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   VG Braunschweig, 02.06.2020 - 7 A 359/17   

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VG Braunschweig, 02.06.2020 - 7 A 359/17 (https://dejure.org/2020,15023)
VG Braunschweig, Entscheidung vom 02.06.2020 - 7 A 359/17 (https://dejure.org/2020,15023)
VG Braunschweig, Entscheidung vom 02. Juni 2020 - 7 A 359/17 (https://dejure.org/2020,15023)
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Wird zitiert von ... (6)

  • VG Karlsruhe, 14.09.2020 - A 9 K 3639/18

    Rückführung nach Italien trotz der Corona-Pandemie

    bb) Nach diesen Maßstäben können nach Überzeugung der Kammer auf der Grundlage objektiver, zuverlässiger, genauer und gebührend aktualisierter Angaben die Lebensverhältnisse international Schutzberechtigter - jedenfalls betreffend solcher, die nicht aufgrund schwerer Krankheit oder besonders jungen Alters als besonders vulnerabel einzustufen sind - in Italien weder allgemein noch im Einzelfall der Klägerin als erniedrigend oder unmenschlich i. S. d. Art. 4 GRCh angesehen werden (ebenso VG Cottbus, Urteil vom 26.08.2020 - 5 K 1123/19.A - juris Rn. 17 ff.; Freiburg, Urteil vom 19.08.2020 - A 10 K 3159/18 - juris Rn. 42 ff.; VG Arnsberg, Urteil vom 09.07.2020 - 5 K 2904/18.A - juris Rn. 36 ff.; VG Kassel, Urteil vom 08.04.2020 - 4 K 1375/17.KS.A - juris Rn. 32 ff.; VG Augsburg, Urteil vom 09.07.2020 - Au 9 K 20.30303 - juris Rn. 44; zu § 29 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a) AsylG: VG Würzburg, Urteil vom 11.05.2020 - W 8 K 20.50114 - juris Rn. 39 und VG Trier, Urteil vom 28.02.2020 - 7 K 1250/19 TR - juris Rn. 22 ff.; a. A. VG Köln, Beschluss vom 27.08.2020 - 8 L 1429/20.A - juris Rn. 11 ff.; VG Gelsenkirchen, Gerichtsbescheid vom 25.05.2020 - 1a K 9184/17.A - juris Rn. 64 ff.; VG Berlin, Urteil vom 16.07.2020 - 28 K 21.18 A - juris Rn. 42 ff.; VG Hannover, Urteil vom 10.08.2020 - 3 A 3184/15 - juris Rn. 35 ff.; zu § 29 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a): VG Braunschweig, Urteil vom 02.06.2020 - 7 A 359/17 - juris Rn. 39 ff. und VG Minden, Urteil vom 13.11.2019 - 10 K 2221/18 A - juris Rn. 59 ff.).
  • VG Hannover, 30.05.2020 - 3 A 3953/18

    Dublin-Verfahren (Italien)

    Zu Einschränkungen oder dem Entzug der im Rahmen der Aufnahme gewährten materiellen Leistungen nach Art. 20 AufnahmeRL hat der EuGH nunmehr entschieden, dass ein auch nur zeitweiliger Entzug von sämtlichen im Rahmen der Aufnahme gewährten Leistungen in Bezug auf Unterkunft, Verpflegung und Kleidung mit der Verpflichtung des Art. 20 Abs. 5 S. 3 AufnahmeRL, einen würdigen Lebensstandard für den Antragsteller zu gewährleisten, unvereinbar wäre, weil sie ihm die Möglichkeit nähme, seine elementarsten Bedürfnisse zu befriedigen (EuGH, Urteil v. 12.11.2019 - C-233/18 - (Haqbin), juris Rn. 47; vgl. insgesamt auch VG Braunschweig, Urteil vom 02.06.2020 - 7 A 359/17 - juris Rn. 35 ff.).

    b) Gemessen an den vorgenannten rechtlichen Maßstäben liegen die Voraussetzungen des Art. 3 Abs. 2 Unterabs. 2 VO 604/2013 für Asylsuchende, die in Italien bereits einen Asylantrag gestellt sowie eine Unterkunft oder eine Region zugewiesen bekommen haben, jedenfalls zum Zeitpunkt der Entscheidung des Gerichts (§ 77 AsylG) vor (so im Ergebnis auch VG Braunschweig, Urteil vom 02.06.2020 - 7 A 359/17 - juris; VG Minden, Urteil v. 13.11.2019 - 10 K 2221/18.A - juris; VG Gelsenkirchen, Gerichtsbescheid v. 25.05.2020 - 1a K 9184/17.A - juris; a.A. VG Trier, Urteil v. 28.02.2020 - 7 K 1250/19.TR - juris; VG Würzburg, Urteil v. 03.04.2020 - W 10 K 19.30677 - juris; VG Würzburg, Gerichtsbescheid v. 12.05.2020 - W 8 K 20.50144 -juris; VG Gelsenkirchen, Urteil v. 26.02.2020 - 1a K 887/18.A -, juris in Bezug auf nicht besonders schutzbedürftige Asylsuchende).

    Diese - gesetzlich im Aufnahmesystem Italiens vorgesehene - Praxis ist nach der aktuellen Rechtsprechung des EuGH nicht mit Art. 20 Abs. 5 der Aufnahmerichtlinie vereinbar und steht dem Gebot des Art. 4 i.V.m. Art. 1 GRCh entgegen (vgl. ebenso VG Braunschweig, Urteil vom 02.06.2020 - 7 A 359/17 - juris Rn. 43).

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 13.11.2020 - 19 A 450/20

    Ermittlung des Schutzstatus eines Flüchtlings in einem Mitgliedsstaat;

    VGH, Beschluss vom 15. Februar 2018 - 10 ZB 17.30437 -, juris, Rn. 7; vgl. auch OVG NRW, Urteil vom 22. Juni 2016 - 13 A 1018/15.A -, juris, Rn. 28 f.; VG Braunschweig, Urteil vom 2. Juni 2020 - 7 A 359/17 -, juris, Rn. 23; VG Düsseldorf, Urteil vom 26. Oktober 2017 - 12 K 91/17.A -, juris, Rn. 33 ff.; Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Auskunft an das VG Hannover vom 24. September 2018 (Az. 7 A 1616/17, 7 B 1617/17).
  • VG Magdeburg, 01.12.2020 - 7 B 375/20

    Rückführung nach Italien

    Soweit das Verwaltungsgericht B-Stadt in seinem Urteil vom 02.06.2020 (- 7 A 359/17 - juris Rdnr. 44 f.) unter Verweis auf den Europäischen Gerichtshof (Urt. v. 12.11.2019 - C-233/18 - „Haqbin“, juris) ausführt, die beachtliche Wahrscheinlichkeit einer Verletzung von nach Italien rücküberstellten Asylantragstellern in ihren Rechten aus Art. 1 und 4 GRCh aufgrund eines zumindest zeitweisen Vorenthaltens jeglicher staatlich gewährleisteter Unterkunft und Nahrung könne nicht dadurch ausgeschlossen werden, dass Obdachloseneinrichtungen gemeinnütziger Organisationen grundsätzlich zur Verfügung stünden, ist dem entgegen zu halten, dass der Europäische Gerichtshof sich in der in Bezug genommenen Entscheidung zu den sekundärrechtlichen Pflichten der Mitgliedstaaten geäußert hat, deren Verletzung aber - für sich genommen - keine systemischen Mängel begründen kann.
  • VG Hamburg, 31.05.2021 - 9 AE 1532/21

    Dublin-Verfahren; Rückkehrsituation von Familien mit kleinen Kindern und

    (1) Auf der Grundlage der vorliegenden Erkenntnisquellen lassen sich in Italien zum maßgeblichen Zeitpunkt der gerichtlichen Entscheidung (§ 77 Abs. 1 Satz 1 AsylG) systemische Mängel der Aufnahmebedingungen während des Asylverfahrens nicht begründen (im Ergebnis ebenso VGH Mannheim, Urt. v. 29.7.2019, A 4 S 749/19, juris Rn. 43 ff.; OVG Lüneburg, Urt. v. 4.4.2018, 10 LB 96/17, juris Rn. 40 ff.; VG München, Beschl. v. 12.3.2021, M 1 K 19.50569, juris Rn. 31 f.; Beschl. v. 21.1.2021, M 11 S 20.50065, juris Rn. 24 f.; VG Magdeburg, Beschl. v. 1.12.2020, 7 B 375/20, juris Rn. 13 ff.; VG Berlin, Beschl. v. 20.11.2020, 3 L 323/20 A, juris Rn. 13 ff.; VG Würzburg, Urt. v. 13.11.2020, W 10 K 19.31019, juris Rn. 30 ff.; VG Gera, Beschl. v. 13.10.2020, 6 E 1148/20 Ge, juris Rn. 34 ff.; a.A. VG Braunschweig, Urt. v. 2.6.2020, 7 A 359/17, juris Rn. 39 ff.).
  • VG Berlin, 27.04.2021 - 33 L 66.21
    Schließlich gilt Art. 20 Abs. 5 Aufnahmerichtlinie seinem Wortlaut zufolge unterschiedslos für alle nach den Absätzen 1 bis 4 ergehenden Entscheidungen; auch der Kontext, die Systematik sowie Sinn und Zweck der Vorschriften laufen für alle vier Arten von Entscheidungen im Wesentlichen gleich (vgl. EuGH, Urteil vom 19. November 2019 [Haqbin], a.a.O., Rn. 42 ff.; ebenso bereits: VG Braunschweig, Beschluss vom 2. Juni 2020 - 7 A 359/17 - juris Rn. 50 ff.).
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