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   BFH, 27.05.1994 - VI R 67/92   

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https://dejure.org/1994,560
BFH, 27.05.1994 - VI R 67/92 (https://dejure.org/1994,560)
BFH, Entscheidung vom 27.05.1994 - VI R 67/92 (https://dejure.org/1994,560)
BFH, Entscheidung vom 27. Mai 1994 - VI R 67/92 (https://dejure.org/1994,560)
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Volltextveröffentlichungen (5)

  • Simons & Moll-Simons
  • Wolters Kluwer

    Werbungskosten - Bekleidung - Nichtselbständige Arbeit - Umzug

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
  • datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)

    Aufwendungen für die Anschaffung klimabedingter Kleidung im Zusammenhang mit einem beruflich veranlaßten Umzug vom Ausland in das Inland sind keine Werbungskosten

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • BFHE 175, 57
  • BB 1994, 1924
  • BB 1994, 2401
  • DB 1995, 76
  • BStBl II 1995, 17
 
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Wird zitiert von ... (36)

  • BFH, 21.09.2009 - GrS 1/06

    Aufteilung der Aufwendungen für eine gemischt veranlasste Reise

    Dem entspricht im Ergebnis die bisherige Rechtsprechung, die derartige Aufwendungen als nicht abziehbar beurteilt hat (OFH-Urteil in RFHE 54, 270 - Verschleiß von Schuhsohlen und bürgerlicher Kleidung; BFH-Urteil in BFHE 58, 689, BStBl III 1954, 174; BFH-Beschluss vom 22. April 2003 VI B 275/00, BFH/NV 2003, 1052 - jeweils zur Anschaffung eines Hörgeräts; BFH-Urteile in BFHE 158, 221, BStBl II 1990, 49; in BFHE 164, 419, BStBl II 1991, 751; vom 20. März 1992 VI R 55/89, BFHE 168, 83, BStBl II 1993, 192; vom 27. Mai 1994 VI R 67/92, BFHE 175, 57, BStBl II 1995, 17 - jeweils zu bürgerlicher Kleidung; vom 23. Oktober 1992 VI R 31/92, BFHE 169, 350, BStBl II 1993, 193; vom 20. Juli 2005 VI R 50/03, BFH/NV 2005, 2185 - jeweils zu den Kosten einer Brille).
  • BFH, 08.10.2008 - VIII R 58/06

    Steuerfreie Fahrtkostenpauschale für politische Mandatsträger

    Die Steuerfreiheit erstrecke sich nur auf Reisekostenvergütungen, die im konkreten Einzelfall nach den Regelungen der Reisekostengesetze gezahlt, also für tatsächlich gefahrene Kilometer abgerechnet worden seien (unter Verweis auf das Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 27. Mai 1994 VI R 67/92, BFHE 175, 57, BStBl II 1995, 17; Handzik in Littmann/Bitz/Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, § 3 Rz 512).

    Der mit der Vorschrift --auch-- verfolgte Vereinfachungszweck (vgl. BFH-Urteil in BFHE 175, 57, 64, BStBl II 1995, 17, 21) rechtfertigt es allerdings nicht, auch solche als Kostenvergütungen o.ä.

    bezeichneten Einkommensteile von der Steuer zu befreien, denen tatsächlich kein entsprechender Aufwand gegenübersteht (BFH-Urteile in BFHE 175, 57, BStBl II 1995, 17; vom 21. Oktober 1996 VI R 71/93, BFH/NV 1997, 286; a.A. noch BFH-Urteil vom 15. Oktober 1982 VI R 229/77, BFHE 136, 542, BStBl II 1983, 75) oder aber nur ein Aufwand, der den Kosten der privaten Lebensführung zuzurechnen oder von ihnen nicht klar abzugrenzen ist (§ 12 Nr. 1 EStG; s. BFH-Urteil vom 29. November 2006 VI R 3/04, BFHE 216, 163, BStBl II 2007, 308, m.w.N.).

    Vielmehr gilt der Grundsatz, dass Erstattungen oder Vergütungen nur dann steuerfrei sein können, wenn sie der Abgeltung eines Aufwands dienen, der als Werbungskosten oder Betriebsausgaben abziehbar wäre, müsste ihn der Steuerpflichtige selbst tragen (s. BFH-Urteile in BFHE 175, 57, 63, BStBl II 1995, 17, 20, und in BFH/NV 1997, 286 zu § 3 Nr. 13 und Nr. 16 EStG; in BFHE 216, 163, BStBl II 2007, 308; vom 15. November 2007 VI R 91/04, BFH/NV 2008, 767, und vom 9. Juli 1992 IV R 7/91, BFHE 169, 144, BStBl II 1993, 50 zu § 3 Nr. 12 Satz 2 EStG).

    Da heute nach geänderter Rechtslage --im Unterschied zu dem BFH-Urteil in BFHE 136, 542, BStBl II 1983, 75-- von steuerrechtlicher und reisekostenrechtlicher Inkongruenz ausgegangen wird (vgl. BFH-Urteil in BFHE 175, 57, BStBl II 1995, 17 unter 2.c der Entscheidungsgründe), kann nicht entscheidungserheblich auf das Reisekostenrecht abgestellt werden.

    Ihrem Vereinfachungszweck entsprechend verlangt die Vorschrift des § 3 Nr. 13 EStG vom Steuerpflichtigen keinen Einzelnachweis der entstandenen Kosten (vgl. BFH-Urteil in BFHE 175, 57, 64, BStBl II 1995, 17, 21), vielmehr muss nach Auffassung des Senats der Nachweis genügen, dass der Reisekostenersatz bzw. die Reisekostenvergütung sich am tatsächlichen Aufwand orientiert.

    Eine kleinliche Betrachtung ist dabei zu vermeiden (s. BFH-Urteil in BFHE 175, 57, 64, BStBl II 1995, 17, 21), so dass etwa einer an den sachlichen Maßstäben des BRKG ausgerichteten Durchschnittskostenermittlung --auch ohne rechtliche Verweisung hierauf in § 3 Nr. 13 EStG-- grundsätzlich zu folgen wäre.

  • FG Düsseldorf, 23.05.2001 - 14 K 7237/98

    Streit über die Höhe eines Werbungskostenabzuges bei der

    In den Erläuterungen wies er darauf hin, dass angesichts der Urteile des Bundesfinanzhofes -BFH- vom 20. März 1993 (Bundessteuerblatt -BStBl- II 1993, S. 192) sowie vom 27. Mai 1994 (BStBl II 1995, S. 17) der Ausstattungsbeitrag nicht als Werbungskosten abziehbar sei.

    Das Urteil des BFH vom 27. Mai 1994 (BStBl II 1995, S. 17) setze sich ausführlich mit dem Werbungskostenbegriff auseinander, jedoch ergebe sich gerade aus diesem Urteil, dass der Ausstattungsbeitrag als Werbungskosten anerkannt werden müsse.

    Auch für die Anschaffung klimabedingter Kleidung nach § 11 AUV habe der BFH mit Urteil vom 27. Mai 1994 ( BStBl II 1995, 17) hinsichtlich § 12 EStG entschieden, dass ein Werbungskostenabzug für diese Aufwendungen grundsätzlich nicht anzuerkennen sei.

    Ergänzend machen sie geltend, es sei nicht ersichtlich, wieso der Beklagte sich auf das BFH-Urteil vom 27. Mai 1994 (BStBl II 1995, 17) beziehe.

    Die Verweisung auf die Vorschriften des Bundesumzugskostenrechts zur Ermittlung eines zutreffenden Werbungskostenabzugs findet jedoch nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung dort ihre Grenze, wo diese Vorschriften mit dem allgemeinen Werbungskostenbegriff des § 9 Abs. 1 Satz 1 EStG nicht mehr vereinbar sind (BFH-Urteile vom 6. November 1986 VI R 135/85, BStBl II 1987, 188; vom 7. September 1990 VI R 141/86, BFH/NV 1991, 445; vom 15. November 1991 VI R 36/89, BStBl II 1992, 492; vom 20. März 1992 VI R 55/89, BStBl II 1993, 192; vom 27. Mai 1994 VI R 67/92, BStBl II 1995, 17; vgl. auch FG Hamburg, Urteil vom 7. Mai 1998 V 88/96, EFG 1998, 1386 und v. Bornhaupt in Kirchhof / Söhn / Mellinghoff, EStG, § 9 Rdnr. B 615).

    Die Vorschriften des Bundesumzugskostenrechts sind folglich zur Auslegung des steuerrechtlichen Werbungskostenbegriffs, der diese Aufwendungen grundsätzlich gerade nicht erfassen soll (§ 12 Nr. 1 Satz 2 EStG), nicht geeignet (BFH-Urteil vom 7. September 1990 VI R 141/86, BFH/NV 1991, 445 m.w.N.; vom 1. Dezember 1993 I R 61/93, BStBl II 1994, 323; vom 27. Mai 1994 VI R 67/92, BStBl II 1995, 17; FG München, Urteil vom 26. Mai 1982 IX 2/77 E, EFG 1983, 17; FG Hamburg, Urteil vom 7. Mai 1998 V 88/96, EFG 1998, 1386; v. Bornhaupt in Kirchhof / Söhn / Mellinghoff, a.a. O.).

    Die Beantwortung der Frage, welche Aufwendungen im Falle eines beruflich veranlassten Umzugs als Werbungskosten abziehbar sind, hat sich deshalb allein nach steuerrechtlichen Grundsätzen zu richten (BFH-Urteil vom 27. Mai 1994 VI R 67/92, BStBl II 1995, 17).

    Der Werbungskostenabzug hängt davon ab, ob die Umzugskosten - jeweils einzeln betrachtet - ausschließlich oder nahezu ausschließlich beruflich veranlasst sind, also nicht der privaten Lebensführung zuzurechnen sind (BFH-Urteil vom 27. Mai 1994 VI R 67/92, BStBl II 1995, 17; vom 1. Dezember 1993 I R 61/93, BStBl II 1994, 323; FG Hamburg, Urteil vom 7. Mai 1998 V 88/96, EFG 1998, 1386; FG Köln, Urteil vom 22. Juli 1986 II K 63/86, EFG 1987, 169; FG München, Urteil vom 26. Mai 1982 IX 2/77 E, EFG 1983, 17).

    Einer ungleichmäßigen Besteuerung ist für den Bereich der Umzugskosten im Rahmen einer verfassungsmäßigen Prüfung der § 3 Nr. 13 und Nr. 16 EStG, nicht aber durch eine unzutreffende Anwendung des Werbungskostenbegriffs im Bereich der Umzugskosten zu begegnen (BFH-Urteil vom 27. Mai 1994 VI R 67/92, BStBl II 1995, 17; v. Bornhaupt in Kirchhof / Söhn / Mellinghoff, a.a.O; vgl. auch Bundesverfassungsgericht -BVerfG-, Beschluss vom 11. November 1998, 2 BvL 10/95, BStBl II 1999, 502).

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