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   BFH, 30.04.1952 - IV 73/52 U   

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https://dejure.org/1952,127
BFH, 30.04.1952 - IV 73/52 U (https://dejure.org/1952,127)
BFH, Entscheidung vom 30.04.1952 - IV 73/52 U (https://dejure.org/1952,127)
BFH, Entscheidung vom 30. April 1952 - IV 73/52 U (https://dejure.org/1952,127)
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Volltextveröffentlichungen (3)

  • Wolters Kluwer

    Vorliegen einer wissenschaftlichen Tätigkeit bei Vorlesungen an Volkshochschulen - Wissenschaftliche Tätigkeit in der Erstattung wissenschaftlicher Gutachten und in der wissenschaftlichen Vortragstätigkeit

  • datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • BFHE 56, 425
  • DB 1952, 615
  • BStBl III 1952, 165
 
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Wird zitiert von ... (20)

  • BFH, 02.04.1980 - IV R 38/79

    Unterrichtstätigkeit - Meistervorbereitungskurs - Handwerkskammer -

    Das FG-Urteil weiche außerdem von einer Vielzahl von BFH-Entscheidungen ab, so von dem Urteil in BFHE 68, 504, BStBl III 1959, 193, mit dem der Unterricht an einer Abendschule, die die Ablegung der Technikerprüfung für Elektriker und Schlosser zum Ziel habe, als wissenschaftliche Tätigkeit anerkannt worden sei, und von dem Urteil vom 30. April 1952 IV 73/52 U (BFHE 56, 425, BStBl III 1952, 165), mit dem der BFH Unterricht über die Entwicklung des Steuerwesens an Volkshochschulen als wissenschaftliche Tätigkeit anerkannt habe.

    In diesem Urteil wird aber hinsichtlich eines Unterrichts im Steuerwesen und betrieblichen Rechnungswesen auch gerade auf das vorangegangene BFH-Urteil in BFHE 56, 425, BStBl III 1952, 165 Bezug genommen, mit dem Vorträge eines Steueramtmanns a. D. an einer Volkshochschule über Fragen der Entwicklung des Steuerwesens und des betrieblichen Rechnungswesens als wissenschaftliche Tätigkeit anerkannt wurden, obwohl der Vortragende nicht akademisch vorgebildet war.

    a) Hinsichtlich der Person des Unterrichtenden und seiner Vorbildung wurde zwar betont, daß für die Ausübung einer wissenschaftlichen Tätigkeit wissenschaftliche Kenntnisse - nach dem allgemeinen Sprachgebrauch im besonderen Maße mit den an Hochschulen gelehrten Disziplinen verbunden - erforderlich sind; es wurde dabei aber eingeräumt, daß wissenschaftliche Kenntnisse auch durch Selbststudium erworben werden können (BFHE 56, 425, BStBl III 1952, 165).

    Die Rechtsprechung hat bei wirtschaftskundlichen Themen stets darauf abgestellt, ob es sich bei diesen Themen um solche handelt, wie sie auch den volkswirtschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Disziplinen der Hochschulen eigentümlich sind (so bereits in BFHE 56, 425, BStBl III 1952, 165).

    c) Um eine Unterrichtstätigkeit als wissenschaftliche Tätigkeit beurteilen zu können, ist ferner die Art und Weise des Vortrags von Bedeutung, ob nämlich die Vortragstätigkeit nach Form und Niveau als wissenschaftlich zu kennzeichnen ist (vgl. BFH-Urteile in BFHE 56, 425, BStBl III 1952, 165 und in BFHE 91, 51, BStBl II 1968, 273).

    d) Vorbildung und Ausbildungsgrad der Schüler und Hörer hatte die Rechtsprechung des BFH zunächst nicht als entscheidend angesehen (so BFH-Urteil in BFHE 56, 425, BStBl III 1952, 165).

    Das brauchte noch nicht zum Tragen zu kommen, wenn es sich um Hörer einer Volkshochschule handelt, aber Unterrichtsstoff und Vortragsweise eindeutig als wissenschaftlich einzustufen waren, wie im Falle des BFH-Urteils in BFHE 56, 425, BStBl III 1952, 165; dabei ging man offensichtlich davon aus, daß der durchschnittliche Bildungsgrad der Besucher von Volkshochschulen jedenfalls in etwa dem der mit dem Studium an eigentlichen Hochschulen beginnenden Hörer entsprechen werde.

  • BFH, 26.11.1992 - IV R 109/90

    Dispacheur ist kein freier Beruf

    Von wissenschaftlichen Arbeiten kann nur gesprochen werden, wenn grundsätzliche Fragen oder konkrete Fälle systematisch in ihren Ursachen erforscht, begründet und in einen Verständniszusammenhang gebracht werden, wie z. B. in wissenschaftlichen Gutachten über schwierige Fragen (BFH-Urteile vom 30. April 1952 IV 73/52 U, BFHE 56, 425, BStBl III 1952, 165; vom 13. November 1952 IV 104/52, BFHE 57, 83, BStBl III 1953, 33; vom 19. Januar 1956 IV 465/54 U, BFHE 62, 240, BStBl III 1956, 89; vom 22. Juni 1971 VIII 23/65, BFHE 103, 77, BStBl II 1971, 749; vom 18. August 1988 V R 73/83, BFHE 154, 327, BStBl II 1989, 212).
  • BFH, 30.03.1976 - VIII R 137/75

    Eine psychologische Beraterin (Hellseherin) übt eine gewerbliche Tätigkeit aus

    Richtig ist zwar, daß wissenschaftlich nicht nur tätig wird, wer schöpferische oder forschende Arbeit leistet -- reine Wissenschaft --, sondern auch, wer das aus der Forschung hervorgegangene Wissen und Erkennen auf konkrete Vorgänge anwendet -- angewandte Wissenschaft -- (BFH-Urteile vom 30. April 1952 IV 73/52 U, BFHE 56, 425, BStBl III 1952, 165; vom 13. November 1952 IV 104/52 U. BFHE 57, 83, BStBl III 1953, 33, und vom 24. Februar 1965 I 349/61 U, BFHE 82, 46, BStBl III 1965, 263).
  • BFH, 13.11.1952 - IV 104/52 U

    Abgabe medizinischer Gutachten als wissenschaftliche Tätigkeit im Sinne des

    Zu dieser Frage wie auch zu dem mit der Gesetzesvorschrift beabsichtigten Zweck hat der Senat in dem Urteil IV 73/52 vom 30. April 1952 (Bundessteuerblatt - BStBl. - III 1952 S. 165, Steuerrechtskartei - StRK -, EStG § 34 Abs. 5 Rechtsspr. 2) Stellung genommen.

    Eine wissenschaftliche Tätigkeit ist vielmehr auch dann gegeben, wenn ein bestimmter Vorgang nach wissenschaftlicher Methode behandelt wird, d.h. es muß, wie es im Urteil IV 73/52 heißt, eine Aufgabe nach streng sachlichen und objektiven Gesichtspunkten zu lösen versucht werden.

    Der Senat hat deshalb in IV 73/52 auch betont, daß sowohl einer unterrichtenden wie Gutachtertätigkeit die Steuervergünstigung zugute kommt, wenn sie nach wissenschaftlichen Grundsätzen durchgeführt wird mit der Maßgabe, daß sich das nicht etwa nur auf die Behandlung abstrakter Fragen bezieht, sondern auch auf Gutachten, die konkrete Fälle behandeln.

  • FG Thüringen, 14.03.2018 - 3 K 737/17

    Rechtsstreit um die einkommensteuerliche Behandlung eines sog. "Thüringen-

    W issenschaftlich tätig wird aber nicht nur, wer schöpferische oder forschende Arbeit leistet - reine Wissenschaft -, sondern auch, wer das aus der Forschung hervorgegangene Wissen und Erkennen auf konkrete Vorgänge anwendet - angewandte Wissenschaft - (vgl. BFH-Urteile vom 30.03.1976 VIII R 137/75, BFHE 118, 473 , BStBl II 1976, 464 ; vom 24.02.1965 I 349/61 U, BFHE 82, 46 , BStBl III 1965, 263 ; vom 30.04.1952 IV 73/52 U, BFHE 56, 425 , BStBl III 1952, 165 ; vom 13.11.1952 IV 104/52 U, BFHE 57, 83 , BStBl III 1953, 33 ).
  • BFH, 22.06.1971 - VIII 23/65

    Gutachter - Schätzung von Einrichtungsgegenständen - Schätzung von Kunstwerken -

    Eine sich lediglich auf Tatsachendarstellung beschränkende Tätigkeit ist deshalb nicht wissenschaftlich (vgl. BFH-Urteile IV 73/52 U vom 30. April 1952, BFH 56, 425, BStBl III 1952, 165; IV 104/52 U vom 13. November 1952, BFH 57, 83, BStBl III 1953, 33, und IV 465/54 U vom 19. Januar 1956, BFH 62, 240, BStBl III 1956, 89).
  • BFH, 20.04.1978 - IV R 9/74

    Wissenschaftliche Tätigkeit - Nebenberufliche Lehrtätigkeit -

    So wurde in dem BFH-Urteil vom 30. April 1952 IV 73/52 U (BFHE 56, 425 [429], BStBl III 1952, 165) den Vorlesungen und Vorträgen an der Volkshochschule der wissenschaftliche Charakter zuerkannt, weil dabei schwerwiegende Fragen wirtschaftlicher Natur behandelt wurden, "wie sie auch den volkswirtschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Disziplinen der Hochschulen eigentümlich sind", und weil der Steuerpflichtige in der Lage war, seine Vorträge in der für wissenschaftliche Vorträge notwendigen qualifizierten Form zu halten.

    Darauf gründet sich die Bemerkung in dem BFH-Urteil VI 29/59 S, in dem über das BFH-Urteil IV 73/52 U berichtet wird mit dem Zusatz "Der Vorbildung der Hörer und der Frage, ob die Hörer durch die Vorträge die Fähigkeit zu eigener wissenschaftlicher Tätigkeit oder Forschung erhalten sollten, wurde keine Bedeutung beigemessen" (BFHE 68, 508).

  • BFH, 24.04.1959 - VI 29/59 S

    Einordnung von nebenberufliche Lehrkräften an Abendschulen und bei Fachlehrgängen

    Nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs IV 73/52 U vom 30. April 1952 (BStBl 1952 III S. 165, Slg. Bd. 56 S. 425) sei eine Tätigkeit nur wissenschaftlich, wenn für ihre Ausübung bei entsprechender Vorbildung eine hochstehende, qualifizierte Tätigkeit entfaltet werde, die mit einer Forschertätigkeit vergleichbar sei; unterrichtende Tätigkeit sei nur begünstigt, wenn sie gleichzeitig wissenschaftliche Tätigkeit sei.

    Die Entscheidung des Bundesfinanzhofs IV 73/52 U vom 30. April 1952 (BStBl 1952 III S. 165, Slg. Bd. 56 S. 425), auf die sich das Finanzgericht gestützt hat, faßt den Begriff weiter.

  • BFH, 24.02.1965 - I 349/61 U

    Einordnung des Berufs eines Genealogen (Erbensucher) als selbständige Arbeit oder

    Von wissenschaftlichen Arbeiten kann aber nur gesprochen werden, wenn grundsätzliche Fragen oder konkrete Vorgänge methodisch in ihren Ursachen erforscht, begründet und in einen Sinnzusammenhang gebracht werden, wie z.B. in wissenschaftlichen Gutachten über schwierige Streitfragen (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs IV 73/52 U vom 30. April 1952, BStBl 1952 III S. 165, Slg. Bd. 56 S. 425; IV 104/52 U vom 13. November 1952, BStBl 1953 III S. 33, Slg. Bd. 57 S. 83).
  • BFH, 03.05.1957 - VI 48/55 U

    Möglichkeit der Stellung eines neuen Antrags/Zurückziehung von Anträgen im

    Der Begriff "Wissenschaft" sei insbesondere nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs IV 73/52 U vom 30. April 1952 (Slg. Bd. 56 S. 425, Bundessteuerblatt - BStBl - 1952 III S. 165) nicht zu eng auszulegen.

    Nun ist zwar der Begriff "wissenschaftliche Tätigkeit", wie das von der Vorinstanz angezogene Urteil des Bundesfinanzhofs IV 73/52 U vom 30. April 1952 (Slg. Bd. 56 S. 425, BStBl 1952 III S. 165) sowie das Urteil IV 104/52 U vom 13. November 1952 (Slg. Bd. 57 S. 83, BStBl 1953 III S. 33) erkennen lassen, nicht zu eng zu fassen.

  • BFH, 03.12.1981 - IV R 79/80

    Selbständige Beratertätigkeit - Gewerbliche Tätigkeit - EDV-Berater

  • BFH, 24.05.1962 - IV 74/61 U

    Abgrenzbarkeit von Einkünften aus dieser Gutachtertätigkeit von den übrigen

  • BFH, 09.02.1967 - IV 291/64

    Planmäßige Erfindertätigkeit als freie Berufstätigkeit

  • BFH, 14.03.1958 - VI 36/55 U

    Einkünfte aus selbständiger Arbeit als Mitglied eines juristischen Prüfungsamtes

  • BFH, 14.12.1961 - IV 74/61 U

    Tarifvergünstigung für Steuerpflichtige, die als Arbeitnehmer oder freiberuflich

  • BFH, 27.04.1961 - IV 329/58 U

    Einstufung des Berufs des Ärztepropagandist als freien Beruf

  • BFH, 24.07.1958 - IV 146/57 U

    Steuervergünstigung des § 34 Abs. 5 Einkommensteuergesetz (EStG) für Einkünfte

  • BFH, 02.04.1958 - IV 230/57 U

    Tätigkeit eines Hochschullehrers als Mitglied im Juristischen Prüfungsamt als

  • BFH, 14.12.1967 - IV R 149/67

    Qualifikation der Unterrichtstätigkeit - Tarifbegünstigte wissenschftliche

  • BFH, 25.10.1955 - I 206/53 U

    Einordnung der Tätigkeit eines Werbeberaters als gewerblich oder freiberuflich -

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