Rechtsprechung
   BSG, 19.10.2011 - B 6 KA 23/11 R   

Volltextveröffentlichungen (11)

  • lexetius.com

    Vertragsärztliche Versorgung - Medizinisches Versorgungszentrum - Nachbesetzung - frei werdende Arztstellen in gesperrtem Planungsbereich wegen Überversorgung binnen sechs Monaten

  • Sozialgerichtsbarkeit.de

    Vertragsarztangelegenheiten

  • IWW
  • Bundessozialgericht

    Vertragsärztliche Versorgung - Medizinisches Versorgungszentrum - Nachbesetzung - frei werdende Arztstellen in gesperrtem Planungsbereich wegen Überversorgung binnen sechs Monaten

  • rechtsprechung-im-internet.de

    § 75 Abs 1 SGB 5, § 92 Abs 1 S 2 Nr 9 SGB 5, § 95 Abs 1 S 2 SGB 5, § 95 Abs 1 S 3 SGB 5, § 95 Abs 1 S 4 SGB 5
    Vertragsärztliche Versorgung - Medizinisches Versorgungszentrum - Nachbesetzung - frei werdende Arztstellen in gesperrtem Planungsbereich wegen Überversorgung binnen sechs Monaten - Kassenärztliche Vereinigung - Befugnis zur Einlegung von Rechtsmitteln in Zulassungsangelegenheiten - Begriff der "Nach"besetzung - Zulassungsausschuss - Verlängerung der Frist von sechs Monaten

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Jurion

    Nachbesetzung einer in einem medizinischen Versorgungszentrum frei gewordenen Teilzeitstelle in der vertragsärztlichen Versorgung

  • sozialrecht-heute.de

    Anspruch auf Nachbesetzung einer in einem medizinischen Versorgungszentrum frei gewordenen Teilzeitstelle in der vertragsärztlichen Versorgung

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Anspruch auf Nachbesetzung einer in einem medizinischen Versorgungszentrum frei gewordenen Teilzeitstelle in der vertragsärztlichen Versorgung

  • datenbank.nwb.de(kostenpflichtig)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (6)

  • Bundessozialgericht (Terminbericht)

    Angelegenheiten der Vertragszahnärzte; Angelegenheiten des Vertragszahnarztrechts; Angelegenheiten des Vertragsarztrechts

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Medizinisches Versorgungszentrum und die örtliche Überversorgung

  • aerztezeitung.de (Pressebericht)

    MVZ dürfen freie Arztsitze nicht bunkern

  • paluka.de (Kurzinformation)

    Medizinrecht: § 103 Abs. 4a S. 5 SGB V Nachbesetzung von Arztstellen im MVZ nicht unbegrenzt möglich

  • staufer.de (Kurzinformation)

    MVZ: Nachbesetzungsfrist für Vertragsarztstellen

  • ecovis.com (Kurzinformation)

    Fristen bei der Nachbesetzung von Arztstellen im MVZ

Papierfundstellen

  • BSGE 109, 182



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Wird zitiert von ... (32)  

  • BSG, 04.05.2016 - B 6 KA 21/15 R  

    Nachbesetzung einer Viertel-Arztstelle: Sitzeinbringung in MVZ wird schwieriger

    Die Entscheidung stehe auch nicht in Widerspruch zur Entscheidung des BSG vom 19.10.2011 (B 6 KA 23/11 R) , wonach das Recht auf Nachbesetzung einer vakant gewordenen ¼-Arztstelle zeitlich nicht begrenzt sei.

    Das Urteil des BSG vom 19.10.2011 (B 6 KA 23/11 R - BSGE 109, 182 = SozR 4-2500 § 103 Nr. 8) sei auf die vorliegende Fallkonstellation nicht übertragbar.

    Wie der Senat bereits entschieden hat, setzt eine "Nachbesetzung" voraus, dass sich die neue Anstellung hinsichtlich des Umfangs im Rahmen der bisherigen Besetzung hält, dh sie darf deren Umfang nicht überschreiten (BSGE 109, 182 = SozR 4-2500 § 103 Nr. 8, RdNr 20; vgl auch BSG Beschluss vom 14.5.2014 - B 6 KA 67/13 B - Juris; Pawlita in JurisPK-SGB V, 3. Aufl 2016, § 103 RdNr 151) .

    Dies folgt auch aus dem Sinn der Regelung zur Nachbesetzung, der wesentlich darin besteht, den Bestand des MVZ als Einrichtung auch über die Dauer der einzelnen Anstellungsverhältnisse hinaus zu ermöglichen (vgl BSGE 116, 173 = SozR 4-2500 § 103 Nr. 14, RdNr 17; BSGE 109, 182 = SozR 4-2500 § 103 Nr. 8, RdNr 17, 19; zuletzt BSG vom 4.5.2016 - B 6 KA 28/15 R) .

    Etwas anderes folgt auch nicht aus der bisherigen Rechtsprechung des Senats, nach der Vakanzen im Umfang von ¼-Arztstellen grundsätzlich nicht relevant sind und dass ¼-Arztstellen deshalb im Grundsatz ohne zeitliche Beschränkung nachbesetzt werden können (vgl BSGE 109, 182 = SozR 4-2500 § 103, RdNr 29 f) .

    Wie der Senat bereits bezogen auf die Regelung zur Nachbesetzung in § 103 Abs. 4a Satz 5 SGB V aF (entsprechend § 103 Abs. 4a Satz 3 idF des GKV-VStG) dargelegt hat, müssen derartige Ausnahmeregelungen eng ausgelegt werden (BSGE 109, 182 = SozR 4-2500 § 103 Nr. 8, RdNr 23) .

  • BSG, 04.05.2016 - B 6 KA 28/15 R  

    Vertragsärztliche Versorgung - Medizinisches Versorgungszentrum - Nachbesetzung

    Die spezifische Situation, dass jeder neu in ein MVZ eintretende Arzt sich in das MVZ einfügen und sich in dieses eingliedern lassen muss, rechtfertigt es, dem MVZ die alleinige Auswahlbefugnis zu geben (vgl BSGE 109, 182 = SozR 4-2500 § 103 Nr. 8, RdNr 17 mwN) .

    Eine "Nach"besetzung setzt nach dem Wortsinn voraus, dass die Anstellung des neuen Angestellten sich umfangsmäßig im Rahmen der bisherigen Besetzung halten muss, dh sie darf deren Umfang nicht überschreiten (vgl BSGE 109, 182 = SozR 4-2500 § 103 Nr. 8, RdNr 20 mwN; Pawlita in jurisPK-SGB V, 3. Aufl 2016, § 103 RdNr 151; siehe auch Konerding, Der Vertragsarztsitz im Medizinischen Versorgungszentrum, 2009, S 130, 132, 134).

    Der Senat hat bereits entschieden, dass eine Nachbesetzung nach § 103 Abs. 4a Satz 5 SGB V aF grundsätzlich nicht beliebig hinausgezögert werden darf (vgl Urteil vom 19.10.2011 - B 6 KA 23/11 R - BSGE 109, 182 = SozR 4-2500 § 103 Nr. 8, RdNr 22) .

    (1) Der zeitliche Zusammenhang des Ausscheidens eines angestellten Arztes in einem MVZ und der Nachbesetzung der Arztstelle ist nach der bisherigen Rechtsprechung des Senats nicht zu fordern, wenn nur eine Arztstelle mit einem Beschäftigungsumfang von einem Viertel zur Verfügung steht ( BSGE 109, 182 = SozR 4-2500 § 103 Nr. 8, RdNr 27) .

    Hiermit übereinstimmend ist das Ruhen von Zulassungen und deren Entziehung gemäß § 95 Abs. 5 Satz 2 SGB V, § 26 Abs. 1 Ärzte-ZV auch nur im Umfang vollständigen oder hälftigen Ruhens sowie gemäß § 95 Abs. 6 Satz 2 SGB V, § 27 Satz 1 Ärzte-ZV nur im Umfang vollständiger oder hälftiger Entziehung vorgesehen (BSGE 109, 182 = SozR 4-2500 § 103 Nr. 8, RdNr 28) .

    Auch die Entscheidung vom 19.10.2011 betraf eine ¼-Arztstelle, die durch Aufteilung von Vollzeitarztstellen entstanden war (vgl BSGE 109, 182 = SozR 4-2500 § 103 Nr. 8, RdNr 1-2) .

    Verwerfungen sind insbesondere anzunehmen, wenn ein MVZ mehrere ¼-Stellen gleichzeitig in einer Arztgruppe über längere Zeit nicht besetzt und damit insgesamt nicht mehr "nur ¼ Versorgungsauftrag" zur Disposition steht (vgl schon BSGE 109, 182 = SozR 4-2500 § 103 Nr. 8, RdNr 30) .

  • BSG, 11.12.2013 - B 6 KA 49/12 R  

    Vertragsärztliche Versorgung - Zulassung im Wege der Praxisnachfolge - Existenz

    Nach der gesetzlichen Konzeption ist in diesen Planungsbereichen auch die Nachbesetzung von Vertragsarztsitzen im Grundsatz unerwünscht (BSGE 110, 34 = SozR 4-2500 § 103 Nr. 11, RdNr 20; BSGE 91, 253 = SozR 4-2500 § 103 Nr. 1 RdNr 19; BSGE 85, 1, 6 = SozR 3-2500 § 103 Nr. 5 S 32; vgl auch BSGE 109, 182 = SozR 4-2500 § 103 Nr. 8, RdNr 23) .

    Nach Ablauf der Frist erlösche das Recht auf Nachbesetzung (BSGE 109, 182 = SozR 4-2500 § 103 Nr. 8, RdNr 26) .

    Allerdings impliziert der Begriff der Fortführung nach der Rechtsprechung des Senats bereits eine weitestmögliche Kontinuität des Praxisbetriebs (BSG SozR 4-2500 § 103 Nr. 12 RdNr 31; BSGE 109, 182 = SozR 4-2500 § 103 Nr. 8, RdNr 21; BSGE 85, 1, 5 und 7 = SozR 3-2500 § 103 Nr. 5 S 31 f, 34) .

  • BSG, 20.03.2013 - B 6 KA 19/12 R  

    Vertragsärztliche Versorgung - Nachbesetzung eines Vertragsarztsitzes -

    Nach der gesetzlichen Konzeption ist in diesen Planungsbereichen auch die Nachbesetzung von Vertragsarztsitzen unerwünscht (BSGE 85, 1, 6 = SozR 3-2500 § 103 Nr. 5 S 32; BSGE 91, 253 = SozR 4-2500 § 103 Nr. 1, RdNr 19; vgl auch BSGE 109, 182 = SozR 4-2500 § 103 Nr. 8, RdNr 23) .

    (1) Wie der Senat bereits dargelegt hat, ist § 103 Abs. 4 SGB V (aF) schon gemäß seinem Einleitungssatz ausdrücklich darauf ausgerichtet, dass eine Praxis "fortgeführt" werden soll (BSGE 109, 182 = SozR 4-2500 § 103 Nr. 8, RdNr 21) ; eine gleichlautende Formulierung findet sich nach der Umgestaltung des § 103 SGB V durch das GKV-VStG nunmehr in § 103 Abs. 3a Satz 1 SGB V nF.

    Dies hat nicht allein zur Konsequenz, dass sich ein Vertragsarztsitz nur so lange für eine Praxisnachfolge eignet, als noch ein Praxissubstrat vorhanden ist (BSGE 109, 182 = SozR 4-2500 § 103 Nr. 8, RdNr 21 mwN) , sondern impliziert auch eine weitestmögliche Kontinuität des Praxisbetriebs (BSG aaO) .

  • BSG, 30.11.2016 - B 6 KA 38/15 R  

    Vertragsärztliche Versorgung - Praxisschließung - Druck auf Krankenkassen und

    Aus dieser Aufgabenübertragung resultiert die Gesamtverantwortung der vertragsärztlichen Körperschaften für die ordnungsgemäße Durchführung der vertragsärztlichen Versorgung (stRspr des BSG, zB BSGE 79, 97, 99 f = SozR 3-5545 § 23 Nr. 1 S 4; BSGE 109, 182 = SozR 4-2500 § 103 Nr. 8, RdNr 13) .
  • BSG, 23.03.2016 - B 6 KA 9/15 R  

    Vertragsarzt - Rücknahme des Antrags auf Ausschreibung des Vertragsarztsitzes -

    a) Tatbestandliche Voraussetzung für eine Nachfolgezulassung ist daher, dass eine fortführungsfähige Praxis existiert (vgl BSGE 115, 57 = SozR 4-2500 § 103 Nr. 13, RdNr 33; grundlegend BSGE 85, 1, 5 = SozR 3-2500 § 103 Nr. 5 S 31 ff; BSGE 99, 218 = SozR 4-2500 § 103 Nr. 3, RdNr 19; BSGE 109, 182 = SozR 4-2500 § 103 Nr. 8, RdNr 21; BSGE 110, 43 = SozR 4-2500 § 103 Nr. 9, RdNr 19; Pawlita in Schlegel/Voelzke, jurisPK-SGB V, 3. Aufl 2016, § 103 SGB V, RdNr 45 ff und 56).

    Nach Ablauf der Frist erlösche das Recht auf Nachbesetzung (BSGE 109, 182 = SozR 4-2500 § 103 Nr. 8, RdNr 26).

    Dementsprechend findet sich in Rechtsprechung und Literatur als kürzester Zeitraum für die Annahme eines Wegfalls der Fortführungsfähigkeit die Angabe von sechs Monaten (vgl Kremer/Wittmann, Vertragsärztliche Zulassungsverfahren, 2. Aufl 2015, S 147 RdNr 384 mwN; zur Nachbesetzung von MVZ vgl BSGE 109, 182 = SozR 4-2500 § 103 Nr. 8, RdNr 26; mit der Angabe von einem Jahr vgl BSG Beschluss vom 5.6.2013 - B 6 KA 2/13 B - Juris).

  • BSG, 28.09.2016 - B 6 KA 40/15 R  

    Vertragsärztliche Versorgung - Medizinisches Versorgungszentrum - Nachbesetzung

    Dass der Rahmen der bisherigen ärztlichen Tätigkeit in inhaltlicher Hinsicht im Wesentlichen eingehalten wird, ist neben der Übereinstimmung bezogen auf die Arztgruppe im Sinne der Bedarfsplanung sowie den Umfang der Anstellung Voraussetzung für die Nachbesetzung (BSGE 116, 173 = SozR 4-2500 § 103 Nr. 14, RdNr 23; BSGE 109, 182 = SozR 4-2500 § 103 Nr. 8, RdNr 20) .
  • BSG, 02.07.2014 - B 6 KA 23/13 R  

    Vertragsärztliche Versorgung - Medizinisches Versorgungszentrum - Nachbesetzung

    Hieraus folgt ihre Befugnis, die Rechtswidrigkeit dieser Entscheidungen unabhängig von dem Nachweis eines darüber hinausgehenden konkreten rechtlichen Interesses im Einzelfall im Prozess geltend zu machen (BSG SozR 3-2500 § 119 Nr. 1 S 2; BSGE 109, 182 = SozR 4-2500 § 103 Nr. 8, RdNr 13).

    Neben der Übereinstimmung bezogen auf die Arztgruppe im Sinne der Bedarfsplanung sowie des Umfangs der Anstellung setzt die Nachbesetzung der Stelle in einem MVZ voraus, dass der Rahmen der bisherigen ärztlichen Tätigkeit in inhaltlicher Hinsicht im Wesentlichen eingehalten wird (vgl BSGE 109, 182 = SozR 4-2500 § 103 Nr. 8, RdNr 20) .

    Ein Auswahlverfahren sieht § 103 Abs. 4a Satz 3 SGB V für die Nachbesetzung der Stelle in einem MVZ im Gegensatz zur Praxisnachfolge nach § 103 Abs. 4 SGB V gerade nicht vor (vgl BSGE 109, 182 = SozR 4-2500 § 103 Nr. 8, RdNr 17) .

    Aus dem Begriff "fortführen" in § 103 Abs. 4 Satz 4 SGB V hat der Senat das Erfordernis einer weitest möglichen Kontinuität des Praxisbetriebs abgeleitet (BSGE 109, 182 = SozR 4-2500 § 103 Nr. 8, RdNr 21; BSGE 85, 1, 5 und 7 = SozR 3-2500 § 103 Nr. 5 S 31 f und 34) .

    Dementsprechend hat der Senat bereits in einer Entscheidung vom 19.10.2011 (BSGE 109, 182 = SozR 4-2500 § 103 Nr. 8, RdNr 21) dargelegt, dass an die Nachbesetzung einer Stelle in einem MVZ nicht die gleichen Anforderungen hinsichtlich der Kontinuität des Praxisbetriebs gestellt werden können wie an die Nachfolgezulassung, weil die "Nachbesetzung" dem vorherigen Praxisbetrieb nicht so eng verbunden ist, wie dies bei einer "Praxisfortführung" der Fall ist.

  • BSG, 11.02.2015 - B 6 KA 11/14 R  

    Vertragszahnärztliche Versorgung - Zulässigkeit einer zweiten Teilzulassung mit

    Nach ständiger Senatsrechtsprechung sind die K(Z)ÄVen aufgrund der ihnen übertragenen Verantwortung für eine gesetzlichen und vertraglichen Erfordernissen entsprechende Durchführung der vertrags(zahn)ärztlichen Versorgung durch die Entscheidungen der Zulassungsgremien stets und unmittelbar in ihren eigenen Rechten betroffen (zB BSGE 78, 284, 285 = SozR 3-2500 § 311 Nr. 4 S 24; BSG SozR 3-2500 § 119 Nr. 1 S 2; BSGE 85, 1, 2 = SozR 3-2500 § 103 Nr. 5 S 28; BSG SozR 4-2500 § 117 Nr. 1 RdNr 15; BSGE 109, 182 = SozR 4-2500 § 103 Nr. 8, RdNr 13) .
  • LSG Nordrhein-Westfalen, 27.03.2013 - L 11 KA 96/12  
    Die Entscheidung des BSG vom 19.10.2011 - B 6 KA 23/11 R - habe sie im Dezember 2011 nicht kennen können.

    Dabei ist anders als im Praxisnachfolgeverfahren gemäß § 103 Abs. 4 SGB V keine Ausschreibung durch die Kassenärztliche Vereinigung (KV) und keine Bewerberauswahl durch den Zulassungsausschuss vorgesehen: Eine "Nach"besetzung setzt nach dem Wortsinn voraus, dass die Anstellung des neuen Angestellten sich umfangsmäßig im Rahmen der bisherigen Besetzung halten muss, d.h. sie darf deren Umfang nicht überschreiten (BSG, Urteil vom 19.10.2011 - B 6 KA 23/11 R -).

    Ein längeres Offenhalten einer Arztstelle durch das MVZ liefe - abgesehen von der Hintanstellung der Interessen außenstehender Bewerber - nicht nur dem Ziel des Abbaus von Überversorgung im gesperrten Planungsbereich zuwider, sondern wäre auch aus der Sicht sachgerechter Bedarfsplanung sowie realitätsnaher Berechnung des Versorgungsgrades schwerlich tolerabel: Arztstellen, die vorhanden seien, aber nicht besetzt würden, müssten in der Bedarfsplanung wie besetzte Stellen gewertet werden; sie würden den Versorgungsgrad rechnerisch - aber der Realität zuwider - erhöhen und somit das Bild der tatsächlichen Versorgung verfälschen (so BSG, Urteil vom 19.10.2011 - B 6 KA 23/11 R -).

    Dies sei entsprechend auf Nachbesetzungen gemäß § 103 Abs. 4a Satz 5 SGB V zu übertragen, sodass auch hier von einer Höchstfrist von sechs Monaten für Vakanzen auszugehen sei (so BSG, Urteil vom 19.10.2011 - B 6 KA 23/11 R -).

    Allerdings sei dem Zulassungsausschuss die Befugnis einzuräumen, die Frist in besonderen Fällen des Misslingens rechtzeitiger Nachbesetzbarkeit trotz erkennbar ernstlichen Bemühens nochmals um höchstens weitere sechs Monate zu verlängern (so BSG, Urteil vom 19.10.2011 - B 6 KA 23/11 R -).

    Veröffentlicht worden ist das BSG-Urteil in BSGE 109, 182-188; SozR 4-2500 § 103 Nr. 8; ZMGR 1/2012, 46-51; GesR 2012, 179-182; USK 2011-122; Breith 2012, 720-726 und MedR 2012, 830-834.

    Dem ist zu entnehmen, dass die Entscheidung erstmals in ZGMR 2012, 46 ff. (Januar 2012) und alsdann in GesR 2012, 179 ff. (März 2012) publiziert wurde.

  • BSG, 14.12.2011 - B 6 KA 13/11 R  

    Vertragsarzt - Zulassungsverzicht - bestandskräftige Nachbesetzung seines

  • LSG Bayern, 14.01.2015 - L 12 KA 31/14  

    Vakante Arztstelle, 1/4 Arztstelle, Angestelltengenehmigung

  • LSG Bayern, 20.05.2015 - L 12 KA 175/14  

    Nachbesetzung einer originären 1/4 Arztstelle

  • LSG Bayern, 14.11.2012 - L 12 KA 145/12  

    Wegen einstweiliger Anordnung

  • SG Düsseldorf, 11.11.2015 - S 2 KA 413/14  

    Anspruch eines Facharztes für Laboratoriumsmedizin auf Erteilung einer

  • SG Düsseldorf, 14.10.2015 - S 2 KA 492/14  

    Umfang einer Anstellungsgenehmigung in einem medizinischen Versorgungszentrum

  • BSG, 21.03.2012 - B 6 KA 17/11 R  

    Wirtschaftlichkeitsprüfung in der vertragsärztlichen Versorgung - keine

  • LSG Berlin-Brandenburg, 27.04.2016 - L 7 KA 30/14  

    Medizinisches Versorgungszentrum - Aufgabe der vertragsärztlichen Tätigkeit -

  • SG Düsseldorf, 14.10.2015 - S 2 KA 9/14  

    Zulassungsbeschränkungen hinsichtlich der Erteilung einer Anstellungsgenehmigung

  • LSG Baden-Württemberg, 27.08.2015 - L 5 KA 5076/14  

    Vertragsärztliche Versorgung - Bedarfsplanung - Nachbesetzung der Stelle eines

  • SG Kassel, 04.05.2016 - S 12 KR 72/16  

    Krankenversicherung, Leistungserbringungsrecht, Krankenhausbehandlung

  • LSG Baden-Württemberg, 15.10.2014 - L 5 KA 2008/12  

    Vertragsärztliche Versorgung - Nachbesetzung - Vertragsarztsitz -

  • SG Berlin, 06.05.2015 - S 79 KA 258/13  
  • LSG Sachsen, 02.10.2013 - L 8 KA 48/11  

    Rechtmäßigkeit der Erteilung einer zweiten Teilzulassung mit hälftigem

  • LSG Baden-Württemberg, 24.02.2016 - L 5 KA 4567/14  

    Kein Bestandsschutz für MVZ, das durch Hilfsmittelerbringer gegründet werden

  • LSG Berlin-Brandenburg, 07.09.2017 - L 24 KA 38/15  

    Poliklinik

  • LSG Nordrhein-Westfalen, 12.12.2012 - L 11 KA 65/11  
  • SG Marburg, 14.11.2012 - S 12 KA 515/11  

    Vertragsärztliche Versorgung - Medizinisches Versorgungszentrum - Nichtgeltung

  • BSG, 14.05.2014 - B 6 KA 67/13 B  

    Vertragsärztliche Versorgung - Frist für Nachbesetzung einer Stelle gemäß § 103

  • LSG Nordrhein-Westfalen, 30.03.2015 - L 11 KA 94/14  

    Streit über die aufschiebende Wirkung von Drittwidersprüchen gegen die einem

  • LSG Nordrhein-Westfalen, 12.12.2012 - L 11 KA 64/11  
  • LSG Nordrhein-Westfalen, 30.03.2015 - L 11 KA 13/15  

    Streit über die aufschiebende Wirkung von Drittwidersprüchen gegen erteilte

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