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Rechtsprechung
   EGMR, 26.06.2012 - 9300/07   

Volltextveröffentlichungen (7)

  • Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte

    HERRMANN c. ALLEMAGNE

    Art. 41, Protokoll Nr. 1 Art. 1, Protokoll Nr. 1 Art. 1 Abs. 1, Protokoll Nr. 1 Art. 1 Abs. 2 MRK
    Violation de l'article 1 du Protocole n° 1 - Protection de la propriété (article 1 al. 1 du Protocole n° 1 - Respect des biens article 1 al. 2 du Protocole n° 1 - Réglementer l'usage des biens) Préjudice moral - réparation (Article 41 - Préjudice moral) (französisch)

  • Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte

    HERRMANN v. GERMANY

    Art. 41, Protokoll Nr. 1 Art. 1, Protokoll Nr. 1 Art. 1 Abs. 1, Protokoll Nr. 1 Art. 1 Abs. 2 MRK
    Violation of Article 1 of Protocol No. 1 - Protection of property (Article 1 para. 1 of Protocol No. 1 - Peaceful enjoyment of possessions Article 1 para. 2 of Protocol No. 1 - Control of the use of property) Non-pecuniary damage - award (Article 41 - Non-pecuniary damage) (englisch)

  • Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte

    HERRMANN v. GERMANY - [Deutsche Übersetzung]

    Art. 41, Protokoll Nr. 1 Art. 1, Protokoll Nr. 1 Art. 1 Abs. 1, Protokoll Nr. 1 Art. 1 Abs. 2 MRK
    [DEU] Violation of Article 1 of Protocol No. 1 - Protection of property (Article 1 para. 1 of Protocol No. 1 - Peaceful enjoyment of possessions Article 1 para. 2 of Protocol No. 1 - Control of the use of property) Non-pecuniary damage - award

  • Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte

    HERRMANN v. GERMANY - [Deutsche Übersetzung] summary by the Austrian Institute for Human Rights (ÖIM)

    [DEU] Violation of Article 1 of Protocol No. 1 - Protection of property (Article 1 para. 1 of Protocol No. 1 - Peaceful enjoyment of possessions;Article 1 para. 2 of Protocol No. 1 - Control of the use of property);Non-pecuniary damage - award

  • Europarat

    Herrmann ./. Deutschland

    (englisch)

  • Europarat

    Herrmann ./. Deutschland

    (französisch)

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (9)

  • verfassungsblog.de (Kurzinformation)

    Stell Dir vor, Deine Menschenrechte werden verletzt, und Du merkst es gar nicht

  • zeit.de (Pressebericht, 12.07.2012)

    Jagdrecht: Blattschuss für die Jägerlobby

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Zwangsmitgliedschaft in der Jagdgenossenschaft

  • RIS Bundeskanzleramt Österreich (Ausführliche Zusammenfassung)
  • spiegel.de (Pressemeldung, 26.06.2012)

    Gerichtshof schränkt deutsches Jagdrecht ein

  • Europarat (Pressemitteilung)

    Grundstückseigentümer hätte nicht verpflichtet werden dürfen, die Jagd auf seinem Land zu dulden

  • Telepolis (Pressebericht, 28.06.2012)

    Vegetarischer Waldbesitzer darf Jagd verbieten

  • kostenlose-urteile.de (Kurzmitteilung)

    Grundstückseigentümer muss Jagd auf seinem Land nicht dulden - EGMR rügt Verletzung des Schutzes des Eigentums


  • Vor Ergehen der Entscheidung:


  • 123recht.net (Pressemeldung zum Verfahren - vor Ergehen der Entscheidung, 13.07.2011)

    Streit um Jagdrecht in Rheinland-Pfalz geht in eine neue Runde

Besprechungen u.ä.

  • juraexamen.info (Fallbesprechung - aus Ausbildungssicht)

    Das Ende der Jagdgenossenschaft?

Sonstiges (5)

  • Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte (Videoaufzeichnung der mündlichen Verhandlung)

    Herrmann v. Germany

    [30.11.2011]

  • Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte (Verfahrensmitteilung)

    [FRE]

  • juraexamen.info (Meldung mit Bezug zur Entscheidung)

    Aktueller Gesetzesentwurf zum examensträchtigen Thema der Jagdgenossenschaft

  • Jurion (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Jagdduldungszwang und Europäische Menschenrechtskonvention - Das Urteil Herrmann/Deutschland und seine Folgen" von RiVG Dr. Christian Maierhöfer, original erschienen in: NVwZ 2012, 1521 - 1524.

  • Jurion (Literaturhinweis: Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Kurznachricht zu "Eigentumsgesetzgebung im Lichte des Grundgesetzes und der Europäischen Menschenrechtskonvention" von Wiss. Mitarbeiter Fabian Michl, original erschienen in: JZ 2013, 504 - 513.

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW 2012, 3629
  • NVwZ 2012, 15291
  • DÖV 2012, 733



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Wird zitiert von ... (38)  

  • BAG, 08.05.2014 - 6 AZR 722/12  

    Insolvenzanfechtung - Zwangsvollstreckung - inkongruente Deckung

    Dieser umfasst sowohl die Auswahl der Durchführungsmodalitäten als auch die Beurteilung der Frage, ob deren Folgen im Allgemeininteresse durch das Bemühen gerechtfertigt sind, das Ziel der in Rede stehenden Rechtsvorschriften zu erreichen (EGMR 26. Juni 2012 - 9300/07 - Rn. 574) .
  • VGH Bayern, 29.11.2012 - 19 BV 12.1462  

    Klage des Mitglieds einer Jagdgenossenschaft auf Erteilung eines jagdbehördlichen

    Das Verfahren wird bis zu der Änderung des Bundesjagdgesetzes, die durch die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26. Juni 2012 (Bw.-Nr. 9300/07 ) veranlasst ist, ausgesetzt.

    Zur Begründung beruft sie sich primär auf die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (im Folgenden: Gerichtshof) vom 26. Juni 2012 (Bw.-Nr. 9300/07 ).

    4 1. Der Klageantrag ist (im Gegensatz zu dem Feststellungsantrag, der Kläger sei nicht - rechtswirksam - Mitglied der Jagdgenossenschaft, den der im Beschwerdeverfahren Nr. 9300/07 vor dem Gerichtshof erfolgreiche Beschwerdeführer vor dem OVG Koblenz und dem Bundesverwaltungsgericht gestellt hat, vgl. BVerwG vom 14.4.2005 NVwZ 2006, 92 ff., RdNrn. 2 und 12) auf bescheidsmäßige Befreiung von der Zwangsmitgliedschaft und deshalb zutreffend gegen den Beklagten gerichtet.

    Das Verfahren wird bis zu der Änderung des Bundesjagdgesetzes, die durch die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26. Juni 2012 (Bw.-Nr. 9300/07 ) veranlasst ist, ausgesetzt.

    Zur Begründung beruft er sich primär auf die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (im Folgenden: Gerichtshof) vom 26. Juni 2012 (Bw.-Nr. 9300/07 ).

    4 1. Der Klageantrag ist (im Gegensatz zu dem Feststellungsantrag, der Kläger sei nicht - rechtswirksam - Mitglied der Jagdgenossenschaft, den der im Beschwerdeverfahren Nr. 9300/07 vor dem Gerichtshof erfolgreiche Beschwerdeführer vor dem OVG Koblenz und dem Bundesverwaltungsgericht gestellt hat, vgl. BVerwG vom 14.4.2005 NVwZ 2006, 92 ff., RdNrn. 2 und 12) auf bescheidsmäßige Befreiung von der Zwangsmitgliedschaft und deshalb zutreffend gegen den Beklagten gerichtet.

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 28.06.2018 - 16 A 2027/16  

    Hinausschieben des Zeitpunkts des Ausspruchs einer jagdrechtliche Befriedung

    vgl. EGMR, Urteil vom 26. Juni 2012 - 9300/07 (I. ) -, NJW 2012, 3629, 3632, = juris, Rn. 574; siehe auch Urteile vom 29. April 1999 - 25088/94 u. a. (Chassagnou u. a.) -, NJW 1999, 3695, 3696, und vom 10. Juli 2007 - 2113/04 (Schneider) -, NuR 2008, 489, 492, jeweils m. w. N.

    vgl. EGMR, Urteil vom 26. Juni 2012 - 9300/07 (I. ) -, a. a. O., Rn. 732: "Schließlich stellt der Gerichtshof fest, dass das Bundesjagdgesetz in keinem Fall die ethischen Überzeugungen der Eigentümer, die die Jagd ablehnen, berücksichtigt."; vgl. auch OVG Rh.-Pf., Beschluss vom 21. Juni 2013 - 8 B 10517/13 -, Jagdrechtliche Entscheidungen I Nr. 120 = juris, Rn. 14, 18; OVG Hamburg, Urteil vom 12. April 2018 - 5 Bf 51/16 -, a. a. O., Rn. 98.

    vgl. auch EGMR, Urteil vom 26. Juni 2012- 9300/07 (I. ) -, a. a. O., Rn. 653.

  • OVG Hamburg, 12.04.2018 - 5 Bf 51/16  

    Befriedung einer zum Jagdgebiet gehörenden Grundfläche auf Betreiben des

    Dabei ist zu berücksichtigten, dass Zweck des neu eingefügten § 6a BJagdG ist, der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (Urt. v. 26.6.2012, Nr. 9300/07, ECLI:CE:ECHR:2012:0626JUD000930007, NJW 2012, 3629 - Herrmann/Deutschland) zu genügen (vgl. Munte, in Schuck, BJagdG, 2. Aufl. 2015, § 6a Rn. 4), es sich aber um eine begrenzte und eng auszulegende Ausnahmevorschrift handelt.

    Anknüpfend an die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (Urt. v. 29.4.1999, Nr. 25088/94 u. a., ECLI:CE:ECHR:1999:0429JUD002508894, NJW 1999, 3695 - Chassagnou/Frankreich; darauf verweisend Urt. v. 26.6.2012, Nr. 9300/07, ECLI:CE:ECHR:2012:0626JUD000930007, NJW 2012, 3629 - Herrmann/Deutschland) muss plausibel werden, dass die vorgebrachten Gründe einen gewissen Grad von Entschiedenheit, Geschlossenheit und Wichtigkeit erreichen und daher in einer demokratischen Gesellschaft Achtung verdienen.

    Wenn die Rechtsordnung die Nutzung von Sachen auf unterschiedliche Berechtigte verteilt, wie hier den Grundeigentümer und den Jagdausübungsberechtigten, hat dabei das Gewissen des Eigentümers nicht notwendig einen höheren Rang als die Grundrechtsausübung anderer Berechtigter (BVerfG, Kammerbeschl. v. 13.12.2006, 1 BvR 2084/05, NVwZ 2007, 808, juris Rn. 25 f.; nachfolgend EGMR, Urt. v. 26.6.2012, a. a. O., ohne Auseinandersetzung mit diesem Gesichtspunkt).

  • VGH Bayern, 29.11.2012 - 19 BV 12.1463  

    Klage des Mitglieds einer Jagdgenossenschaft auf Erteilung eines jagdbehördliche

    Aussetzung des Verfahrens im Hinblick auf eine Änderung des Bundesjagdgesetzes, die durch die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26. Juni 2012 (Bw.-Nr. 9300/07 ) veranlasst ist.

    Das Verfahren wird bis zu der Änderung des Bundesjagdgesetzes, die durch die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26. Juni 2012 (Bw.-Nr. 9300/07 ) veranlasst ist, ausgesetzt.

    Zur Begründung beruft er sich primär auf die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (im Folgenden: Gerichtshof) vom 26. Juni 2012 (Bw.-Nr. 9300/07 ).

    Der Klageantrag ist (im Gegensatz zu dem Feststellungsantrag, der Kläger sei nicht - rechtswirksam - Mitglied der Jagdgenossenschaft, den der im Beschwerdeverfahren Nr. 9300/07 vor dem Gerichtshof erfolgreiche Beschwerdeführer vor dem OVG Koblenz und dem Bundesverwaltungsgericht gestellt hat, vgl. BVerwG vom 14.4.2005 NVwZ 2006, 92 ff., RdNrn. 2 und 12) auf bescheidsmäßige Befreiung von der Zwangsmitgliedschaft und deshalb zutreffend gegen den Beklagten gerichtet.

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 28.06.2018 - 16 A 138/16  

    Erklärung der Befriedung eines Grundstücks bei Ablehnung der Jagdausübung aus

    vgl. Urteil vom 26. Juni 2012 - 9300/07 (Herrmann) -, NJW 2012, 3629 = juris, siehe auch Urteile vom 29. April 1999 - 25088/94 u. a. (Chassagnou u. a.) -, NJW 1999, 3695 und vom 10. Juli 2007 - 2113/04 (Schneider) -, NuR 2008, 489.

    vgl. EGMR, Urteil vom 26. Juni 2012 - 9300/07 (Herrmann) -, a. a. O., Rn. 732 (zum Schlachten von Tieren, Verpachtung der Flächen zur Aufzucht von Schlachtvieh), vgl. auch die teilweise abweichende Meinung des Richters Pinto deAlbuquerque, juris, sowie OVG Hamburg, Urteil vom 12. April 2018 - 5 Bf 51/16 -, a. a. O., Rn. 56.

  • VG Saarlouis, 07.08.2014 - 5 L 942/14  

    Keine Anordnung der aufschiebenden Wirkung des Widerspruchs gegen die Erhebung

    Der EGMR habe in seiner Entscheidung vom 26.06.2012 - 9300/07 - im Verfahren Hermann ./. die Bundesrepublik Deutschland festgestellt, dass die Handhabung von § 6 a BJagdG durch die Bundesrepublik Deutschland gegen Art. 1 Protokoll Nr. 1 zur EMRK verstoße: Die Verpflichtung, die Jagd auf dem eigenen Land zu dulden, obwohl diese aus Gewissensgründen abgelehnt werde, lege Grundstückseigentümern eine unverhältnismäßige Belastung auf.

    Soweit der Antragsteller geltend macht, der EGMR habe in seiner Entscheidung vom 26.06.2012 - 9300/07 - im Verfahren Hermann ./. die Bundesrepublik Deutschland festgestellt, dass die Handhabung von § 6 a BJagdG durch die Bundesrepublik Deutschland gegen Art. 1 Protokoll Nr. 1 zur EMRK verstoße, ist das unzutreffend.

    In der Entscheidung des EGMR heißt es, der Gerichtshof stellt fest, dass das Bundesjagdgesetz in keinem Fall die ethischen Überzeugungen der Eigentümer, die die Jagd ablehnen, berücksichtigt, und deshalb die Verpflichtung, die Jagd auf ihren Grundstücken zu dulden, für die Eigentümer, die die Jagd aus ethischen Gründen ablehnen, eine unverhältnismäßige Belastung darstellt.(EGMR vom 26.06.2012 - 9300/07 -, juris S. 19 von 43).

    Dass der Austritt aus einer bzw. mehreren Jagdgenossenschaften durch die Erklärung der Grundstücke zu befriedetem Besitztum aus ethischen Gründen, trotz des vom Gesetz vorgegebenen erheblichen Verwaltungsaufwandes gebührenrechtlich zu einer Freistellung bzw. Festsetzung der Gebühren deutlich unterhalb des Aufwandes der Verwaltungsbehörde führen müsse, lässt sich der Entscheidung des EGMR vom 26.06.2012 - 9300/07 - nicht entnehmen.

  • VG Würzburg, 29.01.2015 - W 5 K 14.504  

    Befriedung; Schutzziele; Gewissensfreiheit; juristische Person; EGMR; EMRK

    Die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) zur unverhältnismäßigen Belastung von Grundstückseigentümern durch die Verpflichtung zur Duldung der Jagd sei mit den Urteilen vom 29. April 1999 (Nr. 25088/94 u.a.; "C..."), 10. Juli 2007 (Nr. 2113/04; "S...") und 26. Juni 2012 (Nr. 9300/07; "H...") gefestigt.

    Legt man die Entscheidung des EGMR vom 26. Juni 2012 (Nr. 9300/07) zu Grunde, so kann eine unverhältnismäßige Beeinträchtigung des Eigentumsrechts von Grundstückseigentümern durch die Verpflichtung zur Jagd auf ihren Grundstücken nur bei einer besonderen Aufladung des Eigentumsgrundrechts durch ethische Überzeugungen der Grundstückseigentümer angenommen werden.

    Zudem ist die Beeinträchtigung nur unverhältnismäßig, wenn es an einem angemessenen Ausgleich zwischen den Erfordernissen des Allgemeininteresses der Gemeinschaft und den Anforderungen an den Schutz der Rechte des Einzelnen fehlt (vgl. EGMR, U.v. 26.6.2012 - 9300/07 - juris Rn 574).

  • VG Würzburg, 29.01.2015 - W 5 K 14.505  

    Befriedung; Schutzziele; Gewissensfreiheit; juristische Person; EGMR; EMRK

    Die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) zur unverhältnismäßigen Belastung von Grundstückseigentümern durch die Verpflichtung zur Duldung der Jagd sei mit den Urteilen vom 29. April 1999 (Nr. 25088/94 u.a.; "C..."), 10. Juli 2007 (Nr. 2113/04; "S...") und 26. Juni 2012 (Nr. 9300/07; "H...") gefestigt.

    Legt man die Entscheidung des EGMR vom 26. Juni 2012 (Nr. 9300/07) zu Grunde, so kann eine unverhältnismäßige Beeinträchtigung des Eigentumsrechts von Grundstückseigentümern durch die Verpflichtung zur Jagd auf ihren Grundstücken nur bei einer besonderen Aufladung des Eigentumsgrundrechts durch ethische Überzeugungen der Grundstückseigentümer angenommen werden.

    Zudem ist die Beeinträchtigung nur unverhältnismäßig, wenn es an einem angemessenen Ausgleich zwischen den Erfordernissen des Allgemeininteresses der Gemeinschaft und den Anforderungen an den Schutz der Rechte des Einzelnen fehlt (vgl. EGMR, U.v. 26.6.2012 - 9300/07 - juris Rn 574).

  • BVerfG, 27.07.2015 - 1 BvR 2095/12  

    Hat ein Begehren nur Aussicht auf Erfolg, wenn verfassungsrechtliche Erwägungen

    Selbst vor dem Oberverwaltungsgericht hat er, obgleich er dort offensichtlich auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (GK) vom 26. Juni 2012 (Herrmann v. Deutschland, Nr. 9300/07) hingewiesen hat, seine ablehnende Haltung gegen den Angliederungsbescheid nicht anders oder zusätzlich begründet.

    Die Möglichkeit, zu einem Jagdbezirk gehörende Grundflächen auf Antrag des Grundeigentümers aus ethischen Gründen zu befriedeten Bezirken erklären zu lassen, wurde vom Gesetzgeber mit dem neuen § 6a BJagdG in Reaktion auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (GK) vom 26. Juni 2012 (Nr. 9300/07 [Herrmann v. Deutschland] - NJW 2012, 3629) geschaffen.

  • OVG Niedersachsen, 02.02.2015 - 4 LA 245/13  

    Verwaltungsvollstreckung: Einwendungen gegen Grundverfügung - Auswahl des

  • OVG Niedersachsen, 04.09.2012 - 4 LA 181/11  

    Angliederung eines Grundstücks an einen Eigenjagdbezirk

  • VGH Bayern, 30.01.2013 - 19 AE 12.2123  

    Befreiung von Mitgliedschaft in Jagdgenossenschaft aus ethischen Gründen

  • BVerfG, 23.11.2015 - 1 BvR 1795/08  

    Festsetzung des Gegenstandswertes und Anordnung der Auslagenerstattung nach

  • VG Münster, 14.02.2017 - 1 K 1608/15  

    Befriedung von Grundflächen; Ablehnung der Jagdausübung; Ethische Gründe;

  • VG Lüneburg, 14.03.2013 - 6 A 64/11  

    Abrundungsverfügung bezüglich einer jagdbezirksfreien Fläche

  • VG Düsseldorf, 10.05.2017 - 15 K 5140/15  

    Befriedung; ethisch; Unzumutbarkeit; Jagdpachtvertrag; Jagdgenossenschaft

  • VG Lüneburg, 11.02.2016 - 6 A 517/14  

    Abrundungsverfügung bezüglich einer jagdbezirksfreien Fläche

  • VGH Bayern, 30.01.2013 - 19 AE 12.2122  

    Einstweilige Regelung für das Klageverfahren betreffend die Erteilung eines

  • EGMR, 13.12.2016 - 53080/13  

    BÉLÁNÉ NAGY v. HUNGARY

  • VG Lüneburg, 11.02.2016 - 6 A 275/15  

    Zur Befriedung eines Grundstücks nach § 6 a BJagdG

  • VG München, 09.03.2016 - M 7 K 15.2530  

    Wirtschaftlicher Nutzen der Amtshandlung als wesentlicher Aspekt bei

  • VG Düsseldorf, 16.12.2015 - 15 K 8252/14  

    Jagdausübung bleibt trotz ethischer Bedenken des Grundstückseigentümers erlaubt

  • EGMR, 16.10.2012 - 46531/08  

    WEYHE v. GERMANY

  • OVG Berlin-Brandenburg, 01.02.2017 - 11 N 91.15  

    Rundfunkbeitrag; Verfassungsmäßigkeit im privaten Bereich; Anschluss an die

  • VG Göttingen, 30.07.2014 - 2 A 396/12  

    Abrundung eines Jagdbezirks

  • OVG Niedersachsen, 22.12.2016 - 4 LA 83/16  

    Jagdbefriedung bei Gesamthandseigentum; vorliegen der ethischen Gesichtspunkte

  • OVG Niedersachsen, 02.02.2015 - 4 LA 249/13  

    Verwaltungsvollstreckung - Wiederholung und Wechsel von Zwangsmitteln

  • VG Schleswig, 09.05.2017 - 7 A 222/15  

    Klage in Sachen Jagdgatter im Wesentlichen abgewiesen

  • VG Schleswig, 09.05.2017 - 7 A 224/15  
  • VG Schleswig, 09.05.2017 - 7 A 233/16  
  • VG Schleswig, 09.05.2017 - 7 A 228/16  
  • VG Schleswig, 09.05.2017 - 7 A 309/16  
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 27.08.2013 - 16 B 516/13  

    Festsetzung der Verfahrenskosten nach gemeinsamer Erledigterklärung des Verfahren

  • VG Würzburg, 05.03.2013 - W 5 E 13.138  

    Ablehnung der Jagd aus ethischen Gründen; einstweiliger Rechtsschutz;

  • EGMR, 04.06.2015 - 44262/10  

    MORENO DIAZ PEÑA ET AUTRES c. PORTUGAL

  • VG Düsseldorf, 13.05.2013 - 15 L 545/13  

    Vorliegen der Voraussetzungen der Pflicht eines Grundeigentümers zur Duldung des

  • VG Würzburg, 09.01.2013 - W 5 K 12.581  

    Vertretungszwang, Jagdausübung, Gewissensfreiheit, Eigentum

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Rechtsprechung
   EGMR, 20.01.2011 - 9300/07   

Volltextveröffentlichungen (5)

  • Bundesministerium der Justiz

    H. gegen Deutschland

    Art. 1 ZP 1 EMRK; Art. 14 EMRK; Art. 9 EMRK
    Zwangsmitgliedschaft in der Jagdgenossenschaft; Duldung des Jagdausübungsrechts

  • Jurion

    Art. 14 Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) als Ergänzung zu den übrigen materiellen Bestimmungen der EMRK und Protokolle; Entfaltung der Wirkungen des Art. 14 EMRK nur in Bezug auf den Genuss der Rechte und Freiheiten der in der EMRK enthaltenen Bestimmungen; Zulässigkeit der automatischen Mitgliedschaft in einer Jagdgenossenschaft

  • Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte

    HERRMANN v. GERMANY

    Art. 9, Art. 9 Abs. 1, Art. 9 Abs. 2, Art. 14, Art. 14+P1 Abs. 1, Protokoll Nr. 1 Art. 1, Protokoll Nr. 1 Art. 1 Abs. 1, Protokoll Nr. 1 Art. 1 Abs. 2 MRK
    Remainder inadmissible No violation of P1-1 No violation of Art. 14+P1-1 No violation of Art. 9 (englisch)

  • Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte

    HERRMANN c. ALLEMAGNE

    Art. 9, Art. 9 Abs. 1, Art. 9 Abs. 2, Art. 14, Art. 14+P1 Abs. 1, Protokoll Nr. 1 Art. 1, Protokoll Nr. 1 Art. 1 Abs. 1, Protokoll Nr. 1 Art. 1 Abs. 2 MRK
    Partiellement irrecevable Non-violation de P1-1 Non-violation de l'art. 14+P1-1 Non-violation de l'art. 9 (französisch)

  • juris (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (2)

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Verfahrensgang




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Wird zitiert von ...  

  • AG Gelnhausen, 19.12.2012 - 44 OWi 2560 Js 12013/12  

    Störung der Jagdausübung

    Insbesondere die Rechtsprechung des EGMR (Beschwerdenummer 9300/07) ist nicht einschlägig, denn der Betroffene lehnt die Jagd weder aus ethischen Gründen noch aus sonstigen ab, auch hat er sich bislang nicht gegen die Mitgliedschaft in der Jagdgenossenschaft an sich gewandt.
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Rechtsprechung
   EGMR, 06.09.2016 - 9300/07   

Volltextveröffentlichungen (2)

  • Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte

    HERRMANN AGAINST GERMANY

    Information given by the government concerning measures taken to prevent new violations. Payment of the sums provided for in the judgment (englisch)

  • Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte

    HERRMANN CONTRE L'ALLEMAGNE

    Informations fournies par le gouvernement concernant les mesures prises permettant d'éviter de nouvelles violations. Versement des sommes prévues dans l'arrêt (französisch)

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