auf die § 11 Abs. 2 AsylbLG rekurriert, abgestellt werden (vgl. auch: VG Gießen, Urteil vom 28.03.2000, 6 E 1592/98).
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