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Rechtsprechung
   BGH, 05.11.1974 - VI ZR 100/73   

Volltextveröffentlichungen (2)

Kurzfassungen/Presse (2)

  • Jurion (Leitsatz)

    Schadensersatz aus unerlaubter Handlung - Regeln beim Fußball - Verstoß gegen die Fußballregeln

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)

    BGB § 823 Abs. 1
    Rechtsfolgen der Verletzung eines Teilnehmers an einem Fußballspiel

Papierfundstellen

  • BGHZ 63, 140
  • NJW 1975, 109
  • MDR 1975, 128
  • VersR 1975, 137



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Wird zitiert von ... (70)  

  • BGH, 01.04.2003 - VI ZR 321/02  

    Haftungsausschluß für Fahrzeugschäden bei einem Autorennen

    Bei sportlichen Wettbewerben mit nicht unerheblichem Gefahrenpotential, bei denen typischerweise auch bei Einhaltung der Wettbewerbsregeln oder geringfügiger Regelverletzung die Gefahr gegenseitiger Schadenszufügung besteht (hier: Autorennen), ist die Inanspruchnahme des schädigenden Wettbewerbers für solche - nicht versicherten - Schäden eines Mitbewerbers ausgeschlossen, die er ohne gewichtige Regelverletzung verursacht (Fortführung von BGHZ 63, 140).

    Demgegenüber entspricht es der Rechtsprechung des erkennenden Senats, daß der Teilnehmer an einem sportlichen Kampfspiel grundsätzlich Verletzungen in Kauf nimmt, die auch bei regelgerechtem Spiel nicht zu vermeiden sind, und daß daher ein Schadensersatzanspruch gegen einen Mitspieler den Nachweis voraussetzt, daß dieser sich nicht regelgerecht verhalten hat (BGHZ 63, 140 - Fußballspiel -).

    Verletzungen, die auch bei sportgerechtem Verhalten auftreten können, nimmt jeder Spielteilnehmer in Kauf; deshalb verstößt es - ungeachtet der Frage, ob eine Haftung schon auf der Ebene der Tatbestandsmäßigkeit oder der Rechtswidrigkeit zu verneinen ist - jedenfalls gegen das Verbot des treuwidrigen Selbstwiderspruchs (venire contra factum proprium), wenn der Geschädigte den beklagten Schädiger in Anspruch nimmt, obschon er ebensogut in die Lage hätte kommen können, in der sich nun der Beklagte befindet, sich dann aber (und mit Recht) dagegen gewehrt haben würde, diesem trotz Einhaltens der Spielregeln Ersatz leisten zu müssen (BGHZ 63, 140, 142 ff.; vgl. ferner Senatsurteile vom 5. November 1974 - VI ZR 125/73 - VersR 1975, 155 - Fußballspiel - vom 10. Februar 1976 - VI ZR 32/74 - VersR 1976, 591 - Fußballspiel - vom 16. März 1976 - VI ZR 199/74 - VersR 1976, 775 - Basketballspiel -).

  • BGH, 27.10.2009 - VI ZR 296/08  

    Sorgfaltspflichtverstoß allein wegen Verletzung eines Gegenspielers bei einem

    Das Berufungsgericht hat im Ansatz zutreffend angenommen, dass die Haftung eines Sportlers aus § 823 Abs. 1 BGB den Nachweis voraussetzt, dass dieser schuldhaft gegen die Regeln des sportlichen Wettkampfs verstoßen und dabei einen anderen verletzt hat (vgl. Senatsurteile BGHZ 58, 40, 43; 63, 140, 142; 154, 316, 323; Urteil vom 5. März 1957 - VI ZR 199/56 - VersR 1957, 290).

    Dagegen scheidet eine Haftung aus, wenn es sich um Verletzungen handelt, die sich ein Sportler bei einem regelgerechten und dem - bei jeder Sportausübung zu beachtenden - Fairnessgebot entsprechenden Einsatz seines Gegners zuzieht (vgl. Senatsurteile BGHZ 63, 140, 143; 154, 316, 323; OLG Köln, VersR 1994, 1072).

    In einem solchen Fall hat sich der Schädiger jedenfalls nicht sorgfaltswidrig verhalten (§ 276 BGB, vgl. Senatsurteile BGHZ 63, 140, 147; vom 10. Februar 1976 - VI ZR 32/74 - VersR 1976, 591; vom 16. März 1976 - VI ZR 199/74 - VersR 1976, 775, 776; OLG Düsseldorf VersR 1996, 343 f.; Wagner in MünchKomm, BGB, 5. Aufl., § 823 Rn. 549; Staudinger/Hager, BGB, 13. Aufl., Vorbem. zu § 823 Rn. 55).

    Sie sind an der tatsächlichen Situation und den berechtigten Sicherheitserwartungen der Teilnehmer des Wettkampfes auszurichten und werden durch das beim jeweiligen Wettkampf geltende Regelwerk konkretisiert (vgl. Senatsurteile BGHZ 63, 140, 142 ff.; vom 16. März 1976 - VI ZR 199/74 - a.a.O.; OLG Düsseldorf VersR 1996, 343 f.; Wagner in MünchKomm, a.a.O., Rn. 547).

    Die Beweislast für eine Sorgfaltspflichtverletzung des Schädigers trägt dabei nach allgemeinen Grundsätzen der Verletzte (vgl. Senatsurteile BGHZ 63, 140, 148; vom 10. Februar 1976 - VI ZR 32/74 - a.a.O.; Wagner in Münch-Komm, a.a.O., Rn. 549; Staudinger/Hager, a.a.O., Rn. 56).

  • BGH, 20.12.2005 - VI ZR 225/04  

    Ausschluss der Tierhalterhaftung bei Handeln auf eigene Gefahr

    Nur bei derartiger Gefahrexponierung kann von einer bewussten Risikoübernahme mit der Folge eines vollständigen Haftungsausschlusses für den Schädiger ausgegangen werden (BGHZ 34, 355, 363; 39, 156, 161; 63, 140, 144; 154, 316, 322 ff.).

    Nach den dafür entwickelten rechtlichen Grundsätzen verstößt es gegen das Verbot des treuwidrigen Selbstwiderspruchs, wenn der Geschädigte den beklagten Schädiger in Anspruch nimmt, obschon er ebenso gut in die Lage hätte kommen können, in der sich nun der Beklagte befindet, sich dann aber - mit Recht - dagegen gewehrt haben würde, diesem trotz Einhaltens der Spielregeln Ersatz leisten zu müssen (Senat BGHZ 63, 140, 144 ff.; 154, 316, 322 f.; zum Gesichtspunkt widersprüchlichen Verhaltens vergleiche auch Senat BGHZ 39, 156, 162).

    Deshalb fehlt im Streitfall der den Haftungsausschluss rechtfertigende Gesichtspunkt der gegenseitigen Gefährdung durch eine gegeneinander gerichtete oder parallel ausgeübte sportliche Betätigung (vgl. auch OLG Karlsruhe, OLGR Karlsruhe 2005, 9, 11), deretwegen beim Wettkampf im allgemeinen für jeden Teilnehmer die Gefahr besteht, durch eigenes Verhalten sowohl Schädiger als auch Geschädigter zu werden (Senat BGHZ 63, 140, 145).

  • OLG Saarbrücken, 02.08.2010 - 5 U 492/09  

    Deliktische Haftung für Verletzungen bei einem Fußballspiel

    Die Haftung für bei einem sportlichen Wettkampf zugefügte Verletzungen muss dem Umstand Rechnung tragen, dass die Teilnehmer einvernehmlich mit körperlichem Einsatz ein Kampfspiel gegeneinander austragen, das selbst bei Einhaltung der Regeln des sportlichen Wettkampfs oder bei geringen Regelverstößen eine erhöhte Gefahr gegenseitiger Verletzungen in sich birgt (vgl. BGH, Urt. v. 5.11.1974 - VI ZR 100/73 - VersR 1975, 137 = BGHZ 63, 140).

    Jedenfalls müsse die Teilnahme eines Sportlers an einem solchen Kampfspiel, das - wie der Fußballwettkampf - nach bestimmten, für jeden Mitspieler verbindlichen Regeln geführt wird, rechtlich dahin verstanden werden, dass er selbst sich auf diese Regeln einlässt und bei regelkonformem Verhalten keine Schadensersatzansprüche wegen dennoch eingetretener Verletzungen erheben wird (vgl. BGH, Urt. v. 5.11.1974 - VI ZR 100/73 - VersR 1975, 137 = BGHZ 63, 140; Urt. v. 5.11.1974 - VI ZR 125/73 - zitiert nach juris; Urt. v. 10.2.1976 - VI ZR 32/74 - VersR 1976, 591; Urt. v. 1.4.2003 - VI ZR 321/02 - VersR 2003, 775; Urt. v. 27.10.2009 - VI ZR 296/08 - ZfSch 2010 133; ebenso OLG Hamm, NJW-RR 2005, 1477; OLG Celle, VersR 2009, 1236; Staudinger/Schiemann, BGB, 2005, § 254, Rdn. 66, der dies als eine Frage des Mitverschuldens gemäß § 254 BGB ansieht).

    Auch wenn es sich dabei nicht um Rechtsnormen handelt, so können sie doch jedenfalls Aufschluss darüber geben, was als spielordnungsgemäßes Verhalten anzusehen ist (vgl. BGH, Urt. v. 5.11.1974 - VI ZR 100/73 - VersR 1975, 137; Spindler in BeckOK BGB, Stand: 1.10.2007, § 823, Rdn. 394).

    Den Nachweis vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Verhaltens hat der insoweit darlegungs- und beweisverpflichtete (vgl. BGH, Urt. v. Urt. v. 5.11.1974 - VI ZR 100/73 - VersR 1975, 137; Urt. v. 5.11.1974 - VI ZR 125/73 - zitiert nach juris; OLG Celle, VersR 2009, 1236) Kläger nicht zu erbringen vermocht.

    Eine Spielsituation, die eindeutig den Rückschluss auf ein vorsätzliches Vorgehen des Beklagten zuließe, weil es aus dessen Sicht als aussichtslos erscheinen musste, den Ball noch zu treffen und der Angriff deshalb nur noch dem Kläger gelten konnte, hat der Kläger nicht geschildert; allein der Umstand, dass der Beklagte sich dem Kläger von seitlich hinten genähert haben soll, lässt einen solchen Rückschluss ohne weitere konkrete Angaben - etwa zu den Entfernungen der Spieler zueinander und jeweils zum Ball - nicht zu (vgl. BGH, Urt. v. 5.11.1974 - VI ZR 100/73 - VersR 1975, 137).

    Eine Beweislast des Angreifenden würde diesen von einem Angriff auf den Ball abhalten, der doch gerade Aufgabe jedes Spielers ist (vgl. BGH, Urt. v. 5.11.1974 - VI ZR 100/73 - VersR 1975, 137; VI ZR 125/73 - zitiert nach juris).

  • BGH, 07.02.2006 - VI ZR 20/05  

    Haftung der Beteiligten an einem "Rempeltanz"

    Nur bei derartiger Gefahrexponierung kann von einer bewussten Risikoübernahme und einer Einwilligung des Geschädigten in die als möglich vorgestellte Rechtsgutverletzung mit der Folge eines vollständigen Haftungsausschlusses für den Schädiger ausgegangen werden (Senatsurteile BGHZ 34, 355, 363 ff.; 39, 156, 161; 63, 140, 144; vom 21. Februar 1995 - VI ZR 19/94 - VersR 1995, 583, 584 und vom 20. Dezember 2005 - VI ZR 225/04 - zur Veröffentlichung bestimmt).

    Bei sportlichen Kampfspielen findet die entschädigungslose Inkaufnahme von Verletzungen, wie der erkennende Senat stets betont hat, ihre innere Rechtfertigung darin, dass dem Spiel bestimmte, für jeden Teilnehmer verbindliche Regeln zugrunde liegen, die von vornherein feststehen, unter denen somit die Teilnehmer zum Spiel antreten und die insbesondere durch das Verbot sogenannter "Fouls" auch auf den Schutz der körperlichen Unversehrtheit der Spieler ausgerichtet sind (Senatsurteile BGHZ 63, 140, 142 ff.; vom 5. November 1974 - VI ZR 125/73 - VersR 1975, 155, 156; vom 10. Februar 1976 - VI ZR 32/74 - VersR 1976, 591 und vom 21. Februar 1995 - VI ZR 19/94 - aaO).

  • BVerwG, 02.07.1992 - 5 C 51.90  

    Befangenheit, Verlust des Rechts zur Ablehnung im Widerspruchsverfahren;

    Danach kann die Ausübung eines Rechtes unzulässig sein, wenn der Beteiligte sich zu seinem früheren Verhalten in Widerspruch setzt (venire contra factum proprium; vgl. BGHZ 63, 140 [144 f.]).
  • BGH, 10.02.1976 - VI ZR 32/74  

    Zivilrechtliche Haftung eines Fußballspielers wegen gefährlichen Spiels

    Zur Frage, wann einen Fußballspieler trotz Spielens "in gefährlicher Weise" (Verstoß gegen Regel 12/II Nr. 1 der Regeln des Deutschen Fußballbundes) kein Verschulden trifft (im Anschluß an BGHZ 63, 140 =VersR 75, 137).

    Dagegen scheidet eine Haftung aus, wenn es sich um Verletzungen handelt, die ein Fußballspieler beim Austragen eines Wettkampfes durch einen anderen - meist wie auch hier der Gegenpartei angehörenden - Spieler erleidet, sofern dessen Spielweise im Rahmen der Regeln lag, nach denen beide Mannschaften das Spiel angetreten haben (BGHZ 63, 140, 146 [BGH 05.11.1974 - VI ZR 100/73];Senatsurteil vom 5. November 1974 - VI ZR 125/73 - VersR 1975, 155).

    Die erwähnte Rechtsprechung des erkennenden Senats zur Beweislast des verletzten Spielers (BGHZ 63, 140, 148) [BGH 05.11.1974 - VI ZR 100/73] betrifft (selbstverständlich) nur die für einen Regelverstoß erheblichen Tatsachen.

    Sollte es dahin zu verstehen sein, daß der Tatrichter nicht von den Tatsachen überzeugt ist, aus denen sich ein Regelverstoß (12/II Nr. 1) ergibt, so war die Klage aus den in BGHZ 63, 140 dargelegten Gründen schon deshalb abzuweisen, weil der Kläger den ihm obliegenden Beweis eines regelwidrigen Spielverhaltens des Beklagten nicht geführt hat.

    Der Senat hat in BGHZ 63, 140, 147 [BGH 05.11.1974 - VI ZR 100/73] die Frage offen gelassen, ob eine Haftungsfreistellung aus § 823 Abs. 1 BGB durch Inkaufnahme möglicher Körperverletzungen allgemein auch dann gilt, wenn der Verletzer zwar geringfügig gegen eine dem Schutz der Spieler dienende Regel verstoßen hat, dies aber aus Spieleifer, Unüberlegtheit, technischem Versagen, Übermüdung oder aus ähnlichen Gründen geschehen ist.

  • OLG Frankfurt, 18.08.2015 - 22 U 39/14  

    Motorradfahren im Pulk kann zu Haftungsausschluss führen

    Aus diesen Grundsätzen ist zu folgern, dass das Verbot des venire contra factum proprium (§ 242 BGB) es nicht zulässt, dass der Geschädigte einen Schädiger in Anspruch nimmt, wenn er bei getauschten Positionen ebenso gut in die Lage hätte kommen können, in der sich nun der Beklagte befindet (vgl. nur BGHZ 63, 140; OLG Brandenburg, 28.06.07, 12 U 209/06 zu im Pulk fahrenden Motorradfahrern).
  • OLG Koblenz, 10.09.2015 - 3 U 382/15  

    Verletzungen nach Regelverstoß - Fußball ist per se ein harter Sport

    Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshof und zahlreicher Obergerichte, der sich der Senat anschließt, ist eine Haftung für Verletzungen beim Fußballsport dann gegeben, wenn ein schuldhafter Regelverstoß zu einer Verletzung führt, wobei ein Verschulden nicht vorliegt, wenn der Regelverstoß noch im Grenzbereich zwischen der einem solchen Kampfspiel eigenen gebotenen Härte und der unzulässigen Unfairness liegt (BGH, Urteil vom 27. Oktober 2009 - VI ZR 298/08 -, juris; BGH, Urteil vom 5. November 1974 - VI ZR 100/73 - VersR 1975, 137 = BGHZ 63, 140; BGH VersR 76, 591; OLG Köln, Beschluss vom 27. Mai 2010 - 19 U 32/10 -, juris; OLG Karlsruhe, Urteil vom 27. September 2012 - 9 U 162/11 -, juris; OLG Hamm, Urteil vom 22. Oktober 2012 - I - 6 U 241/11, 6 U 241/11 -, juris; OLG München, Urteil vom 25. Februar 2009 - 20 U 3523/08 -, juris; OLG Düsseldorf, Urteil vom 13. März 1997 - 13 U 54/96 -, juris; Wagner in MünchKomm, BGB, 6. Aufl., § 823 Rnr. 565 ff.; siehe auch Saarländisches Oberlandesgericht, Urteil vom 2. August 2010 - 5 U 492/09 -, juris, wonach von einem stillschweigenden Haftungsausschluss für einfache Fahrlässigkeit auszugehen sei und eine Haftung nur bei Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit bestehe).

    Auch wenn es sich dabei nicht um Rechtsnormen handelt, können sie doch Aufschluss darüber geben, was als spielordnungsgemäßes Verhalten anzusehen ist (vgl. BGH, Urteil vom 5. November 1974 - VI ZR 100/73, aaO; OLG Saarbrücken, aaO).

    Ob das Verhalten des schädigenden Spielers die Grenze der Unfairness überschreitet, kann nur aus der Sicht des Augenblicks beurteilt werden und nicht danach, welche Folgen später entstanden sind (BGH NJW 1975, 109).

  • BGH, 21.02.1995 - VI ZR 19/94  

    Annahme eines Haftungsausschlusses bei Verletzung beim Spiel von Jugendlichen

    Bei sportlichen Kampfspielen findet die entschädigungslose Inkaufnahme von Verletzungen, wie der Senat stets betont hat, ihre innere Rechtfertigung darin, daß dem Spiel bestimmte, für jeden Teilnehmer verbindliche Regeln zugrunde liegen, die von vornherein feststehen, unter denen somit die Teilnehmer zum Spiel antreten und die insbesondere durch das Verbot sog. "fouls" auch auf den Schutz der körperlichen Unversehrtheit der Spieler selbst ausgerichtet sind (BGHZ 63, 140, 142 ff.; Urteile vom 5. November 1974 - VI ZR 125/73 - VersR 1975, 155, 156 und vom 10. Februar 1976 - VI ZR 32/74 - VersR 1976, 591 ff.).

    Nur bei derartiger Gefahrexponierung kann von einer Einwilligung des Geschädigten in die als möglich vorgestellte Rechtsgutverletzung mit der Folge einer Nichthaftung des Schädigers ausgegangen werden (BGHZ 34, 355, 363; 39, 156, 161; 63, 140, 144).

  • OLG Hamm, 05.11.2013 - 9 U 124/13  

    Schwerer Kletterunfall - Sicherungspartner haftet umfassend

  • OLG Hamm, 04.07.2005 - 34 U 81/05  

    Fußballer muss für "Blutgrätsche" Schadensersatz leisten

  • OLG Karlsruhe, 13.10.2004 - 7 U 207/02  

    Top-Rope-Klettern in der Halle: Haftung des nicht kletternden Sportlers bei Sturz

  • OLG Köln, 23.01.2002 - 17 U 29/01  

    Haftung eines Hallenhandballspielers bei Verletzung eines Gegenspielers

  • BGH, 26.02.1980 - VI ZR 53/79  

    Ersatzfähigkeit von Revisionsarbeiten wegen fortgesetzter Entwendungen aus einem

  • BGH, 24.09.1985 - VI ZR 4/84  

    Inanspruchnahme des Fahrers nach rechtskräftiger Abweisung der

  • BGH, 29.11.1983 - VI ZR 137/82  

    Verkehrssicherungspflicht des Veranstalters eines Eishockey-Bundesligaspiels

  • OLG Köln, 27.05.2010 - 19 U 32/10  

    Haftung eines Spielers wegen Verletzungen des Gegners bei einem Fußballspiel

  • OLG Karlsruhe, 27.09.2012 - 9 U 162/11  

    Privathaftpflichtversicherer eines Fußballspielers muss bei grobem Foul mit

  • OLG Brandenburg, 28.06.2007 - 12 U 209/06  

    Schadensersatz aus Verkehrsunfall: Haftung auf Grund eines in einem Motorradpulk

  • OLG Stuttgart, 14.02.2006 - 1 U 106/05  

    Unerlaubte Handlung: Fahrradunfall während einer organisierten Radtouristikfahrt;

  • LG Bonn, 27.01.2010 - 2 O 238/09  

    Deliktshaftung bei einem Fußballspiel - Juxturnier

  • OLG Hamm, 20.09.2013 - 9 U 124/13  

    Schwerer Kletterunfall - Sicherungspartner haftet umfassend

  • OLG Schleswig, 24.09.2009 - 11 U 156/08  

    Pflicht des Vereins zur Freistellung seiner Mitglieder von der Haftung

  • LG Duisburg, 22.10.2004 - 7 S 129/04  

    Haftung für Verletzungen bei einem Kfz-Rennen im Straßenverkehr

  • AG Bremen, 10.10.2003 - 7 C 161/03  

    Schadensersatz für eine beim Basketballspielen zerbrochene Brille; Annahme einer

  • OLG Karlsruhe, 23.02.2012 - 9 U 97/11  

    Haftung bei verbotenen Kraftfahrzeugrennen im öffentlichen Straßenverkehr

  • OLG Düsseldorf, 11.02.2005 - 15 U 78/04  

    Schadensersatzanspruch gegen Tennisdoppel-Partner bei Zusammenprall am Netz

  • LAG Köln, 28.06.1984 - 10 Sa 59/84  

    Vorliegen einer unerlaubten Handlung bei einem Fußballspiel;

  • LG Bielefeld, 08.01.2001 - 4 O 156/00  
  • OLG München, 25.02.2009 - 20 U 3523/08  

    Schadenersatz-und Schmerzensgeldanspruch: Haftung eines Fußballspielers wegen

  • OLG Düsseldorf, 22.10.1999 - 22 U 73/99  

    Verschulden bei einer Sportverletzung

  • OLG Hamm, 07.02.2017 - 9 U 197/15  

    Rechtmäßigkeit des Übergehens eines Beweisantritts zur Begründung einer

  • OLG Düsseldorf, 02.04.2004 - 14 U 230/03  

    Geltendmachung von Schmerzensgeld wegen eines während eines Fußballspiels

  • AG Bad Neustadt/Saale, 21.09.1994 - 1 C 176/94  

    Anspruch auf Schadensersatz auf Grund einer unerlaubten Handlung; Voraussetzungen

  • OLG Nürnberg, 26.02.1991 - 1 U 3246/90  

    Tierhalter-Haftung - Reitunfall

  • OLG München, 22.03.1989 - 3 U 5067/88  

    Verletzung eines Gegenspielers; Haftungsausschluß; Einwilligung des Verletzten;

  • BGH, 29.04.1986 - VI ZR 227/85  

    Verkehrssicherungspflciht des Veranstalters eines Straßenradrennens

  • KG, 19.07.2007 - 10 W 23/07  

    Haftung für Körperverletzung beim American Football

  • OLG Hamm, 23.03.1998 - 13 U 187/97  

    Haftung für Körperverletzung nach Regelverstoß beim Fußballspielen

  • BGH, 12.07.2005 - VI ZR 261/04  

    Umfang der Verkehrssicherungspflicht bei einer Sportveranstaltung

  • OLG Nürnberg, 10.06.1977 - 6 U 127/76  

    Sportverein; Sicherungspflicht; Zustand des Sportplatzes; Durchschnittliche

  • OLG Naumburg, 15.02.2013 - 10 U 33/12  

    Haftungsausschluss bei der gemeinsamen Ausübung besonders gefährlicher Sportarten

  • OLG Nürnberg, 09.02.2009 - 14 U 1786/08  

    Körperverletzung unter Minderjährigen beim Schlittschuhlaufen: Haftungsprivileg

  • OLG Düsseldorf, 17.12.1999 - 22 U 115/99  

    Geltung der DFB-Fußballregeln beim Spiel von Kindern und Jugendlichen

  • LG Gießen, 14.02.1994 - 4 O 503/93  

    Haftung für Verletzung eines Mitspielers in einem Mannschaftsspiel

  • OLG Köln, 16.08.2010 - 11 U 96/10  

    Haftung für Verletzungen bei einem Fußballspiel

  • OLG Nürnberg, 28.06.2004 - 8 U 202/03  

    Haftung bei Fahrfehlern im Segelsport

  • OLG Stuttgart, 11.07.2000 - 10 U 59/00  

    Umfang der Einwilligung in Verletzungen beim Fußballspiel

  • OLG Frankfurt, 22.03.2000 - 9 U 107/99  

    Haftung bei Körperverletzung: Ersatzpflicht bei Verletzung beim Fußballspiel

  • OLG Hamm, 22.10.1997 - 13 U 62/97  

    Auch auf dem Bolzplatz darf gefoult werden

  • OLG Köln, 30.12.1993 - 1 U 66/93  

    Haftung für Verletzung des Fairneßgebots ohne Regelverstoß Einwilligung -

  • LG Kiel, 04.02.2011 - 9 O 53/09  

    Haftung bei Sportunfall: Körperverletzung beim American Football; Schmerzensgeld

  • OLG München, 27.06.1989 - 5 U 2747/88  

    Schadensersatz pflicht des Luftfrachtführer für Schäden eines Fluggast, die

  • BGH, 05.11.1974 - VI ZR 125/73  

    Überprüfung der Entscheidung des Gerichts im Revisionsverfahren

  • OLG Brandenburg, 17.03.2011 - 12 U 82/09  

    Kletterunfall an einem Kletterfelsen: Haftung eines Kletterers bei einem Sturz

  • LG Münster, 18.12.2002 - 10 O 586/02  

    Schadensersatz und Schmerzensgeld: Haftung für einen Sportunfall, Regelverstoß

  • OLG Karlsruhe, 26.01.1995 - 12 U 263/94  

    Mitversicherung von Gefahren einer ungewöhnlichen und gefährlichen Beschäftigung

  • OLG Nürnberg, 09.06.1997 - 5 U 439/97  

    Anscheinsbeweis für Regelverstoß des Mitspielers in einem Fußballspiel

  • OLG Bamberg, 01.06.1989 - 1 U 177/88  
  • AG Düsseldorf, 19.05.2006 - 20 C 7062/05  

    Schadensersatz und Schmerzensgeld: Haftung für einen Sportunfall, Regelverstoß,

  • OLG Düsseldorf, 14.11.1991 - 10 U 80/91  

    Fußball; Beweislast; Spieler

  • OLG Koblenz, 08.02.1991 - 5 W 43/91  

    Haftungsfreistellung; Sportverletzung; Geringfügiger Regelverstoß

  • OLG Bamberg, 27.04.1989 - 1 U 177/88  

    Beurteilung des Ursachenzusammenhangs zwischen dem Verhalten eines Schädigers und

  • BGH, 11.06.1981 - VI ZR 148/80  

    Antrag auf Gewährung von Prozesskostenhilfe für die Revisionsinstanz

  • LG Marburg, 19.05.1988 - 2 O 310/87  
  • LG Trier, 10.07.2007 - 1 S 75/07  

    Schmerzensgeld; Schadensersatz: Verletzung im Rahmen eines Fußballspiels

  • AG Ettenheim, 14.06.1991 - C 44/91  

    Anspruch auf Verdienstausfall und Schmerzensgeld infolge einer bei einem

  • OLG Düsseldorf, 09.06.1976 - 15 U 209/75  

    Zur Haftung bei leicht fahrlässiger Beschädigung von Vorführwagen

  • LG Karlsruhe, 11.12.1992 - 9 S 210/92  
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