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   BFH, 04.03.1986 - VII S 33/85   

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https://dejure.org/1986,838
BFH, 04.03.1986 - VII S 33/85 (https://dejure.org/1986,838)
BFH, Entscheidung vom 04.03.1986 - VII S 33/85 (https://dejure.org/1986,838)
BFH, Entscheidung vom 04. März 1986 - VII S 33/85 (https://dejure.org/1986,838)
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Volltextveröffentlichungen (6)

  • Simons & Moll-Simons

    AO 1977 §§ 34 Abs. 1, 69; FGO § 142; ZPO § 114

  • Wolters Kluwer

    GmbH - Mehrere Geschäftsführer - Verantwortlichkeit von Geschäftsführern - Interne Aufgabenteilung

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Uneingeschränkte steuerliche Haftung eines GmbH-Geschäftsführers trotz unterschiedlicher interner Aufgabenverteilung auf mehrere Geschäftsführer

Papierfundstellen

  • BFHE 146, 23
  • ZIP 1986, 1247
  • BB 1986, 865
  • BStBl II 1986, 384
 
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Wird zitiert von ... (28)

  • BGH, 15.10.1996 - VI ZR 319/95

    Pflichten des Geschäftsführers einer GmbH; Abführung der Arbeitnehmerbeiträge zur

    Deshalb trifft, auch wenn wie hier mehrere zum Geschäftsführer einer GmbH bestellt sind, im Grundsatz jeden von ihnen die Pflicht zur Geschäftsführung und damit auch für die Geschäftsführung im ganzen, denn die Führung der Geschäfte umfaßt nicht in erster Linie die Besorgung bestimmter Geschäfte, sondern die verantwortliche Leitung der Geschäfte in ihrer Gesamtheit (BFH, Urteil vom 26. April 1984 - V R 128/79 - BFHE 141, 443 = ZIP 1984, 1345; Beschluß vom 4. März 1986 - VII S 33/85 - WM 1986, 1023; BGH, Urteil vom 8. November 1989 - 3 StR 249/89 - wistra 1990, 97, 98).
  • BGH, 06.11.2018 - II ZR 11/17

    Persönliche Verantwortung des Geschäftsführers einer GmbH für die Erfüllung der

    Diese betrifft die ausdrücklich den Geschäftsführern einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung zur persönlichen Erfüllung zugewiesenen Aufgaben nach § 34 Abs. 1 AO gegenüber dem Steuergläubiger und damit einen vom öffentlichen Recht geprägten Pflichtenkreis (BFHE 141, 443, 446 f.; BFH, Urteil vom 17. Mai 1988 - VII R 89/85, juris Rn. 14; BFHE 146, 23, 25 f.; vgl. MünchKommGmbHG/Stephan/Tieves, 2. Aufl., § 37 Rn. 104).

    In einem solchen Fall soll es auch für die Haftung gegenüber dem Steuergläubiger auf eine schriftliche Aufgabenverteilung nicht ankommen (BFHE 146, 23, 26).

  • BFH, 13.03.2003 - VII R 46/02

    Haftung eines Vereinsvorsitzenden

    Allenfalls kann er seine Verantwortlichkeit beschränken, was jedoch voraussetzt, dass für die Aufgabenverteilung klare schriftliche Regelungen bestehen (u.a. BFH-Entscheidungen vom 26. April 1984 V R 128/79, BFHE 141, 443, BStBl II 1984, 776; vom 4. März 1986 VII S 33/85, BFHE 146, 23, BStBl II 1986, 384, und vom 4. Mai 1998 I B 116/96, BFH/NV 1998, 1460).
  • BFH, 07.03.1995 - VII B 172/94

    Haftung des GmbH-Geschäftsführers für Steuerschulden

    Falls er diese -- wie er behauptet -- nicht gehabt hat, hätte er die Geschäftsführertätigkeit bei einer GmbH nicht übernehmen dürfen (vgl. auch BFH-Urteil vom 20. April 1982 VII R 96/79, BFHE 135, 416, BStBl II 1982, 521; Beschluß vom 4. März 1986 VII S 33/85, BFHE 146, 23, BStBl II 1986, 384).
  • BFH, 04.05.1998 - I B 116/96

    Statthaftigkeit einer Beschwerde gegen die Ablehnung eines Antrages auf

    Die Begrenzung, die sich auch auf die Haftung auswirkt, setzt jedoch voraus, daß von vornherein, klar und eindeutig -- und somit schriftlich -- festgelegt worden ist, welcher der gesetzlichen Vertreter für welche Aufgabe zuständig ist (BFH- Entscheidungen vom 26. April 1984 V R 128/79, BFHE 141, 443, BStBl II 1984, 776; vom 4. März 1986 VII S 33/85, BFHE 146, 23, BStBl II 1986, 384; Klein/Rüsken, Abgabenordnung, 6. Aufl., 1998, § 34 Anm. 2, m.w.N., § 69 Anm. 5).

    Die Begrenzung gilt allerdings nur insoweit und nur solange, als kein Anlaß besteht, an der ordnungsgemäßen Erfüllung der steuerlichen Pflichten durch den zuständigen gesetzlichen Vertreter zu zweifeln (BFH-Beschluß in BFHE 146, 23, BStBl II 1986, 384).

    Es muß gewährleistet sein, daß die Geschäfte die Grenzen des laufenden Geschäftsverkehrs nicht überschreiten und daß bei einer auch nur entfernt zu befürchtenden Gefährdung der Liquidität oder des Vermögens der juristischen Person alle gesetzlichen Vertreter unverzüglich unterrichtet werden (s. BFH-Entscheidungen in BFHE 141, 443, BStBl II 1984, 776; in BFHE 146, 23, BStBl II 1986, 384; s.a. BFH-Urteil vom 13. Januar 1987 VII R 86/85, BFH/NV 1987, 550).

  • LG Kiel, 03.04.2019 - 3 KLs 3/18

    Prozess gegen Sig-Sauer-Manager: Deutsche Pistolen für den Bürgerkrieg

    Ein Geschäftsführer darf sich zwar darauf verlassen, dass sich der nach der internen Aufgabenverteilung vorrangig zuständige Geschäftsführer um seinen Aufgabenbereich kümmert (vgl. BGH, Beschluss vom 28.05.2002 - 5 StR 16/02, zitiert nach juris, dort Rn. 25; BGH, Urteil vom 06.07.1990 - 2 StR 549/89, zitiert nach juris, dort Rn. 48; BGH, Urteil vom 15.10.1996 - VI ZR 319/95, zitiert nach juris, dort Rn. 20-22; BFH, Urteil vom 26.04.1984 - V R 128/79, zitiert nach juris, dort Rn. 18; BFH, Beschluss vom 04.03.1986 - VII S 33/85, zitiert nach juris, dort Rn. 11).

    Das gilt aber nur, solange es keine Anhaltspunkte für eine ungenügende Aufgabenerfüllung gibt (vgl. BGH, Beschluss vom 28.05.2002 - 5 StR 16/02, zitiert nach juris, dort Rn. 25-26; BGH, Urteil vom 06.07.1990 - 2 StR 549/89, zitiert nach juris, dort Rn. 48; BGH, Urteil vom 15.10.1996 - VI ZR 319/95, zitiert nach juris, dort Rn. 21-22; BFH, Urteil vom 26.04.1984 - V R 128/79, zitiert nach juris, dort Rn. 20, 24; BFH, Beschluss vom 04.03.1986 - VII S 33/85, zitiert nach juris, dort Rn. 11-12).

    Schon bei ordnungsgemäßer Erfüllung der Aufgaben verbleibt es in jedem Fall bei einer Überwachungspflicht des nicht vorrangig zuständigen Geschäftsführers (vgl. BGH, Beschluss vom 28.05.2002 - 5 StR 16/02, zitiert nach juris, dort Rn. 25; BFH, Beschluss vom 22.07.2010 - VII B 126/09, Rn. 7; BGH, Urteil vom 15.10.1996 - VI ZR 319/95, zitiert nach juris, dort Rn. 21; BFH, Beschluss vom 04.03.1986 - VII S 33/85, zitiert nach juris, dort Rn. 10).

  • FG Rheinland-Pfalz, 10.12.2013 - 3 K 1632/12

    Haftung bei Verantwortlichkeit von mehreren Geschäftsführern einer GmbH, die

    Anderenfalls bestünde die Gefahr, dass im Haftungsfall jeder Geschäftsführer auf die Verantwortlichkeit eines anderen verweist (ständige Rechtsprechung, vgl. BFH, Beschlüsse vom 21.10.2003 VII B 353/02, BFH/NV 2004, 157, und vom 04.03.1986 VII S 33/85, BStBl II 1986, 384; BFH, Urteil vom 26.04.1984 V R 128/78, BStBl II 1984, 776).

    Aber selbst bei Vorliegen einer klaren, eindeutigen und schriftlichen Aufgabenverteilung muss der nicht mit den steuerlichen Angelegenheiten einer Gesellschaft betraute Geschäftsführer einschreiten, wenn die Person des Mitgeschäftsführers oder die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft dies erfordern, beispielsweise in finanziellen Krisensituationen (BFH, Beschluss vom 04.03.1986 VII S 33/85 aaO).

  • BFH, 12.05.2009 - VII B 266/08

    Geschäftsführerhaftung trotz Einsatzes sachverständiger Sanierungsexperten

    Danach kommt einer internen Aufgabenverteilung eine haftungsbegrenzende Wirkung nur dann zu, wenn die nähere Ausgestaltung der Aufgabenzuweisungen vor Aufnahme der Geschäftsführertätigkeit klar und eindeutig schriftlich festgelegt worden ist (BFH-Entscheidung vom 4. März 1986 VII S 33/85, BFHE 146, 23, BStBl II 1986, 384), wofür im Streitfall keine Anhaltspunkte bestehen.
  • BFH, 31.10.2005 - VII B 57/05

    Geschäftsführerhaftung bei interner Aufgabenverteilung

    Im Übrigen kann nach der Rechtsprechung des Senats eine Haftungsbegrenzung durch eine interne Aufgabenverteilung nur dann Platz greifen, wenn die Aufgabenzuweisung klar und eindeutig, d.h. in schriftlicher Form, festgelegt worden ist (BFH-Entscheidungen vom 4. März 1986 VII S 33/85, BFHE 146, 23, BStBl II 1986, 384, und vom 26. April 1984 V R 128/79, BFHE 141, 443, BStBl II 1984, 776), wofür im Streitfall jegliche Anhaltspunkte fehlen.
  • BFH, 23.08.1988 - VII B 58/88

    Verwirklichung des Haftungstatbestands auf Grund fehlender

    Mit der Nichtzulassungsbeschwerde macht der Kläger geltend, die Vorentscheidung weiche ab von der Entscheidung des Senats vom 4. März 1986 VII S 33/85 (BFHE 146, 23, BStBl II 1986, 384).

    Die von der Beschwerde behauptete Divergenz (§ 115 Abs. 2 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung - FGO -) der Vorentscheidung von dem Beschluß des Senats in BFHE 146, 23, BStBl II 1986, 384 liegt nicht vor.

    Diese Ausführungen des FG stehen in Einklang mit der Rechtsprechung des BFH, wie sie auch in dem Beschluß des Senats in BFHE 146, 23, BStBl II 1986, 384 zum Ausdruck kommt.

  • BFH, 02.10.1986 - VII R 28/83

    Anforderungen an die Rechtmäßigkeit eines Haftungsbescheides - Beurteilung des

  • FG Münster, 03.03.2016 - 1 K 2243/12

    Rechtmäßigkeit eines gegenüber dem Geschäftsführer einer KG entstandenen

  • FG Hamburg, 21.10.2010 - 6 K 228/08

    Haftung eines Vorstandsmitgliedes einer Aktiengesellschaft für nicht abgeführte

  • FG Münster, 16.01.2014 - 9 K 2879/10

    Grundsatz "anteiliger Tilgung" im Rahmen des § 69 AO

  • BFH, 27.05.2009 - VII B 231/08

    Haftungsbegrenzung durch interne Aufgabenverteilung in einer Gesellschaft - Keine

  • FG Münster, 03.03.2016 - 1 K 2245/12

    Rechtmäßigkeit eines gegenüber dem Geschäftsführer einer KG entstandenen

  • BFH, 08.02.2008 - VII B 199/07

    Verlust des Rügerechts durch unterlassene Rüge nicht erhobener Beweise -

  • BFH, 08.04.2003 - VII B 386/02

    Ordnungsgemäße Darlegung der grundsätzlichen Bedeutung; Rüge der Verletzung des

  • VG München, 21.04.2016 - M 10 K 15.5124

    Haftungsbescheid gegen Gesellschaft als Liquidatorin im Hinblick auf

  • BFH, 06.05.1997 - VII B 23/97

    Voraussetzungen für die Bewilligung von Prozesskostenhilfe

  • FG München, 18.03.2005 - 8 K 4814/04

    Haftungsinanspruchnahme des Vorstands einer AG für nicht abgeführte Lohnsteuer

  • FG München, 28.06.2007 - 14 K 934/06

    Haftung des Geschäftsführers für Steuerschulden einer GmbH; Erstreckung der

  • FG Berlin, 30.06.2000 - 2 K 2242/00

    Haftung eines faktischen Geschäftsführers für Umsatzsteuerschulden einer GmbH;

  • BFH, 26.06.1997 - VII B 99/97

    Klärungsbedürftigkeit der Frage des Vorliegens von grober Fahrlässigkeit im

  • OLG Düsseldorf, 06.02.1992 - 6 U 17/91
  • BFH, 11.11.1986 - VII R 3/82

    Steuerliche Bewertung der Nichtabführung von Steuerabzugsbeträgen - Verpflichtung

  • FG Hamburg, 21.12.1998 - V 202/96

    Haftung gemäß § 71 AO für hinterzogene Umsatzsteuer für einen Grundstücksverkauf;

  • FG Hessen, 14.12.2004 - 6 K 1562/01

    Haftung; Lohnsteuerhilfeverein; Steuerschuldner; Vereinssitz; Zuständigkeit -

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