Rechtsprechung
   BGH, 21.12.1977 - 2 StR 452/77   

Volltextveröffentlichungen (4)

  • Jurion

    Voraussetzungen der Heimtücke im Hinblick auf die Arglosigkeit des Opfers - Arglosigkeit als von der Rechtsprechung entwickelter Hilfsbegriff zur Umschreibung des Tatbilds der Heimtücke - Annahme der Arglosigkeit bei unmittelbarem Vorausgehen einer in offener Feindschaft geführten Auseinandersetzung

  • Juristenzeitung(kostenpflichtig)

    Zum Begriff der Heimtücke

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    StGB (1975) § 211 Abs. 2

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • BGHSt 27, 322
  • NJW 1978, 1061
  • MDR 1978, 416



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Wird zitiert von ... (35)  

  • BGH, 19.05.1981 - GSSt 1/81  

    Rache am Onkel - § 211 StGB, Heimtücke, Verhältnismäßigkeitsgrundsatz, im Wege

    Ohne Arg sei es aber schon dann nicht, wenn der Tötungshandlung "eine in offener Feindschaft geführte Auseinandersetzung unmittelbar vorausgehe" (BGHSt 27, 322, 324; vgl. auch BGH, Urteil vom 24. Mai 1978 - 2 StR 724/77 -, wiedergegeben von Rengier MDR 1979, 969, 973).

    Es läßt sich nicht bestreiten, daß in den tragenden Gründen der Entscheidung BGHSt 27, 322 ein "Bruch mit der bisherigen Begründungslinie" liegt (Geilen a.a.O. S. 246; M.-K. Meyer JR 1979, 441, 442; Rengier a.a.O.).

    Es ist nicht Sache des Großen Senats, die für und gegen BGHSt 27, 322 sprechenden Gesichtspunkte, die eine definitorische Grenzkorrektur betreffen, welche für den Vorlegungsfall ohne Bedeutung ist, in diesem Beschluß umfassend zu erörtern.

  • BGH, 04.07.1984 - 3 StR 199/84  

    Zeitpunkt der Arglosigkeit

    Heimtücke setzt nicht voraus, daß der Täter die Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers selbst bewußt herbeiführt oder bestärkt (BGHSt 8, 216, 219; 18, 87, 88; 27, 322, 324; BGH LM § 211 StGB Nr. 5), indem er es z.B. in eine Falle lockt (vgl. BGHSt 22, 77, 79).

    In der Rechtsprechung ist streitig (vgl. BGHSt 30, 105, 113f.), ob Arglosigkeit lediglich ausgeschlossen wird, wenn das Opfer mit einem tätlichen Angriff auf das Leben (BGHSt 7, 218, 221; 23, 119, 120) oder wenigstens die körperliche Unversehrtheit rechnet (BGHSt 20, 301, 302; BGH GA 1967, 244, 245; NJW 1980, 792), oder ob es zu ihrem Ausschluß auch ausreicht, daß ihm der Täter bei einer nur verbalen Auseinandersetzung in offener Feindschaft gegenübertritt (BGHSt 27, 322, 324; BGH NStZ 1983, 34, 35).

  • BGH, 20.10.1993 - 5 StR 473/93  

    Umfang der Wirkung der Verfolgungs- und Vollstreckungsverjährung für in der DDR

    Arglos ist, wer sich keiner Feindseligkeit des Täters versieht (BGHSt 27, 322, 324).

    Hierdurch unterscheidet der vorliegende Sachverhalt sich von denjenigen Fällen, in denen eine offene feindselige Auseinandersetzung andauert und daher Arglosigkeit des Opfers ausgeschlossen ist (so z.B. BGHSt 19, 321, 322; 27, 322, 324; BGHR StGB § 211 Abs. 2 Heimtücke 17).

  • BGH, 13.11.1985 - 3 StR 273/85  

    Anforderungen an Mordmerkmal der Heimtücke - Voraussetzungen zum Ausschluss der

    Soweit Entscheidungen des 2. Strafsenats, insbesondere der Entscheidung BGHSt 27, 322 [BGH 21.12.1977 - 2 StR 452/77], eine andere Rechtsauffassung zu entnehmen sei, werde daran nicht festgehalten.
  • BGH, 27.05.1982 - 4 StR 128/82  

    Art und Weise, in denen ein Angeklagter auf die Veränderung des rechtlichen

    Die Schwurgerichtskammer geht zutreffend davon aus, daß heimtückisch tötet, wer die Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers aus Feindseligkeit bewußt zur Tat ausnutzt (BGHSt 19, 321; 27, 322; 28, 210 und stand. Rechtspr.).

    Besteht das heimtückische Verhalten nicht darin, daß der Täter sein Opfer in einen Hinterhalt lockt oder ihm eine Falle stellt, sondern darin, daß er eine gegebene Situation ausnutzt, so muß das Opfer bei dem Beginn des vom Tötungsvorsatz getragenen Angriffs arglos und in seiner Verteidigungsfähigkeit beschränkt sein (vgl. BGHSt 27, 322; BGH NJW 1967, 1140; GA 1971, 113; Jähnke in LK 10. Aufl., § 211 Rdn. M).

    Da Arglosigkeit nicht mehr vorliegt, sobald das Opfer in eine in offener Feindschaft mit dem Täter geführte Auseinandersetzung verstrickt ist, wobei es unerheblich ist, ob es sich gerade eines tätlichen Angriffs versah (BGHSt 27, 322; Jähnke in LK 10. Aufl. § 211 Rdn. 45), kann der Schuldspruch insoweit nicht bestehenbleiben.

  • BGH, 29.11.1978 - 2 StR 504/78  

    Zum Begriff des heimtückischen Tötens

    Die vom Generalbundesanwalt vertretene Revision der Staatsanwaltschaft beanstandet mit Recht, daß die Jugendkammer unter Berufung auf das Urteil des Senats in BGHSt 27, 322 ein heimtückisches Handeln des Angeklagten ausgeschlossen hat.
  • BGH, 21.05.1996 - 1 StR 154/96  

    Recht auf Verteidigerkonsultation (Möglichkeit der Verwertung einer Aussage bei

    Es wäre nicht erforderlich, daß er mit einem Anschlag auf sein Leben rechnete; Arglosigkeit des Tatopfers ist vielmehr schon dann ausgeschlossen, wenn es sich eines erheblichen Angriffes auf seine körperliche Unversehrtheit versieht (BGHSt 20, 301, 302; 27, 322, 324; 33, 363, 366).
  • BGH, 30.05.1996 - 4 StR 150/96  

    Opfer - Tötungsdelikt - Offene Auseinandersetzung - Arglosigkeit - Ende der

    Seine Arglosigkeit kann insbesondere dann beseitigt sein, wenn der Tat eine offene Auseinandersetzung mit von vornherein feindseligem Verhalten des Täters vorangegangen ist (BGHSt 20, 301, 302; 27, 322) [BGH 21.12.1977 - 2 StR 452/77].
  • BGH, 25.10.1984 - 4 StR 615/84  

    Heimtücke, wenn der Täter unter allen Umständen zur Tat entschlossen ist,

    Heimtücke setzt nicht voraus, daß der Täter die Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers selbst bewußt herbeiführt oder bestärkt (BGHSt 8, 216, 219 [BGH 07.06.1955 - 5 StR 104/55]; 18, 87, 88 [BGH 19.10.1962 - 9 StE 4/62]; 22, 77, 79 [BGH 17.01.1968 - 2 StR 523/67]; 27, 322, 324), [BGH 21.12.1977 - 2 StR 452/77]es genügt, daß er eine vorgefundene Situation für sein Vorhaben ausnutzt.
  • BGH, 25.07.1985 - 1 StR 285/85  

    Vorwegvollzug einer langen Freiheitsstrafe

    Zwar hat die neuere Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs es für den Ausschluß der Arglosigkeit genügen lassen, daß der Täter seinem Opfer bei einer nur verbalen Auseinandersetzung in offener Feindschaft gegenübertritt (BGHSt 27, 322, 324 [BGH 21.12.1977 - 2 StR 452/77]; BGH NStZ 1983, 34, 35; vgl. zur Entwicklung dieser Rechtsprechung BGHSt 30, 105, 113 f [BGH 19.05.1981 - GSSt - 1/81]; 32, 382, 385) [BGH 04.07.1984 - 3 StR 199/84].
  • BGH, 19.12.1979 - 3 StR 427/79  

    Voraussetzungen für eine Strafbarkeit wegen Mordes - Abgrenzung des versuchten

  • BGH, 19.06.1990 - 2 StR 142/90  

    Strafbarkeit wegen versuchten Mordes - Zeitpunkt des Versuchbeginns

  • BGH, 14.12.1983 - 3 StR 367/83  

    Annahme des Merkmals der Heimtücke bei einem versuchten Mord - Entfallen der

  • BGH, 17.12.1980 - 3 StR 447/80  

    Annahme eines Handelns aus niedrigen Beweggründen - Bedeutung eines Handelns aus

  • BGH, 19.03.1985 - 5 StR 872/84  

    Anforderungen an die Annahme der Arglosigkeit des Opfers als Voraussetzung des

  • BayObLG, 08.07.2003 - 4St RR 66/03  

    Überprüfbarkeit der Anordnung von Wertersatzverfall

  • BGH, 23.05.1978 - 5 StR 664/77  

    Schuldspruch wegen Mordes bei heimtückisch begangener Tötung -

  • BayObLG, 12.06.2002 - 4St RR 58/02  

    Betäubungsmittelstrafrecht: Feststellungen zum Mindestschuldumfang, Cannabis

  • BGH, 23.04.1980 - 3 StR 81/80  

    Begriff der Arglosigkeit - Arglosigkeit des Opfers allgemein mit einem Angriff

  • OLG Nürnberg, 01.06.2006 - 2 St OLG Ss 72/06  

    Betäubungsmittelstrafrecht: Feststellungen zum Mindestschuldumfang, Pauschale

  • BGH, 09.12.1980 - 1 StR 620/80  

    Arglosigkeit des Opfers durch freundliches Entgegentreten durch den Täter - Zur

  • BGH, 11.07.1990 - 3 StR 96/90  

    Annahme der heimtückischen Begehung eines Mordes wegen Wahrnehmung der Tatwaffe

  • BGH, 07.07.1981 - 1 StR 206/81  

    Rechtmäßigkeit der Verurteilung wegen Mordes bei Tötung aufgrund eines

  • BayObLG, 22.07.2003 - 4St RR 92/03  

    Betäubungsmittelstrafrecht: Eigennützigkeit beim unerlaubten Handeltreiben,

  • BayObLG, 30.01.2003 - 4St RR 5/03  

    Betäubungsmittelstrafrecht: Feststellung des Mindestschuldumfangs

  • BayObLG, 29.08.2001 - 4St RR 89/01  

    Revision: Erforderlichkeit eines Antrags; Betäubungsmittel: Feststellungen zum

  • BayObLG, 26.09.2000 - 4St RR 116/00  

    Betäubungsmittelstrafrecht: Erwerb zum Handeltreiben und zum Eigenverbrauch,

  • BayObLG, 16.11.1998 - 4St RR 204/98  

    Betäubungsmittelstrafrecht: Feststellung des Mindestschuldumfangs, Qualität von

  • BayObLG, 26.05.1997 - 4St RR 122/97  

    Betäubungsmittelstrafrecht: Erwerb von Betäubungsmitteln teils zum Handeltreiben

  • BayObLG, 17.01.1996 - 4St RR 281/95  

    Betäubungsmittelstrafrecht: Vorsatz zum Umgang mit BtM in nicht geringer Menge -

  • BGH, 24.02.1984 - 2 StR 741/83  

    Tötung eines arg- und wehrlosen Opfers - Voraussetzungen der Heimtücke

  • BGH, 05.02.1980 - 1 StR 750/79  

    Wehrlosigkeit und Arglosigkeit eines getöteten Opfers - Vorraussetzungen einer

  • BGH, 24.04.1979 - 1 StR 59/79  

    Annahme feindseliger Willensrichtung bei schlichter Berührung des Opfers durch

  • BGH, 24.05.1978 - 2 StR 724/77  

    Heimtücke ausschließende Feindseligkeit bei der Tötungshandlung vorangegangenen

  • BGH, 19.12.1978 - 1 StR 613/78  

    Verfassungskonforme Auslegung des Begriffs "Heimtücke" - Bewusste Ausnutzung der

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