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   BFH, 24.04.1996 - II R 37/93   

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https://dejure.org/1996,4870
BFH, 24.04.1996 - II R 37/93 (https://dejure.org/1996,4870)
BFH, Entscheidung vom 24.04.1996 - II R 37/93 (https://dejure.org/1996,4870)
BFH, Entscheidung vom 24. April 1996 - II R 37/93 (https://dejure.org/1996,4870)
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Volltextveröffentlichungen (3)

Sonstiges

  • nwb.de (Verfahrensmitteilung)

    AO 1977 § 122, AO 1977 § 124, AO 1977 § 231, GrEStG § 1 Abs 1 J: 1983
    Aussetzung der Vollziehung; Bekanntgabe; Bescheid; Unterbrechung; Zahlungsverjährung

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • BFH/NV 1996, 865
 
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Wird zitiert von ... (15)

  • BFH, 21.06.2010 - VII R 27/08

    Unterbrechung der Zahlungsverjährung auch bei rechtswidriger Aufforderung zur

    Mit dieser Entscheidung weicht der erkennende Senat nicht von den Entscheidungen des BFH ab, in denen die verjährungsunterbrechende Wirkung von Entscheidungen über die Aussetzung der Vollziehung deshalb verneint worden ist, weil diese dem Steuerschuldner nicht bekannt gegeben worden waren (vgl. Urteile vom 14. Januar 1997 VII R 66/96, BFHE 182, 262; vom 24. April 1996 II R 37/93, BFH/NV 1996, 865, und --zur verjährungsunterbrechenden Wirkung eines Steuerbescheids nach § 147 Abs. 1 RAO-- vom 27. November 1981 II R 18/80, BFHE 134, 519, BStBl II 1982, 276).
  • BFH, 18.11.2003 - VII R 5/02

    Erledigung der Hauptsache; Eintritt der Zahlungsverjährung

    Denn die Wirksamkeit einer Unterbrechungshandlung ist jeweils nach den für diesen Unterbrechungstatbestand geltenden Kriterien zu beurteilen (BFH-Urteile vom 24. April 1996 II R 37/93, BFH/NV 1996, 865; vom 23. April 1991 VII R 37/90, BFHE 164, 392, BStBl II 1991, 742 für den Vollstreckungsaufschub, sowie vom 17. Oktober 1989 VII R 77/88, BFHE 158, 310, BStBl II 1990, 44 für eine Vollstreckungsmaßnahme, und Senatsurteile vom 27. April 1995 VII R 90/93, BFH/NV 1995, 943, 945, und vom 28. August 2003 VII R 22/01 BFHE 203, 20, BFH/NV 2003, 1624 für die Zahlungsaufforderung).

    Nach den von der Rechtsprechung zu diesem Rechtsinstitut entwickelten Grundsätzen kann ein Steuerpflichtiger an der Geltendmachung eines Rechts dann gehindert sein, wenn er mit der Berufung darauf in gravierender Weise gegen die berechtigten Belange der Behörde verstößt und sich zu seinem früheren Verhalten in Widerspruch setzt (vgl. ständige Rechtsprechung des BFH, Urteile vom 7. Juli 1966 V 20/64, BFHE 86, 541, BStBl III 1966, 613; vom 6. Februar 1991 I R 13/86, BFHE 164, 168, BStBl II 1991, 673; vom 23. Juni 1993 X R 214/87, BFH/NV 1994, 295, 297, und vom 8. Februar 1996 V R 54/94, BFH/NV 1996, 733, 735, jeweils m.w.N.) und wenn ihn deshalb eine Rechtspflicht zu einem bestimmten Verhalten trifft (vgl. BFH-Urteil vom 7. November 2001 XI R 14/00, BFH/NV 2002, 745, 747, und BFH-Urteil in BFH/NV 1996, 865).

    Der Grundsatz von Treu und Glauben verdrängt jedoch gesetztes Recht --wie die sich aus einer fehlgeschlagenen Bekanntgabe eines Steuerverwaltungsaktes ergebenden Rechtsfolgen-- nur in ganz außergewöhnlichen Fällen, in denen die Belange der Verwaltung nach allgemeinem Rechtsgefühl in so hohem Maße verletzt werden, dass demgegenüber die Grundsätze der Gesetzmäßigkeit zurücktreten müssen (vgl. BFH-Urteile in BFH/NV 2002, 745; in BFH/NV 1996, 865, und vom 17. Juni 1992 X R 47/88 BFHE 169, 103, BStBl II 1993, 174, 175, und Senatsurteil vom 5. Februar 1980 VII R 101/77, BFHE 130, 90, 95).

    Für den V, der sein mit dem AdV-Antrag verfolgtes Ziel, von der Erhebung und zwangsweisen Beitreibung der Haftungsschuld bis zu einer Entscheidung über den Einspruch gegen den Haftungsbescheid verschont zu bleiben, erreicht hatte, bestand kein Anlass auf einer schriftlichen AdV-Verfügung zu bestehen oder nach einer solchen nachzufragen (vgl. BFH-Urteile in BFH/NV 1996, 865, und in BFH/NV 2002, 745, 747).

  • BFH, 21.09.2016 - V R 24/15

    Grenzen der widerstreitenden Steuerfestsetzung - "Maßgeblicher Sachverhalt" i. S.

    a) Nach dem auch im Steuerrecht geltenden Grundsatz von Treu und Glauben kann ein Steuerpflichtiger zwar an der Geltendmachung eines Rechts gehindert sein, wenn er mit der Berufung darauf in gravierender Weise gegen die berechtigten Belange der Behörde verstößt und sich zu seinem früheren Verhalten in Widerspruch setzt (vgl. BFH-Urteile vom 18. November 2003 VII R 5/02, BFH/NV 2004, 1057, sowie vom 23. Juni 1993 X R 214/87, BFH/NV 1994, 295, 297, und vom 8. Februar 1996 V R 54/94, BFH/NV 1996, 733, 735; jeweils m.w.N.) und wenn ihn deshalb eine Rechtspflicht zu einem bestimmten Verhalten trifft (vgl. BFH-Urteile vom 7. November 2001 XI R 14/00, BFH/NV 2002, 745, 747, und vom 24. April 1996 II R 37/93, BFH/NV 1996, 865).
  • FG Niedersachsen, 10.11.2004 - 6 K 547/98

    Wirksamkeit eines Steuerbescheids als Voraussetzung für einen Abrechnungsbescheid

    Beruft sich das FA auf das Bestehen der Steueransprüche und macht der Steuerpflichtige dagegen Zahlungsverjährung geltend, ist der Steuerpflichtige weiter beschwert und hat ein Rechtsschutzinteresse an der gerichtlichen Klärung der Rechtmäßigkeit der Steuerfestsetzung; das selbe gilt für eine Klage gegen einen Abrechnungsbescheid (vgl. BFH-Urteil vom 24. April 1996 II R 37/93, BFH/NV 1996, 865 mit weiteren Nachweisen; siehe auch Pahlke/Koenig Abgabenordnung § 232 Rz. 3).

    Nur wirksame Maßnahmen vermögen die Unterbrechung herbeizuführen; die Wirksamkeit der Unterbrechungshandlung ist jeweils nach den für diesen Unterbrechungstatbestand geltenden Kriterien zu beurteilen (ständige Rechtsprechung; vgl. zum Beispiel BFH-Urteil vom 24. April 1996 II R 37/93, BFH/NV 1996, 865; BFH-Urteil vom 18. November 2003 VII R 5/02, BFH/NV 2004, 1057, jeweils mit weiteren Nachweisen).

    Eine Unterbrechung durch Geltendmachung des Anspruchs tritt daher nur dann ein, wenn ein durch Bekanntgabe wirksamer Verwaltungsakt vorliegt (BFH-Urteil vom 24. April 1996 II R 37/93, BFH/NV 1996, 865 mit weiteren Nachweisen).

  • BFH, 21.11.2006 - VII R 68/05

    Unterbrechung der Zahlungsverjährung bei fehlender Handlungsfähigkeit -

    Das FA begründet seine Revision damit, dass die Vollstreckung in die vorgenannten Wertpapiere als Realakt ungeachtet der Handlungsunfähigkeit der Klägerin die Unterbrechung der Zahlungsverjährung bewirkt habe (Hinweis auf die Urteile des BFH vom 24. April 1996 II R 37/93, BFH/NV 1996, 865, und vom 17. Oktober 1989 VII R 77/88, BFHE 158, 310, BStBl II 1990, 44).
  • BFH, 22.07.1999 - V R 44/98

    Zahlungsverjährung und Aussetzung der Vollziehung

    Entweder muß die Ausfertigung des Bescheids, die den Bereich der Finanzbehörde vor Ablauf der Verjährungsfrist verlassen hat, dem Adressaten auch tatsächlich zugehen (vgl. BFH-Urteile in BFH/NV 1995, 943, und vom 24. April 1996 II R 37/93, BFH/NV 1996, 865) oder die Bekanntgabe muß wiederholt werden (vgl. BFH-Urteil vom 18. Juni 1998 V R 24/97, BFH/NV 1999, 281).
  • FG Baden-Württemberg, 14.11.2001 - 12 K 309/99

    Unterbrechung der Zahlungsverjährung durch Bekanntgabe einer Zweitschrift der

    Entweder müsse die Ausfertigung des Bescheids, die den Bereich der Finanzbehörde vor Ablauf der Verjährungsfrist verlassen hat, dem Adressaten auch tatsächlich zugehen (vgl. BFH-Urteile in Sammlung amtlich nicht veröffentlichter Entscheidungen des BFH - BFH/NV - 1995, 943 und vom 24. April 1996 II R 37/93, BFH/NV 1996, 865) oder die Bekanntgabe müsse wiederholt werden (vgl. BFH-Urteil vom 18. Juni 1998 V R 24/97, BFH/NV 1999, 281 ).

    Danach muss im Rahmen des § 231 Abs. 1 AO ebenso wie bei Anwendung des § 169 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 AO entweder die Ausfertigung des betreffenden Bescheids, die den Bereich der Finanzbehörde vor Ablauf der Verjährungsfrist verlassen hat, dem Adressaten auch tatsächlich zugehen (Hinweis auf BFH-Urteile in BFH/NV 1995, 943 und vom 24. April 1996 II R 37/93, BFH/NV 1996, 865), oder aber es muss die Bekanntgabe wiederholt werden (Hinweis auf BFH-Urteil vom 18. Juni 1998 V R 24/97, BFH/NV 1999, 281 ).

  • FG Baden-Württemberg, 16.03.1998 - 12 K 213/95
    In Anbetracht der tatbestandlichen Verknüpfung beider Regelungsbereiche ist kein vernünftiger Grund dafür ersichtlich, weshalb der Gesetzgeber es im Bereich der Festsetzungsverjährung unterbinden wollte, daß der Adressat eines Steuerbescheids (oder eines Feststellungs- oder Haftungsbescheids, vgl. §§ 181 Abs. 1 Satz 1 bzw. § 191 Abs. 3 Satz 1 AO ) mit der Behauptung, er habe diesen nicht erhalten, sich der Besteuerung entziehen kann (vgl. BFH, a.a.O., BFHE 160, 7 = BStBl II 1990, 518 [BFH 31.10.1989 - VIII R 60/88] ), wohingegen er im Bereich der Zahlungsverjährung ein entsprechendes Verhalten (Behauptung des Nichtzugangs einer AdV-Verfügung, eines Stundungsbescheids usw.) habe ermöglichen wollen (so im Ergebnis aber wohl BFH, Urteil vom 24. April 1996 II R 37/93 , BFH/NV 1996, 865).

    Anbetracht des oben (unter 2.7) erwähnten BFH-Urteils, BFH/NV 1996, 865 zugelassen.

  • BFH, 05.05.2003 - II B 1/03

    Abgrenzung Einspruch - schlichte Änderung; Untätigkeitsklage

    Etwas anderes könnte nur dann gelten, wenn der Betroffene nach Treu und Glauben zu einer bestimmten Handlung verpflichtet gewesen wäre und dies unterlassen hat (BFH-Urteil vom 24. April 1996 II R 37/93, BFH/NV 1996, 865).
  • BFH, 09.10.2002 - V R 29/01

    Billigkeitsmaßnahme nach § 163 AO; Ursprung bei Verbringung von Waren über die

    Die Zahlungsverjährung ist in jeder Lage des Verfahrens von Amts wegen zu prüfen; dies gilt auch im Festsetzungsverfahren (vgl. BFH-Urteil vom 24. April 1996 II R 37/93, BFH/NV 1996, 865) und im Verfahren wegen eines Billigkeitserlasses.
  • FG Niedersachsen, 28.01.2015 - 15 V 208/14

    Keine Wiedereinsetzung in abgelaufene Klagefrist bei nicht ordnungsgemäßem

  • FG Hamburg, 28.04.2009 - 3 K 43/09

    Bewertung und Verwirkung von Schenkungssteuer nach überlanger Einspruchsdauer

  • VG Cottbus, 18.10.2017 - 3 K 384/13

    Rechtswirkungen des Eintritts einer Zahlungsverjährung

  • FG Niedersachsen, 10.11.2004 - 6 K 385/95

    Einspruchsbescheid als Klagegegenstand nach Erledigung der Hauptsache - Erlass

  • FG Düsseldorf, 03.05.2000 - 5 K 5963/92

    Warenbezüge aus der DDR; Umsatzsteuerkürzung; Begünstigungsrücknahme;

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